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LdT-Forum » Drogen » Pharmazeutika » Der Benzodiazepin - Sammelthread


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Traumländer



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  Geschrieben: 28.03.20 22:31
Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man mit Benzodiazepinen Spaß haben kann. Mich machen diese Substanzen einfach nur müde.
Ein Lied über St. Albert (Neudichtung von "Miss American Pie" von Don McLean): http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=33163

Wissenschaftlicher Artikel: Methoxetamin als Antidepressivum: http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=32810
Traumländer



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  Geschrieben: 28.03.20 23:00
Spaß würde ich es nicht nennen. Eher eine kurzzeitige Erlösung von einer unglaublichen Anspannung bzw. festgehaltenen Energie. Jedenfalls, solange man noch nicht abhängig ist.

Ist man es, tritt das ein, was @allgoodthings im letzten Absatz schreibt. Man spürt nur noch den Entzug. Ich selbst fühle mich, und das ist keine Übertreibung, inzwischen traumatisiert und erstarrt durch den Entzug bzw. auch das, was ich mir im Entzug wohl auch eingeredet habe, nachdem ich - nach jahrelangem täglichen Konsum, sehr oft in Verbindung mit Alkohol - entzügig erstmals so richtig mit den Horrorstories konfrontiert wurde (kann da gar nicht mehr genau unterscheiden).
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Traumländer



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  Geschrieben: 29.03.20 14:37
Murmeltiersalbe schrieb:
Spaß würde ich es nicht nennen. Eher eine kurzzeitige Erlösung von einer unglaublichen Anspannung bzw. festgehaltenen Energie. Jedenfalls, solange man noch nicht abhängig ist.

Den Verdacht hatte ich auch schon länger, dass Menschen, die von Benzodiazepinen abhängig werden oft eine Anststörung haben oder anderweitig unter starker Anspannung leiden.

Für mich taugen sie einfach nur mehr als Schlafmittel in absoluten Notsituationen, denn die Toleranz- und körperliche Abhängigkeitsentwicklung ist wirklich enorm. Ich hatte mir früher mal ein Gramm Etizolam bestellt (ist chemisch gesehen zwar kein Benzodiazepin, sondern ein Thienodiazepin, aber diese beiden Substanzklassen wirken pharmakologisch völlig gleich) und das dann praktisch täglich als Schlafmittel eingenommen, bis ich irgendwann schon soweit entzügig war, dass ich ohne absolut nicht mehr einschlafen konnte. Heute nehme ich es nur mehr in absoluten Ausnahmesituationen. Schlafprobleme habe ich zwar nach wie vor, aber dafür hilft das Antihistaminikum Diphenhydramin genauso und mit weniger Toleranzentwicklung.
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Traumländer



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  Geschrieben: 29.03.20 20:31
Bis ich Lorazepam probiert hatte, fand ich auch keinerlei "Spaß" an Benzos.
Hatte zuvor Bromazepam, Diazepam, Etizolam und Norflurazepam probiert und konnte keinem davon wirklich etwas abgewinnen, außer wenn man halt dringend schlafen muss.
Aber Lorazepam wirkt bei mir völlig anders als die anderen Benzos. Viel euphorischer und nicht so heftig sedierend. Ist das einzige Benzo, das ich hin und wieder zu Spaßzwecken konsumiere.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 03.04.20 21:56
allgoodthings schrieb:
An Benzos hatt man, wenn überhaupt nur wenige Wochen "Spaß". Man kanns mit hochschrauben sicherlich noch weiter hinaus ziehen aber nach ein paar Monaten ist dann auch damit Schluss.

Eine körperliche Abhängigkeit hat man bis dahin leider schon längst entwickelt. Das geht in der Tat innerhalb weniger Wochen.

Man schluckt dann die Benzos um normal zu bleiben oder aber man schleicht sie langsam und qualvoll aus. Aber selbst danach leidet man noch jahrelang unter diesen Entzugserscheinungen. insbesondere diese inneren Unruhe und Schlafprobleme bzw. die ursprüngliche Problematik führt schnell dazu, wieder zu Benzos zu greifen.


Genau das Problem hab ich seit 3 Tagen....
Ich hab mich seit April letztes Jahr von 20 Stk rivotril a 2mg auf 3 Stk runterdosiert... komplett alleine ohne Hilfe.

Seit über zwei Monaten hing ich jetzt bei der dosis fest, vorher konnte ich so ab 8 Stück alle 2-3 Wochen eine halbe runter gehen. Und seit 3 Stk war Schluss. Sonst ging es immer so 2 Wochen nach der dosis Reduktion wieder Bergauf aber jetzt bei den 3 Stück geht es mir seit 2 Monaten immernoch nicht wirklich besser. Eigentlich peinlich schon bei 3 Stück so rumzujammern, aber leider hab ich meine GABA Rezeptoren seit ich 19 war (werd jetzt 27) mit hauptsächlich Alkohol und Benzos zugekleistert.

