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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Sammelthema: Psychosen


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AutorBeitrag
Dauer-Träumer



dabei seit 2018
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  Geschrieben: 28.09.18 22:26
Mir ist nach meinem ersten Trip überhaupt (Lsa, Tb hier auf der Seite) welcher eigentlich sehr positiv verlaufen ist etwas komisches passiert. Etwa 2 Wochen später bin ich morgens aufgewacht und wusste direkt dass irgendwas "nicht richtig" war. Ich fühlte mich irgendwie dissoziiert und konnte gar nicht richtig denken. Waren meine Gedanken sonst wie ein frisch geschärftes japanisches Messer fühlte es sich jetzt eher so an als würde ich mit der falschen Seite eines Tafelmessers versuchen Brot zu schneiden, um es mal metaphorisch auszudrücken. Eine sehr dysphorische Stimmung herrschte vor. Ich erinnere mich wie ich in den Spiegel geguckt hab und dachte: Verdammt, wie soll ich so zur Arbeit gehen? Mein Gesicht wirkte irgendwie fremd. Habe mich dann aber zusammengerissen und bin hin.

Auf der Arbeit passierte dann etwas sehr seltsames. Ich hatte allgemein komische Empfindungen, manchmal als würde ich nach oben aus meinem Kopf raus schweben. Nie sehr stark aber doch störend. Dann fuhr ich mit der Zunge an der Rückseite meiner unteren Zähne lang und in dem Moment fühle es sich an als würde der ganze Raum mit der Bewegung mitschwingen. Bin dann erstmal auf Klo um ein bisschen runterzukommen.

Diese Gefühle ließen im Laufe der Woche nach.
Der Nebel im Kopf begleitete mich noch sehr lange, erst jetzt wird es langsam besser.
Weiß jemand was das gewesen sein könnte? Habe jetzt erstmal auf weitere psychedelische Experimente verzichtet. Komisch aber dass das ganze erst 2 Wochen nach dem Konsum auftrat.
 
Ex-Träumer



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  Geschrieben: 28.09.18 23:01
Ich hab keine Ahnung, was das sein könnte, Zoltan, aber ich hatte eine kurze und kleine "Idee", die sich mir aufgedrängt hat, als ich deine Zeilen gelesen habe. Muss gar nix dran sein, aber naja, wenn ich´s nicht sage, kannst dich darüber auch nie schlau machen und schauen, ob da eventuell doch was dran sein könnte.

Du hast ja geschrieben, dass es direkt nach dem Aufwachen morgens passiert ist. Und die Symptome die du beschreibst, hören sich für mich ein wenig so an, als ob dein Energiekörper beim Aufwachen nicht mehr so ganz zu 100 % in deinen Körper zurück gekehrt ist.

Also wie wenn das was du siehst und das was du fühlst nicht wirklich zusammen passen und stimmig sind - du nanntest es dysphorische Stimmung.

Ich weiß nicht, ob es sowas wirklich gibt, hab mich aber mal ein wenig über Astralreisen eingelesen. Wenn der menschliche Körper einschläft in der Nacht, soll der Astralkörper auf Reisen gehen und wenn der Mensch wieder aufwacht in der Früh, dann fährt der Astralkörper wieder ganz automatisch in den materiellen Körper ein - unmerklich im Normalfall. Der Trick - diese Astralreisen mal bewusst zu erleben - ist, dass man ganz bewusst den Moment miterlebt, wo der Körper einschläft und der Astral-/Energiekörper sich von ihm verabschiedet. Wenn das Bewusstsein wach bleibt in diesem Moment, kann es auch ganz bewusst mit dem Astralkörper mitreisen und erlebt alles ganz bewusst und kann den Astralkörper mit etwas Übung auch kontrollieren. Dann setzt nur noch die eigene Fantasie die Grenzen .... ^^

Wie gesagt, keine Ahnung, ob das sein kann in deinem Fall, war nur ein Gefühl, welches ich grad hatte .... Es muss ja auch nicht unbedingt mit deinem LSA-Trip zsamm hängen, aber kann natürlich sein.

