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LdT-Forum » Konsum » Tripberichte » LZ: Koffein - mehr als gedacht? Portrait einer Volksdroge.


Seite 1 (Beiträge 1 bis 15 von 15)

AutorBeitrag
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  Geschrieben: 31.05.19 13:10
Dies ist eine automatisch erstellte Diskussion über den Langzeit-Erfahrungsbericht Koffein - mehr als gedacht? Portrait einer Volksdroge., welcher von Zoltan Chivay geschrieben wurde. Der Bericht ist vom 29.05.2019.

Diese Diskussion wurde am 31.05.2019 von hallojosh gestartet.


 
Dauer-Träumer



dabei seit 2018
120 Forenbeiträge

  Geschrieben: 31.05.19 13:53
Trotz geringem Umfangs recht gut gelungen.

Koffein muss zu den starken, psychoaktiven Substanzen gerechnet werden, auf jeden Fall. Es ist ein starkes Stimulans und dieses unreguliert zu erlauben, während Amphetamine vorboten sind ist absolut irrwitzig. Fragt man nach Suchtverhalten in Bezug auf Koffein wird direkt abgewunken, da wird gerne auf eine Studie verwiesen welche die gesundheitliche Vorzüge von Kaffee postulieren möchten. Verhält sich ähnlich wie mit dem Glas Rotwein. Koffein wirkt sogar manchmal deutlich stärker als Speed shithappens

Ich für meinen Teil konsumiere viel zu viel Koffein und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Koffein doch recht schädlich sein kann. Denkbear wäre vielleicht eine erhöhte Neigung zu Nierengries, Nieren-, Blansensteine. Anhand wissenschaftlicher Studien lässt sich das Gefährdunspotenzial ganz gut einordnen Koffein wird nicht wirklich als psychoaktive Droge betrachtet, vermutlich würde Koffein insgesamt noch gefährlicher als LSD zu bewerten sein.

"Ich bin nicht gekommen euch Frieden zu bringen, Ich bin gekommen euch das Schwert zu reichen"
Traumländer



dabei seit 2008
2.044 Forenbeiträge

  Geschrieben: 31.05.19 18:49


Besonders gelungen der Teil zu Entzugserscheinungen und gesellschaftlicher Akzeptanz & Verbreitung:


Zitat:
Es wird sicher keiner einen stationären Koffeinentzug machen müssen, aber angenehm ist er auch nicht gerade.

Man fühlt sich einfach nur müde und ausgekotzt. Bohrende Kopfschmerzen. Die Gedanken langsam und träge, die Stimmung depressiv. Gestern war ich noch so charismatisch und positiv, heute denke ich nur darüber nach möglichst schnell wieder ins Bett zu kriechen. Und das starke Verlangen nach einem ordentlichen Kaffee oder Energydrink. Das Ganze hält bis zu 3 Tage an und lässt dann langsam nach.



Aber genauso subtil wie die Wirkung ist auch der Entzug. Habe ich vielleicht einfach nur einen schlechten Tag oder werde krank? Wirklich schwer zu sagen, aber ein Test schafft Gewissheit: Die gewohnte Menge Koffein, und innerhalb von 30 Minuten verschwinden die Kopfschmerzen und die Sonne fängt wieder an zu scheinen. Dieses Gefühl ist irgendwie verdammt geil.

Wer jetzt ehrlich zu sich ist merkt: Ja, ich bin tatsächlich abhängig von Koffein. Aber damit in guter Gesellschaft, wahrscheinlich sind es weit mehr als 50% der Deutschen, und die meisten merken es noch nicht mal.



Es heißt ja immer, den Deutschen könne man den Alkohol nicht verbieten, sonst gäbe es Revolution. Ja gut, zumindest Gemecker, Regierungswechsel und illegalen Konsum gäbe es dann tatsächlich. Aber ein Deutschland ohne Kaffee? Dagegen würde schon im Vorfeld die Wirtschaftslobby intervenieren, das kommt also nie. Falls doch, bräche so ziemlich alles zusammen. Die meisten sind doch voll drauf. Leistungsdroge #1!

