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LdT-Forum » Drogen & Gesellschaft » Der Weg (Selbstfindung & Glaube) » Der "Erkenntnis-des-Tages" Thread


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Traumländer



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  Geschrieben: 23.05.18 19:10
Sophies SehnSucht schrieb:
...Danke für diese warmen Worte. :)


Gern geschehen. :-)

Neopunk schrieb:
Nutztierhaltung funktioniert nicht ohne Ausbeutung und Tierquälerei, denn das Nutzen von anderen Lebewesen ist zwangsläufig immer eine Ausbeutung, wenn die Lebewesen sonst eigentlich etwas völlig anderes tun würden.


Ausbeutung kann man vielleicht noch zustimmen (aber auch nicht zwangsläufig - Freilandlandhaltung mit täglich garantiertem Futter und einem warmen Stall im Winter mit wirklich schmerzfreiem Tod usw. sehe ich nicht als Ausbeutung, eher als Handel), aber Tierquälerei? Nein, das ergibt sich nicht logischerweise aus der Haltung und Nutzung von Tieren (außer Haltung/Nutzung ergibt bei dir automatisch Quälerei - was ich aber für eine nicht haltbare Prämisse halte). Tjaaaa, und was würden die meisten "Nutz"tiere denn machen wenn wir sie nicht benötigen würden? Nichtexistieren oder qualvoll krepieren. Wenn Veganer von heute auf morgen, sagen wir mal in DE, alle Nutztiere aus ihrem quälenden Umständen befreien würden, dann hätten diese Leute mehr Tierblut an den Händen als ich persönlich für verträglich für ein Gewissen ansehen würde. Denn glaubst du im Ernst, dass mehr als 1-2 % der Nutztiere den ersten Winter überleben würden?

Neopunk schrieb:
Man kann an Veganismus und deren Vertretern gewisse Dinge kritisieren, doch es ist in meinen Augen DIE Möglichkeit, etwas in dieser Scheißwelt zu verändern.


Wirklich? Man kann an denen was kritisieren?^^ Veganer kritisieren nur die Bedingungen von Tieren mit süßen, großen Augen. Alle anderen Lebewesen sind Veganern genauso scheißegal wie dem Rest der Bevölkerung, wenn nicht sogar noch mehr. Aber hey, sei du die Veränderung die du sehen möchtest. Dummerweise müsste man sich als Veganer aber aus der Zivilisation verabschieden wäre man konsequent, denn Tierbestandteile sind heute überall drin: Schweinebestandteile in Zugbremsen, Kosmetik, Zigaretten, Medikamenten, Häusern, Kraftwerken, Autos, Computer, Klamotten, Flugzeugen usw usf. Wenn man dann allerdings die Chuzpe hat und anderen eine Predigt hält um wie viel man doch der bessere Mensch sei, weil man auf ein paar ausgewählte Produkte verzichtet die tierische Bestandteile beinhalten, den Rest aber ohne mit der Wimper zu zucken weiter benutzt muss man sich auch den Vorwurf des Doppelstandards gefallen lassen. Oder sich Heuchler nennen lassen (damit meine ich jetzt explizit nicht dich, du hast mir [noch] keine Predigt gehalten...).

Neopunk schrieb:
Wenn niemand mehr tierische Produkte konsumieren würde, bräuchte man nur ein Viertel der aktuell genutzen Ackerfläche, um die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren. Die Hälfte der Treibhausemissionen geht auf Nutztierhaltung zurück, die Globale Erwärmung würde somit also auch drastisch reduziert.


Wie oben dargelegt bleibt dann aber auch nur noch ein Viertel der Zivilisation übrig. ;-)
Und außerdem sind wir dann wieder am Punkt angelangt: zwingen wir die nicht Erleuchteten zu ihrem Glück? Oder stellen wir sie einfach an die Wand auf dem Weg in die Utopie?

Wenn sich Veganismus auf organische (ha ha ha) Weise durchsetzt, über einen längeren Zeitraum: hey, kein Problem. Dann gibt es sicherlich auch Fleischersatz der nicht Soylent Green oder so heißt, sondern z.B. aus Stammzellen gezüchtete Muskeln... Aber mit Zwang? Wird nicht funktionieren. Und da sind die Irren, die jeglichem Tier mit Knopfaugen mehr Privilegien zugestehen würden als einem anderen Menschen noch nicht einmal mit berücksichtigt.


ckomi schrieb:
Sklaven waren früher auch was alltägliches, in hundert Jahren, wenn der Trend so weiter geht, passiert dasselbe mit Nutztierhaltung.


