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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Kratom-Entzug


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AutorBeitrag
Moderator

dabei seit 2009
1.472 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.04.17 12:08
Ich bin nun seit 9 Tage komplett Kratom frei, nach 3 Jahren Kratom und 5 Jahren Opiate insgesamt.

Am Ende hab ich ca 15-20g am Tag genommen, aber auf viele kleine Portionen verteilt. Der erste Schritt war es die einzel Dosen auf drei großen aufzuteilen, die größte am Abend. Dann hab ich abdosiert, aber nicht zu schnell. Immer nur 1g von einer der Dosen. Von 20g auf 8g ging relativ einfach, aber dann war es fast unmöglich weiter runterzugehen. Zuviel Stress (Weinachten, Trennung, Masterarbeit).

Gegen das RLS nehme/bekomme ich L-Dopa, was ich früher auch schon genommen hab und teilweise echt ganz gut funktioniert. Außerdem bekam ich seit meinem Entzugs Entschluss (hab mit meinem Arzt offen darüber gesprochen) Lyrica (erst 100 mg pro Tag) und hab eine Verhaltenstherapie angefangen. Die letzten Woche hatte ich das Gefühl, das ich es nie schaffen würde, die Vorstellung war einfach zu krass... dieses Gefühl nachts nicht schlafen zu können (oder die Angst davor), die RLS, das ewige rumwälzen. Der Horror!

Dann war ich im Urlaub, der super toll war, wo ich noch einmal ein wenig reduzieren konnte (hab nicht mehr nachgewogen). Einen ärgerlichen Zwischenfall gab es, als wir durch Zufall auf von mir vergrabenes Opium gestoßen sind (und das nicht zu knapp), ich aber nicht dran durfte/konnte.
Als ich zurück kam, ging langsam das Kratom aus und ich dachte, jetzt wäre ne gute Idee damit endgültig aufzuhören, bevor mein neuer Job anfängt. Ich wollte nicht Entzügig die ersten Tage im Büro/Labor rumhängen....

Hab dann einer Freundin davon erzählt, die ich auf keinen Fall enttäuschen wollte. Meine anderen Freunde wissen natürlich auch davon, bei ihr es aber ne etwas andere Situation <3. Ich bekam aber richtig Panik, dass keins Kratom mehr da ist, falls ich welches brauche und hab sofort neues bestellt (aber was ich noch nicht angerührt habe, es liegt noch im Briefkasten). Um die Freundin nicht zu enttäuschen, hab ich es dann einfach mal ausprobiert und echt angefangen nichts zu nehmen.

Mein Entzugs Menü

Viel Lyrica (300mg pro Tag), Benzos in der Nacht und nach Bedarf L-Dopa. Baldrian Tee und Weed. Manchmal gab´s auch ne Loperamid, was irgendwie sehr gut geholfen hat, aber auch alles etwas verlängert hat. Macht auf jeden Fall die Verdauung halbwegs normal, die bei mir von Kratom schon stark verändert wurde.

Mein größtes Problem sind auch die RLS, gegen das Lyrca erstaunlich gut hilft und ich es mir ne Zeit lang weiter verschreiben lassen werde. Bin wegen RLS in Behandlung (so fing es mit den Opiaten an) und ohne Hilfsmittel würde ich vermutlich durchdrehen.

Die ersten zwei Tage habe ich gefroren und Gänsehaut, aber waren lange nicht so schlimm wie ich dachte. Hab gut geschlafen, wenig geschwitzt, erstaunlich harmlos. Gestern als es so kalt wurde, war es körperlich wieder schlimmer und ich hatte Dauer Gänsehaut (und mir tut einfach alles weh, aber ne Ibu hilft).

Ich merke auch wie nun der psychische Teil kommt und ich eine Art Loch im meiner Seele spüre, das ich neu füllen muss. Atm *versuche* das ich das mit Weed zu machen, was nicht gut funktioniert und bescheuert ist. Aber das werde eich auch noch hinbekommen, spätestens auf der Arbeit kann ich nicht (soviel) kiffen ;). Am 1 oder 2 Tag wurde ich auch sehr emotional und verletzlich und musste wegen der Trennung ein paar Runden heulen. Abgesehen davon bin ich extrem antriebslos etwas eigenes zu starten, aber wenn ich unterwegs bin, passt alles. So wie es Axelios schon geschrieben hat.

