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Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 25.03.13 02:39
Hallo ihr Lieben,

Als aller erstes: Für mich ist Feiern schon immer ein absolutes Lebendgefühl mit hoher Priorität, und nach den letzten sagen wir 10 Jahren
Party mit Alkohol, habe ich nun, nach dem es schon etwas langweilig geworden ist, das Feiern 2.0 für mich entdeckt verliebt
Zur Zeit sehen ich es als Bereicherung, jede Party ist ein unglaublich tolles Erlebnis, wie ein kleiner Ausflug in einer andere Welt.
Die Erlebnise auf MDMA mit anderen Menschen und mit mir selber; unbezahlbar und wunderschön! :)
Die Gespräche auf Speed und Cannabis; Tiefgründig!

Bald ist es ein Jahr her das ich meine erste Ecstasy Pille geschluckt habe. Zu der Zeit habe ich mir keine Gedanken gemacht was danach kommen wird.
Ein paar Monate und einige weiter Pillen später war mir dann klar, das diese und andere Subastanzen mich nun eine Weile meines Lebens begleiten werden! Ich war gespannt wie es weiter geht.

Worum es mir hier geht ist, meinen und eueren Drogenkonsum/verhalten.
Mich würde interssieren wie es bei euch Angefangen hat wie es weiter ging/gehen wird oder wie es endete.
Wie ihr euch damit fühlt?
Außerdem würde mich eine Einschätung von euch zu meinem Konsumverhalten interessieren, es gibt immer Leute die nehmen mehr und man sagt sich: "DAS würde ich niemals tun" aber es gibt genauso die die weniger nehmen als ich... ;-)
und glaubt ihr das es "Objektiv" beim Drogenkosnum gibt?

Ich hatte immer ein großes interesse an Drogen, sie haben mich fasziniert aber auch beängstigt, die andere Seite (Sucht/psychische probleme/Krankheit...) Ob es nun die Medien oder die Wahrheit oder beides war, hielten mich davon ab. Nach dem ich aber drei Jahre fast täglich Cannabis kosumierte, rückten die Ängste in den Hintergrund, ich kam gut mit dieser Droge klar, sie tat mir sogar gut! Warum sollte gelengentlicher Konsum von anderen Drogen nicht auch gut sein?!

Innerhalb dieses einen Jahres kommen viele tolle Party Abende zusammen... Ab und zu gab es auch MDMA in reinform nach ca. 4 Monaten kam gelegnetlich Speed dazu, aus Gelentlich wurde beim feiern regelmäßig. Alkohol konsumiere ich seit dem so gut wie gar nicht mehr, da diese Droge mir überhaupt keinen Spaß mehr macht und ich den Mischkonsum auch teilweise zu anstrengend finde. Einen schwachen ersten Pilztrip gab es dann irgendwann und im Sommer soll es dann LSD sein.
Wir (mein Freund und ich, konsumieren ausschließlich zusammen) fahren ab und zu nach Berlin um dort zu feiern (Wir lieben diese Stadt und ihre Party einfach!!! :-) )
Bei letzten mal waren es dann zwei Tage in Berlin mit viel Speed, Ecstasy und MDMA, zum Chillen und runter kommen etwas Gras und für die nächste Party nach drei Stunden schlaf dann wieder Ecstasy, MDMA und zu guter letzt noch Spontan 2-cb...
Ich merke das man seine Grenzen öffnet aber auch neue kennen lernt.

es werden pro Abend in der Regel 1-3 Pillen konsumiert
und ca. 1-5 Nasen Speed gezogen
in Berlin sind die Grenzen etwas offener aber das behalten wir uns auch vor.

Mir ist bewusst das es nicht die gesündeste Art ist zu Leben und ich habe auch hin und wieder mit mir zu kämpfen, hauptsächlich mit dem E-Kater. Es vergehen manch mal 3 Wochenenden hinter einander an denen wir feiern und dann 1-3 max. 4 Wochen pause bis es wieder weiter geht.