Also sind Sklaven für dich wie Tiere? Ganz schön rassistisch... ;-)
Deal with it!
Traumländerin



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  Geschrieben: 23.05.18 19:35
trinity schrieb:
Sex ist wohl wirklich wie eine gute Droge?!?!?


Sex mit dem richtigen Partner ist die beste aller Drogen, komplett ohne schädliche Nebenwirkungen - und selbstverständlich spielt die jeweilige Verteilung der Geschlechter keine Rolle. Warum auch?


Erkenntnis: Ich freue mich auf mein nächstes Mal verliebt


Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück; es kommt nicht darauf an, wie lange es ist, sondern wie bunt. Lucius Annaeus Seneca
Traumländer



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  Geschrieben: 23.05.18 20:54
Hunk, worauf du dich beziehst, ist eine Interpretation einer Variante von Veganismus, die selbst bei Veganern oft unbeliebt ist.
Die Methode dieser Leute ist durchaus zu kritisieren, die Ideologie ist aber keine unrealistische, noch unmoralisch. Deine Sicht auf den Veganismus ist so Einseitig, wie ein Kampfveganer im Steakhaus, dabei sprichst doch gerade du dich oft für differenziertere Betrachtungen als "Schwarz-Weiß-Denken" aus.

Peta killt übrigens auch einen großteil der geretteten Tiere, teilweise ausversehen, teilweise, weil sie nach der Rettung nicht wissen, wohin damit. Darum geht es aber nicht, denn wenn von jetzt auf gleich alle Tiere befreit würden, so wäre dass wahrscheinlich mit einem kurzfristigen Massensterben verbunden Dazu 2 Punkte:
Ist es langfristig besser, wenn Tiere gar nicht erst in die Existenz gebracht werden, welche nur aus Gefangenschaft, Ausbeutung und Qual besteht. Dann hast du 1x 100.000.000 Tote, statt jedes Jahr exponentiell steigende Zahlen. Dagegen ist das Umbringen von allen gleichzeitig fast noch human. Auch können von mir aus alle Tierrassen kastriert/getötet werden, welche nur Leid für das Tier bedeuten, wie Möpse oder Munchkinkatzen. Oder vertrittst du die Meinung, jedes Leben ist Lebenswert, egal wie grauenvoll? Dann ist so ein Nutztierleben natürlich ein guter Deal, statt Nicht-Existenz gibts halt kostenlose Krankenversorgung, Essen und Vergewaltigungen. Sexsklave müsste man sein...

Zusammengefasst: Langfristig verringerst du das Tierleid, wenn du mit einem Schlag alle Nutztiere killst + das momentane Nutztierleben ist kein Leben, es ist ein sterben, da ist ein schneller Tod in Freiheit vlt. noch erbarmen.

Warum sollte der Mensch aber Errungenschaften zurückweisen, die auf ethisch falschem Weg gewonnen worden sind? Nur weil ein (theoret.) Mengele das Gegenmittel gegen die Pest mit unfreiwilligen Testpersonen gefunden hat, ändert dass nichts an den Tatsachen der Welt, also am Gegenmittel. Nur weil ich christliche Moralbegründung ablehne, kann ich dennoch christliche Moral begrüßen. Weil du Fleischesser bist, musst du alles und jeden zum eigenen Vorteil nutzen und auf die Umwelt scheißen? Schwachsinn! Man verwirrft ja keine Tatsachen in der Welt und entdeckt sie neu, nur weil sie von einem Arschloch entdeckt worden sind. Doppelstandart wäre es, wenn Veganer aktuelle, grauenvolle Tierversuche unterstützen würden und sich nicht über alternativen Informieren, sofern diese denn erschwinglich sind.

Mit Zwang fragst du...Müssen wir den Menschen zu seinem eigenen Überleben zwingen? Wahrscheinlich schon, sonst stirbt die Menschheit aus, bevor sie versteht, dass sie sich selbst zugrunde richtet. Ich hoffe auch auf den selbstdenkenden, selbstmündigen Bürger, der von alleine versteht, dass dieser massive (Fleisch)Konsum sein Untergang sein wird. Aber selbst Zarathustra hat aus der Menge nur Spott gehört und ist am Ende wieder in seine Höhle gekrochen, kaum jemand war bereit für den Übermenschen, keiner wollte ihn. So wird die Menschheit Untergehen, bevor sie sich retten kann.

