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Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 04.07.11 14:42
Hallo Community,

Mir ist klar das es zum Gbl Entzug schon einige Treads gibt ich hoffe es ist trotzdem in Ordnung das ich einen neuen erstellt habe. Allerdings weiß ich nicht genau ob er hier richtig ist, er würde wohl auch unter Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme passen und wohl teilweiße auch in den Gbl Sammeltreat, neija wenner hier nicht passt verschiebt ihn halt.

Ich habe meinen Post in mehrere Teile gegliedert in Zu mir und meiner „Drogenkarriere“: berichte ich hauptsächlich und erzähle von mir da sind aber noch keine Fragen also die Fragen stehen weiter unten wenn ihr also keinen Bock auf mein Gelaber habt versteh ich das.

Mein Vorhaben:
Ich möchte in den nächsten 2-4 Wochen einen Gbl-Entzug starten und dann auch Clean bleiben, dass heißt nie mehr etwas mit Gbl zu tun haben. Ich habe diesen Tread hauptsächlich eröffnet weil ich noch einige Fragen habe: zum Entzug selbst, zu der Vorbereitung auf den Entzug selbst und auch einige allgemeine Fragen außerdem sind mir eure Erfahrungen zu bestimmten Punkten ganz wichtig.

Zu mir und meiner „Drogenkarriere“:
Ich konsumiere seit Anfang Februar 2010 durchgehend Gbl also seit knapp 1 ½ Jahren.
Zum ersten mal auf Gbl aufmerksam geworden bin ich hier im Forum. Gbl ist abgesehen von ein paar Zügen am Joint, 2gr. Speed und einem Tilidintrip die einzige Droge die ich je konsumiert habe
(Alk. Jetzt mal nicht mitgerechnet)
Abgelaufen ist das ganze so:
Hatte Anfang Februar meine erste 250 ml Bottel bestellt nachdem die angekommen war hat es erst mal 3 tage gedauert bis ich das teil überhaupt angerührt habe, weil ich schon irgendwie Angst hatte, hatte bis dato ja noch keinerlei Drogenerfahrung meine Erste Dosis fiel dann auch recht zaghaft aus 0,4 ml (hab immer mit Spritze dosiert) nachdem ich davon kaum etwas bemerkt habe 2 Stunden später 0,8 ml diese 0,8 ml hab ich als sehr unangenehm empfunden es war so ein bisschen wie vor einer OP:
ihr liegt auf dem Op-Tisch der Narkose Arzt setzt die Spritze mit dem Narkosemittel an den Zugang an und drückt ab, die Schwester drückt euch die Sauerstoffmaske aufs Gesicht und ihr bekommt nach ein paar Sekunden das Gefühl nicht mehr richtig Atmen zu könne jeder Luftzug ist extrem schwer und kostet total viel Kraft so ein ähnliches Gefühl wenn auch etwas schwächer hatte ich nach dieser 0,8ml Dosis.
Warum ich das Zeug dann noch ein 3. mal genommen habe weiß ich nicht aber nach der 3. Dosis hatte mich das Gbl in seinem Bann, den dieses mal war der Trip der Hammer totale Euphorie totales Glück ich würde sagen das war der geilste Gbl-Trip meines Lebens.
Von da an hab ich jeden Tag konsumiert anfangs aber nicht 24/7 sondern immer Abends so ab 17, 18 Uhr rum der erste und dann später am Abend nochmal und vllt auch noch ein drittes mal.

Mir ist recht schnell aufgefallen das ich mich in Gesellschaft extrem viel wohler mit Gbl fühle weshalb ich von diesem Konsummuster auch recht schnell abgewichen bin wenn ich unterwegs war oder Leute zu besuch hatte
.Ich habe damals in einer eigenen kleinen 1-Zimmer Wohnung gelebt in einer Studenten Stadt in der ich 5 Monate vorher angefangen hatte zu studieren, diese Studium hatte ich aber bereits 8 Wochen nachdem es angefangen hatte wieder abgebrochen.
Aufjedenfall habe ich kurz nachdem ich mit Gbl begonnen hatte meine heutige Freundin kennengelernt ,die in der nähe meines alten Heimatdorfes wohnt sie ist dann immer am Wochenende zu mir gekommen und wenn sie da war habe ich den ganzen Tag konsumiert auch am Anfang schon und das hat sich auch bis heute nicht geändert
Meine Dosis am Anfang hatte sich so bei 1 ml 1,2 ml eingependelt
Nachdem die erste Flasche leer war und ich nicht rechtzeitig nachbestellt hatte saß ich erst mal 5 Tage auf dem trockenen ich hatte zwar keinen Entzug aber es war trotzdem kein gutes Gefühl alles war so langweilig unglücklicherweise war das auch noch übers Wochenende und da kam meine Freundin.
Diese Wochenende war das erste und einzige Wochenende an dem ich mit meiner Freundin zusammen war und nicht auf Gbl war es war irgendwie komisch dieses warme Gefühl hat total gefehlt ich hab dann versucht das mit Alkohol zu kompensieren was auch einigermaßen ging aber es kam wohl etwas komisch rüber als ich morgens zum Kühlschrank bin und erst mal die halb leere Weinflasche von Vortag weggemacht habe, neija egal sie hat nichts dazu gesagt und ich war richtig froh und erleichtert als sie wieder weg war
2-3 Tage später kam die zweite Bottel dann .Es war immer der UPS Mann der sie brachte und als ich den durchs Fenster anfahren gesehen habe war ich so Glücklich das es mir schon fast wieder Angst gemacht hat
Die Dosen wurden dann auch immer höher war irgendwann bei 1,5 ml angelangt und auch die Zeitpunkte der ersten Dosis am Tag wurden immer früher irgendwann war es 16:00 dann 12 Uhr.