Ich hatte es mal auf täglich 1,5 - 2,5 Liter Filterkaffee gebracht, und ja, das war eine verdammte Sucht. Bin froh, dass ich jetzt "nur" noch gelegentliche Cola-Exzesse habe. Magenschonender ist das auch.
Alles, was dem Zeitgeist der 1940er widerspricht, ist Disney-Propaganda queer-stalinistisch-zionistischer Feminazikomitees zum Genozid arisch-männlicher Leistungsträgerschaft durch Chemtrailverschwulung + Islamisierung.
Abwesender Träumer



dabei seit 2017
107 Forenbeiträge

  Geschrieben: 31.05.19 22:21
Kriegt euch mal wieder ein :D also Koffein jetzt auf ne Ebene mit Speed oder LSD zu stellen ist schon leicht übertrieben :D
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2009
780 Forenbeiträge

  Geschrieben: 01.06.19 00:45
Nein, eben nicht. Wäre Koffein eine illegale Droge, dann wäre auch deine Denke diesbezüglich komplett anders. Habe selbst in der Verwandtschaft nen Fall von schwerster Koffeinabhängigkeit, d.h. locker 20 Tassen Kaffee und mehr am Tag, bis tief in die Nacht hinein, ohne könnte derjenige gar nicht mehr existieren.

Persönlich hab ich zum Glück dem Koffein schon seit Jahren abgeschworen, macht mich extrem paranoid das Zeug bis hin zu Panikattacken durch das Herzrasen etc.

Fand den TB sehr nice, fand persönlich auch schon immer, dass Koffein immens unterschätzt wird.
"You measure democracy by the freedom it gives its dissidents, not the freedom it gives its assimilated conformists."
Ex-Träumer



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107 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 01.06.19 06:34
Säure 4/5
Stärke 4,5/5
Aroma 3/5

Nett geschrieben. Beschreibt den substanzgebrauch äusserst präzise. Leider entspricht die Geschmacksverirrung mit den tabs micht meinem Gusto. Auch das wort Gastritis und/oder
„Die jacobsdröhnung“ fehlt mir ganz besonders.
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



dabei seit 2018
72 Forenbeiträge
1 Tripberichte
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 02.06.19 11:17
Freut mich dass der Bericht Anklang findet, und ich nicht der einzige bin der findet dass Koffein viel zu häufig unterschätzt wird!

Zum Gefahrenpotential: Leider taucht Koffein in den wenigsten Vergleichstabellen zum Gefahrenpotential auf. Die einzige die ich bei meiner Recherche gefunden habe ist diese hier.
Leider nur therapeutische Breite und Abhängigkeitspotential, und hier schneidet Koffein tatsächlich schlechter ab als LSD.
Wobei bei LSD die Gefahren natürlich eher im psychischen Bereich liegen, was hier nicht berücksichtigt wird.

Wobei hier das Koffein auch nicht ganz ohne ist, vor allem die Entzugserscheinungen, diese Antriebslosigkeit und depressive Grundstimmung. Kann mir gut vorstellen dass jemand der bereits leicht depressiv ist und seine Antriebslosigkeit mit 20 Tassen Kaffee am Tag "therapiert" bei plötzlichen weglassen dieser in eine schwere Depression rutscht.

Zu den Absätzen: Diese stören mich selber, leider bekomme ich sie nicht raus. Hab den Text in Libre Office vorgeschrieben und dann kopiert, und da ist wohl irgendwas von der Formatierung mitgekommen was jetzt Probleme macht. Im Editor sieht der Text ganz normal aus, aber sobald ich auf absenden drücke sind diese Absätze da.
 
Traumländer



dabei seit 2009
234 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.06.19 18:50
Netter Bericht, schön geschrieben.
 