Veganismus setzt übrigens genau da an: Selbstbestimmtes Handeln und Denken, Müdigkeit, die durch Verständnis dafür sorgt, dass viele aktuelle Probleme angegangen und beseitigt werden können. Gerade was Umwelt und Ressourcenverteilung/Nahrungsmittelknappheit der Menschheit angeht, kann vieles durch den einzelnen Bewegt werden, denn Essen müssen wir alle, aber was, dass können wir noch selbst entscheiden und die Konzerne müssen nachziehen.
Guten Schlaf suchte man sich und mohnblumige Tugenden dazu!
Allen diesen gelobten Weisen der Lehrstühle war Weisheit der Schlaf ohne Träume: sie kannten keinen bessern Sinn des Lebens.
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  Geschrieben: 23.05.18 22:16
Meine heutige Erkenntnis: Nach anderthalb Stunden Schlaf und elf Stunden Coding fühle ich mich besser als nach acht Stunden Schlaf und sechs Stunden Coding. Das hängt wohl damit zusammen, dass ich heute ordentliches was geschafft habe.


Wenn es genial ist, ist es typisch.
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Jede weitere Lebensweisheit 10€
Traumländer



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  Geschrieben: 25.05.18 19:07
Hunk schrieb:
Also sind Sklaven für dich wie Tiere? Ganz schön rassistisch... ;-)


Das hast du gesagt digga ^^
Ich finde nur die Haltungsbedingungen ziemlich ähnlich verachtend.
smile and the world is smiling with ya

Traumländer



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  Geschrieben: 25.05.18 21:23
zuletzt geändert: 25.05.18 22:34 durch Neopunk (insgesamt 1 mal geändert)
20fox schrieb:
Hunk, worauf du dich beziehst, ist eine Interpretation einer Variante von Veganismus, die selbst bei Veganern oft unbeliebt ist.
Die Methode dieser Leute ist durchaus zu kritisieren, die Ideologie ist aber keine unrealistische, noch unmoralisch. Deine Sicht auf den Veganismus ist so Einseitig, wie ein Kampfveganer im Steakhaus, dabei sprichst doch gerade du dich oft für differenziertere Betrachtungen als "Schwarz-Weiß-Denken" aus.


Mag schon sein, dass die Ideologie an sich und in sich geschlossen ist und auf dem Papier wie eine gute Idee klingt. Das ist Kommunismus auch. Nur, die Probleme fangen dann an wenn man es in die Realität umsetzen will. Aber was laber' ich da an die Wand, geschätzte 100 Millionen Tote reichen nicht aus um die Leute darauf hinzuweisen, dass es wohl an der Umsetzung hapert und damit die Ideologie zwar schön in sich geschlossen bleibt aber nicht mit der Realität zu vereinbaren ist. Bleibt dann wohl nur die Frage wie viele Millionen oder gar Milliarden Tote es beim Umsetzen vom Veganismus braucht (Menschen & Tiere) bis man endlich anerkennt, dass es nun mal Ideen gibt die nicht in der Realität funktionieren auch wenn sie auf dem Papier noch so schön klingen.

20fox schrieb:
Peta killt übrigens auch einen großteil der geretteten Tiere, teilweise ausversehen, teilweise, weil sie nach der Rettung nicht wissen, wohin damit. Darum geht es aber nicht, denn wenn von jetzt auf gleich alle Tiere befreit würden, so wäre dass wahrscheinlich mit einem kurzfristigen Massensterben verbunden...


Peta halte ich auch nicht für DIE moralische Instanz. Wenn Peta nachts mit dem Auto Hühner-Retten fährt und auf dem Weg ca 100 Insekten an der Windschutzscheibe plattmacht um danach zu vermelden dass man doch ein paar Hühner aus dem KZ befreit hat und total stolz auf sich ist, weil man "für die gekämpft hat, die keine eigene Stimme haben" dann kann man nur mit dem Kopf schütteln, dass denen überhaupt noch jemand Beachtung schenkt.

Und nicht wahrscheinlich, sondern garantiert. Aber warten wir mal auf deine zwei Punkte dazu...

20fox schrieb:
...
Ist es langfristig besser, wenn Tiere gar nicht erst in die Existenz gebracht werden, welche nur aus Gefangenschaft, Ausbeutung und Qual besteht.


