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LdT-Forum » Drogen & Gesellschaft » Der Weg (Selbstfindung & Glaube) » Ein "besserer" Mensch durch Drogenkonsum .... (oder warum ich mich selber nüchtern und abstinent nicht so gerne mag)


Seite (Beiträge 1 bis 15 von 28) »

AutorBeitrag
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Traumländer



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  Geschrieben: 14.02.18 18:12
zuletzt geändert: 15.02.18 07:39 durch trinity (insgesamt 2 mal geändert)
Hi liebes LdT!

Hier mal wieder ein neues Thema von mir, das mich seit einigen Wochen und Monaten begleitet und ich würde gerne die Meinung von anderen Leuten hier lesen, die selber ab und an mal abstinente Phasen haben und Vergleiche ziehen können zw. ihrem nüchternem Selbst (mit nüchtern mein ich nicht nur ein, zwei Tage nix konsumieren, sondern wirklich eine längere Phase über mind. einige Wochen) und ihrem verdrogten Selbst. Natürlich können auch gerne andere User ihre Meinung kund tun. ;)


Ich selber hab letztes Jahr mal ein paar Monate durchgezogen, wo ich mich nach ca. 5 Jahren recht intensiver Drogenzeit (insgesamt sind aber schon ca. 20 J. Drogenkonsum auf meinem Lebenskonto verbucht), von allen Drogen verabschiedet habe und sie mir nach und nach entwöhnt habe. Auch den Alkohol und sogar mein geliebtes Ganja. Hab also einige Monate wirklich gar nix konsumiert, außer vielleicht ab und an mal EIN (!!!) Bier. Um diese viele neu gewonnene Freizeit auch irgendwie sinnvoll zu nutzen und es überhaupt auszuhalten, dass ich nun so viel Freizeit habe, hab ich mir sehr viele neue Gewohnheiten angeeignet, die mir wirklich gut getan haben. Angefangen von richtig guter Ernährung (für mich zumindest), bis über Yoga-Übungen, Dehnübungen, Sport, Fitness, bis zu erweiterter Bewusstseinsbildung, Seminare besuchen, etc., hab ich echt vieles für meinen Geist und Körper gelernt und auch echt lieb gewonnen in diesen ca. 5-6 Monaten Abstinenz.


Nun komm ich mal zur Sache: Das Ding war in dieser Zeit, dass ich mich zwar ingesamt immer fitter und aktiver gefühlt habe, sich mein Körper und Geist echt gut angefühlt haben und ich in mir sehr viel Ruhe hatte, besonders im zwischenmenschlichen Bereich. Doch auf der anderen Seite haben mich meine Gewohnheiten und neu antrainierten Übungen, Bewusstseins-Erweiterungen, Ernährungsumstellungen doch sehr eingenommen und zwar in dem Sinne, dass diese Routine von all den Dingen irgendwie zwanghaft wurde und ich irgendwie bemerkt habe, dass mich diese tollen neuen Gewohnheiten auch nicht glücklich machen und mir meine Leichtigkeit nehmen. Man wird zwar immer dehnbarer, wenn man Yoga und diverse Übungen macht, ist immer fitter körperlich, wenn man fast tgl. Sport macht und fühlt sich geistig sehr wach und fresh, wenn man sich dauernd weiterbildet, aber um diesen Zustand halten zu können oder gar noch zu erweitern, muss man diese dafür vorgesehene Routine fast schon zwanghaft ausüben um am Ball bleiben zu können.

Dazu kam noch, dass mich die Dinge auf meiner Arbeit und was auf dieser Welt sonst noch so an Scheiße abging, emotional immer mehr belasteten und ich irgendwie ein wenig unzufrieden wurde mit der Gesamtsituation.

Als ich dann nach dieser Zeit wieder angefangen habe, meinen Bierkonsum langsam wieder auf zwei, drei Bier zu steigern, wenn ich mal was getrunken habe, hab ich danach bemerkt, dass die Arbeit am nächsten Tag wieder viel erträglicher wurde und ich auch sonst viel entspannter war. Der Entzug vom Bier müsste da schon lange vorbei gewesen sein nach ca. 5 Monaten ohne Alk. Naja, viele kennen es hier auch, Alkohol enthemmt und ich hab durch diese Enthemmung wieder mal angefangen was zu kiffen bei Freunden und meine alte Liebe zum Ganja war wieder entfacht. ^^ Nach einigen Wochen hab ich dann wieder rglm. (also tgl.) gekifft und Bier getrunken. Dann irgendwann wieder ab und zu Upper genommen und auch so mal wieder ein paar andere Sachen (wie z.B. Psychedelika), die mir Spaß und Freude bereiten.


Ich war also rasch wieder bei meinem alten Konsummuster wie vor meiner abstinenten Zeit ....


Das tolle ist, dass ich viele meiner mir neu antrainierten Gewohnheiten beibehalten habe. Die gute Ernährung und die Yoga- und Dehnübungen for example. Auch einige meiner Interessen, die ich in dieser abstinenten Zeit entfacht hatte in mir, sind mir geblieben. Der Unterschied jetzt ist halt, dass ich insgesamt viel lockerer und entspannter durch die Welt laufe, mich nimmer dauernd so viele Leute angaffen (weil ich so einen geilen Körper hatte zu dieser Zeit ^^ - das war manchmal schon echt unangenehm und vor allem wird man dadurch immer wieder dran erinnert, dass man voll durchtrainiert ist - das Ego lässt grüßen ....), ich wieder die Nacht intensiver lebe und länger in den Tag reinschlafen konnte und vor allem auch, dass ich nun weniger Energie habe als damals und weniger Ambitionen was zu tun.

Trotzdem hab ich das Gefühl, dass ich jetzt ein "besserer" Mensch bin, weil ich viel mehr Feingefühl habe, wenn ich rglm. konsumiere und vor allem auch viel mehr Leidenschaft bei den Dingen, die mir Freude bereiten. In meiner abstinenten Zeit hat mir diese Leidenschaft gefehlt, ich hab nicht mehr viel geschrieben und auch sonst eigentlich eher nur mein Programm abgearbeitet.


