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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Tilidin Entzug nach 14 Jahren!!!


Seite (Beiträge 1 bis 15 von 17) »

AutorBeitrag
» Thread-Erstellerin «
Abwesende Träumerin

dabei seit 2018
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.04.18 00:32
Hallo Zusammen,
ich bin seit 2003 an einer Myoarthropathie (Funktionsstörüng des Kausystem) erkrankt und nehme seit 14 Jahren Tilidin ein, welches ich damals von meinem Schmerztherapeuten erhalten habe. Da ich chronische Schmerzen habe, war ich immer ein Spezialfall für die Ärzte und habe auf Wunsch alles an Medikamenten bekommen.

Ich lebe seit 7 Jahren im Ausland und Tilidin gibt es hier nicht. Aufgrund dieser Problematik habe ich angefangen Tilidin zu entretadieren. Ich fliege 1-2 im Jahr nach Deutschland und lasse mir diese auf ein Privatrezept verschreiben. Meine Dosis betrug bis vor 4 Monaten jeden morgen 100 mg entretadiert.

Vor ca. 3-4 Jahren habe ich angefangen Nachts im Schlaf zu schwitzen mit einem unangenehmen innerlichen Kältegefühl, der sich auf meinen ganzen Tag verteilte. Die Schwitzerei hat im Laufe der Zeit sehr stark zugenommen und hinzu gekommen sind Schlafstörungen.

Ich muss mir im nachhinein gestehen, das ich niemals wahrhaben wollte, das diese Symtome auf Tilidin zurück zuführen sind, weil die Sucht einfach zu stark ist.

Seit 4 Monaten nehme morgens 50 mg entretadiert und kurz vorm schlafen nochmal die gleiche Dosis. Siehe da, ich schwitze nicht mehr Schlaf.
Erst habe ich mich natürlich sehr gefreut und dachte dass das gut gehen wird.
Nun ist mein Leben zur Qual geworden und leide unter folgenden Symtome:

Kälte (ununterbrochen)
Schwitzen (habe 24 Stunden nasse Füße und extreme Schweißausbrüche)
Bauchschmerzen
Durchfall
Depressionen
Übelkeit
Konzentration
Vergesslichkeit
Schlafstörungen (manche Nächte schlaf ich nur 3 Stunden)

Ich möchte, ich will und muss aufhören mit dem Tilidin, da ich im absoluten Tiefpunkt bin. Ich habe grosse Angst vor dem Entzug, da sich die Ärtze mit Tilidin nicht auskennen.

Trotz allem war ich letzte Woche erst bei einer Psychiaterin und anschließend in der Suchtklinik. Wir haben beschlossen, das ich erst versuche zu Hause zu entziehe und falls ich das nicht schaffe, das ich stationär entziehe. Folgende Medikamente habe ich erhalten:

Mirtazapin 15 mg (von der Psychiaterin zum schlafen)

Loperamid
Emedur mit dem Wirkstoff Trimetobenzamid HCI 200 mg gegen Übelkeit
Atarax 25 mg
Ketiapin 25 mg
Apranax Plus mit dem Wirkstoff 550 mg Naproksen Sodyum und 30 mg Kodein Fosfat

Gestern habe ich mir bei einer Physiotherapeutin Lyrica ( 25mg 56 Stück) verschreiben lassen. Es war eine schwere Geburt, da es hier nur bestimmte Ärzte gegen Fibromyalgie verschreiben dürfen.

Eine Freundin hat mir noch Alprazolam (1mg 10 Stück) vorbeigebracht.

Ich lese mich seit 4 Monaten im Netz durch und bin jetzt soweit zu entziehen, obwohl ich immer noch Angst habe, was mich in Zukunft erwartet. Ich weiß gar nicht mehr wie es ist normal zu sein. Heute ist mein erster Tag ohne Tilidin und ich habe nur Lyrica eingenommen.

Wie lange nehme ich am besten Medikamente? Ich wäre für jeden Tip sehr dankbar.

