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LdT-Forum » Konsum » Tripberichte » TB: Die Epiphanie von Bad Alpendorf


Seite 1 (Beiträge 1 bis 15 von 15)

AutorBeitrag
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  Geschrieben: 07.04.18 22:51
Dies ist eine automatisch erstellte Diskussion über den Tripbericht Die Epiphanie von Bad Alpendorf, welcher von freemind geschrieben wurde. Der Bericht ist vom 09.01.2018.

Diese Diskussion wurde am 07.04.2018 von Dion Ysos gestartet.


 
Neuer Träumer



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  Geschrieben: 07.04.18 23:11
hallo,
ein sehr guter Bericht, sehr wertvoll, plausible Begriffe für Dinge gefunden die unaussprechlich sind, diese Zustände und Empfindungen die der Autor in diesem Bericht beschreibt gilt es für uns zu zu ereichen, ich finde wir sollten darüber diskutieren...
 
Traumländer



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  Geschrieben: 08.04.18 16:12
Hi freemind!

Wow, tolles Erlebnis von dem du da berichtest! Da hat dich ja wirklich das kosmische Bewusstsein durch und durch "erfasst" in diesem Moment - klingt herrlich! Ich freu mich da volle Pulle mit dir und auch, dass du mittlerweile dein Leben in die Hand genommen und die Veränderungen vorgenommen hast, die für dich angebracht waren.

Ich hab mich noch nie mit Satori oder Epiphanie beschäftigt, aber hatte auch ansatzweise ähnliche Erlebnisse wie du. Davon zwar schon einige, aber noch nie so durchdringende. Bei mir ging es vor ein paar Jahren los, dass ich bereit war dafür, dieses (so nenne ich es) kollektive und reine Bewusstsein (ganz bewusst) wahrnehmen zu dürfen. Bei mir jedoch waren es immer nur Teilbereiche, die sich mir offenbarten, nachdem ich endlich mal gecheckt habe, dass ich lernen musste loszulassen im Leben (von allem was es so loszulassen gibt ^^). Bis mich dann Anfang 2016 wieder ein "Lichtstrahl" traf und sich alle zuvor erkannten Puzzlesteine zusammen fügten. Ich nenne es "Erwachen" .... Und damit ist noch lange nicht zu Ende, seitdem lichtet sich meine Welt in mir und um mich herum immer mehr ....

Seit diesem "Erwachen" kann ich eigentlich so gut wie immer in Kontakt kommen mit diesem reinen Bewusstsein, je nachdem wie offen ich gerade bin und wie gut ich gerade loslassen kann von all dem um mich herum. Ich konzentriere mich einfach auf meine Mitte und lasse alles um mich herum und in mir los, so dass sich meine Körpergrenzen auflösen und ich wieder Teil vom Ganzen sein und mit dem reinen Bewusstsein kommunizieren darf. Das gelingt mal besser, mal schlechter, aber ich kenne nun den Weg dorthin - das ist das Wichtigste für mich. Und natürlich immer wieder dorthin gelangen wollen, damit man es nicht wieder verlernt ....

Ich glaub bei deinem Trip waren auch die vielen Umstände ausschlaggebend. Also deine gesamte Lebenssituation, z.B., dass du in Kur endlich mal loslassen konntest von allem, die Dosis des Pappens und sicher auch der Saunagang mit Kaltbecken kurz vor diesem Erlebnis.

Ja, hab auch erkennt, dass es müßig ist mit Leuten darüber zu reden, die diese Erfahrung(en) noch nicht machen durften. Entweder jemand weiß was du meinst und wo du ungefähr bist, oder man hält einen für verrückt oder abgehoben. Zwischendrinnen gibt es nicht viel, höchstens ab und an mal jemand, der es tief in sich drinnen spürt, dass da was Wahres dran sein kann. Aber verstehen kann derjenige es auch nicht, höchstens akzeptieren, dass da jemand was erkannt hat, was man selber (noch) nicht kennt.