Tja, lange Rede, kurzer Sinn, ich fühl mich ein wenig hin- und hergerissen, denn beides hat seine guten und schlechten Seiten - nur fühl ich mich wohler als Konsument kunterbunter Drogen. :) Aber ob es auch wirklich besser ist für mich ....???


Im Endeffekt fehlte mir wohl in der Abstinenz-Zeit ein richtiges Ziel, worauf ich mich konzentrieren konnte. Hab einfach nur meinen Körper und Geist fit gemacht, aber hatte nicht wirklich eine Perspektive, wohin es gehen sollte. Diese fehlt mir auch als Konsument, nur fühlt es sich einfach besser an für mich. Hmmmm, keine Ahnung, ob das jemand nachvollziehen kann, vielleicht teilen ja ein paar hier ihre Meinungen, Erfahrungen und Ansichten mit mir?

Perspektiven gibt es übrigens genug, nur mindestens genauso viele Zweifel, diese Wege auch zu gehen und sein Leben (und seine Komfortzone) radikal zu verändern.

Diese Zeilen wurden mal wieder eher ein Seelen-Strip meinerseits, so war das eigentlich nicht geplant, aber hat wohl doch so sollen sein ....


Edit: Trotzdem nun nochmal die Frage an euch:

Fühlt ihr euch in Konsumphasen ganzheitlich betrachtet auch besser, runder, ausgeglichener, etc., als in Abstinenzphasen? Mögt ihr euer nüchternes Selbst vielleicht auch nicht so gerne wie euer verdrogtes Selbst? Einfach, weil ihr vielleicht weniger Feingefühl habt oder gewisse Gewohnheiten/Künste einschlafen in nüchternen Phasen oder man einfach die Leichtigkeit vermisst, die man auf der anderen Seite schon so gut kennt und auch zu lieben und zu schätzen gelernt hat. Erzählt einfach mal, wenn es was zu erzählen gibt .... ;)


GlG und ich freu mich auf Antworten!

Der trin rasta


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  Geschrieben: 14.02.18 19:16
Ich würde gerne persönliche Erfahrungen beitragen, aber das letzte Mal, dass ich länger als ne Woche nüchtern war, liegt schon ein paar Jahre zurück. (4 Jahre oder so, wenn es wen interessieren sollte.)

Beim Lesen des Beitrags dachte ich mir: "Klingt so, als ob 5 Monate nüchtern sein nicht genug waren um Gewohnheiten und besonders die Gefühlswelt von 20 Jahren Drogenkonsum zu ersetzen." Ohne das irgendwie abwertend zu meinen.

Ich sehe Nüchternheit nicht in mein aktuelles Lebenskonzept passend. Ich plane aber, für die kommende Zeit §ausschließlich" auf Pilze, LSD Melatonin und Kräuter (Baldrian, Melisse, Grüntee, Cola, etc.) zurückzugreifen. Das ist für mich so nüchtern, wie es möglich ist und, vorerst, gut genug. Aber gerade heißt es erstmal wieder Opis entziehen... Hoffentlich darf ich in ein paar Monaten berichten, wie es mir ergeht.
Sie umschlingen einander in der Hoffnung, zusammenzuwachsen und so ihre Einheit wiedergewinnen zu können.
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  Geschrieben: 14.02.18 23:03
@ trin : Das mit der fehlenden Leidenschaft in einer Abstinenzphase kann ich nur bestätigen.
@ abnormal : Dein Plan hört sich sehr gut an und irgendwann nur noch Psychedelika zu konsumieren halte ich auch für mich für eine geeignete Lösung .

Die meisten hier haben schon tief in die Büchse der Pandora geschaut und wenn man weiß wie intensiv das Leben sein kann , will man so schnell nicht mehr darauf verzichten.

Ich habe vor ca 3 Jahren mal eine Konsumpause von ca einem 3/4 Jahr eingelegt und auch auf Alkohol verzichtet , was nicht schwer war , da mir Alkohol keine Freude bereitet .
Heute handhabe ich es immer noch so das ich alle paar Monate mal 2 Wochen Pause mache um das nüchtern sein nicht zu verlernen .Die Konsumpausen tun mir immer gut und ich habe auch mein nüchternes Körpergefühl zu schätzen gelernt.

Mir ist aufgefallen das ich im Winter mehr Upper konsumiere (alle 2-3 Wochen ) als im Sommer , da verzichte ich größtenteils auf ''Chemie'' und nehme dafür fast ausschließlich Acid , Pilze , Meskalin etc..
Ich habe bemerkt das ich emotional am ausgeglichensten bin wenn ich alle 2 Wochen Psychedelika konsumiere .
(meistens so um die 400 µg Acid ) Es fühlt sich für mich immer so an als würde ich damit alle Chakren ''freiballern''.

Ich bin mir sicher das ich durch Drogenkonsum (insbesondere Psychedelika) ein besserer Mensch geworden bin.
Psychedelika ermöglichen es mir meine Gefühlswelt mit den äußeren Umständen besser in Einklang zu bringen.
So ist es mir möglich unbefangen auf meine Emotionen herabzublicken und diese wesentlich besser reflektieren zu können als es nüchtern der Fall wäre .

Jeder häuft im Alltag emotionalen Müll an und ich bin sehr froh mich mit Hilfe von Acid von diesem entledigen zu können .
Desto weniger Ballast ich mit mir rumtrage umso offener kann ich meinen Mitmenschen begegnen.

Ich bin sehr dankbar Psychedelika zu kennen und für mich nutzen zu können und bedauere jeden dem diese Möglichkeit aus welchen Gründen auch immer verwehrt bleibt .

Gut das wir uns begegnet sind, mein Liebling LSD . verliebt
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  Geschrieben: 15.02.18 00:28
@J4N0L1V3R : Du sprichst mir beim Thema LSD perfekt aus der Seele auch wenn ich die gleichen Erfahrungen nur mit 1p-lsd und pilze gemacht habe, da ich nicht an LSD herankomme. Mir reichen jedoch schon 100 µg (von 1p-lsd) vor allem wenn ichs mit Noopept preloade.

