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MDMA

Kurz-Info:

Art:  Synthetisch
Legalität:  illegal

Wissenschaftlicher Name (Chemie):

3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin

Synonyme:

Ecstasy


Geschichte:

Ecstasy basiert auf dem Wirkstoff MDMA, welches 1912 allerdings (gemeinsam mit MDA) nur als Zwischenschritt in der Synthese einer anderen Substanz von der Firma Merck entwickelt wurde. Die Erstsynthese wurde von Anton Köllisch durchgeführt. Nach dem ersten Weltkrieg fiel das Patent als Teil der deutschen Reparationszahlungen an die USA, wo es während der 1950er Jahre erfolglos als Appetitzügler und Wahrheitsserum getestet wurde. In den 70er Jahren wurde es dann vor allem durch Anne und Alexander Shulgin in psychotherapeutischen und wissenschaftlichen Kreisen populär.

1985 wurde es dann in den USA verboten, im August 1986 zog Deutschland nach, und setzte MDMA und einige verwandte Wirkstoffe auf die Liste des BTMG.

Das störte den 'Siegeszug' von Ecstasy in den 80ern nicht, den es im Rahmen der aufkommenden House- und Elektrowelle in Europa antrat. Den großen Durchbruch hatte Ecstasy sicherlich mit dem Summer of Love 1988 in England, wo es zusammen mit LSD die meist konsumierteste Droge darstellte. Da die Parties sowieso illegal waren (und dies auch sein mussten, weil in England 'Raves' verboten und auch in Deutschland legal nicht durchführbar/bezahlbar waren) war die Illegalität der Drogen Nebensache, zumal die Polizei damals bei weitem nicht die fachliche Qualifikation in Drogenfragen besaß.

In den 90ern kam Ecstasy dann im ganz großen Stil nach Deutschland, besonders mit der riesig gewordenen Techno-Bewegung hierzulande setzten sich die bunten, kleinen Pillen als die Partydroge durch. Das lag damals auch daran, dass die Pillen ziemlich 'rein' waren, also nicht gestreckt. Heute ist eine Beimengung von weiteren psychoaktiven Substanzen keine Seltenheit mehr.


Aussehen:

In Pillenform, häufig bunt, mit charakteristischen Prägungen.
oder
Weißlich bis bräunliche Kristalle/Pulver.


Eigenschaften:

Nachweisbarkeit:

  • per Urintest: 2 bis 4 Tage

  • per Blutprobe: bis zu 24 Stunden

  • in Haaren nachweisbar: ja

  • Erfahrungs-Berichte:

    Es liegen 203 Erfahrungsberichte für diese Droge vor: Tripberichte MDMA mit Mischkonsum oder purer Konsum.

    Es liegen 6 Berichte über Langzeitkonsum für diese Droge vor.


    Wirkung:

    MDMA wirkt euphorisierend und empathiefördernd. Typisch sind drastisch erhöhte Begeisterungsfähigkeit, ein starkes Gefühl von Verbundenheit mit anderen Menschen, gesteigerter Rededrang ("Laberflash") und eine Intensivierung der Wahrnehmung, vor allem des Tastsinns. Musik wird oft als emotionaler und mitreißender erlebt, was einer der Gründe für die Bedeutung von MDMA als Partydroge ist. Möglicherweise noch entscheidender ist hier die enorm gesteigerte Offenheit, Kontaktfreude und der Abbau sozialer Hemmungen und Ängste, die bei Ecstasykonsum auftreten. Auch das Massenerlebnis im Club und die intensivierte Körperwahrnehmung beim Tanzen sind hier wichtige Faktoren. MDMA wirkt allerdings für die meisten Konsumenten weniger stark stimulierend als andere Amphetamine, gerade bei hohen Dosierungen wird die Wirkung oft als "plättend" erlebt.
    Außerhalb eines Partysettings wird die Wirkung oft stärker introspektiv und psychedelischer erlebt. Es kann gelegentlich auch zu optischen Halluzinationen kommen, vor allem in Verbindung mit Cannabis oder bei sehr hohen Dosen.


