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LdT-Forum » Konsum » Tripberichte » LZ: Kalter Entzug von Benzodiazepinen (Alprazolam) und Alkohol


Seite 1 (Beiträge 1 bis 12 von 12)

AutorBeitrag
internes System
  Geschrieben: 03.09.18 05:46
Dies ist eine automatisch erstellte Diskussion über den Langzeit-Erfahrungsbericht Kalter Entzug von Benzodiazepinen (Alprazolam) und Alkohol, welcher von einem LdT-Mitglied anonym geschrieben wurde. Der Bericht ist vom 25.08.2018.

Diese Diskussion wurde am 03.09.2018 von DoWhatYouWant gestartet.


 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 03.09.18 06:51
Habe mir das PDF durchgelesen und es hat mir auch echt weiterhelfen können in meiner Denkweise, ich nehme jetzt auch seid 3 Wochen keine Drogen mehr bis auf 3 kleine Ausrutscher, schon länger kein Amphe und Emma mehr und gegen Ende vorallem Lorazepam genommen und Gras geraucht hab.
So krass wie bei dir isses zwar nicht bei mir mit den Entzugserscheinungen aber dafür hab ich aber mein Abi abgebrochen, mache jetzt schon nen Jahr lang nix ausser chillen, hab mich auch sehr asozial verhalten vorallem durch Lora halt, hab seid meinem Drogenkonsum mittlere bis starke Schlafstörungen und oft Depressionen (waren schon vorher da, aber kein Vergleich) und kann froh sein das ich noch Freunde habe.
Wobei ich denke das wenn man es dann wirklich durchzieht mit dem aufhören, sich durch Rückfälle die eh sogut wie unvermeidbar sind nicht so sehr beeinflussen lässt, dass vielleicht nichtmal schlecht sein muss entwicklungstechnisch das alles erlebt zu haben, wenn man es dann erstmal ein paar Jahre hinter sich hat, aber vielleicht red ich mir das auch nur ein um damit klar zu kommen haha.
Hättest du vielleicht Zeit und Lust mal Gedanken auszutauschen, ich hätte zwar immer noch gute Freunde aufgrund deren Loyalität, die nur Gras rauchen und sehr selten Alkohol trinken, aber die kommen halt klar und ich rede nur ungern mit denen darüber, da die halt schon mehr als genug für mich getan haben und ich mich dafür schäme nie auf sie gehört zu haben, so naiv und überheblich gewesen zu sein und jetzt erst zu checken was ich vorallem in den letzten 1-2 Jahren für nen Scheiß gemacht hab.
 
Moderator



dabei seit 2012
2.240 Forenbeiträge

  Geschrieben: 03.09.18 11:41
Finde ich klasse das du dich jetzt persönlich hier gemeldet hast (wenn auch anonym) und so auch nichtmehr die Frage des Urheberrechts im Raum schwebt. Ist doch viel schöner sowas von der Autorin selbst zu lesen.

Bisher haben nur 2 Langzeitberichte hier von mir eine 10/10-Wertung bekommen, weil ich mir diese Wertung wirklich nur für ganz besondere Berichte aufhebe. Deiner wäre hiermit der dritte der diese Wertung bekommt - hast du finde ich wirklich verdient.

Ich hoffe du schaffst es weiterhin clean zu bleiben, nicht zuletzt weil ich diesen Weg gerade auch gehe.
Ich drück dir beide Daumen dass du weiterhin die Stärke dafür findest.
Half the fun is learning!
Traumländer

dabei seit 2010
461 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 05.09.18 13:24
Hallo Eine von Vielen,

es war sehr interessant deinen Bericht zu lesen.
Selten bekommt man so tiefe Einblicke in die Psyche eines Menschen, weder in die von den engsten Vertrauten noch in die von einem Selbst.
Das Kapitel "Freundschaft" fand ich sehr bewegend.

Zitat:
irgendwann wird einem auffallen, dass man nicht mehr mit Menschen, die
keinen Zugang zu dieser Welt haben, kompatibel ist und auch nicht sein will, weil
man sich nicht mehr zugehörig fühlt.