Natürlich ist die Erklärung auch lückenhaft, denn wenn dieser Astralkörper jede Nacht am Reisen ist, dann sollte er ja am nexten Tag wieder normal in deinem menschlichen Körper gelandet sein?!?!?

Bin gespannt, ob jemand eine Erklärung dafür hat?

Naja, das mein Senf dazu .... Versuch dich vielleicht in Zukunft nicht auf diesen Nebel im Kopf zu konzentrieren, sondern schenk ihm nicht viel Aufmerksamkeit, dann sollte sich das rasch wieder ganz verziehen - ich wünsch es dir zumindest!

Alles Gute für dich, Zoltan!
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
Dauer-Träumer

dabei seit 2018
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  Geschrieben: 29.09.18 06:50
Hallo Zoltan Chivay,

leider habe ich auch keine Ahnung, was das sein könnte, ich kenne aber ähnliches: Solche merkwürdig, sich "fremd" anfühlenden Körper-/Kopfempfindungen, die schwer ausdrückbar sind, für die es manchmal nur Metaphern gibt.
Ich habe das seit meiner Kindheit. Am störendsten ist ein Gefühl, als würde mein ganzer Körper aufgepumpt, wird unnatürlich dick, sehr fies. Das bessert sich ein wenig, wenn ich mich dann bewege - eigentlich auch unausdrückbar, weil es keine wirkliche Entsprechung gibt.

Das muss nicht unbedingt mit deinem Trip zusammenhängen, wissen kann man das letztlich nicht.

Bei dir ist es eine "Kombi" aus körperlichen/psychischen Veränderungen?
 
Dauer-Träumer



dabei seit 2018
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  Geschrieben: 29.09.18 14:38
Erstmal danke für eure Beiträge, ich habe mich sehr darüber gefreut dass jemand versteht was ich meine.

@trinity: Ich muss dazu sagen dass ich eine eher naturwissenschaftlich geprägte Sicht auf die Welt habe und auch meinen Trip dahingehend verarbeitet habe. Letztlich ist ja alles was wir wahrnehmen nur ein elektrisches Signal in unserem Gehirn, dessen Verarbeitung durch die Einnahme bestimmter Substanzen verändert wird. So weit so gut.
Wobei mir auch klar ist dass die Wissenschaft nur Modelle liefert um unsere Welt (und unser Gehirn) zu erklären, welche richtig sein können aber nicht müssen.

Allerdings ergibt dass was du geschrieben hast gerade vor dem Hintergrund meines Trips irgendwie Sinn. Ich habe auf diesem nämlich die Erfahrung gemacht wie mein Geist (respektive Astralkörper) vom Körper getrennt wurde. Sicher eine recht häufige Erfahrung nach der Einnahme psychedelischer Substanzen, vor allem wenn man in einem dunklen Raum unter einer warmen Decke liegt. biggrin
Für mich aber ein ganz neues (aber unwahrscheinlich angenehmes) Erlebnis welches mir auch einiges zu denken gegeben hat.
Befreit von Körper und Gedanken - was für ein Gefühl! Ich musste mir danach die Frage stellen ob mein bisheriges Weltbild überhaupt noch Sinn macht. Diese Frage habe ich für mich mit Ja beantwortet. Schließlich war das ganze nur eine Produktion meines Gehirns, zu wenig um darauf ein neues Weltbild zu bauen.
Wobei mir gerade auffällt dass diese Interpretation des Trips absolut unbefriedigend ist. Da ich gerade Urlaub habe werde ich nochmal in Hofmanns "Sorgenkind" blättern um mir ein paar Denkanstöße zu holen wie dieser als studierter Chemiker mit seinen Erfahrungen umgegangen ist.