Ich mache mir jedoch oft Gedanken darüber ob alle 2 Wochen Trippen nicht etwas zu oft für die Psyche sein könnte auch wenn ich damit bisher keine Probleme hatte und bisher auch keine Hinweise wahrgenommen habe, die darauf hindeuten.
Dreadhead und stolz drauf :D
Habe Erfahrung/Wisen zu:
Hanf,DXM,DPH,1p-LSD,LSA,MDMA,DMT,Scopolamin in Form von Buscopan,Amphetaminderiwate
Katzenminze und noch paar legale Kräuter die ich auch auf meiner Fensterbank pflege(also die legalen),Hanf in E-zi
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  Geschrieben: 15.02.18 01:20
@darkpyro23 : Freut mich das es dir genauso geht und du auch zu den Acid-Enthusiasten gehörst . biggrin
Also wenn du dich gut dabei fühlst dann ist das doch ein Zeichen dafür das du die Trips schnell verarbeiten kannst.

Ich kenne viele Leute die in diesen Abständen konsumieren und die fahren auch gut damit .
Mein Acid-Konsummuster ist jetzt seit 3 Jahren gleichbleibend und ich werde auch weiterhin so verfahren .
LSD ist neben Pilzen eine der wenigen Drogen die ich im Nachhinein niemals bereut habe.

Wenn man es eine Zeit lang übertreibt kriegt man halt ne HPPD , aber das bisschen Flimmern in der Optik ist meiner Meinung nach auch nicht weiter tragisch .

Man kann eh nichts dagegen machen außer mehrere Monate auf Lysergamide und ähnliche Psychedelika zu verzichten und das kommt definitiv nicht in Frage . Zumindest für mich nicht :D

Peace
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  Geschrieben: 15.02.18 06:58
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zu viel Freiheit nur einen Haufen Probleme aufwirft. Besonders für Drogen trifft das zu. Deshalb habe ich mir ein Raster zurechtgelegt, in dem ich mich bewege und das mir vorgibt, ob und wann ich Drogen konsumieren darf. Das hat sich bisher bewährt. Auch ritualisiere ich meinen Konsum und dokumentiere ihn genau. Das mag zwar alles etwas zwänglich erscheinen, hat aber (zumindest für mich) riesen Vorteile. Das Raster verhindert, dass ich in einen Dauerkonsum rutsche; es verhindert auch, dass ich Toleranzen entwickle.

Um es mal anders auszudrücken: Meiner Meinung nach gibt es kein "ideales Konzept". Immer wird es auch da oder dort Unzufriedenheit geben. So wie es du ja auch beschreibst, Trin. Das liegt aber weniger an der Sache selbst, sondern eher an unserer menschlichen Natur. Deine neu gewonnenen Lebensweisen haben viele Vorteile für dich, sind zugleich eher ein Aspekt deiner Noopsyche, während deine Drogenaffinität eher ein Aspekt deiner Thymopsyche ist. Beides unter einen Hut zu bekommen ist natürlich keine leichte Übung, aber doch einen Dauerversuch wert, finde ich.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass du dir aus beiden Lebensweisen das Beste herausholst und du es schaffst, soweit es eben geht, damit zufrieden zu sein.

Death is a myth (John C. Lilly)
» Thread-Ersteller «
Traumländer



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  Geschrieben: 15.02.18 08:56
Komme grad vom Nachtdienst und hab mich gefreut, dass ich ein paar Antworten vorgefunden habe. Erstmal vielen Dank dafür, sind ein paar sehr gute Anregungen und Denkansätze dabei.

Ich hab übrigens bei meinem Startpost ganz unten noch etwas editiert, damit er in sich rund wird und der Kreis sich wieder schließt .... ^^


@ abnorm

Wirst schon irgendwie recht haben, 5 oder 6 Monate Abstinenz sind nix im Vergleich zu 20 Jahren Drogenkonsum. Aber rein subjektiv hat es sich für mich nach ca. 2 bis 3 Monaten schon sehr real und gut angefühlt und das nüchtern sein hat mir echt Laune gemacht und vor allem erst die viele Energie die ich hatte. Meine Ausstrahlung war übrigens auch Hammer! cool Außerdem bin ich ja jetzt nicht unbedingt der Hardcore-Drogenkonsument, bis auf kiffen und Bier trinken konsumiere ich nix tgl.! Und dann halt immer wieder die Upper- und Psychedelika-Phasen, die halt so dazugehören bei mir seit ein paar Jahren. Und keine Sorge, abwertend fand ich das gar nicht, was du geschrieben hast, war halt eine Feststellung von dir, mit der du sicherlich nicht daneben liegst.

Deinen Ansatz find ich auch super, nämlich sich auf das zu konzentrieren was dir am meisten gibt im Leben, wie Psychedelika und Kräuter. Also realistisch bleiben und Nüchternheit vorerst mal ausschließen aus dem Lebenskonzept. ^^ Ehrlich gesagt hab ich mich auch immer mehr mit dem Gedanken angefreundet, dass ich wohl mein Leben lang kiffen werde. Unterbewusst weiß ich das schon seit ich angefangen habe mit kiffen. Und wennst meine Freunde fragst, die wissen das schon seit laaaanger Zeit, dass Ganja und ich zsamm gehören - für immer und ewig. :)

Ich wünsch dir übrigens viel Erfolg beim Opis entziehen, abnorm! Du schaffst das schon - wenn ich das jemanden locker zutraue, dann dir! Aber warte nimmer zuuuu lange, weißt eh, leichter wird es nicht. Ach ja, leg dir doch mal wieder Ashwagandha zu, kann mir echt gut vorstellen, dass dir das dabei eine Stütze sein kann.


@ JanOliver

Er schrieb:
Die meisten hier haben schon tief in die Büchse der Pandora geschaut und wenn man weiß wie intensiv das Leben sein kann , will man so schnell nicht mehr darauf verzichten.