Mein Leben außerhalb der Party läuft gut, Beziehung, Freunde, Job und Kreativität, alles funktioniert prima.
Nur ohne "dieses" Feiern würde mir etwas fehlen und manch mal mache ich mir schon Gedanke darüber wie so ein Leben auf lange sicht wohl sein wird/sein könnte.



ich bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen! :)


"It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society."
Ex-Träumer

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  Geschrieben: 25.03.13 11:06
Nur so ganz kurz:

Ich kann dir sagen wie es voraussichtlich laufen wird, wenn man mehrfach im Monat auf MDMA ist.
Das Zeug verliert 90% seiner Wirkung und die Magie verschwindet ganz. Für viele unwiederbringlich. Bei einigen reichen 1-2 Jahre Pause um zumindest einen Teil der Magie zurück zu bringen.

Ist bedauerlich... aber ist leider so.

Das exzessive Feiern klappt nur kurze Zeit (ein paar Monate bis 2 Jahre) wirklich... danach hört man auf, wechselt zu einem "vernünftigem" Konsummuster oder macht selbstzerstörerisch weiter.
Alternative Drei hinterlässt meist ziemlich negative Spuren im sonstigen Leben (Beziehungen, Job, Gesundheit etc).
 
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322 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.03.13 11:26
Ich versteh nich wieso alle Leute ständig "feiern" gehen wollen...
Was gibts denn jedes Wochenende so groß zu feiern? Dass man noch am Leben is trotz exzessiven Konsums?
Wie könnt ihr nur feiern gehen, wenn auf der ganzen Welt Kinder verhungern, Menschen unterdrückt & ermordet (auch in Deutschland) werden?
Ist mir völlig unverständlich...

Etwas näher am Topic:
Ich nehme Drogen hauptsächlich um zu funktionieren...also da meine ich Coffein und Nikotin.
Sonst konsumiere ich täglich Alkohol um mich und die Welt um mich herum (s.o.) zu ertragen und nich komplett abzudrehen.
Ganz selten konsumiere ich auch anderes, um Einblicke in mich und meine Gedanken zu bekommen.
"Anybody can be a non-drunk. It takes a special talent to be a drunk. It takes endurance. Endurance is more important than truth.."
Abwesender Träumer

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313 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.03.13 11:42
Hätte ich gewusst dass die Kinder am Leben bleiben wenn man betrunken zu Hause bleibt, wäre ich nie weggegangen!

Ich nehme Drogen zur Zeit eher als Lebenslüge und habe da relativ wenig Probleme mit, da ich es bei Kratom belassen kann.
Der Mensch möchte vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.

R. W. Emerson

Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 25.03.13 11:59
zuletzt geändert: 25.03.13 12:28 durch irgendetwas (insgesamt 1 mal geändert)
Ich sehe Drogen weder als Lebensgefühl, noch Lebenslüge.
In meiner Anfangszeit, was zunächst nur Kiff neben den legalen war, war ich schon son bisschen auf der Lebensgefühl Schiene.
Das führte dann schnell zu einer Überhöhung dessen was es eigentlich (für mich) ist.
Als dann die ersten negativen Effekte anfingen, musste ich meine Einstellung dazu natürlich überdenken. Hatte Probleme mit Menschen klar zu kommen, tlw. ziemlich paranoide Gedankengänge wenn ich stoned war usw.

Ich kiff immernoch gerne, tlw. mehr als es sinnvoll wäre. Aber meine Einstellung ist da etwas nüchterner geworden.

Die ersten Male MDMA kamen erst nach dieser Phase. Da bin ich dann gleich etwas rationaler an die Sache gegangen, worüber ich auch sehr froh bin. Denke einige hier kennen "E-tards" die Pillen wie Smarties snacken. Das ist echt schon bitter wie stumpf solche Menschen dann werden können. Wie psych ja schon geschrieben hat, kann man sich emma schnell kaputt machen.

