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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Sammelthema: psychische Störungen


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AutorBeitrag
Traumländer



dabei seit 2008
1.364 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.05.18 15:07
Blechmatte schrieb:
Hallo Leute,

ich habe hier echt schon länger nicht mehr aktiv gepostet - mal abgesehen vom moderieren. Ich hab es im Moment so gar nicht leicht und nutze diesen Beitrag jetzt einfach mal als Möglichkeit, mir etwas von der Seele zu reden. Ich habe schon seit ich 18/19 Jahre Jahre alt bin Depressionen.



Hey, Blechmatte,

ich erkenne mich in vielem, das du schreibst, selbst.
Dass du mit Sport einen Ansatz gefunden hast, abschalten zu können, finde ich super. Vielleicht von Sprinten auf Schwimmen umsteigen? Das danken dann auch die Gelenke. Ansonsten kann ich gar nicht so viel sagen, außer dass es mir als Leidensgenossen öfters geholfen hat, eine Art Mini-Tagebuch zu führen, in dem ich stichwortartig vorm Zubettgehen noch alles notiere, an das ich mich vom Tag erinnern kann, das irgendwie positiv war. Alles andere lasse ich da weg, denn die negativen Dinge sind eh viel zu präsent und überlagern oft das Gute, an das ich mich schon am gleichen Abend ganz bewusst erinnern muss, damit es mir überhaupt noch einfällt... Das ist mein kleines Seelentraining. Neben dem Körperlichen auch ganz gut.
Gute Genesung von der aktuellen Episode!
 
Endlos-Träumerin

dabei seit 2016
25 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.05.18 18:56
mettwurstjesus schrieb:
Also ich hab ein nettes Mädel kennen gelernt Online, und wir verstehen uns eigentlich super aber jetzt hatten wir sozusagen unseren ersten realtalk. Auf jeden Fall leidet sie am Borderline Syndrom und/oder anderen psychischen Leiden. Sehnt sich wohl nach etwas wirklich festem und nach etwas das ihr Stabilität bringt. Hab bisschen über das Thema gelesen, und soll wohl typisch für borderliner sein. Jetzt bin ich einfach mega verunsichert, ich habe keinen Plan wie es ist mit solchen Menschen umzugehen.. [...]
. Hat einer vielleicht paar Erfahrungen damit?


Hey,
ich muss Nuke in der Hinsicht zustimmen, dass es bestimmt nicht einfach wird. Wie kompliziert es wird, hängt meiner Meinung nach auch von der Ausprägung der unterschiedlichen Symptome ab, die nicht bei jedem Menschen gleich ist.
Wenn du wirklich am Überlegen bist, sie näher kennen zu lernen (im Sinne von vielleicht irgendwann eine Beziehung mit ihr führen) will ich dir mal einen wichtigen Punkt mit auf den Weg geben: Abgrenzen, so schwer das in manchen Momenten auch sein mag. Sie ist erwachsen, sie ist verantwortlich für sich selbst, eine psychische Erkrankung darf nie als Ausrede oder Rechtfertigung dafür benutzt werden, jemand anderen zu verletzen. Solche Menschen können einem unglaublich viel geben, aber auch unglaublich viel nehmen.

Außerdem denke ich: Die Form von Stabilität, die sie sucht, kannst du ihr nicht geben, denn die muss aus ihr selbst heraus kommen. Sie projiziert sie zwar vielleicht unbewusst auf dich, in der Hoffnung das zu finden, was sie sich selbst nicht geben kann. Das wirst du ihr aber wie gesagt nie geben können, weil Stabilität von außen etwas ganz Anderes ist als Stabilität von innen (im Gegenteil, Stabilität von außen kann dann eher noch mehr Chaos verursachen).

Ich will hier jetzt keinen Roman über das Thema schreiben, ich glaube ganz viel steht und fällt einfach damit, wie bewusst sie sich selbst ihrer Verhaltensweisen und Probleme ist. Einen ICD-10 Code auf einem Blatt Papier stehen zu haben ist eine Sache, sich selbst zu verstehen und sich seiner Verhaltensweisen und deren Auswirkungen bewusst zu sein eine andere. Wenn letzteres der Fall ist, kann der Kontakt mit so einem Menschen sehr intensiv und bereichernd sein.

