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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer
dabei seit 2007 528 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 01:12 |
hallo,
es ist abzusehen, dass meine oma nicht mehr lange leben wird.
ich habe mir ueberlegt, dass es definintiv helfen koennte, die sache besser zu verarbeiten, wenn man auf der beerdigung lsd nimmt.
gewoehnlich verdraengen drogen probleme in den hintergrund.
lsd kann aber die probleme ans licht bringen, sodass sie unter umstaenden ganz einfach zu loesen sind. lsd kann also ein schluessel zur menschlichen seele sein. es kann einem die nackte realitaet vor augen halten. ganz, ganz wichtig ist dabei natuerlich, dass man richtig an die sache rangeht und sich entsprechend darauf einstellt.
wahrscheinlich werde ich auf der beerdigung aber kein lsd nehmen weil dort, wer haette das gedacht, zu viele leute sein werden, die mich, wenn ich es tun wuerde, ich sage mal schraeg angucken wuerden.
eventuell kann ich ja aber am selben abend zum beispiel auf lsd ans grab gehen, wenn ich alleine bin.
mich wuerde mal eure meinung dazu interessieren.
lg |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2010 650 Forenbeiträge 2 Tripberichte
| Geschrieben: 21.10.11 01:23 |
mein beileid.
allerdings halte ich nicht viel von deiner idee. wenn du nichtmal den tod deiner oma packst zu verarbeiten, dann wird das leben dir leider noch viele schwere hürden bereiten! :/
falls ich mich grad irre und du ein sehr tiefes, inniges verhältnis zu deiner oma hattest....nunja, trauer ist doch gut - die brauch man zum verarbeiten. ich könnte mich ehrlich gesagt auf LSD nicht auf den 'todes-verarbeitungs-gedanken' einlassen.
evtl. verkackst du dir noch mehr und siehst nachher den tod als einzigen ausweg ^^ Opioide sind schön - leider.... |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 110 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 04:03 zuletzt geändert: 21.10.11 04:58 durch Sr Goodtrips (insgesamt 1 mal geändert) |
Deine Idee ist nicht schlecht. Ich würde dir jedoch empfehlen, auch wenn du den trip alleine vrbrigst gute Freunde zu informieren um, falls es dir zu viel wird, ohne viele Worte aufgefangen werden zu können.
LSD ist ein Katalysator der lediglich das offenbart was in deinem Unterbewusstsein geschied.
Ob es denn eine gute Idee für dich ist kannst nur du wissen, du kennst dich schließlich am besten. Acid zu nehmen um an Gefühle zu kommen die Überdeckt(der Mensch kann auch ohne Drogen meisterhaft verdrängen) sind ist nich ohne; diese zu durchleben ist gut. Trauer die nicht durchlebt wird kann das Leben von Menschen sehr negativ beeinflussen.
Ich glaube jedoch das es sehr wichtig ist nach dem Trip liebe Menschen(Familie) um dich zu haben, die dir eventuell Unterstützung geben können deine Erlebnisse positiv in deinem Leben zu intigrieren. Du musst den ja nicht sagen wie du zu den einsichten gekommen bist die du vlt erlangst.
lg |
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Ex-Träumerin
dabei seit 2008 2.208 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 09:17 |
Bringe deiner Oma Respekt entgegen und trauere.
Ich empfinde dein Vorhaben als keine gute Idee. Zumindest nicht direkt am Abend der Beerdigung. Du wirst traurig sein, ob du willst oder nicht und das wird deinen Tripp beeinflussen. Egal wie gut du dich vorher darauf "eingestellt" hast, eine gewissen Unberechenbarkeit gibt es immer.
Gib dir selbst ein bisschen Zeit, wenn es soweit kommen sollte und trauer. Trauern gehört zur Verarbeitung dazu... ___
"Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen weit ernstere sind." (Marcel Proust) |
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Abwesende Träumerin
dabei seit 2010 78 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 12:18 |
Ich finde auch du solltest es sein lassen.
