LdT-Forum » Drogen » Cannabis & Hanf » cannabis- verharmlost oder dämonisiert?
| Autor | Beitrag | |
gunrunner
Moderator
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| Geschrieben: 28.05.12 20:10 zuletzt geändert: 28.05.12 20:26 durch gunrunner (insgesamt 2 mal geändert) |
Zitat: Wie bei jeder Droge kommt es auf die Selbstdisziplin an - Punkt.
Im Bezug auf die psychische Abhängigkeit findet der Satz meine volle Zustimmung.
Zitat: ganz so einfach ist das nicht, drogen mögen ja alle auf gewisse rezeptoren einwirken, was die körperliche abhängigkeit ausmacht ist allerdings das diese rezeptoren sich nach und nach immer mehr vermehren, was letztendlich dazu führt das ein verlangen nach einer bestimmten droge entsteht.
Du solltest dir noch einmal durchlesen wie genau eine Tolleranz und dann eine Abhängigkeit entsteht ;). Nicht falsch verstehen, ist nicht falsch aber auch nicht ganz richtig.
Zitat: außerdem wirken unterschiedliche drogen auch auf unterschiedliche rezeptoren, so ist das bei alkohol zb der GABA-rezeptor, bei dem die meisten drogen die an selbigem wirken, eine körperliche abhängigkeit bewirken können. bei cannabis ist es hingegen wieder ein anderer.
Aber auch die Cannabinoid Rezeptoren reagieren bei stetiger Stimulation und Regeln die "Empfindlichkeit" der Rezeptoren runter. Als Zitat(wichtige Stellen fett markiert):
Zitat: Each brain region (cerebellum, cortex, hippocampus and basal ganglia) from high-dose rats showed 30–70% decreases in (−)-cis-3--trans-4-(3-hydroxyphenyl)cyclohexanol (WIN55212-2) Bmax values, indicating receptor down-regulation. Most regions showed decreased WIN55212-2-stimulated guanosine-5′-O-3-thiotriphosphate (GTPγS) binding, indicating desensitization of cannabinoid CB1 receptors.
Noch dazu beschränkt dich die Wirkung von Gras nicht auf die Cannabinoid Rezeptoren. Unter anderem werden auch die Adenosin A2A Rezeptoren(und dadurch auch das Dopaminsystem) beeiunflusst. Dazu einfach mal das hier durchlesen. Da reicht auch die Zusammenfassung.
Zitat: also ich dachte eigentlich das es allgemein bekannt ist das durch kiffen hormone ausgeschüttet werden.
Hast du denn eine Quelle welche Hormone durch Cannabis ausgeschüttet werden ? Wenn es so allgemein bekannt ist müsste es dazu doch etwas Schriftliches geben.
Was man nicht verwechseln sollte sind Nerotransmitter und Hormone.
Zitat: aber was hat das angleichen mit körperlicher abhängigkeit zu tun? nur weil der körper sich an eine veränderte hormonkonzentration anpasst heißt das nicht das es eine körperliche abhängigkeit gibt, die entsteht erst wenn der körper nach der droge verlangt(siehe oben).
Du wiedersprichst dir etwas. Was du oben beschreibst IST die Anpassung des Körpers an eine stetig Erhöhte Neurotransmitter- oder Wirkstoffkonzentration(Also das "verlangen" nach Drogen bekommt der Körper nur durch diese Anpassung). Den erst durch diese Anpassung entsteht ein Entzug nach dem Absetzten.
Bei Opioiden zum Beispiel werden ständig aktivierte Rezeptoren abgebaut und die Rezeptordichte sinkt (damit gleicht der Körper die erhöhte Opioid Konzentration aus, da diese Agonisten weniger Rezeptoren zum binden finden). Setzt an nun die Droge ab kommt es zu Entzugserscheinungen da die wenigen Agonisten zu wenige Rezeptoren zum binden haben. Bis das wieder ausgeglichen wird dauert es etwas.
Und diese körperliche Abhängigkeit entsteht nur durch die Anpassung des Körpers an die neuen bedingungen(erhöhte Wirkstoffkonzentration).
Und selbiges würde, wenn Cannabis Einfluss auf Hormone hat, auch nach der gewöhnung an die Erhöhte Hormonkonzentration geschehen.
Zitat: und wieso augen verschließen? das cannabis nicht körperlich abhängig macht ist schon lange bekannt.
Dann lies dir nochmal die Quellen durch. So einfach ist das nicht.
lg
„Illusionen empfehlen sich dadurch, daß sie Unlustgefühle ersparen und uns an ihrer Statt Befriedigungen genießen lassen.“
Freud | |
Trone
Traumländer
dabei seit 2009 417 Forenbeiträge 5 Tripberichte
| Geschrieben: 28.05.12 22:24 |
Günter schrieb: Beim nikotin hat man ein ganzes leben was von seiner sucht wenn man nicht wirklich aufhören will.
Bei cannabis kann man in dem moment aufhören wo man keine lust mehr drauf hat und eine besonders starke willenskraft ist nicht nötig. Das seh ich anders. Die psychische Abhängigkeit ist von Person zu Person unterschiedlich. Mit dem von Smore zurecht als "am meisten unterschätze Droge" bezeichneten Kokain z.B. kannste mich jagen! Ich hasse Aufputschmittel jeder Art wie die Pest! Von Koka krieg ich nur Panik...
Beim Kiffen gibt es natürlich Momente, in denen einem das Breitsein auf den Keks geht, aber das hat mir das Aufhören nicht wirklich leichter gemacht. Bei meinem ersten ernsthaften Versuch vor 2 Jahren hab ich 5 Tage durchgehalten und seitdem hänge ich zwischen clean sein, frustkiffen, Entzug(auch körperlich), clean sein und wieder kiffen, Entzug clean sein fest. Mittlerweile bin ich zwar größtenteils clean, aber ich hab auf jeden Fall noch einen langen Weg vor mir...
