LdT-Forum

« Seite (Beiträge 46 bis 60 von 112) »

AutorBeitrag
User gesperrt



dabei seit 2006
9.128 Forenbeiträge
3 Galerie-Bilder

Homepage ICQ MSN Skype
  Geschrieben: 21.04.09 07:04
Nur mal zur Anmerkung: Ein "Psychologe" kann keine verschreibungspflichtigen Medis verordenen, das darf nur ein zugelassener Arzt.
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2008
142 Forenbeiträge

ICQ
  Geschrieben: 21.04.09 08:56
Naja traurig in diesem Fall ist dir dann wohl kaum zu helfen, denn jede gutgemeinte Alternative die man dir hier anbietet kommt für dich nicht infrage. Dann belass am Besten alles beim Alten mit deinem GBL und beschwer dich dann aber auch nicht.

Versteh mich nicht falsch, ich bin durchaus ein hilfsbereiter und mitfühlender Mensch, und alle anderen hier sind das glaub ich auch. Aber wenn man so dermaßen in Selbstmitleid badet und das GBL als einziges Heilmittel sieht und sich so daran klammert wie du, nicht einmal bereit ist länger als drei Tage im Urlaub schlaflos in Kauf zu nehmen dann bist du halt einfach verloren.

Da ich selbst schon bzw noch schlimmer in dieser Lage war weiss ich dass es dir erst wesentlich schlechter gehen muss um gewisse Unannehmlichkeiten für ein freieres Leben in Kauf zu nehmen. Du denkst ja noch nicht mal übers aufhören nach. Andere mache 15 Entzüge und tun sich noch schwer, aber sie unternehmen immerhin was.
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2008
407 Forenbeiträge
3 Galerie-Bilder

ICQ
  Geschrieben: 21.04.09 11:32
zuletzt geändert: 21.04.09 11:35 durch kraehe (insgesamt 1 mal geändert)

traurig schrieb:
. ich habe aber auch nicht die kraft und den mut, schon wieder den psychologen zu wechseln und wieder von vorne anzufangen und wieder meine ganze lebensgeschichte erzählen.

lg



du, ich kann das gut nachvollziehen. aber langfristig tust du dir damit nur selber weh, wenn du so eine "schonhaltung" an den tag legst.
ich nehm an oder lese raus, dass du schon zu depressionen oder depressiven verstimmungen oder wie man es so nennt einer eher gedrückten grundstimmung neigst. und da ist einfach das natürlichste, aber gleichzeitig schlimmste was du tun kannst, dich in deinem loch zurückzulehnen und zu sagen: ich hab keine kraft, ich kann nicht mehr und es bringt doch eh alles nix. genau das ist es, was dich in diese lage bringt, und deshalb ist das beste was du tun kannst, dieses so lange praktizierte ausharren zu überwinden und einfach mal zu versuchen, entgegengesetzt zu handeln. also wenn dir dein kopf oder gefühl sagt: "ich kann das nicht, hab keine kraft ...blabla, kennen wir doch alle, mach genau das was du meinst nicht zu können. wenn es beim ersten mal nicht klappt, versuch es noch mal und noch mal. tritt dir selbst in den hintern, das kann kein anderer für dich übernehmen, und die ganzen lieb gemeinten worte bestätigen einen doch nur darin, dass man ein armes wesen ist und nix kann, mitleid verdient hat. hol dich selbst da raus, es wird kein anderer für dich tun, weil es kein anderer für dich tun kann. nimm dein leben in und dich selbst an die hand und mach was! versuch was zu ändern, egal wie, denn diese starre in der du ausharrst ist genau die, die dazu führt dass du die probleme hast. also geh los, denk nicht nach, such dir nen andern psychologen. und wenn der erste nix ist geh zum nächsten. du musst auch nicht immer gleich deine ganze lebensgeschichte auf den tisch legen, für die erste stunde reicht ein grober überblick, der zeigt wo das problem ist und wo du hin willst. man muss das echt begreifen, dass einen niemand anders da raus holen KANN. Nur du alleine, es ist dein kopf. und medis--- naja, du klagst keiner gibt dir mehr was und es hilft nix. ja, dass seh ich auch so, es hilft oft wenig, und dann muss man sich eben von dem gedanken verabschieden, dass man mal einfach so ne pille einschmeißt und alles ist gut, man muss sich nicht schmutzig machen... das ist ein fehlschluss, das bekommen wir eingeredet damit die ihre medis verkaufen können. klar können die dinger hilfreich sein, aber wirklich helfen kannst nur du dir, und zwar indem du dich aus und durch deine scheiße wühlst. dann kannst du auch langfristig was ändern, so dass du irgendwann an dem punkt bist, an dem du mit dem wie dein leben und deine psyche ist zufrieden sein kannst. das ist ewig viel arbeit und tut weh, aber irgendwo auf diesem weg dümpeln wir alle rum und machen unsre vor- und rückschritte, das gehört dazu. also hau rein, kopf hoch und schubs dich selbst!
krähe
Wirklich reich ist, wer mehr träume in seiner seele hat als die realität zerstören kann.
User gesperrt



