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LdT-Forum » Drogen & Gesellschaft » Der Weg (Selbstfindung & Glaube) » Alternatives Leben


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AutorBeitrag
Le Frosch
Traumländer


dabei seit 2010
648 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 02.08.12 21:40


Aussteigen im Sinne von "räumlichen Abstand zu den Kapitalisten/Faschisten zu nehmen" ist Flucht.
Politisiert Euch!
Macht Eurer Verzweifelung und Eurer Wut Luft!
Stell Dir vor es ist Revolution und alle gehn hin!


Ich bin der Gott der Froschmenschen, yeea! Ich sollte mehr kiffen damit ich bekloppter werde.

Wer denkt Kratomtee ohne Zucker wäre hart, der hat noch nie Kratomtee ohne Wasser probiert.

HarryK
Traumländer
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dabei seit 2006
243 Forenbeiträge
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 02.08.12 21:43


elduderino schrieb:
Die Flucht in die Religion ist ja wohl die Schlimmste...


Jetzt ist das passiert, was nicht hätte passieren dürfen... Du missverstehst mich - und ich fürchte, dass ich deine Meinung nicht beeinflussen kann.

Nochmal genauer: Es ist ganz wichtig, Buddhismus nicht als Religion zu betrachten, sondern als Lebensphilosophie.

Buddhismus ist nur der Rahmen, in welchem knallhart das eigene Wirken hinterfragt und schlussendlich akzeptiert wird.
Das ist es, wo ich drauf hinaus möchte.

Niemand zwingt dich, an teuren Seminaren teilzunehmen oder das Bodhisattva-Gelübte abzulegen. Ich gebe zu, dass wie bei vielen spirituellen Belangen einige meinen, dran reich werden zu müssen.
Das anzunehmen ist dem Individuum überlassen - und es gibt viele Gruppen, die keine kommerzielle Absicht und vor Allem auch keine missionierende Absicht haben, sondern nur einen Raum zur Heilung bieten.

Ich hoffe, ich habe einige Unklarheiten beseitigen können.
Die buddhistische Praxis als Flucht in die Religion zu bezeichnen ist schlichtweg falsch.
Eine Flucht wäre die Zuwendung zu freien evangelischen Kirchen zB - bezahlen, glauben und Fresse halten.


Wo ich grad Le Frosch lese - Revolution gabs in Russland und dann wurde die Sovietunion gegründet... Durch Revolution verändern sich nur die Kriterien der Unterdrückung...
 

Tremor Thread-Ersteller
Dauer-Träumer
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  Geschrieben: 02.08.12 21:53


Hallo ich will nicht die Welt verändern, das klappt eh nicht ! Es wird nach jeder beschissenen Revolution wieder Leute geben die reicher und mächtiger sein wollen als andere. Darum geht es hier auch gar nicht !

Religion kommt für mich nicht in Frage, da ich persönlich nicht gerade unreligiös, aber an meine eigene Religion glaube.
Gott steckt für mich in der Natur in jedem Grashalm und nicht in irgendeiner Koorpulenten Statue.

Die Lebensweise des Buddhismus kommt für mich leider nicht in Frage, da ich mit manchen Teilen nicht identifizieren kann.

Flucht trifft es nicht genau, nur wieso soll man an einer Welt arbeiten, dessen Existenz im großen Stile eh nie wahr werden kann ?
Ich flüchte daher auch keinesfalls aus irgendeiner Realität. Nur das was du als Realität bezeichnest schränkt mich in meiner Entfaltung ein. Und das schon lange.

Da ich gute aussichten auf Geld in der Zukunft habe, flüchte ich nicht. Ich weiche nur.


Das wird mir zu pervers hier, komm Dildo, wir gehen !