Was auch stimmt, ist das der Gedanke mit dem gelegentlichen Konsum, nach dem Entzug. Das klappt nie und man sollte versuchen, nicht daran zu denken. Ich selber habe diese Gedanken auch und ich denke, ich werde es nicht schaffen mich ganz davon fern zu halten. Wenn ich von Acid runterkomme, will ich etwas Kratom! Aber da ich nur 1-4 Mal im Jahr Acid nehme, ist da die Gefahr relativ gering....

Hoffe ich ;)
 
Dauer-Träumer

dabei seit 2016
725 Forenbeiträge
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 20.04.17 13:52
Meinen Glückwunsch zu deinem Entschluss mit Kratom/Opioiden aufzuhören und vorallem das du schon 9 Tage kein Kratom genommen hast.

Pass mit dem Lyrica auf, konsumiere es nicht zu lange... bei einigen kommt die Abhängigkeit schnell und das abzusetzen bzw. zu entziehen macht eine Menge Probleme.

schrieb:
Was auch stimmt, ist das der Gedanke mit dem gelegentlichen Konsum, nach dem Entzug. Das klappt nie und man sollte versuchen, nicht daran zu denken. Ich selber habe diese Gedanken auch und ich denke, ich werde es nicht schaffen mich ganz davon fern zu halten. Wenn ich von Acid runterkomme, will ich etwas Kratom! Aber da ich nur 1-4 Mal im Jahr Acid nehme, ist da die Gefahr relativ gering.... Hoffe ich ;)


Die Hoffnung trügt... lass es ganz bleiben... auch wenn du dir vornimmst nur 1-4 mal Kratom im Jahr zu nehmen, das klappt nicht. Du triggerst dich mit jedem Konsum wieder...

Und musst nach jedem Konsum wieder kämpfen und aufpassen das du dich nicht selber belügst und mehr oder öfter Kratom nimmst. Ist es das wert?

Die Gefahr ist sehr hoch das es über kurz oder lang wieder zum täglichen Konsum kommt. Das geht so schleichend das merkst du noch nicht einmal, wenn du nicht genau aufpasst.

Der ab und zu Konsum hinterher geht bei 99% der Personen schief, aber alle meinen sie gehören zu den "glücklichen" 1%. Und auch diese 1% sind nie sicher, sie müssen immer aufpassen und kämpfen das es nicht mehr wird und wieder zum täglichen Konsum kommt.

Einfacher ist es komplett auf den Konsum zu verzichten.
 
Traumländer



dabei seit 2014
151 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.04.17 14:25
aufsuche schrieb:
Der ab und zu Konsum hinterher geht bei 99% der Personen schief, aber alle meinen sie gehören zu den "glücklichen" 1%. Und auch diese 1% sind nie sicher, sie müssen immer aufpassen und kämpfen das es nicht mehr wird und wieder zum täglichen Konsum kommt.


dem kann ich nur zustimmen...gilt übrigens auch für fast alle anderen substanzen (opiate, alkohol, nikotin, benzos, cannabis,...) bei denen man mal so tief hineingerutscht ist (monate/jahrelanger täglicher konsum) u die dann immer wieder dein sucht-zentrum triggern...
am besten: abschließen, entziehen, hin u wieder mal in erinnerungen schwelgen, aber nicht noch einmal den teufelskreis beginnen...
wie aufsuche schon schrieb, das geht dann sooo schleichend...auch über jahre wieder...anfangs einmal im jahr, dann quartalsweise, dann bei anlässen (die auslegungssache sind u ziemlich oft sein können), dann am wochenende...freitag dazu, mitte der woche noch u schuppdiwupp isma wieder beim täglichen konsum angelangt...

hauselv; dir alles gute u du schaffst das sicher... :)

love, peace & unity
phoenixdrache
 
Moderator

dabei seit 2009
1.472 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.04.17 14:44
Vielen Dank! Bin auch unglaublich stolz und ich hätte eigentlich nicht gedacht das es klappt. Ich meine, ich hab 150g feinstes Kratom hier liegen, weil ich es mir nicht vorstellen konnte, das es funktioniert. Aber ich geh einfach nicht dran^^.

