LdT-Forum
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 49 Forenbeiträge 2 Tripberichte 1 Galerie-Bilder | Geschrieben: 22.09.09 12:36 |
| Also ich bin mittlerweile der Meinung, dass es nicht wirklich weiterbrigt über die genaue Zusammensetzung verschiedener Wirkstoffe in Naturdrogen zu Diskutieren. Die Effekte eines Trips hängen von so vielen Einflüssen ab, da halte ich es für übertrieben irgendwelche veränderung auf eine geringfügig andere Alkaloidusammensetzung zu schieben, welche zu dem nur spekuliert werden kann. Und wenn Ololiouqui tatsächlich nartürliches LSH enthallten sollte so ist das nicht stabiler als synthetisches. Es spielen aber aller wahrscheinlichkeit nach noch eine ganze Menge anderer Alkaloide eine Rolle, sowohl bei HBWR als auch bei Ololiouqui sodass mensch es sowieso nicht genau sagen kann. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 46 Forenbeiträge 1 Tripberichte | Geschrieben: 22.09.09 14:41 |
| Scheinnormalo schrieb: Um welche Art Ololiouqui handelt es sich? Sind es die gängigen Morning-Glory-Samen (vom ****ominator) oder handelt es sich um eine andere Pflanze? Wikipedia drückt sich in dem Zusammenhang sehr vage aus. Morning Glory hab ich auch ein wenig anders empfunden als HBWR (allerdings nicht wesentlich). Ich glaube allerdings nicht, dass LSH dafür verantwortlich ist. Da muss noch irgend was anderes psychoaktives drin sein. Auffallend ist der ölige Charakter der Samen, wenn man sie einfach kaut (könnte man Öl draus pressen). Naja, das einzige, was wohl wirklich weiterhilft, ist die genaue Analyse der Bestandteile. Die Angaben im Netz sind nicht wirklich hilfreich. Oft ist nicht mal die genaue Pflanzenart aus den Tabellen ersichtlich. Gibt's jemand im Forum, der LSA und LSH quantitativ erfassen kann? von Trichterwinden wie Morning Glory wird wegen des im Vergleich zu HBWR niedrigeren LSA-Gehalts oft abgeraten. Das Argument der vielen unerwünschten Begleitsubstanzen kann man ja auch nachvollziehen. Allerdings frage ich mich schon, warum HBWR nicht traditionell in Indien als Halluzinogen genutzt wurde (von den Wurzeln, etc. abgesehen). Die Trichterwinden in Mittelamerika hingegen schon. Für die Prunktrichterwinden wie MG spricht ausserdem ein ganz wichtiges Argument: sie wachsen bei uns und bilden auch Samen aus. Außerdem sind sie wohl für die Zucht sehr gut geeignet, s. die vielen Sorten im Gartenfachhandel. Wenn man LSA quantitativ einigermaßen leicht nachweisen könnte, wäre es evtl. möglich auf den Wirkstoffgehalt hin zu züchten. Außerdem sind sie wohl einjährig, d.h. man kann eine Zucht auch mal kurzfristig bei Gefahr von der Bildfläche verschwinden lassen, ohne jahrelange Arbeit zu zerstören. Gilt natürlich alles nur, wenn sich die gesetzlichen Gegebenheiten in Zukunft negativ verändern sollten. Rivea corymbosa Alkaloide in Rivea corymbosa d-Lysergsaeureamid, Isolysergsaeureamid, Chanoclavin, Elymoclavin und Lysergol. Die Hauptbestandteile d-Lysergsaeureamidund Isolysergsaeureamid liegen als d-Lysergsaeure-N- (1-hydroxyethyl)amid vor. Quelle: www.ololiuqui.org/drogenpflanzen/pflanzen/ololiuqui Was mich an meinem lowdose trip fasziniert hat ist dass ich absolut keine Nebenwirkungen feststellen konnte. Die 15 Samen die ich verwendet habe wurde als Anfangsdosis bei Schamanischen Ritualen verwendet und lösten bei mit einen milden Trip samt LSA typischer Euphorie und Klarheit der Gedanken aus, sonst nichts anderes was den Trip negativ gestalten könnte. Das hat mich erstaunt, da ich mich unter HWBR oft leicht fiebrig fühle und Schmerzen in den Gelenken verspüre. Von all dem warbei Ololiouqui nichts zu merken. Es hatte eine "reine Signatur". Dies könnte aber auch auf die lowdose zurückzuführensein. Spätestens am Mittwoch weiß ich mehr. Hofe es ist nich unklug die Dosis derart zu erhöhen (auf 30 Samen) aber 28 Samen sind ja auch die für schamanische Rituale eingesetzte Höchstgrenze. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 22.09.09 17:04zuletzt geändert: 22.09.09 18:56 durch (insgesamt 1 mal geändert) |
