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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Hilfeschrei zum H-Entzug


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AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2008
38 Forenbeiträge

  Geschrieben: 02.03.08 22:43
unser Kumpl ist jetzt seit ca 1,5 jahren auf H,und braucht inzwischen 1g am Tag.
Zwischendurch machte er einen kalten Entzug,2 Wochen lang ging es ihm dreckigst!
Und nach 1 nem Monat war er wieder drauf!
Heute ist er fast nicht mehr wiederzuerkennen,aufgeschwemmt und voller pickel.
Der letzte Entzug war für ihn so schrecklich dass er jetzt lieber sterben würde als das noch 1mal freiwillig zu machen.Kumpel:"Wir müssten ihn schon mitnehmen und einsperren!"(Hilfeschrei!???)
Und jetzt zu unseren Fragen:
-Wie gefährlich ist ein kalter Entzug zuHause?
-Mit welchen Mitteln,Medikamenten können wirs ihm erleichtern?
-Gibt es Entzugskliniken in denen Tag und Nacht Freunde dabei sein dürfen?

Was könnt ihr uns für Tipps geben?
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2005
401 Forenbeiträge

ICQ
  Geschrieben: 02.03.08 23:16
auch wenns wohl enttäuschend is: mehr als ihm gut zureden und ihn unterstützen, egal was er tut, könnt ihr nich für ihn tun... ihn "einsperren" und zu irgendwas zwingen is sicher der falsche weg... schließlich könnt ihr nicht immer auf ihn aufpassen und wenn er nicht von sich aus wirklich entziehen wollte wird er danach sehr wahrscheinlich eh schnell wieder rückfällig werden... kalter entzug is für mich eh sowas wie ein relikt aus früheren zeiten als mans noch nich besser wusste... so n entzug (vorallem nach 1,5 jahren, das is ja schon ne lange zeit) is ne krasse belastung für den körper und für die psyche... würde ihm eher raten, mal über ne substitution nachzudenken... da wird dann auch schrittweise runterdosiert was wesentlich angenehmer is als so n kalter entzug... gut... methadon/polamidon hat auch teilweise blöde nebenwirkungen, würd mich freuen wenn hier mal mit dem heroinprogramm was voran gehen würde, aber is immerhin besser als dreck von der straße...

naja, trotzdem mal noch zu euren fragen:

lebensgefährlich is ein heroinentzug eigentlich in den wenigsten fällen... problematisch kanns allerdings schon werden wenn man zu viel flüssigkeit verliert... wie gesagt... kalter entzug muss wirklich nicht sein... höchstens wenn man noch nich so lange drauf is, aber nach eineinhalb jahren nich mehr... würd ich ihm nich raten...

wenn er trotzdem daheim entziehen will, würd ich immodium (loperamid) besorgen, gegen durchfall, evtl. noch was gegen übelkeit und evtl. zum schlafen benzos (aber vorsicht, davon kann man auch sehr leicht süchtig werden... helfen aber für wenige tage beim einschlafen und wirken auch krampflösend...)
ansonsten noch viel trinken, evtl. vitamin-präparate und magnesium und calzium gegen krämpfe... mehr fällt mir jetz nich ein...

ähm ne ich bezweifle mal dass sie in ner klinik noch den gesamten freundeskreis mit aufnehmen ;) is schon toll dass ihr ihm helfen wollt, er weiß das sicher auch zu schätzen, aber viel könnt ihr leider nicht für ihn tun... wenn er denn wirklich ne stationäre entgiftung/therapie macht könnt ihr ihn sicher auch besuchen... ansonsten seid einfach für ihn da und unterstützt ihn, egal was er vorhat... das is imo das wichtigste... wünsch euch und vorallem eurem kumpel alles gute =)
Albert Hofmann
* 11. Januar 1906 Baden, Aargau;
† 29. April 2008, Burg im Leimental
...dass Dein Wirken die Welt verändere