"Mein Hobby nennt sich Metabolismus in seiner ausgeprägetesten Form."



elduderino
Abwesender Träumer


dabei seit 2010
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  Geschrieben: 02.08.12 22:19


HarryK schrieb:
Niemand zwingt dich, an teuren Seminaren teilzunehmen oder das Bodhisattva-Gelübte abzulegen. Ich gebe zu, dass wie bei vielen spirituellen Belangen einige meinen, dran reich werden zu müssen.


es gibt doch auch christen, die nie in die Kirsche gehen, nie irgendwelche Kurse besuchen und trotzdem felsenfest an eine Gottheit glauben und daran, dass diese ihr Schicksal bestimmt.

Ich möchte hier jetzt auch keine Religionsdebatte aufmachen, aber doch kurz erläutern, warum ich jegliche Ausübung von Religion - und natürlich ist der Buddhismus eine Religion - für eine Flucht halte.

In jeder Religion gibt es eine bestimmte Lehre und/oder einen Text, ein Set von Regeln oder etwas ähnliches. Bei den Buddhisten ist es übrigens die Lehre des Siddhartha Gautama (laut Wiki, das wusste ich nicht). Nach dieser Lehre sollte man leben, sonst ist man leider kein guter Christ, Hindu, Muslim oder eben Buddhist. Du begibst dich also in die Hände des Regelwerks und lebst dein Leben danach. Und diese Regeln funktionieren ja auch ganz gut - Religionen sind ja schon alte Dinger - und lange erprobt.
Das ist die Flucht davor, sich eigene Regeln zu schaffen, mit denen man selbst glücklich ist und die einigermaßen sozial verträglich sind. Es ist natürlich auch einfacher, ein fertiges Set zu nehmen, als sich selbst eines auszudenken und es zu erproben.

Und natürlich gehört zu jeder Religion die Regel der Reflektion des eigenen Handelns.
Mein Land seit vieeeelen Jahrn’ - ist Österreich-Ungarn

Urinstinkt
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  Geschrieben: 02.08.12 22:32


Zitat:
ich will nicht die Welt verändern, das klappt eh nicht !

--> Falsche Einstellung

Zitat:
Durch Revolution verändern sich nur die Kriterien der Unterdrückung...

--> Das ist eine pauschalisierung und kommt ganz auf das neue System und die Menschen dahinter an


Ich denke, dass jeder seine eigenen Regeln machen sollte. Ich selbst hab schon in der grundschule erbittert mit mt isteinem Vater gestritten und behauptet das die Welt und auch Deutschland ungerecht und schlecht ist, besonders der Kapitalismus, welcher nunmal auf Ausbeutung basiert.

Ich mache einfach meine eigenen Regeln, suche mir aus den Religionen aus was mir gefällt (z. B. das Meditieren aus dem Buddhismus), glaube nich an eine höhere Macht, verbreite meine Meinung in der Umgebung und diskutiere mit vielen Leuten über Politik, Wirtschaft, Vegetarismus und alternativen
Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Friede ist der Weg
(Mahatma Gandhi)

Miauz90
Träumerin
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  Geschrieben: 02.08.12 22:34


Ich möchte auch zu einer besseren Welt beitragen, weiß aber das ich als Mensch der über wenig Geld verfügt in dieser kapitalistischen Welt nur kleine Änderungen bewirken kann.

Vielleicht wird es in 300 Jahren eine bessere Welt geben und ich kann durch das was ich heute tue dazu beitragen... aber wo bleibt mein schöner Lebensabschied ?


Mein Traum ist es mit 4 Freunden/Freundinnen zu fünft ein Haus zu kaufen und zusammen ein chaotisches Leben zu leben.
Das Problem ist nur das ich erst 1-2 Personen kenne die dieses Chaos aushalten würden.

Grüße
 

Unexist
Träumer


dabei seit 2012
135 Forenbeiträge

  Geschrieben: 02.08.12 22:34


elduderino schrieb:


Ich möchte hier jetzt auch keine Religionsdebatte aufmachen, aber doch kurz erläutern, warum ich jegliche Ausübung von Religion - und natürlich ist der Buddhismus eine Religion - für eine Flucht halte.