Ich freue mich auch, meinen Therapeuten davon zu erzählen. Endlich wieder ein Sieg in meinem Leben! Wurde auch mal Zeit.

Ich werde es von Situation zu Situation neu entscheiden. Im Prinzip will und werde ich verzichten, aber das kommt dann auf meinen Zustand drauf an. So ne fette Opium Tüte nach dem Trip kommt halt doch ziemlich gut....

Aber erst einmal ziehe ich ein paar Monate ohne durch und dann langsam, ganz ganz langsam kann ich über so etwas nachdenken. Bei Kratom ist halt die einfache Verfügbarkeit noch ein Problem, das ist bei vergrabenen 5 Jahren alten Opium Schätzen anders.

Zum Lyrica.

Ich merke schon, wie ich eine gewisse Abhängigkeit entwickelt habe. Auch krass ist die schnelle Toleranz Entwicklung. Deswegen will ich es als nächstes reduzieren, aber erst wenn ich stabil genug bin. Ich weiß auch nicht ob es ohne geht, da mir dann die Medis gegen RLS ausgehen. Ich habe alle Dopamin Agonisten etc durch und das wenigste hat vernünftig geholfen.

 
Traumländer



dabei seit 2014
151 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.04.17 14:54
Hauselv schrieb:
Ich werde es von Situation zu Situation neu entscheiden. Im Prinzip will und werde ich verzichten, aber das kommt dann auf meinen Zustand drauf an. So ne fette Opium Tüte nach dem Trip kommt halt doch ziemlich gut....


da is es, das hintertürchen, aber jeder der schon mal entzogen hat, kennt das...alles gut; du packst das... :)
 
Traumländer



dabei seit 2012
2.467 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 20.04.17 15:32
Fetten Respekt auch von mir, Hauselv! *thumbsup* Du packst das schon, wenn du wirklich weißt, weshalb du keine Opioide mehr nehmen willst.

Zum Thema sporadischen Konsum danach, kann ich dir nur erzählen, wie es sich bei mir entwickelt hat in den letzten Jahren. Hab nach fast zehn Jahren rglm. Konsum mit Kratom aufgehört und das auch ca. ein Jahr taff durchgezogen. Das Leben war nach einigen Wochen wieder echt schön und toll und ich gut gelaunt, weil ich endlich wieder Zugang zu meinen Gefühlen hatte und vor allem viel stabiler durch die Welt lief, da ich wieder lernte, mit meinen Gefühlen angemessen umzugehen und sie nicht jedesmal zu betäuben, wenn mich was stresste oder ich mich unwohl fühlte.

Nach ca. einem Jahr hab ich dann doch mal eine stressige Phase erlebt, wo ich mir wieder mal erlaubte "Urlaub für die Seele" zu nehmen - mir also wieder mal etwas Kratom gönnte. ^^ Naja, das ging leider schnell wieder nach hinten los, ich war nach einigen Wochen wieder beim alten Konsummuster von ca. drei bis vier Mal in der Woche und hatte wieder all die doofen Entzugssymptome, die mich damals schon soooo störten. Ich war z.B. leicht gereizt, depressiv nach zwei, drei Tagen Nicht-Konsums, etc.! Dazu kam halt auch noch, dass ich wieder den Zugang zu meinen Gefühlen verloren habe, den ich so zu schätzen gelernt hatte im letzten Jahr. Das ging dann ca. ein halbes Jahr so weiter, bis ich wieder mit dem Kratom aufhörte und das klappte auch wieder ganz gut, weil ich einfach wusste was mir bevorstand und relativ rasch wieder gemerkt habe, warum ich damit aufhören möchte.

