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LdT-Forum » Drogen & Gesellschaft » Der Weg (Selbstfindung & Glaube) » Satori, Epiphanie, Erleuchtung, spirituelles Erwachen (und alles was noch so hier rein passt ....)


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Traumländer



dabei seit 2012
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2 Tripberichte

  Geschrieben: 13.04.18 12:13
zuletzt geändert: 13.04.18 12:36 durch trinity (insgesamt 2 mal geändert)
Hallo liebe Träumer! rasta


Da ein paar User und ich einen anregenden Austausch im Tripbericht-Thread Die Epiphanie von Bad Alpendorf hatten und das immer mehr ausartete und nicht mehr passend war in einem TB-Thread, kopiere ich diese Beiträge hier rein und hoffe, dass sich noch einiges tun wird hier.

Viel Freude damit!




Dion Ysos schrieb:
hallo,
ein sehr guter Bericht, sehr wertvoll, plausible Begriffe für Dinge gefunden die unaussprechlich sind, diese Zustände und Empfindungen die der Autor in diesem Bericht beschreibt gilt es für uns zu zu ereichen, ich finde wir sollten darüber diskutieren...



trin schrieb:
Hi freemind!

Wow, tolles Erlebnis von dem du da berichtest! Da hat dich ja wirklich das kosmische Bewusstsein durch und durch "erfasst" in diesem Moment - klingt herrlich! Ich freu mich da volle Pulle mit dir und auch, dass du mittlerweile dein Leben in die Hand genommen und die Veränderungen vorgenommen hast, die für dich angebracht waren.

Ich hab mich noch nie mit Satori oder Epiphanie beschäftigt, aber hatte auch ansatzweise ähnliche Erlebnisse wie du. Davon zwar schon einige, aber noch nie so durchdringende. Bei mir ging es vor ein paar Jahren los, dass ich bereit war dafür, dieses (so nenne ich es) kollektive und reine Bewusstsein (ganz bewusst) wahrnehmen zu dürfen. Bei mir jedoch waren es immer nur Teilbereiche, die sich mir offenbarten, nachdem ich endlich mal gecheckt habe, dass ich lernen musste loszulassen im Leben (von allem was es so loszulassen gibt ^^). Bis mich dann Anfang 2016 wieder ein "Lichtstrahl" traf und sich alle zuvor erkannten Puzzlesteine zusammen fügten. Ich nenne es "Erwachen" .... Und damit ist noch lange nicht zu Ende, seitdem lichtet sich meine Welt in mir und um mich herum immer mehr ....

Seit diesem "Erwachen" kann ich eigentlich so gut wie immer in Kontakt kommen mit diesem reinen Bewusstsein, je nachdem wie offen ich gerade bin und wie gut ich gerade loslassen kann von all dem um mich herum. Ich konzentriere mich einfach auf meine Mitte und lasse alles um mich herum und in mir los, so dass sich meine Körpergrenzen auflösen und ich wieder Teil vom Ganzen sein und mit dem reinen Bewusstsein kommunizieren darf. Das gelingt mal besser, mal schlechter, aber ich kenne nun den Weg dorthin - das ist das Wichtigste für mich. Und natürlich immer wieder dorthin gelangen wollen, damit man es nicht wieder verlernt ....

Ich glaub bei deinem Trip waren auch die vielen Umstände ausschlaggebend. Also deine gesamte Lebenssituation, z.B., dass du in Kur endlich mal loslassen konntest von allem, die Dosis des Pappens und sicher auch der Saunagang mit Kaltbecken kurz vor diesem Erlebnis.

Ja, hab auch erkennt, dass es müßig ist mit Leuten darüber zu reden, die diese Erfahrung(en) noch nicht machen durften. Entweder jemand weiß was du meinst und wo du ungefähr bist, oder man hält einen für verrückt oder abgehoben. Zwischendrinnen gibt es nicht viel, höchstens ab und an mal jemand, der es tief in sich drinnen spürt, dass da was Wahres dran sein kann. Aber verstehen kann derjenige es auch nicht, höchstens akzeptieren, dass da jemand was erkannt hat, was man selber (noch) nicht kennt.

Hab nun auch viel Intimes von mir Preis gegeben, aber naja, im Endeffekt ist das für dich gedacht, freemind, und all jene die wissen wovon wir berichten, freuen sich wohl mit uns mit. All die anderen lassen wir einfach mal anders sein, ganz ohne Wertung oder so. Samma froh, dass wir alle ganz eigenständige Individuen sind, die alle genau so richtig sind, wie sie gerade sind zur Zeit .... ;)

Alles Gute weiterhin, freemind, und danke für den Bericht! Hab dir 10/10 Pkt. gegeben.

LG, der trin



Krauterhexe schrieb:
Hiho freemind!

Schön, dass der liebe trinity diesen Tripbericht durch seinen Kommentar noch einmal hochgeschwemmt hat, sonst wäre er an mir wahrscheinlich vorbeigezogen. Danke trin! <3

Ich finde deinen Bericht sehr interessant. Vor allem ist auch interessant, dass solche Satoris sich oft nicht gerade in den besten Phasen unseres Lebens ereignen. Du hattest viele Schmerzen und eine OP hinter dir, die Ehe knapp vor der Scheidung, du warst Alkoholiker, hattest keine Freude an deinem Job etc... Dann die Reha und schließlich dieses Erlebnis. Kann man sich was Schöneres wünschen?

Ich vermute, dass es ganz OK ist, dass du bisher noch kein weiteres solches Erlebnis hattest. Wahrscheinlich reicht eines auch für ein ganzes Leben. Es soll etwas ganz Besonderes bleiben, sonst verliert es seine Signalwirkung.

So wie du es schilderst, hast du doch (bewusst, halbbewusst oder unbewusst) auf etwas in dieser Art hingesteuert. Unter anderem durch das Lesen inspirierender Literatur.

Das LSD war mit 300µg doch relativ hoch dosiert. Ich gebe dir Recht, etwas übermütig war das schon. Aber letzthin war auch das ein Teil vom (gelungenen) Ganzen. Ich kenne Erlebnisse mit LSD im Wald. Meistens gehen sie schon gut, aber es kann natürlich auch mal passieren, dass man sich verläuft, dass das Wetter umschlägt und man dann stundenlang völlig durchnässt und unterkühlt durch den Wald irrt.

Dass du einige Zeit danach eine Collage zu diesem Thema kreiert hast, erinnert mich übrigens an das Mandala-Malen bei Stan Grofs Worshops. Dort ist das ein nicht unwesentlicher Teil der Integrationsarbeit.

Ja, Schweigen ist manchmal Gold, aber nicht immer. Es kommt auf die Zuhörer an. Dass dein Gesprächspartner in der Reha glaubte, dass du komplett durchgeknallt seist, kann ich aber schon auch nachvollziehen. Denn irgendwie warst du es ja auch, zwar auf eine sehr schöne und wertvolle Art und Weise, aber "normal" ist sowas natürlich auch nicht. Was ist schon so schlimm am Durchgeknalltsein? Gerade an den Durchgeknallten nährt sich die Weltgeschichte, sie waren und sind es, die neue Ideen und Werke in die Welt heben. In den letzten Jahrzehnten zum Beispiel wurde viel im Bereich Quantenphysik geforscht und entdeckt. In eine solche Richtung zu denken geht nur, wenn man ordentlich durchgeknallt, sprich: verrückt ist. Deshalb erforsche ich seit einigen Jahren mit allergrößtem Interesse systematisch die Welt der "Verrückten". ;-))

Ich hatte ein ähnliches Erlebnis vor über zehn Jahren. Ich war damals mit 21 Jahren noch relativ jung, aber trotzdem auch schon an einem Scheideweg angelangt und dementsprechend ratlos und unglücklich. Das Erlebnis hatte ich während eines Workshops zum Holotropen Atmen nach Stan Grof. Am Gipfelpunkt meiner Atemerfahrung hatte ich ein sehr einschneidendes Energieerlebnis mit ähnlichen Folgen wie in deiner Geschichte.

Ich wünsche dir, dass du und alle deine Lieben in jeder Weise von deinem Erlebnis profitieren. Toller Tripbericht. Alles Liebe von der Kräuterhexe!