Hab nun auch viel Intimes von mir Preis gegeben, aber naja, im Endeffekt ist das für dich gedacht, freemind, und all jene die wissen wovon wir berichten, freuen sich wohl mit uns mit. All die anderen lassen wir einfach mal anders sein, ganz ohne Wertung oder so. Samma froh, dass wir alle ganz eigenständige Individuen sind, die alle genau so richtig sind, wie sie gerade sind zur Zeit .... ;)

Alles Gute weiterhin, freemind, und danke für den Bericht! Hab dir 10/10 Pkt. gegeben.

LG, der trin


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  Geschrieben: 08.04.18 19:27
Hiho freemind!

Schön, dass der liebe trinity diesen Tripbericht durch seinen Kommentar noch einmal hochgeschwemmt hat, sonst wäre er an mir wahrscheinlich vorbeigezogen. Danke trin! <3

Ich finde deinen Bericht sehr interessant. Vor allem ist auch interessant, dass solche Satoris sich oft nicht gerade in den besten Phasen unseres Lebens ereignen. Du hattest viele Schmerzen und eine OP hinter dir, die Ehe knapp vor der Scheidung, du warst Alkoholiker, hattest keine Freude an deinem Job etc... Dann die Reha und schließlich dieses Erlebnis. Kann man sich was Schöneres wünschen?

Ich vermute, dass es ganz OK ist, dass du bisher noch kein weiteres solches Erlebnis hattest. Wahrscheinlich reicht eines auch für ein ganzes Leben. Es soll etwas ganz Besonderes bleiben, sonst verliert es seine Signalwirkung.

So wie du es schilderst, hast du doch (bewusst, halbbewusst oder unbewusst) auf etwas in dieser Art hingesteuert. Unter anderem durch das Lesen inspirierender Literatur.

Das LSD war mit 300µg doch relativ hoch dosiert. Ich gebe dir Recht, etwas übermütig war das schon. Aber letzthin war auch das ein Teil vom (gelungenen) Ganzen. Ich kenne Erlebnisse mit LSD im Wald. Meistens gehen sie schon gut, aber es kann natürlich auch mal passieren, dass man sich verläuft, dass das Wetter umschlägt und man dann stundenlang völlig durchnässt und unterkühlt durch den Wald irrt.

Dass du einige Zeit danach eine Collage zu diesem Thema kreiert hast, erinnert mich übrigens an das Mandala-Malen bei Stan Grofs Worshops. Dort ist das ein nicht unwesentlicher Teil der Integrationsarbeit.

Ja, Schweigen ist manchmal Gold, aber nicht immer. Es kommt auf die Zuhörer an. Dass dein Gesprächspartner in der Reha glaubte, dass du komplett durchgeknallt seist, kann ich aber schon auch nachvollziehen. Denn irgendwie warst du es ja auch, zwar auf eine sehr schöne und wertvolle Art und Weise, aber "normal" ist sowas natürlich auch nicht. Was ist schon so schlimm am Durchgeknalltsein? Gerade an den Durchgeknallten nährt sich die Weltgeschichte, sie waren und sind es, die neue Ideen und Werke in die Welt heben. In den letzten Jahrzehnten zum Beispiel wurde viel im Bereich Quantenphysik geforscht und entdeckt. In eine solche Richtung zu denken geht nur, wenn man ordentlich durchgeknallt, sprich: verrückt ist. Deshalb erforsche ich seit einigen Jahren mit allergrößtem Interesse systematisch die Welt der "Verrückten". ;-))

Ich hatte ein ähnliches Erlebnis vor über zehn Jahren. Ich war damals mit 21 Jahren noch relativ jung, aber trotzdem auch schon an einem Scheideweg angelangt und dementsprechend ratlos und unglücklich. Das Erlebnis hatte ich während eines Workshops zum Holotropen Atmen nach Stan Grof. Am Gipfelpunkt meiner Atemerfahrung hatte ich ein sehr einschneidendes Energieerlebnis mit ähnlichen Folgen wie in deiner Geschichte.

