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Abwesender Träumer



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ICQ MSN
  Geschrieben: 14.10.08 12:02
Seh ich auch so wie Joker. und zum thema privatrezepte.. wo findet man den noch einen Arzt der einem Menschen auf ein Privatrezept das draufschreibt was er möchte (und im Rahmen des vertretbaren ist..).
ich kenne keinen.. und so sind wir wieder beim problem mit Apotheken und Praxisüberfällen.
’Das Erschreckende ist nicht was Drogen aus Menschen machen, sondern was Menschen aus Drogen machen.’


HIV, kommt das von H i.v. ?
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  Geschrieben: 14.10.08 12:41
zuletzt geändert: 14.10.08 14:52 durch Polytoxy14JahreDruff (insgesamt 3 mal geändert)
@king maggi: da kannst du aber gerne mal nach frankfurt am main kommen, da zeig ich dir in einer stunde 10 ärzte bei denen du klipp und klar gesagt bekommst. 1 schachtel pro quartal rohypnol N2 + 1 schachtel N2 Diazepam von rathiopharm auch, der rest läuft auf privat rezept, da kannst du ein in außnahmefällen 2 mal pro woche kommen, und dir das abholen. sogar ohne arzt dialog, wenn das ne weile läuft. und du kannst dir so viele praxen halten wie du magst, also please be carefull in what your saying/thinking, it could get reality!

klar gibt es auch apotheken, krankenhaus, und praxenüberfälle, aber ich schätze jetzt mal das der großteil immer noch auf privatrezept rausgeht, das bestätigt übrigens auch eine studie der AOK-rankenkasse, zur abhängigkeitserkrankung von benzodiazepinen.

und diese ärzte haben übrigens auch viele geschäftsleute als kunden, die ihre sekretärinnen zum abholen der rezepte schicken, das ganze habe ich selbst monatelang erlebt, da ich mir den film auch länger als schön und gut für mich war gegeben habe. und übrigens richten sich die schwarzmarktpreise für rohypnol und diazepam, an den beträgen die für die privatrezepte hingelegt werden müssen. also kann man getrost von realität sprechen, denn das gleiche habe ich nur in geringerer konzentration und anderen preisen in würzburg und in berlin und hamburg so erlebt...

@Wkom: happy birthday auch von mir, weiter so, geile beiträge, coole einstellung! hau rein...

@count zero: ich kann das soweit teilen jedoch auch wenn es dir nicht gefallen wird das auch ärzte der meinung sind das sucht eine mentale erkrankung ist wie eine depression oder eine schizophrenie etc. und auch medikamente um sucht zu behandeln eine wirkung auf die psyche wirken. und dazu gehört auch eine leicht berauschende wirkung des medikaments. und jetzt mal ehrlich ob man sich mit neuroleptika das bewußtsein verwirren lässt, und da teils nur noch sabbernd auf der couch sitzen kann, oder sich ein medikament gibt das viel alltagstauglicher ist als die meisten neuroleptika oder manches antidepressivum, oder hast du schon mal ne woche doxepin oder seroquell genommen, oder gar mal ne ladung haldol bekommen, das fühlt sich nicht besonders klar im kopf an kann ich dir sagen!!!
und da ich selbst alle zwei wochen einen tag konsumiere, was ich mir von meiner substidosis die letzten wochen abgespahrt habe, und dabei sicher kein schlechtes gewissen habe, und sogar meine ärztin jetzt darüber bescheid weiß und es auch nicht irgentwie verurteilt.
sie sagt, das sie auch andere patienten hat, die sich immer nen teil ihrer dosis für den feierabend aufheben, und sie das auch nicht schlimm fände solange ich/wir keinen anders gearteden beikonsum praktiziere. ich kaufe auch schon mal was dazu da ich den grauenmarkt für das ganze zeug direkt vor der haustüre habe, und auch mit vielen szeneleuten noch kontakt habe, aber völlig normal im alltag lebe.
und warum sollte ich mit dem kram auch aufhören, denn er gibt mir eine stabile, hochqualitative versorgung, und ich alles orginalverpackt für nen vernünftigen preis haben kann.

