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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Methoxetamin, Zeitreisemaschine und Indentitätsvertauscher
Drogen:Ketamin
Autor:Waste187
Datum:10.08.2012 15:16
Set:Bei einem Freund
Setting:wie immer gut gelaunt
Nützlichkeit:6,38 von 10 möglichen   (13 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Hallihallo verehrte Mitträumer,

wie der Titel schon sagt geht es in diesem Tripbericht nicht um Ketamin sondern Methoxetamin. Dies hier wird mein erster Tripbericht, also seid nicht zu hart zu mir.

Zu meiner Person: Ich bin männlich, 20 Jahre alt, 174cm groß und knapp 70 kilo schwer.
Drogenerfahrungen: Alkohol (muss man das überhaupt noch erwähnen?), Cannabis (every day motherfucker), MDMA, Speed, Kokain, Dhm&Dxm, 2c-p, LSD, Shrooms, Methylon, Mephedron, Pentedron, Dimethocain, MDPV, Ketamin.

Ich habe mittlerweile denke ich ca. 6 Mal auf MXE getrippt. Doch meist sind die Erinnerungen nicht mehr ganz vorhanden an manche Trips, deshalb will ich heute nur über einen besonders signifikanten schreiben.

Doch zu aller erst möchte ich euch ein paar Infos über die Wirkung dieser Substanz erzählen. (aus eigenen Erfahrungen)
MXE ist krass. Man verliert komplett den Bezug zur eigenen Persönlichkeit und zum eigenen Körper. Es hat eine extrem betäubende Wirkung. D.h. Schmerz, Kälte, Hitze etc. ist nicht mehr wahr. Als ich auf dem zeug in den Spiegel geschaut habe konnte ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, dass das mein Gesicht ist. Außerdem gibt es da noch das M-Hole, ein Zustand in dem man in eine andere Realität abdriftet. Im M-Hole schossen mir meist längst vergessene Kindheitserinnerungen durch den Kopf. Zeug an das ich mich sonst beim besten Willen nie erinnert hätte. Außerdem fallen das Laufen und normalerweise einfache Bewegungsabläufe extrem schwer. Beim Runterkommen bindet sich der Stoff wohl noch mal an stärker an die Opiodrezeptoren was eine wirklich wirklich schöne euphorische, Verpeiltheit mit sich bringt. Wichtig: MXE ist nicht clubtauglich. Als ich es einmal in einem Electroclub konsumierte, konnte ich kaum noch stehen und ich habe mich extrem vor den Leuten gefürchtet.

So nun zu meinem eigentlichen Bericht.

Es war das 4. Mal, das ich Mxe konsumierte. Ich war bei einem guten Freund, nennen wir ihn zu seinem Schutz Bob, und wir wollten uns am Mxe vergreifen. Ich wog also für ihn 40mg und für mich 140mg(ich hatte bereits eine starke Toleranz entwickelt) ab. Bob konsumierte intranasal. Das hatte ich eigentlich vor, aber meine Nase war vom Koksen am Vormittag noch irgendwie recht zu. Also entschied ich mich für den sublingualen Konsum, da ich dachte dass es schneller wirken würde als Oral. Naja was für ein Fehler?! Ich bin mir nicht sicher ob es ein Fehler war, denn der Trip hatte im Endeffekt gute und schlechte Passagen. Naja jedenfalls ist die Bioverfügbarkeit sublingual viel höher als bei nasalem oder oralem Konsum. 40Mg+ sublingual wird bei Erowid bereits als sehr starke Dosis angegeben. Das fand ich am eigenen Körper heraus. Zeitlich kann ich leider keine klaren Angaben machen. Das geht einfach nicht.
Nachdem wir also beide konsumiert hatten lies ich das MXE noch so lange unter der Zunge (bahhh wie eklig ey) bis ich die erste Wirkung spürte. Das war ca. 10min nach dem Konsum. Ich schluckte das Zeug mit einem Schluck Jack Daniel runter. Mein Körper wurde von da an immer tauber und meine Stimmung immer besser. Bob legte sich auf sein Bett während ich es geregelt bekam etwas Psytrance in Kombination mit dem Visualizer von Itunes (der ist einfach ultrageil) zum laufen zu bekommen, da ich aus vorherigen Erfahrungen wusste, dass dies die Mukke für diese Droge war und ich bis zum M-Hole gerne tanze. (sieht sehr witzig aus, da dass Körpergefühl mehr und mehr flöten geht. Irgendwann wabert man nur noch wie son Gummimänchen). Schließlich musste ich pinkeln und ging auf die Toilette. Ich sage euch, das war gar nicht schön. Die Toilette von meinem Kumpel ist son kleines, fensterloses Loch und ich kam mir darin vor wie in einer Todeszelle oder so. Naja, so viel dazu. Anschließend setzten Bob und ich uns gegenüber auf den Boden und ließen die Droge ihre volle Wirkung entfalten. Ich sah mich selbst vor einigen Jahren auf einem Familienausflug. Längst vergessene Sachen rasten mir durch den Kopf. Ich schloss die Augen. Bilder. Ganze Filme. Alles Kindheitserinnerungen oder Filme von meinem USA-Aufenthalt im Jahre 2009. Als ich die Augen wieder öffnete sah ich Bob, der mir gegenüber saß und ich schwöre euch, ich wusste nicht mehr, ob ich er bin, oder er ich oder wer ich überhaupt bin. Ich wusste meinen eigenen Namen nicht mehr. Ca. 1 Stunde später (können auch 2 oder 3 gewesen sein) kamen wir soweit klar, dass wir beschlossen in den ca 2-3 Kilometer entfernten Park zu gehen (ich glaube es war ca. 1 Uhr, auf jeden fall dunkel). Das Anziehen der Schuhe war für uns beide etwas problematisch und auch an alles Nötige zu denken war auch etwas tricky. Nachdem wir das Wichtigste hatten (Joint, Kippen, Feuer, Schlüssel) machten wir uns auf den Weg. Bob wohnt in einer Apartmentsiedlung oder so was ähnlichem. Auf jeden Fall ist man da nie ganz allein. Wir bewegten uns jedenfalls sehr langsam und vorsichtig, Schrittchen für Schrittchen aus seiner Wohnung und schließlich aus dem Haus hinaus, wo wohl ein paar Asiaten asiatisch redeten. Auf jeden Fall hat uns das ziemlich Angst gemacht. Auch auf dem Weg zum Park bekamen wir immer eine Heidenangst wenn uns irgendwelche Leute entgegen kamen. Wir haben uns ja auch wie die letzten Spacken bewegt. :D Im Park angekommen setzten wir uns auf eine Bank, dampften den joint und genossen das allmähliche Runterkommen. Wir haben dort dann noch eine Weile gesessen und uns schließlich von einander verabschiedet und getrennt (Ich wohne auch nur ca 7min vom park entfernt, also alles kein problem).

Zuhause angekommen rauchte ich noch ein zwei dicke Tüten schaute etwas Kenny vs Spenny und schlief dann ein.
Am nächsten Tag fühlte ich mich ein klein wenig erschöpfter als sonst, aber das war nicht weiter schlimm.

So ich hoffe das war einigermaßen lesbar.
Freue mich über Feedback.
Weitere Tripberichte folgen.

Verträumte Grüße
waste187

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