LG
Yasemin
 
Traumländer

dabei seit 2013
85 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.04.18 01:07
Nimm die Medikamente nicht länger als nötig.
Versuche sie nach einer Woche wegzulassen, und wenn Symptome auftauchen die ohne Medikamente nicht auszuhalten sind, dann frag welches Medikament für genau jenes Symptom hilfreich ist.
 
Moderatorin



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  Geschrieben: 21.04.18 03:28
Die Codeintabletten sind geeignet, um das Tilidin auszuschleichen. Wenn du die nimmst, bist du nach wie vor auf Opis, allerdings dann halt auf solchen, die die Ärzte kennen und Erfahrungen haben.
Codein ist von der Potenz her ein bisschen schwächer als das Tilidin. Wenn du ausschleichen möchtest, könntest du z.B. anfangen mit morgens und abends je 1,5 Tabletten und dann alle paar Tage bzw. wenn die Entzugssymptome erträglich sind, um eine halbe Tablette, also 15mg reduzieren. Wenn du nicht ausschleichen möchtest, solltest du das Codein weglassen.
 
Traumländer

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15 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.04.18 06:59
Das loperamid hilft extrem gut gegen den miesen Durchfall und das Bauchweh. Das Codein wie der Vorposter sagte, eignet sich zum ausschleichen, 30 mg ist auch echt nicht die Welt, wirken tun sie nicht lang.... evtl maximal.abends nehmen aber nur, wenn du es sonst nicht anders aushälst.
Solange du nachts schlafen kannst, ist dein Entzug warscheinlich nicht so intensiv wie er sein kann, das klingt als wäre er machbar, auch zuhase.
Das du die seit 14 Jahren nimmst ist das nächste Problem. Das verlängert den Entzug, spar daher am Lyrica, denn das hilft am besten und du hast da nicht viel von verscrieben bekommen. Wenn du nebenbei arbeiten MUSST würd ich es sehr langsam angehen und mich einfach damit anfreundem das die nächsten Monate nicht ganz so gut werden, ich hab das oft gemacht und das schafft man!
Wenn das volle spektrum der Emotionen zurück ist und einem beim Musik hören die Gänsehaut kommt.....
Du hast vieles auf das du dich freuen kannst, wenn du clean bist.
Lg
Besser klug geschissen als dumm geblieben
» Thread-Erstellerin «
Abwesende Träumerin

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  Geschrieben: 21.04.18 08:50
Guten Morgen an alle und danke für die raschen antworten.

Heute ist mein 2. Tag ohne Tilidin. Ich habe zwar wieder wenig geschlafen, aber nicht geschwitzt. Ich habe gestern auf den Tag verteilt 125 mg Lyrica eingenommen. Ich weiss nicht ob ich mir das einbilde, aber nach jeder Einnahme habe ich mich besser gefühlt, was vor allem die Kälte und Schweißausbrüche angeht. Normalerweise habe ich morgens Bauchweh und Durchfall, diese sind auch nicht da.

Das Codein soll ich für Rücken - und Knochenschmerzen einnehmen, je nach Bedarf. Ok, werde vorsichtig damit umgehen, weil ich keine Lust habe drauf hängenzubleiben.

Ich habe starke Kopfschmerzen und meine Nase läuft ab und zu.
 
Traumländer



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  Geschrieben: 21.04.18 09:46
zuletzt geändert: 21.04.18 11:52 durch abnormal (insgesamt 1 mal geändert)
Wenn du dich dafür entscheidest, Opis ganz wegzulassen, dann würde ich auch bei Bedarf erstmal kein Codein nehmen. Meiner Erfahrung nach funktioniert zuerst herunterdosieren bei regelmäßiger Opioid-Einnahme oder, sie eben ganz wegzulassen. Nur 1x alle 1-2 Tage nehmen resultiert bei mir wieder in Dauereinnahme. Benzos helfen mir sehr, die Entzugssymptome und Unwohlsein zu überstehen und nach ein paar Tagen kann ich die Benzos dann ganz weglassen. Ich würde die Benzos/das Lyrica erst nehmen, wenn ich die Opis ganz weglasse. Beides zu mischen, ist, meiner Meinung nach, nicht sinnvoll.

