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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 15.07.11 00:05

AscheX schrieb:
ziemlich beängstigender text.
er bringt mich auch zum nachdenken, ob ich ein solches risiko überhaupt eingehen würde, denn besonders psychodelika wie pilze oder lsd können eine psychose recht schnell auslösen..



Jeder Stressfaktor, halt auch Psychedelikakonsum, kann eine angelegte organische Psychose auslösen. Ich tendiere in der Hinsicht zu der Empfehlung, Psychedelika erst nach dem 25. Lebensjahr auszuprobieren, weil der erste Schub, falls man die Anlage hat, fast immer vor diesem Alter erfolgt.

Das ganze ist von »verstärkten« Zuständen zu unterscheiden, in denen man noch lange nach Psychedelikakonsum festhängen kann und die man als Psychose fehlinterpretieren könnte.
--= Last Bepilzter Standing =--

Psychedelika machen sehr schnell unabhängig: Fangen Sie gar nicht erst an!

Egal wie dicht Du bist, Goethe war Dichter.

Warum darf man eigentlich in Suchtkliniken rauchen? 8-|
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 25.07.11 15:31

AscheX schrieb:
besonders psychodelika wie pilze oder lsd können eine psychose recht schnell auslösen..


das würde ich so nicht unterschreiben. Bei solchen Psychedelika sind sich die meisten Leute des Risikos bewusst.

Hingegen beispielsweise bei Kiff, oder zB Upper+Kiff ist man viel unvorsichtiger und somit sind diese meiner Meinung nach mindestens genauso gefährlich (eher gefährlicher).

Den Bericht finde ich klasse, mit deinen Worten schaffst du es teilweise, Dinge, die nicht greifbar sind, Gefühle, etc zu beschreiben. Sowas finde ich immer faszinierend. Der menschliche Geist und das Unterbewusstsein bietet so viel.. was man meist nicht in Worte fassen kann. Du hast es aber geschafft. Da ist der notizenhafte Stil auch eher zweitrangig und nicht störend. Ich wünsche dir auf jedenFall alles Gute. Finde auch die Ratschläge einiger Leute hier ziemlich gut. Du bist auf dem richtigen Weg :)

Ps: diese Angst vor dem Loslassen scheint ja sehr verhängnisvoll zu sein. Ich hab da glaube ich auch noch viel Nachholbedarf. Von der Gesellschaft her kriegt man immer so eine Angst vor Kontrollverlust eingetrichtert, die diese Unfähigkeit, glaube ich, auslöst oder verstärkt.
Egal was es is, mach was, sonst ziehts einen runter. Du bist so schnell am Arsch, dann ists zu spät dich zu wundern.
Ey dann is wies is, heim gehts nur noch durchn Spiegel. Der Endgegner bist du selber man, da hilft kein Gift und keine Engel. (218 Over)
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 12.08.11 13:10
hey, foobarbaz!
könntest mal wieder was posten? hast du alles abgesetzt und bist konsequent dabei geblieben? wenn ja, was ist geschehen? hast du losgelassen?

wär schön, wieder mal was zu hören.

Voodoo
 
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 12.08.11 15:20
ich habe mit 28 eine psychotische Depression bekommen, mein Vater mit 47. In beiden Fällen hatte das nichts mit Drogen zu tun.

Mein Vater hat niemals Drogen genommen, ich hatte vor 2 Jahren meinen letzten Gras-Dübel geraucht, und 1mal LSD war 11 Jahre her.

Mittlerweile bin ich einigermassen stabil.
1 Dübel rauchen macht bei mir nichts.
Aber wenn ich einen Vollzeitjob habe, geht es nach 2 Wochen los, mit Angstzuständen abwechselnd mit manischen Zuständen, Ornamente an der Wand, Schlaflosigkeit.
Stress scheint bei mir psychosegefährlicher zu sein als Gras.
 
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 12.08.11 20:43
P.S: Deine Therapeutin hat recht, geh bloß nicht in eine Psychiatrie !

Das kann gewaltig nach hinten losgehen, ich spreche aus Erfahrung.

Und die Behandlung dort bestand aus 4 mg Tavor am Tag und Seroquel 600 mg am Tag. Das hätte ich zu Hause auch gekonnt. Ich wollte weniger Seroquel, aber die Ärztin hat nicht mit sich reden lassen. Da habe ich gesagt, OK, wir werden uns über meine Behandlung nicht einig, geben Sie mir das Formular wo ich unterschreibe, dass ich auf eigene Verantwortung die Klinik verlasse und dann gehe ich eben.
Da hat sie mir eine Zwangseinweisung angedroht. Ich bin dann einfach am Abend abgehauen.

Einer Freundin von mir ist das auch passiert. Es hat sie genervt, dass sie nur noch geschlafen hat, aber der Arzt hat nicht mit sich reden lassen, weniger zu verschreiben. Da hat sie es einfach verweigert, da hat ihr der Arzt eine Zwangseinweisung angedroht. Sie hat ihren Mann angerufen, der hat sie abgeholt.

Das Konzept Psychiatrie beruht auf Überwachung und Einschränkung, Bevormundung und medikamentöse Ruhigstellung. Das war mir vorher nicht klar, aber ich habe dazu gelernt.

Eine ruhige und freundliche Familie ist die beste Umgebung, wenn man eine Psychose hat. Das sollte man nicht gegen nervende Mitpatienten und unfreundliches Personal tauschen.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 12.08.11 21:03

wawa schrieb:
P.S: Deine Therapeutin hat recht, geh bloß nicht in eine Psychiatrie !

Das kann gewaltig nach hinten losgehen, ich spreche aus Erfahrung.



ja, da sollte man jeden, der irgendwie betroffen ist, drauf hinweisen. hab schon soviel gehört von schlechten erfahrungen, das scheint da immer noch zu sein wie in "und einer flog übers kuckucksnest", wenn nicht schlimmer. allein in meinem (weiteren) bekanntenkreis gabs 2 leute, die vorher eigentlich noch relativ normal waren und eher leichtere probleme mit depressionen hatten und sich nach der psychatrie umgebracht haben.
also immer als allerletzte option betrachten bitte!
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