Mein Konsum von psychoaktiven Substanzen ist bis auf Cannabis nur sehr sporadisch, doch diese Veränderung an mir konnte ich bereits sehr früh nach dem erstmaligen Konsum von Drogen feststellen, beginnend mit Alkohol damals zur Schulzeit. Das gemeinsame berauschen fördert einfach das Gemeinschaftsgefühl, aber vor allem führt es wohl zu Barrieren zu Personen die nichts konsumieren.
So wie es aus dem Text hervorgeht, scheint es so als hättest du nicht viel Glück mit deinen Freundschaften gehabt.

Zitat:
Ich will nur damit sagen, dass du auch, wenn du Leute um dich herum hast, nicht weniger
alleine bist.

Klar musstest du deinen Entzug letztendich alleine durchstehen die negativen Gefühle, Panikattacken etc. fühlst nur du Selbst.
Aber Menschen, die dich mögen und v.a. die auch du selber gern hast können Schmerzen sehr gut lindern. Vielleicht nicht während eines Entzuges, aber auf längere Zeit gesehen auf jeden Fall. Und es gibt tolle Menschen, man muss sie nur finden und auch etwas zurückgeben.

Zitat:
...habe ich eine engere Verbindung mit jedem anderen, den ich auf einer Party
kennengelernt und mit dem ich eine Line gezogen habe.

Dieser kleine Satz hat bei mir ein Dilemma gelöst, dass mich seit ein paar Monaten belastet. Vielen Dank dafür!

Zitat:
Du bestimmst selbst die Stärke deiner Persönlichkeit und niemand sonst.

So siehts aus. Durch die Aufarbeitung deiner Vergangenheit hast du sicher viel an Stärke gewonnen.
In diesem Sinne, wünsche ich dir dabei weiterhin viel Erfolg!

Denkst du, dass sie die Gedanken genommen haben, die wir gedacht haben und wollen dass wir denken, dass die Gedanken die wir gedacht haben, die Gedanken sind, die wir jetzt denken, denkst du das?

Was,Wie,Wo?
Wer bin ich?
Wer hat mein Gehirn geklaut?
Traumländer



dabei seit 2011
483 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.09.18 19:49
spiteful schrieb:
Und es gibt tolle Menschen, man muss sie nur finden und auch etwas zurückgeben.

Ich habe das subjektive Gefühl, daß diese immer weniger werden. Man kommuniziert heute vorwiegend über Smartphone, erledigt seine Einkäufe über Apps, wird kaum noch auf der Straße von fremden Personen angesprochen, wie ich es vor etwa 10 Jahren gewohnt war und auch selbst getan habe. Heute leisten die Menschen draußen allein durch ihre Mimik und Körperhaltung passiven Widerstand. An der Kasse im Supermarkt lächelt niemand mehr, alle Aktivitäten, die mit anderen Menschen zu tun haben, scheinen nur noch notwendige Qual zu sein.

Vor 10 Jahren war ich im Prinzip genauso einsam wie heute, nur konnte ich damit zu dieser Zeit sehr gut klarkommen bzw. fühlte mich wohl damit, da ich und auch die Menschen draußen offener waren für das kurzzeitige Gefühl, bedingungslos gemocht zu werden. Noch heute versuche ich in Gesprächen, den "Kern" eines Menschen kennenzulernen, eine Beziehung aufzubauen, und bin dann umso enttäuschter, wenn das mal wieder nicht funktioniert. Ist das nur persönlicher Weltschmerz oder Zeitgeist bzw. geht es anderen genauso?
I'm sure of my mental health
cause I'm always talking to myself
Traumländer

dabei seit 2010
461 Forenbeiträge
2 Tripberichte

  Geschrieben: 06.09.18 18:24
Ich glaube nicht, dass die guten Menschen weniger geworden sind, nur weil sich das Mittel der Kommunikation verändert hat oder weil wir einen Teil des alltäglichen Lebens online abwickeln können. Ich bin ein recht ruhiger Mensch und wenn ich in der Stadt unterwegs bin hab ich immer Kopfhörer auf und Musik an, schätze ich wirke dann auch eher abweisend auf andere Leute. Stimmt sogar, fühl mich(zumindesd nüchtern) nicht sonderlich wohl unter vielen Fremden Menschen. Was ich damit sagen will: nur weil jemand introvertiert ist und nicht gerne auf neue Leute zu geht und mit einem grinsen im Gesicht rumläuft, hat er noch keinen schlechten Charakter.