ich habe ein konsummuster entwickelt was mich stabil meine tolleranz halten lässt, und da ich arbeiten gehe und auch krankenkasse gebühren und steuern zahle, sehe ich auch nicht ein dafür ein schlechtes gewissen zu haben... aber was erzähl ich. ich habe jahrelang als verdreckter junkie selbst die straßen deutschlands belebt, und habe dabei nie arbeitslosengeld oder sozialhilfe bezogen weil ich damals zu stolz zu sowas war, und mein ding immer alleine gemacht habe, da hat sich auch niemand daran gestöhrt, ich bin immer als verkommener sozialschmarotzer behandelt worden und habe mir sagen lassen, ich solle keine drogen nehmen sondern arbeiten gehen.
des weiteren habe ich mich selbst jahrelang für meinen drogenkonsum verurteilt und die junkylügen geglaubt die sie mir über mich und meines gleichen erzählt haben, in wirklichkeit sind wir alle fast ausnahmslos menschen gewesen die sich irgentwann mit dem was gut für ihre psychiche gesundheit war genommen haben.

und wir haben aber auch geglaubt was man uns von klein an eingetrischtert hat, das opiate der tod sind, das ein solcher konsum zwangsläufig in den abgrund führen muss, und weil wir alle auch schön fest daran geglaubt haben was uns da immer erzählt und spühren lassen wurde. und viele sind auch diesen weg gegangen, und zu viele sind ihn bis zum letzten gegangen, sie glaubten das ein anderes leben unmöglich erscheint, da die statistiken ja das ganze untermauerten die es so landläufig zu lesen gab, und haben sich das leben genommen. dabei wäre derer leben so leicht zu retten gewesen, indem man ihnen gegeben hätte wonach ihnen verlangte, in ausreichender sauberer form, und schon hätten sie ein normales bürgerliches leben führen können. denn das ist es was die meisten opiatler nämlich machen solange es ihnen gut geht, ein recht (spieß)-bürgerliches leben leben. und die wenigsten davon wollen sogar jeden tag breit von ihrer lieblingsdroge sein.

ich bin einfach der meinung, das diese probleme nicht sein müssten, gäbe es diese stoffe unkompliziert für meine mit-opiatler zu kaufen, oder man ließe ihnen die möglichkeit diese stoffe selbst anzubauen und zu vertreiben, wäre auch ne möglichkeit, die man in betracht ziehen kann. egal wie es ist, ich finde das unsere substitutionsprogramme ja nun mal auch einen einfluß auf das bewußtsein der konsumenten hat, und auch rauschzustände erreicht werden können bzw. sogar mehr oder weniger angeordnet sind, da man zu beginn einer substitutionsbehandlung ja dazu gezwungen ist 24 stündlich opiate zu nehmen die aber bei vielen eine länger HWZ als 24 h haben, und daher die patienten jeden tag n bissl breiter werden, das kann sich schon mal zwei monate lang ziehen, jeh nachdem wie hoch der jenige dosiert wird, und das ist völlig normal. wo ist also das problem wärend einer substibehandlung (vor allem im rahmen der erhaltungstherapie) eine dosis einzunehmen die einen berauscht und dafür die krankenkasse in anspruch zu nehmen, die man ja wie alle steuern und andere gebühren auch bezahlen muss. also ich finde da nix negatives drann...