Klar kann LSD einem verdrängte Gefühle und Erlebnisse zugänglich machen, jedoch ist deine Situation ja so, dass du noch mittendrin im Erleben steckst. Du hast noch nichts verdrängt. Du solltest lieber bei der Beerdigung klar deine Gefühle spüren und auch danach, wenn du evtl. alleine bist, dich nüchtern darauf einlassen und trauern. Dadurch wirst du dies effektiv verarbeiten können.
Glaub mir, nüchtern zu trauern ist schon schmerzhaft genug. Und soviel LSD kann, genauso unberechenbar ist es auch.
Dem Tod nahe zu kommen und einen Menschen gehen zu lassen ist mMn schon genug Reiz für die Seele. Das braucht keinen Katalysator mehr.
"Wozu ist das?"
"Das ist blaues Licht."
"Und was macht es?"
"Es leuchtet blau." |
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Ex-Träumerin
dabei seit 2008 2.208 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 14:09 |
Sorgenkind hat genau das auf den Punkt gebracht, was ich eigentlich sagen wollte aber aufgrund von eigener Betroffenheit nicht formulieren konnte.
Nachtrag: Als mein Opa vor bald 3 Jahren gestorben ist habe ich versucht vor der Trauer um ihn zu fliehen, indem ich mich mit verschiedensten Substanzen zugedröhnt habe. LSD war allerdings nicht dabei.
Jedenfalls: Für einige Zeit konnte ich so vor der Traurigkeit fliehen, aber ich konnte nicht verarbeiten. Als Folge dessen leide ich noch heute unter Verlustängsten, die sich vorallem in Träumen in denen mir sehr wichtige Menschen versterben und ich immer hilflos daneben stehe und zusehen muss.
Ich denke, wenn ich mit dem Verlust meines Opas damals anders umgegangen wäre und mich damit nüchtern auseinandergesetzt hätte, hätte ich es besser verarbeiten können und würde nicht heute noch darunter leiden. ___
"Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen weit ernstere sind." (Marcel Proust) |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2010 3 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 14:38 |
ich finde die idee auch grundsätzlich schlecht ! wenn du meinst du brauchst ein wenig ablenkung kannst du dich ja noch mit ner tüte vertrösten, aber lsd ist mE zu unbeständig... Man muß aufhören, sich essen zu lassen, wenn man am besten schmeckt. - Friedrich Nietzsche |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2009 234 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 16:20 |
Audio Active schrieb: ich finde die idee auch grundsätzlich schlecht ! wenn du meinst du brauchst ein wenig ablenkung kannst du dich ja noch mit ner tüte vertrösten, aber lsd ist mE zu unbeständig...
ja und vor allem zu unberechenbar!! |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 126 Forenbeiträge
| Geschrieben: 21.10.11 17:25 |
das wäre ja wohl schlechtestes set+setting ever. ich rate dir auch, die erfahrung nüchtern zu erleben, denn für genau sowas haben wir ein wachbewusstsein(um die anforderungen der umwelt vernünftig meistern zu können).
und wenn du nach einem jahr den tod deiner oma nicht überwunden haben solltest, könntest du ja überlegen einen trip unter kontrollierten umständen mit vertrauten personen zu machen, um evtl ungelöste trauer zu verarbeiten.
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Abwesender Träumer
dabei seit 2010 368 Forenbeiträge 4 Tripberichte 1 Galerie-Bilder
| Geschrieben: 21.10.11 18:28 |
mein beileid. ich würde auch davon abraten während der beerdigung auf lsd zu sein.
meine oma ist kurz nach ostern diesen jahres gestorben (war auch absehbar) und ich dachte eigentlich, dass ich weiß, was mich erwartet und ich bereit bin. aber besonders das letzt treffen mit meiner oma hat mir gezeigt, dass dem nicht so war. das noch zu verstärken durch einen trip ist wohl nicht nötig, in solchen situationen nimmst du sowieso schon anders war.
außerdem geht es ja im speziellen auf der beerdigung um das gemeinsame trauern und abschied nehmen, wärst du auf trip, würdest du dich da selbst ausgrenzen, weil du auf einer komplett anderen ebene bist.
