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LdT-Forum » Konsum » Drogen & Konsum » Gedenk- und TrauerThread


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AutorBeitrag
Chat-Mod



dabei seit 2013
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  Geschrieben: 28.02.19 20:06
zuletzt geändert: 28.02.19 23:15 durch Abyssal (insgesamt 1 mal geändert)
Nach 14 schweren Monaten hast du den Kampf gegen den Krebs verloren. Du wirst immer mein Held und Vorbild bleiben. Ich werde dich nie vergessen.

Ruhe in Frieden, Papa.

 
Traumländer

dabei seit 2012
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  Geschrieben: 01.03.19 13:44
Wir kennen uns nicht, aber ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!




'if you can't feel it then you'll just never know it.. i feel sorry for you.'
Traumländer



dabei seit 2016
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  Geschrieben: 01.03.19 17:10
Auch von mir alles Gute Abyssal!
Kenne diesen Kampf nur zu gut und zuletzt hat ihn meine Mutter im Januar verloren.
Es wird besser…
 
Moderator



dabei seit 2010
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  Geschrieben: 02.03.19 05:39
Shice Aby...mein tiefstes Mitleid Bro. :/
Ich bin jetzt noch lange net drüber, weg, wegen Ma.

Ich bin schlecht bei sowas, aber ich wünsch dir alles Gute der Welt..und mach keinen shice pls. Ich bin froh nch da zu sein obwohl alles nur nch schlimmer wird, du weißt ja was ich meine. Lass es dir "gut" gehen, udn wenn ich das richtig verstanden hab hast du ja grade wen zum reden bei dir.

Liebe Grüße euch beiden.

Haggi
„Ich halte nichts von dem, was du sagst; aber dein Recht, es zu sagen, werde ich mit meinem Leben verteidigen.“
Voltaires


[Dee Jay] 23:09: nüchtern is vor entzügig der beschissenste zustand
Traumländer



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  Geschrieben: 03.03.19 02:14
Abys, mein Beileid, Bruder, ich wünsch Dir viel Kraft für die kommende Zeit und alles Liebe.
»Zu einer Erkenntnis […] muß man durch Not, Leiden an seiner Fülle gekommen sein, muß geglaubt haben, ›entwurzelt‹ zu sein […], muß am Intellekt gelitten und ihn durch den Geist überwunden – muß mit dem Menschen gerungen haben.«
— Ernst Toller
Träumer

dabei seit 2018
5 Forenbeiträge

  Geschrieben: 04.03.19 13:13
Der Bollo schrieb:
Auch von mir alles Gute Abyssal!
Kenne diesen Kampf nur zu gut und zuletzt hat ihn meine Mutter im Januar verloren.
Es wird besser…


meine mutter ist im Dezember von dieser welt gegangen.

jeder trauert andes, aber ich würde doch eben genau darum gern meine sicht der dinge preisgeben, dass sich abyssal nicht vielleicht als "gestört" in sachen trauern/trauerprozess ansieht, wenn es eben NICHT besser wird.

denn vor allem bis jetzt vor kurzem, wurde es langsam (morgen sind es genau 3 Monate) schlimmer! bei mir war es so, sie war ca. 3 jahre krank. krebs. und ist gegen ende dann sehr schnell und rapide verfallen. die letzten 2 Wochen war sie im KH. und hat immer mehr und mehr und extrem abgenommen. tja und dann ist sie gestorben.

ich habe es zuerst nicht wirklich realisiert. ich dachte früher, sowas gibt's nicht. naja gibt's doch. ich habe mich gefragt, ob ich denn kein herz hätte. aber mein bruder meinte, wir hätten ja genug zeit gehabt uns darauf vorzubereiten. und das stimmt.
aber dann setzte sich langsam und schlecihend ein prozess in gang. und aus der schockstarre gepaart mit darauf vorbereiten zu anfang, ist jetzt ein immer wieder mal aufkommendes traurigkeitsgefühl und auch weinen dabei, was ich am anfang nicht hatte, nicht mal annähernd war ich so traurig wie jetzt immer wieder mal. es belastet mich aber nicht sondern fühlt sich wie ein gesunder trauerprozess an. es ist nur eben nicht von anfang an besser, sondern schlechter geworden. nunja. ich wollte nur mal zeigen, dass es nicht unbedingt "Besser" sondern auf eine eigene art und weise "schlechter" werden kann, die nicht belastend sein musss. denn jeder nimmt anders abschied. begonnen hat es bei mir, als ich bei der beerdigung war. als die asche eingelassen wurde, ins grab.