Vielleicht hab ich da auch schon die Erklärung für meine Probleme? Habe ich statt Aufarbeitung des Erlebten einfach nur Verdrängung betrieben weil ich es nicht mit meinem normalen Leben in Einklang bringen konnte? Könnte vielleicht sein :D


Abseits davon und auch @exomorph: Schonmal beruhigend dass es jemanden gibt der solche Empfindungen schon seit der Kindheit hat. Hört sich bei dir auch nicht gerade angenehm an.
Ich kann dieses Gefühl auch wirklich schwer in Worte fassen, aber rückwärts aus dem Körper rausschweben trifft es ganz gut. Ich konnte mich natürlich auch schlecht auf etwas anderes konzentrieren während ich das Gefühl hatte einen Meter hinter mir zu stehen. So akut hatte ich das aber nur eine Woche lang.

Ja, es ist (bzw war) eine Kombi. Momentan habe ich nur noch an einigen Tagen diesen Nebel im Kopf und kann nicht richtig denken. Es scheint mir dann auch als wäre meine Intelligenz tatsächlich gemindert und ich habe Schwierigkeiten Dinge zu begreifen.
Gleichzeitig kommen teilweise wirkliche Probleme dazu einem Gespräch zu folgen. Viele Themen erscheinen mir trivial und langweilig, und ich beginne mit den Gedanken abzuschweifen. Gut, da ist natürlich immer die Frage wie interessant das Gespräch wirklich ist. Andersherum bereitet mir bedeutungsloser Smalltalk keine Probleme wenn ich mich darauf konzentriere, aber bei komplizierteren Themen erscheinen mir meine Gedanken manchmal abstrakt und schwer in Worte zu fassen.
Was mir auch noch aufgefallen ist aber positiv: Ich kann meine Gedanken besser beobachten. Manchmal wenn ich einschlafe bekomme ich mit wie die Denkmuster sich verändern und ein Gedanke sich unendlich abstrahiert bis ich im Traum bin.

Diese Symptome sind aber zu meiner großen Erleichterung weiter rückläufig. Mir ist klar dass man diese Phase als präpsychotisch einordnen könnte - oder eben auch nicht, und das ist eine übertriebene Sorge. Genausogut kann ein Zusammenhang mit dem LSA bestehen oder auch überhaupt keiner. Ich denke vorsichtshalber werde ich erstmal Abstand von Lysergamiden nehmen, auch wenn sie mich immernoch sehr faszinieren. Was denkt ihr wie sieht es mit anderen Substanzklassen aus? Gebührende Vorsicht natürlich immer vorausgesetzt und definitiv nicht in der nächsten Zeit.
 
Ex-Träumer



dabei seit 2012
3.761 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 29.09.18 15:01
zuletzt geändert: 29.09.18 15:13 durch trinity (insgesamt 1 mal geändert)
Danke für deine Erklärung, Zoltan!

Zoltan schrieb:
Vielleicht hab ich da auch schon die Erklärung für meine Probleme? Habe ich statt Aufarbeitung des Erlebten einfach nur Verdrängung betrieben weil ich es nicht mit meinem normalen Leben in Einklang bringen konnte? Könnte vielleicht sein :D


Den Ansatz find ich sehr toll .... ;)

Versuch doch mal in Zukunft, wenn du was erlebst, was du noch nicht kanntest zuvor, das einfach nur so gut wie möglich wahrzunehmen und gleichzeitig auch in dich hinein zu spüren, was da so abgeht. Ganz ohne zu werten, eher wie ein kleines Kind, dass zum ersten Mal einen Schmetterling sieht und ihm verzückt und voller Begeisterung zusieht. Einfach nur mal hinschauen und wahrnehmen, nicht gleich versuchen alles einzuordnen.

Viele Sachen kann man einfach erst später einordnen, aber wenn ich so einen starken und strengen Filter in mir habe, der sofort alles wegdrückt was nicht in mein Weltbild passt, hab ich wohl weniger Chancen zu wachsen und erkennen, als wenn ich einfach mal das-was-ist annehme - und zwar genau so wie es ist.

Einordnen tut man es ja später sowieso noch, aber vielleicht mit einem etwas anderen Blickwinkel, als zuvor ....

Und glaub mir, die Welt wird viel größer und bunter, je mehr man einfach mal das-was-ist sein lassen kann ....