irgendwann später mal auf lsd zum grab zu tigern ist bestimmt keine schlechte idee, das hat dann doch nochmal was abschließendes und ist ja auch sehr persönlich, quasi seiner Oma und den errinerungen an Sie den trip zu widmen. und wer weiß, vielleicht siehste ja auch n paar seelen ihre gräber verlassen^^ Mein Land seit vieeeelen Jahrn’ - ist Österreich-Ungarn |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2011 1.586 Forenbeiträge 2 Tripberichte
| Geschrieben: 21.10.11 21:47 |
elduderino schrieb: außerdem geht es ja im speziellen auf der beerdigung um das gemeinsame trauern und abschied nehmen, wärst du auf trip, würdest du dich da selbst ausgrenzen, weil du auf einer komplett anderen ebene bist.
irgendwann später mal auf lsd zum grab zu tigern ist bestimmt keine schlechte idee, das hat dann doch nochmal was abschließendes und ist ja auch sehr persönlich, quasi seiner Oma und den errinerungen an Sie den trip zu widmen.
Hi.
Also ich sehe das ähnlich wie elduderino. Ich bin mal während nes Trips mit einem Kollegen, dessen Freundin Suizid begangen hat, zu deren Grab gegangen, allerdings Monate, wenn nicht Jahre später. Er hat da positiv reagiert, auch wenn es ne echt komische Stimmung für mich war. Hier habe ich aber auch gemerkt, dass es ganz gut war, dass ich ihn begleitet habe, wenn auch nur auf Abstand, teilweise. Du solltest aber erst, wie andere auch schrieben, der "normalen" Trauerbewältigung Zeit einräumen.
Mein Beileid, Baumzwiebel
"Wenn ich loslasse was ich bin, werde ich was ich sein könnte."
Laotse
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Abwesender Träumer
dabei seit 2008 162 Forenbeiträge 1 Tripberichte 1 Langzeit-TB
| Geschrieben: 22.10.11 05:27 |
Audio Active schrieb: ich finde die idee auch grundsätzlich schlecht ! wenn du meinst du brauchst ein wenig ablenkung kann
st du dich ja noch mit ner tüte vertrösten, aber lsd ist mE zu unbeständig...
ABLENKUNG mit LSD? :D wie kommt man denn auf die idee dass jemand sich mit lsd von etwas ablenken will? Wenn dann wird man auf lsd ja wohl eher so knallhart mit der nackten situation konfrontiert, ohne die möglichkeit aus der situation zu fliehen, da die zeit aufhört vergänglich zu sein, dass man unmöich darum herumkommt darüber "nachzudenken" und das gefühlte jahre lang in einem zustand von stark überreizter sinnes- und gefühlswahrnehmung. Dass ein solcher trip auf der beerdigung einer geliebten person sehr harte arbeit wird, ist wo vorhersehbar. Nur mal so als denkansatz. Ich glaube mal schon dass der TE darauf mehr oder weniger abzielt und sich bewusst ist dass solch ein trip harte geistige arbeit ist. Aber Arbeit zahlt sich nunmal meistens aus und bei psychedelika eben oft in form von verarbeitung schmerzhafter erlebnisse (für gewöhnlich ist ja jeder trip den man zumindest nicht zum spaß einwirft harte geistige arbeit). Ich persönlich halte es zwar nicht für eine schlechte idee ein solches erlebniss durch lsd zu verarbeiten versuchen (natürlich immer auf.die gefahr hin alles schlimmer zu machen...) aber das gerade auf der beerdigung halte ich schon für eine ganz schön kranke idee (ich mein all die leute wtf o.O). Vielleicht solltest du auf der beerdigung nüchtern sein und die trauer zulassen, (vor-?)verarbeiten und mit "normalem" bewusstsein auf die dinge blicken. Wenn du dann dem tod deiner oma eine lsd reise widmen willst, kannst du das ja danach machen, mit einem engen vertrauten in begleitung zum grab gehen usw, was auch immer sich dann ergibt.
Das wären mal so meine gedanken dazu, vielleicht konnte ich ja zum denken anregen. Ich wünsche dir viel kraft die zeit zu überstehen und den tod zu verarbeiten.