wie gesagt, jeder trauert anders. ich empfinde meinen trauerprozess als gesund, weil doch emotional und traurig, aber nicht belastend (obwohl ich vorher jetzt 7-8 jahre meine gefühlt so gut wie abgestellt hatte und ein sehr kalter mensch war)..

ich wünsche dir, deinen eigenen individiuellen, gesunden und nicht belastenden trauerprozess, abyss und auch dir der bollo (witzig, wurde auch mal von einer forenuserin bollo genannt. aber sehe überhaupt nicht aus wie ein emo und verabscheue diesen emostyle. ich hatte halt easy peasy jogginghose und unterhemd an und drüber einen zipper. alles in schwarz, aber ist ja eigentlich elegant oder? eigentlich eher prollo. schick und schlabber prollo :-)) )...

 
Chat-Mod



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  Geschrieben: 07.03.19 20:58
Ich danke euch für die lieben Worte. Mir geht es soweit ganz gut denke ich. Ich kann euch nur ans Herz legen; macht was mit euren Alten und mit euren Großeltern. Meine Großmutter verstarb auch vor einigen Monaten, ebenfalls an Krebs. Krebs kann so beschissen sein, unglaublich.

Seid lieb zu euren Eltern/Großeltern und unternimmt bestenfalls was mit ihnen. Die Leute verschwinden zwar, aber die Erinnerung kann euch keiner nehmen.

Besten Gruß,
Abyss
 
Traumländer

dabei seit 2012
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ICQ
  Geschrieben: 20.03.19 18:49
Es vergeht kein Tag an dem ich nicht an dich denke Shira. Du warst der liebste Mensch den ich je kennengelernt habe und seit deinem Selbstmord an meinem Geburtstag vergeht nun auch keine Nacht mehr.
Was würde ich dafür geben dich noch ein mal sehen zu können, dich mit deinem lieblings Kuschelkissen neben mir einschlafen sehen oder in deinen Armen zu liegen weil du mir die Angst nehmen willst.
Es ist schwer sich nicht die Schuld dafür zu geben.
Du hast gedacht mich für immer verloren zu haben, dabei liebe ich dich immer noch. Ich hätte mir mein Leben mit dir vorstellen können, jetzt bleibst du leider nur in Gedanken darin.

If we could sniff or swallow something that would, for five or six hours each day, abolish our solitude as individuals...and make life in all its aspects seem not only worth living, but divinely beautiful and significant...earth would become paradise.
Traumländer