Im Schnitt konsumiere ich Emma so 4 mal im Jahr, und die Magie des ersten Mals ist fast komplett erhalten geblieben.
Bei allen anderen Substanzen (hauptsächlich Psychedelika, max 1 mal im Jahr Speed) sieht es ähnlich aus. Das sind einfach Werkzeuge/Mittelchen welche mir Erfahrungen ermöglichen die ansonsten ausblieben. Die können sowohl spirituell inspiriert sein, oder einfach nur hedonistisch. Und obwohl das durch eine Droge ausgelöst wurde, ist es ja nicht weniger echt. Aber ich identifiziere mich auch nicht nur darüber. Daher: Weder noch :D

\edit: @vincaMinor: Die Kombi Emma & Speed ist nicht so empfehlenswert. Die neurotoxizität wird dadurch wohl stark erhöht. Gibt's hier im Forum auch einige Infos zu. Nur so am Rande, bin ja nicht dein Arzt.. Aber ist nicht verkehrt da etwas drauf zu achten...

\edit²: Man könnte es auch so formulieren, dass Drogen als Lebensgefühl eine Lebenslüge ist ;)
Und die eigene Lebensaufgabe wird zur Lebensaufgabe. Oder umgekehrt.
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  Geschrieben: 25.03.13 19:03
Ich habe die Theorie, dass die meisten "richtigen" Druffis so eine Art Evolution durchmachen: Erst geht's los mit Alkohol, Tabak danach kommt meistens der Naturflash (is' ja wenigstens natürlich, so 'ne "Chemiescheiße" würde ich nie nehmen!), dann kommt doch der "Chemiescheiß" und am Ende landet ein sehr großer Teil bei Downern jeglicher Art (Opioide, Benzos, Alkohol oder andere GABA-Substanzen). So ist zumindest meine Beobachtung in meinem Freundeskreis und von vielen Bekannten in meinem Alter.

Ich lüg' mich wegen Drogen schon lange nicht mehr an, ich bin nicht nur "süchtig" sondern ebenso "abhängig" (das aber meist nur temporär), aber ich nehme das in Kauf um mein Leben auf die Reihe zu bekommen und nicht irgendwann vom Dach zu springen. Allerdings nicht wegen hungernder Kinder sonstwo, auch wenn's traurig ist, ist mir das einfach zu abstrakt.
Deal with it!
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 25.03.13 20:59
Diese "Feier-Sucht" ist ja verbreitet, teils sogar OHNE Drogen bzw. "nur" mit Alk... Kollege vor 12 Jahren war jedes WE am Start, türlich mit Uppern und in der Woche hatte er sozusagen ledig das Wochenende als Ziel. Steigerte sich exzessiv mit Amphetaminpsychose, die, da nicht behandelt auch fast ein Jahr lang noch Paranoia als Auswirkung zeigte... ich glaub jetzt macht er in der Hinsicht gar nix mehr, irgendwann luscht sowas eben (wie alles?) aus - darum grooven auch sowenig Rentner in Discos weiter und die Endsenioren im Heim starten auch keine Swingparties mehr am Abend. Von daher freu ich mich sozusagen für dich, daß es dir Spaß macht, noch lang Spaß machen kann und (mit den Pausen bestimmt gute Aussicht drauf) keine Knäckse zurückläßt.
Mir hat dieses verbimmelte von xtc und vielen Speedchargen nie was gegeben. Seither hab ich mich für Opium und Heroin interessiert (letzteres eher enttäuschend) , obwohl lange völlig gegen Rauschgifte eingestellt war - auch erst mit über 20 den ersten (und letzten) Joint geraucht. Aber diese Opiate samt Derivaten... GLÜCK vom Faß - oder zumindest Glück-Surrogat. Und der Körper schmerzt nicht mehr - daß es überhaupt Schmerzen gab hat man ja gar nicht gemerkt, bis sie weg sind. So müssen sich Tinnitussies nach Jahren fühlen wenn das fiiiiiiiiiiiep weg ist. Leider luscht es auch aus - die Sphären von damals wären sicher nur noch aufs RIsiko der Atemlähmung erschwinglich... und leider im Vgl. zu uppern ist ein abkicken langwieriger und unangenehmer, würde viel Zeit unschön gestalten - und Zeit fehlt akut. Aber wer will klagen, einst fast unerträgliche Umwelteinflüsse sind meist nicht mehr als ein Hintergrundsummen =)
Rei in der TUUUUBE.
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Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 25.03.13 23:20
wie schön :-) ich freu mich sehr über das bisherige Feedback und eure Erfahrungen!
Mir hilft es ein wenig meinen eigenen beschrittenen Weg ein zu schätzen,
und da gibt es ja schon ein paar Möglichkeiten.
Ihr scheint mir auch einen ehrlichen Dialog zu euch selber zu halten, kann man
das so sagen? :)

