LdT-Forum
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Abwesender Träumer
dabei seit 2012 243 Forenbeiträge | Geschrieben: 20.03.13 22:10 |
| Was denkt Ihr, wie sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Drogenpolitik samt BTMG verändern wird? Es gab ja im Vergleich zu den 70ern doch schon positive und greifbare Änderungen in der jüngeren Vergangenheit. Aber wirds so weiter gehen oder kommen Rückschritte bzw. Statik? Grad viele der THCisten sehen ja eine Legalität als sicher, zumindest irgendwann mal. Mag Wunschdenken der Grund sein, oder logische Extrapolation? Mir wär es recht, ich gönne anderen immer, Probleme loszuwerden und hätte Hoffnung, daß andere Substanzen mitgezogen werden. Aber ist bei genauerem Hinsehen nicht eher das Gegenteil absehbar, möglicherweise prohibitionsähnliche Aktion ? Als halbernsten Beitrag sage ich zum "irgendwann muß es ja legalisiert werden" immer, daß das dann auch egal ist, weil man DANN gar nirgends mehr überhaupt rauchen dürfe... Würde mich freuen, einige Kristallkugelauswertungen zu lesen. Rei in der TUUUUBE. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 20.03.13 22:27 |
| Ich weiß jetzt nicht, worauf deine Behauptung mit der "positiven und greifbaren Änderung" seit den 70ern genau abzielt, denn irgendeine positive Entwicklung in der Vergangenheit kann ich absolut nicht feststellen. Im Gegenteil, mir kommt es so vor, als ob die Aufnahme neuer Substanzen immer wahlloser stattfindet. Da wird aus einer kleinen Geschichte wie beispielsweise dem Konsum von Salvia ein riesen Ding gemacht und zack, steht die Pflanze und deren Wirkstoff im BtMG. Ich glaube die Repression wird fortgeführt und vermutlich werden in Zukunft die Daumenschrauben weiter angezogen. In meinen Augen ist der Grund ganz einfach, mit der Thematik lässt sich schön Politik und darüber hinaus auch ein Haufen Kohle machen. Wenn es gut läuft dann werden wir eventuell noch die Entkriminalisierung des kleinen Mannes bezüglich Cannabis erleben, aber eine Legalisierung mit dem Verkauf kontrollierter Ware, daran glaub ich wirklich nicht. Wirkliche Freiräume bekommt man nicht geschenk, die hat man sich zu erkämpfen! Auf in den Kampf, unsere Waffe ist der Ungehorsam... | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2008 1.954 Forenbeiträge | Geschrieben: 20.03.13 22:42 |
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Grindl schrieb:
Ich weiß jetzt nicht, worauf deine Behauptung mit der "positiven und greifbaren Änderung" seit den 70ern genau abzielt, denn irgendeine positive Entwicklung in der Vergangenheit kann ich absolut nicht feststellen.
1994 einführung der geringen menge Zur zeit denke ich es sieht immer schlimmer aus, die gesellschaft vergeist ja und je älter desto matsch in der birne und es wird alles so gemacht wie die alten das gerne hätten also ändert sich nichts. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 20.03.13 22:58 |
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Günter schrieb:
1994 einführung der geringen menge
Ah, OK, merci... | |
Geschrieben: 20.03.13 23:12 | |
| ich habe dennoch das gefühl, dass wir uns momentan eher in einer phase der regression befinden. man bedenke das immer weiter umgreifende rauchverbot, oder auch die vielen diskussionen den alkoholkonsum im öffentllichen raum (auf plätzen, in bahnhöfen, in den zügen selbst) verbieten zu wollen oder auch einfach nur zu erschweren durch sperrstunden (ich glaub in bayern wurd letztens erst ein neues gesetz für tankstellen erlassen). also selbst die legalen substanzen werden immer weiter verdrängt. generell kann man eine tendenz hin zu mehr verboten beobachten. ich hab da ehrlich gesagt keine großen hoffnungen für die zukunft. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2012 45 Forenbeiträge | Geschrieben: 20.03.13 23:19 |
| Irgendwann werden die ganzen alten Säcke im Bundestag uns verlassen haben und die 'neue' Generation wird an die Macht kommen. Ich für meinen Teil mach mir schon Hoffnungen, mir irgendwann als Rentner, mein Leben legal versüßen zu können. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 20.03.13 23:27 |
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karottenhead schrieb:
Irgendwann werden die ganzen alten Säcke im Bundestag uns verlassen haben und die 'neue' Generation wird an die Macht kommen.
