your psychedelic community
   Werbung
kratom.eu






Gift-Lattich

Kurz-Info:

Art:  Pflanze
Legalität:  legal
Wirkung:  beruhigend

Wissenschaftlicher Name (Latein):

Lactuca virosa


Geschichte:

Giftlattich wurde seit dem Altertum als Heilpflanze verwendet. Zunächst im Mittelmeerraum, und später auch bei uns war seine beruhigende, harntreibende Wirkung geschätzt. Hippokrates beispielsweise schrieb 430 v. Chr über die unterschiedlichen Vorzüge des wilden Lattichs und des Kopfsalats. Der römische landwirtschaftliche Schriftsteller Columella beschrieb im Jahr 42 vier Lattich-/Salatsorten, und Plinius nur 57 Jahre später deren neun. Kaiser Augustus machte für seine Genesung von schwerer Krankheit den Giftlattich verantwortlich und war so beeindruckt, dass er zu dessen Ehre eine Statue errichten ließ. Es muss sich um starke Schmerzen gehandelt haben, denn die Wirkung der Pflanze wird als ähnlich der des Opiums beschrieben, obwohl sie keinerlei Opiate enthält. Vermutlich mit der Ausweitung des römischen Reiches verbreiteten sich dann die Lattichpflanzen auch in anderen Teilen Europas.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verwendeten immer mehr Ärzte den getrockneten Milchsaft des Giftlattich (das Lactucarium) als Opiumersatz, sogar bei chirurgischen Eingriffen. Um 1847 wurde die Pflanze im Moselgebiet großflächig angebaut, und das gewonnene Lactucarium sodann von Zell (Mosel) über England nach Amerika verschifft, vielleicht um dort an Chinesen verkauftes Opium zu strecken. Ein Indiz dafür ist, dass der damalige Preis für den Stoff eng mit dem des Opiums zusammenhing. Möglich ist auch, dass man sich unabhängiger vom Opium machen wollte, das im Zuge der Lieferungen nach China nach dem ersten Opiumkrieg knapp geworden war. Auch in anderen europäischen Ländern gab es zu dieser Zeit einen starken Anstieg des Anbaus von Giftlattich.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren Giftlattich-Zubereitungen in Deutschland offizinell, das heißt im Deutschen Arzneibuch (DAB) aufgenommen. Noch 1911 wurden Zubereitungen im British Pharmaceutical Codex beschrieben. Wohl wegen der mühsamen Ernte wurde es schließlich durch Opium aus Asien ersetzt.

Eine überraschende Wiederentdeckung feierte die Pflanze in den Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als ihre Wirkung in Hippiekreisen der USA bekannt wurde. Als dann noch eine deutsche Firma ein Präparat auf Basis von Lactucarium verkaufte, titelten die Boulevardblätter Schlagzeilen wie "Dieser Salat macht "high". Neue Droge macht Rauschgift-Fahnder ratlos." und "Schöne Träume aus Kopfsalat". Da die Zubereitung aber nicht optimal war, beruhigte sich das Thema in der Öffentlichkeit sehr schnell wieder.

Inzwischen sind die nach wie vor legalen Samen und Zubereitungen bequem in den einschlägigen Shops zu erhalten. Am sichersten ist aber immer noch der Eigenanbau.

(Zitiert aus Wikipedia - der freien Enzyklopädie)


Aussehen:

Eine Pflanze von etwa 60 cm bis zwei Metern Höhe mit einem runden weißen Stengel (mit rölichen Einfärbungen). Die Stengel führen einen weißen Milchsaft.

Blaugrüne, eiförmige Blätter mit spitz gezähnten Rändern. An der Unterseite der Mittelrippe dornig.

Hellgelbe Blüten (ca. 12 bis 16 Stück) in pyramidenförmig rispigen Körbchen

Blütezeit Juli und September

Danach ca. 3 mm langen schwarze Früchte mit fünf Rippen auf beiden Seiten.

Spindelförmige, verastete Wurzeln mit starkem (unangenehmen) Geruch nach Mohn.


Verwechselbar mit


  • Gemüse-Gänsedistel (keine Stacheln an den Blättern)

  • Dipsacus sylvestris (blaßviolette Blüten, Blätter an der Unterseite nicht nur entlang der Mittelader stachelig sind)

  • mit Stachel-Lattich (Blätter viel stärker eingeschnittenen und streng senkrecht gestellt)


Erfahrungs-Berichte:

Es liegen 7 Erfahrungsberichte für diese Droge vor: Tripberichte Gift-Lattich mit Mischkonsum oder purer Konsum.





Impressum   Kontakt   Nutzungsbedingungen