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AutorBeitrag
Ex-Träumer
  Geschrieben: 23.09.11 17:56
Hallo liebe Konsument_innen und Drogeninteressierte,

ich habe mir mal ein paar Gedanken ueber eine alternative Drogenaufklaerung in Schule, Familie, Medien etc. gemacht, also gemessen an und soll erdacht werden nach heutigen rechtlichen und gesellschaftlichen Umstaenden; aber dennoch eine Utopie, die natuerlich so schnell nicht umgesetzt und wohl auch kaum aufgegriffen wird. Nichtsdestoweniger bin ich der Meinung, dass die Erstellung, wenn auch erstmal aus rein persoenlichen Gruenden, naemlich das Wissen, eine aussagekraeftige Alternative jeder Zeit praesentieren zu koennen und die Hoffnung, dass vielleicht doch ein paar Menschen nach- und umdenken werden, notwendig und richtig ist.
Ob das gelingt ist eine andere Frage, das kleine Projekt steht ganz am Anfang und ich wollte einfach verschiedenes Input von anderen Betroffenen sammeln und evtl. gemeinsam voranschreiten, da diese Thematik doch reichlich Punkte bietet, die fuer sich sehr umfangreich ausfallen koennen, je nach Konkretisierung, von daher bin ich ueber jedes Input zu Eckpunkten, Form, konkreten Inhalt oder auch moegliche praktische Umsetzung in Schule, Familie, Medien etc. sehr dankbar.

Bisher habe ich nur meine ersten Ansaetze erstellt, also die grobe Richtlinie, in welche gedacht werden soll, unter der Zielsetzung eines bewussten Konsums und mehr Toleranz fuer Konsument_innen.

1. Definition Drogen (Was sind Drogen?), besonders unter der Beruecksichtigung legaler Drogen wie Alkohol, Nikotin und Koffein, welch leider viel zu oft unter den Tisch fallen.
2. Klassifizierungen/Unterteilungen der Drogen und der Hintergrund/Absicht dieser Unterteilung (Legal/Illegalisiert, Nach Wirkungsweise, "Hart"/"Weich")
3. Wirkungsweise verschiedener Drogen
4. Hintergruende des Drogenkonsums (Psychologisch, sozial, persoenlich)
5. Risiken des Konsums (NWs, Überdosis, Langzeitfolgen, psychische und physische Schaeden, Verunreinigungen)
6. Sucht/Abhaengigkeit
7. Safer Use (Infektionsrisiko, praktische Tipps)
8. Konsummuster/Suchtpraevention
9. Drogen im Alltag (Arbeit, Schule, Straßenverkehr etc.)
10. Recht auf Konsum

Gerade den letzten Punkt gilt es herauszustellen. Das Problem ist der Spagat, zwischen Toleranz und Verherrlichung, also eine Botschaft, die einerseits aussagt, dass jede_r das Recht hat, sich zu berauschen, wenn er_sie das fuer richtig haelt, aber dennoch die Risiken und vor allem die Problemverschiebung, die bei manchen dahinter steckt zu beruecksichtigen. Drogen sollen nicht als Freizeitspaß oder einfachen Ausweg praesentiert und schon gar nicht verharmlost werden, insbesondere die legalen Drogen muessten von der Risikobewertung hochgestuft werden.

Bedanke mich, fuer jegliche Posts hierzu :)


 
Abwesender Träumer



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ICQ Skype
  Geschrieben: 23.09.11 19:26
Ich finde es immer traurig, wenn verschiedene Leute mich fragen, wiese ich gekifft habe.
Und nebenbei suchen genau diese, andere, für eine Sauftour.

Was mich nach wie vor reizt:
Dass nie über die Hintergrunde gesprochen, bzw, mal aus der Sicht des Konsumenten erzählt wird.

