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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Der beste Weg von Tramal zu entziehen


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  Geschrieben: 25.05.18 18:37
Thread gelöscht und Beiträge hierher kopiert:

stiften schrieb:
Hallo zusammen,

als langjähriges Member habe ich lange Zeit nur mitgelesen, brauche jetzt aber mal Euren Rat.

Es geht um Tramadol. Ich weiß, daß es einen Tramadol-Sammelthread gibt, jedoch ist mein "Fall" und die damit verbundene Fragestellung doch etwas individueller gelagert.

Zur Situation:
Habe mir vor ca. 10 Wochen nach einem Sturz die rechte Schulter luxiert und gebrochen. Im KH hatte ich stärkste Scherzen, trotz massiver Medikation:

- Targin 10 1-0-1 p.o.
- Dipidolor 2-2-2 i.v.
- Novalgin 500-500-500-500 als Tropfen p.o.
- Paracetamol 1000-1000-1000-1000 p.o.
- Oxazepam 10 b. Bed. p.o. (Schlafstörungen)
(selbst mit nem Bierchen und nem kleinen Schnaps dazu hats nix geholfen^^)

Wirklich n i c h t s hat gegen die Schmerzen geholfen.
Zu Hause habe ich Tramadol ret. 100-0-100 bekommen und voila: Schmerzen in Ruhe weg.
Nur durch die soziale Isolation und die fehlende Aufgabe wurde ich antriebslos und depressiv, da hat mich das Tramal mit der serotonergen und noradrenergen Wirkung etwas aufgefangen.
Da ich mit Krankengeld nicht existieren konnte, musste ich nach 6 Wochen wieder arbeiten gehen und hatte bei Belastung doch heftige Schmerzen (schwere körperliche Arbeit).
Also habe ich Tramadol auf 400mg kurz vor der Arbeit erhöht und kam gut klar.

Will aber ohne Tramal als Lebenshilfe klarkommen, eigenen Antrieb haben.

Nach 8 Wochen habe ich die Dosis halbiert, ohne große Probleme (bissl Antriebslosigkeit mit Pseudoephedrin gekontert, Schlafprobleme mit Ganja und Unruhe mit Diazepam 10).
Nun wollte ich Tramal ganz absetzen, das ging 2 Tage super, dann wurde ich affig wies im Lehrbuch steht:
- massive Antriebslosigkeit und Depression
- Durchfall und heftige Bauchkrämpfe
- innere Unruhe
- Schlafstörungen

Dazu kommt, daß ich wegen Herzrhythmusstörungen und hohem Blutdruck Betablocker nehme und die an sich Antriebslosigkeit begünstigen.
Habe mit Mirtazapin experimentiert, hats aber wegen Hangover-Sedierung und RLS noch schlimmer gemacht.

Habe jetzt wieder 200mg genommen und mir gehts gut. Hab zudem Clonazepam 2mg genommen, da ist Dir der Affe recht scheißegal - aber das ist keine Dauerlösung.

Das einzige, was zu helfen scheint, ist massenweise Loperamid und Benzos. Könnte meinen Antrieb etwas mit Pseudoephedrin pushen, bis der Affe weg wäre.

Wozu ratet ihr: Aprupt absetzen, Affen mit Selbstmedikation behandeln oder weiter vorsichtig abdosieren? (Habe nur 100mg Tbl. das wäre die kleinste Dosis).

Würde diese Woche noch tgl. 200mg nehmen, nächste Woche tgl. 100mg und dann ganz weglassen.
Und was tun nach dem letzten Schritt, also dem ganz weglassen und dem Entzug?
Wer hat noch ne Idee, wie ich den Affen so gering wie möglich halte?

Wie lange dauert der Entzug?

Hoffe auf paar Ideen. Habe Zugang zu Benzos, Lyrica, eigentlich allem was es so gibt :)

Ich sage gleich: Klinik kommt nicht in Frage, da bekomm ich nen Lagerkoller und mit meinem Hausarzt kann ich schlecht drüber sprechen, bzw. möchte ich das nicht, weil ich beruflich sehr viel mit ihm zutun habe.
Also gut gemeinte Tipps wie stat. oder amb. Entgiftung oder "geh zum Doc" - darauf wäre ich selbst gekommen und hätte keinen Thread gestartet.

Wills selbst in Griff bekommen.

Erstmal Danke fürs Lesen.


Mr Moran schrieb:
Also von jetzt auf gleich Absetzen würde ich auf keinen Fall, dass kann unter Umständen mehr Schaden, als dass es dir nützt, ich hab zumindest die Erfahrung machen müssen, dass diese Schock Therapien Körper und Seele einfach viel zu sehr belasten und du dann im Endeffekt nur noch länger brauchst um dich zu erholen.

Beim runter dosieren gehst du am besten in einer Geschwindigkeit vor, wie es für dich am erträglichsten ist - je nach dem ob du Einsatzfähig sein musst im Alltag, Krank geschrieben bist oder ob du ein Limit an Tabletten hast.

Versuch einfach kontinuierlich die Dosis zu verringern ob du alle 2 Tage oder alle 2 Wochen die Dosis um wenige mg oder gleich um 50% verringerst, ist dir selbst überlassen. Du musst da einfach ein wenig rumprobieren, wie du am besten hin kommst.