In jeder Religion gibt es eine bestimmte Lehre und/oder einen Text, ein Set von Regeln oder etwas ähnliches. Bei den Buddhisten ist es übrigens die Lehre des Siddhartha Gautama (laut Wiki, das wusste ich nicht). Nach dieser Lehre sollte man leben, sonst ist man leider kein guter Christ, Hindu, Muslim oder eben Buddhist. Du begibst dich also in die Hände des Regelwerks und lebst dein Leben danach. Und diese Regeln funktionieren ja auch ganz gut - Religionen sind ja schon alte Dinger - und lange erprobt.
Das ist die Flucht davor, sich eigene Regeln zu schaffen, mit denen man selbst glücklich ist und die einigermaßen sozial verträglich sind. Es ist natürlich auch einfacher, ein fertiges Set zu nehmen, als sich selbst eines auszudenken und es zu erproben.

Und natürlich gehört zu jeder Religion die Regel der Reflektion des eigenen Handelns.


Sind Religionen nicht dazu gemacht um die Gläubigen durch Regeln und Ansichten ein Stück weit zu kontrollieren? Die Germanen z.B. waren doch nur deshalb so "tapfere" Krieger, weil sie heiß drauf waren durch Schwertes Streich zu sterben, um dann nach Walhall zu gelangen.
Die Römer waren da schon eine große Zivilisation, dementsprechend war ihre Religion eher auf das miteinander in der Gesellschaft ausgelegt.
Die Religion wurde ja immer vom jeweiligen Herrscher festgelegt. Wären die Wiener damals nicht so standhaft gewesen würden wir heute alle gen Mekka beten anstatt über Moslems zu schimpfen. Reiner Zufall welchen Gott man für den richtigen hält freak
 

Urinstinkt
Träumer


dabei seit 2012
82 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 02.08.12 22:40


Zitat:
Reiner Zufall welchen Gott man für den richtigen hält


naja ich bin christlich getauft worden aber glaube an keinen gott :P also kann man das so nciht sagen ;)

ich weiß dass das kleinkariert ist :D
Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Friede ist der Weg
(Mahatma Gandhi)

Tremor Thread-Ersteller
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217 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 02.08.12 22:41


Naja ich finde halt es sind schon so große Personen dran gescheitert etwas zu revolutionieren. Natürlich auch Helden der revolution bekannt. Aber sowas wie ne Revolution in Deutschland aufzustellen ist unmöglich.Allein wegen der Exekutiven Gewalt . Ist auch egal, geht doch net als auf das Thema Revolution ein, das gehört nicht hier rein ( Wie oben erwähnt).

Ihr fangt hier an über Religionen und Revolution zu diskutieren.


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Morginzez
Träumer


dabei seit 2012
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2 Tripberichte
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 02.08.12 23:09


Also, Jungs und Mädels.

Wenn wir hier schon dabei sind, "das System" zu verändern, dann sagt mir doch wie? Ich meine damit nicht die Durchführung, sondern das angestrebte Zeil!

Das System an sich ist genial. Das Problem sind die 10% Arschlochanteil, die es immer gibt, ganz egal, wo ihr euch befindet. Die Schmarotzer sind das Problem.

Das System baut auf Konsum auf. Aber ist nicht euer ganzes Leben auf Konsum ausgerichtet? Selbst, wenn man, wie am Anfang des Threads beschrieben, in einer einsamenHütte lebt und alles selber produziert, so ist es doch ein kleines Konsumsystem.

Die Sache ist die: Euer Platz im System gefällt euch nicht. Wäre jemand von euch verdammt reich und würde dauerhaft profitieren, Gewinne machen, konsumieren können, wäre das System toll.

Ich finde das System so weit klasse. Alles was mich stört sind die Chancen. Wer reich geboren wird und dumm ist, wird wohl auch reich und dumm sterben. Wer arm und klug ist, wird meist kaum in der Lage sein, davon zu profitieren.