| Ram Dass schrieb: Rivea corymbosa Alkaloide in Rivea corymbosa d-Lysergsaeureamid, Isolysergsaeureamid, Chanoclavin, Elymoclavin und Lysergol. Die Hauptbestandteile d-Lysergsaeureamidund Isolysergsaeureamid liegen als d-Lysergsaeure-N- (1-hydroxyethyl)amid vor. Quelle: www.ololiuqui.org/drogenpflanzen/pflanzen/ololiuqui Was mich an meinem lowdose trip fasziniert hat ist dass ich absolut keine Nebenwirkungen feststellen konnte. Die 15 Samen die ich verwendet habe wurde als Anfangsdosis bei Schamanischen Ritualen verwendet und lösten bei mit einen milden Trip samt LSA typischer Euphorie und Klarheit der Gedanken aus, sonst nichts anderes was den Trip negativ gestalten könnte. Das hat mich erstaunt, da ich mich unter HWBR oft leicht fiebrig fühle und Schmerzen in den Gelenken verspüre. Von all dem warbei Ololiouqui nichts zu merken. Es hatte eine "reine Signatur". Dies könnte aber auch auf die lowdose zurückzuführensein. Spätestens am Mittwoch weiß ich mehr. Hofe es ist nich unklug die Dosis derart zu erhöhen (auf 30 Samen) aber 28 Samen sind ja auch die für schamanische Rituale eingesetzte Höchstgrenze. Naja, ich will Dir ja den Glauben an die Wirksamkeit von Rivea corymbosa nicht nehmen aber Morning Glory gilt i.a. als weitaus potenter (hab mal den Kratominator gefragt). Folgender Link dürfte ja den meisten bekannt sein:  http:// www.iamshaman.com/hbwr/comparison.htm Da steht irgendwas von 5-mal höherem Alkaloidanteil von MG. Bei den Anteilen der einzelnen Alkaloide steig ich allerdings nicht ganz durch (Hilfe erwünscht). Aber wie gesagt: vielleicht ist weder LSA noch LSH allein für die Wirkung verantwortlich. Im übrigen schätze ich durchaus die Wirkungen eines Low-dose-trips, den man auch mit der Holzrose realisieren kann (am Besten mit Morning Glory kombiniert). Schließlich will ich in erster Linie mein Bewusstsein erweitern und nicht flach liegen. Was mich an der Holzrose stört, sind v.a. die Nebenwirkungen. Vermutlich hat es seinen Grund, warum HBWR keine schamanistische Tradition hat. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 22.09.09 19:32zuletzt geändert: 22.09.09 19:39 durch (insgesamt 1 mal geändert) |
| Also langsam blick ich bei den ganzen Windenarten und Dosierungen nicht mehr durch. Zitat Wikipedia: Zitat: Dosierung: Traditionellerweise werden 15 bis 22 zerriebene Samen in eine halbe Tasse Wasser gegeben. Diese Dosierung erzielte bei Versuchen mit westlichen Personen jedoch keine Wirkung, so wird hierzulande die Dosierung deutlich höher angegeben. Allerdings wird ab 300 Samen an aufwärts meist nur noch von schlechten Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall berichtet. Zudem sollte immer beachtet werden dass Turbina croymbosa als stark giftig klassifiziert ist. Mir ist nicht klar, was die Ursache der unterschiedlichen Dosisangaben ist (15 bis zu 500 Samen). Folgende Möglichkeiten wären denkbar: - genetische Unterschiede bei den Konsumenten (Milch wird nicht überall gut vertragen). - stark schwankender Wirkstoffgehalt an unterschiedlichen Wachstumsstandorten. - mangelnde Kenntnis des schamanistischen Anwendung (evtl. Mischkonsum). - die tatsächlichen Wirkstoffe sind andere als allgemein angenommen. - die Wirkstoffe werden vom Körper anders behandelt (sind vielleicht in irgendwelchen Nanokügelchen drin, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, was weiss denn ich...;-) Das mit dem Standort ist gar nicht so weit her geholt. Pfeilgiftfrösche sind ja auch nur in ihrer natürlichen Umgebung giftig, weil sie das Gift irgendwie über ihre Nahrung kriegen). Eine andere Frage ist: warum wird meistens Morning Glory angeboten, wenn die Wirkung doch eher nachteilig ist. Offensichtlich lassen sich beide Windenarten anbauen. Allerdings ist MG wohl vom Aussehen her beliebter (und fällt evtl. deshalb als 'Abfallprodukt' im normalen Gartenbau an). | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 46 Forenbeiträge 1 Tripberichte | Geschrieben: 22.09.09 21:06zuletzt geändert: 22.09.09 21:35 durch Ram Dass (insgesamt 3 mal geändert) |