Was ich immer wieder feststelle, und was ich wirklich als sehr angenehm empfinde, ist diese (es klingt echt irgenwie blöd, aber)
verbundenheit durch Drogen! Ich habe sie eben durch´s feiern mit Drogen kennen gelernt, merke aber auch das es außerhalb davon statt findet.

Ich habe bis vor 4 Jahren viel Punk, Hardcore, Alternativ... gehört, bis ich durch verschiedene Faktoren zum Techno gekommen bin und diese Musik
wirklich ins Herz geschlossen habe. In keiner anderen Szene habe ich mehr Tolleranz und Akzeptanz erfahren. Ich denke das die Drogen ihren (großen?) Teil dazu bei tragen, aber
trotzdem ist es echt, man wird selber tolleranter und offener.


@ HenryChinaski jeder Mensch hat doch das recht sein Leben zu gestalten wie er möchte.
Vielleicht brauchen manche Menschen das feiern um auch mal Abstand vom Leid der Welt zu kriegen. ;-)
ich fühl mich dabei sehr frei und glücklich (auch ohne chemische Drogen schon) und deswegen sollte ich doch kein schlechtes Gewissen haben müssen!


@ irgendetwas danke für deinen Rat mit dem Speed und dem Xtc(!), das es schädlicher ist als eine von beiden Substabzen alleine dachte ich mir schon, aber ich werd mich da noch mal genauer informieren! Man übertreibt ja auch schon mal unnötigerweise! ;-)

Generell halte ich "süchtig" sein nicht für das Problem! ich finde den Begriff auch zu verallgemeinert. Erst wenn die Sucht Körperlich oder psychisch das Leben am frei und glücklich sein hindert (was ja an sich schon keine Leichte sache ist) muss man natürlich etwas ändern. Bis dahin können Drogen eine absolute bereicherung sein!


"It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society."
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 26.03.13 02:32
Hi VincaMinor,
ich finde den Titel deines Posts ebenso interessant, wie deinen Post!
Deswegen erst mal was zum Titel. Die Frage sollte man sich oft stellen, denn mir ist es manchmal auch schon passiert, dass ich aus dem Lebensgefühl in eine Sucht und somit in eine Lüge gerutscht bin. Aber eigentlich hab ich nie Drogen regelmäßig konsumiert außer Alkohol und Graß. Für mich waren und sind Drogen nie im allgemeinen einen "Lebenslüge" gewesen. Da fällt es mir dann aber auch schwer zu beurteilen, was Drogen für mich sonst sind. Ich interessiere mich für viele verschiedene Drogen. Ich denke Drogen sind für mich eine Art Hobby. Mich interessieren Herstellung, Wirkung, Nebenwirkung, Poliktik und das ganze drumherum, also denke ich einfach mal, dass es ein Hobby ist.