dabei seit 2006
9.128 Forenbeiträge
3 Galerie-Bilder

Homepage ICQ MSN Skype
  Geschrieben: 21.04.09 12:56
Meine Erfahrung mit Psychologen und psychologischen Psychotherapeuten (das sind zwei verschiedene Sachen) ist eigentlich die, dass die gar keine Therapie machen, wenn man Suchtmittel konsumiert.
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2008
142 Forenbeiträge

ICQ
  Geschrieben: 21.04.09 13:25
zuletzt geändert: 21.04.09 13:26 durch ShyFlauschmaus (insgesamt 1 mal geändert)
@Krähe: dafuer Also besser kann man das nicht sagen und mehr ist auch nicht zu sagen.

@zero: Meinste jetzt während man noch Suchtmittel konsumiert? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, weil es ja nicht bei jedem suchtmittel nötig ist vorher einen Entzug zu machen. Ich kann mich doch mit meinen Schlafproblemen in Therapie begeben obwohl ich GBL nehme oder genommen habe. Traurig will ja die Ursachen seiner Schlaflosigkeit bekämpfen. Also ich hab da komplett andere Erfahrungen gemacht als du. Aber wenn Traurig den Arsch hochkriegen würde könnte er sich da sicher fundierte Informationen einholen.

 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 21.04.09 13:48
zuletzt geändert: 21.04.09 13:49 durch (insgesamt 1 mal geändert)

Count Zero schrieb:
Meine Erfahrung mit Psychologen und psychologischen Psychotherapeuten (das sind zwei verschiedene Sachen) ist eigentlich die, dass die gar keine Therapie machen, wenn man Suchtmittel konsumiert.



Das ist wohl von Therapeut zu Therapeut verschieden. Ich zB hatte mal ein Erstgespräch mit einem Psychotherapeuten, der bereit war mich zu therapieren, obwohl ich damals (letzten Sommer) abhängig von Opioiden und Benzos war. Noch dazu hab ich getrunken und gekifft (das kiffen und mal ein paar Bierchen gestatte ich mit weiterhin, da es mir keine Probleme verursacht), war also zu der Zeit politox unterwegs und hab ihm das auch so gesagt. Für diesen Menschen war es kein Hindernis, ganz im Gegenteil - er hielt eine Gesprächstherapie wegen diesem Umstand sogar für besonders wichtig.
Ich weiß aber, dass viele Therapeuten - wahrscheinlich die meisten - so denken wie die, die du, Count, gesprochen hast.

lg, Muetzi
 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2008
407 Forenbeiträge
3 Galerie-Bilder

ICQ
  Geschrieben: 21.04.09 21:51
kann ich dir nur zustimmen mein liebster, das ist wirklich verschieden, abhängig von der "schule" des therapeuten, seiner presönlichen einstellung und einschätzung der person die ihm gegenübersitzt bzw dessen problematik. manche argumentieren, solange man sich betäubt hat man keinen zugang zu seinen gefühlen, kann folglich nicht daran arbeiten. andere sagen, um dass suchtmittel loszuwerden bzw die sucht zu überwinden muss man an sich arbeiten, auch mit hilfe eines therapeuten.
Dass es gemacht wird, count, also therapie trotz konsum, ist auf jeden fall so - bei mir zb schon immer, aber ich kenne andere die mussten erst entziehen...
krähe
Wirklich reich ist, wer mehr träume in seiner seele hat als die realität zerstören kann.
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.126 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 22.04.09 18:17
Funktioniert ein chinesischer Topf mit Gbl zum umgehen einiger Entzugssymptomatiken? Also löst oder mischt sich Gbl genügend mit Wasser oder womit auch immer ihr trinkt ;-D , dass es sich lohnen würde? Falls es gehen sollte, bitte nicht bei Delirien versuchen, das musste ich schon selbst erfahren, dass es mit Runterdosieren nicht funktioniert, dann wirds folglich auch mit dem chin. Topf nicht klappen, wenn es denn überhaupt geht.
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
85 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 23.04.09 16:19
zuletzt geändert: 23.04.09 16:21 durch Eichkatzerl (insgesamt 1 mal geändert)
Was ist ein chinesischer topf?

edit: schon gefunden, jemand erfahrung damit im bezug auf gbl?
 