@DeeKay: nach rücksprache mit meiner ärztin, die da recht viele praxiserfahrung hat (25 jahren- arbeiten mit opiatlern) hat mir geraten, dir zu raten du sollst doch erst mal versuchen beim nächsten mal eine pro einheit dosierung die eine kleine reduzierung besser ermöglicht besorgen. einfach den arzt um ein rezept mit der gleichen gesamtdosierung, aber in kleineren einheiten unterteilt eben erfragen. wenn du die hast, sollst du am besten die kleinst möglich reduzierunsmöglichkeit wählen die dir keinen entzug bereitet verwenden. alsos z.B. 40-20-40 auf 35-20-35 (alternativ:35-20-40 und dann 35-20-35). wenn das geglückt ist solltest du das für 3-5 tage erhalten, pausieren also mit der reduktion, dann gehts wieder runter, auf z.B. 30-20-35 und einen tag später dann 30-20-30 wenn geglückt, wieder einige tage pausieren, die pausen sind sehr wichtig, da sie dich stabilisieren und den organismus nicht durcheinander bringen wie ein kontinuierliches absetzen des medikaments, und man darf net vergessen das du dann deine morgens und abends dosierung um 1/4 gesenkt hast was schon mal einer recht stolzen leistung für einen zeitraum von 10 tage bis 2 wochen ist.
also weiter im text: dann geht es mal an deine mittags dosis 30-15-30, kurze pause...
dann gehst du auf 25-15-30 und am nächsten tag auf 25-15-25 und wieder ne pause der reduktion...
danach gehts dann auf 20-15-25 und nächsten tag auf 20-15-20, herzlichen glückwunsch du hast deine morgens und abends dosierung schon halbiert!!! feier das, nur net mit oxy´s klar oder!
dieses verfahren kannst du eigentlich bis zur 10-5-10 beibehalten, und dann wäre ein guter zeitpunkt für entweder eine längere pause gefolgt von einer wesentlich geringeren reduktion der dosis, bis auf null. oder aber das umstellen auf ein besser ausschleichbares substi, wie buprenorphin oder dergleichen, oder aber auch tramal. wobei ich dem bupre. da klar den vortritt lassen würde, da vertragen die leute das umstellen am besten. also in jedem fall wäre es wichtig ab da auf jeden fall egal wie du dich entscheidest, sehr langsam zu reduzieren, die unterstützung mit nicht allzu suchterzeugenden schlafanstoßenden mitteln könnte man in erwägung ziehen, genauso wie das boosten der restmedikation der opiate mittels der kombination mit anderen mitteln, ich denke daran vor allem auf grund dessen man nicht vergessen darf das du ja schmerzpatient bist und die schmerzen dich sicher nicht einfach in ruhe lassen. aber du kannst es ja mal so versuchen und berichten wie es läuft, dann kann man falls was net passt am ehesten noch einfluß drauf nehmen, und was so verändern sodas es dir taugt, in jedem fall gilt, halt dich an dein verfahren das du dir ausgedacht hast (also bescheiß dich nicht selbst/ sollte dir das schwerfallen teile anderen dein vorhaben mit, dann fällt es meist leichter sich dran zu halten) und vor allem nimm dir zeit, und mache die pausen auch wenn es dir gleich nach der dosierungsreduktion super geht trotzdem ein.

denn nur so wird das ganze eher ein spaziergang als eine selbstgeißelung, lol.
nein also es werde probleme auftreten, wie schlafstöhrungen, oder das dir mal 1-2 tage net so gut geht, und die schmerzen auch evtl. mal stärker werden, aber es sollte eigentlich möglich sein das so ohne dauerhorror von einigen wochen und argen schmerzen durchzuführen. wenn es probleme gibt, oder du zwischenzeitlich merkst das es dir net gut dabei geht, sprich es an, und versuche es so zu beeinflußen das es trotzdem weitergeht, wenn auch evtl. langsamer, und in kleineren schritten. weil es kommt bei jedem ausschleichen zu so einem punkt, wo dann der körper an die grenze kommt wo schon wenige mg weniger sich arg auf deine verfassung auswirken, und dann fängt auch spätestens der kopf mit solchen, auch das hat doch eh alles keinen sinn gedanken an, und man sich denkt ach scheiß drauf nehm ich einfach wieder mehr und lass es mir gut gehen, aber wenn du wirklich runter willst musst du dich auch dann selbst überlisten, und an deinen zielen festhalten.

und nur mal by the way, solange es dir mit opiaten gut geht, und du dadurch keine nachteile hast, ist es gerade in deiner situation nix schlimmes opiatkonsument zu bleiben, und es erhaltungsmäßig weiter zu nehmen, für mich bist du dadurch net besser und net schlechter als jeder andere mensch auf der welt. sondern höchstens jemand, der eher merkt was ihm selbst gut tut, und der da auch net von lassen möchte...

so long, wenn ich jetzt den ein oder anderen fehler in deiner dosierung gemacht habe, bzw. ich zu große schritte für dich gemacht habe, dann kannst du das natürlich selbst für dich anpassen, sieh meine ausführungen mal als simples beispiel für eine langsame ausschleichmethode, die im übrigen so auch in stationären entgiftungen angewandt werden.

und vergiss nicht, andere absetzbeschwerden kann man evtl. ebenso wie auftretende schmerzen evtl. mit alternativ medikamente behandeln, und auch ein besuch bei der akkupunktur kann wahre wunder wirken bei starken schmerzen. und kurze zeit alternative schmerzmittel zu nehmen diclofenac, ibuprofen, paracetamol, könnte auch zeitweise eingesetzt werden, und evtl. lindern. aber da können deine schmerztherapeuten dir bestimmt sogar noch bessere tips/präperate und ratschläge als ich geben. ebenso zum thema geringer werdende opiatsdosierungen mit anderen medikamenten zu verstärken.