dabei seit 2008
1.432 Forenbeiträge

  Geschrieben: 12.04.19 21:46
zuletzt geändert: 12.04.19 21:59 durch Zitronenfalltür (insgesamt 3 mal geändert)
Thomas.
Ich weiß nicht was ich sagen soll. Schreiben soll. Wo anfangen. Wo aufhören. Und überhaupt. Ich stehe die ganze Woche schon neben mir. Du kannst das doch eh nicht lesen. Also tue ich das nur für mich. Ich kann bloß so ehrlich sein, wie das irgend geht, und ich glaube, das passt schon, weil ich den Eindruck habe, dass du das auch immer warst.
Ich könnte schreiben, wir kannten uns kaum, aber vielleicht ist genau das auch grundfalsch.
Ich glaube, dass du mir ein besserer Freund warst als ich dir, und damit sollte ich wohl anfangen.
Du bist noch in den Sechzigern geboren, ich in den Siebzigern. Gerade noch so. Dass du trotzdem etwas mit mir anfangen konntest, spricht für dich. Leute mit Geburtsdatum nach '85 ca. kann ich entweder nicht ernstnehmen, oder nicht fühlen, da klafft etwas, auch wenn ich sie teilweise mag, mitunter sehr mag, aber entweder sind die Kinder für mich, oder zu ernsthaft, zu businesslike, zu Neohipster, abgehoben, abgestumpft, abgeklärt, dauerironisch, verkopft oder unbedacht, einfach nicht down to earth, zu ideologisch oder zu zynisch, ohne gelebte Werte im praktischen Leben, oder vermutlich - eher wohl - ich einfach zu hängengeblieben und verbittert.
Du warst nicht so.
Und doch irgendwo old school.
I could relate.
Du hattest es wahrlich nie einfach im Leben.
Von Geburt an, mehr oder weniger, gesundheitlich angeschlagen, Spastik, Lähmung, Rollstuhl.
Damals, als "behindert" noch als Schimpfwort galt, alle in einen Topf geworfen wurden, geistig wie körperlich wie seelisch.
Du hattest was drauf, hast dich behauptet, hattest ein fürsorgliches Elternhaus, ... - soweit ich das überhaupt wahrnehmen konnte aus deinen spärlichen Erzählungen raus. Du lebtest nicht in der Vergangenheit.
Du hast was "aus dir gemacht", gerade eben nicht nur in den Augen "der Welt", sondern ganz für dich selbst (und für die Menschen, die dich kannten); hast gegen alle Unkenrufe und Widerstände dir eine Bildung und Ausbildung erarbeitet, eine Berufstätigkeit und Stellung. Freunde, vor allem auch die. Dann kam der Tiefschlag. Du dachtest an Schwäche aus Kraft, zu viel zu tun, kurz vorm Burnout, warst dir bewusst, kürzer treten zu müssen, und wolltest dich doch nicht hängen lassen. Etwas verschleppt, was vielen so geht, mitunter noch länger. Doch bei dir war es anders. Leukämie. 48 Stunden gab man dir noch. Deine Eltern hängten sich rein, bestanden auf die beste Behandlung, die zur Verfügung stand. So bekamst du ein "zweites Leben", eines, das du dir weder erhofft, noch eträumt hattest, aus dem du aber das Bestmögliche gemacht hast. Du standst immer voll im Leben, hast gelebt, genossen, vermutlich auch gelitten, gefeiert, und vielseitige Interessen gehabt. Ein anderer an deiner Stelle hätte sich vielleicht seinen Privilegien hingegeben, für die er nichts konnte, aber so nicht du. Von dir habe ich nie, nicht einmal subtil, unterbewusst, unbedacht, ohne eigenes Zutun ansozialisiert, auch nur die kleinste Kleinigkeit an Klassimsus erlebt, weder persönlich, noch zugetragen, noch hätte ich mir das mittlerweile vorstellen können. Auch das spricht so unendlich für dich, eben weil es in unserer Gesellschaft eben keine Selbstverständlichkeit ist, und gerade Menschen, die von anderen zurückgestellt wurden oder denen das Leben übel mitgespielt hat, sobald sie ein paar Hindernisse überwunden haben, zur Entlastung und um die lange verwehrte Anerkennung buhlend, "gerne" - oder auch ungerne, vermeintlich "realistisch" - auf andere herabschauen, die nicht ganz so stark oder glücklich waren, wie sie selbst. Klar, auch du warst kein Heiliger. Aber wer könnte es dir verübeln? Jedenfalls, eins weiß ich gut genug, nach doch so einigen Jahren: Dein Humor, obschon trocken, ging nie zulasten von Schwächeren, und wo du dich über menschliche Schwächen beömmeln konntest, da doch immer mit einer gewissen (Equi-)Distanz, die über allgemein-menschliche Schwächen wusste, sich davon nie gänzlich ausnahm, und individuelle Marotten auch immer als Liebens- oder zumindest Schützenswürdigkeit erkannte oder zumindest daran zu relativieren wusste, sofern keine Bösartigkeit im Spiel war. Du warst "fair", aber nicht im regelkonformen Sinne, sondern auf einer höheren, menschlichen Ebene. Du warst matter of fact, aber nicht ohne Gefühl, im Gegenteil. Du warst