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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Skills - Hilfe bei Panikattacken und Dissoziationen


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AutorBeitrag
Traumländer



dabei seit 2012
14 Forenbeiträge

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  Geschrieben: 01.12.15 17:46
Hallo Liebe Träumonauten!

Ich würde gerne hinzufügen, dass das bekannte immer hilft.

Ich höre gerne Hörbücher, tatsächlich am liebsten zum Pennen Kinderhörbücher. Meine erste Wahl ist "Der kleine Drache Kokosnuss".
Es ist sehr schön und lenkt einen ab. Wichtig dabei ist, das man etwas hört was man schon kennt und weiß was als nächstes passiert.

Gerade wenn man bspw. mit dem Lyserg übertrieben hat und weder weiß wo, wann oder wer man ist. Heftige Außenreize sind da auch sehr hilfreich, wie Riechsalz o.ä.

Ich war in einer Situation wo ich weder in der Lage war zu sprechen, mich zu bewegen oder zu irgendwie kontrolliert zu denken.
Außenreize habe ich auch nur sporadisch auf genommen und konnte meist nicht sagen welcher meiner Sinne gerade diese Information aufgenommen hat.

Eine geistesgegenwärtige Freundin hat dann obengenannte Hörbuchreihe angemacht und obwohl ich anfangs nicht verstehen konnte was gesprochen wurde, haben mich die bekannten Stimmen wieder zurück geführt.

In diesem Kontext wollte ich zum einen auf die App "Headspace - Take Ten" hinweisen und anbieten den ersten Spoiler mit der Achtsamkeitsübung Vorgelesen aufzunehmen.
- Ich habe Equipment dafür -
So könnte man jemandem mit einer beruhigen Stimme lauschen, wie er einem erzählt was man schon kennt.
Mit einem Handy/MP3-Player und ein paar Kopfhörern wäre das auch so ziemlich überall möglich.

Alles gute an Alle!
Eure Blechtrommelburg

-Skypename rückwärts eintippen... smile
 
Traumländer



dabei seit 2014
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  Geschrieben: 17.02.17 12:54
3 tips gegen panikattacken...
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 17.02.17 13:11
Atemübungen - für einige Bekannte DAS Mittel gegen Panikattacken.
OM (aum) so zu rezitieren, daß die Schädeldecke leicht mitschwingt, ist auch eine Technik, die hilft/helfen kann.
Es wird wohl individuell unterschiedlich sein, denn um Atemübungen in einer Panikattacke zu machen, braucht man Übung. Daß es klappt, konnte ich - glücklicherweise hatte/habe ich nie Panikattacken - aber schon mehrmals beobachten. Ebenso das mit dem om (> Keimsilbe om).
LG road
 
Traumländer



dabei seit 2012
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  Geschrieben: 17.02.17 19:25
Nicht nur das Om zu chanten (wiederholend Singen) bringt häufig einen klaren Kopf und ein Gefühl der Erdung, sondern allgemein Chanten. Such dir ein Mantra, eine Melodie die dir gefällt und Chante das laut, oder auch nur im Kopf für ein paar Minuten. Der Effekt ist schnell da und kann Welten bewegen. Wenn sich dann mehrere Individuen zum gemeinsamen Chanten verbinden, kann das sehr mächtig sein. Selbst erlebt, ein Freund hat das während seiner psychotischen Zeit gerne mal Stundenlang gemacht, um nicht "überzuschnappen", wenns ihm zuviel wurde. Auch schon am eigenen Leib getestet, es funktioniert wirklich unglaublich gut.
"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)
Traumländer



dabei seit 2005
885 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 17.02.17 22:26
Angst und Panik wird oft erst durch n triggern erzeugt wie z.B gedanken. Diese kann man lernen durch Meditation zu kontrollieren so ,dass du wenn du keine Lust aufs Grübeln hast oder in dem Moment intuitiv handeln musst (ka bungeejumping viell.)einfach vollkommen in dir bist.
Es ist immer besser die Gedanken zu kontrollieren als sich von ihrem (manchmal nur nervigen) gequatschte kontrollieren bzw. emotional kontrollieren zu lassen.

Also Meditation ( Achtsamkeit,atemübung)wär wie chanten ne option (ist ja im Grund das Huhn und das ei)

hare krishna hare Krishna , Krishna Krishna hare hare
hare rama hare rama , rama rama hare hare

rezitiert das mal ne halbe Stunde jeden tag.oder n anderes Mantra was dir in solchen panikmomenten als ruhepol dienen kann.

Oder viell. skills wie beim borderline. schmerzhafte äußere reize. Oder Medis.



mfg Erdnuss (Augen zu)

ps. steh auch voll auf hörbücher: Jan Tenner *anschalt*



 
Traumländer



dabei seit 2014
349 Forenbeiträge

  Geschrieben: 17.02.17 22:37
was mich auch unglaublich beruhigt (nachdem erdnuß hier hörbucher genannt hat) sind die sleep hypnosis u andere guided meditations von michael sealey...die stimme is eine absolute wunderwaffe, wirklich außerirdisch und jedes mal wenn er das wort "relax" sagt, fall ich fünf stufen tiefer in mich hinein...einfach herrlich...stell mir das auch wunderbar mit nodd-substanzen vor...

z.b. hab ich mir das echt oft reingezogen: Hypnosis for Overcoming Alcoholism & Stopping Problem Drinking
 
Traumländer

dabei seit 2012
148 Forenbeiträge

  Geschrieben: 29.05.19 10:38
Super Thread, hammergeiles Forum, dieses LDT, ich bin nicht umsonst schon 11 Jahre (damals als CrazyFrog) dabei....

