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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Verändert regelmäßiger Opiodkonsum permanent die Hirnchemie?


Seite 1 (Beiträge 1 bis 8 von 8)

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» Thread-Ersteller «
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dabei seit 2006
410 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 24.04.14 19:47
zuletzt geändert: 24.04.14 20:54 durch The Specialist (insgesamt 1 mal geändert)
Um meine sucht besser zu verstehen frage ich das, da ich über Google keine passenden Studien finden konnte, viel leicht habt ihr links oder sogar selber eine antwort.

ich nehme seit ca 3.5 Jahren fast täglich tilidin, zuletzt 400 mg täglich+ dhc 160 mg.
seit ca 6 Wochen habe ich abgesehen von 3 rückfallen, aufgehört aber leider mit massiven Problem :( ich leide seit aufhören anvmassiven depressionen und vor allem minderwertigkeitskomplexen aufgrund dessen ich mich zurückziehe. Anfangs hab ich noch täglich viel Alkohol getrunken und benzos genommen, aufgrund der psychischen verschlechterung Nehm ich jetzt nichts mehr. Am wochenende jedoch brauch ich bier um mich einigermaßen normal zu sein wenn ich was mit freunden mache.

wegen einer Entscheidung ob ich dauerhaft niederdosiert mit subutex substituiere oder einfach abwarte bis meine hirnchemie sich wieder erholt habe, wollte ich fragen ob sie permanent verändert ist und diese emotionalen defizite und das immer wiederkehrende carving für immer ist wird meine lebensqualität sich auch so wieder normalisieren oder sollte ich substituieren auch um rückfälle vorzubeugen?

über Hilfe wäre ich sehr verbunden :)

 
Kommentar von The Specialist (Administrator), Zeit: 24.04.2014 20:54

titel verschönert
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2012
104 Forenbeiträge

  Geschrieben: 24.04.14 20:27
Ich kann dir leider nicht direkt helfen, aber setz dich doch mal mit einem Substitutionsarzt in Verbindung. Der sollte sich auf diesem Gebiet auskennen.
 
User gesperrt

dabei seit 2013
370 Forenbeiträge

  Geschrieben: 24.04.14 21:04
Nein das ist alles reversibel, wenn du ein paar Wochen oder Monate komplett clean bist pendelt sich das alles wieder ein. Mit dem Alkohol tust du dir aber keinen Gefallen, der macht auf Dauer gesehen alles noch viel schlimmer.
It's better to burn out than to fade away

Traumland-Faktotum



dabei seit 2009
4.461 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.04.14 15:23
Hallo Michael,

schau mal unter dem Begriff "PAWS" (Post-acute-withdrawal syndrome). Dazu gibt es auch einen Thread hier, auch auf den Opioid-Konsum bezogen, leider nur mit einem Beitrag und einem Link:

PAWS
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2013
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  Geschrieben: 30.04.14 17:30
zuletzt geändert: 01.05.14 12:29 durch Hobbypharmakologe (insgesamt 3 mal geändert)
Hallo Michael1985 !

Nein wenn ich auf das Wort permanent bezug nehme ! Bei täglichen Konsum über längere Zeiträume bilden sich die Opioid-rezeptoren im Gehirn zurück aufgrund des überangebotes idr. sind es ja hauptsächlich die µ - Rezeptoren oder auch andere je nach Opiat/opioid nimmt dann halt die Rezeptorendichte im Gehirn ab weil du ja von aussen das System mit einem Überangebot fütterst !

Das ganze ist natürlich auch wieder Reversibel (Rückgängig machbachbar) also wird es nicht permanent so sein ausser du konsumierst weiter ohne die Dosis zu reduzieren oder aufzuhören , jedoch nur wenn der Konsum verringert oder am besten mit dem Langzeitziel komplett eingestellt wird du musst ja nicht von heute auf morgen von 100 auf null gehen ... dann reagiert das Gehirn weil es merkt ohhh ich habe zu wenige Rezeptoren im Gehirn als Folge des chronischen und täglichen Konsumes bzw. Missbrauchs und bildet wieder neue Rezeptoren also die Opioidrezeptorendichte nimmt wieder zu und normalisiert sich das ganze kann je nach vorausgegangener Überstimulation also des Missbrauchs und je nachdem wie stark die Dichte der Rezeptoren zurückging ein wenig dauern von 1 Woche bis zu mehreren Monaten hin je nachdem welches Opiat-Opioid du eingenommen hast und besonders wie lange der Abbau der Rezeptoren durch Zufuhr von aussen stattfand .

Von einer Substitution mit Methadon oder Levomethadon allerdings rate ich ab weil ein Entzug von Polamidon oder L-Polamidon sehr sehr lange dauert (mehrere Monate) und sich wie eine ewigkeit anfühlt !!!

Tilidin zb. habe da auch meine Erfahrung ^^ Ist der Entzug idr. in 1 Woche max. 2 Wochen beendet , bei dhc dauert es etwas länger ca.4-6 Wochen und ist wesentlich unangenehmer wie Tilidin ! (der Entzug + die Entzugssysmptome und deren Dauer sind im Prinzip die neubildung von körpereigener Opioid-Rezeptorendichte und auch spielt hier die Psyche ein Faktor zusätzlich)

Ich rate dir zu einem ausschleichen von Tilidin und dhc also jeden Tag ein paar mg weniger so wie es für dich einigermassenerträglich ist ! Angenehm ist es so oder so nicht aber das ist die Rechnung die du nun mal für den Jahrelangen missbrauch zahlen musst ! Evtl. kann dir ein Antidepressiva (AD) dabei helfen es etwas erträglicher zu machen (Stichwort:Depression) aber bitte mit einem kompetenten Arzt absprechen und dosieren lassen die AD haben allerdings auch Nebenwirkungen und sie müssen nach längerer Einnahme auch ausgeschlichen werden ! Auch wird sich ein Stimmungsaufhellender Effekt erst nach 2-4 Wochen AD-Einahme zeigen am Anfang macht es idr. etwas Müde und dämpft was das ganze meist erträglicher macht .