so long, hope it will help u a little, be strong!

greetz, polytoxy freak

"Einige wurden für die nimmerendende Nacht geboren!" words by Jim Morrison #Opithread von *07.06.2008 bis *28.04.2009 Best Crew Ever!#
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  Geschrieben: 14.10.08 14:19
zuletzt geändert: 14.10.08 14:20 durch (insgesamt 1 mal geändert)

kraehe schrieb:
...verdammt schade, dass nur "wir", die wir dafür alles mögliche in kauf nehmen müssen, nur weil wir ein passendes medikament gefunden haben, das so sehen.
und die, die da die fäden in der hand haben und bestimmen, was zu nehmen gut oder schlecht ist, ganz andere maßstäbe ansetzen als die lebensqualität der leute, die diese medikamente für sich als gut erachten.
ein psychologe erzählte mir, dass man in fachkreisen solche ideen, "psychische krankheiten" mit opiaten zu behandeln, was ja in vielen fällen eben der steigerung von lebensqualität entspricht, gar nicht geschätzt werden.
davon will keiner was wissen, und das liegt nicht zuletzt daran, dass es eben so viele tolle superteure medikamente gibt, die verkauft werden müssen. Die haben einfach kein interesse daran, leuten zu helfen, sondern wollen geschäfte machen auf kosten leidender menschen. das geht mit opiaten eben nicht so gut wie mit tausend mitteln und noch mehr davon, die nur unbefriedigend wirken, ettliche nebenwirkungen haben und eben schön teuer sind.
ein riesen rattenschwanz.
und dieses "geld über alles" verhindert einfach, dass überhaupt eine forschung darüber wirklich in gang kommt, wie opiate auerhalb der schmerztherapie noch eingesetzt werden können, und erschafft letztendlich so viel leid und noch mehr geldeinnahmen....

"Es gab zwar im Laufe der Jahrzehnte eine Handvoll von Modellversuchen zu diesem Thema, weitgehend mit positiven Ergebnissen, aber letztlich verschwanden diese Ansätze wieder im Dunkel der Geschichte.

Eine unerquickliche Mischung von Vorurteilen, wirtschaftlichen Interessen und politischem Kalkül verhindert die Suche nach echten, natürlichen Alternativen zu den Neuroleptika und Antidepressiva."
(auszug aus der email)

kaum zu glauben, das eine von menschen gemachte disziplin, die medizin, die helfen soll, aus so menschenverachtenden beweggründen heraus agiert. Das ist alles so verbogen in dieser welt, und ich finde dieses thema ist ja auch nur ein beispiel von vielen...
etwas mißmutige grüße, krähe

edit: mir persönlich sind die rauschzustände gar nicht das wichtigste, solange es mir ausgeglichen und stabil gut geht, verlieren diese "kurzurlaube" an bedeutung. wenn ich das denn haben will, muss ich eh draufzahlen. Aber bei der eingebauten bevormundung geht es iwie ums prinzip: bin ich nicht eigenverantwortlich genug, um selber zu entscheiden wie ich meine medikamente einnehme? wenn mir die eine art mehr spaß bringt als die andere, warum soll ich mir das verbieten lassen? ist doch hirnrissig... Das leben ist viel zu hart, um nicht wenigstens das genießen zu dürfen, was es zum genießen gibt, ohne schaden anzurichten. mit meinem opiatrausch tu ich niemandem weh, erst recht nicht wenn ich dabei auf den schwarzmarkt verzichten kann. mit dem utilitarismus gesagt (geiles wort, les grad son lustisches buch): was keinem schadet und vielen nützt, ist erlaubt!
außerdem zahlt man schon genug anderes, um überhaupt das zu bekommen, was man für sich als nötig betrachtet. die lassen einen schon spüren, das man "schlecht" ist, und ein bittsteller, der auf gnade angewiesen ist.