Die jüngere Generation macht dir Hoffnung? | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2012 160 Forenbeiträge 2 Galerie-Bilder | Geschrieben: 20.03.13 23:36 |
| da selbst in amerika, dem einstigen vorläufer und mitreißer der verteufelungspolitik, in einigen staaten die süßen grünen edelsteine legalisiert wurden, hoffe ich auf eine liberalere drogenpolitik. weiß jemand wie repräsentativ umfragen vom hanfverband sind? :D hier mal 2 umfragen http://hanfverband.de/index.php/nachrichten/blog/1557-umfrage-40-fuer-eine-legalisierung-von-cannabis http://hanfverband.de/index.php/nachrichten/blog/1313-emnid-umfrage-qcannabis-2010q-alter-und-parteipraeferenz Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Friede ist der Weg (Mahatma Gandhi) | |
Geschrieben: 21.03.13 11:27 | |
| Hier ist übrigens ein ganz interessanter Artikel im Spiegel zu dem Thema. Man sieht, das selbst auf höchster Ebene langsam ein Umdenken stattfindet. Hauptsächlich zwar durch die Folgen der Wirtschaftskrise und die dadurch auferlegten Sparzwänge, aber so hat die Wirtschaftskrise wenigstens auch ihr Gutes. In Deutschland ist davon allerdings noch nicht so viel angekommen. Was man allerdings auf jeden Fall sagen kann ist, dass die aktuelle Drogenpolitik der westlichen Staaten grandios gescheitert ist. Sie kostet viel und hat so gut wie keinen Effekt. Und genau dieser Kostenaspekt macht mir eigentlich Hoffnung für die Zukunft. Die Ära des Schuldenmachens ist (hoffentlich) vorbei und die Staaten müssen zusehen, wie sie einen ökonomisch ausbalancierten Haushalt aufstellen können. Und früher oder später wird jeder Staat und sei er noch so konservativ geführt (so zumindest meine Hoffnung) auf die immensen Kosten des "Anti-Drogen-Krieges" stoßen. Es ist zwar schade, dass eigentlich kein wirkliches Umdenken in Bezug auf die Drogen stattgefunden hat, sondern das ganze eigentlich nur durch ökonomische Aspekte initiiert wird, aber das Resultat ist schließlich dasselbe, eine liberalere Drogenpolitik. | |
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Ex-Träumer
| Geschrieben: 21.03.13 12:19zuletzt geändert: 21.03.13 12:27 durch Selket (insgesamt 1 mal geändert) |
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Urinstinkt schrieb:
da selbst in amerika, dem einstigen vorläufer und mitreißer der verteufelungspolitik, in einigen staaten die süßen grünen edelsteine legalisiert wurden, hoffe ich auf eine liberalere drogenpolitik.
Die Amis werden bald kommen und der ganzen Welt predigen, wie segensreich Hanf ist. Angesichts dessen, daß man weiß, wie die "predigen" (nötigenfalls mit vorgehaltener Waffe), wird das bald Auswirkungen haben. Ich schätze, daß wir eines Morgens aufwachen und in den Nachrichten wird gemeldet, Hanf sei freigegeben worden. Einfach so, ohne langes Vorgeplänkel. Übrigens, ich bin absolut kein Amerikafeind, nur ein Beobachter der Politik seit dem Vietamkrieg. So nett viele Amis sind, so ekelhaft sind die meisten Politiker dort. Ja, das sind sie überall, aber dort ist man halt grundsätzlich gewalttätiger eingestellt. ralph3000 schrieb:
ich habe dennoch das gefühl, dass wir uns momentan eher in einer phase der regression befinden.