Versuche also Tilidin entweder gleich wegzulassen und das DHC für ca 3-5 Tage bei gewohnter Dosis zu belassen und reduziere dann das DHC jeden Tag ein paar mg wenn du es dir alleine nicht zutraust oder merkst du schaffst es nicht und nimmst doch mal wieder mehr such dir Hilfe aber bitte kein Substiarzt der dir Methadon gibt ... er kann dir auch DHC geben in bestimmten Fällen und wird dann deine Dosis reduzieren das wichtigste ist halt das du auch wirklich aufhören willst !!! Sonst wird es nichts ! Und lass dir bitte kein Methadon aufschwatzen lassen davon kommst du noch viel schwerer wieder weg ! Ausser du weißt du kannst ohne Opiate nicht leben oder hast chronische Schmerzen ! Aber glaube mir wenn du die Zähne zusammenbeist und es willst wirst du es schaffen und in 2-3 Monaten locker von Weg sein wenn du es wirklich willst !!! Bei Methadon oder Levomethadon besteht die Gefahr das du Jahrelang draufbleibst ! Und wenn du noch Beikonsum hast zb. Kiffen oder Amph , Koks , Benzos wirst du irgendwann verfluchen ins Methadonprogramm gegangen zu sein weil du mit Beikonsum jeden Tag morgens zum Substiarzt musst und dort unter Aufsicht dein Pola trinken musst ! Nur wer 3 Monate nachweißbar ohne jeglichen Beikonsum ist, denn du musst dort auch noch unter aufsicht Urinkontrollen unangekündigt abgeben was schon ziemlich nervt der bekommt dann ein Rezept für eine Woche wo du dann deine Wochenration in der Apotheke bekommst . Also überlege dir sehr sehr gut ob du ins Methaprogramm willst wenn es dir angeboten wird ?!

Du musste auch erst wieder lernen ohne Opiate Spass am Leben zu haben du hast dein Suchgedächniss über 3 1/2 Jahre programmiert und Substanz mit Normalen Leben oder Spass assoziert auch das ist Reversibel aber dauert natürlich und geht nicht nvon alleine du musst daran arbeiten wieder Spass zu empfinden ohne Subtanzbeigebrauch ! Ja das ist zum Teil sehr schwer und erfordert meist eine Lebensumstellung bzw. Neuprogrammierung der Limbischen Systems usw. mit neuen Hobbys etc. Ja das ist schwer und dauert aber es ist möglich und Reversibel ! Übrigens können auch der Konsum von Benzos eine länger anhaltende Depression bewirken was auch für die Opiate gilt benzos sind in dem Fall besonders hartnäckig weiß jetzt nicht wie dein Benzokonsum aussah die letzen Jahre ? Eine Lösung ist es aber nicht im Gegenteil sie können es sogar verschlimmern nach Opiatabstinenz und ausweichen auf Benzos und bei Benzos kann es auch mal 1-2 Jahre dauern bis eine Normalisierung der Hirnchemie eintritt je nachdem wie heftig der Gebrauch zuvor !

Ich wünsche dir alles Gute , denk einfach daran das der ganze Spuk nach 1-3 Monaten vorbei ist bei Tili solo sogar schon nach 1-2 Wochen ... und sollten dann noch Depressionen bestehen kannst du falls nötig ein AD versuchen !
Geht also :) Wünsche dir alles gute lieber Michael1985 !
 
Moderator



dabei seit 2012
3.383 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 30.04.14 17:44
@Hobbypharmakologe:
Er hat doch bereits aufgehört, demnach muss er nicht mehr ausschleichen.
Und es heißt "Depression", nicht "Deppression", das könnte falsch aufgefasst werden ;)

@Michael: der Hobbypharmakologe hat Recht, "einfach" Arschbacken zusammenkneifen und durchhalten!
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Abwesender Träumer



dabei seit 2013
9 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.04.14 17:57
Hobbypharmakologe schrieb:
Von einer Substitution mit Methadon oder Levomethadon allerdings rate ich ab weil ein Entzug von Polamidon oder L-Polamidon sehr sehr lange dauert (mehrere Monate) und sich wie eine ewigkeit anfühlt !!!


Genau das wollte ich auch antworten... Damit würdest du dir keinen Gefallen tun, wird dir jeder mit einschlägigehn Erfahrungen bestätigen.


Ware auch ein fall hierfür http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=33752
-finde ich zumindest
 
Traumländer



dabei seit 2015
143 Forenbeiträge

  Geschrieben: 09.10.18 17:45
Danke für den Thread, hat mich auch mal interessiert!
Mir geht es ähnlich - hänge zwar "nur" auf Kratom und gelegentlich Tramadol und Tilidin, aber das seit 5 Jahren eigentlich täglich...
~ Too Weird to Live, Too Rare to Die ~

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