Hehe, das hast du schön gesagt! Ja, das kann ich so unterschreiben. mrgreen Trotzdem find ich aber die nüchternen Phasen auch sehr intensiv und ich liebe es nüchtern unterwegs zu sein. Also nüchtern bedeutet für mich, feierabends tgl. zu kiffen und ein bis fünf Bier trinken und tagsüber halt nüchtern sein. Ansonsten hatte ich in den letzten 20 Jahren nicht wirklich richtig nüchterne Phasen, also so ganz ohne Drogen. Eben letztes Jahr das halbe Jahr und ansonsten vielleicht zwei, drei Mal ein paar Wochen bis Monate. Wie schon erwähnt, kiffen ist meine Medizin und ich denke, dass mich Ganja zu einem "besseren" Menschen macht. So wie ja bei dir LSD! Ist übrigens nach Ganja meine zweitliebste Droge auf dieser Welt. ;)

Ich konsumiere übrigens auch mehr Upper im Winter, kann man ja auch irgendwie nachvollziehen .... Im Sommer hab ich auch gerne Psychedelika, aber die brauchen im Winter auch nicht draußen vor der Haustüre erfrieren - LSD und Konsorten sind immer herzlichst eingeladen bei mir! :)

Ich finde deinen Ansatz auch sehr gut, also alle zwei Wochen Acid zu konsumieren und so richtig zu trippen auf 400 µg! Sowas macht man ja eh nur, wenn man es auch gut verträgt und verarbeiten kann. Bei mir sind es meist so Phasen, in denen ich monatelang Acid nehme und das kann dann auch in kürzeren Phasen als im 2-Wochen-Abstand sein. Ich empfinde es auch ähnlich wie du, zwar vernehme ich nicht, wie meine Chakren "freigeballert" werden ^^, aber für mich fühlt es sich jedesmal wie "zu Hause" an. Ich fühl mich einfach pudelwohl auf Acid, 1P-LSD und ALD-52 und es darf auch gerne mal höher dosiert sein. 400 µg LSD hatte ich zwar erst einmal, da vielleicht sogar etwas mehr, aber um die 200 bis 300 µg gehören absolut noch zu meiner Wohlfühldosis.

Und ja, LSD hat auch mich zu einem besseren Menschen gemacht, wie eigentlich die meisten Drogen die ich konsumiert habe. Aber LSD (Ganja übrigens auch, nur nicht ganz so intensiv) hat etwas an sich, was mir sofortigen Zugang zum reinen Bewusstsein gewährt und das in einer Qualität und Tiefe, die ich einfach nur liebe! verliebt

JanOliver, mich würde deine Sichtweise mal interessieren, denn du hast ja auch immer wieder nüchterne Phasen in deinem Leben. Empfindest du einen Unterschied zw. deinem nüchternen und deinem verdrogten Selbst und welches magst du mehr und wenn dann warum? Erzähl mal ein bisserl ....


@ Kräuterhexe

Das was du so schreibst, spricht mich sehr an. Im Endeffekt handhabe ich es auch ähnlich wie du, nur nicht so genau geplant und dokumentiert. Ich muss einfach jeden Tag was zu tun haben oder was unternehmen, bevor ich mich hinchille und es mir gut gehen lasse. Da ist es mir auch egal, wieviel ich genau mache und was ich alles geschafft habe, mir geht es eher darum, dass ich alles entspannt und ohne Stress mache - also auch nicht zwanghaft. Diese Phasen hatte ich als Jugendlicher und junger Erwachsener, aber dieses zwanghafte hab ich mittlerweile abgelegt. Aber ich kann es einfach mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn ich den ganzen Tag gar nix mache. Ich muss was machen, was schaffen (jetzt außerhalb von der normalen Arbeit) und meine To-Do-Liste abarbeiten. Ich teile mir das ganze halt so in Mehrtages-Phasen ein, also eine Liste für die nächsten paar Tage halt. So geht immer was weiter und ich kann dann immer zufrieden Feierabend machen und mich den Drogen hingeben, wenn es denn unbedingt Drogen sein müssen ....

Oh Mann, kurz halten ist heute mal wieder gar nicht! ;)

Aber du hast es ja eh schon auf den Punkt gebracht in deinem Beitrag, nämlich, dass es ein "ideales Konzept" für Jedermann nicht geben wird. Und ja, diese Unzufriedenheit die immer wieder aufkommt in wohl jedes Menschen Leben, gehört einfach zu unserer menschlicher Natur. Das ist wohl auch gut so, denn sonst würde sich ja nie was verändern. Aber beide Seiten unter einen Hut zu bringen, ist wohl eine Kunst, die es im Laufe seines Lebens zu erlernen gilt.

Ach übrigens, ich dachte irgendwie, dass du rglm. Opioide konsumierst? Da hab ich mich wohl vertan, oder? Oder aber auch deinen Beitrag falsch interpretiert?

Danke dir auch vielmals für deine aufmunternden Worte am Schluss, Hexe! razz Zum Glück bin ich wirklich in vielerlei Hinsicht gesegnet und lauf meistens zufrieden durch diese Welt. Ich kann auch meist recht gut mit meinem Konsum umgehen und bin auch sehr gerne nüchtern, also meine beiden Seiten halten sich schon immer recht gut die Waage - manchmal gewinnt halt mal eine die Oberhand, wie eben letztens, als ich fast ein halbes Jahr keine Drogen konsumiert habe .... Davon werd ich noch den Enkerln meiner Freunde erzählen .... ^^

Magst du mal ein bisserl erzählen, Hexe, wie du dein Selbst wahrnimmst in nüchternen und in Drogen-Phasen? Kennst du sowas, dass du nüchtern vielleicht zuuuu zwanghaft bist oder weniger Feingefühl hast und dich selber einfach nicht so gerne magst, etc.? Oder ist es vielleicht sogar umgekehrt ausgeprägt bei dir? Ich würde mich freuen, wenn du noch ein bisserl was berichtest darüber ....


Herzliche Grüße an alle!



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  Geschrieben: 15.02.18 09:05
Das ist jetzt vielleicht etwas offtopic, aber ich denke nicht, das HPPD ein bisschen flimmern im Sichtfeld ist und selbst wenn es nur das wäre, wäre es doch fürchterlich nie mehr normal sehen zu können. Andere haben schon Probleme mit Mouches volantes, wie soll das dann bei HPPD sein. Auch müssen sich solche Probleme bei Psychedelikadauerkonsum nicht mal eben im Vorstellungsgespräch ankündigen. Finde ich doch etwas verherrlichend.

