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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Abhängigkeitsentwicklung bei Schmerzpatienten?


Seite (Beiträge 1 bis 15 von 17) »

AutorBeitrag
Ex-Träumer
  Geschrieben: 14.02.10 05:48
Im Tramathread ist eine Diskussion entstanden welche ich durchaus interessant finde, den Thread aber etwas zu sehr offtopic führte. Würde mich freuen, wenn an dieser Stelle weitere User ihre Meinungen und Erfahrungen posten würden.

So fing es an: klick

lg, Muetzi
 
Traumland-Faktotum

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  Geschrieben: 14.02.10 13:50
Ich hatte mir das mal von einem Arzt erklären lassen und die Erklärung war halt genau die, dass man die psychische Opi Wirkung als Schmerzpatient nicht oder erst sehr spät und zu schwach mitbekommt. Die Psyche spielt beim Entzug sowieso die größte Rolle und wenn man einfach nicht drauf wartet, gleich einen so schlimmen Entzug zu bekommen und von der gewohnten Hochstimmung rausgerissen zu werden (hier entsteht schon eine unbewusste Angst), dann ist auch alles halb so wild.

Ein Schmerzpatient nimmt das Medikament ja gegen die Schmerzen und nicht um high zu werden (was trotzdem passieren kann). Seine Erwartung beim Absetzen sind lediglich die, dass wieder Schmerzen entstehen. Dieses Hochgefühl, wie es Leute kennen wie ich, die es nur nehmen, um sich zu berauschen, kennen viele Schmerzpatienten oft nicht, zu mal ihre Dosis auch wirklich nur so gehalten werden soll, dass gerade so die Schmerzen verschwinden.

So wir nehmen es ja, um uns von normal oder schlechtem Zustand in einen euphorischen zu beamen, was wiederhin gleich zur Gehirnvernetzung führt - Tablette=gutes Gefühl und später - keine Tablette=schlimmes Gefühl. Man muss hier auch immer bedenken, dass die Dosis das Gift macht.

Aber ich hab selbst schon Schmerzpatienten erlebt, die bei Dosisverringerung dann ganz derb depressiv wurden, aber das waren dann auch Leute, die z.B. Oxycodon von 90mg auf 60mg gesetzt wurden in einem Schritt (Beachtet die Dosis ^^).

Also mein Resümee, keiner bleibt von einer Abhängigkeit verschont, es kommt auf die Dosis an und wie man die Sache nutzt.
 
Abwesender Träumer



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ICQ MSN
  Geschrieben: 14.02.10 14:24
Kann Ich sdh nur zustimmen. Meiner Meinung nach kommt noch ein anderer psychischer Aspekt mit ins Spiel.

Und zwar der, der uns wissen lässt das wenn man auf Entzug ist mit einer kleinen Tabletten/einem kleinen Schuss/was auch immer.. sofort wieder normal ist. Sonst finde Ich die Stadien I - II (laut "Opioidentzugentschärfungsleitfaden" oder wie das Doc heißt, aus dem df.us) nicht schlimmer als eine Grippe. Die Stadien III und IV sind schon was anderes. Aber die erreichen die meisten Konsumenten eh nur selten. Die meisten Leute die sich mit Pharmaopis wie Trama oder Tili berauschen schon gar nicht. Sowas passiert eher wenn die Schmerzpatienten komplett kalt entziehen (so ein Fenta oder OC Affe ist schon heftig) oder bei H (gerade i.v.lern) Konsumenten.

Ich wünsche mir bei jeden Entzug Ich könnte vergessen wie Ich mich sofort wieder in den normalen Zustand bringen kann, dann wären die Entzüge ein Kinderspiel.

Deswegen denke Ich auch, sofern Schmerzpatienten nicht wirklich die hohe Rauschqualität der Opioide entdeckt haben/oder nicht mögen, haben sie sicher keine psychische Abhänigkeit - höchstens in sofern das sie halt davon Abhänig weil Sie etwas brauchen um ihre Schmerzen zu bekämpfen. Ist aber schwer hier eine Grenze zu ziehen, die meisten "hedonistischen" Gebraucher wollen ja auch Schmerzen bekämpfen, nur eben seelische. Zu der Thematik gefielen mir immer Karlox Meinungen und Geschichten; auch wenn er ein heftiger Diktator wäre - hätte er irgendwelche Entscheidungsbefügnisse.