Ich wünsche dir, dass du und alle deine Lieben in jeder Weise von deinem Erlebnis profitieren. Toller Tripbericht. Alles Liebe von der Kräuterhexe!

Death is a myth (John C. Lilly)
Neuer Träumer



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  Geschrieben: 12.04.18 16:19
@all

Hallo

Obwohl diese Geschichte völlig unfassbar klingt trifft sie im LdT auf fruchtbaren Boden. Die meisten im LdT können sich, in ihr irgendwo wiederfinden und nachvollziehen, dass Jemand so Etwas erleben kann??

Was währe wenn, wir den Gedanken zulassen, dass so ein Bewusstseinszustand, den der Autor hier beschreibt, das Ziel ist welches wir zu Lebzeiten erreichen sollen(müssen)? Damit dieser Zustand sich als Dauerzustand in unserem Bewusstsein einpendelt und wir damit umzugehen lernen, es unter Kontrolle bringen und damit unseren, dann aber etwas anderen, Alltag kreieren? Und psychedelische Substanzen sind dazu da um uns das zu ermöglichen und uns bei dieser Entwicklung zu unterstützen.

Wenn ich es richtig verstanden habe dann kann das Nirwana auch nur zu Lebzeiten erreicht werden.
...nach dem Motto: das Paradies ist kein Ort, keine Lokalität sondern ein Bewusstseinszustand...Seelen sind nicht in der Lage dazu ins Paradies zu gelangen...
Und nur so nebenbei wir haben das Potenzial dazu unsterblich zu sein, als lebendige Wesen und nicht als Geister....

Wie ist Eure Meinung dazu?

 
Traumländer



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  Geschrieben: 12.04.18 16:52
zuletzt geändert: 12.04.18 17:44 durch trinity (insgesamt 1 mal geändert)
Celine Dion ;) schrieb:
Was währe wenn, wir den Gedanken zulassen, dass so ein Bewusstseinszustand, den der Autor hier beschreibt, das Ziel ist welches wir zu Lebzeiten erreichen sollen(müssen)? Damit dieser Zustand sich als Dauerzustand in unserem Bewusstsein einpendelt und wir damit umzugehen lernen, es unter Kontrolle bringen und damit unseren, dann aber etwas anderen, Alltag kreieren? Und psychedelische Substanzen sind dazu da um uns das zu ermöglichen und uns bei dieser Entwicklung zu unterstützen.



Ähm, du willst unbedingt darüber diskutieren, nicht wahr? ^^ Meine Meinung dazu ist, dass ich oben von dir Zitiertes absolut als mein "Lebensziel" ansehe und auch schon auf einem recht guten Weg bin. Aber das ist mir erst seit ca. zwei Jahren so richtig bewusst, vorher hat mich wohl eher nur das Unterbewusstsein immer wieder auf diesen Weg gelenkt. Aber wirklich ein "Ziel" hab ich in dieser Hinsicht nicht mehr, denn ich weiß für mich mittlerweile, dass ich einfach nur all das tun muss, was ich persönlich für richtig und gut halte - der Rest kommt dann von ganz alleine, wenn man achtsam bleibt. Ich muss auch nicht dauernd im Einklang mit dem reinen Bewusstsein sein, aber immer öfter und immer länger und immer intensiver. ;)

Mein persönliches "Geheimrezept" ist, auf meine Gefühle (meine Seele) zu hören, ihnen zu vertrauen und auch Folge zu leisten und dann jeden Moment so bewusst und pur und intensiv wie möglich zu leben. Es geht darum im Einklang mit sich selbst und der Welt zu sein und jede Chance zu nutzen, die sich einem bietet, das Leben und dessen Fülle wahrzunehmen und sich dem hinzugeben. Angefangen dies zu lernen hab ich, als ich vor ca. vier Jahren ganz bewusst meinen Fokus nur darauf gelenkt hatte, mit dem ich mich gerade beschäftigte. Jeder aufkommende Gedanke wurde weiter geschickt, ohne ihn zu bewerten, und mein Fokus wurde immer wieder zurück auf die zu schälende Karotte, die aus den Lautsprechern tönende Musik, der mir schmeichelnden Sonne auf meiner Haut, etc. gelenkt. Irgendwann kommt man immer tiefer und tiefer in diese Achtsamkeit, die mMn die Basis ist, um sich mit dem reinen Bewusstsein zu connecten.