Meistens werden kleine, fast unnötige Flyer oder Mini-Broschüren verteilt.

cry
Well done :D
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 30.09.11 02:38
Es gibt bereits Projekte die vernunftbasierte und objektive Drogenaufklärung betreiben und die sich auf den akzeptierenden Ansatz berufen. Besonders hervorzuheben sind:

Drugscouts Leipzig

Alice Frankfurt

Schau dir einfach mal die Seiten an. Ich bin mir sicher, dass du fündig wirst. :)

Ein Recht auf Rausch gibt es de facto nicht. Dies hat auch das Bundesverfassungsgericht befunden. Auch muss zwischen Recht auf Rausch und die Freiheit sich zu berauschen unterschieden werden. Letzteres gibt es sehr wohl, der (besitzfreie) Konsum illegalisierter Drogen ist in Deutschland durchaus legal.
Jedoch möchte ich noch diese (rhetorische) Frage hinzufügen: Findest du nicht, dass zu einer guten Suchtprävention und Suchthilfe auch eine Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Konsumenten gehört?

"One has not only a legal, but a moral responsibility to obey just laws. Conversely, one has a moral responsibility to disobey unjust laws." - Martin Luther King
Abwesender Träumer



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ICQ
  Geschrieben: 30.09.11 14:11
Es gibt kein Recht auf Rausch und das ist auch gut so.
Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ...
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 30.09.11 16:19
Mit welchem recht wird einem Abgesprochen sich zu berauschen? Genauso wie ja quasi Selbstmord illegalisiert wird.

Das ist genauso hohl wie das verbieten von Pflanzen, wer sind wir?


und vor allem in was für einer Welt leben wir?


Der Staat darf über viel bestimmen, aber nicht über mein selbst, meinen Körper und was ich damit mache!
Macht es, kosmisch betrachtet,
wirklich was aus,
wenn ich NICHT aufstehe und arbeiten gehe?

*10 Jahre später hab ich gelernt, nicht kosmisch, aber persönlich. Aufstehen müssen tut ganz gut. Erwachsen sein nervt und oft steh ich trotzdem nicht auf
Traumland-Faktotum



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  Geschrieben: 30.09.11 22:12

pilzfreak schrieb:
Es gibt kein Recht auf Rausch und das ist auch gut so.

warum ist das gut so?


Loserfish schrieb:
1. Definition Drogen (Was sind Drogen?), besonders unter der Beruecksichtigung legaler Drogen wie Alkohol, Nikotin und Koffein, welch leider viel zu oft unter den Tisch fallen.
2. Klassifizierungen/Unterteilungen der Drogen und der Hintergrund/Absicht dieser Unterteilung (Legal/Illegalisiert, Nach Wirkungsweise, "Hart"/"Weich")
3. Wirkungsweise verschiedener Drogen
4. Hintergruende des Drogenkonsums (Psychologisch, sozial, persoenlich)
5. Risiken des Konsums (NWs, Überdosis, Langzeitfolgen, psychische und physische Schaeden, Verunreinigungen)
6. Sucht/Abhaengigkeit
7. Safer Use (Infektionsrisiko, praktische Tipps)
8. Konsummuster/Suchtpraevention
9. Drogen im Alltag (Arbeit, Schule, Straßenverkehr etc.)
10. Recht auf Konsum


dem deutschen durchschnittsarschloch ist das doch alles viel zu viel. schon bei punkt eins schaltet er ab, da hochgradig denkfaul. es ist viel einfacher das poltitsch-mediale „drogen sind scheisse“ gedankengut zu übernehmen. was soll er sich auch damit befassen solange es so für ihn bestens läuft? hauptsache mein oktoberfest + bier bleibt unangetastet und das wird es auch auf alle ewigkeit bleiben. niemand hat die zeit und die lust das alles durchzukauen.
da übernimmt man lieber die gängige meinung und gut is. und komm denen mal mit recht auf rausch oder safer use. die meisten halten einen für vollkommen bescheuert, sollte man das erwähnen. ohnehin ist ersteres ja selbst unter uns „wissenden“ umstritten. siehe pilzfreaks post.

was habe ich schon versucht leute aufzuklären. ohne erfolg. deine ansätze sind wirklich gut. doch solange im fernsehen von neuartigen horrorteufelsdrogen die rede ist und direkt danach warsteinerwerbung läuft, solange von alkohol UND drogen gesprochen wird und solange man nicht auf der arbeit, in der uni oder sonstwo von seinen rauschmittelerfahrungen wie andere von ihren beschissenen saufgeschichten erzählen kann ohne als kaputt und asozial stagmatisiert zu werden, sehe ich für die ganze sache kaum hoffnung.


ahói
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Montesquieu (1689-1755)
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  Geschrieben: 01.10.11 14:58
WORD!!! @ The Specialist

Ich denke auch dass es vergebens ist, sich da derart einzusetzen. Am Ende ist man wie Specialist schon sagte der kaputte Asoziale.