Natürlich bin und bleib ich einfach eine "Rauschkugel" (das sagte mal eine Freundin vor vielen Jahren zu mir - mir hat das gefallen, weil es ja auch stimmt ^^) und hab deshalb auch wieder angefangen mehr LSD und Upper zu konsumieren. Muss aber dazu sagen, dass mir das echt um einiges lieber ist als Kratom oder andere Opioide. Klar merkt man es körperlich mehr als Kratom und saubere Opioide/Opiate, wenn man zwei, drei Tage durchmacht auf Upper, aber diese Art von Rausch ist meiner Meinung nach dem Leben viel näher, als sich mit Kratom jedesmal zu betäuben und grundlos glücklich zu sein, ohne was dafür zu tun. Das kann nur ins Gegenteil ausschlagen irgendwann ....

Naja, hab dann nach dem zweiten Entzug auch wieder ca. ein Jahr nix mehr konsumiert und es mittlerweile in den letzten eineinhalb bis zwei Jahre doch immer wieder sporadisch mal genutzt. Soll also heißen, meist so nach langen Speedsessions oder so, zum endlich mal runterkommen. Das auch meist noch mit Kava Kava zsamm, dann konnte ich ungefähr zwei bis drei Std. später schlafen. Doch ich spür fast jedesmal wieder die Tage danach so einen kleinen "Mini-Entzug" und auch die Distanzierung meiner Gefühle von allem rund um mich herum. Das gefällt mir einfach nicht mehr, deshalb nutz ich es echt nur als kleines "Helferlein" zwischendurch. Das kam ca. drei bis fünf Mal pro Jahr vor (in den letzten zwei Jahren).

Ich weiß mittlerweile, warum ich kein Kratom mehr rglm. nehme, deshalb klappt das wahrscheinlich auch gerade ganz gut bei mir. Bin mir aber auch relativ sicher, dass das weiterhin so bleibt, denn ich bin zufrieden wie es läuft in meinem Leben, da brauch ich nix, was meine Gefühle betäubt. Eher im Gegenteil ....

Diese lange Anekdote musste jetzt leider einfach sein. mrgreen Hab Schreibflash und wollte dich, Hauselv, einfach dran teilhaben lassen, wie das bei mir so ausgesehen hat und wie es mir mittlerweile so geht ohne Kratom und mit sporadischem Konsum zwischendurch. Ich bereue es überhaupt nicht damit aufgehört zu haben - nein, ich bin sehr dankbar dafür, dass ich das auch so durchgezogen habe, auch wenn mal ein Rückfall dabei war.

Ich hoff, ich konnte dich mit meinem Beitrag ein wenig motivieren dein Ziel weiter zu verfolgen und hoffe, du erkennst auch recht schnell, wie man das Leben noch leben und erleben kann.

Ganz liebe Grüße und alles Gute weiterhin, der trin
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Moderator

dabei seit 2009
1.472 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.04.17 15:47
Danke für euren tollen Zuspruch!

Meine größte Motivation ist es, keinen Stress mehr zu haben, immer etwas dabei zu haben und Urlaube entspannt zu genießen. Wieder Fernreisen machen. Freiheit! Das bringt es auf den Punkt.

Wie ich mit Gefühlen umzugehen habe, muss ich auch scheinbar wieder lernen. Die Welt ist nicht mehr hinter dem flauschigen Vorhang verborgen, sondern ist nun doch ziemlich nahe. Aber das wird schon gehen.
Was Upper angeht, pass auf! Die sind mindestens so heimtückisch wie Opiate, wie ich auch schon feststellen musste... (du hast nicht zufällig atm 2fma genommen.. ;) ? )

Ich werde auf jeden Fall höllisch aufpassen und erst einmal nichts in der Richtung nehmen. Aber ich behalte mir die Hintertür offen... Sucht ist halt Sucht, egal ob es einem bewusst ist :P

Und ja, es hat mich motiviert! Danke!

PS @ trinity

meine *neue* Flamme ist Biologin.... und... und..????????
Spoiler:
Tierheilpraktikerin!???

Wer hätte das gedacht ;).

Aber es funktioniert, trotz gewisser Differenzen, sehr gut!

Aber die Ironie an der Geschichte ist nicht zu übersehen. Sie hat mich auch schon in manchen Sachen ziemlich beeindruckt, weil sie ultra aufmerksam ist. Wirklich extrem krass. Wollte dich daran irgendwie teilhaben lassen. Das Leben ist echt witzig!