Jetzt mal näher ans Thema:

Ich persönlich finde die Antwort von Kräuterhexe sehr gut. Es ist generell das "zu viel", was uns Menschen aus der Bahn wirft. Das trifft auf so vieles zu. Wenn man mal überlegt, was früher für Probleme herrschten. Es ist auch nachweislich so, dass mit fortschreitender Freiheit mehr Probleme entstehen. (Gut man kann jetzt sagen, man kannte nur keinen Namen für die Probleme - dennoch sind es meist Luxusprobleme)

Auch Jan Oliver hat es schon gesagt: Zu tief in die Büchse der Pandora geschaut. In Worten statt Metaphern:

Zu schnell, über längeren Zeitraum, zu viel Botenstoffe ausgeschüttet, als es nüchtern möglich wäre. Ist doch also kein Wunder, dass das Ergebnis ein solches ist.
 
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  Geschrieben: 15.02.18 10:17
zuletzt geändert: 15.02.18 10:38 durch ooops (insgesamt 1 mal geändert)
Denke ich, dass ich in Konsumphasen ein besserer Mensch bin bzw. haben mich Drogen zu einem besseren Menschen gemacht?

Sagen wir mal so. Es ist glaub ich zwei Jahre oder so her, da haben mich eine Reihe an stressigen Ereignissen und zwischenmenschlichen Enttäuschungen ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich bin ins Gedankenkreisen gekommen und wurd z.T. fast schon psychotisch. Hier hat mir Kratom geholfen wieder mit mir und der Welt klarzukommen. Wenn man so will, hat mich damals eine Droge zu einem besseren Menschen gemacht.

Drogen zeigen einem halt, was grundsätzlich möglich ist. Der Trick ist halt, diese Möglichkeiten zu erkennen und für sich zu nutzen, ohne dabei in eine Abhängigkeit zu verfallen. Das ist auf jeden Fall meine Meinung.

Generell halte ich die Fragestellung Was ist ein guter Mensch? Was ist ein besserer Mensch eh für schwierig, weil ja jeder Mensch mit seinem eigenen Leben klar kommen muss und jeder Mensch und jedes Leben nunmal anders ist.

Wenn mir allerdings Drogen wirklich und aufrichtig dabei helfen, das Leben besser zu meistern, dann machen sie denjenigen wahrscheinlich zu einem besseren Menschen
Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück; es kommt nicht darauf an, wie lange es ist, sondern wie bunt. Lucius Annaeus Seneca
» Thread-Ersteller «
Traumländer



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  Geschrieben: 15.02.18 11:05
zuletzt geändert: 15.02.18 11:25 durch trinity (insgesamt 1 mal geändert)
@ stillermitleser und JanOliver

Spoiler:
Nur kurz mal zu dem Flimmern im Sichtfeld und andere visuelle Phänomene die auftreten können, wenn man mal eine zu lange Periode mit zu viel LSD übertrieben hat. Ob das schon HPPD ist, kann ich nicht sagen, hab mich damit noch nie wirklich beschäftigt. Aber ich kenne diese Phänomene auch, konnte z.B. auch meinen Blick in der Nähe nicht rasch scharf stellen - hat immer so ein, zwei Sekunden gedauert, bis ich scharf sehen konnte, wenn ich meinen Blick rasch gewechselt hatte. Auch das Flimmern kenne ich und hatte auch noch Schatten im Augenwinkel, die vorbeihuschten und ähnliches. Sowas kann schon mal einige Wochen bis Monate nachhallen, nachdem man die intensive Acid-Periode beendet hat. Es kommt halt immer drauf an, wie man damit umgeht. Stresst man sich deswegen und konzentriert sich nur noch darauf, kann sich das sicher manifestieren und ein ungeliebter Wegbegleiter im Leben bleiben. Kann man darüber aber schmunzeln und sich dran erfreuen, was es alles so für Phänomene gibt ^^ und nimmt es locker und schenkt dem ganzen nicht zu viel Aufmerksamkeit, dann verschwindet es auch irgendwann mal wieder. Ich hatte schon drei heftige Drogen-Abfucks, die mir danach diverse Symptome hinterlassen hatten und mit jedem Mal wusste ich besser damit umzugehen und jedesmal verschwanden diese Phänomene (nicht schlagartig, sondern schleichend) vollständig. It´s all about focus!



Dann noch kurz zu dem was stillermitleser da noch hervorgehoben hat von Kräuterhexe. Auf den Punkt bin vorhin ich gar nicht eingegangen und den finde ich auch sehr wichtig und richtig.

Zu viel Freiheit kann wirklich zerstörerisch wirken auf den geneigten Drogenuser, das kenne ich persönlich aus zwei, drei kurzen Phasen in meinem Leben und kann es leider auch zur Zeit bei ein paar Freunden live miterleben. Trotzdem muss ich dazu sagen, dass man als erwachsener Mensch immer noch seine eigenen Entscheidungen trifft und getroffen hat und dann halt leider auch mal mit den Konsequenzen leben muss. Ich bin schon gespannt wohin der Weg meiner Freunde noch führen wird und natürlich auch, wohin meiner mich noch führt. Ich hab zum Glück eine echt gut funktionierende Wohlfühl/Unwohlfühl-Waage in mir eingebaut und sobald ich mich mal ein bisschen zu lange unwohl fühle, werde ich sowas von unzufrieden und mag das so überhaupt gar nicht, dass ich diesen Zustand dann immer so rasch als möglich verändern möchte. Leider hat das nicht nur mit Intelligenz und Feingefühl was zu tun, sondern mit einem inneren Drang, ein gutes und schönes und zufriedenes Leben führen zu wollen. Und dieser Drang hat es bei mir bis jetzt immer noch geschafft, mich mit genügend starkem Willen auszustatten, um mich wieder einzubremsen auf meinen Exkursen, die etwas zu weit weg führten von meiner Mitte.

