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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer
dabei seit 2005 437 Forenbeiträge 4 Tripberichte
| Geschrieben: 11.07.08 17:47 |
Moin,
ich empfinde seit einiger zeit eine gewisses Interesse am Hinduismus, habe nur etwas über das Verhältniss von brahman und Atman gelesen, mich interessiert auch die wunderbare Bilderwelt, die verschiedenen Gottheiten, ihre eigenschaft ausdruck des einen höchsten Göttlichen zu sein usw.
Ich suche also irgendeine gute Einführung, ich dachte mir hier gibt es doch bestimmt den einen oder anderen der sich mit dem Thema schonmal auseinandergesetzt hat.
Gruß
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 126 Forenbeiträge
| Geschrieben: 11.07.08 20:41 |
du hast absolut recht, hinduismus is eine extrem interessante religion. vor allem die vielfältigkeit und die ablehnung von dualismen finde ich sehr angenehm.
wenn du mal richtig einsteigen willst, empfehle ich dir "Der Hinduismus" von R.C. Zaehner. ist relativ trocken und theoretisch aber ausführlich und genau und es zeigt die geistigen konzepte und methoden die hinter der bunten vielfalt stecken. . |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 15.07.12 16:11 zuletzt geändert: 15.07.12 21:09 durch ehemaliges Mitglied (insgesamt 1 mal geändert) |
Kauf dir einfach ein schlichte Einleitung/ Einführung, die Qualität ist relativ Egal, es sollte schon die Themen behandeln die dir Wichtig sind.
Dann hast hast du schon mal ein Fundament.
Große deutschsprachige Indologen sind Helmuth von Glasenapp und Oldenburg (der Vorname ist mir entfallen) bei den beiden kann man sich auch sicher sein das sie den Indischen Gedanken verstanden haben.
Dann wenn du meinst dieses Gefühl für dich aufgekommen zu haben solltest du mit den "echten" Büchern anfangen: Rg-Veda, Upanischaden, Mahabarata(aber keines was zu stark von der Iskon geprägt ist)..., aber nimm dir Ruhe und Geduld, ich habe z.B. ein Kapitel der Upanischaden fast 3Jahre gelesen, immer und immer wieder, eh ich Verstanden hab das ich es nicht Verstanden hab. ;D
Wichtig ist das man sich immer respektvoll an der Sache arbeitet, naja..... |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2008 1.954 Forenbeiträge
| Geschrieben: 15.07.12 16:44 |
Die grundlagen sind auch in vielen werken von allan watts, der ja Zen buddhismus macht, aber meint man bräuchte das als background um buddhismus zu verstehen.
Einfach weil diese religionen allgemein bekannt waren zu zeiten von buddha. |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 243 Forenbeiträge
| Geschrieben: 16.07.12 16:21 |
MahaSoma schrieb:
Große deutschsprachige Indologen sind Helmuth von Glasenapp und Oldenburg (der Vorname ist mir entfallen) bei den beiden kann man sich auch sicher sein das sie den Indischen Gedanken verstanden haben.
...den indischen Gedanken verstanden haben? was ist denn der "indische Gedanke". Bei mir impliziert der satz, das Vorhanden sein einer all-indischen Ideologie/Weltanschauung oder der gleichen, was mit absoluter Sicherheit niemals existiert hat.
Jeder der sich etwas mit Indien beschäftigt hat, weiß über die ethnische, kulturelle und religiöse Diversität des Landes.
Günter schrieb:
Einfach weil diese religionen allgemein bekannt waren zu zeiten von buddha.
versteh ich nicht. welche Religionen meinst du? Buddhismus und Hinduismus? Der Indische Buddha läutete doch erst den Buddhismus ein, von daher kann zu seinen Lebzeiten der Buddhismus(oder was wir darunter verstehen) noch gar nicht "allgemein bekannt" gewesen sein.
Der Hinduismus wiederrum war erstmal nur eine von Europäern geschaffene Kategorie die dazu diente alle Glaubensvorstellungen des Indischen Subkontinents einordnen zu können.
Ich glaube schon das es diese Vorstellungen(ich verwende bewusst nicht das wort Religion) gegeben hat(Vedas, Upanishaden), obwohl wir sie mehr als Punkte in einer komplexen Struktur von anderen(oder auch ähnlichen) Vorstellungen verstehen sollten.
In der heutigen Zeit gibt es den Hinduismus. Ob es ihn so vor 200-300- Jahren oder gar vor tausend und mehr Jahren gegeben hat, wage ich anzuzweifeln. |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2008 1.954 Forenbeiträge
| Geschrieben: 16.07.12 17:34 |
insaHne schrieb:
versteh ich nicht. welche Religionen meinst du? Buddhismus und Hinduismus? Der Indische Buddha läutete doch erst den Buddhismus ein, von daher kann zu seinen Lebzeiten der Buddhismus(oder was wir darunter verstehen) noch gar nicht "allgemein bekannt" gewesen sein.