Wie sieht es bei dir aus Ysos? Wo stehst du auf dem Weg deines Lebens und wie ist dein Verhältnis so zum reinen Bewusstsein? Erzähl mal ein bissi was, wenn magst ....

LG, der trin
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  Geschrieben: 12.04.18 20:44
Jeder trägt (s)ein ganzes Universum mit sich herum. Das Universum ist eine Projektion, ein kreativer Prozess, den jedes Lebewesen für sich erfüllen muss. An den Knotenpunkten solcher Prozesse gibt es Stationen, die wir "Satori", "Erleuchtung", "das Aufsteigen der Kundalini" oder sonstwie nennen können. In Wahrheit ist das jedoch einerlei. Genausogut könnten wir es einfach nur leben. In der Kommunikation (verbal, körperlich oder sonstwie, verbinden sich unsere Universen temporär zu Multiversen. Das Prozesshafte zählt. Und nichts währt ewig. Sollten wir tatsächlich "ewig" leben, so werden wir nicht die bleiben, die wir jetzt sind. Wir werden verstehen lernen, dass unser Ego zwar keine reine Illusion, aber ein Konstrukt ist, das jederzeit umgebaut, verändert, zerstört und neu aufgebaut werden kann und auch wird. Und wir werden letzthin erkennen, dass doch alles Eins ist.
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Traumländer



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  Geschrieben: 12.04.18 21:30
weise und wahre worte, kräuterhexe...
in einem absatz, die welt, das universum, das leben und die essentiellen fragen der menschheit erklärt; respekt... :)
 
Neuer Träumer



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  Geschrieben: 12.04.18 22:37
Hallo Trin,

es freut mich, dass meine Beiträge dein Interesse geweckt haben und Du ein offenes Ohr für solche Themen hast. Ja ich finde dieser TB ist es wert, dass wir darüber sprechen.

Was Du als Geheimrezept beschreibst kann ich nur bestätigen. So einfach aber, wie es klingt ist es gar nicht. Unsere Umgebung ist von von Ablenkungen die unsere niedersten Triebe, Instinkte und Gedanken zum Vorschein bringen überfüllt. Deswegen wer zu so einer Erkenntnis gelangt, wie Du, und es schafft danach zu leben der hat sehr viel erreicht.

Erst im Zusammenhang mit Psychedelischen Erfahrungen habe ich sehr intensive Erfahrungen mit dem reinen Bewusstsein gemacht. Das wahrzunehmen zu erfahren und zu erleben hat mich völlig überwältigt und verzaubert. Immer wieder treibt es mir Tränen in die Augen wenn daran denke. Es hat mich mitten ins Herz getroffen seit dem brennt es und es will weiter brennen...ich kann kaum an etwas anderes mehr denken, ich sehne mich unendlich danach und könnte mich die ganze Zeit darüber unterhalten.

So nah dran wie damals bin ich nie wieder daran gekommen. Deswegen habe ich manchmal die Befürchtung es vergrault oder verscheucht zu haben, verursacht durch mein unmögliches Benehmen oder Reaktion, als ich es empfangen habe. Dabei habe ich festgestellt, dass es anstrengend sogar gefährlich werden kann wenn man nicht ganz in Einklang mit sich ist. Die Geister der Verwirrung wollen verhindern, dass das reine Bewusstsein zu mir zurückkehrt und bei mir bleibt. Sie rauben einem den Mut, weiter zu gehen und wollen Schuldgefühle einreden.