Dion schrieb:
@all

Hallo

Obwohl diese Geschichte völlig unfassbar klingt trifft sie im LdT auf fruchtbaren Boden. Die meisten im LdT können sich, in ihr irgendwo wiederfinden und nachvollziehen, dass Jemand so Etwas erleben kann??

Was währe wenn, wir den Gedanken zulassen, dass so ein Bewusstseinszustand, den der Autor hier beschreibt, das Ziel ist welches wir zu Lebzeiten erreichen sollen(müssen)? Damit dieser Zustand sich als Dauerzustand in unserem Bewusstsein einpendelt und wir damit umzugehen lernen, es unter Kontrolle bringen und damit unseren, dann aber etwas anderen, Alltag kreieren? Und psychedelische Substanzen sind dazu da um uns das zu ermöglichen und uns bei dieser Entwicklung zu unterstützen.

Wenn ich es richtig verstanden habe dann kann das Nirwana auch nur zu Lebzeiten erreicht werden.
...nach dem Motto: das Paradies ist kein Ort, keine Lokalität sondern ein Bewusstseinszustand...Seelen sind nicht in der Lage dazu ins Paradies zu gelangen...
Und nur so nebenbei wir haben das Potenzial dazu unsterblich zu sein, als lebendige Wesen und nicht als Geister....

Wie ist Eure Meinung dazu?



trin schrieb:
Celine Dion schrieb:
Was währe wenn, wir den Gedanken zulassen, dass so ein Bewusstseinszustand, den der Autor hier beschreibt, das Ziel ist welches wir zu Lebzeiten erreichen sollen(müssen)? Damit dieser Zustand sich als Dauerzustand in unserem Bewusstsein einpendelt und wir damit umzugehen lernen, es unter Kontrolle bringen und damit unseren, dann aber etwas anderen, Alltag kreieren? Und psychedelische Substanzen sind dazu da um uns das zu ermöglichen und uns bei dieser Entwicklung zu unterstützen.





Ähm, du willst unbedingt darüber diskutieren, nicht wahr? ^^ Meine Meinung dazu ist, dass ich oben von dir Zitiertes absolut als mein "Lebensziel" ansehe und auch schon auf einem recht guten Weg bin. Aber das ist mir erst seit ca. zwei Jahren so richtig bewusst, vorher hat mich wohl eher nur das Unterbewusstsein immer wieder auf diesen Weg gelenkt. Aber wirklich ein "Ziel" hab ich in dieser Hinsicht nicht mehr, denn ich weiß für mich mittlerweile, dass ich einfach nur all das tun muss, was ich persönlich für richtig und gut halte - der Rest kommt dann von ganz alleine, wenn man achtsam bleibt. Ich muss auch nicht dauernd im Einklang mit dem reinen Bewusstsein sein, aber immer öfter und immer länger und immer intensiver. ;)

Mein persönliches "Geheimrezept" ist, auf meine Gefühle (meine Seele) zu hören, ihnen zu vertrauen und auch Folge zu leisten und dann jeden Moment so bewusst und pur und intensiv wie möglich zu leben. Es geht darum im Einklang mit sich selbst und der Welt zu sein und jede Chance zu nutzen, die sich einem bietet, das Leben und dessen Fülle wahrzunehmen und sich dem hinzugeben. Angefangen dies zu lernen hab ich, als ich vor ca. vier Jahren ganz bewusst meinen Fokus nur darauf gelenkt hatte, mit dem ich mich gerade beschäftigte. Jeder aufkommende Gedanke wurde weiter geschickt, ohne ihn zu bewerten, und mein Fokus wurde immer wieder zurück auf die zu schälende Karotte, die aus den Lautsprechern tönende Musik, der mir schmeichelnden Sonne auf meiner Haut, etc. gelenkt. Irgendwann kommt man immer tiefer und tiefer in diese Achtsamkeit, die mMn die Basis ist, um sich mit dem reinen Bewusstsein zu connecten.


Wie sieht es bei dir aus Ysos? Wo stehst du auf dem Weg deines Lebens und wie ist dein Verhältnis so zum reinen Bewusstsein? Erzähl mal ein bissi was, wenn magst ....

LG, der trin



Hexe schrieb:
Jeder trägt (s)ein ganzes Universum mit sich herum. Das Universum ist eine Projektion, ein kreativer Prozess, den jedes Lebewesen für sich erfüllen muss. An den Knotenpunkten solcher Prozesse gibt es Stationen, die wir "Satori", "Erleuchtung", "das Aufsteigen der Kundalini" oder sonstwie nennen können. In Wahrheit ist das jedoch einerlei. Genausogut könnten wir es einfach nur leben. In der Kommunikation (verbal, körperlich oder sonstwie, verbinden sich unsere Universen temporär zu Multiversen. Das Prozesshafte zählt. Und nichts währt ewig. Sollten wir tatsächlich "ewig" leben, so werden wir nicht die bleiben, die wir jetzt sind. Wir werden verstehen lernen, dass unser Ego zwar keine reine Illusion, aber ein Konstrukt ist, das jederzeit umgebaut, verändert, zerstört und neu aufgebaut werden kann und auch wird. Und wir werden letzthin erkennen, dass doch alles Eins ist.



phoenixdrache schrieb:
weise und wahre worte, kräuterhexe...
in einem absatz, die welt, das universum, das leben und die essentiellen fragen der menschheit erklärt; respekt... :)



Ysos schrieb:
Hallo Trin,

es freut mich, dass meine Beiträge dein Interesse geweckt haben und Du ein offenes Ohr für solche Themen hast. Ja ich finde dieser TB ist es wert, dass wir darüber sprechen.

Was Du als Geheimrezept beschreibst kann ich nur bestätigen. So einfach aber, wie es klingt ist es gar nicht. Unsere Umgebung ist von von Ablenkungen die unsere niedersten Triebe, Instinkte und Gedanken zum Vorschein bringen überfüllt. Deswegen wer zu so einer Erkenntnis gelangt, wie Du, und es schafft danach zu leben der hat sehr viel erreicht.

Erst im Zusammenhang mit Psychedelischen Erfahrungen habe ich sehr intensive Erfahrungen mit dem reinen Bewusstsein gemacht. Das wahrzunehmen zu erfahren und zu erleben hat mich völlig überwältigt und verzaubert. Immer wieder treibt es mir Tränen in die Augen wenn daran denke. Es hat mich mitten ins Herz getroffen seit dem brennt es und es will weiter brennen...ich kann kaum an etwas anderes mehr denken, ich sehne mich unendlich danach und könnte mich die ganze Zeit darüber unterhalten.

So nah dran wie damals bin ich nie wieder daran gekommen. Deswegen habe ich manchmal die Befürchtung es vergrault oder verscheucht zu haben, verursacht durch mein unmögliches Benehmen oder Reaktion, als ich es empfangen habe. Dabei habe ich festgestellt, dass es anstrengend sogar gefährlich werden kann wenn man nicht ganz in Einklang mit sich ist. Die Geister der Verwirrung wollen verhindern, dass das reine Bewusstsein zu mir zurückkehrt und bei mir bleibt. Sie rauben einem den Mut, weiter zu gehen und wollen Schuldgefühle einreden.

So ähnlich wie Du das bereits umsetzt geht es wie ich finde darum das reine Bewusstsein in sich aufzunehmen damit zu leben und davon zu lernen. Dem reinen Bewusstsein zu begegnen ist wie ich glaube erst der Anfang und es geht noch sehr viel weiter, bis sich dinge erfüllen die zu schön sind um wahr zu sein. Es will der Menschheit nicht gelingen, des Leben nach den Maßstäben des reinen Bewusstseins, zu gestalten und die ganze Welt hat daran zu leiden. Was währe wenn die Menschen wüssten, dass das reine Bewusstsein existiert wie bedeutungsvoll es ist und wie viel Potential dahinter steckt??

Deine Celin



trin schrieb:
Fuck, Kräuterhexe, du hast mich gerade total berührt mit deinen Worten!

Ich bin begeistert, wie kurz, knackig und gleichzeitig soooowas von treffend diese paar Worte von dir sind. Wie phoenix schon schrieb, du hast es wirklich geschafft, mit ein paar Zeilen das Leben und das Universum zu erklären. Ich hätte wohl drei oder vier Bücher dafür schreiben müssen ^^ und hätte es nicht einmal ansatzweise so getroffen, wie du es gestern Abend geschafft hast.