| Scheinnormalo schrieb: Naja, ich will Dir ja den Glauben an die Wirksamkeit von Rivea corymbosa nicht nehmen aber Morning Glory gilt i.a. als weitaus potenter (hab mal den Kratominator gefragt). Folgender Link dürfte ja den meisten bekannt sein:  http:// www.iamshaman.com/hbwr/comparison.htm Da steht irgendwas von 5-mal höherem Alkaloidanteil von MG. Bei den Anteilen der einzelnen Alkaloide steig ich allerdings nicht ganz durch (Hilfe erwünscht). Aber wie gesagt: vielleicht ist weder LSA noch LSH allein für die Wirkung verantwortlich. Im übrigen schätze ich durchaus die Wirkungen eines Low-dose-trips, den man auch mit der Holzrose realisieren kann (am Besten mit Morning Glory kombiniert). Schließlich will ich in erster Linie mein Bewusstsein erweitern und nicht flach liegen. Was mich an der Holzrose stört, sind v.a. die Nebenwirkungen. Vermutlich hat es seinen Grund, warum HBWR keine schamanistische Tradition hat. Das hat nichts mit Glauben zu tun sondern mit ausgiebiger Recherche. HBWR ist laut diverser Quellen (u.a. Erowid) die potenteste Quelle für LSA. Rivea corymbosa liegt dahinter, die Morning Glorys sind am wenigsten potent (weswegen man ja auch die meisten Seeds für einen trip benötigt). LAA% Total Alks. % by weight Hawaiian baby wood rose: 0.04 0.30 Ololiuqui: 0.02 0.04 Heavenly Blue: 0.01 0.02 Pearly Gates: 0.02 0.03 Wedding Bells: 0.01 0.03 Quelle: www.erowid.org/plants/hbw/hbw_info1.shtml Das interessante an Ololiouqui ist der geringe Gehalt an toxischen Stoffen (Total Alks. % by weight = 0,04%) und somit deutlich weniger Nebenwirkungen (Magenbeschwerden, Vergiftungserscheinungen etc.). HBWR hat beispielsweise einen Gesamtalkaloidgehalt von 0,30%, also mehr als 7 mal soviele Alkaloide wie Ololiouqui. Der LSA Gehalt bei Ololiouqui ist dagegen nur etwa halb so hoch wie bei HBWR (LAA%=0,02). Aufgrund dieser Informationen habe ich mich entschieden Rivea corymbosa eine Chance zu geben. Der Low Dose Trip auf 15 Seeds war zunächst ein Testversuch meinerseits um die Potenz der Samen herauszufinden, man sollte mit Entheogenen immer vorsichtig sein, vorallem wenn man die Potenz nicht kennt. Außerdem ist Ololiouqui im Gegensatz zu HBWR seit Jahrtausenden rituel genutzt. Das war auch ein Punkt der mir das Interesse an diesen Samen geweckt hat. Edit: Ich hab mir mal deine Quelle angeschaut und diese bestärkt mich in meiner annahme dass Rivea corymbosa wohl sehr starke Wirkstoffschwankungen aufweist je nach alter der Samen. Meist wird sogar berichtet dass von manchen usern hier im westen Selbst bei 100 (!) Samen keine Wirkung festzustellen ist. Laut McKenna, der die Droge im Amazonas in Rituellem Kontext eingenommen hat reichen schon 12 Samen aus um den Schwelle einer "Psychedelic Experience" zu erreichen. Woran liegt also dieser starke Unterschied. Dein Link lässt mich vermuten dass je nach Frische der Samen der LSA Gehalt stark sinkt. Ich jedenfalls habe mit den 15 Samen eine deutlcihe Wirkung verspürt. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 22.09.09 21:27 |
| Ram Dass schrieb: Das hat nichts mit Glauben zu tun sondern mit ausgiebiger Recherche. HBWR ist laut diverser Quellen (u.a. Erowid) die potenteste Quelle für LSA. Rivea corymbosa liegt dahinter, die Morning Glorys sind am wenigsten potent (weswegen man ja auch die meisten Seeds für einen trip benötigt). LAA% Total Alks. % by weight Hawaiian baby wood rose: 0.04 0.30 Ololiuqui: 0.02 0.04 Heavenly Blue: 0.01 0.02 Pearly Gates: 0.02 0.03 Wedding Bells: 0.01 0.03 Quelle: www.erowid.org/plants/hbw/hbw_info1.shtml Sehr interessanter Link, nur steht auf der Seite nirgends was von Rivea corymbosa. Das (bzw. mein) Problem ist doch, daß es offensichtlich verschiedene Ansichten gibt, was unter Ololiuqui zu verstehen ist. Selbst wikipedia läßt mehrere Windenarten für Ololiuqui zu. Zitat: Ololiuqui (auch: Qloliuhqui) ist eine Droge aus den Samen mehrerer, meist zweier Windengewächse (Convolvulaceae). Die wichtigste Art hat den botanischen Namen Turbina corymbosa (Syn.: Rivea corymbosa). Eine weitere Art ist Ipomoea violacea (Syn.: Ipomoea tricolor, Ipomoea rubro-caerulea), sie werden unter der Bezeichnung Morning Glory gehandelt. Welche Sorte ist denn nun bei Erowid gemeint? | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 46 Forenbeiträge 1 Tripberichte | Geschrieben: 22.09.09 21:55zuletzt geändert: 22.09.09 22:04 durch Ram Dass (insgesamt 3 mal geändert) |