So ähnlich wie Du das bereits umsetzt geht es wie ich finde darum das reine Bewusstsein in sich aufzunehmen damit zu leben und davon zu lernen. Dem reinen Bewusstsein zu begegnen ist wie ich glaube erst der Anfang und es geht noch sehr viel weiter, bis sich dinge erfüllen die zu schön sind um wahr zu sein. Es will der Menschheit nicht gelingen, des Leben nach den Maßstäben des reinen Bewusstseins, zu gestalten und die ganze Welt hat daran zu leiden. Was währe wenn die Menschen wüssten, dass das reine Bewusstsein existiert wie bedeutungsvoll es ist und wie viel Potential dahinter steckt??

Deine Celin

 
Traumländer



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  Geschrieben: 13.04.18 09:07
Fuck, Kräuterhexe, du hast mich gerade total berührt mit deinen Worten!

Ich bin begeistert, wie kurz, knackig und gleichzeitig soooowas von treffend diese paar Worte von dir sind. Wie phoenix schon schrieb, du hast es wirklich geschafft, mit ein paar Zeilen das Leben und das Universum zu erklären. Ich hätte wohl drei oder vier Bücher dafür schreiben müssen ^^ und hätte es nicht einmal ansatzweise so getroffen, wie du es gestern Abend geschafft hast.

Da drängt sich mir auf einmal die Frage auf, von ganz tief in mir, ob du gestern auf Opis warst? ;)

Danke dafür, liebe Hexe, ich bin ganz hin und weg und werde mir das jetzt kopieren und speichern (nur für mich wink) - für so wertvoll empfinde ich das gerade!



@ Celine mrgreen

Ich habe meist ein offenes Ohr für interessante Menschen und Themen, deshalb tausch ich mich auch gerne mit dir und den anderen hier über dieses Thema aus. ;)

Ich hab halt nur ein wenig das Gefühl, dass du die ganze Sache ein wenig zu verklärt siehst, Dion. Das was du leben möchtest, ist nicht mal rasch geschehen, nur weil man mal eine intensive Erfahrung, ein Satori, oder was auch immer hatte. Das sind halt Ereignisse, die kurz mal ganz tief einblicken lassen und erkennen lassen, dass da noch mehr ist, als man vorher erahnen konnte. Das kann natürlich auch sofort das ganze Leben umkrempeln, tut es aber bei weitem nicht immer. Aber um mit solchen erleuchteten Momenten auch was anzufangen und diesen Weg weiter zu beschreiten, heißt es beständig an sich zu arbeiten. Ein Prozess, der sich bei niemandem gleichen wird, denn jeder Mensch hat seine ganz eigenen und individuellen Erfahrungen gemacht, jeder Mensch hat seine ureigenen "Dämonen" die es zu vertreiben gilt und somit ist wohl auch jeder Weg zum reinen Bewusstsein ganz eigenständig und nicht mit jemandes anderen Weg zu vergleichen.

Ich bin übrigens der Meinung, dass man all den Ablenkungen, Versuchungen und schädigenden Gedanken, etc., die uns so umgeben, relativ einfach entsagen kann. Hier lauten die Zauberworte mMn "Bewusstsein" und "Ehrlichkeit" sich selbst gegenüber. Wenn ich einfach nur wahrnehme was um mich herum geschieht, ohne es zu bewerten, und ich ganz ehrlich bin zu mir selber, erkenne ich sehr rasch, was mir davon gut tut und was nicht. Und sobald ich merke/spüre, dass etwas nicht mit mir konform ist, dann meide ich es einfach - und das geht auch noch ganz leicht, weil ich ja immer nur das Beste für mich möchte. ;) Das hat jetzt nicht unbedingt was mit Konsequenz und einem eisernen Willen zu tun, sondern eher damit, dass man sich selber ja nicht schaden möchte.

