| Tripbericht lesenÜbersicht: | Titel: | Und wieder ein paar Gehirnzellen weniger | | Drogen: | Mischkonsum von Tabak, Alkohol und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt) | | Autor: | alugaga | | Datum: | 23.06.2012 15:21 | | Set: | motiviert, rauschgeil | | Setting: | Stadt (fortgehen) | | Nützlichkeit: | 4,66 von 10 möglichen (29 Stimmen abgegeben) | | Status: | Dieser Bericht wurde aus den Tripbericht-Listen entfernt. Er ist jedoch noch für alle lesbar. |
Bericht: Erstmal eine Warnung:
Dies ist kein Bericht der besonders auf die Wirkung der jeweiligen Substanzen eingeht es ist eher ein Tagebucheintrag über die größte Selbstzerstörung meines bisherigen Lebens an die ich mich aus irgendeinem Grund sogar noch relativ gut erinnern kann. Wer nur an der Vernichtung selbst interessiert ist sollte sich einfach den Schluss durchlesen.
Wer einen unglaublich spannenden Bericht erwartet mit unglaublichen höhen und tiefen wird ebenfalls enttäuscht werden es ist einfach der schlimmste Zustand den ich je erreicht habe und genau deshalb habe ich es zu Papier gebracht. Also nicht lesen wenn man nur etwas möglichst kurioses lesen will
Zurzeit trinke ich ca. 1 mal im Monat Alkohol. Da mir aber beinahe kein alkoholisches Getränk schmeckt, jedes mal mit dem Ziel einen Rausch zu erreichen. Alle paar Monate übertreibe ich es ein wenig, so geschehen vor ein paar Wochen.
Mit der festen Absicht uns zu besaufen gingen wir in die Stadt (genaue Anzahl der Personen kann ich nicht sagen da sie sich im Laufe der Nacht ständig veränderte, aber wir waren insgesamt immer mindestens 2 und maximal 7 Personen).
Wir wollten auch noch in ein paar Szene-lokale schauen um vielleicht noch die eine oder andere Substanz zu ergattern, aber als erstes gingen wir in eine komplett gewöhnliche Kommerz-disko. In der Disko waren wir am Anfang 5 Personen und bestellten uns gleich 2 Flaschen Absolut Wodka mit Orangensaft zum verdünnen. Ich trank insgesamt ca. ¼ jeder Flasche.
Nachdem das erledigt war ließ ich meine Freunde kurz alleine um einen Abstecher zu einem „Drogenlokal“ zu machen. Auf dem Weg traf ich einen anderen Freund C. welcher sich mir anschloss.
Im Lokal angekommen spendierte ich mir, meinem Freund und dem Kellner jeweils erstmal 2 Jägermeister und rauchte einige Zigaretten. Nachdem mein Freund mir im Gegenzug noch zwei weitere Jägermeister spendierte, entschlossen wir uns mal kurz nach den anderen in der Disko zu sehen (eigentlich waren wir ja hergekommen um andere Drogen als Alkohol zu kaufen).
Die Wirkung des Alkohols war schon relativ stark und steigerte sich noch weiter. Ich war noch in der Lage normal zu reden und zu gehen, aber trotzdem fiel es uns schwer die anderen zu finden, als wir es endlich geschafft hatten bestellte sich C. und ich jeweils 5 Tequila-shots welche wir direkt nacheinander leerten. Nur den Letzten schenkte ich einem anderen Freund welcher danach fragte.
Da alle enttäuscht darüber waren ,dass wir nichts mitgebracht hatten machten wir uns danach gleich wieder auf den Rückweg. Wieder zurück trank ich weitere zwei Jägermeister mit meinem Freund und dem Barkeeper und natürlich noch einen Tequila-shot von C. um den einen versäumten nachzuholen.
Vollkommen besoffen fragte ich den Kellner lautstark ob heute irgendjemand Speed dabei hätte? Plötzlich registrierte ich ,dass mich alle in der Bar auf einmal blöd ansahen und ich schaltete endlich.
Kurzer Einwurf:
Es war ein Freitag und Freitage sind in meiner Stadt Zivi-Tage in denen man besonders vorsichtig sein muss, normalerweise reicht ein Blick in das Lokal um feststellen zu können ob jemand unerwünschtes drinnen ist, aber wenn man völlig besoffen ist, kann es schwierig sein Zivis zu erkennen.