Von körperlicher Abhängigkeit habe ich lange nichts gemerkt dass kam erst so ca. 1 Monat nach der Fußball WM 2010 als ich dann plötzlich gemerkt habe das ich unruhig werde ,zittrig und anfange an Händen Füßen und unter den Achseln stark zu schwitzen außerdem werde ich total depressiv
Zu der Zeit war ich dann 24/7 auf Gbl allerdings nicht so extrem wie mache hier berichten mit Tagesdosen von 30- 40 ml oder sowas ich war immer so bei 12- 18 ml / Tag je nachdem was gerade Anstand wenn ich den ganzen Tag alleine in meiner Wohnung rumgegammelt hab eher weniger und wenn Freundin da war eher mehr . Meine Einzeldosis lag zu dem Zeitpunkt ca. bei 1,8 ml
nach der 500 ml Flasche kam die Literflasche und danach noch eine Literflasche bis ende Januar 2011 und dann hab ich einen Fehler gemacht den ich bis heute bereue kurz bevor ich aus meiner Wohnung ausgezogen bin um wieder nach hause zu meinen Eltern zu ziehen habe ich mir einen
10 Liter !!! Kanister bestellt weil ich wohl irgendwie Angst hatte das ich das zeug nicht mehr unauffällig bestellen kann wenn ich daheim bei meinen Eltern wohne.
Joar von dem Kanister fehlen jetzt auch schon wieder gut 2,5 Liter die ich konsumiert habe und gefühlte 2 liter die beim umfüllen daneben gingen.


Jetzige Situation.
Momentan sieht ein typischer Gbl. Tag bei mir in etwa so aus:

8:00 Uhr aufwachen, die letzte Dosis liegt ca. 4 Stunden zurück
10 Uhr Dosis 1,4 ml
12 Uhr Dosis 1,4ml , die erste Dosis hält nie lange wegen den 6 h nix nehmen also gleich nach 2
Stunden nachlegen
12:30 Dosis 1,4 ml jetzt kann ich es ca. 2 ½ Stunden aushalten
15:00 Dosis 1,4ml
17:30 Dosis 1,4ml ich werd müde vom Gbl schlaf aber nicht weils sonst meinen Rhythmus
total zerfickt
20:30 Dosis 1,4 wenn ich regelmäßig viel Gbl genommen habe kann ich auch mal 3
Stunden auf die nächste warten das macht mir dann irgendwie weniger aus
23:00 Dosis 2,0ml Ich will jetzt schlafen werde aber erst mal nicht müde also
24:00 Dosis 1,1ml nach na halben stunde penn ich
04:00 Dosis 2.0 ml aufwachen nach 4 Stunden kann ich den Wecker nach stellen dann 1h bis
ich müde werde dann 3 Stunden schlafen und wach werden juhuu ein
neuer Tag

Macht insgesamt dann ca. 13 ml /Tag klar gibt es hier und dan abweichungen aber ich schreib mir meine Einnahme Zeitpunkte meistens auf und es gibt da überraschend wenig Abweichungen was die Tagesmenge angeht.

Wie schätzt ihr mein Konsummuster ein ? Im Vergleich zu manch anderen von denen ich hier gelesen habe ist meines ja noch eher harmlos oder?
Was ich mir auch nicht erklären kann ist folgendes ich war zwischenzeitlich mal bei Dosen von 1,9 ml wurde dann aber nach einer gewissen zeit von der Dosis sehr schnell müde und bin dann runter gegangen immer weiter bis eben jetzt auf 1,4 und das ging ohne Probleme also ich hatte quasi mit der geringeren Dosis weniger Probs als mit der höheren kennt das jemand bzw. weiß wer warum das so ist ?


Entzugsvorbereitungen :
Ja wie geht man so einen Entzug an ? Ich hab ehrlich gesagt richtig Angst davor was mir am meisten Angst macht ist nicht unb. Das Körperliche sondern die Depressionen die ich bekomme wenn ich ohne Gbl bin und dieses unsoziale. Ich kann mir einfach nicht vorstellen mit anderen Menschen in Kontakt zu treten ohne Gbl genommen zuhaben. Wenn meine Freundin da ist bin ich immer auf Gbl und giere alle zwei stunden auf die nächste Dosis wenn ich meine Freundin anrufe dann time ich das so das ich sie direkt nach einer Dosis anrufe.
Und wenn ich jetzt entziehe und dann kein Gbl mehr habe ? Wie ist das wann ist man wieder normal ? Psychisch meine ich also so wie vor der Abhängigkeit? Wie lange halten die Depressionen an ? Kann es sinnvoll sein sagen wir 10 tage vor dem Entzug anzufangen Johanniskraut zu schlucken einfach um die Depression ein bisschen ab zu federn ?
Ich hatte auch schon überlegt vorher zu einem Arzt zu gehen. Was sagt bzw. macht der durchnittsarzt den so wenn man ihm beichtet das man gbl abhängig ist ? Bekommt man da was was einem hilft den Entzug durch zu stehen ?

Ich habe gehört das es den Entzug erleichtern soll wenn man vorher ca. eine Woche vor dem Entzug von Gbl auf Ghb umsteigt ist da was dran ? Soll wohl was mit Enzymen zu tun haben ?
Leider habe ich nicht die Möglichkeit an Ghb zu kommen aber ich habe gehört das Gbl und Ghb in Wasser in einem Chemischen Gleichgewicht vorliegen Kennt sich da jemand mit aus ? Und könnte man so eventuell vor dem Entzug zum. Teil weiße schon auf ghb umsteigen ?


Ich hatte vor das ich bevor ich komplett entziehe erst mal runter dosiere indem ich die Zeit zwischen den einzelnen Dosen erhöhe Was haltet ihr davon? Ist das Sinnvoll?



Der Kanister:
Der Kanister war einer meiner größten Fehler ich hätte mir das teil einfach nie kaufen dürfen
Meint ihr ich kann den Entzug schaffen ohne den Kanister weg zuschütten ihn einfach da stehen lassen ? Oder ist das ganze dann gleich von Anfang an zum scheitern verurteilt?
Ich meine eig. Weiß ich ja dass das teil vorher weg muss.
Aber da sind wir auch schon beim nächsten Problem in dem Kanister dürften noch ca. 5-6 Liter Gbl sein was soll ich damit machen also ich kann das zeug ja schlecht das Klo runter spülen Wie entsorgt man sowas? Hat da jemand ne Idee?

Körperliche Probleme /Langzeitfolgen

Magen, Speiseröhre:
Also ca. seit Juni, Juli 2010 schlucke ich Omeprazol oder Pantoprazol weil das Sodbrennen kaum noch aus zuhalten ist was ich jetzt so die letzten paar Wochen festgestellt habe ist das die normale Dosis Omep gar nicht mehr richtig wirkt ich bekomme trotzdem noch Sodbrennen ich muss schon 40mg/ Tag nehmen um das Sodbrennen zu Unterdrücken
Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?
Außerdem habe ein permanentes brennen im Magen das auch nicht wirklich weggeht
Meine Speiseröhre ist auch schon extrem angegriffen und was mir am meisten Sorgen macht ist das ich irgendwie nicht mehr richtig schlucken kann wenn ich z.B Corny esse dann bleiben mir immer kleine Körnchen im Hals hängen die da auch bleiben also wenn ich nachtrinke dann gehen die trotzdem nicht runter das ist ganz komisch kennt das jemand? Weiß jemand was das ist und ob das mit dem Gbl zusammenhängt ?
Weiß jemand ob die Symptome zurückgehen wenn man kein Gbl mehr nimmt also das Sodbrennen Magen brennen etc. meine ich ?

