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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Der Clean werden oder bleiben-Motivations-Thread


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Traumländer



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  Geschrieben: 21.02.18 09:51
zuletzt geändert: 21.02.18 10:13 durch Murmeltiersalbe (insgesamt 5 mal geändert)
Wünsche Euch allen viel Ausdauer - und vor allem, daß ihr etwas findet, das die alte Sucht ersetzt! Ich glaube, das ist der einzige Weg, um es auch langfristig zu schaffen.

Mir ist das leider noch nicht gelungen, gerade in Bezug auf meinen Zopiclon-Konsum. Auch den Alk kann ich nur schwer länger als 5-10 Tage in den Supermarktregalen lassen (und das auch nur mit der Hilfe weniger schädlicher Substanzen wie Kratom, Kava Kava oder auch Phenibut unter der Woche, Phenibut allerdings nicht zum Berauschen). Auf der einen Seite würde man das polytox nennen, auf der anderen Seite möchte ich nicht wissen, inwiefern ich gesundheitlich noch mehr im Eimer wäre, würde ich jeden Tag saufen.

@Moltanica:
Darf ich fragen, was Du gegen den Alkoholentzug einnimmst? Ich schätze, Benzos, aber welche? Oder meintest Du ADs oder ähnliches?

Für den Wiederaufbau des Magens, der bei mir durch Psychosomatik und auch nach mehrtägiger Einnahme von Kava Kava häufig gestresst ist, kann ich Dir übrigens Galgant-Tabletten empfehlen, die helfen wirklich sehr dabei, den Verdauungstrakt wieder auf Vordermann zu bringen!
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  Geschrieben: 21.02.18 12:34
zuletzt geändert: 20.03.18 19:16 durch kittster (insgesamt 1 mal geändert)
Murmeltiersalbe schrieb:
@Moltanica: Darf ich fragen, was Du gegen den Alkoholentzug einnimmst? Ich schätze, Benzos, aber welche? Oder meintest Du ADs oder ähnliches?



Nee Benzos nimm ich gar nicht (bekomme aufgrund meiner Lebensgeschichte auch keine verschrieben) .
Ich nehme z.Z. Cymbalta, Mirtazapin (aufgrund von Depression/Angst/Panikstörung) , Pantozol (seit einer Krebs erkrankung hab ich chronische Gastritis) und Metohexal (wegen zu hohen Puls) .
Ich muss ehrlich gestehen seit ich den Betablocker nehme geht es mir auch im bezug der Angsterkrankung viel besser .
Sie nehmen zwar nicht die Psychische Angst aber sehrwohl die Körperliche und dadurch werde ich schon extrem ruhiger .
Als ich rückfällig wurde habe ich nix genommen aber dann nach 2 wochen wieder angefangen .

Was mir hilft wenn ich nach gewisser Zeit leicht entzügig werde ist Doxepin oder Atosil (beides habe ich eh bei bedarf verschrieben bekommen und vor allem der Betablocker ... er bringt mich körperlich runter (ich bin nicht mehr so unruhig usw)

Das mit dem regalen im supermarkt kenne ich. Bei mir ist nach einiger Zeit auch immer eine gewisse versuchung da (die ich aber meist
behersche).
Ich habe aber auch aufgehört mir einzureden das ich ein leben lang trocken bleiben muss , das nimmt mir ein gewissen druck von den schultern.
Ich weiß das trocken bleiben mein oberstes ziel ist aber wenn es passiert dann passiert es (soll kein Freifahrschein für mich sein oder so wenn du verstehst was ich meine ?!
 
Kommentar von kittster (Moderatorin), Zeit: 20.03.2018 19:16

Zitat repariert
 
Traumländer



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  Geschrieben: 21.02.18 13:50
zuletzt geändert: 21.02.18 14:08 durch Murmeltiersalbe (insgesamt 5 mal geändert)
Ja, Deine Aussage verstehe ich sehr gut. Dieser Druck, den man sich mit dieser Vorstellung selbst aufbürdet und der ja in den entsprechenden Gruppen immer wieder gepredigt wird ("ein Leben lang krank", "ein Schluck Orangensaft und Du bist wieder voll dabei", übertrieben ausgedrückt), ist jedenfalls ungesund und führt evtl. sogar umso schneller zu einem Rückfall. Eine entspannte Abstinenz (zumindest von Alkohol) ist wohl nur möglich, wenn man nur an das "heute" denkt und sich selbst nicht unter Druck setzt, wenn von selbst andere Dinge wichtiger werden.

