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LdT-Forum » Drogen » Sonstige biogene Drogen » Morphin Extraktion


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AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
122 Forenbeiträge

  Geschrieben: 02.06.08 15:03

crimethinker schrieb:
Achso ja, schon klar, aber das Wasser muss ja wieder im Bezug zu den Poppies stehen, right?^^


Unter sieben, sagst du?

Wie weit ca? also runde 6 oder darfs auch tiefer sein?


cth



Tiefer,5 oder 4...oder sogar 3. Kommt drauf an wie du es weiterverarbeiten willst.Wenns nur Opium wird kanns auch 2 sein.Wenn man aber Morphin extrahieren will wollte es nicht zu tief sein, da der ph wert sont die Extraktion stören könnte.Hab aber gehört 4 pH soll gut sein.So wie Cola....
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 04.06.08 20:10
zuletzt geändert: 04.06.08 20:12 durch (insgesamt 1 mal geändert)
Also dass säure gebraucht wird, stimmt nur sehr begrenzt, wie jeder schonmal festgestellt haben dürfte, der seine plörre mit ungesäuertem wasser aufgebrüht hat. Ich habe zwar selbst noch vor einiger zeit noch in einem anderen thread behauptet, dass wasser mit ph 4 verwendet werden sollte, habe aber inzwischen erkannt, dass säure zumindest bei der initialextraktion nicht notwendig ist. Der grund ist der, dass der großteil des eigentlich schlecht wasserlöslichen morphins in der pflanze an die sog. mekonsäure, auch genannt poppy acid, da sie nur in den papaveraceae vorkommt, gebunden ist und sich schon genug davon im wasser löst. Mit einer stärkeren säure würde die schwache mekonsäure dann halt aus ihrem morphinsalz verdrängt werden und würde dann ganz normal im CaO-fällungsschritt als kalziummekonat ausfallen. Kein großer unterschied also und deshalb wäre eine leichte säurezugabe allenfalls in den nachfolgenden extraktionen des ausgangsmaterials sinnvoll, um noch den letzten rest M rauszukitzeln.

Das aber nur so am rande, weils in der praxis viel mehr auf andere dinge ankommt, wie eine gute reinigung der plörre und eine passende konzentration, um akzeptable ausbeuten beim fällen der alkaloide zu erreichen, sofern mit crimethinkers methode vorgegangen wird. Man muss halt auch beachten, dass die bekannten verfahren meist von der morphinextraktion aus opium handeln und nicht aus mohnstroh bzw. kapseln, da hierbei natürlich viel mehr fremdstoffe mit herausgewaschen werden und die lösungsmittelmengen viel größer sind, was das ganze dann sehr viel zeitaufwändiger und arbeitsintensiver oder verlustbehafteter macht.
Zur veranschaulichung stelle man sich vor, dass ein gramm morphin in fünf bis zehn g rauchopium drin sein könnte, oder in 10-20 g rohopium, in 100g kapseln ohne samen oder einem kilo mohnstroh, also der kompletten pflanze..
Gar nicht so einfach, das dann bei solchen konzentrationen effektiv herauszubekommen. Nicht umsonst werden hierzulande große anlagen dafür gebaut, die mit selektiveren lösungsmitteln und flüssig-flüssig extraktion laufen, während die leute in afghanistan, die nicht mal eben eine große fabrik dafür aufbauen können, mit so altertümlichen methoden vorgehen, wie dem ritzen der kapseln und sammeln des rohopiums und dieses dann erst zur morphinextraktion verwenden, anstatt den vermeintlich einfacheren weg zu gehen.
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2007
122 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.06.08 14:51

mohnoholiker schrieb:
Also dass säure gebraucht wird, stimmt nur sehr begrenzt, wie jeder schonmal festgestellt haben dürfte, der seine plörre mit ungesäuertem wasser aufgebrüht hat. Ich habe zwar selbst noch vor einiger zeit noch in einem anderen thread behauptet, dass wasser mit ph 4 verwendet werden sollte, habe aber inzwischen erkannt, dass säure zumindest bei der initialextraktion nicht notwendig ist. Der grund ist der, dass der großteil des eigentlich schlecht wasserlöslichen morphins in der pflanze an die sog. mekonsäure, auch genannt poppy acid, da sie nur in den papaveraceae vorkommt, gebunden ist und sich schon genug davon im wasser löst. Mit einer stärkeren säure würde die schwache mekonsäure dann halt aus ihrem morphinsalz verdrängt werden und würde dann ganz normal im CaO-fällungsschritt als kalziummekonat ausfallen. Kein großer unterschied also und deshalb wäre eine leichte säurezugabe allenfalls in den nachfolgenden extraktionen des ausgangsmaterials sinnvoll, um noch den letzten rest M rauszukitzeln.