† 1.06.2008; R.I.P. DiZZy
† 2.11.2008; R.I.P. DamienLord
† 2009; R.I.P. JOKER
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 07.03.08 16:42
heyhey.
wie oben schon erwähnt ist ein kalter entzug zwar nicht unbedingt lebensgefährlich aber auch die wenigsten schaffen es durchzuhalten...wichtig ist aufjeden fall darauf zu achten, dass er vor nem geplanten entzug sich noch einige fettreserven anfrisst. in den tagen des entzugs wird er kaum fähig sein etwas zu essen und wird sicher bis zu 10 kilos verlieren...vitamine, mineralien und viel viel flüssigkeit weil er öfters erbrechen werden muss wären auch ziemlich wichtig...
ansonsten fallen mir da nur noch tilidin o codein ein. somit kann er die schmerzen etwas dämpfen u den entzug etwas erträglicher machen...willensstarke menschen schaffens auch sich mit heroin so weit herunterzudosieren das der entzug auch nicht mehr ganz so pervers ist...aber wie gesagt muss man dazu sehr sehr willensstark sein weil es eben ziemlich verlockend ist....
und natürlich die methadon-substitution...hat mich auch wieder auf den richtigen weg gebracht. die sucht bleibt zwar, aber innerhalb einem jahr kann man sein leben so neu ordnen und komplett neu anfangen weil man nicht ständig sinnlose gedanken ans stoffaufstellen verschwendet...
viel glück....
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 07.03.08 18:08
Gut, dass er solche Freunde hat, die zu ihm stehen und echt helfen wollen!!!

Allerdings halte ich so einen kalten Entzug fuer brandgefaehrlich. Man hat kaum das medi-
zinische Wissen fuer sowas. Die Tips oben sind alle okay, aber ob sie ausreichen???

Ich war nie auf Entzug, aber bei Uebelkeit, Kraempfen der Eingeweide, Koliken etc. hat sich
bei mir Buscopan bewaehrt. Laesst sich im. und sc. verabreichen und ist nur apotheken-
pflichtig, notfalls auch i.v. (1-2 Ampullen).

Doch wie gesagt, mir waers zu riskant....
Psychonaut und Astronaut sind
die Kundschafter der Zukunft...
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 07.03.08 19:43
buscopan gibts auch in tablettenform...
aber zum brandgefährlich...: ausser kreislaufkollaps wg flüssigkeitsmangel o im höchstfall herzrythmusstörungen wg kaliummangel (was aber ganz unwahrscheinlich ist, da müsst er schon einen sehr sehr schlechten AZ haben) kann nix passieren...
das problem ist einfach das es solch heftige schmerzen sein werden, nach 1,5 jahren konsum, dass er es nicht durchziehen wird/kann...
gegen übelkeit hilft vomex...
gegen magenkrämpfe hilft buscopan...
gegen krämpfe allgemein hilft magnesium...
gegen durchfall hilft immodium...
gegen schlaflosigkeit helfen benzos wobei ich die nicht empfehlen würde
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

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38 Forenbeiträge

  Geschrieben: 08.03.08 23:12
cry
Wir danken euch jetz ma für eure Tipps,auch wenn wir nich wirklich weiter wissen!
Aber nen MasterPlan wie ers auf jeden packt , gibts wohl leider nich!
War uns schon irgendwo klar,aber wir wollen einfach nich zusehen,sondern denn menschen zurück!
Thx an euch
 
Abwesender Träumer

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ICQ
  Geschrieben: 09.03.08 13:54
mhhh, mir fällt dazu nur "heroin entzug in russland" ein, kam vor kurzem auf kabel, vlt hat noch jemand n link, klang viel versprechend, die rückfallquote beträgt o% da rückfall sofortigen tod bedeutet, aber es soll sehr gut funktionieren.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2008
199 Forenbeiträge
4 Tripberichte

  Geschrieben: 09.03.08 15:04
Also, wir kennen noch nicht mal das Alter der Betreuer bei
diesem gepalnten Entzug. Ich finde, da ist naiver Optimismus
und Do-It-Yourself nicht angebracht, besonders auch dann,
wenn der Suechtige garnicht mitmachen will.