 
Traumländer



dabei seit 2012
2.467 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 20.04.17 16:21
Hey Hauselv!

Du hast mich "entlarvt", jaja, 2-FMA regt mich gerade ein bisserl an .... ;) Du scheinst ja auch ein scharfer Beobachter zu sein, das gefällt mir.

Spoiler:
Übrigens vielen lieben Dank, dass du mich ein wenig teilhaben lässt an deinem Leben und mir erzählst von deiner neuen "Flamme". Biologin klingt ja schon mal sehr interessant, Tierheilpraktikerin find ich einfach nur geil *inyourass!!!* ^^ und eine scharfe und reine und klare Beobachterin mal selber beobachten zu dürfen, kann nur sehr förderlich sein für dich - jetzt so als kleiner Tipp zwischendurch .... cool Vielleicht kannst ja noch viel von dieser Frau lernen?!?!?


Was du sagst über die Freiheit, endlich keinen Stress mehr zu haben und frei zu sein davon, immer was nehmen zu müssen um zu "funktionieren", hab ich auch so empfunden bei Kratom. Mir war es leid, dass ich nur deshalb, weil ich nix genommen habe, scheiße drauf war. Das kann´s ja nicht sein?!?!?

Da liegt übrigens der Unterschied für mich in einer Opiat-/Opioid-Sucht und einer Upper-Sucht. Opioide zu rglm. genossen, machen doch relativ rasch auch recht schlimme Entzugssymptome und die Art der Gewöhnung des Geistes an so eine Substanz, brennt sich schon ordentlich ein.

Du hast schon auch recht, was die Upper (bei mir meist Speed, aktuell halt grad am testen vom 2-FMA) angeht, auch da kann sich recht schnell eine psychische Abhängigkeit einstellen und die psychischen/mentalen Symptome sind nicht zu unterschätzen, wenn man es zu rglm. konsumiert. Aber ich bin zum Glück nicht der Typ, der Upper nutzt um den Alltag besser leben zu können, den Alltag leb ich am allerliebsten immer nüchtern. Ich bin eher der Typ, der Upper nutzt um Ausnahmezustände zu erleben und Party damit zu machen (am liebsten sogar alleine ;)). Doch auch ich hab bemerkt in den letzten zwei, drei Jahren, dass es nicht soooo leicht ist mal einige Monate nix zu konsumieren an Upper. Das klappt zwar immer wieder mal und zwar auch relativ leicht (kein Vergleich FÜR MICH zum Kratom), aber ich liebe es einfach, mich selber in Hoch-Zuständen zu erleben, die Upper im Mischkonsum mit Bier, Kiff, LSD, etc. hervorrufen können. Da dies aber auch meist Ausnahmezustände sind, die ich nicht jeden Tag erleben kann und erleben möchte (man hat ja auch seine Verpflichtungen, etc.), kommt das halt zum Glück auch nicht all zu oft vor.

Zum Glück hab ich ein recht stark geprägtes Verantwortungsbewusstsein mir selbst gegenüber. Dazu kommt, dass mir vieles recht bewusst ist in meinem Leben und ich lieber rglm Upper nehme (also nicht tgl., aber immer wieder mal), als rglm. Opioide zu nehmen. Meine ganz bewusste Entscheidung und wie eh schon mal erwähnt, ich brauch einfach irgendwas in meinem Leben, um mich higher zu fühlen. Dessen bin ich mir bewusst und das zelebriere ich auch so oft und gut es eben auch geht.

Übrigens, Hauselv, du wirst in den nächsten Wochen weiterhin viel Energie verspüren, sehr aktiv sein, viel schreiben, unternehmen, etc. .... Vor allem war ich die ersten paar Wochen und Monate nach dem Kratom-Entzug sowas von geil, dass es nur so eine Freude war! mrgreen Noradrenalin lässt grüßen und wahrscheinlich noch viele andere Umstände .... Ich hoff mal, du kannst das genießen und ausleben in nächster Zeit? cool