Vor 10 Jahren hab ich auch noch mehr Leute kennen gelernt als jetzt mit ende 20. Es war auch leichter, weil man halt Jugendlicher war und noch keiner einen Plan hatte wo sein Leben hinführen soll. Alle waren auf der Suche nach mehr, mehr Erfahrungen, mehr Spaß,..
Wenn man dann älter wird, haben viele Leute schon den Sinn in ihrem Leben gefunden, sei es in der Liebe, in der Arbeit oder in ihren Kindern. Ich denke also nicht, dass sich der Zeitgeist im allgemeinen negativ verändert hat, sondern dass es einfach schwerer wird neue tolle Leute kennen zu lernen und eine enge Beziehung aufzubauen, umso älter man wird.
Denkst du, dass sie die Gedanken genommen haben, die wir gedacht haben und wollen dass wir denken, dass die Gedanken die wir gedacht haben, die Gedanken sind, die wir jetzt denken, denkst du das?

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Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 13.09.18 23:55
Hallo :)

Erst einmal danke fürs Lesen und für euren Support :)

Pharmer schrieb:
weil ich mir diese Wertung wirklich nur für ganz besondere Berichte aufhebe


Auch hier noch einmal danke, Pharmer, die beiden Daumen drücke ich immernoch zurück :)

spiteful schrieb:
Das Kapitel "Freundschaft" fand ich sehr bewegend


Das Kapitel Freundschaft war das Kapitel, was ich am längsten aufgeschoben hatte, fertigzustellen und was ich am öftesten unterbrochen hatte, weil ich das sehr lange nicht wahrhaben und daher lange nicht schwarz auf weiß sehen wollte.

Ich glaube der Satz

spiteful schrieb:
scheint es so als hättest du nicht viel Glück mit deinen Freundschaften gehabt


trifft es ganz gut, das "lustige" daran ist, das ich bevor das alles passiert ist, der überzeugten Meinung war, dass ich ziemlich viel Glück gehabt habe, mit den Menschen, die ich so kennengelernt hatte.

Ich finde es schwierig einen menschen nach nur "gut" oder nur "schlecht" zu beurteilen, ich denke, jeder hat schon Entscheidungen getroffen, die er im Nachhinein vielleicht bereut hat, Hintergründe spielen meiner Meinung nach immer eine Rolle und ob man absichtlich jemandem schaden will oder jemanden "ausversehen" verletzt hat, im Sinne davon, dass man einen Fehler gemacht hat.
Ich bin auch überzeugt davon, dass es Menschen gibt, bei denen man in der Lage sein kann, ihnen zu vertrauen und sich auf sie zu verlassen, aber ich bin auf jeden Fall noch weit davon entfern, dies zulassen zu können.
Meiner Erfahrung nach kann man selten wissen wozu ein Mensch wirklich fähig ist.
Aber genau deshalb ist das auch eins der Kapitel, für welches ich wahrscheinlich noch lange brauchen werde, um es zu verarbeiten.

spiteful schrieb:
nur weil jemand introvertiert ist und nicht gerne auf neue Leute zu geht und mit einem grinsen im Gesicht rumläuft, hat er noch keinen schlechten Charakter


Das stimmt, aber es ist auch schwer zu beurteilen, ob jemand einfach nur introvertiert oder tatsächlich abweisend ist. Leider kann man aber oft schlecht auf etwas anderes als auf Oberflächlichkeiten, wie Selbstdarstellung reagieren. Ich habe allerdings das Gefühl, dass viele auch gar nicht anders beurteilt werden wollen. Ich glaube, jeder ist irgendwo unsicher in sich selbst und ich kann mir vorstellen, dass viele mit einem introvertierten Menschen nicht so gut umgehen können, weil sie nicht direkt sehen wo sie dran sind. Manche empfinden auch andersherum sehr extrovertierte Menschen als aufdringlich.