Ich habe ebenfalls große Probleme mit einer Angststörung und Depressionen, werde auch gerade neu auf Medikamente eingestellt. Substanzgebrauch und Sucht gehen ja mit den meisten psychischen Erkrankungen oft Hand in Hand. Eine Depression kann hohen Alkoholkonsum auch sehr stark triggern - und umgekehrt. Dürfte ja für Dich nichts Neues sein. :)

Kann bei dem Betablocker sehr gut vorstellen, daß er in gewissen Situationen eine Hilfe sein kann. Denn Angst bis hin zu einer Panikattacke ist ja ein gedanklicher Kreislauf bis hin zur unerträglichen Befürchtung des "nicht-flüchten-Könnens" - manchmal beobachte ich, daß die körperlichen Symptome (Zittern, hoher Puls) aber zuerst(!) da sind und sich erst dann das gedankliche Karussell einstellt. Das kann ein Betablocker wie Metropolol oder Propanolol bestimmt gut abfedern - auch die Angst davor, daß andere Menschen einem die Panik ansehen, was bei mir z.B. auch eine große Rolle spielt. Würde gerne mal einfach so im Alltag eine Lowdose Propanolol testen, habe allerdings i.d.R. eher einen zu niedrigen Blutdruck und habe auch noch nie einen Arzt / eine Ärztin auf dieses Thema angesprochen.

Wünsche weiterhin viel Durchhaltevermögen, ohne Dich selbst zu sehr zu stressen :)
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  Geschrieben: 19.03.18 15:33
Ich habe die Abstände zwischen meinen Kratomsessions mittlerweile auf 5 Tage erhöht.
War doch leichter als gedacht den inneren Schweinehund mal paar Tage länger an der Leine zu halten .......

Für manche mag es keine große Kunst sein , aber für mich ist es jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung .

Weiterhin viel Erfolg euch allen ;)

Peace

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  Geschrieben: 20.03.18 13:37
Super, JanO! Ich freu mich mit dir und glaub mir, das Leben ohne Opiate/Opioide (oder eben weniger rglm. missbraucht) ist echt um einiges intensiver - so rein gefühlstechnisch ....
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  Geschrieben: 20.03.18 20:35
Danke trin ;)

Jow da gebe ich dir Recht , aber um zu wenig Emotionen musste ich mir noch nie Gedanken machen , eher um zu viele .

Peace
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  Geschrieben: 21.03.18 20:07
Ja, das kenn ich auch, JanO., dass ich mich noch nie beklagen musste wegen zu wenig intensiven Emotionen. ^^


Aber trotzdem hab ich lieber eine zuuuu intensive Gefühlswelt, als dass ich meine Gefühle betäube und hinter einer imaginären Wattebausch-Welt "gefangen" halte. Und da reicht es auch schon, nur ein bis drei Mal wöchentlich Kratom zu konsumieren - zumindest sind das meine persönlichen Erfahrungen. Anfangs merkt man das gar nicht und da wird es wohl auch noch nicht so stark ausgeprägt sein. Aber wenn die Jahre ins Land ziehen und man bei einem rglm. Konsummuster bleibt, erkennt man das irgendwann mal. Aber nicht in der Konsumphase - sondern erst nachdem man aufgehört hat Opis zu konsumieren, weil irgendwann einfach die Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen sowas von sucken!

Klar kann ich verstehen, dass es Lebensphasen gibt, wo es gesünder für jemanden ist, rglm. Opis zu konsumieren, um seine Gefühlswelt und deren Intensität ein wenig einzudämmen. Aber FÜR MICH war es langfristig einfach wichtiger, zu lernen mit meinen Gefühlen umzugehen und zu erkennen, woher meine Gefühle eigentlich ursprünglich kommen und wie ich sie auflösen kann, wenn ich es denn möchte.

Mittlerweile bin ich unendlich dankbar dafür, dass ich so ein gefühlvoller Mensch bin und gelernt habe, all das aufzulösen und loszulassen, was mir nicht dienlich ist und mich auf all das einzulassen und hinzugeben, was mir gut tut und sich auch gut anfühlt.

Zu lernen, mit dem umzugehen was ich bekommen habe in diesem Leben, ist mein langfristiges Ziel. Davon zu laufen von seinen Gefühlen und Problemen im Leben gehört sicherlich auch dazu zum Prozess des Werdens und Seins, aber im Endeffekt nur, um zu erkennen, dass dies nicht der rechte Weg ist ....