LG, trinity


Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Traumländer

dabei seit 2014
85 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.04.17 17:55
Hi Trinity und natürlich auch Hauselv,
waren gute und vor allen Dingen auch positive Berichte.
Leider verspüre ich nach über zwei Monaten noch wenig von der von dir beschriebenen Energie.
Aber ich bin mir sicher das wird noch, meine Oma sagte immer "Gut Ding bracht Weil"
Das Party machen "alleine" ist bei mir gerade das Problem, deswegen bin ich für meinen Teil so suchtgefährdet.
Die Menschen die in der Gemeinschaft "die Sau rauslassen" sind für mich viel sicherer und gesünder unterwegs.
Ist aber nur meine subjektive Vorstellung und ich lese aus deinem ehrlichen Bericht Trinity, dass es auch anders geht.
Finde ich ganz toll.
Viel Erfolg Hauselv ich bin mir sicher du schaffst es, wenn es sogar ein echt alter "Suchtkrüppel" wie ich einer bin,
erfolgreich sein werde.
Ich habe schon ein recht langes Leben hinter mir und wenn ich so zurückdenke und die Jugend ausschließe,
waren die zwei Jahrzehnte in denen ich an nichts klebte, die befriedigendste u. schönste Zeit.
Ihr Beiden, ich wünsche euch viel Spaß.
 
Traumländer



dabei seit 2012
2.467 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 20.04.17 19:12
Hey axelios,

deine Oma hatte schon recht, wenn sie meinte: " Gut Ding braucht Weile!". Bin übrigens grad wieder klugscheißerisch unterwegs, wie es scheint .... ^^

Bei mir waren es beide Male die ich vom Kratom entzogen habe, ca. 10 Wochen bis ich mich endlich wieder einigermaßen "normal" fühlte und meine Lebensenergie langsam immer stärker aus MIR SELBST sprudelte. Nach diesen 10 Wochen war da wirklich beide Male ein krasser Break zu spüren, also rein körperlich und geistig ging es mir echt immer besser und besser. Das psychische und ab und an das Verlangen, was immer wieder mal durchkam, konnte ich ab dieser Zeit relativ leicht wieder abschütteln und ausbügeln.

Muss halt dazu sagen, dass ich insgesamt relativ aktiv bin im Leben, auch wenn ich die Fähigkeit besitze, neben der Arbeit und meinen sozialen "Verpflichtungen", meine Freizeit at the fullest zu genießen und auf meine Art und Weise auszuleben und zu genießen, wenn ich alleine bin und es mir leisten kann. Dazu kommt bei mir halt, dass ich alleine wohne, ich arbeite, eine Partnerschaft lebe, ein recht gesunden Sozialleben habe und somit einfach nicht all zu oft Zeit habe, meine heißgeliebten Ausnahmezustände zu genießen. Der Vorteil ist halt dann auch wiederum, dass ich beim "runterkommen" diversen Substanzen genügend abgelenkt bin mit Arbeit und anderen Verpflichtungen, dass es mir relativ leicht fällt die Tage darauf wieder zu meinem "Ursprung"/meiner Mitte zu gelangen.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich sowieso jeden Tag feierabends Bier trinke und/oder kiffe. Wie gesagt, ich bin halt eine Rauschkugel .... ;) Mal mehr, mal weniger, je nachdem wie ich drauf bin und ich es mir leisten kann. Aber ich hab wieder gelernt, dass mir Bier oder Ganja oder Bier UND Ganja mrgreen alleine auch wieder ausreichen. Ich brauche keine opioiden Gefühle mehr in mir, um mich wohl zu fühlen - das war lange Zeit für mich unvorstellbar!