Ließt du nochmal fleißig, hinduistische ideen bzw das weltbild haben buddha beinflusst. |
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Moderator
dabei seit 2010 2.326 Forenbeiträge 14 Tripberichte 3 Langzeit-TB 10 Galerie-Bilder
| Geschrieben: 16.07.12 17:37 |
Hallo Tripping Fool,
ich bin selbst angehender Indologe, deswegen wollte ich mich hier mal zu Wort melden. Ich habe als Einstiegswerk in den Hinduismus "Shivas Tanz" von Konrad Meisig gelesen, und kann es als genau das auch empfehlen. Lies am Anfang am Besten nicht zu komplexen Kram, man muss auch erstmal den richtigen Einstieg finden.
Über eine anregende Diskussion oder anderes zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen.
grüße Svas "The only way to write honestly about the scene is to be part of it. If there is one quick truism about psychedelic drugs, it is that anyone who tries to write about them without first-experience is a fool and a fraud." ― Hunter S. Thompson (1967) |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 243 Forenbeiträge
| Geschrieben: 16.07.12 18:11 zuletzt geändert: 16.07.12 18:51 durch insaHne (insgesamt 1 mal geändert) |
Günter schrieb:
Ließt du nochmal fleißig, hinduistische ideen bzw das weltbild haben buddha beinflusst.
ja da hab ich dir auch gar nicht grundlegend wiedersprochen. Mir ging es darum das Vorhandensein der Idee eines all-indischen Hinduismus' zur Zeit der Entsehung des Buddhismus anzuweifeln.
Ich sage Buddhismus wurde von Vorstellungen beeinflusst bzw. ist daraus hervorgegangen, die wir heute in der Kategorie(lies: Religion) "Hinduismus" verorten. Das man sagen kann: "Hinduismus war weithin bekannt" ist schlicht nicht richtig.
just sayin... |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2005 428 Forenbeiträge
| Geschrieben: 09.08.12 22:53 |
Die Upanischaden sind im übrigen auch sehr zu empfehlen.
Ich denke die Quintessenz des "Hinduismus" (dens so natürlich nicht gibt, wies auch "den Buddhismus" nicht gibt, aber irgendwie muss man ja darüber sprechen...) ist der Einheitsgedanke. Die mystische Einheit des Kleinen mit dem Großen und dem Einen und des Alls. Würdest du mir da wiedersprechen Svastika? They have the plants, but we have the power
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 15.08.12 18:10 |
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Zitat:
...den indischen Gedanken verstanden haben? was ist denn der "indische Gedanke". Bei mir impliziert der satz, das Vorhanden sein einer all-indischen Ideologie/Weltanschauung oder der gleichen, was mit absoluter Sicherheit niemals existiert hat.
Dann hörst du nicht zu, das Indien ein großes und buntes Land ist weiß ich. Es gibt aber einen gewissen Roten Punkt. Wir sind nicht oder nur spärlich in dieser Kultur verwurzelt, wir können uns damit beschäftigen, aber es nicht unbedingt fühlen.
Für den orthodoxen Hindu hat ein Nichtinder den Rang eines "Rindfleischessers" er ist damit nicht mal Sudra und auch nicht ein teil des besungenen Selbstopfers des Purusa.
Da es ein Purusa in der Physis wohl kaum gab, sollten wir ihn etwas äthrischer betrachten:...
Also was könnte Purusa in dem Fall darstellen und was hat es damit zu tun das die Priester aus dem Mund hervorgegangen sind, und die "Sklaven" aus den Füßen?
-Ich habe oft bemerkt das Menschen es mit etwas sehr niederen in Verbindung bringen wenn es heißt, dass die Sudras aus den Füßen wurden -meist ist das aber bloß das Meinen der Menschen die damit die Sklaven undankbar verurteilen. Selbst ein Purusa könnte nicht ohne seine Füße nicht stehen, oder sich aufrecht fortbewegen.
(Das sollte zur Purusafrage nur klärendes Beiwerk sein. Ich bin kein großer Freund des Kastenwesens, aber verneinen kann ich es auch nicht [Ich will in der Hinsicht schon allein den Rsis und den Veden nicht den Rang ablaufen]. das Kastenwesen sollte sich meiner Meinung nach etwas urtraditioneller(?) nach dem Beruf richten und nicht der Beruf an der Kaste orientieren)
Falls ich mit meinen Informationen falsch liege, bitte ich darum das es richtig gestellt wird; der Hinduismus hat für mich etwas sehr Persönliches. |
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