Dauer-Träumer

dabei seit 2019
41 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.06.19 20:50
In der Kürze liegt die Würze, passt hier sehr gut :) Tolle Einleitung, guter Gesellschaftsdiskurs, gute Gliederung, straff, schön zu lesen. 10/10



 
Abwesender Träumer



dabei seit 2017
107 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.06.19 00:03
Bin trotzdem der Meinung dass Koffein dennoch lang nicht die Gefahren birgt.
selbst wenn man hochgradig abhängig ist für viele Jahre hat man einfach nicht diese Folgeschäden.
Missbrauch mal über n Jahrzehnt LSD, das macht einfach etwas mit dem Gehirn, das nciht mehr reversibel ist. Ebenso bei Speed, da bringst du ab nem gewissen Punkt deine Hirnchemie so dermaßen durcheinander, dass es einfach keinen Weg mehr zurück gibt, das ist bei Koffein eben nicht so
 
Dauer-Träumer

dabei seit 2019
41 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.06.19 00:17
Till,
Du hast vollkommen recht. Aber es gibt durchaus Lebenswelten, wo Kaffee wie Wasser gesoffen wird. Der akademische Mittelbau züchtet sich seine Herzinfarkte emsig heran. Die Dosis macht das Gift, nach 4-6 Litern mittelstarkem Gesöffs meldet sich so gut wie jede Pumpe...

mMn liegt die Gefährlichkeit von Kaffee in seiner vermeintlichen Ungefährlichkeit. Er ist der Gefährte der Doppelmoral, des unbewussten, gesamtgesellschaftlichen Missbrauchs eines psychotropen Stoffes und der gleichzeitigen Verurteilung "berüchtigter" Drogen.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2015
43 Forenbeiträge

  Geschrieben: 17.06.19 08:26
Till schrieb:
Bin trotzdem der Meinung dass Koffein dennoch lang nicht die Gefahren birgt.
selbst wenn man hochgradig abhängig ist für viele Jahre hat man einfach nicht diese Folgeschäden.
Missbrauch mal über n Jahrzehnt LSD, das macht einfach etwas mit dem Gehirn, das nciht mehr reversibel ist. Ebenso bei Speed, da bringst du ab nem gewissen Punkt deine Hirnchemie so dermaßen durcheinander, dass es einfach keinen Weg mehr zurück gibt, das ist bei Koffein eben nicht so


Sehe ich ähnlich.

In der Regel gehen die Leute normal mit Koffein (also meistens Kaffee) um, halt das übliche Käffchen oder zwei am Morgen und vielleicht noch eins am Nachmittag.

Gibt natürlich auch Exzesse. Ich habe über 20 Jahre lang im EDV-Bereich gearbeitet und saß viel in Büros rum, in manchen lief die Dröppelminna und später der Kaffeeautomat im Dauerbetrieb.

Ich selbst liebe Kaffee, drinke aber hauptsächlich Espresso, im Durchschnitt ein bis zwei Tassen pro Tag. Den kann ich gut ab, bei großen Tassen und besonders bei starkem Filterkaffee kriege ich die Flatter. Koffein OD ist unschön, Blutdruck 200, leichte Übelkeit, Herzrasen, Kiefermahlen, fahrig, zittrig, müffelnder Schweiß, Schlaflosigkeit, Gefühl der Dehydrierung, das übliche Programm halt. So ein leichter Koffeinkick ist aber nett, das empfinden wohl auch viele andere Menschen so, woran man sieht, wie tief die Nutzung von aktiven Substanzen in der menschlichen Natur verankert ist und wie schräg die Drogenpolitik mit ihrem 0 Toleranz-Quatsch und Prohibition daherkommt.

Im Grunde ist die Sachlage bei Koffein nicht anders als bei anderen Uppers oder Drogen generell, manche können damit um, andere nicht, da kann die Substanz nix dafür. Koffein und Alkohol (und Nikotin) sind die großen Volksdrogen in den meisten Ländern, damit haben die Leute Erfahrung. Meist wird dies im Umkehrschluß als Grund angegeben, warum andere Substanzen illegalisiert werden, etwa Cannabis oder Speed, "da kann die Mehrzahl nicht mit umgehen", heißt es dann, was für mich in diesem Zusammenhang ein recht dämliches Argument ist.