echt, no bullshit. Dein Interesse war echt. Und im Moment. Du gabst einem nie das Gefühl, irgendwas vorzuspielen, oder irgendwo festgefahren zu sein. Aber auch kein Blatt im Wind. Im Gegenteil. Du hattest so viel erreicht, auch "in den Augen der Welt". Und auch, nachdem dir das genommen wurde, aus gesundheitlichen Gründen, bliebst du interessiert. Philosophisch, menschlich, fachlich. Du hast nicht bloß nach vorne geschaut und "deinen Frieden" mit der Vergangenheit gemacht; du hast auch nichts verklärt, du hast sogar die Größe besessen, die eigene Disziplin zu hinterfragen, über den Tellerrand hinauszuschauen, dich ehrenamtlich zu engagieren. Du hast im Kleinen so viel Großes getan, ohne großes Aufsehen, vermutlich sogar, ohne es zu wissen. Denn du hast DEINE Werte gelebt. Gerade weil du allerhöchstwahrscheinlich kein Vorbild sein wolltest, hast du es einem so leicht gemacht, sich "die Rosinen rauszupicken" und sich genau das dann zum Vorbild zu nehmen. Gerade nicht als Maßstab, sondern ganz zur freien Inspiration. Ich glaube, das war dir wichtig: Freiheit. So viel davon zu leben, wie irgend möglich; und anderen soviel davon zu lassen, wie irgend möglich. Du warst kein (vorgeschobener) "Realist", der sich bloß hinter Gewohnheiten versteckt, sondern ein realistischer Lebenskünstler, der wusste, dass dazu eben auch "Kunst", geübtes und übendes Können ebenso wie künstlerische Freiheit und Vision und gelebte Utopie, gehört, und dass man dafür auch einmal sein Ego hintanstellen kann - nicht muss. Ich weiß nicht, ob es für dich ein "sollte" gab, oder ob du dafür auch mit gut geeichtem ethischen Kompass zu sehr Pragmatiker warst, und jeden Tag nahmst, wie er eben kam, weil es für dich weder anders ging, noch denkbar, fühlbar, gewünscht war. Dafür kannten wir uns dann doch nicht so gut - oder lang - oder eng... Wie auch immer. Selten habe ich jemanden getroffen, der so sehr er selbst war, oder doch zumindest äußerst authentisch zu sein schien, wie du. Mit Drogen hattest du meines Wissens nie etwas am Hut. Und doch kommt es mir nicht allzu falsch vor, dies hier zu posten. Nicht etwa, weil du etwa auch ohne substanzielle Hilfe ein typischer "Psychonaut" gewesen wärst (auch wenn ich das gar nicht ausschließen würde, aber eben auch nicht unterschreiben). Sondern, weil du auf deine ganz eigene Weise immer wieder Grenzen erfahren, erlebt, überschritten oder verschoben hast. Du hast bis zum Ende am Leben voll teilgenommen, bist selbst von der Intensivstation aus noch über den eigenen Tellerrand hinaus ernsthaft interessiert gewesen, und wusstest bis ganz zum Schluss, dich nicht zu verzetteln - weder in Introspektion, noch in Erwartungen. Insofern bist du, bei aller Offenheit und allem Wandel, immer ganz du selbst geblieben. Jedenfalls, solange, wie ich dich kannte: Du hast nie Erwartungsdruck aufgebaut, noch dich Erwartungen gebeugt, die andere an dich herantrugen. Und das war unheimlich gut so. Eine Wohltat. Dafür werde ich dir wohl ewig dankbar sein. Du warst eine Persönlichkeit, die mein Leben bereichert hat. Und eigentlich ist es (fast) völlig egal, wo ich diese Zeilen hinschreibe. Ein "Drogenforum" wird dir sicher nicht gerecht. Aber gleichzeitig weiß ich auch, dass du dem Forum gerecht geworden wärst. Denn dir lag es fern, auf irgendwen herabzuschauen. Ich habe dich nie respektlos erlebt. Aber mit Respektlosigkeit vor hohlen Konventionen hättest du ganz sicher NIE ein Problem gehabt. Tendentiell eher Respekt davor. Oder mitunter sogar eine gewisse ausgleichende Freude daran. An gelebter, individueller Freiheit auf Basis zwischenmenschlicher Achtung und Demut vor allgemeinen wie eigenen Schwächen, aber ohne davor zu verzagen.
Ich bin mir vollauf bewusst, dass ich hier bloß mit mir selbst und meiner Wahrnehmung von dir kommuniziere.
Ich bin mir sicher, du hättest an meiner Stelle dafür nicht dieses Scheißinternet gebraucht, diesen seltsamen, halbanonymen, halbvertrauten Zwischenort, der hochpersönliche Dinge ins Licht einer (Semi-)Öffentlichkeit zerrt. Und du hättest dir dafür wohl auch keinen ansäuseln müssen. Du warst eben old school. Und du warst stark.
Aber ich bin mir sicher, du hättest genau das verstanden, dass mir das eben jetzt ein Bedürfnis ist. Und meine Art mit deinem Tod, der mir weh tut, umzugehen. Oder es zumindest entschuldigt und toleriert.
Nicht bloß dafür, sondern für ALLES:
Danke, Thomas!
 

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