Greets, der trin


Edit: Ich glaub irgendwie, da tut sich grad einfach was bei dir und das hat dich halt grad ein wenig umgeworfen (kannste nicht einordnen und so .... ^^). Hatte auch mal eine Phase, wo ich das Gefühl hatte, ich wäre "zerrissen" innerlich, also nicht bei mir, sondern bei allem und jedem, nur nicht bei mir selbst. Mir hat dann mein Hausarzt eine Übung mitgegeben, die es für mich voll gebracht hat nach einigen Tagen. Und jetzt nach Jahren mach ich das immer noch mehrmals tgl. ....

Falls es dich interessiert ....

Setz dich einfach mal ruhig hin, beide Beine am Boden, keine Musik oder TV oder so, und auch die Arme entspannt aufgelegt - du sollst einfach entspannt dasitzen, aber nicht auf der Couch, sondern auf einem Stuhl, damit du auch gerade sitzen kannst, das ist wichtig.

Nun atme ganz bewusst tief ein und zwar tief in den Bauch runter. Fühl deinen Atem, wie er einströmt und fühl den tiefsten Punkt in deinem Bauchraum, wo der Atem hinkommt. Dann halt die Luft ein paar Sekunden und atme ganz langsam aus. Während des Ausatmens solltest versuchen deinen Körper immer besser und besser zu fühlen. Fang mit den Beinen an, bis die kribbeln, dann die Hände, dann der Kopf und dann der Rumpf, bis du deinen ganzen Körper fühlst und eben auch deine Körpermitte durch den Fokus beim Einatmen.

Ich hab das damals zwei, drei Mal am Tag für vielleicht 10 min gemacht und das hat mir echt viel gebracht. Seitdem hab ich endlich mal einen gscheiten Zugang zu meinem Körper gefunden, also dass ich wirklich gelernt habe, meine Aufmerksamkeit/meinen Fokus darauf zu lenken.

Diese Übung ist übrigens aus einem Buch, wo es um den Energiekörper des Menschen geht. Genau diese Übung soll deinen Energiekörper wieder richtig vereinen mit dir .... Aber egal ob es sowas wie einen Energiekörper gibt oder nicht, es tut so oder so gut, zu lernen zwei, drei Mal tgl. einfach nur dazusitzen und sich selber wahrzunehmen.
Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen!
Indianische Weisheit
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1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 29.09.18 19:01
Ich danke dir für deine Denkanstöße!

Das alles mal aufzuschreiben was mir seit Monaten im Kopf rumfliegt hat mir wirklich enorm geholfen.
Ich hätte nicht gedacht dass man an einem Trip so lange knabbern kann, aber hey, neue Eindrücke und Sichtweisen zu gewinnen war davor auch genau meine Absicht!

trinity schrieb:
Versuch doch mal in Zukunft, wenn du was erlebst, was du noch nicht kanntest zuvor, das einfach nur so gut wie möglich wahrzunehmen und gleichzeitig auch in dich hinein zu spüren, was da so abgeht. Ganz ohne zu werten, eher wie ein kleines Kind, dass zum ersten Mal einen Schmetterling sieht und ihm verzückt und voller Begeisterung zusieht. Einfach nur mal hinschauen und wahrnehmen, nicht gleich versuchen alles einzuordnen.


Ein sehr guter Tipp, an welchen ich mich sicher erinnern werde. Leider bin ich mit einem Verstand gesegnet der sehr gerne einordnet und versucht immer alles zu erklären. Aber ich denke, wie bei so vielen Sachen ist auch hier weniger mehr. Die Übung von deinen Hausarzt hört sich gut an, eine Art der Meditation oder? Passt auch zum einfach wahrnehmen ohne einzuordnen. Damit hatte ich vor einiger Zeit mal angefangen aber das ganze dann schleifen lassen, obwohl es mir eigentlich sehr gut getan hat. Muss ich wirklich wieder mit anfangen.

Wie dem auch sei, ich habe das Gefühl heute ein großes Stück in die richtige Richtung gegangen zu sein. Ich danke dir herzlich für den Austausch trin!