Wie auch immer.... seit 2 Monaten häng ich fest, mir geht's nicht besser, eher ein Auf und Ab, aber nicht mit der Tendenz zu längeren "auf-Phasen"... Vorallem diese starke innere Anspannung, die sich teilweise anfühlt als würde ich gleich platzen (gerade bei längerer Konzentration oder wenn die letzte dosis - 2x je 1,5 Stk / Tag - länger her ist) und die starken Schlafstörungen (MAXIMAL 2 Stunden am Stück, eher knapp 1h15min, gesamt Dauer ca. 5 Stunden) sind ekelhaft. Und das miese ist, teilweise kann ich nicht richtig zuordnen, ob das jetzt Entzug ist oder einfach nur n schlechten Tag hab oder krank bin.

So, das ganze, dann meine sowieso schon vorhandenen Angststörungen.... und jetzt dieser ganze Kram mit Corona (keine Angst vor dem Virus an sich) der ganze Rattenschwanz der da dran hängt....
Bis jetzt hab ich im Notfall Lyrica genommen, wenns mir schlecht ging, auch jetzt in dieser Corona Zeit....
Aber jetzt Mittwoch ging es einfach nicht mehr....
Wie ferngesteuert, aber gleichzeitig zerissen von schuldgefühlen und unsicherheit, hab ich statt 1,5 Tabletten (normale Abend dosis) 3,5 genommen.... Und später nochmal 2 nachgelegt. Gestern morgens normale dosis 1,5 Stk, aber über den Abend verteilt 6 Stk. Und heute bis jetzt 8 Stück. Und endlich fahr ich mal wieder einigermaßen runter.... Ich weiß nicht wie das jetzt weitergehen soll, ich weiß ganz genau, dass ich jetzt sofort die Reissleine ziehen muss, wenn das ganze nicht in nem unkontrolliertem Rückfall enden soll. Weil vom Kopf her bin ich schon wieder drin in diesem Benzo Film und kann mich schwer damit anfreunden, dass ich jetzt schon wieder zurück zu den 3 oder wenigstens erstmal 4 Stk soll und mir dieses angenehme Gefühl wieder fehlen wird....

An alle, die Benzos nehmen (missbräuchlich), aber nicht nicht "drauf" sind:
Überlegt euch 8 mal, ob das nächste mal Benzos notwendig ist, wenn ja, dann überdenkt erstrecht, ob ihr nicht vllt schon tiefer drin seit, als ihr denkt, war bei mir auch so. Hab selbst lange konsumiert ohne körperlich abhängig zu sein, durch mischkonsum mit viel Alkohol, hab ich eventuelle leichte Entzüge vllt auch garnicht gemerkt und wegen der kreutoleranz, hatte ich auch ne kreuzabhängigkeit und bin immer weiter rein, durch die stärker fortschreitende Enthemmung und "alles egal Haltung" noch mehr.... Und als ich dann mein letzten Alkohol Entzug hatte vor 1,5 Jahren hab ich im Endeffekt nur eins durch das andere ersetzt und seitdem geht ohne Benzos NIX mehr.... Und so kann es auch mit anderen Szenarien als "Alkohol" verlaufen.
Ich hab nie damit gerechnet abhängig von Benzos zu werden....nach dem Alkohol Entzug war ich so blöd und hab gegen den Suchtdruck und als Ersatz eben weiter zu Benzos gegriffen... obwohl ich es eigentlich besser wusste, dass das keine gute Idee ist. Durch Tatsachen, wie, dass man zu Anfang mehrere Tage hintereinander oder lange Zeit jedes Wochenende konsumieren kann, ohne Probleme mit Pausen zu haben, entsteht leicht der Eindruck "so schnell kommt man ja garnicht drauf"..... Naja... 1-2 vlt auch 5-6 Jahre nicht....Aber dann kann es ganz schnell gehen und zu spät sein.
Also.... Passt auf!

Menschen, die keine Drogen nehmen, haben mehr Probleme mit Drogen als Menschen, die Drogen nehmen.
Dauer-Träumer

dabei seit 2019
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  Geschrieben: 09.04.20 10:04
Also besser opiate wie heroin anstatt benzos, sind diese das kleinere übel? Gibt es denn nichts was ähnlich effektiv ist wie opiate oder benzos aber einen nach kurzer zeit nicht noch tiefer in die hõlle schickt? Ich verstehe das nicht, unser gehirn besteht aus chemie dann muss es doch die möglichkeit geben auch bei einer störung das ganze mit chemie zu behandeln
 
Traumländer



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  Geschrieben: 09.04.20 18:17
zuletzt geändert: 09.04.20 18:27 durch allgoodthings (insgesamt 1 mal geändert)
Gemini schrieb:
Bis ich Lorazepam probiert hatte, fand ich auch keinerlei "Spaß" an Benzos.
Hatte zuvor Bromazepam, Diazepam, Etizolam und Norflurazepam probiert und konnte keinem davon wirklich etwas abgewinnen, außer wenn man halt dringend schlafen muss.
Aber Lorazepam wirkt bei mir völlig anders als die anderen Benzos. Viel euphorischer und nicht so heftig sedierend. Ist das einzige Benzo, das ich hin und wieder zu Spaßzwecken konsumiere.