Ich seh das mittlerweile so,
dass es gut ist dass "Aussenstehende" eben nicht mitreden können. Die wollen es ja auch garnicht verstehen (mein Eindruck). Als einziges Problem sehe ich die Strafen, die folgen wenn man sich nicht an völlig nutzlose Gesetze hält, auch wenn der Konsum keine weiteren negativen Folgen für die Gesellschaft mit sich gezogen hat wie beispielsweise Gewalttaten o.ä.

Nya,
man kann sich aufregen oder einfach abwarten wie sich die Sache entwickelt,
so wirklich in der Hand haben wir es ja wohl zuletzt...

Aloha
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Kann ich mal dein C-bra ham?
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 01.10.11 17:22
warum issen hier so ne negative stimmung...?

edit: das ldt ist das ein projekt der alternativen aufklärung über "drogen", oder...? und wir sind alle dabei.
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  Geschrieben: 01.10.11 17:57
@elduderino:

Ok, kam etwas negativ rüber mein Post, hab das Ganze jedoch vorallem
politisch gesehn.

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  Geschrieben: 01.10.11 19:34

The Specialist schrieb:
was habe ich schon versucht leute aufzuklären. ohne erfolg. deine ansätze sind wirklich gut. doch solange im fernsehen von neuartigen horrorteufelsdrogen die rede ist und direkt danach warsteinerwerbung läuft, solange von alkohol UND drogen gesprochen wird und solange man nicht auf der arbeit, in der uni oder sonstwo von seinen rauschmittelerfahrungen wie andere von ihren beschissenen saufgeschichten erzählen kann ohne als kaputt und asozial stagmatisiert zu werden, sehe ich für die ganze sache kaum hoffnung.


Und dabei haben wir noch nicht einmal von Bayern angefangen :-).

Ansonsten ein dickes Word.
Deal with it!
Ex-Träumer
  Geschrieben: 01.10.11 20:06
Ich moechte einfach nur ein Konzept zum Mainstream, damit es eben auch eine andere Seite gibt. Ob sich das durchsetzt oder nicht, ist nunmal zweitrangig. An die Legalisierung Heroins aufgrund ein paar Drogies glaube ich nicht, aber ich hab was gegen Menschen, die nur ueber Probleme jammern ohne Loesungen oder auch nur alternativen zu suchen.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 01.10.11 21:12
@Loserfish

Wenn du der Meinung bist,dass es zweitrangig ist ob es es sich durchsetzt oder nicht,dann ist es doch schon von Anfang an zum scheitern verurteilt-oder seh`ich das falsch?
Ansonsten find ich das ganze auch eher nutzlos,weil die "Normalos" Meister im Schubladendenken sind und somit ist die Sache obsolet.

lg

full
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Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 01.10.11 21:35
zu sagen, die normalos seien meister im schubladendenken ist ein gutes beispiel für schubladendenken.
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Ex-Träumer



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  Geschrieben: 01.10.11 22:35

elduderino schrieb:
zu sagen, die normalos seien meister im schubladendenken ist ein gutes beispiel für schubladendenken.



Naja hast schon nich Unrecht aber mal ehrlich - in puncto Drogen sind "die Normalos" halt echt oft extrem voreingenommen und gegenüber Informationen verschlossen oder wie hast du das erlebt?
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 01.10.11 23:46
zuletzt geändert: 02.10.11 01:30 durch elduderino (insgesamt 1 mal geändert)
größtensteils ist das schon meine erfahrung. ich habe zwar auch bekannte, die nix nehmen aber trotzdem die sachen, die man so erzählt, einordnen können, einen nicht abstempeln usw. aber die regel ist das nicht.

darum geht es aber auch garnicht, finde ich. wenn man jetzt allternativ aufklärt, dann wissen in der nächsten generation schon mehr bescheid und dann in der übernächsten noch mehr...

in den usa kann man sein geld jetzt schon als cannabis connaisseur verdienen, das ist doch super - und ein schritt in Richtung Normalität.

Ich will ja nicht sagen, dass alles rosarot ist oder bald wird, aber dieses zunichte machen von ideen ist doch sinnlos.
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