Frei nach dem Sprichwort "Die Ruhe vor dem Sturm": Der Sturm vor der Ruhe ? Hoffentlich. | |
| Kommentar von Selket (Moderatorin), Zeit: 21.03.2013 12:27 Doppelpost entfernt. Bitte selbstständig Bearbeiten Funktion nutzen. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2012 621 Forenbeiträge | Geschrieben: 21.03.13 14:17 |
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Grindl schrieb:
Ich weiß jetzt nicht, worauf deine Behauptung mit der "positiven und greifbaren Änderung" seit den 70ern genau abzielt, denn irgendeine positive Entwicklung in der Vergangenheit kann ich absolut nicht feststellen.
anerkennen muss man auch den wandel von der abstinenzorientierten zur akzeptanzorientierten drogenhilfe. war der drogie in den 80ern noch ein entmündigtes geschöpf, ein potentieller krimineller und perverser, so wird er nun als ein lebewesen mit eigenem willen angesehen. daran anschließend sind die einführung von substitutionsangeboten und wenn auch kaum verbreitet, den konsumräumen aufzuführen. auch die spritzenausgabe muss genannt werden! wobei ich damit natürlich nicht sagen will, dass sich an der gesamt-gesellschaftlichen wahrnehmung der drogenfreunde etwas grundsätzliches geändert hätte. dennoch muss man diese rechtliche veränderung als zaghafte positive entwicklung anerkennen. zur allgemeinen kristallkugelei fehlt mir grade die muße. wird aber interessant zu sehen sein, wie der gesetzgeber künftig versucht mit rc's umzugehen. | |
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» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer
dabei seit 2012 243 Forenbeiträge | Geschrieben: 22.03.13 21:55 |
| @grindl: Ich vermute mal, daß Du Baujahr Mitte 80er oder später bist? Wie Capt.D. schrieb, in den 80ern sah es für die Konsumenten extrem unrosig aus. Besonders Junkies sind in den letzten 30 Jahren ja glücklicherweise in vergleichsweise himmlische Zustände gekommen was den Umgang des Gouvernements betrifft. Früher konnte da jemand sogar willens sein, damit aufhören zu wollen, war dann aber, bis einer der Therapieplätze frei war schon ob der viel härteren Umstände (keinerlei Substi, Preise die illegale Geldbeschaffung nötig machte etc.) schon oft weg vom Fenster. Natürlich ist da auch nicht alles Staatsverdienst (Verfall der Heroinpreise ob erweitertem Welthandel und Überangebot) aber aus menschlicher Sicht ist es besser geworden. Ebenfalls die Verfolgung bei kleinsten Menge oder leichten Drogen - für 2g Shit passiert ja heute dem Übeltäter nichts schlimmes mehr. Da hab ich Stories von Früher gehört - da wurde eine Maschinerie gestartet, als wär man auf Senor Escobar getroffen. Allerdings halte ich diese "Auflockerungen" eher für Bequemlichkeit denn für vernunftsbasierende Entscheidungen. Ob der Masse der Kiffer wäre der Strafverfolgung ja gar nicht Herr zu werden und die Polamidonisierung von Langzeitfixern stellt die Leute auch ruhig ohne daß sie zu glücklich wären. Einzig über eine Schiene sehe ich vllt. doch noch rosigere Zeiten: BTM bei Arznei. Die Lockerungen der Vorschriften und Erhöhung der Höchstmengen haben dazu geführt, daß z.B. Ärzte OHNE BTM-Rezepte die Ausnahme sind und nicht umgekehrt - und daß sogar welche ausgestellt werden wenn nötig und nicht erst in den letzten 3 Wochen des finalen Krebsstadiums. Hat natürlich auch zur Verbreitung in den Mißbrauch geführt - Pillen laufen Straßendrogen immer mehr Rang ab. Weil aber nicht nur die Menschen in der Bundesschwatzbude immer älter werden, sondern alle und die Pflege jetzt schon nicht geleistet werden kann, denke ich, daß da noch weitere Schritte folgen um noch mehr für umfassend medikamentierte Senioren zu sorgen. Rei in der TUUUUBE. | |
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Abwesender Träumer
dabei seit 2007 713 Forenbeiträge | Geschrieben: 25.05.13 06:55zuletzt geändert: 25.05.13 09:27 durch Nagua (insgesamt 6 mal geändert) |
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Zitat:
Irgendwann werden die ganzen alten Säcke im Bundestag uns verlassen haben und die 'neue' Generation wird an die Macht kommen.