Gedächtnis
Ich habe das Gefühl regelrecht zu verblöden ich habe zwar nirgends etwas darüber gelesen aber ich habe das Gefühl das mir der Dauerkonsum aufs Gedächtnis schlägt ich kann mir kaum noch etwas merken? Jemand Erfahrungen damit ?

Verdauung Blase:
Also der Hauptgrund dafür das ich morgens mit der ersten Dosis ca. 2 Stunden warte ist der das ich sonst warsch gar nicht mehr aufs Klo könnte, Groß meine ich unter Gbl geht da gar nichts ich vermute das das mit der Entspannung der Muskeln zu tun hat weshalb wohl die Darmbewegung verringert ist.
Ich habe seit ca. 5-6 Monaten Probleme beim Wasser lassen das ist so ein Gefühl wie wenn man auf der Öffentlichen Toilette steht am Pickelbecken und die Nachbarschaft starrt dir auf den Schwanz dann kann ich auch nicht nur das jetzt auch nicht mehr geht wenn ich alleine daheim auf dem Klo bin
ist das bei euch auch so? Geht das wieder weg ? Oder hat das womöglich gar nichts mit dem Gbl zu tun ?

Insgesamt körperlich:
Ich fühl mich schwach dauermüde und einfach total zerbrechlich irgendwie total kaputt


Psychisch:
Ja das ist eig. Das schlimmste ich Fall ohne Gbl in ein Meter tiefes Loch einfach schwarz dunkel und ohne jede Möglichkeit zu entkommen aber selbst wenn ich Gbl nehme komm ich da nicht wirklich raus aber natürlich besser als ohne deshalb die Frage aller Fragen: wie ist es nach dem Entzug bzw. während dem Entzug mit den Depressionen wie lange hält sie an ? Geht sie überhaupt nochmal richtig weg ?

Was noch dazukommt ist das ich langsam so ne richtige Sozialphobie entwickle am Anfang hat das Gbl mich total locker gemacht ich konnte besser als vorher auf Menschen zugehen mit ihnen reden in Gesellschaft zu sein war kein Problem aber langsam geht das so ins Gegenteil ich kann kaum noch Menschen um mich haben langsam geht das nicht mal mehr mit Gbl und es ist deutlich schlimmer als vorher also bevor ich mit Gbl angefangen haben
Kann mir da jemand was dazu sagen liegt das an mir oder hat das Gbl da auch was mit zu tun ?
Ich bin einfach total verzweifelt ich kann doch so kein Leben führen Ich will im Oktober wieder anfangen zu studieren ich kann unmöglich in nen Hörsaal mit 200 Menschen gehen mit diesen Gefühlen in mir .

Gbl und Alkohol:
Am Anfang hatte ich totale Angst davor Gbl mit Alkohol zu mischen als ich noch nicht körperlich abhängig war , war das auch kein großes Problem einfach Gbl durch Alk ersetzten kommt in der Wirkung in etwa aufs gleiche raus und dann passt das hab nach dem saufen extra gerechnet wann ich ca. wieder Gbl nehmen kann
Nun ja mit der körperlichen Abhängigkeit ging das dann natürlich nicht mehr also wurde erst mal allen Gelegenheiten bei denen man saufen „muss“ aus dem weg gegangen was sich extrem negativ auf mein Sozialleben ausgewirkt hat also sein gelassen und wären dem saufen Gbl genommen passt auch eig. Ganz gut ich nehme einfach weniger gbl wenn ich dazu trinke und dass passt dann

das einzige was mir aufgefallen ist , ist das der Alkohol seine Wirkung fast verloren hat das einzige was ich merke ist das ich voll bin und mir schlecht ist
Kennt ihr das?
Und am nächsten Tag hab ich nen Kater der ist fast nicht auszuhalten Ist das normal? Weiß jemand woran das liegt ?
Was ich von vielen hier auch gehört habe ist das sie eine mörder Toleranz gegen den Alkohol haben und saufen können wie ein Loch, das ist bei mir überhaupt nicht so ich vertrage dadurch dass ich nur noch selten Alkohol trinken fast nichts mehr nach einer Flasche Wein bin ich blau.


Und eine letzte Frage noch zu hilfsmitteln: Meint ihr Tilidin kann mich irgendwie bei meinem Entzug unterstützen ?

So wenn ihr hier seit dann dank ich euch erstmal fürs durchlesen und hoffe ihr könnt mir die ein oder andere Frage beantworten

Gruß

 
Abwesende Träumerin



dabei seit 2010
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3 Tripberichte

  Geschrieben: 04.07.11 15:38
Hey Downi88.
Ich kenn mich nicht mit Gbl aus, aber abgesehen davon will ich dir trotzdem gern was dazu sagen. Man merkt an deinem Text, dass du ziemlich weit drin steckst in der Sucht. Trotzdem hast du die Verbindung zur "Realität" noch nicht verloren. Du merkst selber, was das Zeug mit dir macht und du willst aufhören. Der Wille ist das wichtigste bei einem Entzug! Bei jedem.
Jetzt geht es darum die anderen wichtigen Dinge zu klären. Du willst es scheinbar alleine schaffen. Steht der Entzug in einer Klinik für dich vollkommen ausser Frage? Ich würde dir echt raten, dir Hilfe von aussen zu holen. Es ist kein Zeichen von Schwäche. Der Entzug ist schon schwer genug, warum solltest du es nicht so "leicht" machen wie irgendwie möglich?
Sich selber mit anderen Medikamenten den Entzug leichter zu machen (ohne ärztliche Überwachung) halte ich für gefährlich. Abgesehen von der Schwierigkeit die richtige Dosierung und überhaupt die richtigen Medikamten als Laie zu wählen, liegt die Gefahr in eine andere Sucht abzurutschen meiner Meinung nach recht nahe.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen und ich hoffe, dass du deinen Weg, egal ob mit oder ohne Hilfe, gehst in ein Leben ohne Sucht. So unwahrscheinlich es auch scheinen mag im Moment: Das Leben ist schön, und am Ende des Weges wartet es auf dich :) Ich bin davon überzeugt das du es schaffen kannst! Alles Gute!
Ein hoch in den Lüften fliegender Vogel deutet auf spirituelle Bewußtheit oder den Teil im Träumenden, der nach Erkenntnis strebt.
Abwesender Träumer



dabei seit 2007
126 Forenbeiträge

  Geschrieben: 04.07.11 16:39
hey downi,
ich habe deinen text gelesen und nachvollzogen und muss dir unbedingt raten: such dir auf jedenfall hilfe!
das sage ich sowohl als ex-gbl-konsument und als psychologie-student.