Und jetzt kommt sowieso der Oberhammer in meinen Augen - manchmal kann es auch mal wertvoll sein, sich einfach gehen zu lassen und Dinge zu tun, die man vielleicht gerade nicht für clever hält und einem objektiv betrachtet nicht gut tun. Auch diese Möglichkeiten bieten sich an, das Risiko geht man natürlich immer selber ein, aber solange man Verantwortung für seine Taten übernimmt und auch die Konsequenzen trägt, sind einem nicht dienliche Dinge genau so wertvoll wie dienliche.

Außerdem gibt es da nichts, Ysos, das du vergraulen oder verscheuen könntest. Oder sagen wir mal so, das reine Bewusstsein würde sich sicherlich nicht von dir vergraulen lassen. ^^ Ich glaube, es zeigt sich dir derzeit einfach gerade nicht, weil du es soooo unbedingt gerne wieder wahrnehmen möchtest. Das ist z.B. dasselbe mit der Liebe - wenn ich Liebe unbedingt erleben möchte, aber ohne etwas geben zu wollen dafür, dann wird sich mir die Liebe nicht zeigen. Liebe kommt zu dir, wenn du Liebe ausstrahlst. Je mehr du gibst davon, umso mehr bekommst du.

Dasselbe mit dem reinen Bewusstsein, je mehr deine Gedanken bei dem "haben wollen" sind, umso weniger zeigt es sich dir. Aber nicht, weil du es verscheuchst damit, sondern weil du dem reinen Bewusstsein einfach keinen Platz einräumst in dir. Je bewusster man durchs Leben geht, umso mehr Bewusstsein umgibt einen, bis man irgendwann mal immer mehr erkennt, immer mehr verspürt und seiner Mitte (und seinem ureigenem Universum) immer näher kommt.

Und soooo romantisch wie du dir das vorstellt, ist es eigentlich auch gar nicht, wenn man sein Selbst mal erkannt hat. Anfangs natürlich schon, da überschlagen sich die tollen Gefühle förmlich, aber nicht lange danach folgt auch schon die erste Ernüchterung und weitere Fragen tauchen auf, die es zu beantworten, zu erkunden und zu erleben gilt. Wie du selber auch schon geschrieben hast, der Kontakt mit dem reinen Bewusstsein ist erst der Anfang, da geht echt noch viel mehr. Ich hab mittlerweile schon ein bissi einblicken dürfen in dieses unendliche Universum in mir und es lässt mich erkennen, dass ich immer noch zu sehr festhalte an Bekanntem.

Annehmen und Loslassen - zwei Seiten einer Medaille! Und genau in deren Mitte - in dem Bereich, wo beides im Einklang ist - liegt die Unendlichkeit des Universums verborgen.

Dion, magst mir vielleicht noch erzählen, was dich so verwirrt, dir den Mut raubt weiter zu gehen und dir Schuldgefühle macht? Und warum du denkst, dass das reine Bewusstsein immer an deiner Seite sein sollte?

Nichts ist für die Ewigkeit ....

Ich glaube, man sollte die Sache nicht zu ernst nehmen, denn sie ist alles andere als ernst. :) Man sollte einfach selber die Veränderung sein, die man haben möchte. Willst du in Kontakt mit dem reinen Bewusstsein kommen, laufe den ganzen Tag über und jeden Moment so bewusst wie möglich durch die Welt, dann zeigt es sich dir auch immer wieder mal. Achtsamkeit, ich hab es letztens schon mal erwähnt, ist der Schlüssel zur Tiefe unseres Universums. Je achtsamer ich durch die Welt laufe, umso mehr Welt zeigt sich mir ....