LG, der trin
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  Geschrieben: 21.03.18 22:19
Danke für deine weisen Worte lieber trin ;)

Ich bin natürlich auch dankbar für diese Vielfalt an Emotionen die ich erleben darf und sehe es als Lebensaufgabe mich und meine Gefühlswelt besser zu verstehen . Trotzdem bin ich sehr froh mir gelegentlich einen ''Gefühlsurlaub'' zu gönnen . :D

Mir ist auch aufgefallen das sich in den Opi Pausen meine Gefühle einfach mehr nach meinen eigenen anfühlen egal wie anstrengend es auch sein kann . Ich bin auch nüchtern nicht schlecht gelaunt , es fühlt sich einfach so an als wären meine Emotionen einfach intensiver als bei den meisten .

Mein Gefühlsleben spielt sich im Solarplexus/Herz ab und es fühlt sich manchmal an wie ein blank liegender Nerv oder ein Empfänger der zu fein eingestellt ist .

Die endgültige Lösung wäre natürlich den schön kuschelig weichen Opi Mantel auszulassen , aber dafür bin ich im Moment noch nicht bereit .

Naja auf jeden Fall schön das du auch ein intensives Gefühlsleben dein Eigen nennen kannst trin , hast mir echt weitergeholfen.

Peace


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  Geschrieben: 21.03.18 23:01
Hi nochmal, JanO!

Danke für deine Antwort und dass du mir noch so ein bisschen was berichtet hast von dir und wie du zur Zeit mit deiner Gefühlswelt umgehst. Hab ein wenig über deine Zeilen nachgedacht und wollte dich mal fragen, wie lange du schon rglm. Kratom konsumierst?

Und keine Bange, wie schon erwähnt, ich kann gut verstehen, wieso man Kratom/Opioide nutzt, und dass es gewisse Lebensphasen gibt im Leben, wo es durchaus heilsam sein kann, mal Abstand zu seinen Gefühlen zu gewinnen. Hab früher, also in den Anfangszeiten meiner Kratomzeit, immer gesagt, dass der Kratom-Turn Urlaub für meine Seele ist. Ich konnte einfach mal alles fallen lassen und vergessen, was mich geplagt hat und das war in manchen Situationen sehr hilfreich und auch heilsam für mich.

Wenn sich deine Gefühlswelt im Solarplexus/Herz abspielt, dann scheinst ja schon eine der höchsten Stufen der Gefühlswahrnehmung erlangt zu haben. Zumindest wenn man es bewusst über diese Chakren/Körperregionen wahrnehmen kann, läuft schon mal was richtig gut. ;)

Wie ist denn das für dich, wenn du das Gefühl hast, dass ein "Gefühls-Nerv" blank liegt und du deshalb gerade so extrem intensiv wahrnimmst? Überrollen dich dann diese Gefühle in diesem Moment? Fühlst du dich ihnen ausgeliefert? Magst mir das mal ein bissi genauer erklären?

Bei mir persönlich war das früher oft so, dass ich extrem IN DIESEN GEFÜHLEN war, die mich in gewissen Situationen durchströmten. Im Endeffekt hatte ich mich mit diesen aufkommenden Gefühlen identifiziert, ich war sozusagen das Gefühl selbst. Und genau das hat mich dann überrannt, eben, dass ich mich nicht davon distanzieren konnte ....

Wenn ich mittlerweile merke, dass mich etwas gefühlstechnisch überrennt, versuche ich ganz bewusst BEI MIR zu bleiben, meine Mitte wahrzunehmen, dann verringert sich die Intensität dieser Gefühle wieder sehr schnell.

Eigentlich ist das Heftige in diesem Moment nur "der Kampf" gegen diese Gefühle, die nach dem Wahrnehmen davon aufkommen - zumindest hab ich das für mich irgendwann mal so bemerkt. Ich hab also gewisse Gefühle extrem intensiv wahrgenommen und wollte diese in diesem Moment aber nicht in dieser Intensität wahrnehmen und auch nicht dementsprechend nach außen wirken in dieser Situation. Mittlerweile weiß ich, dass ich einfach nur wahrnehmen brauche, was da so an Gefühlen hochkommt, ohne diese zu bewerten oder gar dagegen anzukämpfen. Klar kann es manchmal trotzdem noch echt heftig sein, aber ich kämpfe nimmer dagegen an, ich nehme es an und reflektiere dann in einer ruhigen Minute diese Situation. Macht man das oft genug, lernt man irgendwann mal (Übung macht den Meister! ;)), das was so hochkommt aus einem, aus der Ferne zu betrachten und kann dann die Intensität der Gefühle selber einstellen - wie bei einem Lautstärken- oder Gain-Regler!