du scheinst deine lage selbst noch gut einschätzen zu können, das ist auf jedenfall gut, aber wenn du wirklich davon wegkommen und es auch nicht durch irgendwas substituieren willst, solltest du zumindest zu nem therapeuten gehen, begleitend zum entzug.
einen arzt oder gar ne psychiatrische klinik würde ich erst mal meiden, da besteht die gefahr, dass sie dir den teufel mit dem beelzebub austreiben und das kann man immer noch machen, wenn sonst nichts mehr geht.

ich würde dir raten, erstmal einen therapeuten zu suchen, dem du vertraust und dem die ganze geschichte erzählen, damit fällt schonmal sehr viel von dir ab und du stehst damit nicht mehr allein da. mit der mentalen unterstützung kannst du dann wirklich ernsthaft am entzug und vor allem am aufbau einer perspektive ohne gbl arbeiten.

dein restliches zeug solltest du schnellstens loswerden, wie weiß ich jetzt auch nicht, ausser alle grafiti in deinem viertel zu entfernen ;)

raff dich jedenfalls auf und handle sofort, sonst wird es immer schwieriger. viel erfolg!
.
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2010
2 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.07.11 09:50
Morgen ihr zwei, erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten, eure lieben Worte und dass ihr an mich glaubt.

@Elella : Ja der Enzug in einer Klinik steht für mich absolut außer Frage, ich hab einfach schon zu viel negatives über Enzüge in Kliniken gehört als das ich da rein möchte. Ich hab schon mehr als genug Angst vor dem Enzug als solchem, da möchte ich mir nicht noch Gedanken über die Klinik machen und wie sie einen dort vielleicht behandeln.

@powertrip: Du schreibst du warst selbst Gbl Konsument kannst du mir sagen ob du diese depressive Stimmung auch kennst die man hat wenn man nichts nimmt und wie lange die bei dir angedauert hat?
Das Problem bei den Therapeuten seh ich in der Zeit die man auf einen warten muss die haben doch alle so ewig lange Wartezeiten.


Also ich habe mich jetzt tatsächlich dazu entschlossen das ganze nicht ganz alleine zu machen und mich mal ein bisschen im Netz umgeschaut und da bin ich hierauf gestoßen :

 http:// www.evangelische-beratung.info/angebote/suchtberatung

Was haltet ihr davon? Bringt das wirklich was oder ist das mehr so ne getarnte Kirchengruppe?
Vorteil wäre das es das eben auch ganz bei mir in der Nähe gibt und bei meiner derzeitigen Motivation das Haus zu verlassen, wären kurze Wege ganz praktisch.

Hmm ja das mit der Entsorgung ist so ne Sache vielleicht doch das Klo runter spühlen? Hat da wirklich keiner ne Idee?
 
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 05.07.11 10:19
zuletzt geändert: 05.07.11 11:35 durch Elella (insgesamt 1 mal geändert)
Ich find die Idee mit der Suchtberatung gut. Vor der evangelischen Kirche musst du meiner Meinung keine Angst haben ;) Für alle kirchlichen Suchtberater die ich bis jetzt kennen gelernt habe stand der Mensch im Mittelpunkt und nicht das Aufschwatzen eines Glaubens. Geh einfach so schnell wie möglich hin und hör/schau dir an was die zu bieten haben. Verlieren kannst du nicht! Ich hoffe du kannst die nötige Motivation aufbringen, ich drück dir die Daumen. Wenn sich was neues ergibt kannst du gerne hier berichten!
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Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 05.07.11 12:30
Ausschleichen,rest ins klo runter und dann stark sein und bleiben.Das ist das beste was du machen kannst.

MfG
Halt an deinem Charakter fest,sonst bist du nur einer von vielen unterm Strich gebumsten Idioten!
Mitglied verstorben



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Homepage ICQ MSN Skype
  Geschrieben: 05.07.11 13:58
Du könntest doch bevor du mit den Entzug beginnst, dich in 0,1ml Schritten/Tag runterdosieren. Schau da mal wie weit du runter gehen kannst. Denn je geringer dann die Tagesdosis ist desto weniger schlimm wird der Entzg. Würd schon sagen das wenn du innerhalb ein paar Tagen alle einzel Dosen auf 1ml reduziert hast ist der Entzug bestimmt leichter als wenn du noch bei den 1,4ml bist. Hab zwar nicht so viel Erfahrung mit GBL aber das ist nur mal meine Vermutung. Vielleicht hat ja ein anderer hier Erfahrung mit dem runterdosieren von GBL.

Am besten du entsorgst den Kanister mit den restlichen GBL bevor du zu entziehen beginnst. Ansonsten ist warscheinlich die Versuchung zu groß und du konsumierst wieder..

Viel Glück & Erfolg beim Entzug!


Grüße

Psy Wordex
Je höher wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denen, welche nicht fliegen können. - Nietzsche

Ein Morphinist vom ganzen Herzen
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 05.07.11 14:58

Downi88
Ich möchte in den nächsten 2-4 Wochen einen Gbl-Entzug starten und dann auch Clean bleiben, dass heißt [b schrieb:
nie mehr etwas mit Gbl zu tun haben.