Da drängt sich mir auf einmal die Frage auf, von ganz tief in mir, ob du gestern auf Opis warst? ;)

Danke dafür, liebe Hexe, ich bin ganz hin und weg und werde mir das jetzt kopieren und speichern (nur für mich wink) - für so wertvoll empfinde ich das gerade!



@ Celine mrgreen

Ich habe meist ein offenes Ohr für interessante Menschen und Themen, deshalb tausch ich mich auch gerne mit dir und den anderen hier über dieses Thema aus. ;)

Ich hab halt nur ein wenig das Gefühl, dass du die ganze Sache ein wenig zu verklärt siehst, Dion. Das was du leben möchtest, ist nicht mal rasch geschehen, nur weil man mal eine intensive Erfahrung, ein Satori, oder was auch immer hatte. Das sind halt Ereignisse, die kurz mal ganz tief einblicken lassen und erkennen lassen, dass da noch mehr ist, als man vorher erahnen konnte. Das kann natürlich auch sofort das ganze Leben umkrempeln, tut es aber bei weitem nicht immer. Aber um mit solchen erleuchteten Momenten auch was anzufangen und diesen Weg weiter zu beschreiten, heißt es beständig an sich zu arbeiten. Ein Prozess, der sich bei niemandem gleichen wird, denn jeder Mensch hat seine ganz eigenen und individuellen Erfahrungen gemacht, jeder Mensch hat seine ureigenen "Dämonen" die es zu vertreiben gilt und somit ist wohl auch jeder Weg zum reinen Bewusstsein ganz eigenständig und nicht mit jemandes anderen Weg zu vergleichen.

Ich bin übrigens der Meinung, dass man all den Ablenkungen, Versuchungen und schädigenden Gedanken, etc., die uns so umgeben, relativ einfach entsagen kann. Hier lauten die Zauberworte mMn "Bewusstsein" und "Ehrlichkeit" sich selbst gegenüber. Wenn ich einfach nur wahrnehme was um mich herum geschieht, ohne es zu bewerten, und ich ganz ehrlich bin zu mir selber, erkenne ich sehr rasch, was mir davon gut tut und was nicht. Und sobald ich merke/spüre, dass etwas nicht mit mir konform ist, dann meide ich es einfach - und das geht auch noch ganz leicht, weil ich ja immer nur das Beste für mich möchte. ;) Das hat jetzt nicht unbedingt was mit Konsequenz und einem eisernen Willen zu tun, sondern eher damit, dass man sich selber ja nicht schaden möchte.

Und jetzt kommt sowieso der Oberhammer in meinen Augen - manchmal kann es auch mal wertvoll sein, sich einfach gehen zu lassen und Dinge zu tun, die man vielleicht gerade nicht für clever hält und einem objektiv betrachtet nicht gut tun. Auch diese Möglichkeiten bieten sich an, das Risiko geht man natürlich immer selber ein, aber solange man Verantwortung für seine Taten übernimmt und auch die Konsequenzen trägt, sind einem nicht dienliche Dinge genau so wertvoll wie dienliche.

Außerdem gibt es da nichts, Ysos, das du vergraulen oder verscheuen könntest. Oder sagen wir mal so, das reine Bewusstsein würde sich sicherlich nicht von dir vergraulen lassen. ^^ Ich glaube, es zeigt sich dir derzeit einfach gerade nicht, weil du es soooo unbedingt gerne wieder wahrnehmen möchtest. Das ist z.B. dasselbe mit der Liebe - wenn ich Liebe unbedingt erleben möchte, aber ohne etwas geben zu wollen dafür, dann wird sich mir die Liebe nicht zeigen. Liebe kommt zu dir, wenn du Liebe ausstrahlst. Je mehr du gibst davon, umso mehr bekommst du.

Dasselbe mit dem reinen Bewusstsein, je mehr deine Gedanken bei dem "haben wollen" sind, umso weniger zeigt es sich dir. Aber nicht, weil du es verscheuchst damit, sondern weil du dem reinen Bewusstsein einfach keinen Platz einräumst in dir. Je bewusster man durchs Leben geht, umso mehr Bewusstsein umgibt einen, bis man irgendwann mal immer mehr erkennt, immer mehr verspürt und seiner Mitte (und seinem ureigenem Universum) immer näher kommt.

Und soooo romantisch wie du dir das vorstellt, ist es eigentlich auch gar nicht, wenn man sein Selbst mal erkannt hat. Anfangs natürlich schon, da überschlagen sich die tollen Gefühle förmlich, aber nicht lange danach folgt auch schon die erste Ernüchterung und weitere Fragen tauchen auf, die es zu beantworten, zu erkunden und zu erleben gilt. Wie du selber auch schon geschrieben hast, der Kontakt mit dem reinen Bewusstsein ist erst der Anfang, da geht echt noch viel mehr. Ich hab mittlerweile schon ein bissi einblicken dürfen in dieses unendliche Universum in mir und es lässt mich erkennen, dass ich immer noch zu sehr festhalte an Bekanntem.

Annehmen und Loslassen - zwei Seiten einer Medaille! Und genau in deren Mitte - in dem Bereich, wo beides im Einklang ist - liegt die Unendlichkeit des Universums verborgen.

Dion, magst mir vielleicht noch erzählen, was dich so verwirrt, dir den Mut raubt weiter zu gehen und dir Schuldgefühle macht? Und warum du denkst, dass das reine Bewusstsein immer an deiner Seite sein sollte?

Nichts ist für die Ewigkeit ....

Ich glaube, man sollte die Sache nicht zu ernst nehmen, denn sie ist alles andere als ernst. :) Man sollte einfach selber die Veränderung sein, die man haben möchte. Willst du in Kontakt mit dem reinen Bewusstsein kommen, laufe den ganzen Tag über und jeden Moment so bewusst wie möglich durch die Welt, dann zeigt es sich dir auch immer wieder mal. Achtsamkeit, ich hab es letztens schon mal erwähnt, ist der Schlüssel zur Tiefe unseres Universums. Je achtsamer ich durch die Welt laufe, umso mehr Welt zeigt sich mir ....

Ganz liebe Grüße, Celine! Ich freu mich auf weiteren Austausch mit dir. Und nix für ungut, dass ich wieder wie ein Oberlehrer rüberkomme, das ist einfach meine Art und ich mein es nur gut. ^^ Außerdem bin ich auch sowas von bedient gerade und wenn ich dir erzählen würde, wie wenig ich die letzten zwei Tage geschlafen habe, würdest wohl die Hände überm Kopf zusammen schlagen. headbanging

Peace und immer schön locker bleiben! ;)



phoenix schrieb:
trin schrieb:
Annehmen und Loslassen - zwei Seiten einer Medaille! Und genau in deren Mitte - in dem Bereich, wo beides im Einklang ist - liegt die Unendlichkeit des Universums verborgen.


wow...auch du droppst heute wieder die weisheit...vll aktiviert der schlafentzug verborgene hirnregionen...danke dafür, trinity... :)



trin schrieb:
Hehe, freut mich, wenn es dir gefällt, phoenix. Ich wundere mich selber manchmal, wo solche Sachen auf einmal herkommen? ^^

Schlafentzug in Kombination mit Uppern, LSD, ein paar Bier und gaaaanz wichtig --> viel Weed rasta, bringen mich immer wieder in ganz besondere Ausnahmezustände, sowohl körperlich, als auch emotional oder geistig. Manchmal sogar alle drei zusammen, dann hab ich wirklich gut losgelassen .... :)

Ich glaub, das liegt bei mir daran, dass mein Hirnkastl und auch mein Körper vom Schlafentzug auf eine extrem pervers geniale Art entspannt ist, wie ich es sonst nicht kenne von mir. Und wenn ich mich dann mit diesem entspannten Hirnkastl auf etwas fokussiere, dann kommt entweder viel Apfelmus, Haferschleim oder Pferdekotze dabei raus, oder eben manchmal auch das ein oder andere Schmankerl oder die ein oder andere Erkenntnis, bzw. neue energetische Erfahrung. verliebt Ist ja auch irgendwie passend zum Thema Epiphanie, womit ich hiermit nicht OffTopic bin. ;)

Spoiler:
Ich hab übrigens total schmunzeln müssen über die Hunk-Spinne. Sehr kreativ und aus einer interessanten Perspektive wahrgenommen. Hab´s direkt mal kurz gefeiert .... mrgreen



drache schrieb:
der beitrag von hexe und dir bringt einen wieder ein stück weiter bzw. frischt auf, was einem vor jahren schon richtig bewußt wurde...die einheit allen seins, das bewußte erleben des moments und der fließende charakter des lebens...
werde versuchen mir das wieder mehr ins bewußtsein zu rufen...grad angesichts wichtiger aufgaben und zeit, die ich eigentlich versandel (procrastination-problem)...

