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LdT-Forum » Drogen » Pharmazeutika » Veränderung der Persönlichkeit durch Medikamente


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AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Traumländer



dabei seit 2012
356 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 14.05.18 06:02
zuletzt geändert: 14.05.18 10:49 durch Mr Konsum (insgesamt 1 mal geändert)
Ich frage mich ob ihr persönliche Erfahrungen damit habt? Da ich aktuell recht heftige Probleme beim Schlafen habe und bedarfsweise auf Trimipramin, Seroquel und Emesan zurückgreife. Ich bin mir bewusst das es leichtsinnig ist Antidepressiva und Neuroleptika zum Schlafen zu verwenden allerdings hab ich den Bedarf aktuell auch stark gesenkt. Ich freue mich auf eure Erfahrungen und persönliche Meinungen.

Mfg euer MrK
 
Neuer Träumer



dabei seit 2018
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 18.05.18 23:10
Ich habe Risperdal und Fluanxol genommen. Wirkt ja im Grunde genau wie Seroquel auf die Dopamin Rezeptoren.

Für mich ist bei einer regelmäßigen Einnahme dieser Medikamente das Leben nicht mehr lebenswert. Ich habe keine Lust irgendetwas zu machen, habe keine Gedanken im Kopf, kann nicht normal mit Menschen sprechen, bzw. weiß nicht was ich sagen soll, Gefühle sind abgestumpft, Antriebslosigkeit etc pp. Man fühlt sich wie eine Hülle, der die Lebensfreude entrissen wurde. Ist schwer in Worte zu fassen das Gefühl.

Du sagst ja, dass du Seroquel bedarfsmäßig als Schlafmedikament verwendest. Kann sein, dass du diese Wirkungen, wie ich sie empfinde nicht hast. Diese Wirkungen stellen sich bei mir nach etwa 1-2 Wochen täglicher Einnahme von NL ein. Übrigens kann ich dann teilweise noch schlechter einschlafen. Wenn das Medikament aus dem Körper raus ist und ich eine Risperdal nehme werde ich aber tatsächlich auch müde.

Also ich wäre vorsichtig damit, aufgrund meiner persönlicher Erfahrungen mit NL halte ich diese für schlimmer als jede Droge. Aber es soll ja Menschen geben, denen NL helfen.



 
Traumländer



dabei seit 2011
426 Forenbeiträge

  Geschrieben: 19.05.18 01:48
Hey Mr,

keine Angst, Deine Persönlichkeit wird sich durch die Einnahme von NL nicht dauerhaft verändern. Seroquel bzw. Quetiapin ist noch eines der "harmlosen" Pharm-Produkte, je nachdem, wie Deine Dosis aussieht. Stationär wollten sie bei mir immer weiter raufgehen, weil ich insbesondere über Schlafprobleme geklagt hatte, die aber mit 200 mg auch erledigt waren, da Du ab dieser Dosis so oder so nicht mehr wachbleiben kannst. Die schlaferzwingende Dosis ist imho bei 100 mg erreicht, bei mehr fühle ich mich eigentlich nur noch grausam und mußte mindestens 2 Tafeln Schokolade in mich reinstopfen, um schlafen zu können. Mehr als 200 mg mochte ich niemals mehr schlucken, da das Gefühl nach der Einnahme einfach grausam war. Langfristige Schäden durch den Konsum von Quetiapin würde ich aber nicht erwarten. Aber - allein, um Schlafstörungen zu behandeln - ist es möglicherweise der falsche Stoff. Hättest Du Bezugsquellen zu Weed?
I'm sure of my mental health
cause I'm always talking to myself
Endlos-Träumerin

dabei seit 2016
25 Forenbeiträge

  Geschrieben: 19.05.18 02:38
Hey Konsu,

Murmeltiersalbe hat das Thema ja schon angekratzt, bezieht sich deine Frage auf dauerhafte Persönlichkeitsveränderungen oder auf die reversiblen Veränderungen, die wieder verschwinden, sobald man das Zeug nicht mehr nimmt?

Ich hab das Zeug (Seroquel) über 3 Jahre lang mehr oder weniger durchgehend verschrieben bekommen und hatte jetzt nicht den Eindruck, dass ich hinterher ein anderer Mensch gewesen wäre als davor mal abgesehen von den natürlichen Veränderungsprozessen, die man zwischen seinem 15. und 18. Lebensjahr so durchmacht, aber das Alter hast du ja schon hinter dir. Lediglich mein Misstrauen gegenüber Ärzten bzw. dem psychiatrischen System allgemein wurde gesteigert, was aber an der generellen leichtfertigen Verschreibungspraxis von dem Zeug liegt und nicht an dem Medikament an sich wink . Ich bin halt einfach rückblickend der Meinung, dass es mir sehr viel von meiner Jugend genommen hat, denn wie Murmel schon sagte, alles ist dumpf und grau, wie im Nebel. Und immer dieser Kater in der früh, ich war eigentlich bis Mittag nie richtig wach und vermutlich fertiger, als wenn ich ohne Medikamente nur 3 oder 4 Stunden geschlafen hätte. Einfach nur grausam.
Jedenfalls ging alles eigentlich wieder weg, ich kann mich auch genausogut konzentrieren wie davor, also auf gut Deutsch, man wird zumindest nicht dumm davon. mrgreen

Ich finde, wenn man gelegentlich mal ein NL zum Schlafen nimmt ist das schon ok und wird keine bleibenden Schäden nach sich ziehen, aber die tägliche Einnahme halte ich persönlich für nicht sinnvoll, weil man die Dosis irgendwann so hochfahren muss, dass die Nebenwirkungen einfach zu krass werden. Das sind zumindest die Erfahrungen, die ich gemacht habe.

Murmeltiersalbe schrieb:
...die aber mit 200 mg auch erledigt waren, da Du ab dieser Dosis so oder so nicht mehr wachbleiben kannst.


Dem muss ich widersprechen - ich war am Ende bei 900mg am Tag, bin mit einer 300er zum Frühstück in den Tag gestartet. wink Ab einer gewissen Menge wirkt das Zeug soviel ich weiß primär nur mehr antipsychotisch und nicht schlafanstoßend (also wenn ich eine Psychose gehabt hätte, wäre ich sicher geheilt gewesen xD ).

Wie gesagt, ab einer gewissen Dosierung werden die Nebenwirkungen dann einfach so krass, dass es echt gesünder ist, man nimmt das Zeug nicht und schläft halt weniger oder sucht sich Alternativen.


 

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