Wenn das dein Vorhaben ist, sehe ich keinen Grund das Zeug nicht ins Klo zu schütten. Das kann auch symbolischen Wert haben, und bei GBL sind es ja noch nichtmal Unsummen an Kohle die dann den Bach bzw. die Spülung runtergehn. Und vorher abdosieren ist imo. ne gute Idee.
Ich wünsch dir viel Erfolg!
"Wenn ich loslasse was ich bin, werde ich was ich sein könnte."
Laotse

Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 05.07.11 16:20
diese suchtberatung könnte bestimmt helfen, die diakonie ist seriös und erfahren und da sind normalerweise keine religiösen spinner (die findet man in den freikirchen;)

die depressionen gehören denk ich mal bei jedem entzug von was auch immer dazu, mal mehr mal weniger je nach substanz und konsument. ist jedenfalls völlig normal und man muss halt durch.
am besten dagegen hilft viel anstrengender sport, viel sonne, dich kreativ betätigen und wenn du wieder einigermaßen klar kommst vielleicht neue leute kennenlernen.
.
Ex-Träumer
  Geschrieben: 17.07.11 22:46
also........ich hab leider grade keine geduld über gbl nachzudenken oder den gesamten thread durchzulesen.....ABER......

......ich kenn mich mit GBL-sucht sehr gut aus, würde ich mich trauen zu behaupten......hab vor 9 monaten nen schlussstrich darunter gezogen. nachdem ich fast ein jahr davor freiwillig stationär entzogen habe.........glaub mir, wenn du denkst dass dus selber nicht mehr hinbekommst.....bzw. wenn du du trotz erfolgreichem entzug nen rückfall baust......oder überhaupt nen gedanken an rückfall verschwendest......dann brauchst professionelle hilfe....bei mir war thera sogar umsonst, ich musste erst vieles verlieren bis ich es "gerafft" habe.........1 völlig kaputtes jahr.......ABER nach 9 monaten geht es mir so gut wie selten zuvor, wenn du erstmal menschen kennenlernst die noch viel größere suchtprobleme haben als gbl...........und auch freundschaften entstehen.......

aber nach dem entzug bist du definitiv ein psychisches wrack, wenns dann noch winter ist, und du isoliert bist, isses doppelt schwer
nein zu sagen...........

......ich biete allen, die ein rießiges , problem mit der gammasucht ham mich in ICQ zu adden..........habe viel zeit und den coolsten job der welt...........müsste in meinem profil stehen die nr



 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.07.11 00:01
Ich habe selbst einen Entzug zu Hause gestartet, der hat mich allerdings in eine geschlossene Abteilung gebracht. Ich bin 4 Tage in meiner Bude herumgeirrt - habe alles zerlegt, mich verletzt, geschrien. Die Nachbarn haben dann iwann die Polizei gerufen.
Davon weiß ich kaum was, die Ärzte sprachen von einem "musterhaften" Entzugsdelir und einem hochgradig psychotischen Zustand. Ich war 2 Tage auf der Intensivstation. Nach 2 Wochen waren die letzten Halluzinationen verschwunden. Danach folgten 18 Monate ambulante Therapie.

Was ich damit sagen will, es ist nicht unbedenklich, allein und zu Hause zu entziehen - das muss bei dir zwar nicht passieren, aber ich selbst bin nicht der Einzige dem sowas passiert ist siehe hier

Nicht die Droge ist das Problem, sondern die Gier nach mehr ...
Auf der Suche nach dem Schönsten im Leben stößt man oft auf den Tod
Wer gegen den Strom schwimmt, lebt auch vom Fluß
Ex-Träumer
  Geschrieben: 20.07.12 19:47
zuletzt geändert: 20.07.12 23:20 durch (insgesamt 2 mal geändert)
Hallo zusammen
War nun schon sehr lange nicht mehr hier. Ich habe hier ein paar Informationen gesammelt welche mit Sicherheit interessant sind und gut hier rein passen. ....Ein Thema welches wert waere genauer beleuchtet zu werden waere Baclofen. Leider ist hier zu beachten, dass dieses selbst eine Abhängigkeit erzeugen kann. Generell ist es jedoch um einiges einfacher Baclofen auszuschleichen als das mit gbl zu tun.

Ich denke die meisten haben mehr mit den Navchwirkungen (Depression,Angst etc.) zu kämpfen als mit dem akuten Entzug, ist das richtig??
Ich habe mich aus diesem Grund in letzter Zeit mehr mit den neurologischen Zusammenhängen beschäftigt um mögliche Linderung eben beschriebender Problematik zu erreichen....
Ich erachte die Möglichkeit den Hirnstoffwechsel wieder zu normalisieren als wichtigste Basis um sinnvoll an einem dauerhaften Verzicht zu arbeiten.
Ich mache es mir einfach und kopiereeinfach mal ein paar interessante Artikel hier rein. Ich würde ich über einen weiteren Gedankenaustausch/ Erfahrungsaustausch sehr freuen..
Die Texte sind auf Englisch. Ich denke aber, dass wohl die meisten hier der Englischen Sprache mächtig sind....

Los gehts...

G binds to the GABA-B receptor in the brain. GABA is the main inhibitory neurotransmitter. It reduces neural activity, producing relaxation etc.

G use will cause downregulation of GABA-B receptors from a single use - the brain produces less and less GABA-B receptors plus upregulation of glutamate receptors (more glutamate receptors). Glutamate is the main excitatory neurotransmitter, essentially it increases neural activity. In addition there is a GHB receptor. GHB is present naturally in the brain, where it binds to GHB receptors and produces and excitatory response (increasing stimulation). When you come down from a dose of G, or stop dosing during an addiction, the combination of downregulated GABA-B plus upregulated glutamate receptors (plus the continued stimulation of GHB receptors as one comes down from a dose) produces excessive neural stimulation, hence the sudden waking effect from night-time G use.

In addiction, this produces the withdrawal effects.

'Excitotoxicity' is a condition that can be caused by large amounts of glutamate in the brain. Glutamate binds to its receptors (AMPA, NMDA and kainate) and in excess can cause a large influx of calcium ions into neurons. This calcium influx can cause a process called 'apoptosis', also known as programmed cell death. Essentially, the neurons commit suicide.

It follows from the mechanism of action of G that in withdrawal, excitotoxicity plays a role. Considering this, anyone in a G addiction should seek medical assistance if possible and request gabapentin or pregabalin, two drugs which block calcium channels and reduce glutamate production in the brain. These drugs could prevent the neurotoxicity caused by G withdrawal.

It's likely that some of the withdrawal symptoms are caused by downregulation of other neurotransmitters (acetylcholine most likely, possibly also dopamine).

THE END:

The G withdrawal sweats and high heart rate/blood pressure can be treated with clonidine (clinically). SWIM has found that the sweats can be treated with first generation antihistamines (dramamine, benadryl, also piriton somewhat) which have anticholinergic activity.They can be bought OTC.