Trotzdem oder gerade deswegen: viel Glueck!!!!
Psychonaut und Astronaut sind
die Kundschafter der Zukunft...
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 12.03.08 03:40
Warum macht er keine Entgiftung(stationär)?Redet halt mal mit ihm,informiert euch wo es gute Stationen gibt,ihr könnt da auch oft zum besuchen hin.Daheim ist so ne sache,nimmt er nur h oder noch metha oder benzos,ballert er oder zieht er?Könntet ihr 24/7 auf ihn aufpassen?
Medikamente ist auch so ne sache?Ich persönlich finde Doxepin und Neurozil besser als Codein,Tramal,Tilidin, zum Entzug,sind zwar nicht so angenehm aber es geht schneller und besser und man bleibt nicht so schnell dran hängen. Benzos gerade in den ersten 2-3 Tagen bei Sinngemässer anwendung kann man das schon machen,oder zum schlaffen.
Bevor ihr euch den stress macht,seit ihr sicher ob er überhaupt einen entzug machen will?
Also wenn er nur h nimmt dann kann er das wenn er einiger massen guten willen hatt mit ein paar tapes schon daheim machen aber klinik ist besser.
p.s. wenn er schon einen gemacht hatt und 1 monat später wieder drauf wahr sollte er besser ne terapie machen.und das er lieber sterben wurde ist dummes geschwätz.


 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 15.03.08 16:20

Fentanyl schrieb:

p.s. wenn er schon einen gemacht hatt und 1 monat später wieder drauf wahr sollte er besser ne terapie machen.und das er lieber sterben wurde ist dummes geschwätz.



Sehe ich genauso, der muss dringend zu einem substitutionsarzt. Einfach mal bei der drogenberatung fragen, wo es sowas bei euch in der gegend gibt. Wenn er jetzt wieder kalt entzieht, ist er wahrscheinlich innerhalb der nächsten wochen/monate oder auch jahre irgendwann wieder drauf. Das suchtgedächtnis wird ihm das leben zur hölle machen, wenn er mit der nüchternen realität nicht klarkommt. 1,5 Jahre ist schon ne recht lange zeit, da wird er bestimmt substituiert werden!
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 15.03.08 16:47
zuletzt geändert: 15.03.08 16:49 durch Konsument (insgesamt 1 mal geändert)
manche schaffen es auch sich subutex auf dem schwarzmarkt zu holen und sich selber über mehrere tage hinweg langsam runter zu dosieren!
vorteil vom subutex: man hat nicht so einen geilen knall, deswegen ist der drang mehr davon zu nehmen (wie beim heroin) nicht ganz so krass! ausserdem kann man es besser dosieren, wenn man es in tablettenform kriegt... bei 8mg anfangen und dann am besten jeden tag 1mg runter! am ende dann aber nicht von 1 auf 0, sondern 0,75 ... 0,5 ... 0,25 ... 0,1 ...usw! am ende wirds nämlich meistens nochmal hart!