Ja, meine "beste" Zeit war auch in meiner "Jugend", also von ca. 19 bis 27 Jahren, in der in nur kiffte und sonst nicht wirklich was konsumierte, außer ganz selten mal. Aber es war auch die Zeit im Leben, in der ein Mensch/Mann/Frau/whatever sowieso die meiste Energie und Lebenslust hat, ohne sich viel dafür anstrengen zu müssen. ;) Sowas darf man nie vergessen, find ich - Zeiten ändern sich halt und man sollte halt meiner Meinung nach auch lernen, sich ein wenig daran anzupassen und sich mit zu verändern .... *wiegesagt-klugscheißmodusistaktiv* Ich persönlich weiß z.B. ganz genau, dass ich in vielen Belangen gesünder und besser leben könnte, ich weiß aber auch, dass ich in vielen Dingen sehr gut lebe, mich bewusst ernähre und recht gut auf mich schaue. Ich hab für mich erkannt, dass ich insgesamt so zufrieden wie noch nie in meinem Leben durch die Welt laufe, also kann es nicht so falsch sein, wie ich mein Leben lebe zur Zeit. ;) Das wichtigste für mich ist, dass ich mich wohl fühle in meiner Haut und zufrieden bin mit mir und meinem Leben. Schwere und anstrengende Zeiten gehören einfach dazu, damit hab ich auch schon recht gut zu leben gelernt. Im Gegenzug gehören aber auch die leichten und lockeren Zeiten dazu zum Leben und auch diese versuche ich so oft es eben geht auszuleben .... rasta

Ich mach mal Schluss, hab Schreibflash vom Feinsten at the moment! ^^

Auch dir alles Gute weiterhin, axelios! LG, der trin
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Indianische Weisheit
Träumer

dabei seit 2017
5 Forenbeiträge

  Geschrieben: 20.04.17 22:04
Guten Morgen,

ich habe mich jetzt nach 2 Jahren Dauerkonsum (seit einem Jahr 1 Kilo im Monat) letzten Montag den 17.04. 17 dafür entschieden eine Pause einzulegen da ich gerade eine Woche Urlaub habe. Heute ist Tag 4 und der Entzug ist bis jetzt echt leichter als gedacht. Leichtes schwitzen, frieren und eben RLS, diese nerven am meisten. Ist aber noch auszuhalten. Ich dachte da kommt noch mehr aber heute merke ich schon eine deutliche Besserung. War das schon alles? Habe aber jeden Tag noch 2 Loperamin genommen. Durchfall hatte ich daher gar keinen. Jede richtige Grippe kommt bei weitem unangenehmer. Also so schlimm wie es hier manche beschreiben ist es nun wirklich nicht.

MfG elCuco






 
Träumer

dabei seit 2016
164 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.04.17 01:22
Der körperliche Entzug ist auch nicht das Hauptproblem, sondern die mentalen Sachen. Wenn man danach eine längere Zeit nicht mehr so richtig eigene Freude empfinden kann, ist die "Rückfallquote" ziemlich hoch. Das ist der Grund warum ich vor 8 Monaten ganz aufgehört habe.. Mit Kratom betäubt und grundlos glücklich zu sein, ohne was dafür zu tun (wie trinity es gut beschrieben hat) .. ich tue jetzt lieber etwas dafür :)
 
Dauer-Träumer

dabei seit 2015
109 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.04.17 17:58
Heute ist Tag 5 und ich bin bisher stark geblieben. Habe vorgestern eine Lopedium Akut genommen und es hat echt gut geholfen, heute merk ich das mein Stuhlgang aber wieder leichter wird, aber noch kein Durchfall. Also werd ich auch keine nehmen heute. Finde es erstaunlich das sie 2 Tage geholfen hat super Zeug. Hab nur etwas Angst davor das es den Entzug verlängert, daher lass ich es lieber und nehme sie wirklich nur im Notfall. Hat denn jemand Erfahrungen damit? Würde es den Entzug unnötig verlängern wenn ich bspw. morgen oder übermorgen nochmal eine Kapsel davon nehme?

Ansonsten gehts mir erstaunlich gut, hab zwar meine Phasen wo ich immer Hochstimmung gefolgt von Depris hab und sehr sehr gereizt bin, aber es bessert sich von Tag zu Tag.

Fühl mich heute auch das erste mal wieder in der Lage was zu machen: Kochen, Spazieren gehen usw. ohne gleich auszurasten...

Muss schon echt sagen, im Nachhinein hat mich der Dauerkonsum vom Kratom echt zu einem "Arsch" werden lassen, meine Mitmenschen haben das wohl ganz schön abbekommen, was mir leider erst jetzt im Nachhinein auffällt :(

Es ist trotzdem ein echt toller aber auch wiederlicher Zustand ohne diesen "Opi Schleier" durch die Gegend zu laufen.. Fühlt sich irgenwie total ungesund an das nüchterne Leben xD

Trotzdem halte ich weiter durch !!

