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LdT-Forum » Drogen » Pharmazeutika » Mirtazapin + Doxepin = gefährliche Wechselwirkungen?


Seite 1 (Beiträge 1 bis 6 von 6)

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Traumländer



dabei seit 2010
1.366 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.07.18 13:45
Hey allerseits!

Ich nehme nun seit mehreren Jahren spätabends 7,5mg Mirtazapin ein und zwar wegen meiner generalisierten Angststörung.
Leider habe ich seit Monaten häufig starke Schlafprobleme, wogegen mir das Medikament aufgrund der Toleranz ärgerlicherweise nicht mehr viel hilft, trotz parallem Konsum von Cannabis (ca. 0,3-0,5g/d) und Kratom (ca. 9g/d).

Die letzten Tage war die Insomnie wirklich extrem schlimm und paradoxerweise machte mich das Mirta zum Teil sogar wacher!

Auf jeden Fall habe ich Sonntagabend das letzte Mal Mirtazapin konsumiert, war allerdings die Nacht auf Montag erneut bzw. immern noch wach und schließlich beendete ich den Teufelskreis der Schlaflosigkeit heute Nacht mit meinen letzten 7,5mg Zopiclon.


Gestern Abend habe ich spontan den Entschluss gefasst, das Mirtazapin komplett abzusetzen, nur hatte ich es in Vergangenheit bereits versucht und hatte durch die "harmlosen Absetzerscheinungen" ebenfalls Wochen lang Schlafprobleme, die ich damals mit Zopiclon bekämpfte, welches ich jedoch nur mit Glück beim ärztlichen Notdienst bekam, denn die Ärzte verschrieben einfach nichts, was mir geholfen hätte, obwohl ich total am Ende war!

Falls ich heute nicht vernünftig schlafen kann, hätte ich z.B. noch Doxepin im Medizinschrank.

Nur hat Mirtazapin eine HWZ von 20-40 Stunden (!) und man soll erst nach 5 Tagen den "Steady-State" (Kumulationsgleichgewicht) erreichen, weswegen ich etwas vor Wechselwirkungen mit dem Doxepin Angst habe.

Der Drug Interactions Checker warnt zum Beispiel vor der Einnahme von Mirtazapin und Doxepin.


Wie beurteilt ihr den Sachverhalt?

Hier noch zwei Links zur Pharmakologie von Doxepin und Mirtazapin.




Heitere Grüße @ all.


The world is a wonderfully weird place!
Traumländer

dabei seit 2014
951 Forenbeiträge

  Geschrieben: 11.07.18 02:23
ich hab so ähnliche probleme und kann/könnte mir vorstellen, das einer der hauptgründe deiner schlaflosigkeit "auch" an deinen 9 g kratom liegen "kann " .

egal welche sorte ich nehm , ob rot , grün oder weiß = ich bin IMMER für die ca. nä. 6-8 std. wie so leicht auf sendung .ich nehm meine 3,5 -5 g kratömchen jetzt nur noch nach dem aufstehen oder zumindest spätestens ca. 8-10 std vor dem schlafen .

nimmst du die 9 g auf einmal oder auf 2 dosen verteilt zb. ?
während ich hier schreibe und weiß, dass ich spätestens um 6 schlafen will, überleg ich mir schon wieder aus unvernunft nochmals ein paar G zu gönnen, obwohl ich weiß, das ich wieder trotz meiner zolpi, wein und 20 mg amineurin
nicht schlafen kann .....letzte einnahme war vorhin punkt 20. uhr , weil ich letzte nacht kaum deshalb geschlafen habe und ich noch wach bleiben wollte .

berichte mal bitte , wenn du magst .

VG
Das Leben ist eine Schlampe.
Also lerne es zu ficken !!!
Ex-Träumer
  Geschrieben: 11.07.18 03:39
7,5mg Mirtazapin sind wenig und auf jeden Fall eine Steigerung wert. Rede mit deinem Arzt darüber, denn die maximale Dosis ist noch nicht erschöpft.
 
» Thread-Ersteller «
Traumländer



dabei seit 2010
1.366 Forenbeiträge

  Geschrieben: 11.07.18 13:13
Mercedes AMG S65 schrieb:
...


Das Kratom könnte definitiv einer der mehreren Faktoren sein, welche die miesen Schlafprobleme begünstigen.
Diese Nebenwirkung scheint ja sogar recht häufig bei Opiaten/Opioiden aufzutreten!
Kenne das noch von den ersten Versuchen mit Kratom, da lag ich nämlich manchmal nach abendlichen Konsum auch noch Stunden wach, bis Schlaf möglich war.

Darüber hinaus bindet doch Kratom, oder eher gesagt, Mitragynin, an mehreren Rezeptoren, unter anderem an den Serotoninrezeptoren etc., neben der Bindungsaffinität an verschiedenen Opioidrezeptoren.