Das aber nur so am rande, weils in der praxis viel mehr auf andere dinge ankommt, wie eine gute reinigung der plörre und eine passende konzentration, um akzeptable ausbeuten beim fällen der alkaloide zu erreichen, sofern mit crimethinkers methode vorgegangen wird. Man muss halt auch beachten, dass die bekannten verfahren meist von der morphinextraktion aus opium handeln und nicht aus mohnstroh bzw. kapseln, da hierbei natürlich viel mehr fremdstoffe mit herausgewaschen werden und die lösungsmittelmengen viel größer sind, was das ganze dann sehr viel zeitaufwändiger und arbeitsintensiver oder verlustbehafteter macht.
Zur veranschaulichung stelle man sich vor, dass ein gramm morphin in fünf bis zehn g rauchopium drin sein könnte, oder in 10-20 g rohopium, in 100g kapseln ohne samen oder einem kilo mohnstroh, also der kompletten pflanze..
Gar nicht so einfach, das dann bei solchen konzentrationen effektiv herauszubekommen. Nicht umsonst werden hierzulande große anlagen dafür gebaut, die mit selektiveren lösungsmitteln und flüssig-flüssig extraktion laufen, während die leute in afghanistan, die nicht mal eben eine große fabrik dafür aufbauen können, mit so altertümlichen methoden vorgehen, wie dem ritzen der kapseln und sammeln des rohopiums und dieses dann erst zur morphinextraktion verwenden, anstatt den vermeintlich einfacheren weg zu gehen.



Warum kocht mann die Kapseln nicht einfach aus?Also einfach Wasser mit Asco-Säure und Kapseln.Dann Filtern und diese Plörre dann verdunsten lassen?Dann müsste doch auch ne Opiumartige Substanz rauskommen?Oder wäre sowas nich sinnvoll?
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 23.07.08 01:10
mach das grad so ähnlich, hab 14 halbgetrocknete kapseln mit wasser zitronensäure in nem mixer zerkleinert, etwas abstehen lassen, dann gekocht, dann durch ein küchentuch abgefiltert um grobe pflanzenreste wegzubekommen, weitergekocht bis es so ne dickflüssige masse war. und jetz trockne ich´s mit umluft im backrohr weiter. bin gspannt obs funktioniert

 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 29.07.08 18:51

Bramzke schrieb:
mach das grad so ähnlich, hab 14 halbgetrocknete kapseln mit wasser zitronensäure in nem mixer zerkleinert, etwas abstehen lassen, dann gekocht, dann durch ein küchentuch abgefiltert um grobe pflanzenreste wegzubekommen, weitergekocht bis es so ne dickflüssige masse war. und jetz trockne ich´s mit umluft im backrohr weiter. bin gspannt obs funktioniert



Würd mich echt interessieren wieviel g darauskommt. Mittels Morphin extraktion kann man auch noch messen,wieviel Morphin in dem Opium ist.
 
Mitglied verstorben



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  Geschrieben: 11.01.09 03:15
Kann mir jemand sagen wie lange sich eine Polnische Suppe hält und wie ich sie am besten lager?
Danke

Mfg Unk
"Huge heroin fan. Don't use it, just like being around it." -Roger

Mitglied im "Freunde der rektalen Applikation harter Drogen e.V."
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Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 15.01.09 20:13

Kifferlein schrieb:

V1rus schrieb:

Und wenn du schon Morph selbst machen willst, dann mach dir doch reines H ;) (Also Diamorphin)

lg



Kla,ich koch mir eben H inner Küche zusammen...^^

Ne,danke für eure Hilfe,jedoch steht überall,dass Opium sehr subtil wirkt und kein richtigen Flash bringt...sondern eher nur relaxt...