Viel Glück euch allen und thx für eure Meinungen, auch wenn sie nicht direkt auf mich bezogen waren hab ich mir das trotzdem mal alles durchgelesen und es spiegelt sehr vieles, wenn nicht sogar alles bei mir persönlich wieder.

Einen Ersatz suche ich auch gar nicht, mir ging es bei der Frage auf der letzen Seite nur darum wie ich das RLS lindern kann, welches aber fast verschwunden ist zum Glück, jetzt gehts nur noch um das Lepedium Akut. Ich mach mir erlich gesagt auch gar keine Gedanken darüber ob ich nur eine Pause einlege oder ganz aufhöre. Bisher konnte ich mit Kratom immer gut umgehen (auch nach meiner Opiod Zeit damals Oxygesic & Subutex) und es hat mir sehr oft den Arsch gerettet. Wovon ich mich ein Lebenlang fernhalten muss sind wirklich potente Opiode, mit denen konnte ich noch nie umgehen. Keine Ahnung warum das beim Kratom anders war (Ausnahme von dem Vorfall letzes Jahr der mich zum Dauerkonsum gebracht hat, was mir aber kein 2. Mal passieren wird xD).


 
Traumländer

dabei seit 2014
85 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.04.17 19:37
Hi Mixery,
schön, dass du auch dabei bist.
Ich habe einige kürzere Entzüge zwischen 1-5 Wochen gemacht.
Hatte bald die Erfahrung gemacht, dass Lopedium das beste Mittel ist.
1-2 Tage nahm ich max. zwei und dann tägl. eine, immer nur bis die 10 Stück aufgebraucht waren.
Körperlich hilft es wirklich sehr, hatte nie den Eindruck den Entzug damit zu verlängern.
War aber auch wie du lesen kannst sehr vorsichtig.
Mach dir kein Hirn der ungesunde nüchterne Eindruck geht zügig vorbei.
Das mit der Lustlosigkeit dauert bestimmt länger.
Hatte mir auch nie Gedanken gemacht ob ich nur ne Pause mache oder es ganz sein lasse.
Jetzt aber nach über 4 Jahren und tgl 25gr. in Löffelspitzen über den Tag verteilt, ist bei mir das Maß voll.
An dem Punkt kommt jeder an, der eine früher der andere später. Aber das Ende ist bei uns allen gleich:
Wir hören 100% alle auf. Auf später verschieben macht es nur schwerer.
Nehm eine Lopedium dann zappelst du nicht im Bett und halt noch weiter durch.
Ich wünsche dir alles Schöne u. Gute.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 21.04.17 20:04
Versuch Nummer zwei bei mir. Der erste vor einigen Wochen war rein körperlich zwar problemlos zu überstehen mit Lyrica, allerdings bin ich nach fünf Tagen schon rückfällig geworden. Das Problem war, dass ich noch was da hatte. Ich dachte an abend Nummer fünf, dass ich mir mal ne kleine Portion gönnen darf. War ja klar, dass das nicht klappt.

Dieses mal habe ich nichts da. Seit gestern bin ich ohne. Anspannung, Rückenschmerzen und diese innere Kälte, aber alles gut zu ertragen. Der erste Versuch zu schlafen gestern scheiterte. Ich habe mit Lorazepam und Lyrica etwas nachgeholfen und bin dann irgendwann auf der Couch eingeschlafen. Heute ist die Kälte schlimmer geworden, aber Schmerzen habe ich keine. Mal gucken wie es morgen ist...

Einerseits ist alles schon gut zu ertragen. Habe es mir schlimmer vorgestellt, wie schon beim vorigen mal.
Aber andereseits ist es doch ein Gefühl, als würde ich ein Teil von mir weggeben. Habe 1,5 Jahre konsumiert und die letzten Monate 30-50g am Tag. Deshalb auch der entschluss aufzuhören. Ich habe absolut keine Kontrolle über mein Konsumverhalten, was Kratom angeht.

viele Grüße
 

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