Spoiler:
freut mich sehr, daß du den vergleich passend fandst...wenigstens einer, der schmunzeln kann... :)




trin schrieb:
Mir geht es auch immer wieder so, phoenix, dass ich immer wieder an Themen komme, die mich schon vor Jahren beschäftigten und mir damals schon bewusst waren. Meist ist es halt dann so, dass ich dann dieses Thema, mit diesem mehr an Erfahrung, die ich bis jetzt eben sammeln durfte, gleich noch ganzheitlicher verstehen oder erleben darf. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wenn ich z.B. alte Songtexte von mir oder andere Literatur (ich nenn es jetzt einfach mal so ^^) von damals (so ab 19 J.) lese, wie viel ich früher schon wusste und erkannte und wie kreativ ich damals war. Da war ich echt noch jung und naiv, was für eine tolle Zeit war das!verliebt War zwar auch sehr oft connected damals, aber eben nicht bewusst, dafür wahrscheinlich auf einer reineren und jüngfräulicheren Art.

Und manchmal "verlernt" man Erlerntes einfach wieder, weil man sich dann vermehrt mit anderem beschäftigt und das dann einfach wieder vergisst und aus dem Bewusstsein entschwindet. Irgendwann später kommt es einem wieder unter und man kann sich dann umso intensiver damit auseinander setzen.

Das ist auch der Grund, warum ich mir wichtige Erkenntnisse mittlerweile erstmal auf ein Post-It schreibe und mir an den Schreibtisch klebe, damit ich mich in den nexten Tagen auch noch damit auseinander setze und es verinnerlichen kann. Denn viele dieser Erlebnisse hab ich im Ausnahmezustand und würde ich mir das nicht aufschreiben, würde ich mich vielleicht am nächsten Tag gar nimmer daran erinnern - wär ewig schade um viele dieser tollen bewusstseinserweiternden Erkenntnisse, Achtsamkeitsübungen, Wahrnehmungen, etc. ....

Ich find es sowieso geil, wie so ein Prozess des "bewusst werdens" sich entwickeln kann. Irgendwie ist es fast unheimlich, wie immer tiefer und tiefer man eintauchen kann in gewisse Thematiken, Gefühle, Wahrnehmungen, das Bewusstseins. Wenn man etwas neu entdeckt für sich, denkt man sich anfangs noch: "Wow, ich hab´s erkannt/gecheckt, wie geil!" Einige Zeit später merkt man dann, dass man zuvor nur an der Oberfläche gekratzt hat und da noch mehr zu finden ist als erwartet. Und je länger man den Weg geht, umso mehr Ebenen eröffnen sich einem dazu und man kriecht immer tiefer und tiefer in den Kaninchenbau ....

Für mich das absolute Highlight zur Zeit ist das Fühlen und Wahrnehmen über meinen Energiekörper. Ich wusste zwar damals schon, dass es sowas wie einen Energiekörper gibt, aber das war mir immer zu weit entfernt von meiner Vorstellungskraft, konnte einfach nix anfangen damit. Doch im Laufe der letzten Monate hat sich nun was eröffnet in mir (es ist mir nun endlich bewusst geworden), ich hab eine ganz neue Dimension der Gefühlswahrnehmung entdeckt und jetzt weiß ich, dass dies mein Energiekörper ist, den ich immer besser und besser kennen lernen darf zur Zeit. Aber man muss halt am Ball bleiben, sonst geht es einem wie oben beschrieben - man verlernt es langsam wieder und es entschwindet aus dem Bewusstsein.

Das krasse ist übrigens, als ich einige Monate danach zum ersten Mal DMT geraucht hatte, sich mir genau diese neu erfahrene Dimension der Gefühlswahrnehmung im DMT-Rausch offenbart haben. Ich find´s einfach nur geil, dass ich vor meinem ersten DMT-Trip, diese neue Dimension der Wahrnehmung schon erleben und kennen lernen durfte ....

Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Wohin mag das alles noch führen, digga? freak Welche Dimensionen werden sich mir noch eröffnen? Wie tief kann eigentlich ein Kaninchenbau sein? saferuse


Edit: Naja, Svas, hast schon irgendwie recht, hab auch schon dran gedacht, ob wir nicht vielleicht diesen Thread hier ein wenig vergewaltigen. Ich werd jetzt aufhören damit und werde die Beiträge, die nicht mehr dazugehören einfach in einen anderen Thread kopieren, wo sie besser rein passen, dann kann der Austausch dort weiter gehen.




So, das war´s zu unserem Austausch - es darf gerne weiter gehen! dafuer

LG, der trin
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Träumerin



dabei seit 2017
72 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 13.04.18 14:04
Ich habe bereits sehr interessiert eure Diskussion im vorherigen Thread verfolgt (als würde ich mir den spirituellen Austausch zwischen Trin und Kraeuterhexe entgehen lassen verliebt ) und bin fasziniert. So recht weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll, da diese Bewusstseinsdimensionen bei weitem die Erfahrungen übersteigen, die ich bisher gemacht habe.

Dennoch bemerke ich seit einigen Monaten ebenfalls Veränderungen in meiner Wahrnehmung der Welt und meiner Einstellung zum Leben. Ob und in wie weit diese (auch) auf Drogenerfahrungen zurückzuführen sind, kann ich kaum einordnen. Das letzte Wochenende habe ich mich jedoch erstmals einem echten Halluzinogen, LSA in einer Dosierung von 200 mg (im Abklingen kombiniert mit einer unbekannten, gefühlt nicht sehr hohen Dosis MDMA), genähert und seit dem merke ich, dass sich etwas grundlegendes an meiner Einstellung zu meiner momentan sehr komplizierten Lebenssituation geändert hat. Ich würde das auch irgendwie als erwachtes Bewusstsein bezeichnen. Ich habe plötzlich erkannt, dass ich mein Leben selbst steuern kann und dass ich lange nicht so ausgeliefert bin, wie ich dachte. Ich kann wieder klar darüber nachdenken, welche Optionen ich habe, ohne mich in Gedankenkreisen zu verlieren, wie ich es sonst immer tat. Zugleich bin ich auch impulsiver als ich es sonst von mir kenne und lasse mich spontan auf Sachen ein, die ich sonst wohl eher versucht hätte, durchzuplanen. Ich mag mich so viel lieber als die ängstliche Fly, die ich sonst so oft war biggrin
Manche Grenzen muss man überschreiten, um zu sehen, wo sie liegen.
» Thread-Ersteller «
Traumländer



dabei seit 2012
3.159 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 13.04.18 14:29
Das klingt ja sehr fein, Fly, ich freu mich gerade total mit dir!

Du erzählst leider so gar nicht, wie der Trip war, würde mich schon auch interessieren. Musst eh nicht so ins Detail gehen, aber vielleicht grob, was du so empfunden und wahrgenommen hast oder wie auch immer ....

Das kann ich gut nachvollziehen, was du meinst mit dem erwachtem Bewusstsein, man nimmt einfach die Welt um sich und in einem selbst klarer und offener wahr - zumindest kenne ich das von mir auch so. Nach meinem ersten Trip hab ich von einem Tag auf den anderen einen extremen Bezug zur Natur gehabt, das kannte ich vorher nicht einmal ansatzweise. Es war wie wenn sich ein Schleier gelöst hätte und ich auf einmal wahrnehmen konnte, wie wichtig Mutter Natur für uns Menschen ist und dass wir alle ein Teil von ihr sind. Der Kontrast von vorher zu nachher war echt so ähnlich wie in schwarz/weiß oder in Farbe zu sehen.

