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Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 09.03.15 23:12
zuletzt geändert: 16.03.15 18:46 durch The Specialist (insgesamt 1 mal geändert)
Hey ich hoffe der Titel trifft das Thema, ich kann es selber nicht so richtig beschreiben da es nicht mich sondern eine Bekannte betrifft..
Sie sagt selbst immer das es schwer ist es zu beschreiben, da sie die Momente selber nicht versteht.

Kurze Vorgeschichte zum Konsum und psychischer Verfassung:
Sie (21) hat etwa 4 Jahre mal mehr mal weniger gekifft, etwa 2-3 Jahre lang auch am Wochenende gern mal mehr auch Amphetamine und MDMA sowie ein paar wenige male LSD und Pilze (andere Psychedelica) mit MDMA würde auch öfters in sehr hohen Dosen experiementiert aber es kam nie zu einem täglichen Konsum. Mittlerweile hat sie den Konsum komplett eingestellt bis auf ein paar wenige male an den sie noch Amphetamine konsumiert hat. Sie hatte ein paar psychische Probleme mit den sie zu kämpfen hatte, die sich hauptsächlich auf ein geschwächtes Selbstwertgefühl, Verlustängste und ein angespanntes Verhältnis zur Sexualität (da sie ihren Vater in sehr jungen Jahren beim Mastubieren vor Pornos gesehen hatte) zurückzuführen sind. Diese Probleme sind in letzter Zeit aber besser geworden.

Nun beschreibe ich mal diese "Flashs" und das eigentliche Problem:
Es passiert total unwillkürlich und in jeder so unpassenden Sitation. Es sind nicht keine Stress-Situationen sondern teilweise ganz normale tägliche Abläufe. Und dann kommt es aufeinmal hoch.. Sie beschreibt es so: "Aufeinmal sieht alles anders aus, richtig komisch.. und ich check nichts mehr, ich kann dann aber auch keinem sagen was los ist, meistens rede ich dann nicht mehr und bin nur noch darauf konzentriert das alles anders ist und ich es nicht verstehe.. Manchmal ist es so schlimm da weiß ich nicht mehr warum ich da bin wo ich gerade bin, was ich da mache oder was ich machen wollte oder wo ich hin gehen wollte.. es hält meist immer ein paar Stunden an manchmal aber auch den Rest des Tages, natürlich nicht immer so intensiv wie wenn es anfängt, aber manchmal komm ich nicht mehr an einen Punkt wo alles wieder "normal" ist.. die Optik ist dann auch ganz komisch, manchmal flackert alles wie bei Strobo-Licht und alles wird richtig grell und strahlend.. dann bin ich auch immer richtig überfordert mit den leichtesten Sachen wie zum Beispiel Musik auf meinem Handy anmachen.. Ich kann dann auch garnicht chillen und denke nur noch daran das ich nicht klar komme.. es regt mich auch so auf das ich nichts dagegen tuen kann das es aufhört.. ich habe auch noch keine Regelmäßigkeiten (im Bezug auf einen Grund der es ausgelöst haben könnte) festgestellt .."

Noch muss ich dazu sagen das diese "Flashs" die ersten Male beim Kiffen nach längerer Zeit aufgetreten sind und nur wenige Minuten anhielten (dies waren meistens aber eher Kiff-Ausnahmen).. Jetzt treten diese "Flashs" auch komplett nüchtern auf und halten teilweise mehrere Stunden oder den Rest des Tages.. ohne jeden ersichtlichen Grund. Demnächste möchte sie sich noch bei einem Arzt komplett durch checken lassen um Gesundheitliche Probleme auszuschließen zu können. Ach und das Problem mit einem Psychologen zu besprechen haben wir auch schon öfters in Erwähgung gezogen aber da wir zu gut bescheid wissen wie mit solchen Problem des öfteren in Psychatrischen Klinken umgegangen wird (Medikamentierung) wollen wir diesen Schritt eigentlich umgehen und versuchen eine eigene Lösung für das Problem zu finden. Natürlich wissen wir das hier nicht aufeinmal mit der ultimativen Lösung ankommt aber wir würden uns sehr freuen wenn wir uns hier über eure Erfahrungen oder was euch bei ähnlichen Problemen geholfen hat austauschen können!

So das ist glaube ich auch erstmal alles was ich so dazu schreiben kann.. Ich habe nichts wörtlich zitiert sonder nur aus Gesprächsfetzen eine Beschreibung ihres Problems rekonstruiert (nur so nebenbei)

Ich freue mich über jede Antwort von euch !! :)
MFG goasteve

 
Kommentar von The Specialist (Traumland-Faktotum), Zeit: 16.03.2015 18:46

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Ex-Träumer



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2 Tripberichte

  Geschrieben: 10.03.15 09:20

Ich zitiere mal einen Teil des obenen Berichts, damit es sondiert dasteht, worauf ich mich beziehe!