Genau Schnubbel. ganz genau meine Worte.
@ Polarlicht (schöner Nick:) Du hast auch recht. Jeder sollte tun dürfen, was ihm/ihr am besten tut.
@ Count: Du nimmst deine Mittel ein, andere Menschen halt was anderes. Würde gerne wissen, warum du Leute angreifst, die ihren Weg gehen. Hat ja auch niemand was dagegen, das du deinen gehst...

lg, Muetzi
 
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  Geschrieben: 14.10.08 15:46
zuletzt geändert: 14.10.08 15:58 durch Count Zero (insgesamt 1 mal geändert)
Wie sieht es denn mit der Nachweisbarkeit von Tilidin aus? Wird das überhaupt von einem Schnelltest angezeigt? Weil es gibt Schnelltests für Opiate, für Methadon, für einen speziellen Metaboliten von Methadon (EDDP), für Buprenorphin und für Tramadol. Zumindest von diesen weiss ich. Spricht einer von denen auf Tilidin an? Und wie lange ist das, nach einer einmaligen Einnahme, noch im Blut nachweisbar?

Edit: @Polytoxy, du hast ja nochmal editiert.

Zitat:
@count zero: ich kann das soweit teilen jedoch auch wenn es dir nicht gefallen wird das auch ärzte der meinung sind das sucht eine mentale erkrankung ist wie eine depression oder eine schizophrenie etc. und auch medikamente um sucht zu behandeln eine wirkung auf die psyche wirken. und dazu gehört auch eine leicht berauschende wirkung des medikaments. und jetzt mal ehrlich ob man sich mit neuroleptika das bewußtsein verwirren lässt, und da teils nur noch sabbernd auf der couch sitzen kann, oder sich ein medikament gibt das viel alltagstauglicher ist als die meisten neuroleptika oder manches antidepressivum, oder hast du schon mal ne woche doxepin oder seroquell genommen, oder gar mal ne ladung haldol bekommen, das fühlt sich nicht besonders klar im kopf an kann ich dir sagen!!!
und da ich selbst alle zwei wochen einen tag konsumiere, was ich mir von meiner substidosis die letzten wochen abgespahrt habe, und dabei sicher kein schlechtes gewissen habe, und sogar meine ärztin jetzt darüber bescheid weiß und es auch nicht irgentwie verurteilt.

Es ist doch in Deutschland bei Suchtbehandlung eher so, dass da für gewöhnlich ein totaler Abstinenzanspruch herrscht. Wenn du dir mal eine Rauschdosis zusammensparst gönne ich dir das ja auch, ich kann mir das schon vorstellen, dass man da auch mal ausnahmsweise mehr nehmen will. Aber das sollte man eben nicht jeden Tag kostenlos erwarten können.

Was die Neuroleptika angeht, nehme ich ja selber eins. Und wenn man sich mal dran gewöhnt hat, hat man auch keine Nebenwirkung. Zum Glück ist das ja nur niedrig dosiert. Hochdosiert will ich die auch nicht nehmen. Nur ob Opiate die in meinem Fall erwünschte Wirkung bringen, dazu kann niemand was sagen weil es da keine Studien gibt.

Haldol habe ich noch nicht bekommen, zum Glück. Doxepin besorg ich mir mal vom Kumpel, wenn der die noch verschrieben bekommt. Und Seroquel, wenn man das ein paar mal genommen hat und das nicht mehr so extrem heftig einschlägt, kann man damit auch gut chillen. Mache ich ja Gelegentlich. Seroquel ist wohl das einzige Neuroleptikum mit nachgewiesenem Missbrauchspotential. Das sollen sich einige sogar i.v. geben.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 14.10.08 16:55
@polytoxy
So, also erstmal vielen vielen Dank für deine ergiebigen Ausführungen. Danke für die Mühe, die du dir gemacht hast!
Werd mir gleich ein Kalenderblatt anlegen, wo ich das Schema drauf übertragen werde.
Der bisher größte Fehler war wohl, dass ich nicht genügend Pause zwischen den Reduzierungen gelassen habe.
Die kleinste Einheit ist eigentlich 5mg, aber kaum zu bekommen bzw. Hier im Krankenhaus gar nicht. Aber das ist nicht weiter das Problem, da ich einen Tablettenteiler habe. Und ich brauch kein Rezept, da ich hier in sowas wie ner Reha bin (mit eigener Wohnung, kaum Kontrolle etc.), ich hab hier praktisch freien Zugriff auf oxygesic, ich geh da einfach hin und sag, wieviel ich von jeder Größeneinheit brauche, die kontrollieren merkwürdigerweise nicht mal ob die noch verschrieben sind (bisher ist in meiner Akte nicht mal immer vermerkt, wenn ich mir was geholt habe...). Das verführt natürlich dazu mehr zu besorgen aber da bin ich standhaft geblieben, weil mir das komisch erscheint, dass die nix kontrollieren, nachher kommt am Schluss das dicke Ende.