So wird aber wohl jeder seine ganz eigenen Schleier haben, die sich nach und nach lösen, wenn man den rechten Weg geht. Psychedelika können da sicherlich unterstützend wirken, zumindest wenn man offen und mit Freude am Leben und erleben von Neuem an die Sache ran geht. Mit Angst oder gar irgendeinem narzisstisch Ziel vor Augen, kann das natürlich auch nach hinten losgehen - aber das weiß man hier im LdT ja sowieso schon lange. ;)

Fly, die Zeit ist gut zur Zeit cool, um neue Wege einzuschlagen und um sich selbst und sein Universum neu zu entdecken. Ich freu mich, dass du dich drauf einlässt und wünsch dir noch viel Freude beim erkunden deines ureigenen Universums! ;)

Ganz liebe Grüße, der trin
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Traumländer



dabei seit 2014
90 Forenbeiträge
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 13.04.18 21:23
Besonders spannend finde ich, dass man auch mit gänzlich
anderen Substanzen / Settings / Übungen diese universelle,
totale Verbundenheit spüren kann.
Samadhi heisst es bei mir, und Drogen sind eine stimmige
Abkürzung auf dem Weg dahin..


Darüber staunt der Laie,
ein Fachmann reibt sich verwundert die Augen,
die Koryphäe vergiesst Freudentränen,
und ein zufällig in der Nähe weilender Greis
wackelt sehr bedächtig mit dem Kopf..
er kommt nicht umhin zu rufen: Nochmal !!!
Träumerin



dabei seit 2017
72 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 13.04.18 22:39
Entschuldige Trin, wollte euch nichts vorenthalten. War heute Nachmittag etwas in Eile und wollte meine Gedanken nur fix hier festhalten, bevor sie wieder davongerauscht wären. Ein Gedanke verweilt nie lange, du kennst das sicher wink

Der Trip war eigentlich purer Leichtsinn, aber wie du schriebst, sind die unvernünftigen Entscheidungen manchmal die besten. Ich war auf einer Party in einem Club, in dem man sich eigentlich problemlos vor Ort versorgen kann. Ich hatte an dem Abend ursprünglich vor, Ecstasy und Speed zu nehmen. Im Club war aber nichts zu bekommen, insofern stand ich bald vor der Entscheidung, nur auf Alkohol und meine kläglichen Reste Speed zurückzugreifen oder die Space-E Kapseln, die ich zu Hause noch aus dem Briefkasten gefischt hatte, zu nehmen. Ich entschied mich also für letzteres und nahm zwei Kapseln a 100 mg. Eine gute Entscheidung, ich hatte einen wunderschönen Trip und fühlte mich mit den Menschen um mich völlig verbunden. Das hatte ich wohl auch ausgestrahlt. Obwohl ich allein unterwegs war, war ich fast nie wirklich allein. Dazwischen gab es einen Tiefpunkt, an dem es mir psychisch wie physisch miserabel ging, was aber letztlich nur auf das Zutun einer Person zurückzuführen war, die aus Unwissenheit und daraus resultierender Sorge meinen Trip auf dem Peak jäh unterbrochen hat.

Gegen Morgen hatte ich zwei Leute kennen gelernt, mit denen ich weitergezogen bin und von denen ich auch Ecstasy bekommen habe. Das LSA war am abklingen und ich ging nicht mehr von einer kombinierten Wirkung aus. Weit gefehlt, aber im positiven Sinn. Ich hatte einen totalen Glückstrip, meine Gedanken waren mit einem mal völlig frei. Wir waren draußen in der Natur (Hamburger Hafen, Parkanlagen) und ich genoss einfach nur den Moment, das Zusammensein mit den Leuten und träumte vor mich hin. Als der Trip zu Ende ging, kamen mir viele Gedanken, positive wie auch traurige. Aber selbst Weinen fand ich irgendwie nicht schlimm, sondern eher befreiend. Auch in den Tagen danach habe ich viel nachgedacht und versuche, die Erkenntnisse in mein Leben zu integrieren. Ich merke schon jetzt, dass ich mich verändere. Insbesondere eine hohe Naturverbundenheit und ein stärkeres Bedürfnis, Kontakt zu Menschen, die mir gut tun, zu haben, fallen mir momentan stark auf.

Ich will auch noch einen Tripbericht über dieses Erlebnis schreiben, gerade fehlt mir leider ein wenig die Zeit und Ruhe dafür.
Manche Grenzen muss man überschreiten, um zu sehen, wo sie liegen.
Träumer



dabei seit 2018
69 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 14.04.18 12:03
@Hexe

hallo,
danke für deine bereichernden und anregenden Worte, damit setzt Du die Messlatte wie immer hoch an und man fühlt sich gern dazu bewegt seinen Geist zu bemühen um deinen Maßstäben gerecht zu werden, und ich schließe mich trin und Phönix an.

Mit allen Deinen Erkenntnissen triffst Du den Kern.
Bei Diener Fragestellung: Sollten wir tatsächlich ewig leben, so werden wir nicht die bleiben, die wir jetzt sind.

Ob wir tatsächlich ewig leben sollten, aus meiner Sicht, warum nicht? Unsere Seelen haben im unserem Körpern ein Zuhause gefunden in dem sie wohnen möchten. Durch die Eigenschaften des menschlichen Körpers haben die Seelen die meisten Handlungsspielräume und Optionen, sowohl auf spiritueller wie auch auf materieller Ebene. Hinzu kommt, dass das reine Bewusstsein nur mit der Hilfe des Menschen und durch den Menschen voll zum Ausdruck kommen kann.

Es ist auch sinnvoll, dass wir ewig leben denn das Universum ist groß genug, vielleicht sogar nur eines von vielen und deshalb noch viel größer, und es ist eine unserer Aufgaben das zu erkunden. Es gibt auch unzählige spannende, Fragen auf die wir keine Antworten haben und es währe doch sehr interessant die Antworten zu erfahren. Um das alles zu erfahren reicht ein Leben nicht aus. Es ist nicht nur so, dass wir unsterblich sein können. Darüberhinaus können wir ungeahnte Fähigkeiten entfalten die uns ermöglichen werden, uns voll zu regenerieren z. B. nicht zu altern und uns ohne Zeitverlust überall im Universum zu bewegen.

Wenn Du bis jetzt durchgehalten hast fragst Du vielleicht wie ich auf so etwas komme oder ob das ernst gemeint was ich schreibe und ja, ich meine es völlig ernst. Die Vorstellung davon, dass wir ewig leben können ist nicht neu, die meisten Erwähnungen darüber finden wir in der Bibel und anderen religiösen Büchern. Anhand einiger Ausschnitte versuche ich zu erklären was ich damit meine. Es ist ein alter Schinken aber mit den Augen von uns Psychonauten betrachtet ergeben sich ganz andere Sichtweisen. Dafür habe ich zwei Evangelien Verse ausgesucht die mich gedanklich beschäftigen.

Das Gespräch mit Nikodemus (Joh 3, 4,5)
...Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und noch einmal geboren werden? Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.


Diese Kombination aus Wasser und Geist erfüllen nur wir Menschen, unter der Voraussetzung wenn wir am leben sind und wenn wir sterben dann sind wir wenn überhaupt nur Geist das Wasser hingegen verbleibt im Leichnam, und verdunstet mit der Zeit. Aber um in das Reich Gottes zu kommen muss man aus Wasser und Geist bestehen.

Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk 16,22)
...Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.


Man könnte meinen der arme Mann sei in den Himmel gekommen. Aber das ist nicht der Fall der arme Mann gelangte lediglich in das Abraham Schoß, er war tot und hatte keinen Körper mehr d. h. er war nur Geist und deswegen unfähig in das Reich Gottes zu gelangen. Das Vorstellungsmodell Schoß deutet eher auf einen Rheinkarnationszyklus hin. Wenn das so ist dann bleibt die Frege offen wer und wie kommt in das Reich Gottes??

Wenn man diese Gedanken weiter spinnt könnte man zu dem Schluss kommen, dass jeder der gestorben ist, was falsch gemacht hat, und alle die daran glauben, dass wir sterben müssen falsch liegen. Es spricht einiges dafür, dass wir immer wieder geboren werden, was aber nicht das Ziel ist. Sondern das Ziel ist, dass wir eine besondere “Erkenntnis“ machen und lebendig aus diesem Zyklus aussteigen indem wir mit dem reinen Bewusstsein fusionieren. Außerdem haben wir nichts von Rheinkarnationen denn wir können uns an unsere vorigen Leben nicht erinnern (zumindest nicht ohne weiteres). In meiner Phantasie stelle ich mir vor, dass das Dasein als Mensch spannender ist als das Dasein als Geist.