Solltest du allerdings feststellen, dass dir dafür die Disziplin oder die Erfahrung fehlt, dann scheue dich nicht in ne stationäre Einrichtung zu gehen. Da erhälst du dann in aller Regel ein Rund-um-Sorglos-Paket, ist eigentlich die beste und bequemste Variante, weil du dich um nichts grossartiges kümmern musst. Oh, hab grad gelesen, dass des für dich nicht in Frage kommt...Naja überlegen kannst es dir ja immer noch, falls du alleine nicht zurecht kommst...und gegen den Lagerkoller gibts Medikamente dort...die helfen ;)

Naja, ansonsten würde ich dir raten auf Dosierungen von 50 mg oder niedriger am Tag runter zu gehen und dann erst abzusetzen. Mit Lyrika fährst du eigtl ganz gut, ist mit das beste was es gibt. An die Dosis, wie bei allem immer erst ran tasten und dann halt nach Bedarf einnehmen.

Was den Tramadol Entzug so ekelhaft macht, ist der SNRI Effekt den es hat. Es könnte also hilfreich sein, wenn du da mit einem entsprechenden AD gegen angehst, allerdings erst, wenn du merkst, dass es dir langsam wieder besser geht, ich denke, das könnte dir helfen, schneller wieder in deinen Alltag rein zu finden.

Loperamid hilft, schiebt den Entzug aber nur auf. Ich finde bei leichten Entzugserscheinungen hilft DXM zum einschlafen (niedrig dosiert) auch ein Wenig.

Statt dem Mirtazapin kannst du am besten Doxepin nehmen.

Aber wie schon gesagt, das Lyrika sollte eigtl schon ausreichend sein. Der akute Opioid Entzug sollte spätesten nach 7-14 Tagen vorbei sein, wegen dem SNRI Effekt wirds dir aber noch längere Zeit beschissen gehen.

Also noch mal kurz und knapp:

-den eigenen Rythmus zum abdosieren finden
-so weit wie möglich runter gehen mit der Dosis
- Für den akuten Entzug Lyrika, DXM, Doxepin und meinetwegen auch Benzos
-Danach ein SNRI ansetzen, langsam aufdosieren

Ich denke du wirst es schaffen, schön wirds sicherlich nicht, aber auf jeden fall machbar. Viel Glück.

Zu den Dosierungen beim Lyrika zB hab ich jetz nichts geschrieben, denke mal du kennst dich aus wie viel man davon einnimmt in etwa.


stiften schrieb:
Danke das hilft schon mal sehr weiter...
Ich versuchs mal mit wöchentlich halbieren...

Den akuten Entzug kann man sich ja irgendwie erträglicher machen, mir grauts vor allem vor der Zeit, bis die Neurotransmitter wieder im Gleichgewicht sind. Keine Ahnung wie lange sowas dann dauern kann...


Renegade schrieb:
Ich habe 4x Opiat/Opioid Entzüge gemacht.
ich war 1x Monat auf Tramadol, hatte es als Tropfen und Tabletten. Ich war extrem hochdosiert mit 800mg initialdosis..

Wenn ich in deiner Haut stecken würde, dann würde ich mit genug pregabalin, alprazolam und was dir sonst spaß macht besorgen.

Morgens nachdem aufstehen die perfekt angepasste dosis pregabalin so das der affe weg ist.
Das Alprazolam wird im Qoute erklärt wieso.

Qoute:

Alprazolam wird im Rahmen der Therapie von Depressionen bzw. als Behandlung von Begleit-Depressionen bei Angstzuständen verwendet. Es zeigt bei akuten oder Kurzzeitbehandlungen antidepressive Eigenschaften.

Unqoute

7-14 Tage dauert der Entzug ca, wenns dein erster ist ist er vll kürzer.
Naja danach sofort Pregabalin und Alprazolam absetzen wegen Abhängigkeit


stiften schrieb:
Thx wird mich mal auf die Suche nach Alpra begeben :)


Hexedeswestens schrieb:
@stiften
Die Betablocker kannst Du für den Entzug benutzen. Sie helfen gegen Symptome, die von zu viel Noradrenalin kommen wie Nervosität, dieses eklige gehetzte Feeling, Durchfall und Bauchschmerzen, Herzklopfen etc.
Dosier einfach etwas höher (musst es ausprobieren). Mir hat es jedenfalls geholfen, wenn ich die 2 bis 3fache Menge alle 5 Stunden eingenommen habe. Betablocker werden für den Alkoholentzug im Moment getestet. Zusammen mit Benzos fand ich den Opioid-Entzug weniger schlimm als ohne.


stiften schrieb:
Hexedeswestens schrieb:
@stiften
Die Betablocker kannst Du für den Entzug benutzen. Sie helfen gegen Symptome, die von zu viel Noradrenalin kommen wie Nervosität, dieses eklige gehetzte Feeling, Durchfall und Bauchschmerzen, Herzklopfen etc.
Dosier einfach etwas höher (musst es ausprobieren).


Werde auch versuchen mit so wenig Medis wie möglich rumzumatschen. Wenn ich die Betablocker eh nehme, kann das ja was helfen.

Nur verstehe ich das alles sehr schlecht. Habe null Craving es ist rein körperlich (die SNRI-Problematik sehe ich jetzt mal als somatischen Effekt, da er medizinisch erklärbar ist.

Ich neige eigentlich nicht zu derartigen körperlichen Abhängigkeiten.
Habe vor Jahren täglich exzessiv Benzos in anstronomischen Dosierungen genommen und konnte die ohne irgendeinen Pups zu lassen oder ohne irgendwelches Verlangen aprupt absetzen. Und nach 2 Monaten bestimmungsgemäßem Gebrauch von Tramal mit niedrigetem Suchtpotential nach ner OP so nen Affen... Ich checks ehrlich nicht...

I focus on the pain
The only thing that's real
The needle tears a hole
The old familiar sting
Try to kill it all away
But I remember everything

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