| In der "Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen" von Christian Rätsch, welche hierzulande das Standardwerk über den Gebrauch psychoaktiver Pflanzen ist steht folgendes: Zitat: Turbina corymbosa Ololiuquiranke Familie Convolvulaceae (Windengewächse); Convolvuloideae, Tribus Argyreiea Formen und Unterarten Keine Synonyme Convolvidus corytribosa L. Convolvidus coryrribosiis L. Convolvulus domingensis DESR. Convolvulus sidaefolia H.B.K. Convolvulus sidaefolius KUNTH. Ipomoea antillana MILLSPAUGH Ipomoea burrnanni CHOISY Iporrioea corynibosa (L.) ROTH Iponioea dominguensis (DESR.) HOUSE Ipornoea sidaefolia (H.B.K.) CHOISY Ipornoea sidaefolia (KUNTH) CHOISY Rivea corymbosa (L.) HALL. f. Volkstümliche Namen Aguinaldo (Kuba), A-mu-kia, Angelito, Badoh (Zapotekisch), Badoh blanco (»weißes Badoh«), Badoh-shnaash, Badoor, Bejuco de San Pedro (»Ranke des hl. Petrus«), Bidoh shnaash, Bi-to, Coatlxihuitl (Aztekisch »Schlangenkraut«), Coatlxoxouhqui (Aztekisch »grüne/blaue Schlange«), Coatlxoxouqui, Cuan-bodoa, Cuexpalli, Cuetzpallin (»Mauereidechse«), Flor de la virgen (Spanisch »Blume der Jungfrau«), Flor de pascua (Spanisch »Osterblume«), (;rüne Schlange, Guana-lace, Hierba de la virgen (»Kraut der Jungfrau«), Hierba Maria, Hoja del norte (»Blatt des Nordens«), Huan-mei (Chinantekisch), Huan-men-ha-sey, Loquetica, Loquetico (»der Verrückte«), Manta, Mantecön, Manto (»Mantel«), Ma:sungpahk (Mixe »Knochen der Kinder«), M'+'oo quia' see, Mo-ho-quiot-mag, Mo-so-lena (Mazatekisch), Nicuana-laci, Nocuana-laci, Nosolena, Ololiuhqui (Aztekisch »das, welches Drehungen verursacht«), Ololiuqui, Pamaxunk, Pi-too (Zapotekisch), Piule3'°, Quahn shnaash, Sachxoit (Tepehuan), Santa (»die Heilige«), Santa Catarina, Schlangenpflanze, Semillas de la virgen, Senorita (»Dame« ), 'Iäbentun, Trepadora (»Winde«), Tumba caballo (»Grab des Pferdes«), Ua-men-hasey (Chinantekisch), Weiße Trichterwinde, Xtabentum, Xtabentun (Maya »Edelsteinkordel« ), Xtabentün, Yaga-bidoo, Yerba de la serpientes, Yerba de la virgen, Yololique (Nahuat), Yucu-yaha (Mixtekisch) Geschichtliches Der rituelle und medizinische Gebrauch der psychoaktiven Samen der Ololiuquiranke geht weit in vorspanische Zeit zurück. Seit der frühen Kolonialzeit wird die Nutzung der »kleinen Götter« (= Samen) bei den Azteken und anderen mesoamerikanischen Völkern bezeugt. Der divinatorische und medizinische Nutzen wurde schon von Sahagun dokumentiert. Die Pflanze und ihre Eigenschaften wurden zuerst von Hernandez dargestellt. Ximenez hat die Pflanze und ihren Gebrauch in den Cuatrolibros de la naturaleza (1790) beschrieben. Der ausführlichste Bericht stammt von Ruiz de Alarcon. Zu Anfang dieses Jahrhunderts hielt man den Ololiuquigebrauch für ausgestorben. Auch war die botanische Herkunft lange Zeit ungeklärt. So wurde Ololiuqui als Datura innoxia oder Lophophora williamsii gedeutet (SAFFORD 1915, REKO 1934). Früher glaubte man sogar, daß es sich bei Ololiuqui um eine narkotisch wirkende Mohnart (Papaver spp., Argemone mexicana) gehandelt haben müsse (CERNA 1932: 3050. Die botanische Identität von Ololiuqui wurde erst von Richard Evans Schultes in den vierziger Jahren aufgeklärt (DAVIS 1996: 94ff.*, SCHULTES 1941). Die Wirkstoffe wurden zu Anfang der sechziger Jahre von Albert Hofmann isoliert und als Mutterkornalkaloide aus der nächsten Verwandtschaft der Wirkstoffe aus Claviceps purpurea und I.SD erkannt (HOFMANN 1961). Diese Entdeckung war in chemotaxonomischer Hinsicht eine absolute Sensation. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es niemand für möglich gehalten, daß ein primitiver Pilz dieselben Stoffe biosynthetisieren könnte wie eine hochentwickelte Blütenpflanze. Daher stieß Albert Hofmann bei seiner Erstveröffentlichung und bei den ersten Vorträgen auf starkes Mißtrauen und Unglauben. Verbreitung Die Pflanze stammt sehr wahrscheinlich aus dem tropischen Mexiko, ist auch sehr häufig auf Kuba, ebenso auf anderen westindischen Inseln sowie an der nordamerikanischen Golfküste anzutreffen. Sie kommt auch in Zentralamerika vor und hat ihr südlichstes Vorkommen im Amazonasbecken von Südkolumbien (RICHARDSON 1992: 69*). Auf den Philippinen ist die Pflanze schon früh eingeführt worden und hat sich dort verwildert (BRENNEISEN 1994: 1014). Rituelle Verwendung In der kolonialzeitlichen Literatur ist die Pflanze samt ihrer psychoaktiven Wirkung gut bekannt: »Seine Blätter sind schlank, strickartig, klein. Sein Name ist Ololiuhqui. Es berauscht einen; es macht einen wahnsinnig, wühlt einen auf, macht einen toll, macht einen besessen. Derjenige, der es ißt, der es trinkt, sieht viele Dinge, die ihn in hohem Maße erschrecken. Er ist wirklich geängstigt von der großen Schlange, die er aus diesem Grund sieht. Derjenige, der Leute haßt, veranlaßt einen, es im Getränk und in der Nahrung zu verschlucken, um einen toll zu machen. Allerdings riecht es sauer; es brennt ein wenig im Hals. Gegen die Gicht wird es nur auf der Oberfläche aufgetragen.