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LdT-Forum » Konsum » Tripberichte » LZ: Kalter Entzug von Benzodiazepinen (Alprazolam) und Alkohol


« Seite (Beiträge 16 bis 26 von 26)

AutorBeitrag
Anonym
» Thread-Erstellerin «
  Geschrieben: 23.01.19 19:20
Hallo liebe Traumländer,
Lieber Pvnk: sich von deinem Freundeskreis unter den Umständen zu distanzieren, ist eine gute Entscheidung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man schnell merkt, dass es nicht wirklich ein Verlust ist. Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin!:)

Lieber Siddhartha: Ich freu mich für dich, dass du diesen Schritt gemacht hast und dabei bist, dein Leben umzukrempeln und neu zu beginnen. Das ist sehr stark von Dir und wie Ich schon in meinem Text geschrieben habe, glaube ich auch daran, dass du das schaffst. Danke für deine positive Bewertung, ich bin gerührt und freu mich wenn ich anderen, wenn auch nur aus der Ferne, in irgendeiner Art und Weise helfen kann.
Ich bin immer noch clean, muss hier wohl sagen, dass ich leider schlechte Erfahrungen mit Therapeuten gemacht habe und jetzt seit kurzem angefangen habe zu den NA zu gehen. Am Anfang habe ich mich da etwas seltsam gefühlt, aber obwohl es sehr aufwûhlend ist, hilft es mir und ich werde da auch öfter hingehen. Ich finde eine der schwierigen Sachen am clean sein ist die Einsamkeit, weil man wenige bis keine um sich herum hat um seine Gedanken zu teilen, somit ist es immer gut sich mit “Gleichgesinnten” zu treffen. Ansonsten hat das Clean sein seine Ups und Downs aber ich stehe immer noch dahinter, dass das die beste Entscheidung ist, die ich für mich hätte treffen können.
Ich drücke dir beide Daumen, Dir steht zwar kein einfacher Weg bevor, aber einer, der in eine helle Richtung führt!:)
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2013
335 Forenbeiträge

  Geschrieben: 24.01.19 10:02
Habe jetzt beim überfleigen nicht gelesen, wie lange der körperliche entzug gedauert hat. Wäre super das zu wissen. Danke !
 
Anonym
» Thread-Erstellerin «
  Geschrieben: 25.01.19 22:44
Also nach 2 Wochen haben die körperlichen Symptome nachgelassen, allerdings kamen diese danach wieder Sobald ich in einer Stresssituation war, aber waren dann auch wieder weg sobald ich mich beruhigt hatte. Ich finde es sehr schwierig hier zwischen körperlichen und seelischen Symptomen eine klare Grenze zu ziehen, weil es sehr ausgeprägte Mischzustände waren vor allem weil die Wahrnehmung einerseits sehr empfindlich ist und ich sehr lange sehr depersonalisiert war. Das was am längsten bei mir angehalten hatte war das Kribbeln, auch beim Hände waschen sehr unangenehm bzw. das Gefühl dass sich Insekten auf meine Haut setzen. Am schlimmsten waren die körperlichen Symptome abends vor dem “Schlafengehen”. Ich glaube nach etwas mehr als einer Woche hab ich nicht mehr gezuckt. Was in der ersten Woche noch extrem war dass ständige Wechseln von heiß zu kalt zu heiß, aber weiß ich nicht ob das jetzt körperlich oder seelisch ist. Das Händezittern war innerhalb der ersten Woche vorbei. Wobei nach einer Woche die psychischen Zustände sich verschlimmert hatten und ich dann die körperlichen Symptome klarer wahrgenommen habe, wahrscheinlich weil ich auch selbst im Kopf klarer geworden bin. In der ersten Woche waren die Mischzustände sehr extrem, z.B. Nach dem Aufstehen habe ich die ersten 4 Tage aus dem Nichts nur geheult und sobald ich emotional aufgewühlt war wurden die körperlichen Symptome direkt schlimmer. Was länger als 2 Wochen angedauert hatte waren die Muskelschmerzen vor allem in Waden und Oberschenkel (hab dann viel Magnesium getrunken). Nach 5 Wochen hatte ich keine körperlichen Symptome wie z.B. Das Kribbeln mehr bei Panikattacken. Das ist aber alles sehr individuell, es hängt halt viel davon ab wie der Körper das abbaut und wie Körper und Psyche Zusammenhängen. Was mir sehr geholfen hat die Symptome auszuhalten, war dass ich sehr davon überzeugt war, dass ich das durchziehen will und mich selbst dann oft versucht habe in Motivation zu reden und mir die Gewissheit einzureden dass das vorbeigehen wird (was es auch definitiv tun wird) und vor allem meine Gedanken aufzuschreiben bzw wie ich mich grade fühle. Das hat mir einerseits Ablenkung gegeben und anderseits konnte ich mich darauf am besten konzentrieren weil ich mich so mit mir selbst beschäftigen konnte. Da das so ganz fiese Mischzustände sind ist es ganz wichtig sich emotional zu schonen, also auch keine aufwühlende Musik zu hören oder so. Ich konnte während meines Entzuges z.B. Gar keine Musik hören. Denn je gestresster ich war desto stärker wurden die Symptome und dann war ich noch gestresster und so weiter. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg:))
 