Wisst ihr, wie wir das System besser machen? ALLES besser machen?

Weniger Auto fahren, die Plastikflasche im Graben mal aufheben und "Sorry, wollte ich nicht" sagen, statt herumzupöbeln.

Man braucht kein alternatives Leben. Eine alternative Denkweise würde schon viel bringen.
 

Urinstinkt
Träumer


dabei seit 2012
82 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 02.08.12 23:21


Das System beruht auf Ausbeutung daher finde ich es schlecht. Um deine Frage zu beantwort en: ich bin für eine friedliche Revolution zum Sozialismus/Kommunismus durch freie Wahlen. Es gibt Menschen denen dieses Leben in dieser Gesellschaft so sehr missfällt, dass sie vielleicht schon ein Alternatives Leben brauchen und es sollte ihnen freistehen, dieses in Anspruch zu nehmen

Um auf das "Die 10% Schmarotzer sind das Problem" zurückzukommen, das ist Quatsch. Ich selbst habe Verwandte die ARBEITEN WOLLEN aber KEINEN ARBEITSPLATZ FINDEN, daher ist wohl zum Teil ein Fehler im System.
Weiterhin ist 90% des Gesamten Kapitals in der BRD ind er Hand von 10% der Gesellschaft. Außerdem: Was genau ist eigentlich so schlimm an den "Schmarotzern"? :)


Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Friede ist der Weg
(Mahatma Gandhi)

Unexist
Träumer


dabei seit 2012
135 Forenbeiträge

  Geschrieben: 02.08.12 23:31


Du kannst ja kommunistische Parteien wählen! An den Wahlergebnissen siehst Du aber, dass weniger als 5% Deine Meinung teilen, würden wir also Kommunismus einführen wäre das ein System was nur Dir und maximal 5% der anderen Gefällt.
Da muss ich Morginzez schon recht geben, die Bewertung eines Systems hängt von Deiner Position in diesem ab.
Die 10% Arschlochanteil sind allerdings nicht die Schmarotzer, sondern die 10% die auf 99,9% des gesamten Kapitals sitzen und den anderen 90% als erbarmungslose Gläubiger dienen.
Das nenn man Oligarchie und Global betrachtet leben wir leider in solch einer...

 

ehemaliges Mitglied
Ex-Träumer
  Geschrieben: 02.08.12 23:37


Tremor schrieb:
Hallo ich will nicht die Welt verändern, das klappt eh nicht ! Es wird nach jeder beschissenen Revolution wieder Leute geben die reicher und mächtiger sein wollen als andere. Darum geht es hier auch gar nicht !

Religion kommt für mich nicht in Frage, da ich persönlich nicht gerade unreligiös, aber an meine eigene Religion glaube.
Gott steckt für mich in der Natur in jedem Grashalm und nicht in irgendeiner Koorpulenten Statue.

Die Lebensweise des Buddhismus kommt für mich leider nicht in Frage, da ich mit manchen Teilen nicht identifizieren kann.

Flucht trifft es nicht genau, nur wieso soll man an einer Welt arbeiten, dessen Existenz im großen Stile eh nie wahr werden kann ?
Ich flüchte daher auch keinesfalls aus irgendeiner Realität. Nur das was du als Realität bezeichnest schränkt mich in meiner Entfaltung ein. Und das schon lange.

Da ich gute aussichten auf Geld in der Zukunft habe, flüchte ich nicht. Ich weiche nur.