Zu deinem (und auch meinem) Konsummuster: Ich nehme unregelmäßig aber öfters Drogen, manchmal an einem Tag auch mehrere. Ich bekomme manchmal ein schlechtes Gewissen, du vielleicht auch. Aber dann muss man sich immer bewusst werden, dass das nich schlimmer ist, als an einem Abend Alkohol zu trinken, oder an einem Abend viel Alkohol zu trinken. Dass habe ich früher oft gemacht, mache ich auch ab undzu noch und machen viele meiner Freunde noch, und haben dabei nie ein schlechtes Gewissen.
Es gibt natürlich Menschen, die Meinen Rausch braucht man nicht im Leben und man kommt gut ohne jegliche Drogen aus, aber ich bin halt einfach anderst. Und das ist gut so. Ich brauche nicht gegen meine Persönlichkeit und meine Einstellung und Charakter ankämpfen. J

Solange dein Leben nicht durch Drogen beeinflusst wird, ist es meiner Meinung nach ok. Ich brauche kein schelchtes Gewissen haben, dass mir der Staat einreden will. Ich weiß es besser als unsere Gesetze, ich kann für mich selbst entscheiden. Das ist Rechtspositivismus. Also lebe ich mein Leben, als wären Drogen legal, natürlich achte ich aber auf meine Mitmenschen und was ich ihnen darüber erzähle,...

Also ich denke dein Konsummuster geht klar, solange du selbst keine Nachteile merkst. viel Spaß weiterhin :)



Wer will dass die Welt so bleibt wie sie ist, der will nicht dass sie bleibt!
Ex-Träumer
  Geschrieben: 26.03.13 16:11
vincaMinor schrieb:
Generell halte ich "süchtig" sein nicht für das Problem! ich finde den Begriff auch zu verallgemeinert. Erst wenn die Sucht Körperlich oder psychisch das Leben am frei und glücklich sein hindert (was ja an sich schon keine Leichte sache ist) muss man natürlich etwas ändern. Bis dahin können Drogen eine absolute bereicherung sein!


Bravo vincaMinor !
Sucht an und für sich ist KEIN Problem. Man könnte so weit gehen und sagen, wir alle sind süchtig nach Sauerstoff. Da macht sich keiner Gedanken darüber, solange er regelmäßig Luft holen kann.
Ebenso ist es mit anderen Substanzen. Eine Substitutionsärztin sagte einmal zu mir: "Mit Morphium kann man völlig normal lebend uralt werden, ohne irgendwelche geistige oder körperliche Schäden davonzutragen." Das stimmt. Schlimm ist es, wenn die Beschaffung Probleme bereitet, dann kommt der Druck.
Körperliche Schäden trägt man davon, wenn man sich irgendwelchen gestreckten Dreck in einem öffentlichen Klo 'reinhaut und womöglich noch das Werkzeug mit anderen teilt.
Im Kopf beginnen die Probleme, wenn man ständig irgendwelche Ersatzstoffe (womöglich noch wechselnd) zu sich nimmt oder Benzos etc zusätzlich, weil das Zeug, das man sich besorgt, solch ein Mist ist, daß man nichts davon hat.
Und das Auf und Ab - einmal hab' ich was vernünftiges, dann nicht - schädigt sowohl den Körper als auch den Kopf.
All das sind aber nur Nebenerscheinungen der Sucht, unangenehme und genaugenommen unnötige Nebenwirkungen. Viele Leute, die in einer guten Substitution (mit M zB) sind, leben seit zum Teil Jahrzehnten vor, daß die Sucht an und für sich ein Faktor ist, der das Leben überhaupt nicht beeinträchtigt.

 
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Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 26.03.13 22:01
@ psychoLono

Bei mir ist es ganz ähnlich mit den Drogen und dem Alkohol.
Bei Alkohol hatte ich nie ein schlechtes Gewissen, man ist ja in jüngeren Jahren teilweise sogar (traurigerweise)
noch Stolz auf die Mengen die man verdrücken kann...
Bei illegalen Drogen steigt mein schlechtes Gewissen manch mal mit der konsumierten Menge , eines Abends...
Was zum einen bestimmt an der fest verankerten Sichtweise "Drogen sind schlecht"
liegt die man von klein auf vermittelt bekommt. Der Kopf braucht ja meist länger als das Bewusstsein etwas zu verstehen.
und zum anderen daran das man sich viel intensiver mit illegalen Drogen beschäfftig hat und mit deren schädlichkeit, als beim Alkohol.