Wie sieht dein weiterer Weg bezüglich der Symptombehandlung der Fibromyalgie aus?
Töricht ist, wer behauptet, der psychedelische Weg sei frei von Risiko.
Kurzsichtig ist, wer glaubt, das Risiko lohne sich nicht.
Traumländer

dabei seit 2010
15 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.04.18 13:15
@ abnormal:
Ich gebe deinem post zu 100% recht, das mit dieser neuen dauereinnahme kann echt passieren.
Bei mir half es aber beim Entzug von niederpotenten durchaus alle 2-3 Tage eben genau 30 mg codein zu nehmen und zwar abends. Klar es verlängert den Entzug, das muss maßn sich bewusst sein,ß ich fand aber das es für mich besser ist mal ne nacht durchzuschlafen. Yasemim war 14 Jahre dabei, das wird nich schon in 14 tagen vorbei sein. Außerdem hat sie ein kombipräparat mit naproxen, bleibt man echt bei nur einer einzigen 30mg wird das kaum noch absetzsymptome hervorrufen

Es ist nicht die intensität die bei der kleinen tilidosis das Problem sein wird, es ist die Dauer.

Ich würde dir dringend raten mit dem lyrica sehr sparsam zu sein wenn der Zugang in deinem Land dazu erschwert ist. Denke etwas langfristig, nach dem Entzug kommt noch die sog. postakute Phase, dabei kann man oft auch schlecht schlafen und es kommt auch ab und zu so ein heiß/kalt flash aber eben vieel weniger intensiv. Spare deine medis, haushalte gut und nimm es im bestfall alles abends ein, das du auch erholsam schläfst, ein bisschen Erholung ist echt essenziell. Lyrica macht fast ALLE Entzugssympthome weg, ist normal.
Nimm das loperamid,das macht im geringen Ausmaß körperliche entzugssympthome weg, da opioid rezeptoren im ganzen Körper verteilt sind, und das loperamid kann wenigstens diese belegen, das hilft echt spürbar. Alprazolam heb dir besser ganz zum Schluss auf, lyrica hilft in den schlimmen tagen besser, wenn die Symptome weniger werden hilft das alpra dann sicher genug um klar zu kommen.

Und versuch echt tagsüber so wenig wie möglich zu nehmen, abends hast du dann viel mehr ruhe und kannst kraft tanken

Du schaffst das 14 Jahre sind zwar lang, deine dosis war aber sehr niedrig. Ich kann mir nicht vorstellen das du es Zuhause nicht schaffst, wer die kraft hat nach über einer Dekade tilidin einfach einen cut zu machen und das aus freien Stücken tut, der hat auch die kraft das durchzustehen.

Eine Frage noch Yasemim: hab ich das richtig gelesen? Du hast sie fast ausschließlich medizinisch genutzt (bis auf entretardieren) und gar keinen spaßkonsum mit dosissteigerung betrieben, richtig? Hast du ein inneres verlangen nach tilidin und dem Gefühl das es verursacht oder geht es nur dem Körper schlecht?

Alles gute, meld dich
Besser klug geschissen als dumm geblieben
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
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  Geschrieben: 21.04.18 13:22
Wie war denn denn die Dosis in welche Zeitraum) Lyrika hilft, aber ich würde nichts starkes nehmen. Max. paar Tage Codi und abdosierenn. Odere was auch eine Option ist, ist ein niedrig dosiertes Buprepflster. Vielleicht ge 3--6 teilt. Hält lnage, kaum Craving auch dnach und du bist klar im Kopfö
 
» Thread-Erstellerin «
Abwesende Träumerin

dabei seit 2018
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.04.18 11:00
Heute ist mein 3. Tag und ich habe gestern 100 mg Lyrica (verteilt auf den ganzen Tag) eingenommen und abends zum schlafen eine Atarax.

@abnormal
Lyrica habe ich zwar für die Fibromyalgie verschrieben bekommen, habe aber keine. Ich habe eine Craniomandibuläre Dysfunktion des Kiefers. Eine Kaumuskulaturerkrankung, welche mir das Leben zur Hölle macht.

Obwohl ich seit gestern sehr starke Gesichtsschmerzen habe, habe ich keine Opis eingenommen. Ich werde vorsichtig mit dem Codein umgehen, da ich auch Angst habe vor der Dauereinnahme.