Mein Leitgedanke ist, grob gesagt, die Überzeugung davon, dass in sämtlichen religiösen Schriften der Umgang mit psychedelischen Substanzen die Kernaussage ist. Wie z. B. in der Paradiesgeschichte mit dem Baum der Erkenntnis und dem Baum des Lebens, beim Verzehr von Manna in der Wüste und ins Besondere beim letzten Abend Mal. Nehmen wir an unsere Vorfahren wollten uns auf den Umgang mit Psychedelika aufmerksam machen, und uns dargelegt was sie im Umgang damit heraus gefunden haben.

Was sie z. B. herausgefunden haben ist, dass wenn wir uns an die zehn Gebote halten, die Wahrscheinlichkeit einen Horrortrip zu erleben gemindert wird. In der Bibel wird auch stets differenziert zwischen der Speise für den Hunger und der Speise der Engel?? Es fällt mir schwer zu glauben, dass Jesus beim letzten Abendmal gewöhnliche Speisen da gereicht hat welchen Sinn sollte das ergeben? Betrachten wir die Geschichte im Zusammenhang mit Psychedelika ergibt sich ein ganz anderes Bild.

Es ist nicht Sinn der Sache, dass wir so bleiben sollen wie wir sind. Unser Ziel sollte es sein immer besser zu werden bis wir die Vollkommenheit erreichen indem wir unser ganzes Potential ausschöpfen.

Bei Interesse werde ich Dir gerne mehr darüber erzählen und freue mich darüber Deine Meinung dazu zu lesen.


@trin

hallo

...Sicherlich hat, dass mit meiner Einstellung zu tun, denn ich bin von Natur aus ungeduldig und hyperaktiv, alles muss sofort funktionieren, was dazu führt, dass ich mich manchmal zu sehr unter Druck setze. Was sich in diesem Zusammenhang überhaupt nicht verträgt.

Stimmt das reine Bewusstsein kann man nicht vergraulen denn es ist immer und überall da. Es liegt an uns es zu erkennen, uns dem zu öffnen und es in unsere Herzen zu lassen. Wenn wir es am aller wenigsten erwarten erkennen wir es plötzlich wieder und fühlen uns ertappt daran gezweifelt zu haben.

Wenn wir in Wechselwirkung mit dem reinen Bewusstsein stehen befinden wir uns in einem Zustand mir dem wir wenig Erfahrung und Wissen haben.
Weil es so ist sind wir auf Mächte anfällig die das Gegenteil des reinen Bewusstseins sind. Das schwierige daran ist wie ich finde unterscheiden zu können. Das Gegenteil des reinen Bewusstseins hat es gelernt das reine Bewusstsein nachzuahmen um uns zu verwirren damit wir verzweifeln und zu Grunde gehen, es ist der feind des Lebens und der Liebe.

Es ist auch wahr, dass das reine Bewusstsein nichts außergewöhnliches, sondern etwas völlig natürliches ist, wie atmen und essen. Warum ich denke, dass das reine Bewusstsein für immer bei uns bleiben sollte? Weil ich fest daran glaube, dass dies die Erfüllung unseres Daseins ist und, dass es das ist was der Menschheit fehlt. Wenn ich das reine Bewusstsein richtig verstanden habe dann ist es auch der Wunsch von Seiten des reinen Bewusstseins, dass wir die richtigen Bedingungen in uns schaffen, es Einladen und das reine Bewusstsein an unserem Leben Teil haben lassen.

Es verhält sich ähnlich: Als hätte jemand in seiner Garage ein schönes Auto oder Motorrad stehen, es aber nie nutzt. Derjenige pflegt es, poliert es, setzt sich rein. Aber derjenige dreht nie den Schlüssel um, macht nie die Garage auf, geschweige denn damit zu fahren. Bis das Auto sich kaputt gestanden hat und unbrauchbar wird. Wenn man denjenigen fragt: warum nutzt du dein Auto nicht. Darauf sagt er: weil es nicht geht, weil es nicht nötig ist und das Garagentor lässt sich nicht öffnen, und das Fahren damit ist ungesund und viel zu gefährlich und es ist völlig ausreichend wie es ist.

In der Bibel gibt es ein ähnliches Modell nur mit Weizenkörnern. Wann wir uns vorstellen wir seien die nicht gekeimten Weizenkörner, die erst zum Keimen gebracht werden müssen. Wenn wir an die Entwicklung von einem Samen zur einer Ausgewachsenen Pflanze denken dann steht uns im Leben noch einiges bevor. Momentan verhält es sich so, dass wir nur gelagert werden bis wir unsere Fähigkeit zum keimen verlieren.

Bei den Menschen hat sich die Vorstellung verfestigt, dass wir sterben müssen, danach gelangen wir in den Himmel/Paradies und dann geht die Party erst richtig los. Wie erwähnt um eine Vollkommenheit zu erreichen sollten wir zu unseren Lebzeiten in das s. g. Paradies gelangen...Dies wird uns aber nur dann gelingen wenn wir dem reinen Bewusstsein voll vertrauen, uns darauf einlassen und vor allem daran glauben, dass das reine Bewusstsein auch die reine Wahrheit ist.

Es freut mich, dass Du für einen Gedankenaustausch zu haben bist, sehr gerne beteilige ich mich daran. Die Schreiberei im LdT macht mir Spaß und ich habe ein gutes Gefühl dabei☺ ..

Liebe Grüße

C.

 
Dauer-Träumer

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  Geschrieben: 14.04.18 12:22
Ich hatte vor mehr als 30 Jahren ein solches Einheits- und Erleuchtungserlebnis auf einem Mescalin-Trip. Sowas verlernt und vergisst man nicht. Da braucht Ihr keine Angst zu haben.
Wenn ich heute daran denke, ist es präsent als ob es gestern gewesen wäre. Ich habe nach diesem Erlebnis unter Anleitung gelernt zu meditieren und diese "Verbindung zur Quelle" auf diesem Weg herzustellen.

Diese Erfahrung hat mich nicht unbedingt vor Fehlentscheidungen und Dummheiten in meinem weiteren Leben bewahrt, aber ich habe seither schon eine andere Sicht auf die Dinge und keine Angst vor dem Tod mehr.
 
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Traumländer



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  Geschrieben: 14.04.18 14:44

@ Kraeuterhexe

Ich schreib dir in diesem Thread zurück, in der Hoffnung, dass du das vielleicht auch hier lesen wirst. Auf jeden Fall thx für deine Antwort und keine Bange, so schnell bin ich wirklich nicht enttäuscht. Das Gefühl der Enttäuschung habe ich zum Glück schon lange nimmer wahrgenommen. War nur neugierig und wollte es einfach wissen, weil´s halt grad hoch kam .... :)



@ mandrake

Ja, ich finde auch, dass es dazu keiner illegalen Drogen bedarf, um Samadhi erleben zu dürfen. Aber durch gewisse Drogen kann ich einfach leichter eintauchen und vor allem auch oft tiefer - letzteres finde ich besonders spannend, weil genau dadurch eröffnen sich mir manchmal neue Ebenen, die ich dann auch im nüchternen Zustand wieder betreten und besser kennen lernen darf.



@ Fly

Danke auch dir, dass du uns von deinem Trip berichtet hast. Klingt sehr angenehm, was du so berichtest und ich find´s toll, dass du dir auch alleine nicht schwer tust unterwegs Anschluss zu finden. Ich glaub, du wirst noch einiges kennen lernen in diesem Bereich und ich find´s spannend, wie sich jemand entwickelt aufgrund diverser Drogenerfahrungen und veränderten Bewusstseinszuständen.

Würde mich natürlich freuen, wennst irgendwann mal dazu einen Tripbericht verfasst, Fly! :)



@ Celine

Danke für die Beantwortung meiner Fragen! Bin übrigens auch einer dieser ungeduldigen und hyperaktiven Typen .... ;) Nur mich hat das Leben mal vor vielen Jahren gscheit ausgebremst und das hat mich dazu gezwungen, in den darauffolgenden Jahren zu lernen, mich zurück zu nehmen und mich und meine Umwelt immer mehr zu akzeptieren wie es eben gerade so ist. Die Grundtendenz meiner Hibbeligkeit werd ich wohl immer in mir tragen, aber ich lass es jetzt nur noch in schwachen Momenten raus und diese werden zum Glück immer seltener.