« (SAHAGUN XI, 7) Der spanische Arzt Francisco Hernandez schrieb in seinem Rerum ntedicarurn Novae Hispaniae thesaures über Ololiuqui: »Es gibt in Mexiko ein Kraut, das heißet Schlangenkraut, eine Schlingpflanze mit pfeilförmigen Blättern, die deshalb auch das Pfeilkraut genannt wird. Der Same dient in der Medizin. Zerrieben und getrunken mit Milch und spanischem Pfeffer, nimmt er die Schmerzen weg, heilt allerhand Störungen, Entzündungen und Geschwülste. Wenn die Priester der Indianer mit den Geistern Verstorbener in Verkehr treten wollen, genießen sie von diesen Samen, um sich sinnlos zu berauschen, und sehen dann Tausende von Teufelsgestalten und Phantasmen um sich.« (zit. nach RÄTSCH 1991 a: 193" ) Dem spanischen Missionar Hernando Ruiz de Alarcon verdanken wir die detailliertesten Berichte über den indianischen Gebrauch der Zauberpflanzen (vgl. Lophophora williamsii, Nicotiana rustica). Seine Schriften wurden 1629 unter dem Titel Traktat über die heidnischen Aberglauben, die heute zwischen den Indianischen Eingeborenen Neu-Spaniens lebendig sind veröffentlicht. (Dieses Werk wurde eine Art »Hexenhatrinier«, die juristische Grundlage der Hexenverfolgung in der Neuen Welt.) Über den Gebrauch von Ololiuqui, der mit dem Gebrauch von Peyote gleichgesetzt wird, heißt es darin: »Das sogenannte Ololiuqui ist ein Samen wie Linsen oder Linsenerbsen, der, wenn er getrunken wird, einem die Urteilskraft entzieht. Und das Vertrauen, das diese unglücklichen Eingeborenen in diesen Samen setzen, ist erstaunlich, denn, wenn sie davon trinken, befragen sie ihn wie ein Orakel bei allem, was sie zu wissen wünschen, sogar die Dinge, die über das menschliche Wissen hinausreichen, wie die Gründe für Krankheiten; beinahe jeder von ihnen, der an Schwindsucht, Tuberkulose, Durchfall oder an sonst einer hartnäckigen Krankheit leidet, führt diese auf Verhexung zurück. Und um diese Probleme zu beheben, wie auch Fragen über gestohlene Dinge und Angreifer zu beantworten, lassen sie diesen Samen von einem ihrer zweifelhaften Doktoren befragen, von denen einige genau diese Aufgabe haben, nämlich den Samen zu solchen Befragungszwecken zu trinken, und diese Art von Doktor wird payni genannt - wegen dieser Aufgabe, für die er sehr gut bezahlt wird, und sie bestechen ihn auf ihre Art mit Essen und Trinken. Falls der Doktor diese Funktion ablehnt oder sich von dieser Tortur befreien möchte, rät er dem Patienten, den Samen selbst zu trinken oder eine andere Person, für deren Dienste sie genau wie für den Doktor bezahlen, aber der Doktor bestimmt für ihn den Tag und die Stunde, zu der er ihn trinken soll, und er sagt ihm, zu welchem Zweck. Endlich, ob es der Doktor selbst oder eine andere Person an seiner Stelle ist, um diesen Samen zu trinken, oder einen namens Peyote, der eine andere kleine Wurzel ist, und zu dem sie das gleiche Vertrauen zeigen wie zu den ersteren, schließt er sich in einen Raum ein, der üblicherweise sein Gebetsraum ist, und wo keiner hinein darf, während der ganzen Zeit der Befragung, die so lange andauert, wie der Befrager nicht bei Sinnen ist, denn das ist die Zeit, in der, wie sie glauben, das Ololiuqui oder Peyote ihnen das Gewünschte eröffnet. Sobald der Rausch oder der Entzug der Urteilskraft vorbei ist, erzählt der Betroffene zweitausend Schwindel, unter welche der Teufel meistens ein paar Wahrheiten streut, so daß er sie vollkommen getäuscht oder betrogen hat. ( . . . ) Sie machen auch Gebrauch von dem Trank, um Dinge zu finden, die gestohlen, verloren oder verlegt wurden, um zu erfahren, wer sie genommen oder gestohlen hat. (. . . ) Wenn der Ehemann die Frau oder die Ehefrau den Mann verläßt, dann ziehen sie ebenfalls ihre Vorteile aus dem Ololiuqui, und in diesem