Körperlich sind sie ja genau so drauf wie hedonistische Gebraucher, aber man kann ja abdosieren. Den Körperlichen Entzug fand Ich noch nie so heftig. Ich geh da meistens ein paar Schritte spazieren (hab dann irgendwie immer Energie).

Aber von 90 mg OC auf 60 mg, halte Ich irgendwie für fahrlässige Körperverletzung. 30 mg sind nicht 30 mg, wenn man mal annimmt das jemand von 30 mg auf 0 mg geht. Aber trotzdem, ist ein Drittel Dosis weg. Woah, Ich meine von 30 mg auf 10 mg ists auch ein Drittel und das hab Ich bei OC schon erlebt. Ist die Hölle (auch mein härtester Körperlicher).
’Das Erschreckende ist nicht was Drogen aus Menschen machen, sondern was Menschen aus Drogen machen.’


HIV, kommt das von H i.v. ?
Traumland-Faktotum

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  Geschrieben: 14.02.10 14:36
Joa das war so ein tolles Krankenhaus, da war man als Süchtiger der letzte Dreck (bis auf 2 ärztliche Ausnahmen) und auch abhängige Schmerzpatienten wurden da so behandelt. Ich hab dem auch gesagt, er solle doch den Ärzten mal unverkennlich klarmachen, was die ihm da antun. Nicht leicht, wenn man sich in so einem Zustand gerade so auf den krampfenden Beinen halten kann. Als ich dann später dort nochmal zu Besuch war, war er wieder wohl auf. Ganz klar wurde die Dosis wieder erhöht ^^.

Naja zurück zum Thema, dass man als Suchti gleich i neine Schublade gesteckt wird, da man selbst dran schuld sei und man unschuldigen Patienten die Plätze wegnehmen würde, wissen wir ja wohl schon. doh
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 14.02.10 19:43
Beachten sollte man auch den Umstand, daß Schmerzpatienten ihre Dosis oft gleich nach dem Aufstehen nehmen. Also, sofern der
Patient noch arbeiten kann, nimmt er das Mittel direkt bevor er ins Geschäft geht. Eine drückende Opi sedierung wird
da eher als hinderlich empfunden. Es ist eben gerade anders rum... der Schmerzpatient will ja aktiv sein, sich bewegen können
ohne Schmerzen, die damit verbundene psychische Belastung reduzieren - um gut durch den Tag zu kommen.
Jeder der mal eine ordentliche Dosis Opiate hatte weiß wie unangenehm Aktivität auf Opiaten sein kann, bzw
wie wenig Lust man da auf Bewegung hat...
Ein weiterer Grund könnte die "Überwachung" durch den behandelnden Arzt sein. Also wenn man zwei Wochen früher
sein Rezept auffrischen lässt als ausgemacht, wird der Doc not amused darüber sein... und gegebenenfalls noch ein
bissl Novalgin und/oder Lyrica oben drauf packen anstatt die Opi Dosis zu erhöhen... während der "aus Spaß Konsument" eher
die Opiatdosis eigenmächtig weiter erhöhen würde... wohin das führt ist ja absehbar.

 
Abwesender Träumer



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ICQ MSN
  Geschrieben: 14.02.10 21:13
Ich nehme Opioide auch meistens gleich nach dem Aufstehen (naja bin auch abhänig), 15 Minuten warten und wenn Ich dann was esse fährt es stärker ein als auf sonst irgendeine Art und Weise (wenn Ich die Opis oral auf nüchternen Magen nehme und nichts essen wirken sie kaum, sobald Ich dann was gegessen habe geht es ab - komisch, am besten fettiges).

Ich denke das spielt eher eine Rolle für einen konstanten Spiegel. Der ja sehr wichtig ist, außerdem trägt so ein konstanter Spiegel weniger zu einer körperlichen (und damit auch psychischen) Abhänigkeit bei, als so ein leichtes Hoch- und Runterdosieren die ganze Zeit. Zumindest merke Ich das bei mir.


’Das Erschreckende ist nicht was Drogen aus Menschen machen, sondern was Menschen aus Drogen machen.’