Was wir brauchen und was nicht ist ja auch so eine Sache :D Dabei geht es vielleicht viel eher darum was wir wollen. Die Aussage
das man Rausch nicht braucht ist ja relativ. Ich persönlich denke sie entsteht auch eher aus schlechten Erfahrungen, Angst oder so einer art Neid.

Das es ein Hobby für dich ist klingt nachvollziebar :) sowas in der Art ist mir auch schon mal durch den Kopf gegangen , für mich fand ich den Begriff Leidenschaft zutreffender.
So bin ich auf Lebendgefühl gekommen, Lebenslüge erschien mir als guter Gegensatz, man sieht das negative ja manch mal ungerne kommen.. ;-)

@ Road
Die Sache mit dem Sauerstoff ist ja quatsch, man stirbt ja nicht automatisch an einer Sucht (auch wenn das natürlich passieren kann) und man kan sich der "Sucht" von Sauerstoff ja auch nicht "enziehen"
Aber im Grunde hast du ja verstanden was ich meine, nur das es ein großes Spektrum von Süchten zwischen der Aussage der Ärztin: "Mit Morphium kann man völlig normal lebend uralt werden..." und den von dir Geschilderten Problemen (Druck, Beschaffung, psychische Belastung etc...) gibt.

ich fühle mich zum Beispiel nicht Süchtig, allerdings weiß ich doch wenn ich jetzt ,sagen wir von heute auf morgen auf Nikotin, und/oder Gras verzichten müßte, würde es mir wohl erst mal Körperlich und Seelisch schlecht gehen. Also ist es ja trotzdem eine Art Sucht. Wenn ich nun auf MDMA verzichten müße, würde es mich wahrscheinlich nicht akut aber über einen längeren Zeitraum unglücklich machen, da ich etwas vermissen würde. Aber ein Problem sehe is da nicht, selbst wenn ich irgendwann die eine oder andere Sache nicht mehr Konsumiere, wird es mir nach eine Weile wieder gut gehen. Wenn nicht, wird nicht die Droge das Problem im Leben sein.
Und es hat ja alles eine gute und eine schlechte Seite.

"It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society."
Abwesender Träumer



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ICQ
  Geschrieben: 27.03.13 03:07
Wenn jemand seinen Körper und seinen Geist austesten will dann soll er doch.

Ab und an mal was neues zu versuchen und Erfahrung zu sammeln is ok, aber es sollte auch dabei bleiben und eben nicht zur Gewohnheit werden.

Klar sind da Gefühle im Spiel die einen durchaus überwältigen können, nur lassen diese bei regelmäßigem Konsum auch schnell nach und das führt oft zur Selbstüberschätzung und zur Steigerung der Dosis.

Egal ob Pep, XTC oder koks es muss immer ein gewisser Respekt vorhanden sein, denn gesund ist davon Garnichts!!
(Sieht und fühlt jeder der nach 3 Tagen Party mal in den Spiegel schaut oder sich auf die Wage stellt :) )

Ich kenne ein paar Leute die wollten auch mal was neues probieren, nur die haben sich keine Gedanken gemacht…
Die waren dann mit ner Überdosis beim entgiften im Krankenhaus.