Ich glaube nicht, dass die mich von oxygesic auf Buprenorphin umstellen... Wie sind denn die Eigenschaften? Hat das auch ne gute schmerzstillende Wirkung?

Also Akupunktur mache ich schon seit 2 Monaten in der Schmerztherapie, das hat auch geholfen und die Schmerzen reduziert, daher wird das oxygesic ja reduziert.

Und über den Restschmerz hab ich mir auch noch mal Gedanken gemacht, ich habe keine Lust ewig mit Schmerzen leben zu müssen, ich werd versuchen, dass ich hier mit vllt. ner 10-0-10 Dosis oder so entlassen werden, damit ich einfach gut die Schmerzen ausschalten kann.

Alternative Medikamente sind wirklich wirkungslos, ich hab deswegen schon ein schlechtes Gewissen und denk dass sie mir das langsam nicht mehr abkaufen aber das ist die Wahrheit. Wir haben u.a. Novalgin, Paracetamol, Ibuprofen, Voltaren verwendet aber kein Erfolg. Ich hab sogar lange Zeit nen ziemlich giftiges Mittel (Arcoxia) genommen, was die Schweine mir stark überdosiert haben, was ich erst spät bemerkt habe. Davon hab ich vermutlich den jetzt aufgetretenden Herzfehler...

Ich dank dir nochmal und werd berichten, wie es abläuft.

 
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  Geschrieben: 14.10.08 18:13
Also von Buprenorphin rate ich ab wenn Du schon Opiat Erfahrung hast da gibt es einen "Effekt" das das Mittel nur bis zu einer bestimmten Schmerzgrenze geht und dann nachdosieren nichts mehr bringt.
Beim runter dosieren kann es Dir wohl helfen, der Entzug soll nicht so schlimm sein, aber ich weiss auch gar nicht ob das umstellen so einfach ist von oxy auf Bupre, wegen dem "Turboentzug".
Ich hab ne ziemlich hohe Opiattoleranz, lag vor kurzem im KH, auf 8 mg Subutex und hätte teilweise ausflippen können vor Schmerzen, hab dann noch Novalgin dazu genommen, aber das ist meines Erachtens auch das letzte Dreckszeug, hab von dem Zeug Nachts schlimmer geschwitzt als bei jedem erdenklichen Affen.
Wenn Dir also das Oxygesic hilft, warum nimmst Du es dann nicht weiter ?
ALs ich draussen war aus dem KH hatte ich brennende Schmerzen wo vorher die Schläuche lagen, dagegen bekam ich Lyrica, hat gut geholfen und im Beipackzettel steht das es Oxygesic verstärkt, also evtl mehr Lyrica weniger Oxygesic ???

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  Geschrieben: 14.10.08 18:50
in meiner oxy entzugsphase hab ich mir immer einen mini kleinen teil von der tab. abgeschabt, dann immer mehr, usw. hab mir die reste für notzeiten aufbewahrt.
aber bei einer menge von 40-60 mg oxy am tag, hab ich dann mit bupre substituiert, in eigenregie und totalen bammel vor dem entzug, weil ich wußte, dass nach bupre einnahme, oxys sowieso nicht mehr wirken, weil die rezeptoren vom bupre dicht sind.
fazit, nichts passiert, kein affe, keine lava in den adern, keine beine und arme, die du gegen die wände knallst, magen,darm, fast alles okay.
wäre evtl. eine überlegung wert........
bupre hat mir im nachhinein das leben gerettet !!!!!!!

in meiner h substizeit hab ich ab und an mal smalltalk mit den arzthelferinnen halten können, die meinten immer, ich könne mir garnicht vorstellen, was der doc an einem substipatienten im monat verdient........
wenn ich dagegen überlege, das metha ein pfennigartikel ist, was die herstellungskosten angeht, naja, alles eine endlosdisskusion.........