WORD

Da bin ich vollkommen bei dir. Mir ging es damit genauso. Ansonsten verstehe ich nicht wieso manche den Rausch in Benzos (vergeblich) suchen. Dafür sind die absolut ungeeignet und das ganze wird meist sofort mit einem "Blackout" bestraft.😵

Ich habe sie gegen meine Ängste und meine Sozialphobie genommen. So kann man Sie auch noch her nehmen um einen Horrortrip abzubrechen oder um vom Speed runter zu kommen. 🤪

Als Schlafmittel finde ich sowas wie Seroquel viel sedierender und nicht so abhängig machend. Aufgrund der Toleranz wäre das sowieso nur ein kurzes Schlafmittel.
 
Abwesender Träumer



dabei seit 2020
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  Geschrieben: 12.04.20 05:27
Hey Leute , ich hab etwas Alprazolam , in Form eines Xanax Bars.
Leider hab ich den im Druckverchlussbeutel bekommen und der Dude hatte keine Einsicht zum Blister oder so.

Nun ich frage mich welche Dosierungen so kursieren und was ich erwischt haben könnte , gibt es da optische Anhalspunkte, an die man sich richten kann ?
Allgemein bin ich mir bei der Dosis etwas unsicher...

Wollte eventuell auch etwas Kokain dazu nehmen , verträgt sich das ?

 
Dauer-Träumer



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  Geschrieben: 12.04.20 05:35
Kokain und Benzos, da hebt sich die Wirkung halt gegenseitig, ein Stück weit auf.

Jedenfalls mach doch ein Bild und poste es im Medikamente identifizieren - Thread! Da kann dir vielleicht jemand weiterhelfen.
"Ich bin nicht gekommen euch Frieden zu bringen, Ich bin gekommen euch das Schwert zu reichen"
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 12.04.20 14:49
Grauzahn schrieb:
Kokain und Benzos, da hebt sich die Wirkung halt gegenseitig, ein Stück weit auf.


Das stimmt, aber vertragen tut es sich.
Ich z.B. vertrage bzw habe Kokain nur vertragen, wenn ich überhaupt Benzos dazu genommen hab oder eben, seit ich auf Benzos drauf bin, mehr als meine Dosis (sonst innere Unruhe und zu starker Abturn).
Dann aber fand ich sogar, dass beides zusammen ganz gut harmoniert, bei mir haben sich nur die negativen Wirkungen(wie schon beschrieben) gegenseitig geblockt und die guten teilweise sogar verstärkt (z.B. Stimmungsaufhellung bis Euphorie Phasen).

Auch wenn du es nicht erwähnt hast... aber solltest du was trinken wollen: Pass auf mit dem Alkohol!!!
Wenn du nicht zumindest bei einem von beidem (Benzos oder Alk) ne Toleranz hast würde ich garnix! trinken und selbst bei eigentlicher Trinkfestigkeit kann das ganze tödlich enden, gerade weil du durch das Koka die Sedierung (und auch andere NWs) nicht merkst... Und wenn du später vom Koka runterkommst, kommt die Benzo-Alk-Kombi durch und damit auch eventuelle Komplikationen, wie z.B. Atemstillstand, der vllt vorher vom Koka gerade so verhindert wurde.
Menschen, die keine Drogen nehmen, haben mehr Probleme mit Drogen als Menschen, die Drogen nehmen.
Ex-Träumer
  Geschrieben: 04.05.20 17:15
Ich hab gerade eine klinische Studie von Lasea gefunden, welche ich hier mitteilen möchte.

"Das Lavendelölpräparat ist so wirksam wie viele chemisch-synthetischen Arzneimittel, verursacht dabei aber weniger Nebenwirkungen und erzeugt keine Abhängigkeit. In einer klinischen Studie zeigte Lasea® z. B. eine vergleichbar angstlösende Wirkung wie Lorazepam (0,5 mg). Darüber hinaus verbesserte das Phytotherapeutikum Begleitbeschwerden der Angststörung. Es konnte eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität sowie der Funktionsfähigkeit im Alltag beobachtet werden."

Hat jemand von euch eine eigene Erfahrung mit Lasea?
 