Ausprobieren ok aber sich nur noch von Chemie durch die Nacht schieben zu lassen find ich auf Dauer zu krass.
Mir reichen da die 2 oder 3 Wochenenden im Jahr ;)

Wo bin ich??? Und wieso will mein Kühlschrank ne Kippe von mir??
Abwesender Träumer



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Homepage ICQ MSN Skype
  Geschrieben: 27.03.13 14:14
Hey Leute,

finde diesen Thread und eure Beiträge echt mega inetressant und möchte gern paar Sichtweisen meinerseits mit einbringen:

Ich bin mittlerweile 22 und verbringe eigentlich viel Zeit um mich über Drogen zu informieren, ich interessiere mich vorallem für Psychedelika und schamanische Umgänge mit Drogen, denn in einem "rituellen Charakter" habe ich auch meine besten Erfahrungen mit Drogen gemacht.
Ich selbst habe bisher nur Alk, Weed, MDMA und Pilze konsumiert, fühle mich aber auch kein bisschen zu Speed hingezogen.

Jedoch ergeht es mir (und meinen Kumpels vlt. auch) öfters, dass man sich mit Freunden trifft und trinkt und kifft und dabei auch des öfteres Grenzen sprengt und der Abend auch Spaß macht, aber aufgrund des Konsums des Abends sind Nachwirkungen vorprogrammiert, das führt leider auch teilweise dazu, dass die Erfahrung und das Gemeinsamschafsgefühl so eines Abends schnell verpuffen kann, da ist hier die Frage zu stellen ob es sich jetzt hierbei um die Droge als Lüge handelt oder ob es eher ein soziales Problem darstell, was sich evtl. dann eher gesellschaftlich begründet. Aufgrund dessen finde ich es problematisch, wenn man nach solchen Abenden/Tagen in eine Art "Lethargie" verfällt, weil ich eher ein progressiver Mensch bin, der step-by-step sein Leben aufbaut und die "Schäden" solcher Nächte scheinen einen hin und wieder schon etwas "zurückwerfen" zu können. Deshalb würde ich behaupten, dass es wichtig ist sich selbst im klaren zu sein zu welchen Zweck man welches Werkzeug benutzt und in wieweit man davon proftiert, das funktioniert für mich beispielweise mit MDMA und Pilzen fabelhaft, wenn die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen sind, wohingegen ich teilweise echte Probleme im Cannabisrausch bekomme wenn ich unreflektiert und sporadisch konsumiere, als wie wenn ich z.B. höchstens einmal im Monat kiffe und dadurch 1. eine kleinere Toleranzschwelle und 2. meistens dann auch ein befreienderes Erlebnis habe, was mich im Leben tatsächlich vorantreibt. Von daher sehe ich dieses Lebensgefühl am ehsten in der Gemeinschaft mit den Menschen mit denen man tiefgreifende Erlebnisse teilt und sie somit in zwischenmenschliche Beziehungen besser integrieren kann.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 27.03.13 14:46
Bin auch der Meinung, dass "Sucht" zu negativc konnotiert ist in unserer Gesellschaft. AUF JEDENFALL sind wir alle süchtig. Nur werden manche Süchte toleriert, andere hingegen nicht. Sucht nach Liebe, die Sucht nach Bestätigung, ... man könnte das ewig so weiterführen. Meinentwegen nenn es auch Gewohnheit.

Ich für meinen Teil fühl mich jedenfalls süchtig, jedoch nicht diese unkontrollierbare Schiene, die mit körperlicher oder stark psychischer Abhängigkeit mMn zusammenhängt.

Man sollte halt darauf achten, mit was man die Drogen in Zusammenhang bringt. So hab ich zB nie begonnen, jeden morgen erstmal nen Schädel zu rauchen um kklarzukommen, da sich das Muster sonst in dein Hirn einprägt und sich so ein eine Gewöhnung einstellt mit der Zeit. Ebenso ist es mit den GEdanken "wenn ich Party machen geh, MUSS ich Upper oder was auch immer konsumieren, da ich sonst kein Spaß hab". Das wird dann halt zur GEwohnheit/Sucht. Kann man ja wohl kaum bestreiten.

Ich für meinen Teil fühle mich nicht nach einer bestimmten Substanz süchtig, wohl aber nach dem Zustand des Rausches. Ich brauch einfach das Gefühl in MEINER Realität zu sein, ab und an zumindest. Wenn ich allein bin öfter.