Ich für meinen Teil mach mir schon Hoffnungen, mir irgendwann als Rentner, mein Leben legal versüßen zu können. Leider nicht... Ich habe selber Freunde die in der Politik mitwirken. Zwar nicht auf allerhöchster Ebene... aber auch keine "Kleinstadt-politiker". ...Und die sind genauso Matsch in der Birne. Die Reden und entscheiden über Sachen von denen sie nen Tag vorher ne a4 Seite gelesen haben. Sobald die meisten Menschen ein gewisses Alter erreicht haben, oder Familienvater / Mutter sind werden sie zum "mediengesteuerten Mensch". (konnte das schon bei den größten "Andersdenkern" feststellen, das ist unweigerlich) Es wird Werbung bis zum gehtnichtmehr konsumiert (und das scheinbar sogar mit Spaß...was ich wohl niemals verstehen werd) Sie Saugen sich die Scheiße in ihre Schädel rein, die von Medienmogulen wie RTL usw in die Masse geworfen wird. Lesen und verinnerlichen Hetzkampagnien die von Schundblättern wie z.B. von der Bild initialisiert werden. Es ist ihnen nichtmal bewusst welchen Hass, welche Verachtung gegen Minderheiten sie ihren Kindern und sich selbst damit beibringen. Es wird für sie normal sich über andere Menschen zu stellen, auf sie hinabzublicken und sie zu verachten. Sie prüfen keine Qullen, es ist ihnen egal. Sie denken nicht mehr. Das braucht man nicht mehr, da man seine Meinung ja schon fertig vorgekaut vorgesetzt bekommt, von den großen Medien. Und dem kann sich NIEMAND absolut NIEMAND wiedersetzen... wer behauptet er wird nicht von Medien beeinflusst, (und damit meine ich nicht nur das Kaufverhalten) der ist ein weltfremder Narr. Das alles führt nur zu einer logischen Konzequenz. Solange die Medien keine ordendliche Aufklärungsarbeit leisten. Wird sich genau garnichts ändern. Die Frage ist also nicht: Wann werden endlich die gesetze Geändert, sondern wann fangen die Leute wieder an zu denken. Und mal ehrlich...Die Tendenz geht offensichtlich immer weiter dahin garnicht mehr nachzudenken. Was würdet ihr euren Kindern sagen wenn sie euch auf Drogen ansprechen? (sollt ihr jetzt nicht beantworten...dafür gibts nen anderen Thread hier). Wahrscheinlich würdet ihr ihnen sagen: "macht das lieber nicht" .... ihr würdet zwar die Drogen nicht verteufeln. Aber ordendlich aufklären würdet ihr Eure Kinder wahrscheinlich vor Angst das sie selber konsumieren auch nicht. Also lernen sie von.... na? Den medien. Dann haben wir hier die nächste Generation die wahrscheinlich noch (geistig) hilfloser ist und noch weniger in der Lage ist EIGENVERANTWORTLICH zu handeln. ...Aufklärungsarbeit! Die Ignoranz und die Angst und was man lieber schnell vergisst all das machte Dich zu dem, was du jetzt bist... | |
Geschrieben: 25.05.13 07:26 | |
| Entweder gleich alle Drogen auf einmal legalisieren oder gleich lassen, sonst bringt es mir GAR NICHTS!!!! Ich hab diese Kiffer-only satt, vorallem die, die glauben, dass andere Drogen schlimmer wären, oder Cannabis eben weniger schlimm. Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ... | |
Geschrieben: 25.05.13 10:41 | |
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Nagua schrieb:
Wahrscheinlich würdet ihr ihnen sagen: "macht das lieber nicht" .... ihr würdet zwar die Drogen nicht verteufeln.
Aber ordendlich aufklären würdet ihr Eure Kinder wahrscheinlich vor Angst das sie selber konsumieren auch nicht. natürlich würde ich sie aufklären und ihnen versuchen mitzuteilen wie es wirklich aussieht, wo die gefahren liegen und das kontrollierter, seltener konsum meist unproblematisch ist, als den drecksmedien diese folgenschwere "aufgabe" zu überlassen. wenn sie interesse an rauschmitteln haben, haben sie es eben. es ihnen auszureden bringt nicht wirklich viel und könnte eher das interesse noch steigern. das ist doch inzwischen allgemein bekannt. meine kinder sollten selbstverständlich nicht in jungen oder sehr jungen jahren konsumieren. ab einer gewissen reife jedoch kann man darüber sprechen. und das ist das stichwort. sollten sie dennoch im jugendlichenalter anfangen (wollen), ist es umso wichtiger darüber zu reden. nicht-aufklärung aus angst, dass sie selbst konsumieren hat noch nie was gebracht. das wäre nämlich genau diese totschweige politik die schon immer herrschte. "Man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht nach ihrem Tode" Montesquieu (1689-1755) ______________________________________________________________ I never asked for this | |
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Geschrieben: 20.03.13 22:10