trotzdem bin ich der meinung, dass es schon gerechtfertigt ist, wenn sachen wie fenta,oxys, hydro,usw. etwas schwerer zugänglich sind. was man nicht kennt, das vermisst man nicht. ich möchte nicht wissen, was in germany abgehen würde, wenn man nach belieben jedes hochpotente opiat kaufen könnte.
diese einstellung habe ich aber erst, seit dem ich alle opis durchhabe samt den dreckigen langen weg aus der sucht wieder heraus.
diesen gedamken kann wohl jeder alte opinaut, der jahre der scheisse hinter sich hat bestätigen.
ich gönn sowas halt meinen schlimmsten feind nicht und man kann sich für noch so aufgeklärt und intelligent halten, meist fällt man mit opis erstmal voll auf die fresse....
blex

ps. @jocker: turboentzug hatte ich nur von metha auf bupre, bei allen anderen opioiden hatte ich keinerlei probleme, hatte vorher natürlich die größten bedenken deshalb, okay, bei jedem anders.
 
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ICQ
  Geschrieben: 14.10.08 21:11

Blexoni schrieb:
trotzdem bin ich der meinung, dass es schon gerechtfertigt ist, wenn sachen wie fenta,oxys, hydro,usw. etwas schwerer zugänglich sind. was man nicht kennt, das vermisst man nicht. ich möchte nicht wissen, was in germany abgehen würde, wenn man nach belieben jedes hochpotente opiat kaufen könnte.



Das fände ich auch nicht gut, wenn jeder einfach so an hochpotente opioide kommen könnte... Dafür sind sie einfach zu mächtig und zu gefährlich, wenn man mit ihnen nicht umzugehen weiß...
Was ich aber befürworte ist die Verschreibung von Opioiden gegen gewisse psychische Störungen und nicht nur gegen Schmerzen.
Albert Hofmann
* 11. Januar 1906 Baden, Aargau;
† 29. April 2008, Burg im Leimental
...dass Dein Wirken die Welt verändere

† 1.06.2008; R.I.P. DiZZy
† 2.11.2008; R.I.P. DamienLord
† 2009; R.I.P. JOKER
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ICQ
  Geschrieben: 14.10.08 22:29
zuletzt geändert: 15.10.08 09:54 durch kraehe (insgesamt 1 mal geändert)

Zitat:
Was ich aber befürworte ist die Verschreibung von Opioiden gegen gewisse psychische Störungen und nicht nur gegen Schmerzen.



jo, das seh ich auch so, und unter anderem deshalb, weil ich der meinung bin, dass diese möglichkeit vielleicht einigen menschen längere "umwege" sammt ihrer unschönen begleiterscheinungen einfach ersparen könnte.

@ count: sogar suchtmediziner sehen den lange vorherrschenden "abstinenz-anspruch" mittlerweile für überholt und sogar für eher schädlich an. Ob jetzt aus menschenliebe oder wegen der guten einnahmen, sei mal dahin gestellt... ;)

...zb hier plupp


@ joker und poly: *knuttel* und ich hoffe wir lesen uns mal wieder... :)

grüße, krähe
Wirklich reich ist, wer mehr träume in seiner seele hat als die realität zerstören kann.
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 14.10.08 23:15
@polarlicht...........
klar, das hab ich vergessen zu erwähnen. die docs könnten so unzähligen menschen leiden ersparen. ich denke, die selbstmordrate unter depressiven menschen würde enorm rückwirkend sein......aber der "staat" weiß es ja besser, wie immer !!!!!

blex
 
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  Geschrieben: 14.10.08 23:24
im endeffekt hat jeder, der heute substituiert ist, genau das ja auf umwegen geschafft... wobei selbst die meisten dieser leute immernoch vom ewigen "clean werden" und vom "es endlich schaffen" reden und ihre substitution teilweise freiwillig abbrechen für eine langzeittherapie...