Deine Art, Kräuterhexe, mit diesem Raster zu arbeiten, den du dir selber vorgibst, ist natürlich auch eine Möglichkeit, zu viel Freiheit einzudämmen. Das mag für denjenigen auch gut funktionieren, der sowieso gerne eher rational denkt, gerne Listen mag und gerne die Kontrolle in seinem Leben hat. Ich spreche da nur über mich, Kräuterhexe ;), kann mir aber vorstellen, dass es bei anderen Leuten die so ticken, ähnlich sein wird. Für diejenigen aber, die eher auf der spontanen Seite zu Hause sind und sich lieber im Fluß des Lebens treiben lassen, wird das mit dem planen nicht so funktionieren. Ich persönlich z.B. möchte mir nicht die Freiheit nehmen, spontan mal einfach irgendwas zu konsumieren, wenn es mir in den Sinn kommt oder anderweitig unterkommt. Ich will in dieser Hinsicht einfach flexibel bleiben und mich auch nicht selber fertig machen, wenn ich doch mal ein wenig übertrieben habe und es ganz anders verlief als es geplant war.

"Das Leben so gut als möglich genießen und es so annehmen wie es eben kommt - aber trotzdem das Große und Ganze nicht aus den Augen verlieren." Das klingt nach einem ansprechendem "durchs-Leben-geh-Motto" ....

Muss mich jetzt mal einlesen in die Begriffe Noopsyche und Thymopsyche, hab noch nie davon gehört.


@ stillermitleser

Ja, bin auch der Meinung, dass alles an ZU VIEL schlecht ist für uns Menschen und wahrscheinlich für die ganze Natur, zu der ich uns Menschen jetzt einfach mal dazu zähle (obwohl man sich langsam nimmer ganz sicher sein kann). Wir haben verlernt im Einklang mit uns und unserer Umgebung zu leben und jeder schaut irgendwie nur noch auf seinen eigenen Vorteil. Weit weg von dem, wie es natürlich wäre und das Schlimme ist, viele merken das nicht einmal. Erich Fromm beschreibt das ja gut in "Haben oder Sein" ....

Trotzdem denke ich, dass es mit fortschreitender Freiheit zwar mehr Fehler im Leben zu machen gibt, man aber mit genügend Bewusstsein auch viele wunderbare Sachen erleben kann, die man so nicht erlebt hätte, würde man sich selbst zu sehr einschränken oder gar von jemand anderem eingeschränkt werden.

Aber ja, wie du schon sagst - Luxusprobleme eben .... ^^ Anderswo kämpfen Menschen um ihr überleben und ich schreib mir hier meine Seele aus dem Leib, so ganz ohne wirklichen Sinn und Zweck .... Und genau aus diesem Grund, nehme ich solche "Kleinigkeiten" nicht all zu ernst, denn es gibt bei weitem Schlimmeres auf dieser Welt, als seine Gefühlswelten öffentlich zu diskutieren, ob man sich nun mehr oder weniger mag im nüchternen oder verdrogten Zustand.


Trotzdem freut mich dieser Austausch gerade, doch aufgrund Schlafmangels und akutem Schreib- und Selbstdarstellungsflash werde ich jetzt wohl nix mehr posten dazu - der Schreibflash flasht immer mehr und ich kann kaum mehr stoppen. :) Deshalb muss ich mich jetzt zügeln, brrrrr, die Pferde einbremsen, zur Ruhe kommen, meinen Fokus wieder aufmachen und auf "bright eyes" stellen und langsam wieder in meiner Mitte ankommen .... rasta

LG, der trin tueten



Edit: @ ooops

Klar, das Beispiel welches du beschreibst, kann ich voll nachvollziehen und Kratom war dir da eine Hilfe im Leben. Hab ja auch selber mal Kratom benutzt um aus einer psychotischen Episode raus zu kommen und hat bei mir auch geholfen. Aber so etwas meinte ich eher nicht, da geht es mehr um Selbstmedikation und nicht darum, ob man sich selber in Drogenphasen lieber hat als in abstinenten Phasen. Naja, irgendwie schon ^^, aber ich meine jetzt nicht krankheitsbedingt, sondern eher so "Luxusproblem" bedingt .... biggrin

Zur Definitionssache, was ein "besserer" Mensch sein soll, tja, das liegt in meinen Augen auch ganz bei der jeweiligen Person. Nur man selbst kann wissen, was man an sich lieber mag und was eher nicht so. Mir geht es dabei also eher nicht darum, ob mein sein Leben besser damit meistert, sondern ob man sich in seiner Haut wohler fühlt und wie die allgemeine Gefühlslage so ist. Also weg vom funktionieren und meistern, hin zum erleben und Wohlgefühl verspüren .... ^^

Ciao, ooops, und hau rein! ;)






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Traumländer



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  Geschrieben: 15.02.18 13:57
stillermitleser schrieb:
Das ist jetzt vielleicht etwas offtopic, aber ich denke nicht, das HPPD ein bisschen flimmern im Sichtfeld ist und selbst wenn es nur das wäre, wäre es doch fürchterlich nie mehr normal sehen zu können. Andere haben schon Probleme mit Mouches volantes, wie soll das dann bei HPPD sein. Auch müssen sich solche Probleme bei Psychedelikadauerkonsum nicht mal eben im Vorstellungsgespräch ankündigen. Finde ich doch etwas verherrlichend.


fand den beitrag weiter oben auch höchst problematisch, gerade als betroffener. hätte es aber unkommentiert gelassen. gut, dass du was gesagt hast!

habe "das bisschen flimmern in der optik" schon ein paar jahre jetzt. und es scheint nicht weg zu gehen. ich werde wohl mein leben lang damit leben können. phasenweise hat es mich verrückt gemacht. besonders wenn man am boden ist, kann man sich leicht in den wahnsinn der selbstvorwürfe reiten, weil man so dumm ist, sein sero-system mit drogen zu zerballern (nur eine theorie, ich weiß, hab sie mal aus dramatischen gründen angeführt). also ich würde niemandem empfehlen es so weit zu treiben, dass die hppd da ist. ob man da wieder rauskommt sei mal dahingestellt....
 