Falle arbeiten Einbildungskraft und Phantasie genauso, und sogar besser als in den Fällen von Krankheit, weil in diesem zweiten Falle Mutmaßungen spielen, die Grund für stärkere Verdächtigungen liefern, und so funktioniert es mit größerer Kraft während des Rausches, denn man kann gut sehen, daß eine Person leicht davon überzeugt werden kann, daß ein anderer seine Frau oder sein Eigentum gestohlen hat. ( . . . ) Endlich machen diese Propheten Gebrauch von Ololiuqui oder Peyote, um diese Rätsel zu lösen, in der Art wie schon beschrieben. Dann sagen sie, daß ihnen ein ehrwürdiger alter Mann erschiene, der sage, er sei der Ololiuqui oder der Peyote, und daß er auf ihren Ruf hin erschienen sei, um ihnen in allem, was nötig sei, zu helfen. Denn, wenn er über den Diebstahl oder die verschwundene Frau befragt wird, antwortet er, wo oder wie sie sie oder jenes finden könnten. ( . . . ) Hier sollte genau beachtet werden, wie sehr diese armen Leute ihren Aberglauben des Ololiuqui und Peyote vor uns verbergen, und der Grund dafür i,':, wie sie bekennen, daß, eben der, den sie befragen, ihnen befiehlt, es uns nicht zu enthüllen. (...) Dies entschuldigen sie mit den Worten ipampa amo nechtlahueliz, was in etwa bedeutet, „damit der Ololiuqui sich nicht zu meinem Feind erklärt“.« (RUIz DE ALARCON I, 6) Diese Verwendung der Ololiuquisamen hat sich bis heute bei den Zapoteken, Mixteken, Mazateken und Mixe in gleicher Form mit nur geringen Variationen gehalten. Bei den Mixe gilt die Pflanze bzw. deren Teile (Samen usw.) als apotropäisch. Mit den entsprechenden Pflanzenteilen hält man die Hexen vom Hause fern. Die Samen werden in der gleichen Weise benutzt wie die Pilze (vgl. Psilocybe mexicana). Als Dosis werden 26 Samen angegeben (LIPP 1991: 190*). Für die Zapoteken ist die Pflanze heilig »wie ein kleiner Gott«; für divinatorische, hellseherische und medizinische Zwecke werden 13 einzelne Samen oder 13 Paare von Samen (= 26) eingenommen (FIELDS 1968). Die Samen werden pulverisiert (möglichst von einer Jungfrau) und, in Wasser aufgeschwemmt, eingenommen. Angeblich sollen sie in manchen Gegenden auch zu Schnupfpulver verarbeitet werden (FORST 1976b: 155*). Wenn die Samen geerntet werden, soll der Patient folgendes Gebet an die Pflanze richten (FIELDS 1968: 206): »Hier komme ich, um etwas von Dir zu kaufen. Mit Deiner Erlaubnis, wirst Du meine Krankheit heilen.« Einige Stunden nach der Einnahme der Samen werden dem Patienten in einem traumartigen, hypnotischen Zustand wesentliche Dinge offenbart. Zwei Kinder (niige) oder die badoh-Pflanze selbst erscheinen dem Kranken und erzählen ihm den Grund seiner Krankheit. Meistens stammelt der Patient vor sich hin. Seine Laute und Worte werden von der curandera gedeutet. Nach der Sitzung bespricht sie mit dem Patienten die Botschaften der Pflanze (FIELDS 1968: 207). Der medizinische und rituelle Gebrauch der Ololiuquiwinde ist im Mayagebiet (Yucatän) bereits für die Kolonialzeit belegt. Sie wird unter dem Namen xtabentum, »Edelsteinkordel«, durchgängig in den Mayalexika geführt und im Libro dej Judio beschrieben: »Die Pflanze, tabentun, ist eine Ranke, die weiße Blüten bekommt. Sie ist häufig in den Gärten. Ihre Qualität ist „gemäßigt“ und sie hat viele Wirkungen; die bekannteste ist für die, die nicht urinieren können. Sie kann die Kanäle, in denen ein Stein ist, öffnen. Von ihren Blüten holen die Bienen Honig.« (RÄTSCH 1986a: 232 ) Honig spielte im Kult der Maya eine hervorragende Rolle bei der Zubereitung des leicht alkoholischen Ritualtrankes Balche'. Dessen Gebrauch reicht weit in die klassische Mayazeit zurück und ist auch heute noch in Yucatan bekannt. Der xtabentum-Honig wird gerne zur Herstellung von Balche' benutzt, da er dessen Wirkung verbessert. Die Samen werden auch mit Balche' eingenommen. Ein Mayaschamane (h-rrien) erzählte über xtabenturn folgendes: »Besonders wenn man sie frisch erntet, zermahlt und als Getränk einnimmt; und wenn man genügend davon trinkt, sieht man Tausende von Geistern, hat man Fühlung mit dem Teufel und der Hölle ... Wenn einer etwas Wertvolles verliert, geben wir ihm Xtabentum zu trinken. Bevor er einschläft, sagen wir ihm immer wieder ins Ohr: „Wo ist der verlorene Gegenstand.“ Und wir beschreiben ihn. Er wird im folgenden Xtabentum-Schlaf klarsichtig und sehen, wo der Gegenstand liegt. Und wenn er gestohlen wurde, wird er den Dieb erkennen. Da der Schlaf nicht tief ist, können wir durch wiederholten Anruf mit ihm reden, wie mit Menschen in Hypnose. Er wird klare Antworten geben, doch langsam und stockend. Im Xtabentumrausch wird einer auch schwach und bedauert seine Sünden. Er gibt alles zu, wenn man ihn fragt ...« (LEUENBERGER 1979: 83f.') Also Ololioqui = Rivea corymbosa | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 22.09.09 22:13 |