Diese Prämisse habe ich bereits angesprochen und als nicht haltbar bezeichnet. Dass du sie stur wiederholst wundert micht. Zumindest in Deutschland haben wir Gesetze die mindestens Qual verbieten, zusätzlich kannst du nicht einmal zweifelsfrei beweisen, dass die Tiere überhaupt wissen dass sie in Gefangenschaft leben oder ausgebeutet werden. Daher wie gesagt: unhaltbare Prämisse, wahrscheinlich gespeist aus Emotionen für die Tiere und Petas Aussage ihre Filmchen gelten für jedes letzte Tier in DE. Gilt dann übrigens das Besitzen von Haustieren als Freiheitsberaubung? Wollen wir Tiere gesetzlich dem Menschen gleichstellen? Du implizierst das hiermit und etwas weiter unten.

20fox schrieb:
Dann hast du 1x 100.000.000 Tote, statt jedes Jahr exponentiell steigende Zahlen. Dagegen ist das Umbringen von allen gleichzeitig fast noch human. Auch können von mir aus alle Tierrassen kastriert/getötet werden, welche nur Leid für das Tier bedeuten, wie Möpse oder Munchkinkatzen. Oder vertrittst du die Meinung, jedes Leben ist Lebenswert, egal wie grauenvoll? Dann ist so ein Nutztierleben natürlich ein guter Deal, statt Nicht-Existenz gibts halt kostenlose Krankenversorgung, Essen und Vergewaltigungen. Sexsklave müsste man sein...


Es gab in DE im Jahr 2016 um die 220 Millionen Nutztiere, dazu noch einmal knapp 35 Millionen Haustiere. Bei den sogenannten Qual-Züchtungen bin ich geneigt dir zuzustimmen, aber die sind die absolute Ausnahme. Und ist jedes Leben lebenswert? Sicherlich nicht, aber wenn man von dieser Argumentationsschiene daherkommt, dann muss man sich fragen lassen warum das nicht auch für die hungernden Kinder in Afrika oder Menschen in Dauerkriegsgebieten usw. gilt. Wo ist hier für dich der Unterschied, gerade und vor allem dann wenn du zu implizieren scheinst, dass das künstliche Befruchten von Kühen und Schweinen eine "Vergewaltigung" sei, also ein Straftatbestand für Menschen, ganz nebenbei die Grenzen zwischen Mensch und Tier verwischend. Sollte der Straftatbestand auf Tiere ausgeweitet werden? Sollten Tiere den vollen Schutz des Grundgesetzes genießen? Und privilegierst du dann nicht einfach Tiere über Menschen wenn du Tiere dann nicht genauso bestrafst wenn sie Straftaten begehen? Oder sind's auf's Strafrecht bezogen dann doch wieder nur Tiere?

20fox schrieb:
Warum sollte der Mensch aber Errungenschaften zurückweisen, die auf ethisch falschem Weg gewonnen worden sind? Nur weil ein (theoret.) Mengele das Gegenmittel gegen die Pest mit unfreiwilligen Testpersonen gefunden hat, ändert dass nichts an den Tatsachen der Welt, also am Gegenmittel. Nur weil ich christliche Moralbegründung ablehne, kann ich dennoch christliche Moral begrüßen. Weil du Fleischesser bist, musst du alles und jeden zum eigenen Vorteil nutzen und auf die Umwelt scheißen? Schwachsinn! Man verwirrft ja keine Tatsachen in der Welt und entdeckt sie neu, nur weil sie von einem Arschloch entdeckt worden sind. Doppelstandart wäre es, wenn Veganer aktuelle, grauenvolle Tierversuche unterstützen würden und sich nicht über alternativen Informieren, sofern diese denn erschwinglich sind.


Dein Vergleich hinkt aber stark. Ich habe gesagt, dass mich nur der Veganer von einem hohen moralischen Ross anpredigen darf, der konsequent auf die Nutzung von Tieren und deren Bestandteile verzichtet. Es geht hierbei ja nicht um die einmalige Entdeckung von etwas auf Kosten von Tieren sondern um die wissentliche kontinuierliche Nutzung der meisten (nicht allen) zivilisatorischen Annehmlichkeiten die auf der Ausbeutung und Verarbeitung von Tieren und deren Bestandteilen beruhen. Ist halt dumm, dass überall Tiere drin sind - das macht tatsächliche Konsequenz richtig schwierig. Und ich als Fleischesser bin keineswegs gezwungen alles und jeden zu meinem eigenen Vorteil zu nutzen und auf die Umwelt zu scheißen. Ich bin aber moralisch auch nicht verpflichtet Veganer zu werden und mich an Bäume zu ketten um deren Fällung wegen Borkenkäfer-Befall zu verhindern. Ich habe in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, dass ich natürlich Verbesserungsbedarf sehe und über realistische Lösungsvorschläge dankbar wäre, wie wahrscheinlich der Großteil der Bevölkerung. Aber für dich scheint Veganismus als einzige Möglichkeit die Rettung zu versprechen, währenddessen du mir mein "Schwarz-Weiß-Denken" vorwirfst.