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.126 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 27.04.09 22:30

Eichkatzerl schrieb:
Was ist ein chinesischer topf?

edit: schon gefunden, jemand erfahrung damit im bezug auf gbl?



Laut Wiki ist Gbl vollständig in Wasser lösbar. Quelle
Ich werde das mal probieren und berichten.

 
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.126 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 28.04.09 06:34
Sowas habe ich noch nie erlebt!!! Ich habe gestern statt Gbl Trama genommen und wurde mit Nachlassen der Trama Wirkung leicht entzügig. Ich lag also im Bett und konnte nicht schlafen. Ich merkte, wie ich langsam wegdöste und hatte fiese Albträume, soweit mag das ja noch normal sein. Ich lag da also im Halbschlaf, zitterte vor mich hin und schwitzte ohne Ende. Jetzt kam im Albtraum immer eine bestimmte Stelle, in der ich weggezogen wurde. Ich war aber bei Bewusstsein, also halbwach und merkte, wie ich vom Liegen aus nach "oben" gezogen wurde. Schreie wurden immer lauter, es waren, glaub ich, meine eigenen. Dazu holte mich eine dunkle Macht immer näher in den Wahnsinn. Es war ein schwarzer Schatten. Wenn ich darauf versuchte die Augen aufzumachen, fing ich an Halluzinationen zu haben und die schwarze Wolke verbreitete sich in meinem Zimmer und ich empfand eine tiefe Furcht und wusste, was mich da erwartet. Es war, als ob ich selbst entscheiden könne, ob ich ins Gbl Delirium könne. Der Wahnsinn wurde mir aber zu stark, weil ich merkte, dass ich dann nicht mehr Herr meiner Sinne sein würde und mir was mit meinen Messern neben meinem Bett, antun würde. Sobald ich allerdings meinen Körper bewegte, wurde ich wieder normal und die Halluzinationen verschwanden und die Gedanken wurden normal.

Das ging ein paar mal die Nacht so, bis ich es raushatte, es zu kontrollieren. Ich wollte mich aus Neugier ein wenig weiter in die Welt nähern, aber die Gefühle dazu, während des Eintretens in die Welt, wurden so schrecklich, dass ich einfach nicht mehr konnte. Es fühlte sich an, als würde man erdrückt und gleichzeitig innerlich verbrannt werden, zudem fühlte ich stärker werdende Schreie aus meinem Körper kommen. Das ist so abstrakt zu beschreiben o.O

Heute früh fing ich an, mit dem chinesischen Topf. Danke nochmal an Bud, der mir das erstmal nähergebracht hat. Jede 2-2,5ml Dosis, die ich der Flasche entnehme, werde ich mit derselben Menge Wasser auffüllen.
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
57 Forenbeiträge

  Geschrieben: 29.04.09 13:56
Auch wenn mich hier manche Leute unfreundlich behandelt haben, möchte ich mich hier nochmal melden. Ich muss unbedingt von der GBL-Sucht loskommen. Mir geht es seit Tagen sehr schlecht, ich fühle mich zittrig und kann kaum gehen. Eine Woche wurde ich von meiner Hausärztin krank geschrieben. Danach muss ich wieder in die Firma, aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Wenn meine Eltern oder meine Hausärztin erfahren, dass ich GBL genommen habe, dann sind sie sehr enttäuscht von mir. Ich weiß echt nicht mehr weiter... Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich es schaffe, die Sucht zu besiegen?
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2008
150 Forenbeiträge

Homepage
  Geschrieben: 29.04.09 14:12
Noch die letzte Rauschdosis nehmen -> während des rausches schütest du das GBL weg -> dann mit DPH probieren zu schlafen und - wenn nötig - ein bisschen mit Alkohol substituieren.