GoaSteve schrieb:
Nun beschreibe ich mal diese "Flashs" und das eigentliche Problem:
Es passiert total unwillkürlich und in jeder so unpassenden Sitation. Es sind nicht keine Stress-Situationen sondern teilweise ganz normale tägliche Abläufe. Und dann kommt es aufeinmal hoch.. Sie beschreibt es so: "Aufeinmal sieht alles anders aus, richtig komisch.. und ich check nichts mehr, ich kann dann aber auch keinem sagen was los ist, meistens rede ich dann nicht mehr und bin nur noch darauf konzentriert das alles anders ist und ich es nicht verstehe.. Manchmal ist es so schlimm da weiß ich nicht mehr warum ich da bin wo ich gerade bin, was ich da mache oder was ich machen wollte oder wo ich hin gehen wollte.. es hält meist immer ein paar Stunden an manchmal aber auch den Rest des Tages, natürlich nicht immer so intensiv wie wenn es anfängt, aber manchmal komm ich nicht mehr an einen Punkt wo alles wieder "normal" ist.. die Optik ist dann auch ganz komisch, manchmal flackert alles wie bei Strobo-Licht und alles wird richtig grell und strahlend.. dann bin ich auch immer richtig überfordert mit den leichtesten Sachen wie zum Beispiel Musik auf meinem Handy anmachen.. Ich kann dann auch garnicht chillen und denke nur noch daran das ich nicht klar komme.. es regt mich auch so auf das ich nichts dagegen tuen kann das es aufhört.. ich habe auch noch keine Regelmäßigkeiten (im Bezug auf einen Grund der es ausgelöst haben könnte) festgestellt .."


Genau dieselben Probleme und Symptome hatte ich auch vor ca. 8 Jahren. Hab nix mehr gecheckt, alles sofort wieder vergessen, war mit den kleinsten Kleinigkeiten überfordert und hatte keine Ahnung wo das herkam? Und war dabei auch nie in einer Stress-Situation. Bin dann FÜR MICH drauf gekommen, dass das immer aufgetreten ist, wenn ich wo war, wo viel Elektro-Smog ist, wie z.B. im KH, U-Bahn, Einkaufszentren oder einfach wo, wo extrem viele Leuchtstoffröhren sind. Wenn ich dann mal in so einer Situation war, hat es teilweise auch den ganzen Tag lang angehalten, teilweise aber nur ein paar Std. - auch zu Hause noch! Hab dann erstmal damit leben müssen, hat mich aber gscheit beeinträchtigt.

Ein paar Monate später hab ich dann bemerkt, dass ich nach exzessivem Sport, saunieren und nach dem essen manchmal auch solche Zustände hatte, aber teilweise erst Std nach dem essen. Hab dann nach langer Recherche und probieren raus gefunden, dass ich eine Histaminintoleranz habe und mich dann da mal eingelesen. Hab mich dann histaminarm ernährt und austesten lassen, was ich noch so alles nicht an essen vertrage und das dann auch alles weggelassen. Nach ca. zwei bis drei Monaten war mein Histaminspiegel dann wieder im Normbereich (außer ich hab was falsches gegessen oder mit dem Sport übertrieben) und auf einmal war nach diesen drei Monaten auch meine E-Sensibilität weg. Hab das nur noch, wenn ich tagelang falsch esse, aber das kommt so gut wie nie vor.

Ist jetzt nur ein Ansatz von mir, worauf deine Freundin eventuell achten könnte. Mir geht es seitdem wieder super, muss mich nur einschränken beim essen, aber das tu ich gerne, dafür bin ich wieder "normal". Die Ärzte konnten mir in diesen fast drei Jahren wo es mir immer schlechter ging, gar nicht helfen. Irgendwann fällt ihnen nur noch ein, dass es psychische Gründe haben muss und am liebsten wirst gleich vollgestopft mit irgendwelchen Anitdepressiva oder Neuroleptika. Mit mir nicht, ich bin selber drauf gekommen und wünsche deiner Freundin, dass auch bei ihr bald alles besser wird.

Kann natürlich sein, dass das ganz andere Gründe bei deiner Freundin hat, aber sie sollte halt nix außer acht lassen.

LG, trinity
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 10.03.15 11:34
Guten Morgen,

Für mich hört sich das nach einer schwereren Form der Derealisation / Depersonalisation an.
Die Idee einen Psychologen zu konsultieren, der die noch unaufgedeckten Auslöser für diese Zustände mal aufklärt fänd ich gut, dieser wird im Vergleich zum Psychiater auch keine Medikamente verordnen. Wie reagiert sie denn auf den Konsum von Alkohol? Viele berichten eine kurzzeitige Besserung, die am nächsten Tag dann mit schwerwiegenderen Symptomen einhergeht.