Grüße, Zoltan
 
Traumländer



dabei seit 2015
91 Forenbeiträge
4 Tripberichte
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 29.11.18 20:57
Also nach ner Pause Cannabis vapen und das was ich darauf erfahre...ich könnt wetten das ist eine substanzinduzierte temporäre Schizophrenie während des Highs. Diese neuen hochgezüchteten Sorten mit 20%+ sind unnatürlich krass.

Ausserdem glaube ich wirkt Oxycodon auch etwas schräg ^^
 
Traumländer

dabei seit 2013
17 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.04.19 14:15
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Psychose und einer Schizophrenie?
Ich dachte mal das Psychosen Schübe meint und Schizophrenie die Verfestigung (über längere Dauer) dieses Zustandes.
Psychiater mit denen ich geredet habe, haben dies aber verneint. Eine vernünftige Antwort habe ich aber auch nicht bekommen.
 
Träumer



dabei seit 2019
26 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.04.19 14:26
Nonsens schrieb:
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Psychose und einer Schizophrenie?

Psychose ist der Sammelbegriff für alle Krankheiten des Geistes. Schizophrenie ist EINE dieser Krankheiten.
Grüße
Als KI (künstliche Intelligenz) bin ich für keine meiner Handlungen verantwortlich. Im Falle von Pannen wenden sie sich bitte vertrauensvoll an das Programmierteam.
Traumländer



dabei seit 2016
93 Forenbeiträge

  Geschrieben: 13.05.19 15:40
K I schrieb:
Psychose ist der Sammelbegriff für alle Krankheiten des Geistes. Schizophrenie ist EINE dieser Krankheiten.
Grüße


Nein, das stimmt so nicht. Üblicherweise wird mit Psychose die Symptomatik der Krankheit Paranoide Schizophrenie gemeint, ist also ein Sammelbegriff für die Vielzahl an möglichen Bewusstseinsstörungen (die abstrakte Bezeichnung Wahnvorstellungen und konkreter Beziehungsideen, Ich-Störungen, Verfolgungsängste, Dermatozoenwahn, Gedankenkontrolle, Halluzinationen usw.) in der akuten Phase einer Schizophrenie, also der Psychose, in der man eine, davon abgeleitet bezeichnete, psychotische Wahrnehmung, hat.

Manchmal wird der Begriff etwas weiter gefasst, auch für Bewusstseinsstörungen anderer Krankheiten, aber davon würde ich abraten, da es als Bezeichnung für die Symptomatik einer Schizophrenie schon sehr spezifisch ist und es sehr große konkrete Unterschiede zu diesen Bewusstseinsveränderungen anderer Krankheiten, wie Depressionen, gibt und es meiner Meinung nach absolut unangemessen ist, die völlig unterschiedlichen Symptomatiken beider Krankheiten unter einem Begriff zusammenzufassen, der eben wie gesagt dort wo man praktisch mit beiden Diagnosen zu tun hat, also der Psychiatrie, meiner Erfahrung nach, definitiv immer auf Schizophrenie bezogen ist.

Schließlich kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass eine Psychose als Symptomatik der Schizoophrenie so spezifisch wahrgenommen wird, dass man unter den Betroffenen sehr genau weiß was die anderen erlebt haben, also was das gemeinsame Element des Erlebnisses, also der Psychose, war, während die konkreten Bewusstseinsveränderungen zwar sehr ähnlich sein können, aber meistens größtenteils unterschiedlich sind, ähnlich wie sich mehrere LSD Trips sowohl von einer Person, als auch zwischen mehreren Konsumenten, unterscheiden oder ähneln können.

Ich hab also noch nie von jemandem gehört, der damit, dass er eine Psychose gehabt hat, etwas anderes als die Symptomatik der Schizophrenie gemeint hat. Es verhält sich übrigens genauso mit dem Begriff Schizophrenie, von dem es zwar mehrere Variationen gibt, es aber eigentlich immer um die paranoide Schizophrenie geht, da die anderen Formen sowohl seltener vorkommen, als auch sich symptomatisch deutlich unterscheiden.
Lache und die ganze Welt lacht mit dir. Weine und du bist allein.

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