Dann solltest du bald wieder klarkommen.
YT: http://bit.ly/flexylife
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.126 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 29.04.09 14:44
zuletzt geändert: 29.04.09 14:58 durch stillermitleser (insgesamt 1 mal geändert)

traurig schrieb:
Auch wenn mich hier manche Leute unfreundlich behandelt haben, möchte ich mich hier nochmal melden. Ich muss unbedingt von der GBL-Sucht loskommen. Mir geht es seit Tagen sehr schlecht, ich fühle mich zittrig und kann kaum gehen. Eine Woche wurde ich von meiner Hausärztin krank geschrieben. Danach muss ich wieder in die Firma, aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Wenn meine Eltern oder meine Hausärztin erfahren, dass ich GBL genommen habe, dann sind sie sehr enttäuscht von mir. Ich weiß echt nicht mehr weiter... Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich es schaffe, die Sucht zu besiegen?



Eine Woche reicht aus, um davon körperlich loszukommen. Es scheint wohl, als wärst du am Ende mit deinem jetzigen Gbl Konsum oder kurz davor. Denn anscheinend gehts dir jetzt selbst mit Konsum nicht mehr gut. Im Nachhinein werden sie weniger enttäuscht sein, als wenn du ihnen weiterhin was vormachst. Ehrlichkeit währt am längsten. Du wirst vielleicht 1-2 Tage Delirium haben, wenn es denn bei dir so schlimm ist und dann ca. 3 Tage Restentzugserscheinungen wie Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Herzrasen und Schwitzen. Irgendwo in dem oder im großen Gbl Thread sind die Symptome genau beschrieben. Am besten du fängst so früh wie möglich an und hast jemand dabei, der auf dich aufpasst!

E: Hier mal ein Bericht von mir, von einem Gbl Entzug :

Hi, ich möchte euch meinen Gbl Entzug mitteilen, um andere davor zu warnen und zu zeigen, wie schlimm es sein kann.

Alles fing damit an, dass ich von der Entgiftung kam und wieder mal Freude empfinden wollte. Also holte ich mir 1l Gbl und das war ein großer Fehler, so viel zu kaufen. Ich lernte auf einem Trip meine damalige Freundin kennen. Gbl machte aus einem schüchternen, depressiven psychotischen Jungen einen offenen, lebensfreudigen, entgegenkommnden, frechen Kerl. Einen Tag war ich mal nüchtern und meine Freundin fragte gleich, was mit mir los sei. Das ist keine gesunde Grundlage für eine Beziehung. Ich nahm Gbl weiterhin, um glücklich zu sein, meine Freundin fordern zu können und länger durchhalten und mehr Spaß beim Sex zu haben.

Nach 4 Monaten war dann Schluss mit der Beziehung. Ich war total am Ende, weil dadrauf noch die Oma meines besten Freundes starb und sich ein Freund umgebracht hatte. Die Gbl Wirkung war mittlerweile auch ein Witz, ich brauchte 3ml aller 2h, um nicht entzügig zu werden. Eine positive Wirkung gab es schon lange nicht mehr. Die Wirkung beschränkte sich auf nicht affig werden, oder Komaschlaf zu haben.

Jetzt beginnt das eigentliche Leid. Ich vergas ständig alles, meine Medikamente zu nehmen, wann ich Gbl nahm, ob meine Eltern leben, wo ich bin, wer ich war, wie spat es ist, wie ich heiße. Die Folge waren lauter Panikattacken und schlimme Albträume, die ich nicht von der Realität unterscheiden konnte. So konnte es nicht weitergehen, also entzog ich. Benzos hatte ich leider keine, also holte ich mir einen Kasten Bier, eine Flasche Klaren und eine Flasche Vodka.