Traumland-Faktotum

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  Geschrieben: 15.02.18 14:20
@trinity:

Ich bemerkte eben erst, dass das leicht fehlzuinterpretieren war. Das war keinesfalls auf dich oder den Thread bezogen (Luxusprobleme) sondern relativ allgemein auf die heutige Zeit bezogen. Aber jede Generation hat natürlich ihre Sorgen.

Ontopic:

Besser ist relativ. Moral ist der Zeit unterlegen. Maximal ist man etwas weiser im Umgang mit dem, was man "lernt". Aber es macht auch, sagen wir einsam. Denn mit wem kann man das erlebte teilen? Erstmal gilt es Worte dafür zu finden. Worte können das nie beschreiben, denn jeder erlebt es anders. Am ende lebt man doch zeitgemäß in der Gesellschaft, oder wird Aussteiger. Bei beidem fehlen die Ansprechpartner. Früher oder später muss man sich eben um das wichtige im Leben kümmern.

Natürlich kann man auch so mit dem Konsum weiter machen, bis man 67 ist und an den LZfolgen evtl stirbt. Aber ob das nachhaltig ist, wag ich zu bezweifeln.

Also man wird eher ein anderer Mensch. Das ist wohl damit gemeint, dass Drogen die Persönlichkeit verändern. Es ist dann oft so, dass Ausdauer fehlt (eher Durchhaltevermögen) und man lieber schnelle als die normalen Wege geht.

Für mich ganz persönlich hat es geholfen "unbekannte Dimensionen" abseits von Raum, Zeit, Ort, Gravitation, Bewusstsein etc wahrzunehmen und den Kreislauf desSen zu verstehen. Ich wag zu behaupten, den Sinn hinter der reinen Existenz zu kennen, was es mit den Religionen auf sich hat etc pp. (fass das erstmal in Worte^^) aber was bringt mir das :D OK genug celebrale diaerhoe

 
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Traumländer



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  Geschrieben: 15.02.18 15:56
Hey stillermitleser (der bald 2k Beiträge hat ^^)!

Keine Sorge, ich hab das überhaupt nicht fehlinterpretiert oder gar als kleine Spitze von dir wahrgenommen, im Gegenteil, hab das Wort "Luxusprobleme" selber gleich übernommen, weil ich es so passend fand. ;)


Also du möchtest damit sagen, dass dir (und mir ja auch sehr oft) der Ansprechpartner fehlt, wenn man weiser wird im Umgang mit dem was man tut und das vergangen Erlebte miteinander verknüpft und somit erkennt, was der "Ursprung von allem" ist? Keine Ahnung, ob ich das richtig interpretiere? Magst da ein bissi genauer darauf eingehen?

Und klar, Drogen verändern die Persönlichkeit in dem Sinne, wie du es beschreibst. Aber ist nicht gerade das manchmal die Herausforderung, die es auch ab und an zu meistern gilt im Leben? Nämlich acht zu geben, dass eine Droge die Persönlichkeit nicht so stark verändert, dass es einen wesentlich beeinflusst in seinem authentischen Tun und Handeln. Aber dasselbe gilt auch für die Arbeit, da such ich mir auch das Modell aus, wo ich mich am wenigstens verbiegen muss und mich am wohlsten fühle. Oder auch bei Freunden - die Freunde die mir nicht gut tun, filtere ich raus und mit den anderen genieße ich das Leben soweit, dass ich mir trotzdem immer selber treu bleiben kann. Partnerschaft gehört natürlich auch dazu .... Im Endeffekt wohl alle Säulen des Lebens und alles was einen stark beeinflussen könnte im Leben.

Aber ich weiß schon was du meinst, wenn man älter wird merkt man gleich noch stärker, wie gewisse Drogen (z.B. Upper) einen immer stärker mitnehmen und Energie rauben - als junger Mensch hat man das noch viel leichter weggesteckt. Aber dafür ist man ja auch reifer geworden und hat hoffentlich gelernt aus der Vergangenheit und entscheidet sich dann hoffentlich nimmer so oft gegen seine eigene Natur.


FÜR MICH scheint es im Endeffekt darum zu gehen, wie ich mich rein subjektiv fühle. Das ist nun mal drogenfrei anders, als wenn ich z.B. rglm. kiffe und Bier trinke und ab und an was anderes dazu konsumiere. Ich fühle mich ausgeglichener und runder und feinfühliger mit THC und Kollegas im Blut. Natürlich nur, wenn ich nicht übertreibe und auch meine Noopsyche (wink @ Kräuterhexe) aktiv genug bleibt, um regulierend einzugreifen, damit ich auch meine innere Balance beibehalten kann.


Magst deinen letzten Absatz auch nochmal etwas genauer erklären, stillermitleser? Klingt interessant, aber ich kann mit dem "Sinn hinter der Existenz" nicht viel anfangen. Welchen Sinn hat denn die Existenz?

Und wie schaut man hinter das Bewusstsein? Meinst du damit, dass du eintauchst in das unendlichen Universum in dir und die erste Ursache von allem erkannt hast?

Ich würd mich freuen, wennst ein bisserl was dazu erzählst ....

LG, der trin


Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Traumländer



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239 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.02.18 18:45
sers...

muß dir mal entschieden widersprechen, lieber trin, obwohl (o sogar weil) ich dich sehr schätze...

aus meiner persönlichen perspektive bin ich nüchtern ein besserer mensch...so weit das gewagte statement in dieser runde...

drogen sind für mich lediglich katalysatoren für prozesse, aber nicht die prozesse selbst...wie fahrzeuge, die einen den weg von a nach b eventuell erleichtern, aber nicht das ziel per se sind...weiters mit allen nachteilen, die fahrzeuge so an sich haben...ein auto bringt einen vll schneller ans ziel, aber birgt auch die gefahr eines unfalls, ist für die umwelt ggü dem gehen von nachteil, usw....
entscheidend is daher der weg und das ziel, aber sicher nicht die art der fortbewegung...jemand, der einen kilometer bewußt geht, erlebt unter umständen mehr als jemand der hunderte kilometer unbewußt mit dem auto fährt...
für mich liegt der schlüssel im bewußtsein, im moment sein, im einklang mit seiner umwelt und dem universum sein (bitte nicht zu sehr mit der eso-keule prügeln)...