| Ram Dass schrieb: Also Ololioqui = Rivea corymbosa Prima, dann gibt es also tatsächlich eine nebenwirkungsärmere Windenart mit brauchbarem Wirkstoffgehalt. Tut mir leid, daß ich so penetrant nachgefragt habe, aber es scheint da im Netz ziemliche Verwirrung zu herrschen (s.Wikipedia-Artikel). Am besten ich kontaktiere einfach nochmal den Kratominator, ob er evtl. ebenfalls Rivea corymbosa anbieten kann. Vielleicht sinken dann die Preise. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 22.09.09 22:39zuletzt geändert: 23.09.09 08:20 durch (insgesamt 1 mal geändert) |
| Ram Dass schrieb: Edit: Ich hab mir mal deine Quelle angeschaut und diese bestärkt mich in meiner annahme dass Rivea corymbosa wohl sehr starke Wirkstoffschwankungen aufweist je nach alter der Samen. Meist wird sogar berichtet dass von manchen usern hier im westen Selbst bei 100 (!) Samen keine Wirkung festzustellen ist. Laut McKenna, der die Droge im Amazonas in Rituellem Kontext eingenommen hat reichen schon 12 Samen aus um den Schwelle einer "Psychedelic Experience" zu erreichen. Woran liegt also dieser starke Unterschied. Dein Link lässt mich vermuten dass je nach Frische der Samen der LSA Gehalt stark sinkt. Ich jedenfalls habe mit den 15 Samen eine deutlcihe Wirkung verspürt. Hab grad gefunden, daß zur Erhöhung des Wirkstoffgehalts bei der Holzrosen- und Trichterwindenzucht mit gewissen Tricks gearbeitet wird. Als Quelle wird folgendes Buch angegeben: Home Grown Highs by Mary Jane Superweed Anscheinend kann man den Wirkstoffgehalt während des Wachstums künstlich beeinflussen. Ob sich irgend jemand auf Madagaskar wirklich diese Mühe macht? Ach ja, noch die Quelle:  http:// www.erowid.org/psychoactives/cultivation/cultivation_growing-the-hallucinogens.shtml#MORNINGGLORY Zitat: The methods of increasing the alkaloid content of morning glories (see "Morning Glory") may be applied to this vine. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 1 Forenbeiträge | Geschrieben: 23.09.09 00:08 |
| Hat das Zeug eigentlich mal jemand durch die Kaffeemaschine gejagt? Also so mit Kaffee oder so? Soll ja laut WIKI erst bei 240°C zerfallen... | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 46 Forenbeiträge 1 Tripberichte | Geschrieben: 23.09.09 02:07 |
| Auf jeden Fall bin ich auf meinen 30 Samen Trip morgen gespannt. Ich werde euch davon berichten. Falls die 30 Seeds einen starken Trip ermöglichen öhne die toxischen nebenwirkungen dürfte Ololiouqui eine sinnvolle Alternative zu HBWR sein. Falls nicht, dann sind wir wenigstens schlauer. | |
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Ex-Träumer
dabei seit 2004 10.634 Forenbeiträge | Geschrieben: 23.09.09 11:36 |
| Scheinnnormalo schrieb: wikipedia schrieb: Ololiuqui (auch: Qloliuhqui) ist eine Droge aus den Samen mehrerer, meist zweier Windengewächse (Convolvulaceae). Die wichtigste Art hat den botanischen Namen Turbina corymbosa (Syn.: Rivea corymbosa). Eine weitere Art ist Ipomoea violacea (Syn.: Ipomoea tricolor, Ipomoea rubro-caerulea), sie werden unter der Bezeichnung Morning Glory gehandelt. Welche Sorte ist denn nun bei Erowid gemeint? Bei wiki steht es einfach falsch und erweckt den Anschein, dass Morning Glorys zu Ololiuqui zu zählen ist. Nochmal zur Klarheit: Argyreia nervosa = HBWR Rivea corymbosa = Ololiuqui Ipomoea tricolor = MG | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 23.09.09 13:34zuletzt geändert: 23.09.09 13:38 durch (insgesamt 1 mal geändert) |