Bad G withdrawal will produce paranoid delusions/hallucinations/psychosis, which MUST be treated by medical professionals.

Benzodiazepenes (valium, xanax etc, active at GABA-A) can help with the withdrawals, but should be tapered. If you have a supply and are using them to treat your withdrawals, be aware that you could end up addicted to them, with similar withdrawals to G.

Alcohol can also ease the withdrawals(active at GABA-B also, but doesn't ease all the symptoms, and psychosis will still develop unhindered), but it's unpleasant when you end up having to drink 30-40 units of alcohol (equivalent to 10 LITRES of beer) just to ease the anxiety, then develop a HUGE hangover in a few hours.

Supplementing with zinc and magnesium could help to prevent some of the neurotoxicity.

Taping your dose down over a period of several weeks is the best way to get off it by yourself. DO NOT STOP COLD TURKEY, PEOPLE HAVE DIED THIS WAY.


As I mentioned before, it's VERY likely that withdrawing from G addiction can cause nerve damage (most noticable as a reduction in sensation of the extremities or a tingling/burning/pins and needles sensation in the fingers/toes/face), and as such you should be getting off it under the supervision of a medical professional. Most of them have no idea when G is, much less how to treat it. Try and find some medical info on the net, print it out and show it to them. Mention excitotoxicity and ask to be treated with GABAPENTIN OR PREGABALIN in addition to clonidine and a benzodiazepene tapering program.



References:

Well, it's widely known that neurotransmitter systems will up- and down-regulate receptors in response to insufficient or excessive stimulation in order to mantain homeostasis. G is known to bind to GABA-B so downregulation here is a logical result. Inhibition of glutamate firing would be expected to produce glutamate receptor upregulation. Excessive stimulation of glutamate receptors (which would be expected in a situation in which there has been upregulation of glutamate receptors and an increase in glutamate firing) induces excitotoxicity by calcium ion saturation;

Chronic GBL producing GABA downregulation:
http://www.springerlink.com/content/mj22m213107x5043/

GHB reducing extracellular glutamate levels in millimolar concentrations via GABA-B, increasing extracellular glutamate levels in nanomolar concentrations via GHB receptor stimulation (this means that as a dose of G leaves the system, inhibitory effects via GABA-B are no longer active while there is excitation due to GHB still binding the GHB receptor):
http://www.ingentaconnect.com/content/bsc/jnc/2003/00000087/00000003/art00017



I do not believe there have been any studies done regarding the G withdrawal syndrome and excitotoxicity, but with the similarities between ethanol, benzodiazepene and G withdrawal syndromes and MoA's, it makes sense that excitotoxicity plays a role in G withdrawal. Ethanol and benzo withdrawals HAVE been shown to involve excitotoxicity. Excitotoxicity has been implicated in neuronal death experienced by chronic drinkers, plus it has been postulated the the malaise of a hangover is partly caused by excitotoxicity/minor withdrawal.

Another parallel is that acute ethanol adminisration (probably benzos too, I haven't checked) has been shown to protect against excitotoxicity, as has acute G administration.

Chronic ethanol exposure enhacing NMDA activity+increasing sensitivity to excitotoxicity (note that increased sensitivity was observed after only 2 days):
http://jpet.aspetjournals.org/content/283/3/1214.full

Glutamate excitotoxicity in ethanol withdrawal:
http://www.springerlink.com/content/p71034530wk35611/

Acute ethanol inhibits excitotoxicity:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1530-0277.1993.tb00726.x/abstract;jsessionid=0712B05956097CBC8F8FEC813794D5 E7.d01t02

Acute G inhibits excitotoxicity:
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006899303032529
DistyBoi


Ich denke über diesen Text sind bestimmt auch schon andere hier gestolpert.
Eine weitere Information auf welche ich erst kürzlich fand ist folgende.


Eur J Pharmacol. 1998 Apr 10;346(2-3):331-7.
Sulpiride, but not haloperidol, up-regulates gamma-hydroxybutyrate receptors in vivo and in cultured cells.

Ratomponirina C, Gobaille S, Hodé Y, Kemmel V, Maitre M. Laboratoire de Neurobiologie Moléculaire des Interactions Cellulaires, UPR 416 CNRS, Strasbourg, France.

Five days of gamma-hydroxybutyrate (GHB) administration (3 x 500 mg kg(-1) day(-1) i.p.) to rats resulted in a significant decrease in the density of GHB receptors measured in the whole rat brain without modification of their corresponding affinity. Similar administration of (-)-sulpiride (2 X 100 mg kg(-1) day(-1) i.p. for 5 days) induces an up-regulation of GHB receptors without change in their dissociation constants (Kd). Haloperidol (2 X 2 mg day(-1) i.p. for 5 days) showed no effect. Administered chronically via osmotic minipumps directly into the lateral ventricles, (-)-sulpiride (60 microg day(-1) for 7 days) and GHB (600 microg day(-1) for 7 days) up-regulated and down-regulated rat brain GHB receptors, respectively. Finally, in a mouse hybridoma cell line (NCB-20 cells) expressing GHB receptors, the treatment of these cells with 1 mM GHB, 100 microM (-)-sulpiride or 1 mM GABA decreases, increases and induces no change, respectively, in the density of GHB receptors after 3 days of treatments. These results indicate that chronic GHB treatment modifies the expression of its receptor and that sulpiride also induces plastic changes in GHB receptors perhaps via antagonistic properties.