Murmeltiersalbe schrieb:
Ist das nur persönlicher Weltschmerz oder Zeitgeist bzw. geht es anderen genauso?


Ich kann mir vorstellen, dass viele darunter leiden. Allerdings glaube ich auch, dass es stark auf die eigene Erwartungshaltung ankommt die man sich selbst oder an andere hat und inwiefern sie dann enttäuscht wird. Ich glaube nicht, dass es Menschen gibt, die wirkich zu 100% glücklich damit sind, wie miteinander umgegangen wird, vielleicht eher dass sich einige leichter damit abfinden können als andere und gezielt sich so wenig Gedanken wie möglich machen.

 
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.011 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 24.09.18 11:30
Ein kalter Entzug kann dich sehr wohl umbringen. Nur mal als Anmerkung! Delirium o., Krampfanfall und das war's. 1/3 sterben im Delirium.
 
Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 24.09.18 12:16
Das stimmt. Ein kalter Entzug ist sehr gefährlich, vor allem ohne ärztliche Unterstützung. Ich will auf keinen Fall zu einem KALTEN Entzug motivieren, sondern jedem raten, die Droge (welche auch immer das sein mag), langsam und mit therapeutischer Hilfe auszuschleichen.
Ich bin wirklich froh, dass ich das überstanden habe und habe auch erst im Nachhinein realisiert, dass ich viel Glück gehabt habe.
Ich empfehle einen kalten ENtzug nicht weiter.
Ich wiederhole mich jetzt noch einmal und rate jedem, EINEN ENTZUG MIT THERAPEUTISCHER UND ÄRZTLICHER UNTERSTÜTZUNG zu machen. Selbst wenn man schon angefangen hat, kalt zu entziehen, ist es immer noch nicht zu spät, sich HIlfe zu holen.
 
Träumer

dabei seit 2018
72 Forenbeiträge

  Geschrieben: 24.09.18 12:52
Ich habe auch von Benzos entzogen - wiederwärtig war das. Mal abgesehen davon, dass ein kalter Entzug wegen der Krampfanfälle (potenziell) gefährlich ist, ist er, meiner Erfahrung nach, psychisch einfach nicht auszuhalten. Ich habe runterdosiert, relativ langsam, aber auch nicht zu langsam und bin währenddessen in Zustände geraten, die ich mir nicht hätte ausmalen können und wo auch jedes Wort/jeder sprachliche Ausdruck versagt.
Auch, wenn in diversen Foren immer wieder auf ärztliche/therapeutische Hilfe hingewiesen wird und ich gar nicht leugnen will, dass es sie irgendwo konstruktiv auch gibt: Ich habe in dem Bereich keine Hilfe gefunden, im Gegenteil.
Ich war zunächst bei vielen Ärzten, ambulant und habe es auch 2x stationär probiert und meine Erfahrung ist die, dass ich mich in einer solchen Situation nie wieder in die Hand eines Arztes begeben werde.
"Fachliche" Unterstützung finde ich eine viel bessere bei Usern/Exusern, Entzug kann man nicht studieren. Die haben bei mir probiert, probiert und nochmal probiert mit etlichen anderen, nicht minder fiesen Psychomedikamenten u.v.m.

Das, was Entzug wirklich bedeutet, konnten mir die sagen, die es hinter sich hatten, da habe ich die hilfreichen Tipps bekommen.

Meiner Erfahrung nach (die nicht dieselbe bei anderen bedeuten muss), ist es am besten, zu Hause konsequent ab zu dosieren. Nicht zu schnell, nicht zu langsam und den Shice, der da passiert, auszuhalten, durchzuhalten.
Wenn da Unterstützung durch Verwandte/Freunde möglich ist oder sogar eine konstruktive Unterstützung durch einen Arzt, - konstruktiv!- umso besser.
 