20fox schrieb:
Mit Zwang fragst du...Müssen wir den Menschen zu seinem eigenen Überleben zwingen? Wahrscheinlich schon, sonst stirbt die Menschheit aus, bevor sie versteht, dass sie sich selbst zugrunde richtet.


Hm hm, da isser wieder, der moralisch hoch zu Ross sitzende Mitbürger der andere mit dem Segen seines Gewissens unaufhörlich peinigt weil er es am besten weiß. lol

20fox schrieb:
Ich hoffe auch auf den selbstdenkenden, selbstmündigen Bürger, der von alleine versteht, dass dieser massive (Fleisch)Konsum sein Untergang sein wird. Aber selbst Zarathustra hat aus der Menge nur Spott gehört und ist am Ende wieder in seine Höhle gekrochen, kaum jemand war bereit für den Übermenschen, keiner wollte ihn. So wird die Menschheit Untergehen, bevor sie sich retten kann.

Veganismus setzt übrigens genau da an: Selbstbestimmtes Handeln und Denken, Müdigkeit, die durch Verständnis dafür sorgt, dass viele aktuelle Probleme angegangen und beseitigt werden können. Gerade was Umwelt und Ressourcenverteilung/Nahrungsmittelknappheit der Menschheit angeht, kann vieles durch den einzelnen Bewegt werden, denn Essen müssen wir alle, aber was, dass können wir noch selbst entscheiden und die Konzerne müssen nachziehen.


Auch ein selbstdenkender, selbstmündiger Mensch ist aus keinerlei Gründen gezwungen Veganer zu werden. Selbst eine moralische Verpflichtung dazu lehne ich ab. Ich habe die Verpflichtung, dass das Fleisch das auf meinen Teller kommt nicht gelitten hat. Und wie gesagt "Gefangenschaft" und "Ausbeutung" zähle ich nicht unter Qual, zumindest nicht bei nicht selbstbewussten Lebewesen. Auch dass die Erde in hundert Jahren 'ne Wüste ist weil wir zuviel Fleisch fressen halte ich für eine gewagte These (aber wenn ihr alle so weit in die Zukunft sehen könnt, wie wär's mit den Lottozahlen für nächste Woche?), denn vor knapp hundert Jahren gab's auch noch keine Autos oder Flugzeuge, gaaaanz zu Schweigen von funktionierenden Computern oder GPS. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir technische Lösungen für die Probleme finden halte ich persönlich für höher als die Erfolgsaussichten Veganismus zur Rettung der Menschheit obligatorisch zu machen/gesetzlich vorzuschreiben.

Aber ich schrieb auch, dass wenn sich Veganismus organisch über einen längeren Zeitraum (ein kurzer geht nicht ohne Zwang - aber ich bin mir jetzt nicht mehr so sicher ob du nicht Zwang anwenden würdest, wenn du könntest. Immerhin rettest du ja die Menschheit!) durchsetzt, dann werde ich mich anpassen wenn ich dann noch lebe.

Weiterhin würde mich interessieren wie die Mitdiskutanten Veganismus denn tatsächlich einzuführen gedenken? Bisher habe ich nur gelesen, wie toll er ist und dass es die beste neue Sache ist seit geschnitten Brot, die Rettung des Planeten, der Tiere und der Menschen. Eine konkrete Vorstellung zur Umsetzung in die Realität - Fehlanzeige. Luftschlösser bauen kann jeder, tatsächlich drin wohnen niemand. Bin gespannt!



ckomi schrieb:
Ich finde nur die Haltungsbedingungen ziemlich ähnlich verachtend.


ALLE Haltungsbedingungen? Ist Tierhaltung an sich Freiheitsberaubung?
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Kommentar von Neopunk (Moderator), Zeit: 25.05.2018 22:34

Immer schön sachlich bleiben, Anfeindungen haben hier nichts zu suchen!
 
Traumländer



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  Geschrieben: 25.05.18 21:44
Man braucht da nix einführen an Veganismus, etc., Hunk! Man muss einfach nur leben was man sein und erleben möchte ....