Ich werde zu beiden Texten bei nächster Gelegenheit Stellung nehmen und mich gerne auch noch mehr mit den Mitgliedern hier über persönliche Erfahrungen austauschen.
S


So long...... biggrin
Tribe


Habe gerade gesehen dass die letzten Einträge hier schon 1 Jahr alt sind......vielleicht verirrt sich ja noch mal jemand hier her

 
Moderator



dabei seit 2012
2.873 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.07.12 23:10
Allen voran sollte mal gesagt sein das Entzug in Eigenregie, ganz besonders ohne Erfahrung, gefährlich werden kann wie einer vorposter schon sagte. Ob das bei deinem eher noch moderaten Konsum auch der Fall ist ist schwer zu sagen, vor allem da du schon so lange konsumierst, sicherheitshalber sollte man bei sowas aber immer vom schlimmsten Fall ausgehen. Generell würde meine Tendenz bei sowas eher zum ausschleichen, also langsamen abdosieren gehen. Das Problem dabei ist: Dazu brauchts viel, sehr viel Selbstkontrolle - und wenn du wie du sagst so heftige Zwischenmenschliche Probleme ohne GBL hast, wirds noch viel härter.
Ich finde aber, einen Versuch ist es wert - wenn du es tatsächlich ohne Hilfe schaffst, dann zeugt das von deiner Willensstärke und ist auch ein ordentlicher Schub fürs Ego. Du wirst aber nicht drum herum kommen den Großteil des Kanisters wegzuschütten, sowas im Haus zu haben ist der absolute Killer für deine Strategie. Wenn du ernsthaft abdosieren willst, mach dir vorher einen groben Plan - grob, weil sich einiges, zb die abdosierungsschritte mit denen du klarkommst erst ergeben werden wenns soweit ist - von dem du keinesfalls abweichst.
Und wenn du klug und ehrlich zu dir selbst bist, dann erleg dir folgende Bedingung auf: Wenn dus alleine nicht schaffst, geh in eine Entgiftung. Glaub mir, so schlimm wies viele sich vorstellen ists nicht. Ich selbst war zweimal in einer entgiftung und mach jetzt ne Therapie, und in der Entgiftung wars vllt langweilig und stressig zugleich, aber keinesfalls schlimm. Dein Entzug wird dort unter ärztlicher Aufsicht ausgeschlichen, und ich habe in meiner entgiftung (Calw, Hirsau) die Betreuer sehr freundlich und zugänglich erlebt. Ich weiß es ist nichts angenehmes sich zu sowas selbst zu zwingen - aber es ist besser als daheim im Elend zu sitzen weil dus aus eigener Kraft nicht schaffst. Ganz nebenbei können sie dich anschließend zu einem geeigneten Psychotherapeuten/Psychologen bei dir vor Ort weiterleiten, und vor allem das fände ich bei dir sehr wichtig. Einer meiner Vorposter hats schon gesagt; ein Therapeut wäre die beste Anlaufstelle für dich, denn unter anderem wirst du warscheinlich (wenn du das auch so willst) medikamentös eingestellt damit sich deine depressiven Stimmungen in Grenzen halten.

Das wichtigste für dich ist das du ehrlich zu dir selbst bist. Mach dir nichts vor, trotz ausschleichen und evtl Medikamenten gegen Depressionen hast du keine schöne Zeit vor dir. Hier rächen sich eben deine Fehler in der Vergangenheit, und das muss dir von vornherein klar sein.

Vom Ausschleichen/Abschwächen des Entzugs durch andere Medis (zB Benzos) in Eigenregie halte ich übrigens überhaupt nichts. Das ohne jegliche Erfahrung mit der Materie, vielleicht unterstützt durch ein paar Tipps aus dem Forum hier, wird höchstwahrscheinlich in die Hose gehn - mit Pech sogar dein Problem schlimmer machen. Die Gefahr der Suchtverlagerung ist dabei einfach zu groß, und an sich ist es schon ein Fehler, einfach mal so mit Medikamenten an sich selbst herumzudoktern - den ich nebenbei bemerkt auch schon gemacht habe, mit keinem guten Ergebnis.

So far, viel Glück und Kraft auf deinem weg!
Half the fun is learning!
Abwesender Träumer



dabei seit 2012
36 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.07.12 04:53
zuletzt geändert: 25.07.12 11:16 durch dvy (insgesamt 1 mal geändert)
Hi,

sehr intressanter Beitrag tribe!

SWIM selbst habt jetzt bestimmt schon den 6ten Entzug hinter sich^^ (erst vor ein paar Tagen).

Den ersten Entzug fand ich noch recht einfach, ohne medis ohne irgendwas trotz 1 Monat konsum aber ich glaub damals hab ich 1.1 als normale Dosis genommen.
Danach fing es mit Angststörungen, wirren gedanken und auch depression an. Endlich kann ich mir sicher sein das es daher kam.
Ich war danach erstmal lange davon weg weil ich lange nichts hatte und habe mir dann nach 9-10 monaten endlich ein Kanister bestellt.
Der 2te Entzug danach war beim Absetzen nach 2-3 Monaten (normale Dosis zu der Zeit : 1.5) so schlimm das ich mein Hausarzt um hilfe bat.
Der verschrieb mir Gabagamma und damit ging der entzug richtig locker.
Doch nach dem entzug blieben die angstzustände was ich meinem Arzt sagte sodass ich das Gabagamma weiterhin nehmen musste.
Darauf folgten die nächsten 4-5 entzüge über einen größeren zeitraum die jedes mal leicht schlimmer wurden jedoch durch das Gabagamma irgendwie überstanden werden konnten.
Beim vorletzten hab ich mir gesagt nie nie wieder weil das der bis dato schlimmste entzug war trotz Tabletten, und trotzdem hab ich es vor einem monat nochmal genommen mit der grenze es maximal 1 monat zu nehmen. (hier war die Standard Dosis schon 2.1ml)
Ich habe schon nach 3 wochen aufgehört da es mich gedächtnismäßig so kaputt gemacht hat (was es bis auf das und das vorletzte mal nie gemacht hat).
Der Entzug vor vor einer Woche er war der Schlimmste ich kam echt gar nicht mehr klar hatte hallos vom feinsten extrem komische gedankengänge usw.
Jetz nach einer Woche bin ich eigentlich wieder gut drauf, also ich fühl mich jetz schon besser als ich vorm entzug dachte (die grau das leben danach erstma n monat sein wird dacht ich und so, war auch die ersten 3-4 tage gut schlimm)

Ich habe mir gesagt nie wieder 24/7 GHB/GBL, ab und zu mal ne dosis ok aber nicht mehr 24/7!!
Und falls ich nochmal dazu kommen sollte werde ich den Entzug aufjedenfall Stationär machen.