Dion schrieb:
Wenn wir in Wechselwirkung mit dem reinen Bewusstsein stehen befinden wir uns in einem Zustand mir dem wir wenig Erfahrung und Wissen haben.
Weil es so ist sind wir auf Mächte anfällig die das Gegenteil des reinen Bewusstseins sind. Das schwierige daran ist wie ich finde unterscheiden zu können. Das Gegenteil des reinen Bewusstseins hat es gelernt das reine Bewusstsein nachzuahmen um uns zu verwirren damit wir verzweifeln und zu Grunde gehen, es ist der feind des Lebens und der Liebe.


Mmmm, ich bin da nicht ganz deiner Meinung. Du hast schon recht, man muss loslassen können, um mit dem reinen Bewusstsein in Kontakt zu treten, aber das heißt ja nicht, dass ich damit automatisch gleich alle "bösen" Mächte einlade Besitz von mir zu ergreifen. Zwar rückt das Wissen und die Erfahrungen in diesen Momenten in den Hintergrund, aber genau darum ist es so wichtig, zu lernen das Herz zu öffnen. Den Kontakt zur Seele verliert man nämlich nicht, wenn man sich dem reinen Bewusstsein hingibt. Und genau dieses "Herz-Gehirn", aka Intuition, lässt einen normalerweise doch ganz bewusst erkennen, wenn ich Sachen wie Zweifel oder Verwirrung einlade in mein "Haus". Auch in diesem Fall kommt es meiner Meinung nach darauf an, wie bewusst ich bin und vor allem wie sehr ich vertrauen kann (loslassen), dass alles gut ist wie es ist und wenn es mal nicht gut ist, ich es auch erkennen darf und damit arbeiten kann.

Aber ein bissi glaub ich zu erahnen, was du meinst. Ich hatte auch mal kurz so eine Phase, nachdem ich mein Selbst gefunden hatte, die mich zweifeln ließ an diesem Weg. Bis ich dann erkannt habe, dass es nun an der Zeit ist, mein Herz immer mehr und mehr zu öffnen! Und diese Erkenntnis hat mir dann wieder das Vertrauen gegeben, dass alles gut ist wie es ist, mein Weg noch lange nicht zu Ende ist, ich noch vieles zu lernen habe und ich vor allem mir selbst vertrauen kann. Mein Herz ist die Verbindung zur universellen Liebe und zu meiner Seele, und diese Verbindung hilft mir, das "Böse" nicht mehr einzuladen. Es kann draußen warten, bis es schwarz wird, irgendwann wird ihm wieder langweilig und es sucht sich ein neues und leichteres Opfer. ;)

Ich glaub auch zu erahnen, so wie du ja auch, dass da noch viel Potential in uns schlummert und so Sachen wie Astralreisen (also mit dem Astralkörper im Universum und anderen Dimensionen unterwegs zu sein) finde ich höchst spannend und ich schwinge mich langsam immer mehr darauf ein. Wenn es so sein soll und ich soweit bin, werd ich wohl auch dieses Phänomen noch kennen lernen dürfen in diesem Leben - zumindest wünsche ich es mir, der Rest wird sich weisen, wenn ich weiter auf meinem Weg bleibe und auch ab und an mal fleißig daran arbeite.

Mit der Bibel und anderen Schriften verschiedenster Religionen kann ich nicht viel anfangen, auch wenn ich glaube, dass darin sicherlich einige Wahrheiten enthalten sind. Religionen sind mir so suspekt, dass ich ihnen ganz bewusst keine Energien schenke. Ich versteh halt nicht ganz, was jetzt für dich den Unterschied ausmacht, ob es bei deinen Beispielen um Psychedelika-Konsum geht oder wirklich nur ums z.B. letzte Abendmahl???

Nimmst du nicht so oder so trotzdem Psychedelika? Oder würdest du mehr nehmen, wenn du dir sicher bist, dass Jesus auch welche genommen hat? Ich versteh einfach nicht, was den Unterschied ausmacht? Ob so oder so, Jesus war ein cooler Mann und das was darin geschrieben steht an Weisheiten, also die Essenz dieser Schriften, bleibt doch dieselbe. Warum auch immer Jesus diese Wahrheiten erfahren und erleben und andere erfahren hat lassen dürfen, ist ja eigentlich egal. Er konnte seine Mitmenschen nicht heilen, weil er irgendwelche Psychedelika eingeworfen hatte, sondern weil er absolut reinen und offenen Herzens war (und absolutes Vertrauen hatte) ....

Herzliche Grüße, trin
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
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  Geschrieben: 14.04.18 19:52
trinity schrieb:
Ich schreib dir in diesem Thread zurück, in der Hoffnung, dass du das vielleicht auch hier lesen wirst.

Ich lese doch alles, was du schreibst, trin! love

Die Sache mit dem Enttäuscht-Sein war eher witzig gemeint. Wochentags dry zu sein ist in meinem Alltag allerdings kein Witz. Na ja, wie auch immer, der Kommentar jedenfalls war eher ein Auswurf meiner temporären Nüchternheit. Interessanterweise neige ich auf Drogen viel seltener zu mystischen oder philosophischen Hirnexplosionen als nüchtern. Auf Opis bin ich viel zu faul dazu, und auf LSD arbeite ich meistens eher meine Beziehungskisten auf.

Damit unterscheide ich mich offenbar von vielen Anderen hier. Huch! Ob mit mir auch alles in Ordnung ist?! Im Moment jedenfalls (heute ist Samstag!!!) bin ich high wie schon lange nicht mehr, von einem Hofmannschen Doppelwopper. Und in etwa einer halben Stunde gibt´s auch noch DMT.

Ich bin schon so gespannt!
Death is a myth (John C. Lilly)
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Traumländer



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  Geschrieben: 14.04.18 20:10
Ohhhh, wie fein, Hoffmann und dazu DMT - viele Freude damit und grüß mir die Außerirdischen! ;)
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  Geschrieben: 14.04.18 23:25
Wie schön von dir zu lesen Kraeuterhexe verliebt Du bringst Dinge, die kaum erklärbar sind, immer wieder mit einer Klarheit auf den Punkt, als wären es die einfachsten Dinge der Welt.

Würde mich übrigens riesig über einen Tripbericht deiner gestrigen Reise freuen wink
Manche Grenzen muss man überschreiten, um zu sehen, wo sie liegen.
Dauer-Träumerin



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  Geschrieben: 15.04.18 19:23
Hi Fly!

Phu, ich bin noch nicht ganz zurück von meiner Reise. Zumindest habe ich noch immer das Gefühl, einen halben Meter über dem Boden zu schweben. Ich werde natürlich einen Bericht schreiben, sobald ich mir genügend Zeit dafür freimachen kann. Der Trip (und besonders der Trip im Trip) hat es wirklich verdient. lol
Death is a myth (John C. Lilly)
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  Geschrieben: 15.04.18 23:09
@trin

mit den Jahren ist es auch mir gelungen, durch einige Lektionen meine Hibbeligkeit einzudämmen aber ein Teil davon wird mich auch für immer begleiten wie auch die Marotte, dass ich alles auf den letzten Drücker erledige und mich dann selbstverschuldet abhetzen muss..

Worauf Du in meinem Beitrag aufzeigst, beschreibt ausschließlich meine subjektive Sicht. Es ist nur ein Erklärungsversuch für “Erkenntnisse“ die ich völlig unerwartet im Zusammenhang mit Psychedelika gesammelt habe. Darüber zu berichten ist nichts als eine Suche nach den richtigen Worten. (deswegen ist der Beitrag eines jeden sehr wertvoll dabei, und hilft allen anderen das raine Bewusstsein besser zu begreifen. Nach dem Motto: und, was hast du gesehen?)

Denn neben dem, dass ich das reine Bewusstsein erkannt habe und damit in “Wechselwirkung“ gestanden habe. Ist durch meine fehlerhafte Herangehensweise eine Schwachstelle in meinem “Schutzschild“ entstanden. Diese Schwachstelle wurde sofort ausgenutzt und es ist was eingedrungen was die Kommunikation mit dem reinen Bewusstsein erheblich gestört/verfälscht hat...

Diesen Gast habe ich nicht eingeladen er hat sich die Eintrittskarte des reinen Bewusstseins erschleichen und sich für das reine Bewusstsein ausgegeben. Diese Täuschung habe ich nicht sofort erkannt und habe die Kontrolle verloren. Nur mit viel Glück habe ich unversehrt überlebt und habe mich anschließend in eine Nervenheilanstalt einweisen lassen.