    Nebenwirkungen:

    Unmittelbare Gefahren des Konsums:

    Die größte Gefahr während des MDMA Trips liegt in der Selbstüberschätzung der körperlichen Fähigkeiten. Der Körper hat beim Konsum von MDMA sowieso eine erhöhte Körpertemperatur, dazu kommt meist noch eine erhöhte körperliche Aktivität (Tanzen, Laufen, etc). Dies führt zu massiv vermehrtem Schwitzen und damit zu einem hohen Flüssigkeitsverlust. Häufig fehlt Konsumenten auf MDMA ein Gefühl für die Bedürfnisse ihres Körpers. Wichtig ist, vor allem bei hoher körperlicher Aktivität, regelmäßige Pausen zu machen und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Die hohe körperliche Belastung kann bei fehlendem Safer Use einen Kreislaufzusammenbruch verursachen, der unter Umständen tödlich enden kann. Durch die sympathikomimetische / aktivierende Wirkung des MDMA haben Konsumenten häufig Miktionsstörungen. Hier ist es hilfreich, sich nicht unter Druck zu setzen, sich durch Atemübungen zu entspannen und keinen Druck auf die Blase auszuüben. Vor allem bei höheren Dosierungen berichten viele Konsumenten über ein Augenflackern, was ein bewusstes Fokussieren von Gegenständen unmöglich macht, welches aber beim Schließen der Augen verschwindet.

    Gegen Ende des Trips lässt meist relativ unvermittelt die euphorisierende Wirkung des MDMA nach, was negative Gefühle beim Konsumenten auslösen kann. Durch die richtige Ernährung kann das depressive Tief, was nach einem Konsum bis zu mehreren Tagen anhalten kann, maßgeblich beeinflusst und sogar verhindert werden. Der Körper benötigt je nach Konsum bis zu mehreren Wochen um den Serotoninstoffwechsel wieder auf den Normalstand zu bringen.


    Wechselwirkungen:

    Vorsicht: In Kombination mit MAO-Hemmern wirkt MDMA gefährlich!



      MDMA in Verbindung mit:

    • Alkohol entzieht dem Körper zusätzlich noch mehr Flüssigkeit, was die Gefahr eines Kreislaufkollapses erhöht.

    • Cannabis stellt eine erhöhte Belastung des Kreislaufes dar. Oft wird über eine Steigerung der MDMA Wirkung, von einer vermehrt halluzinogenen Wirkung und Verwirrtheitszuständen berichtet.

    • Speed hebt vor allem die empathogene, aber auch die entaktogene Wirkung von MDMA auf und führt häufig zu vermehrten Nebenwirkungen.

    • DXM kann potentiell tödlich wirken und sollte keinesfalls miteinander kombiniert werden.



    Wechselwirkung mit Verhütungsmitteln (LdT)


    Suchtpotential:

    Ein psychisches Suchtpotential ist gegeben, da viele Konsumenten ein Problem mit dem Ende des Euphorie-Gefühles und mit dem gestörten Serotoninstoffwechsel im Gehirn haben. Vor allem bei regelmäßigem Konsum von MDMA stellt sich eine gewisse Gewöhnung an den erhöhten Serotoninspiegel und die daraus resultierende euphorisierende Wirkung ein, was ein Risikofaktor für eine Abhängigkeit ist.


    Gefahr:

    Symptome bei einer Überdosierung:
    veränderter Blutdruck, extremer Temperaturanstieg, Ausfall der Nierenfunktion, erhöhter Puls, Muskelkrämpfe, Krampfanfälle, Lähmungserscheinungen, Übelkeit, Erbrechen, Panik, Halluzinationen

    MDMA gilt laut vieler Studien als prinzipiell neurotoxisch, also giftig für die Nervenzellen. Jedoch ist die Neurotoxizität stark dosis- und konsumabhängig. Bei häufigem Konsum von hohen Dosen wird eine signifikante Steigerung der Toxizität festgestellt, während moderater Konsum keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Hirnleistungen der Probanden hatte.