Traumländer



dabei seit 2009
959 Forenbeiträge
2 Tripberichte
1 Langzeit-TB
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 30.01.19 17:28
zuletzt geändert: 30.01.19 20:42 durch allgoodthings (insgesamt 3 mal geändert)
Anonym schrieb:
Hallo liebe Traumländer,
Lieber Pvnk: sich von deinem Freundeskreis unter den Umständen zu distanzieren, ist eine gute Entscheidung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man schnell merkt, dass es nicht wirklich ein Verlust ist. Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin!:)


Ja das ist ja das mit den "Freunden". Und verdammt gefährlich! Gerade anfangs. Da du eben schnell rück fällig werden kannst. Gerade wenn das "gelaabere" losgeht, GEHEN! Aber am besten trennen. Ab da Wird dann eh nur noch peinlich und nervig...



Das Pdf werd ich mir in Ruhe durchlesen...








Zuviele kiffer verderben das high

Flames to dust, lovers to friends
Why do all good things come to an end...come to an end
Ex-Träumer
  Geschrieben: 04.03.19 10:05
war ja schon beim letzten Mal ein unglaublich guter TB, der mich viel zum Nachdenken über mich selbst und mein Leben gebracht hat.
Pädagogisch wertvoll.
10/10
 
Träumer

dabei seit 2019
105 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 04.03.19 15:45
ich hasse benzos voll versteh nicht wie man davon süchtig werden kann .

Das einzigste wo bei mir gescheit wirkt und gut is das Non Benzo Zopiclon .

Aber benzos ha ich valium und tavor probiert finde es Schrecklich
 
Anonym
» Thread-Erstellerin «
  Geschrieben: 15.03.19 03:19
@Hustenchiller Danke für dein positives Feedback:))
@oschi12345 ja ist ja immer sehr individuell wie Drogen, vor allem Benzos auf einen wirken
 
Traumländerin



dabei seit 2016
420 Forenbeiträge
7 Tripberichte

  Geschrieben: 14.04.19 19:26
Danke. Ich danke dir von ganzem Herzen für diesen unfassbaren Text. Ich habe noch nie gelesen, wie jemand die Partyszene, den Drogenkonsum und nicht zuletzt seine eigene Persönlichkeitsstruktur so diffizil hinterfragt und reflektiert. Vor allem deine Beobachtungen der Gruppendynamik in Verbindung mit Konsum sind extrem interessant.