@Colour Haze
Ich habe das Tilidin wirklich nur medizinisch genutzt, aber es hat mir niemals meinen Schmerz genommen. Der Tag wurde ein bisschen erträglicher, habe an solchen Tagen immense Dosen eingenommen. Es blieb dann auch nicht nur bei Tilidin.
Ich habe ein sehr grosses inneres Verlangen nach Tili. Hab noch ca. 150 Tilis hier und es tut mir richtig leid, diese nicht mehr nehmen zu können. Mir ist erst nach 14 Jahren klar geworden, wie kaputt sie mich gemacht haben. Körperlich bin ich wie ein Wrack.

@Stillermitleser
Die Dosis war sehr unterschiedlich. Die Buprepflaster werde ich in der Suchtklinik ansprechen.

Könnt Ihr ein Schmerzmittel empfehlen, welches kein opi ist?

 
Traumländer



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Homepage ICQ MSN Skype
  Geschrieben: 22.04.18 11:48
Nichtopioide Schmerzmittel sind bei Dauereinnahme in der Regel halt extrem schädlich und werden wohl auch nicht wirklich helfen, wenn Opioide dir die Schmerzen nicht nehmen konnten.. Lyrica wird gegen gewisse Schmerzen angewandt. Im Prinzip sind die meisten Schmerzmittel bei Daueranwendung auf die eine oder andere Art problematisch, wobei Opioide irgendwie noch das kleinste Übel sind, da sie den Körper nicht schädigen. Was meinst du mit "körperlich bist du ein Wrack"?

Habe gelesen, dass Muskelrelaxanzien bei KMD verschrieben werden. Vermindern Benzodiazepine/Lyrica deine Schmerzen? Generell wäre wohl eine Behandlung der Ursachen bzw. eine nichtmedikamentöse Therapie zur Symptomreduktion am sinnvollsten und bei Bedarf ein Muskelrelaxans, sofern das deine Schmerzen reduziert.

Substanzempfehlungen sind hier nicht erlaubt. Wir sind keine Ärzte.
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Traumländer

dabei seit 2010
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  Geschrieben: 23.04.18 00:20
Ich kenne Katadolon (Flupirtin).
Ist soweit ich weiß das stärkste nichtopioide Schmerzmittel und bei mir sogar ein bisschen besser analgetisch als Tilidin. Ich weiß nicht ob es abhängig macht, ich weiß nur das es berauscht und echt starke Schmerzen wegmacht.
Hab ich das richtig im Kopf,hat das auch muskelrelaxierende Eigenschaften.

Du musst das aber logischerweise mit deinem Dock abklären ob die Behandlung sinnvoll bei deiner Krankheit ist. Und dich informieren ob es abhängig macht. Evtl ist es gut als Bedarfsmedi für krasse Schmerzen.
Soll keine Empfehlung darstellen im Sinne von “nimm das es hilft“ eher als Idee bei Interesse mit deinem behandelnden Arzt drüber zu reden.

Was dein inneres Verlangen nach Tili.angeht, ist das schon normal. Du wirst sehen, je länger du die nicht nimmst, desto weniger Verlangen hast du danach.
Das mit dem körperlich wie ein wrack sein verstehe ich als dieses Schwächegefühl und die extra Schmerzen vom Entzug .
Auch das wird vergehen du musst nur genug Geduld haben.

Was meintest du mit “es blieb nicht nur bei Tilidin“? Was hast du denn.dazu genommen?
Du schriebst auch von “immensen Dosen“ wie hoch ist das bei dir?