HIV, kommt das von H i.v. ?
Ex-Träumer
  Geschrieben: 14.02.10 21:32
@ KingMaggi
"wenn Ich die Opis oral auf nüchternen Magen nehme und nichts essen wirken sie kaum, sobald Ich dann was gegessen habe geht es ab - komisch, am besten fettiges"

ich denke das das daran liegt das dein Magen dann erst "wach wird" oder?
also wenn er nur ne Tablette/Kapsel mit nem Schluck Wasser bekommt, wird der doch warscheinlich wenig bis garnichts tun oder?

 
Abwesender Träumer



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ICQ MSN
  Geschrieben: 14.02.10 21:56
Hm, könnte sein. Ich dachte sonst immer eher das das gute (Endrphin- und auch direkter Dopaminausstoß) Belohnung fürs ersten den Opirauscht pusht.

Aber deine Erklärung klingt logisch. Danke fürs Rätsel lösen. Nun aber back to topic.
Hat jemand noch eine andere Idee weswegen Schmerzpatieten weniger anfällig sind für psychische Sucht?



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HIV, kommt das von H i.v. ?
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 14.02.10 22:21
In der modernen Schmerztherapie werden häufig retardierte Präparate verwendet. Das vermindert die erwähnten
Schwankungen des Spiegels.

Zu der Sache mit dem leeren/vollen Magen. Also Ich habe ähnliches beobachtet und vermute ja das es u.a. mit einer Art
Synergie von natürlichen Endorphinen mit dem zugeführten Opiat zusammenhängt.
Ähnlich ist es auch mit Benzodiazepinen, die ja besser wirken wenn man was gegessen hat - da Nahrung allein ja
auch schon einen beruhigenden Effekt hat ("Fressnarkose").
Weiterhin könnten die von der Nahrung zur Verfügung gestellten Vitamine und Nährstoffe den Metabolismus "schmieren" ...
Also Tryptophan wirkt ja auch besser wenn man bestimmte B-Vitamine dazu nimmt, weil es dann eben reibungslos verstoffwechselt werden kann.

Also, wie so oft, ein zusammenspiel verschiedener Faktoren...
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 18.03.10 00:02
der thread ist zwar schon älter, aber ich melde mich trotzdem mal zu wort.

mein drogendoc hat auf die frage nach suchtgefahr gemeint "wenn sie ein suchtpotential hätten, dann müsste ich ihnen nicht erst starke opioide verschreiben, damit sie es entdecken" (habe davor schon sehr viele andere medikamente genommen)

in bezug auf schmerzpatienten hat er da wohl sehr recht. die meisten haben davor schon sehr viel anderes ausprobiert. das heisst, sie wären wohl schon süchtig, wenn eine "veranlagung" besteht.

zweites setzte ich als schmerzpatientin substanzen ab, sobald ich eine psychische wirkung spüre. mein ziel ist es normal zu leben...
leute denen es um den rauscheffekt geht, fangen dann erst richtig an...
 
Abwesende Träumerin

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  Geschrieben: 18.03.10 02:18
Dea Aisi schrieb:
der thread ist zwar schon älter, aber ich melde mich trotzdem mal zu wort.

mein drogendoc hat auf die frage nach suchtgefahr gemeint "wenn sie ein suchtpotential hätten, dann müsste ich ihnen nicht erst starke opioide verschreiben, damit sie es entdecken" (habe davor schon sehr viele andere medikamente genommen)

in bezug auf schmerzpatienten hat er da wohl sehr recht. die meisten haben davor schon sehr viel anderes ausprobiert. das heisst, sie wären wohl schon süchtig, wenn eine "veranlagung" besteht.

zweites setzte ich als schmerzpatientin substanzen ab, sobald ich eine psychische wirkung spüre. mein ziel ist es normal zu leben...
leute denen es um den rauscheffekt geht, fangen dann erst richtig an...


Komischer Arzt ist das, ich hatte noch nie was am Hut mit Drogen und bin als Schmerzpatientin durch Tramal auf den Geschmack gekommen.
Was die Ärzte so alles erzählen doh ne ne ne also echt.