Soweit mal mein Senf zum Thema ;-)

 
Endlos-Träumerin



dabei seit 2016
264 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 25.05.18 19:07
Hi mettwurstjesus,
Ich kann dir jetzt nicht direkt Tipps geben aber vll doch ein bisschen was dazu sagen.
Ich hab einen guten Kumpel, der an Borderline leidet. Ich selbst bin (wahrscheinlich) auch Borderlinerin.
Ich würde mich nicht direkt von ihrer Diagnose verjagen lassen. Wenn du sie wirklich gern hast und der Beziehung Zeit gibst, dann wird das vll auch was.
Ist sie denn in Therapie oder war es zumindest? Das du dann nicht als Therapeut "missbrauchst" wirst. Das ist glaub ich schon wichtig.
Ich denke du musst nicht direkt stabil sein um ihr Stabilität zu geben. Wenn du ihr das Gefühl geben kannst, dass sie dir vertrauen kann und du, wie Nuke schon sagte, nicht alle ihre Ausbrüche und Verhaltensweisen auf dich beziehst, ensteht vll auch so eine stabile Beziehung.

limalpha schrieb:
Außerdem denke ich: Die Form von Stabilität, die sie sucht, kannst du ihr nicht geben, denn die muss aus ihr selbst heraus kommen. Sie projiziert sie zwar vielleicht unbewusst auf dich, in der Hoffnung das zu finden, was sie sich selbst nicht geben kann. Das wirst du ihr aber wie gesagt nie geben können, weil Stabilität von außen etwas ganz Anderes ist als Stabilität von innen (im Gegenteil, Stabilität von außen kann dann eher noch mehr Chaos verursachen).

Word. Sehr schön ausgedrückt, musste direkt an mich denken und wie ich am Anfang von meinem Freund erwartet hab, dass er mir bei meinen psychischen Problemen helfen kann und dann wütend wurde, als es nicht so war. xD

Erzähl ihr doch einfach mal bei Gelegenheit von deinen Sorgen und evtl auch von den Drogen.
Mit den Drogen hast du nämlich Recht, da solltest du sie nicht bewusst in iwas reinziehen, das könnte ihr wirklich schaden.
Borderliner haben ja eher das Problem, dass ihre Beziehungen nicht lange halten oder zu Intensiv sind, da klingt der Wunsch nach Stabilität etwas zwiespältig.
Aber ich denke wenn du weißt auf was du dich einlässt und auch bereit bist die Beziehung abzubrechen, wenn es euch beiden nur schadet, versuch es doch einfach.
Menschen sind ja unterschiedlich und keine Diagnosen. ;)

"Bist du das auf dem Foto?"
"Das?! Nein, das ist die alte Sophie. Aber macht nix, ich kenn die neue Sophie auch noch nicht so lang."
--------------------------------------------
Drogen nehmen?
Ich nenne das Bewusstseinserweiterung.
Traumländer



dabei seit 2014
243 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.05.18 19:37
hi jesus...

ich für meinen teil würd mal ganz langsam im ersten gang mit ihr starten...konversationen, kleine unternehmungen, sich austauschen...eher mal auf der freundschaftlichen seite bleiben, aber alles auch wirklich so kommunizieren...
"ich bin der meinung, wir sollten das ganze mal langsam aufbauen..." "wir sollten einander erst mal besser kennenlernen, bevor wir uns entschließen, zu vertrauen und etwas auf den schultern des anderen aufzubauen..." "ich möchte, daß du mein lebensumfeld, drogenkonsum, usw. kennenlernst und dann langsam schauen kannst, ob du damit zurechtkommst" und solche ansagen...

wie schon limalpha meinte, kann es mit borderlinern extrem schnell extrem eng werden und der druck is dann einfach für beide viel zu groß...viele lassen dann los und die borderliner sitzen erst recht wieder alleine da, sind enttäuscht und bauen umso mehr druck auf den nächsten prinzen oder die prinzessin auf, die sie stützen und tragen sollen...

hundertprozentige ehrlichkeit und offenheit, sowie glasklare kommunikation sind hier gefragt...für ein schnelles techtelmechtel völlig ungeeignet...du mußt entscheiden, was du in ihr siehst...vielleicht führst du mal aus wie es für dich bis jetzt gelaufen ist und was du für eine perspektive auf sie hast...

love, peace & unity
phoenixdrache
 
Traumländer



dabei seit 2014
372 Forenbeiträge
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 27.05.18 21:55
Hey, vielen dank für die vielen und vor allem ausführlichen Antworten. Bedeutet mir bei dem Thema echt viel. Naja ich werd auf jeden Fall langsam rangehen. Hab ihr auch gesagt, dass Ich vielleicht nicht der beste Typ für sie bin, vor allem wegen den Drogen. Mal schauen wie es weitergeht. Falls sich irgendwas ereignet was es wert wäre hier erwähnt zu werden, dann mach ich ein Update.

Danke nochmal

mfg

"Gott hat entweder nicht hingesehen oder es war ihm egal... Ab da wusste ich... Nicht Gott macht die Welt zu dem was sie ist... Wir tun das"

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