Klar,ich will kein 100% Morphin herstellen,jedoch Klatscht Morphin um einiges härter...Vordergründiger nicht so subtil und genau in diese Richtung denk ich...


Haha ..... wo steht denn das bitte schön ??
Ich kenne kein anderes Opioid/Opiat, was nur ansatzweise an Opium rann kommt, H is ein DRECK dagegen, Oxycodon kann sich auch gleich geschlagen geben.

Evtl war es eine Aussage von jemanden, der noch denkt aus BM könnt man NOCH Opitee machen .. das beruhigt komischerweise jedem, abwohl es nurnoch Spuren von Morphin enthält im gegensatz zu den BM aus zb 2004/2005.
Heute zb dürfen nur noch 1mg Morphin in 1kg BM enthalten sein. (ob dies ganz eingehalten wird, steht woanders .....)
Jedoch 2005 gab es BM Samen, die ÜBER 450mg Morphin !! in 1 kg enthielten ! Die Charge hatte ich damals selbst gehabt, hat sich in mein Hirn eingebrannt, richtiges nodden erreichte ich bis jetzt nur damals.

Ich denke auch, dass es sehr schwierig wäre, nur das Morphin herraus zu bekommen. .... Aber die 0815 Methode, säure und wärme (sagen wir mal Handwarm), permanentes rumrühren- ist sehr effektiv gewesen, wäre sowieso der erste schritt. Die BM samen dürfen sich ja nicht öffnen (hoher Fettgehalt.........)

Morphin solo ist im Gegensatz zu Opium "subtil".


I’m havin’ illusions, all of this confusion’s drivin’ me mad inside
www.myspace.com/pedrooptifuchs
http://www.youtube.com/watch?v=dVnSWVDLVU0
† 1.6.2008; RIP DiZZy

Mitglied verstorben



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  Geschrieben: 21.01.09 23:50

crimethinker schrieb:
Ich find jetzt auf die Schnelle keine genaue Angabe, aber was ich grad gelesen hab, beinhaltet das vom P.Somniferum abgezapfte Opium 10-15% Morphin. Wieviel Opiummasse du nun aus einem Opium Poppy herausbekommst, ist stark sortenabhängig. Wie beim Gras gibts ja afaik auch beim Opium stark hochgezüchtete Elite-Sorten.

cth

P.S.: Wenn man aus den Mohnpflanzen nur reinen Opium-Tee macht, reichen 120 Köpfe schon für ein, zwei Wochen starken Konsum, habe ich mir sagen lassen (interessant hierbei ist, dass es sich bei diesen Köpfen um bereits geerntete - sprich angeritzte - Dinger handelte. Das heißt sie hatten nur noch Restopium drin). Quelle hierfür hab ich jetzt aber keine zur Hand.



Ich sag nur: Bastelladen !

Der Joker
60 % Der Jugendlichen schauen optimistisch in die Zukunft,
40 % haben einfach nicht das Geld für Drogen.
Revolvermann
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  Geschrieben: 28.02.09 22:26
Guten Abend Leute,

ich hab mal eine wichtige Frage und hoffe jemand kann sie mir beantworten:

Mohn kenne ich nur in Form von getrockneten Kapseln welche schon ziemlich zerfleddert sind, also meist nur eine halbe bis viertel Kapsel mit ein paar schwarzen Kügelchen ( mohn?) darin, nicht viele. Hab das halt immer zerkleinert und rausgekocht.

Jetzt hätte ich die Möglichkeit an getrocknete, geschlossene Kapseln zu bekommen. Was mir etwas unklar ist warum jemand Kapseln anbaut und sie nicht anritzt um den Saft zu bekommen sonder lediglich zum auskochen. Mir wurde gesagt es wären die gleichen Kapseln wie die schon geöffneten, das sich in den geschlossenen lediglich noch Mohn befinden würde den ich rausholen müsste um die Kapseln auszukochen ( dachte gerade der Mohn ist wichtig???). Die Wirkung der geöffneten Kapseln war auf jeden Fall in Ordnung, etwas subtil aber auf jeden Fall eine Wirkung.

Wär klasse wenn mir jemand Antworten könnte, hab leider kaum Ahnung vom Mohn.