Wow. Ich kann das alles nur unterschreiben :D

@HarryK

Ich meditiere sehr oft und tue das auch ab und an in Klarträumen. Mir wird dabei aber immer bewusst, ähnlich wie bei meinen Pilzreisen, dass die gesamte uns zugrundeliegende Welt eine gigantische Ansammlung von Konstrukten ist. Alles ist eine Illusion und das ICH wahrscheinlich die Gefährlichste. Gleichsam ist der Zustand des "Sein", verbunden mit dem Gefühl eine Verbindung zu der Alleinheit des belebten Seins sehr gewinnbringend. Ich kann diesen Zustand für mich am besten durch Subistenzwirtschaft verbindlich und chronisch in mein alltägliches Sein einbinden. Dieser ganze moderne Quatsch der Inkommensurabilität von Natur und Kultur möchte ich überwinden. Ich halte nichts von synthetischen Stoffen, weil ich nicht an die "Vernuft" des Menschen glaube. Wir sind nur ein Teil dieses gigantischen Prozesses des Lebens, aber wir tun so, als ob wir wichtiger seien als das Ganze. "Ich" möchte das Konstrukt des Ichs auflösen, wie Zucker in Wasser. Ich unterwefe mich Mutter Natur, die wir nur schützen wollen, weil wir denken, dass es UNS nutzt. Was Gaia will eigentlich will - vorallem wenn es gegen den Menschen gehen würde - interessiert uns nicht die Bohne.
Der Buddhismus, vorallem der Zen-Buddhismus ist sicherlich individuell, ähnlich wie der Hinduismus. Dennoch denke ich, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, so wie jeder im Grunde auch eine eigene Welt ist.

„Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen. Falls man es tut, wird er zu etwas Totem, Starrem; er wird zu Gier, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgezwungen wird. […]In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen.“ - Jiddu Krishnamurti (mein Namenspatron^^)

Gruß
Jiddu


 

Keksi
Träumer


dabei seit 2012
135 Forenbeiträge

  Geschrieben: 02.08.12 23:55


Ich finde es gehört eigentlich nicht ganz in diesen Thread, aber ich muss kurz dazu was sagen.

Hier werden zwei typische Meinungen vertreten, die meiner Meinung nach pauschalisieren und unüberlegt sind.
1. "Die 10% "Schmarotzer" sind schuld"
2. "Die reichsten 10% sind schuld"

Zum 1. Punkt:
Diese Aussagen sind verletzend und wie ich finde ziemlich arrogant. Ich lebe durchaus eher in gehobenen Verhältnissen [ich bin in keinster Weise reich, eher "gutes Mittelfeld"] und habe trotzdem nie auf "Schmarotzer" etc. geschimpft. Es gibt mit Sicherheit einige die faul sind. Ja und?
Nur weil sie anders denken als die 99% der Bevölkerung, sollen sie ausgegrenzt werden? Außerdem sind fast alle armen Menschen nicht selbst schuld und würden gerne arbeiten.

Zum 2. Punkt:
Das System ist schuld, nicht die Menschen die davon profitieren. Dieses System ist so abgrundtief krank und unmenschlich, dass diese Leute dazu getrimmt werden so zu handeln. Sie werden ja von (fast) jedem als "Gewinntertypen" angesehen und ihnen wurde von Geburt an durch Medien, Eltern etc. eingetrichtert, dass man nur Wert hat wenn man eben reich ist, was nur geht in dem man andere ausbeutet.


Nur meine Meinung, vielleicht liege ich ja auch total falsch ;)


Das Gegenteil von Drogenabhängigkeit ist nicht Drogenabstinenz, sondern Drogenautonomie.

Urinstinkt
Träumer


dabei seit 2012
82 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 03.08.12 00:08


ich vertrete die Meinung, dass man keine einzelnen Menschen als "Schlecht für das System" betiteln sollte. Weder die "Reichen" noch die "Schmarotzer", noch sonstwen kann man als schlecht hinstellen da jeder anders ist. Ich wollte einfach mal informieren und demonstrieren wie drastisch es ist mit den 90% des Kapitals in den Händen von 10% der Bevölkerung wink

Ich sehe es übrigens Genauso wie du biggrin meine Eltern haben mir immer gesagt das ich gute Schulnoten schreiben soll damit ich später einen guten Job bekomme und viel Geld verdiene. Soziale Werte haben - zumindest sie und viele andere die ich kenne - immer hintan gestellt cry


Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Friede ist der Weg
(Mahatma Gandhi)


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