Mit anderen Drogen habe ich solche Probleme nicht.
Zitat:
gunrunner schrieb:
Wird häufig behauptet aber stimmt so nicht. Auch Cannabis baut eine Tolleranz auf und macht psychisch und physisch abhängig.
Stimmt aber das etwa in dem ausmaß in dem kaffee physisch und psychisch abhängig macht.
Lasst euch nicht verarschen oder erzählen das wäre eine schlimme droge, wenn man daran glaubt ist das schon der erste schritt in die sucht.
Man gibt damit nämlich seine verantwortung an der tür ab, die droge ist nämlich schuld mit ihrem suchtpotential.
Schön für dich, dass Gras bei dir kein größeres Abhängigkeitspotential hat als Kaffee. Aber du verharmlost es extrem!
Fakt ist: Vom Kiffen wird keiner verrecken und ein Joint hin und wieder ist nichts Schlimmes.
Aber dass die Hauptbeschäftigung eines Dauerkiffers meistens lustloses Chillen ist und man durch's tägliche Kiffen ziemlich brei in der Birne wird, kann keiner abstreiten. Und wer nur apathisch rumhängt, an der Welt desinteressiert ist und mit keiner nüchternen Person mehr ein Gespräch führen kann, verpasst Einiges in seiner Entwicklung.
Außerdem macht Kiffen in hohem Ausmaß introvertiert und unzuverlässig. Einen selbst stört's nicht, aber die Mitmenschen sehr wohl, wenn sie sich auf einen verlassen müssen.
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deadniggi
Träumer
dabei seit 2012 107 Forenbeiträge
| Geschrieben: 28.05.12 22:43 | Gerade Cannabis wird sowohl verharmlost als auch dämonisiert,es kommt eben immer darauf an wen man fragt.
Hier gilt wie bei jeder Droge,sich vernünftig damit auseinander zu setzen und sie auch als solche zu akzeptieren.
Cannabis ist,wie viele andere Sbstanzen auch,weniger schädlich als Alkohol,jedoch ist die Hemmschwelle Cannabis täglich zu konsumieren deutlich niedriger,wie ich finde.
Täglicher Konsum,egal welcher Droge,kann nicht gesund sein für Körper,Geist oder beides.
Außerdem sollte man den Punkt erkennen,an dem es einem nicht mehr besser mit ,sondern schlechter ohne geht.
Das ist sehr schwer,da der Übergang schleichend ist...
Wir sind hier um durch Erfahrungen uns selbst und diese Welt kennen zu lernen.
Die Menschheit hat sich ihre Hölle selbst erschaffen. | |
ehemaliges Mitglied
Ex-Träumer
| Geschrieben: 29.05.12 01:22 | das problem ist, dass es meistens 2 seiten gibt. zum einen die, welche meinen cannabis sei völlig harmlost und man könne es durchgehend konsumieren und nix passiert - falsch..
die anderen leute behaupten, dass es eine teufelsdroge sei, welche sowieso nur psychosen und größenwahn auslöst - falsch..
so far ,... beide ansichten falsch..
weed ist defintiv harmloser als alkohol oder koks, da es keine wirkliche körperliche abhängigkeit erzeugen kann.. dafür eine umso schlimmere psychische abhängigkeit..
ich bin schwer thc abhängig und rauche täglich ziemlich viel.. liegt zw. 0,5 und 5 g .. jenach geld und verfügbarkeit.. auf jeden fall macht THC psychisch abhänig und jeder dauerkiffer (sicher genug hier ;) ), wird verstehen, was ich meine..
wenn alk legal ist, wäre es unfair nur weed zu legalisieren, da auch amphe oder mdma, sicher nicht schlimmer als alkohol sind.
bei dem legal illegal schrott gehts nicht um die gefährlichkeit jener substanzen.. nur um geld.
der staat mach viel, viel, viel, viel geld mit alkohol, .. deswegen legal.. klar würde man auch mit weed geld machen, aber viel zu wenig..
alkohol wird agressiv vermarktet und einem beinahe nachgeschmissen..
warum? weil der drecksstaat geld braucht..
für das böse böse weed hingegen werden strafen verhängt und friedliche menschen werden gefickt, wie ein haufen scheisse behandelt und weggesperrt..
naja was soll man sagen, ausser: fight against the system
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Trone
Traumländer
dabei seit 2009 417 Forenbeiträge 5 Tripberichte
| Geschrieben: 29.05.12 02:00 |
sparr0w schrieb: weed ist defintiv harmloser als alkohol oder koks, da es keine wirkliche körperliche abhängigkeit erzeugen kann.. dafür eine umso schlimmere psychische abhängigkeit.. Erzähl mal dem Alki am Bahnhofskiosk, dass seine psychische Abhängigkeit gar nicht so schlimm ist! ;)
Der psychische Faktor ist individuell sehr verschieden. So hab ich im Laufe meiner Drogenkarriere gelernt, dass ich wohl nie ein Problem mit Speed, Koks oder Opiaten kriegen werde. Gibt mir einfach nix! Dafür komme ich vom Gras nicht los. Bei den Benzos hab ich früh genug gemerkt, dass das viel zu heiße Ware für mich ist.
Zitat: für das böse böse weed hingegen werden strafen verhängt und friedliche menschen werden gefickt, wie ein haufen scheisse behandelt und weggesperrt.. Klar! Bringt Geld ein und schafft Arbeitsplätze für Polizisten und überall, wo jemand wegen seines Konsums, der möglicherweise schon Tage her ist, seinen Führerschein verliert. | |
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