Ansonsten wären Autogenes Training oder PMR zu empfehlen, da diese Maßnahmen den Bezug zum Körper und den eigenen Gedanken wieder herstellen können.

Der Konsum jeglicher Drogen sollte vorerst einmal eingestellt werden und eine gesunde Ernährung, sowie ausreichendes WASSER(!)-trinken sollten die Symptomatik verbessern.

Mit freundlichem Gruß
 
Abwesender Träumer



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2 Tripberichte

  Geschrieben: 10.03.15 11:41
Klingt nach dissoziieren, mit Drogen hat das nur tangentiel zu tun, viel eher zu viel Stress. Wenn es sie zu sehr stört kann sie zu einem Psychologen gehen. Ferndiagnosen sind natürlich nicht möglich.

Skills - Hilfe bei Panikattacken und Dissoziationen vlt hilft das.
He complained: "Tony left me with a pile of Hendrix LPs and some dope."

Touching from a Distance
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 16.03.15 10:28
Hey
Zu erst einmal Danke für die Antworten!

Der erste Betrag war sehr interessant! Diese Zustände treten bei ihr auch oft in solchen Umgebungen auf, die ähnliche Umstände haben (Beispiele: Parkhaus, Ikea, Einkaufszentren, Modegeschäfte, Krankenhäuser und leider auch zu oft auf der Arbeit...) Aber das werden wir uns aufjedenfall genauer anschauen :)

Zu den beiden anderen Beiträgen ja der Konsum von allen Drogen ist mittlerweile komplett eingestellt.. zu den Erfahrungen mit Alkohol kann ich nicht viel sagen, sie trinkt eigentlich so gut wie nie Alkohol und wenn dann verträgt sie nicht und ist schon bei kleinsten Mengen recht schnell betrunken, deswegen verzichtet sie meist komplett darauf. Auch die Tipps mit dem Autogenen Training , PMR und auch der "Skills"-Thread haben viele neue Ideen gezeigt, die jetzt auf Wirksamkeit getestet werden! :)

was mir noch eingefallen ist:
Sie sagte mir noch das sie in dem Moment oft Probleme sich dazu zu bringen etwas gegen den Zustand zu unternehmen, da die Angst besteht das es dadurch nur schlimmer wird. Weswegen Alkohol sowie Medikamente noch nie während eines Flash eingenommen worden sind.




 
Abwesende Träumerin



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1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 16.03.15 11:37
GoaSteve schrieb:
Hey
Zu den beiden anderen Beiträgen ja der Konsum von allen Drogen ist mittlerweile komplett eingestellt.. zu den Erfahrungen mit Alkohol kann ich nicht viel sagen, sie trinkt eigentlich so gut wie nie Alkohol und wenn dann verträgt sie nicht und ist schon bei kleinsten Mengen recht schnell betrunken, deswegen verzichtet sie meist komplett darauf. Auch die Tipps mit dem Autogenen Training , PMR und auch der "Skills"-Thread haben viele neue Ideen gezeigt, die jetzt auf Wirksamkeit getestet werden! :)



Auch wenn ich mir hier ausgesprochenen Vermutungen immer etwas vorsichtig umgehe, einen Arztbesuch kann ein gut gemeinter Ratschlag sicher nicht ersetzen, muss ich mich Trinitys Meinung anschließen, dass es sich um eine Histaminintoleranz handeln könnte.

Eine Histaminintoleranz macht sich nämlich auch dadurch bemerkbar, dass man keine alkoholischen Getränke (besonders Bier, aber bei ungeeigneter Ernährung auch Wein, weinhaltige Produkte) verträgt, schneller angeheitert ist und vor allem schneller unangenehme Nebenwirkungen beim Genuss von Alkohol verspürt, wie Magenschmerzen, heiße, rote Backen.

Das würde ich beim Arztbesuch auf jeden Fall mit ansprechen, damit auch in diese Richtung alles abgeklärt werden kann.
 
Abwesender Träumer



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ICQ
  Geschrieben: 16.03.15 17:51
Solche Zustände der Derealisation sind ein Schutz der eigenen Psyche nach Schocks oder Extremen Erlebnissen. Wenn sowas einfach so passiert, dann würde ich dir raten dich gesund zu ernähren und auf Drogen zu verzichten, dann sollte sich das schnell wieder normalisieren. Sollte das länger anhalten, dann würde ich doch mal einen Arzt aufsuchen, lass dir aber AUF KEINEN FALL Medikamente gegen irgendwelche psychischen Leiden verschreiben! Solche Zustände sind durch Aufarbeitung oder Therapie viel besser zu lösen.
Ein Medikament, dass Derealisation entgegenwirkt gibt es sowieso nicht, die geben dir nur Sachen, damit das erträglicher ist.
Logbucheintrag 6.1.2: An meinem Fenster fliegen Menschen vorbei ...

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