| Clovenhoof schrieb: Bei wiki steht es einfach falsch und erweckt den Anschein, dass Morning Glorys zu Ololiuqui zu zählen ist. Nochmal zur Klarheit: Argyreia nervosa = HBWR Rivea corymbosa = Ololiuqui Ipomoea tricolor = MG Danke für die Klarstellung. Am besten ich benütze in Zukunft die Bezeichnung Rivea corymbosa, dann gibt es (hoffentlich) keine Verwechslungen. Was mich (und wahrscheinlich auch andere) allerdings wirklich interessiert, ist, ob Rivea corymbosa die erhofften Eigenschaften hat (Gutes Wirkungs/Nebenwirkungs-Verhältnis). Gut das Ram Dass den Test auf sich nimmt, denn ich kann mir z.Zt. einfach nicht wg. jeder neuen Idee Körner einwerfen. Derzeit arbeite ich noch an Möglichkeiten zur verträglicheren Wirkstoffaufnahme. Der Ansatz, den Körper nicht schlagartig damit zu konfrontieren, sondern die Sache sozusagen 'einschleichen' zu lassen, scheint erfolgversprechend. Neben den mit Gummi Arabicum gebundenen Kapseln teste ich ein Morning-Glory-Bonbon (aus Zucker, Gummi Arabicum, MG und Vitamin-C), mit dem ich testen will, ob eine langsame Wirkstoffaufnahme ohne die Nachteile des Kauens möglich ist (allerdings nur low-dose, Gesundheit geht vor). | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 24.09.09 08:53 |
| Mein Morning-Glory-Bonbon-Test hatte gravierende gesundheitliche Nebenwirkungen. Ich muss heute zum Zahnarzt, weil mir ein Zahn zu Bruch gegangen ist. Es ist gut, daß Gesundheitsexperten immer wieder vor der Gefährlichkeit von Süßkram warnen, die Sachen sind nicht zu unterschätzen. Im Ernst: In dieser Form ist MG wesentlich besser zu konsumieren, schon allein, weil einem nicht mehr die ganze Brühe im Mund zusammenläuft. Der Geschmack von MG läßt sich allerdings nicht ganz überdecken. Wg. Übelkeit kann ich wenig sagen, da die Dosis dazu einfach zu gering war (25 Körner). Es ging mir nur um die prinzipielle Machbarkeit. Bei meinen Versuchen muss ich jetzt erstmal eine Pause einlegen, obwohl ich noch einige Ideen auf Lager hätte. Eine ganz wichtige Sache, die bei HBWR noch irgendwann ansteht: Trennung von Kernschale (die echte Schale, nicht Pelz oder Häutchen) und Mark und Test auf Wirkstoffgehalt. Keine mir bekannte Untersuchung hat bisher die Teile des Samens getrennt betrachtet. Mit etwas Glück sind die positiv bzw. die negativ wirkenden Substanzen nicht homogen verteilt. Dann könnte man allein durch die Verarbeitung eine bessere Verträglichkeit erreichen. Nochmal: Es geht nicht um die üblicherweise sowieso durchgeführte Entfernung des Pelzes und der weissen Haut, sondern um den eigentlichen Kern. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 24.09.09 20:03zuletzt geändert: 25.09.09 19:39 durch (insgesamt 3 mal geändert) |
| Noch'n Nachtrag zu den MG-Bonbons: Hab noch mal ne ganz andere Geschmackrichtung und andere Zusammensetzung probiert: geschmolzene 85%-Schokolade+Gummi Arabicum+Ahorn-Sirup (nicht zu viel) Die 85% sind der Kakao-Gehalt, die einzelnen Anteile sind Augenmaß. MG wird nach dem Erhitzen untergerührt. die Konsistenz ist optimal. Man erhält eine gut knetbare Bonbonmasse mit wenig Zucker. Die Bonbons sind nach dem Abkühlen zäh-elastisch bis hart und lösen sich viel langsamer auf als Zucker-Bonbons. Der Geschmack passt viel besser zu MG oder HBWR als der süß-saure Vitamin-C-Geschmack. 'Go with the flow' ist wohl auch beim Geschmack die Devise. Die Bonbons auf dem Bild sind handgeknetet, also noch keine Kunstwerke. [img]http://www.land-der-traeume.de/bilder/users/17668-2.jpg?47485387[/img] Noch schnell was anderes: Um den Pelz und die weiße Haut bei HBWR-Samen zu entfernen, habe ich eine neue Methode ausprobiert. Man füllt einen Beutel mit Vogelsand und den Körnern. Dan knetet man den Beutel mit beiden Händen längere Zeit durch. Dadurch werden die Körner abgeschmirgelt. Klappt ganz gut, kann aber noch optimiert werden. Ich hatte keinen Beutel und habe einen Luftballon genommen. Hat auch sehr gut funktioniert. Vogelsand ist billig und unbedenklich, aber es gibt sicher bessere Schleifmittel. Was ist der Vorteil: Parallelverarbeitung (viele Körner auf einmal) und die Beutelkneterei hat doch irgendwie auch was Kultiges (so wie Rauchutensilien). ![]() Nachtrag: Wenn man einen Löffel Kieselerde zusetzt, wird der Sand deutlich griffiger. Die Samen sind zwar danach ganz weiß, aber man wäscht sie ja eh kurz ab, um Reste der Haut erkennen zu können. | |
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Geschrieben: 22.09.09 12:36