Schönen Abend noch
Mfg Unk
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Ex-Träumer
  Geschrieben: 01.03.09 14:06
Naja warum jemand die kapseln nicht anritzt, dafür kann es viele erklärungen geben. Möglicherweise möchte sich dieser jemand nicht so viel arbeit machen, immerhin ist das ne ganz schöne fummelei, oder will ne strafbare handlung vermeiden oder allein den hinweis darauf (das anritzen zur opiumgewinnung ist z.b. in österreich strafbar, wobei der anbau und besitz an sich legal sind). Wenn du von dieser person sonst immer zerfledderte kapseln bekommst liegt es auch nahe, dass diese person nur auf die mohnsamen scharf ist, die sich in den kapseln befinden. In den samen sind übrigens keine wirkstoffe drin, die taugen einzig und allein zum anpflanzen oder zum backen und essen ;)
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 05.03.09 22:45
zuletzt geändert: 05.03.09 22:47 durch Dormitator (insgesamt 1 mal geändert)
In welchen Formen kann man Morphium eigentlich rauchen? Gehts nur als Base oder Salz, oder sogar beides? Wie schauts mit den anderen Alkaloiden ausem Mohn aus?

Hatte vor mir im Sommer aus der Ernte nen schönes Opium-Alkaloid-Hcl Extrakt zu produzieren. Oder wäre zum Rauchen ein Auszug mit Ethanol/Methanol sinnvoller? (die Restfette ggf. mit nem unpolaren Lömi rauslösen?)
 
Mitglied verstorben



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  Geschrieben: 08.03.09 21:49

mohnoholiker schrieb:
Naja warum jemand die kapseln nicht anritzt, dafür kann es viele erklärungen geben. Möglicherweise möchte sich dieser jemand nicht so viel arbeit machen, immerhin ist das ne ganz schöne fummelei, oder will ne strafbare handlung vermeiden oder allein den hinweis darauf (das anritzen zur opiumgewinnung ist z.b. in österreich strafbar, wobei der anbau und besitz an sich legal sind). Wenn du von dieser person sonst immer zerfledderte kapseln bekommst liegt es auch nahe, dass diese person nur auf die mohnsamen scharf ist, die sich in den kapseln befinden. In den samen sind übrigens keine wirkstoffe drin, die taugen einzig und allein zum anpflanzen oder zum backen und essen ;)




Danke für die Info. Aber das is ja nicht auszuhalten die Kapseln aufzuschneiden und da Samen rauszuholen. Ganz nervig. Noch ne Frage: Hab so nen großen Kochtopf in dem man auch Marmelade verkochen kann und grad einstellen kann, leider geht es nur 90grad oder kochen. ich habs bis jetzt immer eineinhalb std gekocht, wobei sich dadurch ja viel wasser verflüchtigt. wärs besser nur auf 90grad zu lassen? weil leicht köcheln is nich drinn. ich hoff die fragerei is ok und verstösst nicht gegen die regeln.

mfg unk
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Ex-Träumer
  Geschrieben: 09.03.09 08:50
Das dürfte relativ egal sein, im prinzip kannst du auch eine kaltwasserextraktion machen über einige tage (dann aber besser vorher im mixer ganz klein häckseln und die öligen samen wirklich rauspuhlen, das ist immer von vorteil) Manche sagen ja, man solle kochen gänzlich vermeiden, weil sonst wirkstoffe zerstört werden. Das stimmt aber nicht ganz, denn so weit ich weiß wird morphin erst bei höheren temperaturen oder in stark basischem milieu angegriffen. Jedenfalls ist zwischen 90° und den 100°C bei kochendem wasser kein wirklich großer unterschied, imho. Ich würde daher wirklich nur dann kochen, wenn flüssigkeit verdampfen soll. Ebenfalls sehr effektiv finde ich es, 2x zu extrahieren. Das ist auch eine standardweisheit in der extraktionstechnik - besser mehrmals mit wenig lösungsmittel als einmal mit viel. Also z.b. einmal einige minuten mit nur so viel wasser köcheln/heiß machen, dass das pflanzenmaterial gut bedeckt ist (es quillt dann auf, wenns trocken war), dann absieben und nochmal frisches wasser drauf und nochmal längere zeit. Der erste aufguss wird dann sehr stark sein und der zweite die meisten noch verbliebenen wirkstoffe herausgelöst haben. Morphin, so wie es in der pflanze vorliegt, ist sehr gut in wasser löslich, deshalb braucht man da wirklich nur so viel wie nötig ist, um das material zu bedecken (evtl. mit etwas säurezugabe, um das alkalische leitungswasser etwas anzusäuern und freies morphin besser zu lösen).
 