Anonym
» Thread-Ersteller «
  Geschrieben: 24.09.18 13:46
Tut mir leid, dass du in einer Situation, in der du auf Hilfe angewiesen warst, auch noch mit der Enttäuschung konfrontiert wurdest, dass Ärzte, von denen man hofft, ansatzweise Unterstützungen oder Lösungen zu erhalten, nicht helfen konnten.
exomorph schrieb:
Entzug kann man nicht studieren


True.
Ich habe da viele unterschiedliche Erfahrungen gehört; Ich glaube das Problem ist, dass viele Ärzte einen Entzug nicht durchgemacht haben, um genug verstehen zu können, wie auf die auf jede individuelle Psyche eingegangen werden sollte und wie nicht.

Allerdings gibt es neben inkompetenten Ärzten und Therapeuten auch kompetente, es ist scahde, dass dies manchmal eine Frage von Glück oder Pech bzw. eine Frage von, inwieweit harmoniert die Art des Arztes zu therapieren mit der therapeutischen Unterstützung die man eigentlich braucht.
Hat man jedoch "Glück" und man kommt an einen kompetenten Arzt oder Therapeut, hilft das einem auf jeden Fall, den Entzug durchzustehen und erleichtert die Situation ungemein, was ich leider nicht aus eigener Erfahrung beurteilen kann, da ich während des ENtzuges keine ärztliche Unterstützung hatte, sondern nur von anderen, die das Glück hatten, erzählt bekommen habe und jetzt wiedergebe.


Fachliche Unterstützung sollte man sich auf jeden Fall dazu holen, ich wünsche mir ich hätte dies während meines Entzuges gemacht, es hätte mir das auf jeden Fall weiter geholfen und meine Situation erleichtert.

Ich denke, hätte ich nicht kalt entzogen, sondern das Medikament langsam ausgeschlichen, währen die Nachwirkungen, mit denen ich jetzt immer noch teilweise zu kämpfen habe, weniger extrem.

 
Neuer Träumer

dabei seit 2018
1 Forenbeiträge

  Geschrieben: 25.09.18 07:50
habs gestern in einem stück durchgelesen, ist hammer geschrieben. ich nehme zwar keine benzos, trinke und baller dafür aber zu viel und hab deswegen jetzt mein studium abgebrochen und bin von der arbeit geflogen.
interessanter gedanke, dass man ein abhängigkeitsverhältnis zu seiner eigenen sucht entwickelt.
ich hab vor allem bei amphetaminen gemerkt dass ich einfach nicht aufhören kann zu übertreiben, bei mir bleibt es einfach nicht bei einer pille selbst wenn ich es mir vornehme.
vor allem beim kapitel "Kontrolle" hab ich mich angesprochen gefühlt

Zitat:
Ein sehr präsentes und unterbewusstes Bedürfnis ist, meinen Rauschzustand an der obersten
Grenze konstant zu halten.
Und obwohl ich das Gefühl habe, ich würde mich jedes Mal dazu entscheiden nachzulegen,
handelt es sich hier nicht um eine Entscheidung sondern um die Erfüllung meines in dem
Moment notwendigsten Bedürfnisses, welches mich wie eine Marionette steuert.


ich musste mir vor allem nach diesem kapitel eingestehen wie abhängig ich eigl bin, war an sich nichts neues aber das nochmal so schwarz auf weiß zu sehen war echt strange.

Zitat:
Die einzige Möglichkeit den eigenen Rausch zu kontrollieren und gleichzeitig auszuleben,
ist, ihn ständig zu steigern und da man sich sehr schnell an den momentanen Zustand
gewöhnt, hat man schnell das Gefühl, der Rausch würde nachlassen und man müsste
nachlegen.
In Kapitel Selbstwahrnehmung habe ich Sucht als das Bedürfnis, ein bestimmtes Bedürfnis
immer wieder zu erfüllen, definiert.
Sobald man diesem Bedürfnis das erste Mal nachgegangen ist, verkürzt sich die Zeit, in der
es gestillt bleibt, mit jedem Mal.
Ich denke, je höher das Suchtpotential, desto kürzer sind die Zeitabstände zwischen dem
Erfüllen des Bedürfnisses.


mega reflektiert und stimmt einfach.
ich hab mir schon einige male vorgenommen aufzuhören und will den ganzen shit jetzt endgültig lassen. find ich top, dass du mit so einem großen Suchtpotential gepackt hast aufzuhören, im ernst das motiviert mich.
Viel erfolg weiterhin!

 

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