Welche Mächte genau sich dabei eingeladen fühlen kann ich nicht sagen deswegen habe ich erwähnt, dass wir lediglich anfällig sind “Begegnungen“ zu machen auf die wir nicht vorbereitet sind. Es muss nicht heißen, dass das die Regel ist. Als würde es sich so ähnlich verhalten wie wenn wir unbekleidet in der prallen Sonne uns aufhalten, dann sind wir auch anfällig darauf einen Sonnenbrand zu erleiden...

Beherrschen tue ich so etwas wie z. B. Astralreisen nicht. Das reine Bewusstsein hat mir nur offenbart, dass es möglich ist und, dass nichts unmöglich ist. Das es ein Bereich unseres Lebens ist der völlig natürlich und selbstverständlich ist. Wir erlangen es aber nicht ohne weiteres sondern müssen bestimmte Bedingungen erfüllen.

Es gibt in der Bibel, wie auch in anderen Schriften, etliche Aussagen die darauf hindeuten, dass die spirituellen Hintergründe darin, auf die Einnahme und den Umgang mit Psychedelika hindeuten. Wenn z. B. von Visionen, Gotteserfahrungen oder Prophezeiungen etc. die rede ist. Genauso wenn darin von der Speise der Engel oder vom Wasser des Lebens die Rede ist. Diese Begriffe und Empfindungen decken sich wie ich finde absolut mit dem was wir während einer psychedelischen Erfahrung erleben. Und wenn das so ist wieso wird es dann dermaßen ignoriert und verworfen.

Das besondere an der Idee mit Jesus, der Bibel und Psychedelika, wie ich finde ist, dass Jesus uns durch seine Worte und Handlungen, dazu überreden wollte damit wir Psychedelika einnehmen. Am meisten zum Ausdruck kommt das eben bei dem letzten Abendmal. Bis heute gehen Theologen(Priester) und die Gläubigen davon aus, dass Jesus beim letzten Abendmal Brot und Wein seinen Jüngern dargereicht hat.

Weil es überliefert ist, dass Jesus beim letztem Abendmal gesagt hat: tut dies zu meinem Gedächtnis...bemüht sich nun die katholische Kirche diese Aufforderung zu erfüllen und bei der Kommunion diese Handlung, vom letzten Abendmal, nachzumachen indem sie den Gläubigen Hostien, die symbolisch das Brot vom letzten Abendmal darstellen sollen, zum essen gibt. Diese Handlund bzw. Andenken an Jesus, wird in der Kirche jeden Sonntag seit 2000Jahren abgehalten.

Wenn wir uns vorstellen, dass Jesus dabei nicht gewöhnliches Brot und Wein gemeint hat sondern psychedelische Substanzen. Bei dieser Annahme frage ich mich wie jetzt die Welt ausschauen würde hätten die Priester seit dem letztem Abendmall, bis heute, jeden Sonntag, den Messebesuchern psychedelische Substanzen verabreicht.

Sehr gerne beantworte ich weitere Fragen. Nur ich möchte Dich und die anderen nicht langweilen und bin mir nicht sicher inwieweit das was ich schreibe noch nachvollzierbar und lesenswert ist? Und ob ich Deiner Meinung nach zu sehr vom Thema abweiche? Zudem erwähnst Du, dass Du mit Religionen nicht viel anfangen kannst?

Liebe Grüße

CD

 
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Traumländer



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  Geschrieben: 21.04.18 15:02
Hi nochmal, Celine!

So, jetzt hab ich mal die Muße dir zu antworten, bin aber ordentlich durch den Wind von ca. 20 µg 1P-LSD und 60 mg MDMA. Hatte irgendwie wieder mal Bock auf Ausnahmezustand und dann fiel mir aufgrund meines kreativen Gehirns auf microdose Psychedelika noch das bissi MDMA ein, was im Kasten herumlag und schwupps --> Energie folgt der Aufmerksamkeit! freak

Nun, fast eine Std später genieße ich das Leben, oder besser gesagt: Es stürzt förmlich auf mich ein, so BAMM! Hier, friss trin ....! ^^

Ich geh nur knapp und oberflächlich auf deinen letzten Post ein, denn zu Tiefgang bin ich jetzt im Moment grad nicht in der Lage. ;) Ich freu mich schon auf den fertigen Joint, den ich nach diesem Post hier nur in Unterhose auf meinem sonnendurchflutetem Balkon genießen werde. Ach was, gleich nackt, ist ja viel geiler .... mrgreen

Willst du mir mal ganz konkret erklären, Dion, was genau da eingedrungen ist bei dir, das dann dein reines Bewusstseinsein gestört/verfälscht hat? Ich check es nicht, würde es aber echt gerne checken.

All den anderen Dinge von denen du so berichtest, allen voran eben deinen Gedanken zu den psychedelischen Anspielungen in der Bibel und wo auch immer, kann ich einfach nicht viel abgewinnen. Einfach, weil ich persönlich es müßig finde darüber nachzudenken - es macht für mich einfach keinen Unterschied aus. Für mich geht es einzig und alleine nur darum, wie ich im Moment wahrnehmen darf und kann. Ob irgendwas anders wäre auf dieser Welt, wenn alle Menschen mal Psychedelika nutzen würden, ist mir wurscht, weil es ja eh nicht so ist. Ich versuche mein Leben durch mich zu erleben und mich nicht durch irgendwelche "Hirngespinste" (sorry dafür, ist mir nur gerade das perfekteste Wort dafür) von meinem Selbst weg zu bewegen. Ich will in mir ruhen, mich selber spüren, bei mir sein und nicht dauernd in Gedanken woanders sein und bei Fragen wie: "Was wäre wenn?", "Wenn Hitler nicht gelebt hätte ....", "Wie ginge es mir, wenn ich nochmal dies oder jenes erlebe und erfahren darf?"

All das entfernt mich von meinem Selbst, deshalb sind mir solche Fragen recht wurscht. Ich will dich damit nicht angreifen, Ysos, höchstens vielleicht zum nachdenken anregen .... Vielleicht ja alleine schon dadurch, wenn du deine Gedanken ordnest bei dem Versuch, mir meine Fragen zu beantworten und mir deine Welt ein wenig zu erklären.

Ganz liebe Grüße, der trin


Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
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  Geschrieben: 23.04.18 12:35
hallo Trin

Es ist eine Art Hobby von mir solche Themen zu behandeln, dazu gehört: die Archäologie, Theologie, Mystik und überhaupt die gesamte Spiritualität. Seit meinen Experimenten mit Psychedelika haben sich meine Gedanken dazu intensiviert als hätte ich etwas gefunden nachdem ich schon immer gesucht habe. Es gibt auch Anhaltspunkte dafür, dass Psychedelika und Religionen im Zusammenhang stehen. Wenn man religiöse Überlieferungen mit den Augen eines Psychonauten betrachtet ergeben sich daraus ganz andere Erkenntnisse und Interpretationen.

Von dieser Thematik bin ich dermaßen begeistert, dass ich beinahe davon ausgehe es würde Jeden begeistern... und merke manchmal nicht, dass ich andere damit langweile, sorry dafür... vor allem zum Leidwesen meiner Frau die am meisten davon abbekommt....Mein Bedürfnis darüber zu sprechen geht so weit, dass ich mich seit einiger Zeit mit Zeugen Jehovas treffe. Dabei erzähle ich denen u. a., dass das was sie Jehova nennen eigentlich das reine Bewusstsein ist usw.

Erst gestern hat ein User mir geschrieben, dass das womit ich in Kontakt getreten bin, Archonen genannt werden. Es seien “dämonische Kreaturen/Kräfte“ die sich vom Glauben der Menschen ernähren. In der Psychiatrie gibt es unzählige Beispiele dafür. Es sind unhörbare Stimmen im Kopf, eines Menschen, die sehr destruktive und mörderische Absichten haben. Zunähst dachte ich es sei das reine Bewusstsein, erst im letzten Moment ist mir eingefallen, dass das reine Bewusstsein es nicht sein kann. Das mit Worten auf den Punkt bringen kann ich leider nicht, höchstens kann ich versuchen das zu umschreiben. Im Mittelalter würde vielleicht jemand dazu sagen er hätte eine Begegnung mit dem Teufel...

liebe Grüße


C.

 

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