Ganz liebe Grüße, Celine! Ich freu mich auf weiteren Austausch mit dir. Und nix für ungut, dass ich wieder wie ein Oberlehrer rüberkomme, das ist einfach meine Art und ich mein es nur gut. ^^ Außerdem bin ich auch sowas von bedient gerade und wenn ich dir erzählen würde, wie wenig ich die letzten zwei Tage geschlafen habe, würdest wohl die Hände überm Kopf zusammen schlagen. headbanging

Peace und immer schön locker bleiben! ;)
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  Geschrieben: 13.04.18 09:52
trinity schrieb:
Annehmen und Loslassen - zwei Seiten einer Medaille! Und genau in deren Mitte - in dem Bereich, wo beides im Einklang ist - liegt die Unendlichkeit des Universums verborgen.


wow...auch du droppst heute wieder die weisheit...vll aktiviert der schlafentzug verborgene hirnregionen...danke dafür, trinity... :)
 
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  Geschrieben: 13.04.18 10:32
Hehe, freut mich, wenn es dir gefällt, phoenix. Ich wundere mich selber manchmal, wo solche Sachen auf einmal herkommen? ^^

Schlafentzug in Kombination mit Uppern, LSD, ein paar Bier und gaaaanz wichtig --> viel Weed rasta, bringen mich immer wieder in ganz besondere Ausnahmezustände, sowohl körperlich, als auch emotional oder geistig. Manchmal sogar alle drei zusammen, dann hab ich wirklich gut losgelassen .... :)

Ich glaub, das liegt bei mir daran, dass mein Hirnkastl und auch mein Körper vom Schlafentzug auf eine extrem pervers geniale Art entspannt ist, wie ich es sonst nicht kenne von mir. Und wenn ich mich dann mit diesem entspannten Hirnkastl auf etwas fokussiere, dann kommt entweder viel Apfelmus, Haferschleim oder Pferdekotze dabei raus, oder eben manchmal auch das ein oder andere Schmankerl oder die ein oder andere Erkenntnis, bzw. neue energetische Erfahrung. verliebt Ist ja auch irgendwie passend zum Thema Epiphanie, womit ich hiermit nicht OffTopic bin. ;)

Spoiler:
Ich hab übrigens total schmunzeln müssen über die Hunk-Spinne. Sehr kreativ und aus einer interessanten Perspektive wahrgenommen. Hab´s direkt mal kurz gefeiert .... mrgreen

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  Geschrieben: 13.04.18 10:51
zuletzt geändert: 13.04.18 11:36 durch Svastika (insgesamt 1 mal geändert)
der beitrag von hexe und dir bringt einen wieder ein stück weiter bzw. frischt auf, was einem vor jahren schon richtig bewußt wurde...die einheit allen seins, das bewußte erleben des moments und der fließende charakter des lebens...
werde versuchen mir das wieder mehr ins bewußtsein zu rufen...grad angesichts wichtiger aufgaben und zeit, die ich eigentlich versandel (procrastination-problem)...

Spoiler:
freut mich sehr, daß du den vergleich passend fandst...wenigstens einer, der schmunzeln kann... :)

 
Kommentar von Svastika (Moderator), Zeit: 13.04.2018 11:36

Dieser Thread ist für die Diskussion des zugehörigen Tripberichts!
 
Traumländer



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  Geschrieben: 13.04.18 11:37
zuletzt geändert: 13.04.18 12:14 durch trinity (insgesamt 1 mal geändert)
Mir geht es auch immer wieder so, phoenix, dass ich immer wieder an Themen komme, die mich schon vor Jahren beschäftigten und mir damals schon bewusst waren. Meist ist es halt dann so, dass ich dann dieses Thema, mit diesem mehr an Erfahrung, die ich bis jetzt eben sammeln durfte, gleich noch ganzheitlicher verstehen oder erleben darf. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wenn ich z.B. alte Songtexte von mir oder andere Literatur (ich nenn es jetzt einfach mal so ^^) von damals (so ab 19 J.) lese, wie viel ich früher schon wusste und erkannte und wie kreativ ich damals war. Da war ich echt noch jung und naiv, was für eine tolle Zeit war das!verliebt War zwar auch sehr oft connected damals, aber eben nicht bewusst, dafür wahrscheinlich auf einer reineren und jüngfräulicheren Art.

Und manchmal "verlernt" man Erlerntes einfach wieder, weil man sich dann vermehrt mit anderem beschäftigt und das dann einfach wieder vergisst und aus dem Bewusstsein entschwindet. Irgendwann später kommt es einem wieder unter und man kann sich dann umso intensiver damit auseinander setzen.