eine professionelle substitutionsbehandlung ist dadurch allerdings nicht zu ersetzen!
ausserdem werden die meisten, die so schnell entzogen haben nach kurzer zeit schon wieder rückfällig, deswegen ist es gerade gut mehrere jahre in so einer behandlung zu sein!
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 16.03.08 16:03
Das sehe ich nicht so,lieber Therapie das ist immer besser als Substitution.Nur wenn Er nicht will oder kann sollte man Substituieren am besten mit Subu 1. Entziehen ist Besser 2.Kann besser runter Dosieren 3.wirkt länger 4.Hemmt H besser.Ok das gefällt(verträgt) nicht jedem, aber wenn man mal auf Metha ist kann das sich ganz schönn in die länge ziehen und das Abdosieren kann ganz schön dauern.
Schlußendlich muß jeder selber wissen was er machen will oder wie weit er sich von der Droge beherschen oder lössen will.Ich kann nur sagen informiert euch gut bevor ihr in ein Programm geht,kann unter Umständen für länger bis sehr lang sein.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2007
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  Geschrieben: 17.03.08 10:51
Der sinn und zweck im metha-programm ist das es lang genug dauert. weil eben in dieser zeit sich ein mensch erst wieder an ein "normales" leben, sagen wir geregeltes leben, gewöhnen muss. die eigentliche wirkung des methadons geht wie bei allen opiaten nach ein paar wochen bis monaten sowieso verloren...mit dem restlichen schutz von methadon kann man mit viel mut und willen sich neue herausforderungen und beschäftigungen fürs leben suchen, abseits von drogen...
wenn jemand aber für sich herausgefunden hat das er sein leben mit opiaten besser leben kann als ohne, dann soll er das. mit methadon kann man auch 80 jahre lang glücklich werden...
methadon ist kein schritt zurück sondern zwei nach vorne...vorallem für leute, die mit heroin ein großes problem haben...
 
Abwesender Träumer



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ICQ
  Geschrieben: 02.08.08 18:43
zuletzt geändert: 02.08.08 20:27 durch Fertich (insgesamt 1 mal geändert)
also ich bin seit 13 jahren dabei.ich bin ca.1 jahr opi clean gewesen,das war d.zeit wo ich 24/7 gbl konsumierte 1 1/2 jahre lang.jetzt habe ich vor 2-3 wochen gbl entzogen und nehme aber wieder ca.2 wochen h und manchmal subutex.ich stelle mir das jetzt so vor.:
habe mir heute 2 packs h +g 8 mg.subutex geholt.heute vernichte ich die 0,3 noch und ab morgen nehme ich 2-3 tage subutex.danach sollte das schlimmste vorbei sein.mal sehen ob es so aufgeht.werde berichten.
peace
PS:;wenn sich jemand für ein substi-prograamm entscheiden sollte,vergesst BITTE mathadon/polamidon!das ist das zeug was den stärksten entzug hervorruft+es macht down und depressiv.es ist ja zum glück jetzt SUBUTEX auf dem markt.stimmungsaufhellend,man wird klar im kopf(für viele ne krasse umstellung aufeinmal klar zu sein)und hatt im gegensatz sehr geringe absetztsympthome.ich rede aus langjähriger eigener erfahrung +umfeld die diese info's bestätigen.
 
Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 02.08.08 21:53
zuletzt geändert: 02.08.08 21:55 durch kiffikiffi (insgesamt 1 mal geändert)
Wenn man aufhören will, muss man das wollen. Wissen warum, sein ganzes Inneres, sein Leben umkrempeln. Sich immer wieder vor Augen führen was passiert wenn man wieder anfängt und einsehen dass man nicht "MAAAAAL" "AAAUSNAHMSWEISE" die Droge nehmen kann, weil man dann sofort wieder in die Abhängigkeit rutscht. Das Gefühl, nachdem man süchtig ist, verdrängen! Sonst kann mans gleich lassen ;)

Warum hat er wohl immer wieder angefangen? Wenn er mit dem körperlichen durch ist, kommt erst der HAUPT-Entzug, der psychische. Wenn er dann wieder genau da steht, wo er stand, als er angefangen hat h zu nehmen, wird er wohl schnell wieder anfangen.

Ihr als als seine Freunde könnt nichts machen als ihm gut zuzureden, nicht drängen!
Ihn wissen lassen, dass ihr immer für ihn da seid und ihm nicht den Rücken zukehren.


N2O can do.

"[11gen] 01:13: herrjeh is das hier löresvergleich in beammeup erfahrungen ?"

"[raphti] 16:59: ich muss sagen seit ich bupre und morphin konsumiere hab ich keine depressionen mehr"

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