Das ist jetzt kein Tipp oder Skill, sondern eine Zusammenfassung, wie ich das in den letzten Wochen mit Panikattacken erlebte und wie ich das im Griff kriege. Vielleicht ist das für den einen oder anderen interessant. Fals falscher Thread, bitte lieb bescheid sagen und verschieben :-). Ganz unten sind mir doch noch ein paar simple Skills eingefallen, die ich ab und an verwende.

Ich denke, ich hatte "Glück", dass ich mich früh genug damit beschäftigt habe, später wäre es schwieriger geworden, da die Panikattacken mächtiger wurden. Die Effekte wurden übrigens nicht direkt durch Kiffen ausgelöst, aber ich musste beim Kiffen bislang immer aufpassen (vor allem mit Tabak dabei), wenn ich gerade in einer ängstlicheren Phase war, dazu gleich mehr.

Ich habe schon immer mal Phasen, wo mein Herz schneller und heftiger klopft und es eng in der Brust wird. Oft wird der Herzschlag ungleichmäßig und der Kreislauf wird instabil. Schließlich krieg ich Angst, dass irgendwas mit mir passiert.

Zuletzt, also bis letzte Woche, war es so, dass diese Panikattacken zum Teil öfters in der Stunde kamen. Auch während der Arbeit. Letzte Woche bin ich dann zum Arzt, Arbeit Mittags beendet, weil ich Angst hatte, dass was mit meiner Pumpe ist. EKG völlig tutti, aber ich war völlig überrascht, dass Dok von Panikattaken sprach, da nicht unmittelbar bewußte Angst Auslöser ist, sondern eher umgekehrt. Tatsache ist, dass ich viel Stress und wenig Schlaf habe und dass ich im Job ein paar Dinge vor mir habe, die nicht jeder machen möchte. Ich war überrascht darüber, was meine Psyche und mein Körper für ein Kino auffahren können.

Abends bestätigte meine Therapeutin die Diagnose "Panikattacken". Mit dem Wissen gingen zwar nicht die körperlichen Effekte zurück, aber ich konnte mir sagen, dass es die Ängste sind und dass mein Herz OK ist. Die Tage später gingen die Panikattaken zurück bzw. ich konnte viel besser damit umgehen.

Von Montag auf Dienstag hatte ich ein 24 Stunden - Blutdruck - Messgerät. Nach dem ich das Gerät bekommen hatte, löste nahezu jedes Pumpen (alle 15 Minuten) einen ungleichmäßigen heftigen Herzschlag, Beklemmungen... das volle Programm aus. Nach 3,5 Stunden fragte ich den Dok, ob ich was nehmen dürfte (Benzo), aber ich "wurde nicht ernstgenommen", sollte alles dokumentieren und mich dann noch mal melden, wenn es nicht mehr geht. Wofür noch mal melden? Mir ging es doch die ganze Zeit schon Scheiße...

Meine Frau fragte "schon was geraucht?" und ich überlegte, da Cannabis in der Regel solche Effekte eher verstärkt. Da ich aber sehr weiß, wie ich auf Cannabis reagiere und wie ich mich verhalten kann, wenn es in den ersten 30 Minuten heftiger wird, wagte ich einen Versuch. Immer mit dem Gedanken, dass es noch keinen offiziell bestätigten Haschisch-Toten gibt. Ich habe also gaaanz langsam mit 100 mg Gras angefangen und dann 30 Minuten später noch mal 50 mg nachgelegt. Seitdem hatte ich an dem Tag während des 24 - Stunden - Blutdruckmessens keine Probleme mehr und habe seitdem - zumindest im Moment - die Panikattacken ganz gut im Griff. Im Moment habe ich eine Woche Urlaub. Es wird sich ab nächste Woche zeigen, wieviel ich von den Ängsten tatsächlich überwunden habe.

Meine Skills sind bislang noch nicht so ausgefeilt, da ich am Anfang stehe und ich werde einige hier genannte Skills testen.

Mir hilft es viel, meinen Kopf mit der Erinnerung an positiven bzw. lustigen Erlebnissen zu füllen. Ich lasse eine Situationskomik wieder aufleben und/oder denke an eine schöne Situation mit einem Menschen, den ich gerne habe.

Ich setze mir einen Gedankenstopp und stelle mir ein Stoppschild bildlich vor.

Ich mache oder höre Musik.

Tief durchatmen und zwar:
4 Sekunden Einatmen
7 Sekunden Pausieren
8 Sekunden Ausatmen
Und das ganze mit einem gedanklichen Szenario verbinden: Einatmen: Raufklettern; Pausieren: Sich oben umschauen; Ausatmen: Runterrutschen. Ob Wasser- oder Spielplatzrutsche oder Achterbahn ist egal, Hauptsache ein bissl Kino dabei :-).

Wenn es noch nicht zu heftig ist, kann auch Ablenken durch leichte Arbeiten oder TV helfen.

LG Weedy66




 

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