Den ersten Tag konnte ich mit Alkohol noch relativ gut rumkriegen. Blackout. Ich bin zuhause. Was ist passiert? Ich liege auf dem Boden, gucke aus dem Balkon und halluziniere. Ich sahe Blasen im Himmel, alles bewegte sich, alles machte mir Angst. Ich wachte auf, es war Abends. Ich zitterte, krampfte und halluzinierte nun nicht nur optisch, sondern auch noch soundtechnisch. Ein absolut ekliges Körpergefühl begleitete die anderen Entzugserscheinungen. Durch das Krampfen hatte sich mein Schließmuskel versperrt und ich konnte nicht pinkeln - einen ganzen Tag lang. Ich nahm wieder Gbl und konnte wieder pinkeln. Doch ich wusste, in weniger als 2h werde ich wieder affig. Ich bekam Panik und rief die Feuerwehr an, um mich ans KH weiterzuleiten. Ich wurde weitergeleitet zur Drogenhilfe, von da an wurde ich zum KH weitergeleitet und von dan zur Notaufnahme. Ich rief ein Taxi und kam zur Notaufnahme. Ich erzählte was von entzug, mehr weiß ich nicht, weil mein Denken erschwert war und ich mir nichts merken konnte. Ich saß da und wartete voller Schmerzen im Unterleib. Als ich es nicht mehr aushielt bin ich aufs Klo und durch einen kleinen Trick, den ich nicht verrate, konnte ich doch pinkeln und sagte der Tante am Schalter, es habe sich erledigt, sie dachte bestimmt, ich habe mir aufm Klo einen Schuss gesetzt.

Ich kam wieder nach hause, nahm meine NL's und tat so, als ob ich schlafen könnte. Ich trank extra wenig, weil ich wüsste, es würde sofort wieder passieren, dass ich nicht pinkeln könne. Ich zitterte die ganze Zeit noch und krampfte auch jeden Tag weiterhin. Aber wenigstens dauerten die optischen Hallus nur einen Tag lang. Die Audiohalluzinationen dauerten allerdings die ganzen 6 Tage genau wie das ekelhafte Körpergefühl. Ich war noch 3x in der Notaufnahme, fehlte eine Woche in der Schule und bin jetzt wieder genau da, wo ich aufgehört habe. Ich habe keine Freundin, die Gbl Wirkung bringt mir kaum noch was, ich bin seit einer Woche wieder jeden Tag auf Gbl, nehme jede Dosis nur noch, um den ganzen Tag im Komaschlaf zu liegen, nichts mehr vom Leben mitzubekommen und bin wieder psychotisch und depressiver als vorher. Jeden Tag sage ich, das ist meine letztes Mal Gbl und schiebe alle Aufgaben vor mich her.

6 Tage lang ging der Entzug und wurde von Tag zu Tag besser und am 6. Tag hörte alles einfach auf. Ich konnte wieder pinkeln, krampfte nicht mehr, zitterte nicht mehr. Herrlich sage ich euch.

Da hört die Geschichte auch schon abrupt auf.

Dann hatte ich noch das Herzrasen vergessen zu erwähnen und folgendes :

Ja das hatte ich gar nicht erwähnt, dass ich auch mit nichtanwesenden Menschen gesprochen habe, dass ich auf einmal auch mit Kippe im Zimmer aufgewacht bin. Dass ich auf einmal auf der Straße aufgewacht bin, meine Augen geöffnet habe, im Bett lag, meine Augen öffnete, bei meinen Eltern lag, meine Augen öffnete, in meiner Wohnung auf dem Boden lag. Solche Horrorszenarien halt. Ich dachte auch, meine Eltern wären tot, meine damalige Freundin schwanger, eine Freundin wäre vom Balkon gesprungen und lauter solche Geschichten, die man nicht von Realität unterscheiden kann. Das schlimme ist, man denkt es nicht nur, sondern handelt auch danach ... denkt euch euren Teil, aber da können ganz schlimme Sachen dabei rauskommen.



Deswegen sollte jemand auf dich aufpassen. Ein Zuckerschlecken wirds nicht, aber mit jedem Tag, den du wartest, wirds schlimmer.
 
Mitglied verstorben



dabei seit 2007
1.488 Forenbeiträge
7 Tripberichte
9 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 29.04.09 14:59
Mir hat runterdosieren immer am besten ''gefallen''. Musst halt deinen inneren Schweinehund überwinden und nicht in das alte Konsummuster zurückfallen. Immer schrittweise runterdosieren und mehr und mehr Zeit zwischen den Dosen lassen. Am besten Zettel und Stift zurechtlegen und Dosis sowie Uhrzeit aufschreiben. Besser geht es mit Beikonsum aber aufpassen nicht das du plötzlich eine andere Sucht an der Angel hast.

Viel Erfolg
"Huge heroin fan. Don't use it, just like being around it." -Roger

Mitglied im "Freunde der rektalen Applikation harter Drogen e.V."
(alexanfer, KingMaggi, unknown name, zatarra)

https://m.soundcloud.com/falscherhase/falscher-hase-lebenslaenglich

« Seite (Beiträge 46 bis 60 von 112) »