Koffeinmißbrauch ist ein Produkt der Leistungsgesellschaft, welche die Krankenhäuser mit ihren Opfern füllt. Er ist aber nur ein Teilaspekt eines komplexen Problems, dessen Lösung tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen voraussetzt, wofür ich aber keine Anzeichen sehe.
~-= Ich will einfach nur hier sitzen =-~
Abwesende Träumerin



dabei seit 2007
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1 Tripberichte
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  Geschrieben: 27.10.19 11:51
Hallo Leute, Koffeinsucht ist schon lange ein Thema für mich! Ich habe tatsächlich mal in einer labilen Phase meines Lebens jeden Morgen auf leeren Magen Espresso getrunken und als ich nach Monaten damit aufhörte bekam ich chronische Migräne!
Die Kombi Stress zu haben und sich dann noch zu puschen zehrt den Körper heftig aus!

Du bist ja bei 50-60 mg.wirklich noch auf einer Lowdosis. Genau richtig um das zu verstärken was so schon da ist. Aber krass das du bei den Minimengen so heftig Entzug hattest.
Hast du jetzt aufgehört mit Koffein?
Wenn ich morgens ein leichten Kaffee trinke finde ich das erstmal angenehmer als ein Starken ABER dann will ich nach kurzer Zeit noch Einen. Weiß nicht was besser ist. Direkt ein Starken am Tag oder 2 Leichte..?
Viele Gedanken an Koffein. shithappens
 
Traumländer



dabei seit 2008
2.044 Forenbeiträge

  Geschrieben: 27.10.19 19:09
Ich kann und will nichts zur Frage möglicher Langzeitfolgen beitragen. Was mir aber schon gelegentlich begegnete waren Menschen, die berichteten, abends nochmal einen Kaffee zu trinken, um besser schlafen zu können. Placebo, individuelle paradoxe Wirkung oder Folge von Abhängigkeit oder Toleranz? Ich weiß es nicht, aber das Phänomen hat mich zunächst verblüfft, und inzwischen finde ich es normal, da es mir eben mehrfach begegnet ist.
Alles, was dem Zeitgeist der 1940er widerspricht, ist Disney-Propaganda queer-stalinistisch-zionistischer Feminazikomitees zum Genozid arisch-männlicher Leistungsträgerschaft durch Chemtrailverschwulung + Islamisierung.
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer



dabei seit 2018
72 Forenbeiträge
1 Tripberichte
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 27.10.19 20:36
Hey Sakura,

die 50-60mg waren komplett ohne Toleranz, da reicht diese Lowdose finde ich vollkommen aus um der geistigen Leistungsfähigkeit nochmal den gewissen Kick zu geben.
Natürlich gab es auch Phasen in denen ich deutlich mehr konsumiert habe. Was ich tatsächlich am schwierigsten finde ist komplett aufzuhören.
Richtig Entzug mit Kopfschmerzen hatte ich bei 60mg nicht, da machte mir lediglich das Psychische zu schaffen.

Als ich den LZ Bericht geschrieben habe hatte ich tatsächlich schon ganz aufgehört. Aber irgendwie wurde und wurde es nicht besser mit der Antriebslosigkeit, deswegen habe ich mich inzwischen damit abgefunden dass es für mich in meiner momentanen Lebensphase nicht praktikabel ist komplett auf Koffein zu verzichten.
Ich habe einen fordernden Job und auch in der Freizeit viele Ziele auf die ich hinarbeite. Bevor ich das alles vernachlässige nehme ich das kleinere Übel und bin eben auf meine tägliche Dosis angewiesen. Und kosten tut es mich ja auch nichts, bei Koffeinpulver sind das vielleicht 5 Cent am Tag.
Im Moment nehme ich jeden Morgen vor der Arbeit etwa 60-80mg und komme damit gut hin. Nur wenn ich etwas wichtiges vorhabe oder feiern gehen möchte nehme ich am Abend noch eine zweite Dosis, oder dann eben den Energydrink.
Ich bevorzuge nur eine Dosis am Morgen, damit störe ich meinen Schlaf nicht.

@Zitronenfalltür
Das Phänomen ist mir auch schon begegnet. Habe schon häufiger gehört dass das was mit der Gehirndurchblutung zu tun hat, welche durch Koffein angeregt wird. Angeblich bekommen alte demente Menschen im Altenheim auch abends nochmal einen Kaffee. Dadurch werden sie paradoxerweise müde, schlafen gut und stehen nicht mitten in der Nacht auf der Matte und wollen zum Bus.
 

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