 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 18.03.10 08:44
Sonja schrieb:
Dea Aisi schrieb:
der thread ist zwar schon älter, aber ich melde mich trotzdem mal zu wort.

mein drogendoc hat auf die frage nach suchtgefahr gemeint "wenn sie ein suchtpotential hätten, dann müsste ich ihnen nicht erst starke opioide verschreiben, damit sie es entdecken" (habe davor schon sehr viele andere medikamente genommen)

in bezug auf schmerzpatienten hat er da wohl sehr recht. die meisten haben davor schon sehr viel anderes ausprobiert. das heisst, sie wären wohl schon süchtig, wenn eine "veranlagung" besteht.

zweites setzte ich als schmerzpatientin substanzen ab, sobald ich eine psychische wirkung spüre. mein ziel ist es normal zu leben...
leute denen es um den rauscheffekt geht, fangen dann erst richtig an...


Komischer Arzt ist das, ich hatte noch nie was am Hut mit Drogen und bin als Schmerzpatientin durch Tramal auf den Geschmack gekommen.
Was die Ärzte so alles erzählen Bild: https://www.land-der-traeume.de/bilder/symbole/doh.gif


in glaube nicht, dass er im bezug auf mich so falsch liegt. ich habe einige monate tramadol genommen und hatte keinerlei probleme mit dem absetzen. genau so wie ich einiges an benzos hier habe. und auch damit hatte ich nie ein problem...

vor allem kombiniere ich mit der zeit gerne mit thc. durch die wirkungsverstärkung der anderen medikamente, dosiere ich meine schmerzmittel u.a. oft mehr runter als rauf...
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2009
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1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 18.05.10 16:59
Ich muss dazu anmerken, dass man als Schmerzpatient sehr wohl high wird! Ich hatte bei meinem ersten mal Tramadol wirklich schlimme Schmerzen an Becken und Handgelenk, welche danach zwar immernoch vorhanden waren, jedoch war ich in einer solchen Euphorie dass diese mir egal waren.

Das Problem an Opioiden ist, dass man wahrscheinlich sein ganzes Leben lang dem ultimativen Gefühl nachläuft dass man verliehen bekommt.
 
User gesperrt

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  Geschrieben: 18.05.10 17:39
zu der konstanten wirkspiegel theorie die ja von der gängigsten medizin vertreten wirt halte ich persöhnlich bei mir für schlechter als ein leichtes auf und ab was zwar nervig ist aber die second messenger systeme die verändern sich ned so schnell und es gibt nen bereich wo auch sex wunderbar klapt was auf dauermedikation opioiden ned so der fall ist.
ich bin ja immer noch überzeugt das viel sex ( wixxen ) der körper ned so schnell verlernt eigene endorphine zu produzieren und somit auch ein entzug nicht tzu hart wird.
aber da reagiert jeder körper anders nur erzählt wie ich es bei mir feststelle.
mfg
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2010
5 Forenbeiträge

  Geschrieben: 27.06.10 11:24
Huhu,
ich hab seit Jahren zwei kaputte Bandscheiben. Ich nehme hier ständig irgendwelche Schmerzmittel ein. Mal mehr mal weniger je nach befinden halt. Es variiert von Declofenac zu Tramadol bis hin zu BTM Rezept.

Bei Tramadol hatte ich nie Probleme gehabt damit irgendwie aufzuhören. Irgendwann wurde es abgesetzt und dann blieben die Schmerzen entweder weg oder kamen wieder. Wenn sie zurück kamen, war es halt zu früh. Selbst wenn ich 600mg am Tag über mehrere Wochen genommen habe, gab es nie Probleme.

Bei den BTM Sachen sieht es ganz anders aus. Ich glaube, ich werde die erste Erfahrung damit nicht vergessen. Es war einfach der Wahnsinn. Aber das gehört hier ja nicht mit rein. Fakt bei mir ist aber, das es unwarscheinlich bescheiden ist wenn diese wieder abgesetzt werden. Man fühlt sich nur noch beschissen. Ich kann nicht mehr schlafen. Dazu dann starke Kopfschmerzen und die Gedanken drehen sich die ganze Zeit nur um den einen Stoff.

Nach 3-5 Tagen ist es dann vorbei. Eingenommen hab ich das Zeugs aber immer wie es verordnet wurde. Hab schon einige male mit dem Gedanken gespielt einfach mal mehr zu nehmen. Aber da ist die Angst zu groß, das es am Ende nicht mehr bei den Schmerzen hilft.

 

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