Und jeder Mensch, der einigermaßen klar denken kann, sollte erkennen, dass es für unseren Planeten gesünder ist vegan oder vegetarisch oder wenig Fleisch essend unterwegs zu sein.

Ich muss mich da niemandem anschließen, ich lebe einfach das, was sich gut für mich anfühlt und was ich als intelligent und clever empfinde. Zwar ganz ohne Zwang und ab und an mal mit lockeren Zügeln, aber meist drauf bedacht, welche Auswirkungen mein (Fleisch-)Konsum auf meine Umwelt hat ....

Wenn nur jeder einzelne Mensch drauf verzichten würde, sich tgl. das Billigfleisch reinzuhauen und sich nur ein bis zwei Mal die Woche gutes und besonderes Bio-Fleisch zu gönnen, dann würde die Welt schon ganz anders aussehen ....
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Traumländer



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  Geschrieben: 25.05.18 21:59
Irgendwie, sollte man sich die Realität vor Augen führen. Klar, industrielle Tierzucht ist brutal und nicht zukunftsfähig. Qualzuchten sind ekelhaft.

Trotzdem kann daraus nicht folgen, dass man von nun an keine Nutztiere mehr halten kann. Dass der Mensch nicht ohne Pflazen leben kann ich Konsens. Irgendwas müssen wir essen und die "Brutalität" des Pflanzentötens auf uns nehmen, oder sterben.
Dass wir Natur brauchen ist auch kein Geheimnis. Intensive Landwirtschaft und Monokulturen zerstören die Landschaft, die Artenvielfalt schwindet und wir verlieren etwas, dass wir nichtmal kennen. Abgesehen von dem einfacheren Auftreten von z. B. Heuschreckenplagen, wenn es keine Vögel mehr gibt die die Insekten fressen.
Das ist jetzt eher abstrakt und man kann sagen, dass seien keine Nutztiere. Am Ende leben sie ja nur normal und wir brauchen es nur um zu Überleben.

Selbst die eingefleischtesten Veganer brauchen aber Tiere um ihre Utopie leben zu können. Bienen bestäuben Früchte, Kühe produzieren Mist zum Düngen, Maden bauen Leichen ab (die sonst anderweitig vergammeln würden) und Schafe sind ünersetzbar um Deiche zu bewirtschaften. Sie verfestigen den Boden, verscheuchen Maulwürfe und Wühlmäuse (durch Vibrationen) und nebenbei mähen sie das Gras. Der letzte Punkt ist dank Klimawandel umso wichtiger.
Und wenn man die Tiere ihr Leben lang genutzt hat und sie am Ende sterben, soll man sie dann Vergammeln lassen oder nachhaltig sein und das Fleisch mitessen? Was würde den Wert des Tieres am höchsten halten?
Das alles sind ganz reale Beispiele die uns innerhalb von wenigen Jahren das Überleben schwer machen würden, wenn sie denn Ausbleiben. Weiterhin lässt es ganz aus, ob eine rein pflanzliche Ernährung denn überhaupt funktioniert. Ich kenne viele Veganer, besonders solche mit viel Geld die es sich leisten können es "richtig" zu machen, aber keinen einzigen Fall der nach mehreren Jahren noch gesund aussieht. Irgendwie magern sie ab, verlieren Muskelmasse. Aber das ist nur anekdotische Evidenz und fundierte Ernährungsstudien sind praktisch nicht durchführbar.
He complained: "Tony left me with a pile of Hendrix LPs and some dope."

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Traumländer



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  Geschrieben: 26.05.18 09:50
zuletzt geändert: 26.05.18 10:59 durch abnormal (insgesamt 3 mal geändert)
Lustig schrieb:
Und wenn man die Tiere ihr Leben lang genutzt hat und sie am Ende sterben, soll man sie dann Vergammeln lassen oder nachhaltig sein und das Fleisch mitessen? Was würde den Wert des Tieres am höchsten halten?
Ich bin so frei un formuliere um: Soll man etwas essen, dass Menschen gar nich gut tut? Tierprodukte stehen im Zusammenhang mit er Entstehung von Krebs. Tierprodukte stören die Darmflora, was ebenfalls das Krankheitsrisiko erhöht. Oder eine daraus resultierene Frage: sollten wir unsere Mitmenschen essen, wenn sie sterben?