    Langzeitnebenwirkungen:
    Dauerhafte Schädigungen der Nieren, des Gehirns und der Leber. Die Gefahr einer substanzinduzierten Psychose bzw. Depression ist bei unsachgemäßem Konsum gegeben.


    Anwendung:

    Pillen werden geschluckt, können aber auch wie MDMA Kristalle zermörsert und gezogen (nicht empfehlenswert, diese Konsumform hat viele Nebenwirkungen: sehr starkes Brennen in der Nase, Anschwellen der Schleimhäute, Verletzung der Nasenschleimhaut) oder gebombt (Pulver in ein Zigarettenpapier oder Taschentuch packen und mit viel Wasser herunterspülen) werden. Je feiner eine Pille oder MDMA zerkleinert ist, desto schneller setzt die Wirkung ein.

    Wenn man keine Informationen über die MDMA-Dosierung in einer Pille hat, sollte man sich grundsätzlich langsam herantasten. Es gibt riesige Unterschiede in der Wirkstoffmenge, auch wenn die Teile dieselbe Farbe oder Prägung haben. Als Faustregel gilt 1 – 1,5mg MDMA pro Kilogramm Körpergewicht, also beispielsweise bei 80kg Körpergewicht zwischen 80 und 120mg MDMA.


    Safer Use:

    Vorsicht vor unreinen und gestreckten Pillen, im Zweifelsfalle ein Drugchecking durchführen lassen! Informiert euch immer über die Dosis und beharrt auf so viele Informationen wie möglich.


    • Immer vorsichtig dosieren und zwischen dem nächsten Konsum möglichst lange Pause machen, mindestens aber 4-6 Wochen.

    • Achte auf deine Ernährung und deine Flüssigkeitszufuhr! 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde während des Trips sollten ausreichen. Isotonische Getränke sorgen für einen ausgewogenen Elektrolythaushalt, eine Kombination aus Mineralwasser und isotonischen Getränken ist empfehlenswert. Trinke niemals große Mengen Flüssigkeit auf einmal, lieber regelmäßig und in Maßen. Bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr droht eine Dehydrierung, welche einen Hitzschlag und/oder einen Kreislaufkollaps zur Folge haben kann. Durch zu hohen Flüssigkeitskonsum kann es zu einer Hyperhydrierung kommen, welche potentiell tödlich enden kann.

    • Die richtige Ernährung wirkt einem depressiven Loch nach dem Konsum massiv entgegen!

    • Bei körperlicher Aktivität möglichst keine Kopfbedeckung tragen, da sonst die Gefahr eines Hitzschlages besteht und das Schwitzen noch angeregt wird.

    • Bei körperlicher Aktivität regelmäßige und ausreichende Pausen einlegen um einem Kreislaufkollaps und körperlicher Erschöpfung entgegenzuwirken.

    • Kein Führen von Fahrzeugen oder Maschinen während und nach dem Konsum. Mindestens ein Tag Pause ist empfehlenswert, im Zweifelsfalle mehr!

    • Jeder Trip ist irgendwann vorbei, du solltest dich nicht von der fehlenden Euphorie und der Depressivität beeindrucken lassen. Spätestens jetzt solltest du auf deine Ernährung achten und nochmals ausreichend trinken. Lass dich auf den Afterglow ein und achte darauf, dass du dir viel Gutes tust. Eine heiße Dusche, ein warmes Bad, ein frisch bezogenes Bett, Lieblingsdüfte, gute Musik, die richtige Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und Freunde können Wunder bewirken!


    Legalität:

    Unterliegt dem BTMG!

    Folgende enthaltenen Wirkstoffe unterliegen in Deutschland dem BTMG: MBDB, MDA, MDMA


    Links:





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