"Das Bewusstsein schärfen" heißt wieder mal das Geheimrezept. Sich also nicht wehren gegen das was so aus einem hervor kriecht, sondern sich im Gegenteil voll und ganz darauf einzulassen und immer tiefer und noch tiefer wahrzunehmen, was es so wahrzunehmen gibt - und daraus dann seine Lehren und Konsequenzen ziehen.

Ich weiß ja nicht wirklich, wie bewusst du so unterwegs bist, JanO, schätze dich aber dahingehend echt fit und fresh ein. ;) Für mich ist es selber immer wieder hochinteressant wahrzunehmen, dass man meist noch tiefer gehen kann, obwohl man sich das vorher nicht einmal annähernd vorstellen konnte. Zwar bedarf es dafür natürlich rglm. Bewusstseinsarbeit, aber wenn man seinen Weg in seiner ureigenen Geschwindigkeit geht, kommt eh immer alles zur rechten Zeit .... ^^

Ganz liebe Grüße und nix für ungut, dass ich in dieses Thema gerade so reinkippe, aber tut mir selber ja auch gut, das nochmal zu reflektieren ....

Ciao, der trin
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  Geschrieben: 22.03.18 22:31
Servus trin , erst mal danke das du dir die Zeit nimmst deine Erfahrungen mit mir zu teilen .
Es gibt glaube ich nicht viele Menschen die meine Emotionen nachvollziehen können .

Kratom konsumiere ich mittlerweile seit 3 Monaten .

Wo nimmst du denn deine Gefühle war trin ? Beschäftige mich ja schon viel mit Meditation und Esoterik , aber ich wusste nicht das Menschen ihre Gefühle auch in unterschiedlichen Körperregionen wahrnehmen .

Ich habe mich nur immer schon gewundert wie manche Menschen miteinander umgehen können ohne sich dabei hundeelend zu fühlen . Machmal komme ich mir vor als wäre ich vollig fremd in dieser Welt.

Schwer zu beschreiben , es fühlt sich an als würde sich in meinem Solarplexus Chakra eine Energie entfalten , jetzt wo ich so drüber nachdenke kommt es dem Gefühl sehr nahe was ich habe wenn eine ordentliche Dosis Acid anflutet . Jetzt weiß ich aber natürlich nicht wie es sich für andere anfühlt wenn Acid anflutet .......

Ich fühle mich diesen Gefühlen nicht direkt ausgeliefert , dafür habe ich sie einfach schon zu lange.
Manchmal vertrage ich sie ganz gut aber manchmal sind sie so intensiv das es mehr ein ''aushalten'' ist.

Kann gut verstehen was du meinst trin , wenn diese Gefühle da sind ist alles andere erst mal sekundär.

Das mit dem besinnen in meine Mitte werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren , danke für den Tipp. ;)

Kann ich nur bestätigen , wenn das Gefühl aufkommt versucht man erst mal instinktiv dagegen anzukämpfen , weil es einfach sehr intensiv ist und ich glaube das sich das Ego dagegen wehrt .....

Wenn ich diese Gefühle habe wird das schon einen guten Grund haben und dagegen zu wehren braucht man sich ja nicht weil es ein Teil von einem selbst ist . Wie das nunmal immer so ist mit Sachen die das eigene Bewusstsein betreffen , mit ner Brechstange kommt man da nicht weit .

Was bei mir ganz gut hilft ist wenn ich mich selbst frage ob meine aktuelle Gefühlslage berechtigt ist , nicht ob die Gefühle an sich berechtigt sind (weil das sind sie immer ) sondern ob die Intensität sinnvoll ist.

Mir geht es auch immer so das ich viel Zeit für mich alleine brauche , manchmal bin ich mir selbst einfach genug Gesellschaft.

Ich werde mal versuchen tiefer in meine Emotionen eintauchen , weil am Ende des Weges wartet immer eine Belohnung.


Ich finde es gut mich über derartige Themen austauschen zu können , es interessiert mich einfach sehr wie andere Leute die Welt wahrnehmen .


Thx und Liebe Grüße

Peace J-O










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  Geschrieben: 25.03.18 19:31
Soooow Leude!

Wollte den folgenden Beitrag eig schon gestern oder vorgestern (ich weiß nicht mehr) posten, hatte dann aber vor 2-FMA zu nehmen und den Beitrag dann wieder gelöscht. Hab aber doch kein 2-FMA konsumiert.