Ne, also wenn Tiere für Menschen gesund wären (wären wir Fleischesser), dann würde ich sagen: Soll jeder selbst entscheiden ob er natürlich gestorbene Tiere essen mag. Aktuell würe ich aber statt einer Antwort eher eine Gegenfrage vorschlagen: Achtet man das Leben, sei es jetzt von einem verstorbenen Schaf, seinen lebenden Mitmenschen oder Haustieren (ja, darf man denn überhaupt Haustiere halten?!), zukünftigen Menschen, etc. nicht am meisten, indem man, so gut es geht, auf sich selbst acht gibt un einen gesunden Lebensstil kultiviert, der für Generationen von Menschen funktionieren kann?

Ich weiß, du argumentierst aus der Sicht der Kultur, in der du aufgewachsen bist, aber keine Sorge, die toten Tiere verschwinden nicht, sondern ihre Bausteine stehen dem Kreislauf des Lebens weiter zur Verfügung, auch wenn Menschen sie nicht essen. Das ist dann die Aufgabe von Aasfressern und anderen Destruenten, diese zu zerlegen. Man könnte sagen, gewisse Lebewesen sind dafür gemacht, Tiere zu essen. Wir Menschen müssen diese Bürde nicht auf uns nehmen.

Hunk schrieb:
Eine konkrete Vorstellung zur Umsetzung in die Realität - Fehlanzeige. Luftschlösser bauen kann jeder, tatsächlich drin wohnen niemand. Bin gespannt!
Informationen. Tierische Produkte sind ungesund. Sie schaden der Umwelt.

Die große Frage: Wieso nicht auf eine Ernährung umsteigen, die gesünder für das Individuum und weniger schädlich für alle anderen Lebewesen ist? Die Antwort: Je länger man ein gewisses Verhalten ausführt (z.B. Fleisch essen), desto unangenehmer und schwieriger ist es, das Verhalten zu ändern. Vielleicht sterben wir, bevor wir die technischen Lösungen für unsere Probleme finden. Würden wir Menschen auf tierische Produkte verzichten, hätten wir wohl etwas länger Zeit, diese zu finden. Vielleicht sind wir aber sowieso dem Untergang geweiht, egal, welche Enscheidungen wir treffen. Ich kann sehr gut damit leben, dass meine Entscheidung, mich vegan zu ernähren, komplett sinnbefreit ist.
Töricht ist, wer behauptet, der psychedelische Weg sei frei von Risiko.
Kurzsichtig ist, wer glaubt, das Risiko lohne sich nicht.
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  Geschrieben: 26.05.18 10:27
Auf jeden Fall sollten wir unsere toten Mitmenschen essen! Man denke nur an die ganzen Kohlenhydrate und Fette, das wäre ja nun wirklich dumm es nicht zu tun, oder?

PS: nicht ganz ernst gemeint. Oder doch?


 
Traumländer



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  Geschrieben: 26.05.18 11:55
Hunk schrieb:
ALLE Haltungsbedingungen? Ist Tierhaltung an sich Freiheitsberaubung?


Jop.
Selbst das Haustier is in dem Sinne ein Nutztier, weil der Mensch seinen Spaß oder whatever daraus zieht, das Haustier an sich mag zwar glücklich aussehen, aber was hätte alles sein können in freier Wildbahn ?

Ja Domestizierung blablabla, kam aber auch alles erst durch den Menschen, natürliche Triebe abtöten um seinen eigenen Nutzen daraus zu gewinnen, find ich schon mehr wie makaber :D

e: Vorallem weil die meisten Vegetarier & Veganer alle selber Tierhalter sind und noch nie darüber nachgedacht haben das ihr Tier nur Glücklich ist weil es nix anderes (besseres) kennt, Platons Höhlengleichnis und so blabla

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  Geschrieben: 26.05.18 12:04
LEBEN verliebt ldt_rulez
Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück; es kommt nicht darauf an, wie lange es ist, sondern wie bunt. Lucius Annaeus Seneca
Traumländer



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  Geschrieben: 26.05.18 12:16
DeepPurples schrieb:
PS: nicht ganz ernst gemeint. Oder doch?
Alles, was ich sage, ist zu 100% kein Scheiß.
Töricht ist, wer behauptet, der psychedelische Weg sei frei von Risiko.
Kurzsichtig ist, wer glaubt, das Risiko lohne sich nicht.
Endlos-Träumer

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  Geschrieben: 26.05.18 13:51
zuletzt geändert: 26.05.18 14:27 durch DeepPurples (insgesamt 1 mal geändert)
Ich bin ein wenig skeptisch, dass Tierprodukte die Darmflora stören oder in Zusammenhang mit Krebs stehen. Bei allem Respekt, das würde ja bedeuten, dass die Evolutionstheorie versagt hat - und sich ein Verhalten über Jahrhunderte und -tausende etabliert hat, was schädlich ist. Um das kurz noch zu ergänzen: das heißt nicht, dass deine Aussage falsch sein muss - aber so richtig richtig schädlich kann Fleischessen nicht sein.
 