Alles liebe |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2010 1.492 Forenbeiträge 1 Tripberichte
| Geschrieben: 22.10.11 05:34 |
CzudemR schrieb: Audio Active schrieb: ich finde die idee auch grundsätzlich schlecht ! wenn du meinst du brauchst ein wenig ablenkung kann
st du dich ja noch mit ner tüte vertrösten, aber lsd ist mE zu unbeständig...
ABLENKUNG mit LSD? :D wie kommt man denn auf die idee dass jemand sich mit lsd von etwas ablenken will? Wenn dann wird man auf lsd ja wohl eher so knallhart mit der nackten situation konfrontiert, ohne die möglichkeit aus der situation zu fliehen, da die zeit aufhört vergänglich zu sein, dass man unmöich darum herumkommt darüber "nachzudenken" und das gefühlte jahre lang in einem zustand von stark überreizter sinnes- und gefühlswahrnehmung. Dass ein solcher trip auf der beerdigung einer geliebten person sehr harte arbeit wird, ist wo vorhersehbar. Nur mal so als denkansatz. Ich glaube mal schon dass der TE darauf mehr oder weniger abzielt und sich bewusst ist dass solch ein trip harte geistige arbeit ist. Aber Arbeit zahlt sich nunmal meistens aus und bei psychedelika eben oft in form von verarbeitung schmerzhafter erlebnisse (für gewöhnlich ist ja jeder trip den man zumindest nicht zum spaß einwirft harte geistige arbeit). Ich persönlich halte es zwar nicht für eine schlechte idee ein solches erlebniss durch lsd zu verarbeiten versuchen (natürlich immer auf.die gefahr hin alles schlimmer zu machen...) aber das gerade auf der beerdigung halte ich schon für eine ganz schön kranke idee (ich mein all die leute wtf o.O). Vielleicht solltest du auf der beerdigung nüchtern sein und die trauer zulassen, (vor-?)verarbeiten und mit "normalem" bewusstsein auf die dinge blicken. Wenn du dann dem tod deiner oma eine lsd reise widmen willst, kannst du das ja danach machen, mit einem engen vertrauten in begleitung zum grab gehen usw, was auch immer sich dann ergibt.
Das wären mal so meine gedanken dazu, vielleicht konnte ich ja zum denken anregen. Ich wünsche dir viel kraft die zeit zu überstehen und den tod zu verarbeiten.
Alles liebe
Da kann ich nur zustimmen. Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ... |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2010 271 Forenbeiträge 3 Tripberichte
| Geschrieben: 22.10.11 23:20 |
Also Audio Active kann ich nur raten sich entweder den Anfangspost nochmal durchzulesen oder sich an den Kopf zu fassen.
Den Rest hab ich überflogen aber bin der selben Meinung. Auch wenn ich absolut gar nicht der Typ wäre der sowas schlecht findet,
es ist nur an dem Tag der Beerdigung selbst oder auch kurz danach nicht sehr empfehlenswert denk ich.
Schließ erstmal mit der Trauer ab, dann wird es dir aber eine sehr ertragreiche Erfahrung bringen denke ich.
Auf jeden Fall gefällt mir dein Denkansatz, genauso sind imo Psychedelika zu nutzen, natürlich auch mal als schönes Erlebnis, aber vorallem sollte man immer wissen welchen Nutzen man daraus letztendlich ziehen will. Dr. Gonzo :"Ich sag’s Dir: der hat uns belogen! Das konnte ich an seinen Augen sehen!" - Raoul Duke :"Augen?" |
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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer
dabei seit 2007 528 Forenbeiträge
| Geschrieben: 26.10.11 10:58 |
cuzdemr bringt es auf den punkt.
ich will doch vor problemen nicht fliehen.
meine absicht wäre gewesen, dass problem des todes meiner oma (noch lebt sie) mit lsd noch mehr hervor zu holen, damit es sich auch besser verarbeiten lässt, logisch?
klar kann das ganz schön krass werden.
aber WENN man damit klar kommt, ist es mit lsd vielleicht umso besser.
wenn nicht, umso schlimmer!
lg |
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