Hab vor ca 2 Wochen oder vllt 3 das letzte Mal Opis konsumiert. Bis Freitag (heute ist Sonntag) hab ich fast täglich Eti und Cannabis konsumiert. Vorgestern war ich den ersten Tag nüchtern und ich fühlte mich echt... passabel. Hab schon Bock irgendwas zu konsumieren, aber ich weiß, dass das mein Wohlbefinden nicht wirklich steigern würde, sondern mehr eine schlechte Ablenkungsstrategie ist. Was ich echt fein finde ist, dass ich zur Zeit nicht einmal auf Baldrian, Melatonin oder irgendwas anderes zum Schlafen angewiesen bin.

Ich nehme aktuell Ashwaganda und Moringa. Bin mir aber nicht sicher ob mir beides überhaupt irgendwas bringt.

Das Beste: Ich wache morgens auf und fühle mich frisch und ausgeschlafen! (Zugegeben, auch wenn ich Eti konsumiere fühle ich mich ausgeschlafen. Insofern behalte ich es mir vor, bei Bedarf eine kleine Menge Etizolam, 0.25mg, zu nehmen.)

Ich werde wohl in nächster Zeit ein paar Mal Upper nehmen, da mir die Motivation fehlt, gewisse Dinge zu erledigen. Der Gedanke, irgendwas zu konsumieren, gefällt mir zur Zeit aber irgendwie gar nicht und vielleicht kann ich mich so motivieren, diese Dinge nüchtern zu erledigen und so möglichst wenig Upper zu nehmen. Die To-Do-Liste muss ich aber leider abarbeiten.

Hab vorhin auch mit mir gehadert, ob ich auf O-PCE und 4-HO-MET trippen soll, mich dann aber dagegen entschieden und bin sehr zufrieden und froh über diese Entscheidung, obwohl ich doch lust auf Trippen hab. Wohl fühle ich mich heute nicht wirklich, da ich Kopf- und Gliederschmerzen hab und mich frage, woher die kommen.

Bissl beim Off-Topic einklinken: Ich weiß gar nicht, wo ich generell Gefühle wahrnehme. Würde sagen im Kopf, aber ich hab zum Teil sehr starke körperliche Empfindungen in der Bauchregion bei gewissen Gefühlen. Echt krass. Früher waren meine Gefühle nicht so intensiv. Hatte die letzten Wochen ein Gefühl von Traurigkeit und "wollte" weinen, aber konnte nicht. Gestern hat es angefangen, aus mir rauszufluten. Hab spontan mehrmals zu weinen begonnen und auch heute ging das weiter. Fühlt sich aber gut an, all das wahrzunehmen. Auch wenn ich mich weder körperlich noch geistig wirlkich wohl fühle, bin ich echt stolz auf mich und genieße die unveränderte Wahrnehmung meiner Existenz.
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  Geschrieben: 25.03.18 21:53
Großen Respekt, abnorm! *thumbsup*

Wie kaum anders zu erwarten, gehst du das ganze echt gut an, zumindest würde ich es auch so oder ähnlich angehen. Kämpfen und annehmen und loslassen und aushalten wirst sowieso müssen, aber ich weiß ja schon ein wenig, wie diszipliniert du sein kannst, wenn du wirklich willst und weißt warum du das machst. ;)

Viel mehr schreib ich dazu gar nimmer, weil du ja eh alles fein beschrieben und erklärt hast, wie du es so angehen wirst und was dich gerade so beschäftigt und quält. Der Rest liegt nun an dir! Und dass du nicht zu streng mit dir sein sollst, wenn du doch mal nicht so diszipliniert bist und was machst, was so nicht geplant war, weißt du eh selber auch. Und dass du danach einfach nur weiter machen musst mit clean werden und bleiben, weißt du natürlich auch schon .... ^^


Noch kurz zum Thema Gefühle wahrnehmen:

Ich hab mir früher auch immer gedacht, dass ich meine Gefühle irgendwie über den Kopf wahrnehme und dachte, dass ich eigentlich gar nicht so richtig fühlen kann, wie eben andere Menschen. Mittlerweile weiß ich aber, wieso ich das immer dachte und mich wunderte, wieso ich sehr oft erkannte, was da grad für ein Prozess in mir abgeht und ich deshalb auch so gut wie nie "unlogische" Gefühle hatte. Also Angst vor Dingen, die total irrational sind, z.B., oder dass ich so ein Gefühl wie Eifersucht nicht kenne, weil ich ganz genau weiß, dass es niemandem was bringt. Soll jetzt nicht heißen, dass mich deshalb nicht trotzdem manche Gefühle überrennen konnten, aber eher verstandesmäßig .... Ich geh jetzt nimmer weiter drauf ein, nur rasch so viel noch --> ich glaub erkannt zu haben, wieso ich erst jetzt meine Gefühle auf einer ganz anderen Ebene wahrnehmen kann!