Ein paar Leute angesehen und schon hatte ich die zwei Zivis ausgemacht. Als ich einem in die Augen blickte und er mich verächtlich ansah, musste ich einfach lautstark anfangen zu lachen (wir hatten nichts dabei und waren nur besoffen). Der Bulle warf mir noch einen bösen Blick zu und ging mit seinem Kollegen und einem Gast hinaus.
Nachdem ich fertig gelacht hatte, trank jeder noch einen letzten Jägermeister und wir verließen das Lokal. Als nächstes irrten wir vollkommen betrunken auf der Suche nach irgendwelchen Drogen durch die Gegend. Hier lässt meinen Erinnerung auch ein wenig nach, ich habe keine Ahnung wie lange wir in der Stadt unterwegs waren, aber ich würde sagen so ca. nach einer Stunde trafen wir zufällig die alte Gruppe wieder von denen es einer geschafft hatte etwas Gras aufzutreiben.
War zwar nicht wirklich was wir gesucht hatten, aber wir machten uns trotzdem auf zu der Wohnung eines Freundes. Auf dem Weg dorthin kotzte ich eine große Ladung auf eine Straßenbahnhaltestelle, war aber noch in vergleichsweise guter Verfassung.
Endlich in der Wohnung angekommen lies ich mich auf das Sofa fallen. Wie in Trance schnappte ich mir die Bong und stopfte mir einen überdimensionierten Hut. Wahrscheinlich einfach aus Gewohnheit, da ich jedes Mal Bongrauche wenn ich in dieser Wohnung bin.
Keine Ahnung wie, aber ich konnte es bewerkstelligen mit einer minimalen Hirnleistung diesen riesigen Kopf zu rauchen.
Das Ergebnis war das ich mich just in dem Moment in dem ich die Bong wieder sicher abgestellt hatte, auf den Boden fallen lies wo ich zusammengekauert und stark atmend für ca. 20 minuten dalag.
Jedes Mal wenn ich nach einer größeren Menge Alkohol, Gras rauche fühle ich mich als würde jedes Ventilieren meinerseits vollkommen Sinnlos und als würde ich ersticken.
Allerdings war es noch nie so schlimm wie an diesem Tag, manchmal glaubte ich fast ich würde aufhören zu atmen, da es enorm anstrengend war und ich immer ganz ein und ganz aus atmete.
Ich wollte nicht einschlafen da ich mich auch wenn ich genau wusste, dass ich nicht in Lebensgefahr schwebte, enorm schwach fühlte und irgendwie dafür sorgen wollte mein Hirn ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.
Ca. eine Stunde, nachdem ich den Bonghut rauchte wurde ich erneut gezwungen mich vom Boden zum Klo zu bewegen um den Rest rauszukotzen. Nachdem ich wirklich meinen gesamten Verdauungstrakt entleert hatte, sah ich in den Spiegel. Was ich sah ist schwer zu beschreiben und ich bin mir bis heute nicht sicher ob ich tatsächlich so ausgesehen habe.
Davon abgesehen, dass ich doppelt sah und irgendwie das Gefühl hatte mein Blickfeld (meine Augen) wären neben meinem Körper, sah ich im Spiegel eine im wahrsten Sinne des Wortes, kreidebleiche Leiche mit glutroten Augen die schon fast leuchteten.
Ich fühlte mich wie auf den Mond geschossen, es war nur noch der Kern meines Ich´s vorhanden, als ich so in den Spiegel sah wurde mir bewusst das ich noch nie so nah am Tod war wie in diesem Rausch. (Das meine ich im Sinne von nichts fühlen und einfach komplett zu sein.)
Ich entschloss mich dazu Wasser zu trinken was ich nach ca. 5 Schlücken sofort wieder erbrach. Mir ging es aber so dreckig das ich trotzdem weiter trank, also trank ich um mich zu entgiften solange Wasser bis ich es nicht mehr herauskotzte (ca. 5 mal).
Danach wurde wenigstens das Atmen wieder effizienter und ich konnte endlich beruhigt in das Land der Träume flüchten (schlafen).
Am nächsten morgen hatte ich einen leichten Kater (habe seeehr selten Kater), welche sich bei mir nur durch ein allgemeines Schwächegefühl und Unwohlsein auswirken, Gott sei dank kein Kopfweh oder schlimmeres.
Unterm Strich habe ich viel aus dieser Nacht gelernt in der ich mich abgeschossen habe wie noch nie zuvor und ich habe nicht vor das zu wiederholen, aber wie ich mich und alle anderen kenne, werde ich einen solchen Bericht sicher noch mal schreiben müssen.
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