Traumländer



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  Geschrieben: 26.05.18 14:27
trinity schrieb:
Man braucht da nix einführen an Veganismus, etc., Hunk! Man muss einfach nur leben was man sein und erleben möchte ....
...
Wenn nur jeder einzelne Mensch drauf verzichten würde, sich tgl. das Billigfleisch reinzuhauen und sich nur ein bis zwei Mal die Woche gutes und besonderes Bio-Fleisch zu gönnen, dann würde die Welt schon ganz anders aussehen ....


Ich bin überzeugt davon, dass es mehr Menschen wie dich braucht. Für mich sieht es nämlich momentan so aus: es gibt hier zwei verschiedene Lager an Veganer/Fleischverzichter: die einen, so wie du, die auf eine natürliche Veränderung setzen und selbst Beispiel sind und andere nicht mit Moralpredigten vollseiern UND auf der anderen Seite die selbsternannten Weltverbesserer die am liebsten Zwang anwenden würden. Es ist und bleibt nämlich ein Unterschied ob man selbst die Welt verbessern möchte durch gutes Vorbild-Sein oder ob man einfach Dissidenten nachts aus ihren Häusern holt und diese nie wieder jemand sieht.

Und bezüglich Billigfleisch habe ich geschrieben dass ich eine Verpflichtung habe, dass das Fleisch auf meinem Teller vorher nicht gequält wurde - deswegen esse ich Fleisch max. 2x in der Woche und kaufe sicherlich kein Aldi Hackfleisch.


abnormal schrieb:
... essen, dass Menschen gar nich gut tut? Tierprodukte stehen im Zusammenhang mit er Entstehung von Krebs. Tierprodukte stören die Darmflora, was ebenfalls das Krankheitsrisiko erhöht...
Die große Frage: Wieso nicht auf eine Ernährung umsteigen, die gesünder für das Individuum und weniger schädlich für alle anderen Lebewesen ist?...


Das sind Vermutungen deinerseits. Es ist nicht bewiesen, dass eine rein pflanzliche Ernährung gesünder wäre* - außerdem hat doch gerade erst der Fleischkonsum dem Menschen ermöglicht zu dem Punkt zu kommen darüber nachzudenken ob ein Leben ohne Fleisch nicht vlt besser wäre. Schau' dir die Natur doch an: Pflanzenfresser sind Opfer von intelligenteren Fleischfressern.

*Ganz abgesehen davon, dass konsequente Veganer nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel auskommen - was einem eigentlich schon alles sagen sollte was man wissen braucht bzgl. "buhuuu der Mensch war nie Fleischfresser, das hat einem nur DIE INDUSTRIE in den Kopf gesetzt" usw usf. Diese "Argumente" hat wohl jeder schon mal gelesen der sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat.


ckomi schrieb:
Selbst das Haustier is in dem Sinne ein Nutztier, weil der Mensch seinen Spaß oder whatever daraus zieht, das Haustier an sich mag zwar glücklich aussehen, aber was hätte alles sein können in freier Wildbahn ?


Seuchen, Parasitenbefall, Tod von mindestens der Hälfte des Nachwuchses jedes Jahr, verhungern, verdursten oder gefressen werden von jemand Größerem ohne Betäubung, sondern lebendig. Das ist die freie Wildbahn, da stirbt KEIN Tier glücklich an Altersschwäche - zumindest keine Pflanzenfresser.

Ganz abgesehen davon traue ich nicht selbstbewußten Tieren nicht zu Träume und Ambitionen wie Menschen zu haben (aka frei zu sein). Dein Argument ist leider ein absolutes Null-Argument, in meinen Augen. Aber ich garantiere dir: sobald meine zwei Katzen (die ich übrigens mehr liebe als ca 7,4 Milliarden Menschen) mir deutlich, wiederholt schreiben oder verständlich mündlich mitteilen sie wollen frei sein, dann lasse ich sie frei. Natürlich nicht ohne vorher auf die Gefahren hinzuweisen und ihnen zu versichern dass sie immer gerne zurück kommen können wenn sie denn möchten.


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