Bei mir ist das eigentlich schon immer so gewesen, dass ich alles erlebte SOFORT in meinem Kopf/Verstand abgleiche und mir erklärt habe. Dafür tu ich bewusst gar nix, das passiert einfach sowieso immer - ich verknüpfe einfach alles miteinander, was es gerade so zu verknüpfen gibt für mich. ^^ Deshalb schrecke ich mich auch so gut wie nie, wenn es mal laut knallt oder so, da bin ich echt eine Ausnahme. Ich nehme z.B. den Knall wahr und mein Hirnkastl wandelt sofort um und erkennt, was das ist oder zumindest, dass es nix zum schrecken ist. Und ich glaub, das geht nur, wenn man nicht sofort irgendwas reininterpretiert in das Wahrgenommene, sondern einfach nur wahrnimmt bis zum Moment, wo man in Millisekunden alles aus seiner Vergangenheit abgeglichen hat und erkennt, dass gewisse Gefühle total ungerechtfertigt sind, weil es einfach alte Muster sind, in denen wir gefangen sind und die uns nicht bewusst sind in dem Moment.

Ich glaub, abnorm, das ist bei dir auch ähnlich, also du bist auch blitzschnell am abgleichen und erkennen, weil du deinen Verstand halt ruhig halten kannst und deshalb die Situation rasch erkennst und dich nicht von Kleinigkeiten fangen lässt. Zumindest schätze ich dich so ein ....

Der Gegenpart dazu ist halt der, dass Menschen wie du und ich, die so ticken und funktionieren, eben diesen Gefühlen selten die Zeit geben um ganz auszubrechen, sondern sie eben so schnell umleiten, dass wir gar nicht erkennen, über welche Körperregion wir Gefühle wahrnehmen. Jetzt lässt du ja eh schon zu, Gefühle richtig raus zu lassen, find ich super! Übrigens find ich weinen auch total heilsam ....


Die Diskussion über Gefühle und wie man sie beobachten lernt und dadurch auch zu lenken, geht übrigens hier weiter - hab extra einen Thread dafür aufgemacht -->

Thread - Das Bewusstsein

Ich werde übrigens in den nächsten Tagen mal was zsamm schreiben und dann in diesen Thread stellen. Hab eh heute schon viel drüber nachgedacht und hab schon einen kleinen Plan, wie ich das aufbauen werde ....


Alles Gute weiterhin, abnormal!

LG, der trin










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  Geschrieben: 09.04.18 20:53
Hurra, nochmal von vorn. Naja, nicht ganz, mal wieder rückfällig mit Kratom geworden und jetzt seit zwei Tagen wieder auf Entzug. Kann es sein, dass ein Kratomentzug Panikattacken fördern kann? Hatte jedenfalls einige, ziemlich beschissen der Kopffick. Körperlich hält es sich noch in Grenzen (bis auf starkes Kältegefühl und RLS), aber habe zum Glück auch recht schnell wieder den Konsum abgebrochen (nicht erst wieder nach 1,5 Jahren wie im Januar, lol). Hoffe mal ich bleibe diesmal standhaft und komme dann endlich dazu auch mal den Alk und das Pregabalin loszuwerden.
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  Geschrieben: 09.04.18 21:17
Kann mir schon vorstellen, dass man während einem Entzug anfälliger für negative Empfindungen wird. Warum dann auch nicht Ängsten, die sich zu Panik steigern?

Viel Erfolg jedenfalls!
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  Geschrieben: 10.04.18 00:30
zuletzt geändert: 10.04.18 00:46 durch J4N0L1V3R (insgesamt 1 mal geändert)
Jow würde ich auch so unterschreiben abnorm .
Alles was Gefühle während des Konsums abschwächt sorgt im Nachhinein für eine Intensivierung .
Es ist ja so das der Kater (Entzug ) immer das Gegenteil der Wirkung der zuvor eingenommenen Substanz beinhaltet.
Ja auch logisch bezüglich Rezeptoren etc.
Zumindest für mein Empfinden ....

Edit : Jetzt mal abgesehen von Psychedelika......

Peace :-)
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