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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Am Rande der Realität - Ein Ausflug in das Reich von MXE
Drogen:Mischkonsum von Ketamin und Tabak (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:Bierbauch
Datum:14.05.2012 03:36
Set:gechillt, zufrieden
Setting:Zu Hause, allein im Zimmer, Mitbeohner in der Nähe
Nützlichkeit:6,78 von 10 möglichen   (9 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Der folgende Bericht bezieht sich auf die Einnahme von 50-70 mg MXE (keine genaue Angabe weil Augenmaß). Gegen Ende werden meine Aufzeichnungen leider etwas schwammig, da mein Schreib- und Erinnerungsvermögen stark nachgelassen hat. Das Ganze war das 2. mal MXE für mich, (ansonsten außer 2/3 leichte DXM-Trips noch keine Erfahrungen mit solchen Drogen) wobei vom ersten Mal nichts Interessantes zu berichten ist, da die Dosis dort sehr gering (~20mg) war. Die letzte Mahlzeit lag etwa 3-4 Stunden zurück.

02:40: Einnahme von 50-70 mg MXE, in einem Glas Wasser gelöst

02:45: Ich fange an Starcraft zu spielen und höre dabei Musik (eine Mischung aus Trance, gemütlichen Liedern und Klassik)

02:50: Die ersten Anzeichen sind zu spüren. Ich fühle mich leicht über der Baseline

03:00: Ich empfinde einen angenehmen Schwindel und lege mich erstmal hin

03:05: Zeit kommt mir unwirklich vor
Der Lagg im Spiel verunsichert mich, da ich nicht genau ausmachen kann, ob es am Spiel oder an der Droge liegt
Ich werde langsam in eine andere Dimension geschoben, kann mich nicht mehr aufs Spielen konzentrieren
Meine Sicht verschwimmt leicht
Aus irgendeinem Grund wirkt das Spiel seltsam dreidimensional, so echt

03:10: Ich entferne mich immer weiter von der Welt und mich überkommt eine leichte Übelkeit
Ich kann nicht mehr klar denken, mir ist schwindelig
Mein ganzer Körper fühlt sich so leicht an, ich beginne zu schweben
Eine starke Euphorie überkommt mich, ich werde von Wärme geflutet, Schmetterlinge im Bauch

03:15: Habe vergessen, dass ich noch am Spielen bin, die Musik hat mich zu sehr übermannt
Starcraft beendet, alles irreal

03:20: Meine Ohren fangen an zu rauschen
Ich fange an ein wenig im Forum zu lesen (so gut es noch ging)
Alle meine Sinne fühlen sich stimuliert an; was ich sehe, fühle, höre, reiche, schmecke ist atemberaubend
Die Musik zieht mich weiter in sie rein

03:25: Fange an Fear And Loathing In Las Vegas zu schauen
Musik aus
Jetzt zieht der Film mich in sich rein

03:30: Ich fühle mich als wäre ich im Film
Mich überkommt eine erneute Welle der Euphorie

03:35: Habe kalten Schweiß an den Hände; fühlt sich zwar sehr merkwürdig an, kümmert mich allerdings nicht wirklich
Ich bin mittlerweile voll im Film drin



Ich fühle mich als sei ich Raoul Duke; ich habe einen Kuli im Mund als Zigarette und ahme seine Sprache und Bewegung nach

Ich beginne langsam zu versinken
03:50: Ich bin der Duke

Worte kommen mir total seltsam vor, ich kann sie nicht erstehen, kann nicht mehr richtig schreiben
Ich schreibe das gesamte Alphabet auf und schaffe es wieder halbwegs zu schreiben

03:55: Meine Schrift wird äußert unleserlich und groß
Fange an mit mir selbst zu reden, Schizophrenie

04:00: Ich existiere nur noch im Geiste, fühle meinen Körper nicht meh
Ich gehe pinkeln um klaren Kopf zu bekommen. Mein Gang ist leicht, ich bin eine Feder. Ich komme mir vor als würde ich vom All aus die Kloschüssel treffen müssen
Wieder Film am schauen
Ich will weg von hier, warum bin ich im Film? Kaue nervös auf meinem Kuli

04:15: Doppelsicht
Fange an eine Zigarette zu Rauchen. Rauchen fühlt sich unglaublich angenehm an. Das Nikotin katapultiert geradezu hoch. Mein Rausch wird für 5 Minuten extrem stärker. Es wird schwer die Zigarette zu halten.

04:20: Trinke Unmengen an Wasser; lache ziemlich lange über die Uhrzeit.
Habe den Drang zu rauchen
Ich will weg von hier
Ich fühle mit Duke
Ich bin eine Feder



Nachdem der Film aus ist fühle ich mich erstmal ziemlich neben der Spur, war der Film doch eben noch quasi meine Realität. Ich bleibe liegen und höre klassische Musik, von der ich ganz überwältigt bin. Habe noch nie im Leben sowas schönes gehört. Ich schließe meine Augen und lebe nur noch in der Musik. Zeit ist vollkommen irreal und ergibt überhaupt keinen Sinn. Ich lausche noch 1-2 Stunden der Musik bis ich einschlafe.



Am nächsten Tag fühle ich mich noch etwas daneben, merke dann auch im Laufe des Tages, dass ich ziemlich ausgelaugt fühle und auch für Sport überhaupt nicht zu gebrauchen bin; verbringe also den Großteil des Tages auf dem Sofa mit einem Buch und gehe früh sclafen.rnrn rnrnAllgemein kann ich sagen, dass die Erfahrung und alle anderen Erfahrungen, die ich bis jetzt mit MXE erleben durfte eigentlich immer positiv waren, (abgesehen davon, dass man manchmal einfach mal kurz nicht die Welt versteht und man ein bisschen aus der Bahn geworfen wird) und dass ich es nur jeden empfehlen kann. Mir hat es auf jeden Fall die Lust nach mehr geweckt und es wird Wohl mein Pforte ins Reich der RCs sein.

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