Moderator



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  Geschrieben: 13.09.15 16:45
zuletzt geändert: 18.06.16 23:31 durch Neopunk (insgesamt 2 mal geändert)
Edit: überarbeitet

Hab gemerkt, dass die Isolierung von Morphin, die ich bereits in den Opium-Sammelthread gepostet habe, besser hierher passt.
Daher kopier ich die Anleitung noch mal in diesen Thread:

Benötigte Materialien:
Spoiler:
Chemikalien:
Beliebige Säure, in meinem Fall Salzsäure
Ca(OH)2 (Calciumhydroxid) oder CaO (Calciumoxid)
destilliertes oder demineralisiertes Wasser

sonstige Utensilien:
Bechergläser oder Rundkolben
Trichter
Filter, z.B. Kaffeefilter
Spatel oder Löffel zum Umrühren
Pipette oder Spritze
pH-Meter oder notfalls pH-Papier
Schutzbrille
Handschuhe


Zuerst ziehe man sich Schutzbrille und Handschuhe an.
Calcium(hydr)oxid und Salzsäure sind ätzende Stoffe. Vorsicht beim Umgand damit!

1. (Lösen) Man nehme die gewünschte Menge des zu extrahierenden Opiums und löse sie in genügend Wasser. [Dies funktioniert nur, sofern die Alkaloide als Salze vorliegen. Bei basischem/pH-neutralem Opium direkt mit Schritt zwei beginnen. Gut rühren, um das Lösen des Morphins zu gewährleisten. Auf Klumpen achten!]
Zum Lösen verwende man den Spatel/Löffel. Keine exorbitanten Mengen Wasser verwenden. (In meinem Fall haben sich ca. 10g Opium in 250ml Wasser gelöst).
Sollte das Opium sich auch unter Zugabe von mehr Wasser sowie intensivem Rühren nicht lösen, besteht der unlösliche Rest aus Fetten und sonstigen Pflanzenbestandteilen, die man abfiltern kann. Dieser Schritt bedeutet einen höheren Zeitaufwand, lohnt sich jedoch trotzdem.
Hierzu den Filter nass machen, damit er die Lösung nicht aufsaugt, in den Trichter legen und die Lösung durch den Filter laufen lassen. Hat man Nutsche und Vakuumpumpe zur Hand, empfiehlt sich der Einsatz dieser Gerätschaften.
Filter samt Filterkuchen verwerfen.

2. (Ausfällen der Nebenalkaloide) Die nun gewonnene Lösung wird mit Calciumhydroxid, oder noch besser: Calciumoxid auf den höchstmöglichen pH-Wert gebracht. (Es lösen sich maximal 1,7g Ca(OH)2 in 1l Wasser; der pH-Wert liegt dann bei ~11-12. Calciumoxid ist eine stärkere Base, mit der auch ein höherer pH-Wert erreicht werden kann.) Wichtig ist, dass der pH keinesfalls niedriger als 10 ist, da sonst (große) Teile des Morphins ebenfalls ungelöst bleiben und im nächsten Schritt verloren gehen.
Liegt das vorhandene Calciumhydroxid ungelöst vor, so entnehme man mit dem (vorher gereinigten und abgetrockneten) Spatel jeweils kleine Portionen und gebe sie hinzu, und rühre um, bis man den gewünschten pH-Wert erreicht.

Erklärung: Durch Zugabe von Lauge fallen die Alkaloide als hydrophobe, also wasserunlösliche Base aus. Nicht jedoch Morphin, welches eine phenolische Hydroxidgruppe besitzt, die im alkalischen Milieu deprotoniert. Hierdurch entsteht ein sogenannter Calcium-Morphenat-Komplex, welcher in Wasser löslich ist.