Das Thema destruktiver Konsum ist unendlich komplex und das hast du mit deinem Tagebuch deutlich gemacht. Ich fühlte mich an vielen Stellen persönlich angesprochen und deine Reflektionsarbeit hat mir sehr viel zu denken gegeben.

Wenn du nichts dagegen hast, würde ich deinen Text gerne auf meinem Blog veröffentlichen. Dort setze ich mich schon seit einer Weile möglichst reflektiert mit mir und meinem Konsum (aber auch mit Wahrnehmung, Außen/Innenwelt und Existenz) auseinander. Ich würde dich jetzt fast bitten mir eine PM zu schicken, damit ich dir dort den Link schicken kann, aber ich denke du wirst das ganze aus gutem Grund anonym veröffentlicht haben, also: progressofself.wordpress.com

Ich wünsche dir weiterhin so viel Kraft und Selbstliebe wie du brauchst um irgendwann aus eigener Kraft glücklich zu werden <3

Liebe
Take risks. If you win, you will be happy. If you lose, you will be wise.
Träumer

dabei seit 2019
11 Forenbeiträge

  Geschrieben: 14.04.19 21:00
Murmeltiersalbe schrieb:
spiteful schrieb:
Und es gibt tolle Menschen, man muss sie nur finden und auch etwas zurückgeben.

Ich habe das subjektive Gefühl, daß diese immer weniger werden. Man kommuniziert heute vorwiegend über Smartphone, erledigt seine Einkäufe über Apps, wird kaum noch auf der Straße von fremden Personen angesprochen, wie ich es vor etwa 10 Jahren gewohnt war und auch selbst getan habe. Heute leisten die Menschen draußen allein durch ihre Mimik und Körperhaltung passiven Widerstand. An der Kasse im Supermarkt lächelt niemand mehr, alle Aktivitäten, die mit anderen Menschen zu tun haben, scheinen nur noch notwendige Qual zu sein.

Vor 10 Jahren war ich im Prinzip genauso einsam wie heute, nur konnte ich damit zu dieser Zeit sehr gut klarkommen bzw. fühlte mich wohl damit, da ich und auch die Menschen draußen offener waren für das kurzzeitige Gefühl, bedingungslos gemocht zu werden. Noch heute versuche ich in Gesprächen, den "Kern" eines Menschen kennenzulernen, eine Beziehung aufzubauen, und bin dann umso enttäuschter, wenn das mal wieder nicht funktioniert. Ist das nur persönlicher Weltschmerz oder Zeitgeist bzw. geht es anderen genauso?


Murmel, du sprichst mir so von der Seele. Jeden Satz, den du schreibst, fühle, sehe und denke ich genauso.

Anonym
» Thread-Erstellerin «
  Geschrieben: 15.04.19 03:38
Liebe @voller Liebe, vielen Dank für dein schönes Feedback, das bedeutet mir echt viel. Ich habe mich gerade etwas in deinen Blog hineingelesen und muss sagen, ich finde deine offene Art und Weise dich mit ernsten Auswirkungen der Zwischenwelt von Drogen und Wahrnehmung auf einen selbst in Kombination mit deinem verspielten und doch präzisen Schreibstil beeindruckend. Von daher wäre es mir eine Ehre, wenn du meinen Text in deinem Blog veröffentlichst und du hast meine sichere Erlaubnis dazu. Ich habe dir btw gerade eine Kontaktanfrage geschickt.
Ich wünsche dir ebenfalls nur das Beste.
Liebe zurück:)
 
Traumländerin



dabei seit 2016
420 Forenbeiträge
7 Tripberichte

  Geschrieben: 16.04.19 00:13
Lieben Dank wiederum für dein Feedback, Anonym! Ich freue mich immer, wenn mein Geschreibe Anklang findet. Und ich danke dir herzlichst für deine Erlaubnis - die Ehre ist ganz meinerseits <3

Über die Kontaktanfrage freue ich mich auch total, hab sie eben beantwortet ohne zu wissen dass du es bist..

Liiiebe
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