zu deinen erfahrungen kann ich anmerken, daß ich ähnliche zustände erlebe, wenn ich z.b. alk-pausen mach...eigentlich will ich nicht richtig, mein unterbewußtsein sehnt sich nach der substanz, die pausiert wird u muß halt durch andere dinge ersetzt werden...folge is gereiztheit, das hirn sucht nach ausreden u nach gelegenheiten den ersatz madig zu machen u die substanz, die man entzieht, zu glorifizieren bis es dann zu einer wiedervereinigung kommt u alles bestätigt wird...

daß dich der gesunde lebensstil einschränkt ist einfach folge dieses gedankenprozesses u auch weils noch nicht so gewohnt ist...ich laufe mittlerweile seit 18 jahren 5 mal die woche ca. 10km u kanns mir nicht mehr ohne vorstellen...nie würde ich darauf kommen, daß mich das laufen einschränkt...es gehört zu meinem tag dazu wie das zähneputzen u wird aber im unterschied dazu auch wirklich von mir genossen...natur, musik, rhythmus; einfach genial...wie auch immer...eine reine gewohnheitssache...die ersten monate o sogar jahre hab ichs einfach nur mit dem kopf durchgezogen bis es zu dieser glücksspendenden aktivität wurde...

um den kreis zu den drogen zu schließen...jeder, der mit substanzen ein besserer mensch ist, hat baustellen in seinem leben...substanzen selbst füllen keine leerstelle, sie sind katalysatoren f geistige u körperliche prozesse...ich weiß wovon ich rede; ich versuchte jahrelang gewisse lücken im leben durch mein (damals heiß geliebtes) ganja zu füllen...erst mit totalabstinenz, abstand von ein paar jahren u viel reflektion über mein leben bin ich draufgekommen, daß es eigentlich pervers ist nur schöne feierabende mit gras zu haben, kreativer mit gras zu sein, lockerer mit leuten zu sein...das potential dazu steckt in uns; die drogen katalysieren diese prozesse nur...nachhaltiger u vor allem ohne nennenswerte nebenwirkungen sind aber diese dinge nüchtern...

natürlich gibt es bewußtseinsebenen, die man ohne drogen kaum erreichen kann...trips, die einen klar sehen lassen, pilzerfahrungen, u.ä....auch sind bewußte räusche (im sinne von rätsch) grundsätzlich was sehr menschliches u schönes, aber sollten eben auch in klarheit des geistes, im hier und jetzt und vor allem mit geistiger vor- u nachbereitung gemacht werden...fakt ist aber, daß viel zu viel gedankenlos konsumiert wird, wöchentlich, täglich, stündlich; aus gewohnheit, verdrängung, suche und sucht...

abschließend kann ich für mich nur sagen, daß drogen niemals einen besseren menschen aus einem machen können, sondern einfach nur abkürzungen bieten, um an ein bestimmtes ziel zu kommen...aber erst zielsetzung u bewußtes erleben des weges machen mmn einen "besseren menschen" (sehr problematischer ausdruck); besser: eine erfüllte existenz...

love, peace & unity
phoenixdrache

p.s. deine litaneien sind ansteckend, trin... :)
 
Träumer



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  Geschrieben: 15.02.18 18:49
@ stillermitleser , captain deviant : Ich wollte die HPPD an sich nicht runterspielen , bin ja selbst davon betroffen .
Mir geht es da aber wie trinity und es stört mich nicht weiter , wenn ich nicht darauf achte , bemerke ich es oft gar nicht , höchstens in ruhigen Momenten , also kurz vor'm pennen oder so .

@trin: Unser Konsummuster scheint was Acid betrifft nahezu identisch zu sein .
Trinity schrieb:
Bei mir sind es meist so Phasen, in denen ich monatelang Acid nehme und das kann dann auch in kürzeren Phasen als im 2-Wochen-Abstand sein.
- Haargenau das selbe Programm fahre ich auch :D

Also es gibt definitiv Unterschiede zwischen meinem nüchternen und verdrogten Selbst und die werde ich gleich mal erläutern.
Kann vorneweg schonmal sagen das mir mein Druffi -Ich mehr taugt . Wer hätte es erwartet :D
Ich muss noch erwähnen das nüchtern für mich bedeutet das ich nur Koffein , Nikotin und Theobromin konsumiere , manchmal Melatonin .

Ich genieße auch meine nüchternen Phasen , gerade im Alltag bin ich meistens nüchtern und ich freue mich dann meine To-do Listen abzuarbeiten . Fühle mich danach immer ''gut bürgerlich '' und bin stolz darauf das ich meine Scheisse auf die Kette kriege . Das kann wirklich sehr befriedigend sein .

Aber nach spätestens 2 Wochen fängt es an das mich der Alltag langweilt und ich sehne mich nach einem psychedelischen Abenteuer . Wenn ich diesem Verlangen nicht nachkomme kann es schnell passieren das ich emotional unausgeglichen werde. Es sind kleine Dinge woran ich das merke , z.B fluchen beim Autofahren etc.

Es ist mir ebenso aufgefallen das mir nüchtern schnell die Passion für die kleinen Dinge im Leben fehlt.
Aber genau darauf kommt es doch eigentlich an oder ?
In den Konsumpausen sind meine Freizeitbeschäftigungen oft einfallslos und bestehen aus Serien schauen etc.

Wenn ich konsumiere sind meine Beschäftigungen vielfältiger und ich stürze mich gerne in kleine Projekte.
z.B etwas malen oder meine Pflanzen umtopfen oder stundenlang nach Informationen über psychoaktiven Substanzen das Internet durchforsten .

Eine weitere Sache ist mir aufgefallen und zwar das ich druff ehrlicher bin als nüchtern.
Also was heißt ehrlicher , es fällt mir leichter anderen Leuten meine Meinung zu sagen , egal ob es ihnen gefällt oder nicht.

Ich habe hier auch mal einen Langzeitbericht von jemandem gelesen der gut in das Thema reinpasst .
Eine Abrechnung (auf 2CB)

Das war´s soweit von mir , Peace ;-)


- 1. Vorsitzender im Verein für Spontane-Maximalgenehmigung e.V. -

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