Soll heißen, ich fühl mich im Rausch einfach wohler, da ich im "Normalzustand" oft sehr paranoid, misstrauisch, wortkarg, ... bin. Ich brauch einfach etwas, das den Hebel umlegt sozusagen. Ich weiß, das ist der falsche Weg, aber das ist momentan nun mal MEIN Weg.

Zum Thema direkt: Wie für viele vermutlich war für mich damals Cannabis auf jedenfall ein Lebensgefühl. Ich hab das HipHop/Reggae Ding echt einfach gelebt.

Allerdings hab ich mich seitdem auch mit keiner anderen Droge jemals wieder so stark identifiziert, ich denke das liegt auch daran, dass Cannabis halt meine Jugend stark geprägt hatte, also eine krasse Zeit der Selbstfindung.

Am ehesten würde ich mich jetzt noch mit Psychedelikas identifizieren. Das Upper/Party Ding war iwie nie meins, ich geh zwar gern ab und zu auf Emma oder so feiern, aber der abfuck, der zu 80% danach eintritt, besonders wenn ich allein bin (...) rechtfertigt das mMn oft einfach nicht. Machen tu ichs trotzdem.

LG
If the doors of perception were cleansed every thing would appear to man as it is, infinite.
For man has closed himself up, till he sees all things thru' narrow chinks of his cavern.
- William Blake
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Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 28.03.13 01:24
@PsiloSeaBean,
"...aber aufgrund des Konsums des Abends sind Nachwirkungen vorprogrammiert, das führt leider auch teilweise dazu, dass die Erfahrung und das Gemeinsamschafsgefühl so eines Abends schnell verpuffen kann, da ist hier die Frage zu stellen ob es sich jetzt hierbei um die Droge als Lüge handelt oder ob es eher ein soziales Problem darstell, was sich evtl. dann eher gesellschaftlich begründet."

mir ist auch schon nach der ein oder anderen Nacht aufgefallen, das durch die Nachwirkungen manch mal die Freude des Vorangegangen Abend fehlt.
ich denke das es weder die "Droge als Lüge" noch ein soziales Problem darstellt. Wenn bei mir ein paar Tage verstrichen sind und ich mich von solchen Abenden wieder
erholt habe, kann ich mir den Abend auch wieder als positives Erlebnis in Erinnerung holen. Ich denke es ist einfach nur die Kerseite, die man in Kauf nehmen muss.
Sich an so einem Abend mit seinen Freunden treiben lassen ist ja etwas tolles und entspannendes.
Wenn du allerdings der Meinung bist das es nicht in einem vertretbaren Verhältnis steht, dann müßtest du etwas an deiner "freizeitgestaltung" ändern.

"dass es wichtig ist sich selbst im klaren zu sein zu welchen Zweck man welches Werkzeug benutzt und in wieweit man davon proftiert.."

Wenn man diesen Satz umsetzten kann, fährt man doch ganz gut!
Was das Rauchen betrifft, müßtest du vielleicht etwas konsequenter sein :)

@Skunk Fu

"Gewohnheit" finde ich auch ein sehr treffendes Wort und Sucht nach Liebe, ist sicher oft schlimmer als mancher Drogenentzug!

Und zu DEINEM WEG :) du kannst das natürlich besser beurteilen, aber das es auf jeden Fall der falsche Weg ist, glaube ich nicht unbedingt,
Zur Zeit scheint es dir mit dieser Art zu Leben besser zu gehen, als ohne den Rausch und das finde ich erst mal nicht Falsch, es ist ein Teil deines Lebens und
man wächst mit seinen Aufgaben, Drogen verändern Menschen, aber das kann genauso positiv sein.
Vielleicht ist es auf eine andere Art ähnlich wie mit dem Cannabis, eine Selbstfindung...
Da fällt mir ein, das hat mal jemand zu mir gesagt: das Sucht auch eine Suche wäre.. ;-)
"It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society."

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