Lg und viel kraft wünsch ich dir
Besser klug geschissen als dumm geblieben
Traumländer

dabei seit 2014
960 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.04.18 01:51
katadolon ist seit kurzem vom markt genommen worden .
hab noch 4,5 pack gebunkert und war bestimmt 3-4 jahre abhängig davon .
hab es diese woche erstmals wieder geschafft kata nur 2x die woche zu nehmen .
kata ist wie geiles mdma , aber nur für ca ne stunde bei mir noch .... und kann auch bei dauergebrauch depris auslösen und da ich davon auch bestroffen bin, mußte die vernunft endlich siegen .

den rest gönn ich mir nun nur noch für bestimmte anlässe, aber ab diese woche ist nur noch max 1x angesagt und ab nä. woche dann NULL ...auch wenns
schwer fällt .sorry für ein wenig ot .
Das Leben ist eine Schlampe.
Also lerne es zu ficken !!!
Moderator



dabei seit 2012
2.267 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.04.18 12:07
Ein richtiges Schmerzmittel für dich zu finden ist tatsächlich ziemlich schwierig, abnormal hat schon ne Menge wichtiges auf den Punkt gebracht: Die wenigsten nichtopioiden Schmerzmitteln eignen sich für Dauertherapie (bspw. ist Flupirtin (Katadolon) massiv Leberschädlich, weswegen es auch vom Markt genommen wurde), und wie du ja auch schon selbst festgestellt hast sind Opioide nicht die beste Wahl für diese Art von Schmerz (wenn ich dich recht verstanden habe sind das neurologische/neuropathische, also "Nervenschmerzen", richtig? Da sind Opioide leider wie zB auch bei den ähnlichen Zahnschmerzen nicht besonders effektiv).

Für diese Art von Schmerz werden eigentlich hauptsächlich Sachen wie Lyrica verwendet - hast du davon mal eine leicht erhöhte Dosis probiert um zu sehen obs vielleicht dagegen hilft? Aber ich nehme an dir wäre schon aufgefallen wenn es merklich helfen würde...

Das einzige mir bekannte was wirklich enorm effektiv bei solchen Schmerzen ist sind Lokalanästhetika - also Sachen wie zB das Lidocain das man beim Zahnarzt in den Mundraum gespritzt bekommt; diese Mittel unterbrechen die Schmerzsignale die durch die Nerven ins Gehirn geschickt werden. Leider nur sind fast alle dieser Sachen ziemlich kurz wirksam (meist nur für 1-2 Stunden, selbst im Idealfall selten mehr als 6-8 Stunden) und auch die Applikation würde sich eventuell schwierig gestalten - ich weiß ja nicht genau was mit deinem Kiefer ist, welcher wie große Bereich betroffen ist etc.

Auf alle Fälle muss ich dir sagen das du in die Hände eines Spezialisten gehörst; mindestens ein Neurologe, idealerweise aber einer der sich auf Schmerzsymptomatik spezialisiert hat. Mir fällt grad nicht ein wie man die im Fachjargon nennt; aber wenn du deinen Hausarzt darauf ansprichst wird der schon wissen was du meinst, was du auch tun solltest damit dieser dir eine Überweisung zu dem Spezialisten ausfüllt.

In Sachen Opioidentzug kann ich dir auch einiges erzählen, aber da haben die anderen eigentlich schon das wesentliche gesagt. Die Lösung da ist ziemlich schlicht; letzten Endes ist nicht allzu wichtig ob du ausschleichst oder kalt entziehst, das einzige was zählt ist das du dann dabei bleibst.
Half the fun is learning!
Traumländer



dabei seit 2014
402 Forenbeiträge
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 23.04.18 12:45
Hast du das schon mal mit nem Arzt richtig durchgesprochen? Also nicht wie du am besten entziehst sondern ob überhaupt?
Weil so wie sich das anhört kannst du nicht ohne Schmerzmittel. Und wie bereits geschrieben wurde sind opioide einfach die körperlich unbedenklichsten.
Wenn opioide deinen Lebensstandard erhöhen gibt es keinen Grund damit aufzuhören.
Vielleicht gibts ja einen anderen Grund für deine Beschwerden? Denke nicht dass nach 14 Jahren dauerkonsum auf einmal sowas auftritt..

Und der Grund warum du entretardierst den verstehe ich nicht so ganz..
"Gott hat entweder nicht hingesehen oder es war ihm egal... Ab da wusste ich... Nicht Gott macht die Welt zu dem was sie ist... Wir tun das"
Traumländer

dabei seit 2010
15 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.04.18 13:04
Oh das mit katadolon wusste ich nicht, ein echter Jammer!

Besser klug geschissen als dumm geblieben

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