So vlt hilft das ja jemandem weiter ^^

 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 23.07.12 23:16
zuletzt geändert: 24.07.12 10:30 durch (insgesamt 1 mal geändert)
-hallo liebe Leute

Ich versuche mal etwas konstanter an dem thema dran zu bleiben als es eigentlich meine Arrt ist ;-/.....
generell geht es ja bei dem Gbl Entzug darum und vorallem bei der postentzugsdepression die Arbeitsfähigkeit (wennman seinen Job während den Abstürzen nicht schon verloren hat:-) und vor allem die Lebensqualität/ Fähigkeit zu erhalten. Generell gilt es natürlich mit höchster Vorsicht zu "substitieren", was konkret bedeutet die biochemischen Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren. Benzos helfen wohl gut machen aber sher schnell Abhängig und man ist ganz schnell vom "Regen in der Traufe". Das"gute an den Benzos ist, dass durch ihre selektive Rezeptoraffinitt nur die Gaba A Rezeptoren belegt werden, was bedeutet, dass sich der Ghb und der Gaba B Rezeptorkomplex wieder regenerieren können. Allerdings macht man bei Mischkonsum alles nur noch viel schlimmer und man belastet sein Gabasystem noch stärker, was zur Folge hat, dass die Benzos bald nicht mehr helfen.
Ich möchte hier mal schnell zusammenfassn wwlceh Medikamente Sinn machen um sowohl den Akuten Entzug wie auch die Behandlung der vermehrt auftretenden Depressionen Ängste in den Griff zu bekommen sin.

Diese Informationen sollen lediglich dazu dienen den Gedankenaustausch zu diesem Thema anzuregen und keinesfalls als die Anleitung verstanden werden.

Erst mal zu Gaba Gamma:
Gabagamma 600mg Filmtabletten" enthält den Wirkstoff Gabapentin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Antiepileptika und Schmerzmittel.
Der genaue Wirkmechanismus von Gabapentin ist nicht bekannt. Gabapentin ist strukturell mit dem Neurotransmitter GABA (Gamma-Aminobuttersäure) verwandt, doch unterscheidet sich sein Wirkmechanismus von dem verschiedener anderer Wirkstoffe, die mit GABA-Synapsen interagieren (wie z.B. Valproat, Barbituraten, Benzodiazepinen, GABA-Transaminase-Hemmern, GABA-Aufnahmehemmern, GABA-Agonisten und GABA-Prodrugs).
Gabapentin ist wirksam gegen Epilepsie (antikonvulsiv) und schmerzstillend (analgetisch).
Mit Gabapentin werden verschiedene Formen der Epilepsie behandelt (Anfälle, die anfänglich auf bestimmte Bereiche des Gehirns beschränkt sind, unabhängig davon, ob sich der Anfall auf andere Bereiche ausweitet oder nicht).
Außerdem werden lang anhaltende Schmerzen behandelt, die durch Schädigungen der Nerven verursacht werden. Periphere (in erster Linie in Armen und / oder Beinen auftretende) neuropathische Schmerzen können durch eine Reihe verschiedener Erkrankungen verursacht werden, wie z.B. Diabetes oder Gürtelrose. Der empfundene Schmerz kann dabei als heiß, brennend, pochend, einschießend, stechend, scharf, krampfartig, muskelkaterartig, kribbelnd, mit Taubheitsgefühl verbunden oder nadelstichartig beschrieben werden.
Gabapentin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.

Baclofen: wirkt am gaba b rezeptor und erzeugt kein craving im Sinne von ich will mehr davon haben. jedoch hat es doch ein recht hohes physisches Abhängigkeitspotential welches ein langsames abdosieren erforderlich macht.
Da Baclofen Am Gaba B Rezeptor wirkt hat wohl das Gehirn waehrend der Einnahme die Möglichkeit zumindest den Ghb Rezeptorkomplex zu regnerieren. Hier möchte ich noch einmal auf folgenden Text aufmerksam machen:

Eur J Pharmacol. 1998 Apr 10;346(2-3):331-7.
Sulpiride, but not haloperidol, up-regulates gamma-hydroxybutyrate receptors in vivo and in cultured cells.


Supiride:
Ratomponirina C, Gobaille S, Hodé Y, Kemmel V, Maitre M. Laboratoire de Neurobiologie Moléculaire des Interactions Cellulaires, UPR 416 CNRS, Strasbourg, France.

Five days of gamma-hydroxybutyrate (GHB) administration (3 x 500 mg kg(-1) day(-1) i.p.) to rats resulted in a significant decrease in the density of GHB receptors measured in the whole rat brain without modification of their corresponding affinity. Similar administration of (-)-sulpiride (2 X 100 mg kg(-1) day(-1) i.p. for 5 days) induces an up-regulation of GHB receptors without change in their dissociation constants (Kd). Haloperidol (2 X 2 mg day(-1) i.p. for 5 days) showed no effect. Administered chronically via osmotic minipumps directly into the lateral ventricles, (-)-sulpiride (60 microg day(-1) for 7 days) and GHB (600 microg day(-1) for 7 days) up-regulated and down-regulated rat brain GHB receptors, respectively. Finally, in a mouse hybridoma cell line (NCB-20 cells) expressing GHB receptors, the treatment of these cells with 1 mM GHB, 100 microM (-)-sulpiride or 1 mM GABA decreases, increases and induces no change, respectively, in the density of GHB receptors after 3 days of treatments. These results indicate that chronic GHB treatment modifies the expression of its receptor and that sulpiride also induces plastic changes in GHB receptors perhaps via antagonistic properties.

Heisst wen sulpirid wirklich dabei helfen könnte Die Rezeptordichte/ Empfindlichkeit wieder möglichst scgnell zu regenerieren. hätte man eine wuderbare Möglichkeit gefunden den Hirnstoffwechsel schnell wieder zu normalisieren um wieder mgl. schnell wieder glücklich zu werden und funktioniren zu können.

Phenibut: Rezeptfrei und leicht zu besorgen jedoch mit einem Anhängigkeitspotential welches wohl auch das von gbl übertrifft.

Erst mal möchte ich fest halten, dass du wohl extrem Gück hast einen sehr aufgeschlossenen und kompetenten Arzt zu haben, . Ich habe im Rahmen der Recherchen zu dieser Thematik in einigen psychiatrischen Einrichtungen und bei versch. Ärzten angerufen, und der gem. Konsens ist, dass es keine Substition gibt.... cry .......traurig genug, dass auch Suchtspezialisten nicht bereit sind sich mit der Thematik wirklich uaseinanderzusetzen....

So weit erst mal....bin gespannt was wir hier noch alles zu Tage fördern. Es ist ja tatsächlich so, dass esin dl einfach keine guten Informationen gibt und die allermeisten Ärzte und Neurologen sich ungerne etwas sagen lassen. naja seis drum mal schauen was wir hier noch so an wertvollen Informationen zusammen tragen können....
In diesem Sinne
Tribe
 

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