... es dauert meistens nicht lange, dann sehe ich diese leute dann wieder in meiner praxis! ;)
auf einen neuen versuch!

also ich muss ehrlich sagen, ich bin froh substituiert zu sein... was besseres könnte ich mir nicht vorstellen. ich kriege meine tägliche dosis opiate vom arzt und haben aber auch den freiraum ab und zu mal wieder etwas zu nehmen ohne gleich "rückfällig" zu werden... ich bin ja schließlich schon drauf. wenn es nach mir ginge, ich würd das so mein ganzes leben machen... einmal jede woche zum arzt gehen und seine opiate abholen...
frag mich wie lange die krankenkasse sowas mit macht! naja, man kann sich ja aber immer wieder neu anmelden...
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 15.10.08 04:04
mich hat in meiner substizeit einfach angekotzt, dass man vom gesamten personal wie dreck behandelt wird.okay, von praxis zu praxis verschieden und n dickes fell muss man sich eh anschaffen.
aber irgendwann ging mir diese abhängigkeit vom doc an die nerven, hatte ewig lange anfahrten, ständige uks, waren die nicht sauber, wurdest du ohne alles weggeschickt, das üble schwitzen vom metha, am abend schon wissen, das man entzügig aufwacht, das komaschwere abdosieren von dem zeug - jeder ml war ne qual. der brachiale turboentzug von metha auf bupre, urlaub? no way, usw.
klar, im gegensatz zum täglichen h affen killen ist es kein vergleich, aber die göttlichen in weiß haben einem das leben so schwer wie möglich gemacht. kiffen war beigebrauch und kündigung.d.h. von 10 ml metha auf 0, von jetzt auf gleich. konntest wegen job nicht pünktlich sein und der doc war weg, standest du auch mit leeren händen und klappernden knochen vor der praxis und sahst die teenyschwestern in 1. lehrjahr mit breitem grinsen am pc. fazit: h besorgen.......+benzos um bis morgen durch zuhalten um am nächsten tag von der selben tussi grienend den pinkelbecher fürs uk zu erhalten. erbärmlich.
hier auf jedenfall ne kranke gegend für substis.......
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 15.10.08 07:15
zuletzt geändert: 15.10.08 07:23 durch DeeKay (insgesamt 1 mal geändert)

JOKER schrieb:

(...)
Ich hab ne ziemlich hohe Opiattoleranz, lag vor kurzem im KH, auf 8 mg Subutex und hätte teilweise ausflippen können vor Schmerzen, hab dann noch Novalgin dazu genommen, aber das ist meines Erachtens auch das letzte Dreckszeug, hab von dem Zeug Nachts schlimmer geschwitzt als bei jedem erdenklichen Affen.
Wenn Dir also das Oxygesic hilft, warum nimmst Du es dann nicht weiter ?
ALs ich draussen war aus dem KH hatte ich brennende Schmerzen wo vorher die Schläuche lagen, dagegen bekam ich Lyrica, hat gut geholfen und im Beipackzettel steht das es Oxygesic verstärkt, also evtl mehr Lyrica weniger Oxygesic ???

Soweit Der Joker



Ah gut ich bin nicht der einzige, der mit novalgin so Probleme hat... Das ist ein scheiß-Zeug!
Ich nehme das Oxygesic nicht weiter, weil ich denke dass ich sie nicht ewig weiter bekomme. Deshalb will ich den Reduzierungen stand halten, ich hab mir zwar was zur Seite gespart, und selbstwenn ich oxy bekomme, dann in erheblich kleinerer Dosis, und da halten meine Vorräte auch nicht so lang mit.

Danke für den Tipp, mit Lyrica, die hatte ich auch mal, hab noch ca. 50 Kapseln davon über. Setzt der boost-Effekt erst bei regelmäßiger Einnahme ein oder auch beim einfachen Beikonsum? Wie viel lyrica ersetzen wie viel Oxy?

 
Mitglied verstorben



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  Geschrieben: 15.10.08 08:36
Da kann ich Dir leider auch nicht helfen, ich weiss nur das im Beipackzettel eben stand, dass es Lorazepam und Oxygesic boostet, ich hab in der Zeit Bupre und Diaz bekommen und hab nichts gross gemerkt, obwohl die Stoffe ja schon ähnlich sind.
Da musst Du wohl einfach mal testen, schön langsam.
 http:// www.dr-gumpert.de/html/lyrica.html

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Abwesende Träumerin



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ICQ
  Geschrieben: 15.10.08 09:58
phuuuh, blexoni, da hast du aber wirklich ne ganz beschissene praxis erwischt... eek
aber glaube sone behandlung wird man immer wieder mal finden, auch in kliniken, ich hab manchmal den eindruck die machen den job um ihren sadismus auszuleben oder sich in anbetracht der "fertigen und asozialen" einfach selbst besser zu fühlen...was weiß ich...
Wirklich reich ist, wer mehr träume in seiner seele hat als die realität zerstören kann.

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