Das ist auch der Grund, warum ich mir wichtige Erkenntnisse mittlerweile erstmal auf ein Post-It schreibe und mir an den Schreibtisch klebe, damit ich mich in den nexten Tagen auch noch damit auseinander setze und es verinnerlichen kann. Denn viele dieser Erlebnisse hab ich im Ausnahmezustand und würde ich mir das nicht aufschreiben, würde ich mich vielleicht am nächsten Tag gar nimmer daran erinnern - wär ewig schade um viele dieser tollen bewusstseinserweiternden Erkenntnisse, Achtsamkeitsübungen, Wahrnehmungen, etc. ....

Ich find es sowieso geil, wie so ein Prozess des "bewusst werdens" sich entwickeln kann. Irgendwie ist es fast unheimlich, wie immer tiefer und tiefer man eintauchen kann in gewisse Thematiken, Gefühle, Wahrnehmungen, das Bewusstseins. Wenn man etwas neu entdeckt für sich, denkt man sich anfangs noch: "Wow, ich hab´s erkannt/gecheckt, wie geil!" Einige Zeit später merkt man dann, dass man zuvor nur an der Oberfläche gekratzt hat und da noch mehr zu finden ist als erwartet. Und je länger man den Weg geht, umso mehr Ebenen eröffnen sich einem dazu und man kriecht immer tiefer und tiefer in den Kaninchenbau ....

Für mich das absolute Highlight zur Zeit ist das Fühlen und Wahrnehmen über meinen Energiekörper. Ich wusste zwar damals schon, dass es sowas wie einen Energiekörper gibt, aber das war mir immer zu weit entfernt von meiner Vorstellungskraft, konnte einfach nix anfangen damit. Doch im Laufe der letzten Monate hat sich nun was eröffnet in mir (es ist mir nun endlich bewusst geworden), ich hab eine ganz neue Dimension der Gefühlswahrnehmung entdeckt und jetzt weiß ich, dass dies mein Energiekörper ist, den ich immer besser und besser kennen lernen darf zur Zeit. Aber man muss halt am Ball bleiben, sonst geht es einem wie oben beschrieben - man verlernt es langsam wieder und es entschwindet aus dem Bewusstsein.

Das krasse ist übrigens, als ich einige Monate danach zum ersten Mal DMT geraucht hatte, sich mir genau diese neu erfahrene Dimension der Gefühlswahrnehmung im DMT-Rausch offenbart haben. Ich find´s einfach nur geil, dass ich vor meinem ersten DMT-Trip, diese neue Dimension der Wahrnehmung schon erleben und kennen lernen durfte ....

Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Wohin mag das alles noch führen, digga? freak Welche Dimensionen werden sich mir noch eröffnen? Wie tief kann eigentlich ein Kaninchenbau sein? saferuse


Edit: Naja, Svas, hast schon irgendwie recht, hab auch schon dran gedacht, ob wir nicht vielleicht diesen Thread hier ein wenig vergewaltigen. Ich werd jetzt aufhören damit und werde die Beiträge, die nicht mehr dazugehören einfach in einen anderen Thread kopieren, wo sie besser rein passen, dann kann der Austausch dort weiter gehen.


Hab einen eigenen Thread zu dem Thema aufgemacht --> Satori, Epiphanie, Erleuchtung, spirituelles Erwachen


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  Geschrieben: 14.04.18 10:04
trinity schrieb:
Da drängt sich mir auf einmal die Frage auf, von ganz tief in mir, ob du gestern auf Opis warst?

Hi,hi... ich hoffe, dass ich dich jetzt nicht enttäusche, lieber trin, aber ich bin wochentags, was Drogen betrifft, meistens trocken wie ein Stück Zwieback! wink
Death is a myth (John C. Lilly)

Seite 1 (Beiträge 1 bis 15 von 15)

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