Suspected Adulteration of Commercial Kratom Products with 7-Hydroxymitragynine

Zitat:
Table 1

Central nervous system receptor binding data for mitragynine [10]
Percentage inhibition of radioligand binding by mitragynine at selected receptor systems
 Adenosine A2A 65.66
 Adrenergic (alpha 2) 61.92
 Dopamine D2s 54.22
 Opioid, mu 89.52
 Opioid, kappa 90.21
 Opioid, delta 7.00
 Serotonin, 5HT2C 58.77
 Serotonin, 5HT7 64.41

Dissociation constants for opioid receptor binding
 Mu receptor 204 ± 26 nM
 Delta receptor 2250 ± 120 nM
 Kappa receptor 455 ± 47 nM

For contextual purposes, the rank order of binding affinity at the mu opioid receptor from highest to lowest is as follows: fentanyl [108] > 7-hydroxymitragynine [20] > mitragynine [21] > morphine [21]


Die 9g nehme ich über den ganzen Tag verteilt ein:
Morgens/mittags 2,2g, spätnachmittags 2,5g und 1-2 Std. später gibts 0,5g hinterher, sowie abends erneut 2,5g und 1 Std. danach lege ich nochmal 1g nach.

Diese Schlaflosigkeit geht auf jeden Fall an die Substanz, aber was erzähl ich dir das, du bist ja bestens mit der Problematik vertraut, wenn du verschiedene, sedierende Substanzen kombinierst und ebenfalls schlecht einschlafen kannst.^^


drug schrieb:
...

Eine Steigerung habe ich bereits ein paar Mal bei Unfähigkeit einschlafen zu können ausprobiert.
Die Dosierungen lagen damals zwischen 15 und 30/45mg und haben nicht viel geholfen.

Mirtazapin wirkt zudem eigentlich in Dosen bis zu 15mg am besten sedierend, weil es in dem Bereich hauptsächlich hemmend am H1-Rezeptor wirkt.

Mittlerweile bin ich allerdings vorsichtig mit derartigen Dosierungssteigerungen und meinem Kratomkonsum.
Mitragynin hat eine hemmende Wirkung auf die Cytochrome P450 (CYP), insbesondere auf das Cytochrom-P450-Isoenzym 2D6 (CYP2D6).

Diese Cytochrome sind für den Abbau vieler Medikamente usw. zuständig und wenn Kratom hemmende Eigenschaften aufweist, führt dies bestimmt zu einer sehr hohen Mirtazapin-Blutplasmakonzentration und somit zu ausgeprägteren NW, durch den verlangsamten Abbau.


In der Nacht habe ich doch wieder 7,5mg Mirtazapin eingenommen, weil mir die Entzugserscheinungen zu unangenehm waren (erhöhte Wachheit, Unruhe).

Schlafen konnte ich trotzdem nicht, ich fiel nur in einen Dämmerschlaf und habe mich wieder tausende Male hin und her gerollt. o.O




Greetz


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Traumländer



dabei seit 2009
489 Forenbeiträge

  Geschrieben: 11.07.18 14:06
zuletzt geändert: 11.07.18 15:07 durch Nuke is back (insgesamt 1 mal geändert)
Das mit dem Kratom scheint schon tatsächlich deutliche Auswirkungen auf den Schlaf zu haben, jedenfalls schlafe ich auch wieder deutlich einfacher ein und länger durch, seit ich mit dem Kratom aufgehört habe.

Bei Mirtazapin habe ich damals auch eine ganz Weile gebraucht, um es wieder abzusetzen, habe es damals über mehrere Wochen ausgeschlichen und die Dosis immer nur krümelweise verringert. Das Absetzen von Venlafaxin war zwar noch unangenehmer, aber auch bei Mirtazapin hatte ich noch ziemlich lange Probleme verschiedenster Art. Dennoch kann man es schaffen wieder davon wegzukommen, viel Zeit dabei lassen, nicht auf biegen und brechen!

Im Übrigen hatte ich bei Mirtazapin insgesamt gesehen nur eine recht kurze Phase in der es wirklich beim Einschlafen geholfen hat, nach ein paar Wochen war diese Wirkung weg und ich konnte nur wieder mit Alkohol einpennen (habe damals auch noch Risperidon genommen, das hats aber auch nicht besser gemacht, nachts kein Schlaf, tagsüber dauerkaputt).
"You measure democracy by the freedom it gives its dissidents, not the freedom it gives its assimilated conformists."
» Thread-Ersteller «
Traumländer



dabei seit 2010
1.366 Forenbeiträge

  Geschrieben: 11.07.18 20:32
zuletzt geändert: 11.07.18 21:18 durch DopeAmin (insgesamt 1 mal geändert)
Nuke is back schrieb:
...


Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen!

Es freut mich zu lesen, das sich die Schlafqualität nach Konsumstopp wieder verbessern würde.

Die Entzugserscheinungen von Mirtazapin und anderen AD/NL sind definitiv nicht ohne, dafür dass diese Medikamente häufig munter wie Smarties verteilt werden.

Am schlimmsten finde ich diese permanente Dementierung von Ärzten bezüglich der Entzugserscheinungen dieser Pharmaka, sowie die oftmals geringe Aufklärung vor einer Verschreibung!

Besonders dieser euphemistische Begriff "Absetzerscheinungen" stößt mir sauer auf... rolleyes


Mirtazapin sollte ich wirklich lieber langsam ausschleichen, die Entzugssymptome sind echt widerlich, vor allem die Schlaflosigkeit.
Dann löst ein "Mirta-Turkey" zusätzlich tagelangen Schwindel und Übelkeit usw. bei mir aus, alles in Allem also auf keinen Fall "harmlose Absetzerscheinungen, die auftreten können", wie oft propagiert wird.


Mit welchen Nebenwirkungen hattest du denn eigentlich für längere Zeit zu kämpfen gehabt, nachdem du das Zeug ausgeschlichen hast?


Greetz


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