3. (Abfiltern der Nebenalkaloide) Bereits vor Erreichen des notwendigen pH-Wertes fallen die anderen Alkaloide als Base aus. Sollte die Lösung dickflüssig werden, gebe man Wasser hinzu. Gegebenenfalls den pH-Wert korrigieren.
Die Lösung wird, wie oben beschrieben gefiltert, und der Filter samt Filterkuchen verworfen.
Falls man möchte, kann man stattdessen die Lösung stehen lassen und warten, ehe sich der Niederschlag gesetzt hat. Die Lösung kann nun abpipettiert werden. Dennoch sollte der Niederschlag gefiltert werden, da noch Lösung vorhanden ist.
Den Filter sehr vorsichtig ausdrücken, um die restliche, noch vorhandene Lösung zu gewinnen. Hierbei sehr, sehr achtsam vorgehen, da sonst der Filter zu reißen droht!

4. (Ausfällen der Morphinbase) Die Lösung wird stehen gelassen. Sofern noch Niederschlag zu erkennen ist, erneut abfiltern.
Anschließend wird mit einer (sauberen) Pipette vorsichtig die Säure zugetropft, bis man pH 9-10 erreicht. Nach jeder zugegebenen Portion gut verrühren und pH-Wert kontrollieren. Hierbei gilt es die Chemikalie ruhig zuzugeben, da sich die Lösung durch Säurezugabe erwärmt. Hat man den gewünschten pH-Wert erreicht, lässt man die Lösung stehen und wartet mindestens eine halbe Stunde, ehe man weiter verfährt. Je länger gewartet wird, desto mehr Niederschlag setzt sich ab (bis das Maximum erreicht ist). Ich hab meinen Ansatz über Nacht stehen lassen. Anschließend pipettiert man das Wasser ab, wobei darauf zu achten ist, dass der Niederschlag nicht in die Pipette/Spritze gelangt.
Bei niedrigem Wasserstand empfiehlt es sich, das Glas vorsichtig zu kippen, damit das abzuscheidende Wasser nach vorne läuft, während der Niederschlag zurückbleibt.

Erklärung: Ab diesem pH-Wert zerfält der Morphenat-Komplex und das Morphin fällt als Base aus.

4.a (Waschen) Da das Morphin jedoch noch verunreinigt ist, gebe man nochmals ein wenig Wasser hinzu. Nicht zu viel Wasser verwenden.
Gut verrühren und warten, bis sich der Niederschlag gesetzt hat. Bei diesem Schritt muss nicht so lange gewartet werden, wie beim vorherigen Ausfällen. Das hinzugegebene Wasser färbt sich bräunlich. Anschließend erneut abpipettieren.
Diesen Schritt so oft wiederholen, bis das Wasser farblos oder nur leicht gelblich ist.

5. (Filtern). Die Morphinbase wird nun (mit dem restlichen vorhandenen Wasser) in einen angefeuchteten Filter gekippt. Hierbei keinen Kaffeefilter verwenden, da das Morphin sonst in der "Falte" verbleibt! Hat man keine richtigen Rundfilter zur Hand, kann man sich einen Kreis aus einem Kaffeefilter ausschneiden und diesen zwei Mal falten. Anschließend sollte er so aussen:
rundf.gif
Ist die Lösung durchgelaufen, faltet man den Filter auf und kratzt vorsichtig das Morphin herunter.
Den Filter nicht trocknen lassen, sonst klebt das Morphin im Filter fest!
Das Morphin nun auf eine Glasplatte oder einen flachen Teller geben und trocknen lassen.

Falls man das Risiko des Festklebens nicht eingehen möchte, kann man das Morphin samt Flüssigkeit einfach auf eine Glasplatte oder einen flachen Teller kippen, ohne es zu filtern. Hierbei verbleibt noch ein Rest an Verunreinigung und das Trocknen dauert länger.


Ich hoffe, dass die Anleitung gut verständlich ist. Bei Fragen einfach hier im Thread melden.

Mit sozialistischem Gruß

Neopunk
Eine angewiderte Dame mit einem Dinkelcroissant wirft einen Euro in den Hut und kommt sich deswegen nicht so sinnlos vor,
Im Grunde ein gutes Geschäft für sie, normalerweise muss sie für dieses Gefühl 18 Jahre lang ein Kind großziehen
Traumländer



dabei seit 2012
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  Geschrieben: 14.09.15 00:39
Meinst du man könnte das so auch auf Mitragynin übertragen ?
Lulz

« Seite (Beiträge 46 bis 60 von 73) »

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