Traumländer



dabei seit 2011
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  Geschrieben: 04.05.20 18:11
zuletzt geändert: 04.05.20 18:22 durch Murmeltiersalbe (insgesamt 1 mal geändert)
Jau, denselben Gedanken hatte ich vor einigen Jahren auch schon einmal, als das Produkt auf den Markt kam und die Schaufenster der Apotheken voll mit Lasea-Werbematerial waren bzw. der Hersteller auf die Studien hinwies.

Meiner Meinung nach (muss natürlich nicht für alle gelten) sind solche "Leichtmatrosen" für Leute mit schweren Ängsten, die vielleicht schon eine ausgiebige Vergangenheit mit Benzos haben, mit diesen einfach schwer vergleichbar.

Sie nehmen vielleicht einen Teil der absoluten Spitzen bei starker Unruhe heraus und ich würde sie ganz sicher nicht als völlig nutzlos erklären. Aber ich finde es persönlich schwierig, sie mit einem synthetischen Medikament wie Lorazepam zu vergleichen, das komplett und wie "auf Knopfdruck" von Angst befreit. Auch wenn es wohl tatsächlich Hinweise auf eine zentraldämpfende und sogar krampflösende Wirkung des Öls gibt und ich mich für jeden freue, dem Lavendelpräparate so deutlich weiterhelfen, dass er / sie im Laufe seines / ihres Lebens nicht mit der Suchtgefahr von Benzos in Berührung kommt.

Es ist imho jedenfalls nie verkehrt, ein Fläschchen ätherisches Lavendelöl oder eine von diesen Riechampullen (bitte daran denken, dass das reine Öl i.d.R. nicht zum oralen Konsum geeignet ist :)) dabeizuhaben oder eben ein solches essbares Produkt!

Doch man darf eben keine komplette Erlösung von einer Panikattacke erwarten, eher vielleicht eine leichte Abnahme von Nervosität. Vergleichbar wäre es, jemandem mit einer schweren Depression, der vielleicht schon alkohol- oder opiatabhängig ist, zu einem Tässchen Johanniskraut als Gute-Nacht-Tee zu raten, um seine Zipperlein wegzuzaubern (falls man versteht, was ich damit sagen möchte).

Was ich zu Lasea noch loswerden muss: Den Verkaufspreis finde ich beinahe unverschämt, eben wie von apothekenpflichtigen Mitteln hierzulande gewohnt. Meiner Erfahrung nach sind z.B. die Lavendelöl-Dragees von "Doppelherz" aus dem Drogeriemarkt zwar laut Aufschrift viel niedriger dosiert, aber angesichts des viel niedrigeren Verkaufspreises auch nicht viel schlechter. Habe die Dinger seinerzeit in der Klinik haufenweise gefuttert (natürlich "eingeschmuggelt" nach dem Ausgang), um es irgendwie mit schlotternden Knien zu den Therapiestunden zu schaffen.
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Ex-Träumer
  Geschrieben: 04.05.20 22:11
Murmeltiersalbe: Vielen Dank für deine Antwort. Ich werde die Kapseln die Tage mal ausprobieren und mal sehen, ob sie mir etwas helfen.

Welches Mittel auf pflanzlicher Basis hat bei dir am besten geholfen?

Welches Mittel kommt am ehesten an ein Benzo dran?
 
Traumländer



dabei seit 2011
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  Geschrieben: 04.05.20 22:59
zuletzt geändert: 05.05.20 00:54 durch Murmeltiersalbe (insgesamt 11 mal geändert)
Hallo xoris,

leider muss ich sagen (nach etlichen Jahren Suche nach dieser "eierlegenden Wollmilchsau" - mindestens, seitdem ich hier als User angemeldet bin, daher auch der Nickname), dass ich bisher kein pflanzliches Produkt gefunden habe, welches annähernd an die zuverlässige und angstkillende Wirkung von Benzos herangekommen wäre, ganz zu schweigen natürlich von Rausch, Enthemmung o.ä.

Wenn es Dir aber "nur" um die Bekämpfung von innerer Unruhe geht, so empfehle ich persönlich Dir auf die Schnelle:

Passionsblume (in Form von Passiflora incarnata), entweder als Tee oder als Extrakt im standardisierten 425-mg-Dragee, letzteres ist apothekenpflichtig (allerdings oft ausverkauft) - in der Volksmedizin der nordamerikanischen Ureinwohner sogar als Antiepileptikum und gegen Hysterie gebraucht, darüberhinaus übrigens eine Pflanze mit wunderschöner Blüte

Helmkraut (darüber, ob Scutellaria lateriflora oder Scutellaria baicalensis die wirksamere Varietät wäre, scheiden sich die Geister - manche behaupten sogar, es helfe während eines Benzo- oder Barbituratentzugs, besser nicht bei akuter Gefahr eines Krampfanfalls o.ä. ausprobieren)

Ashwagandha (Withania somnifera, ich nehme davon ca. einen gehäuften Teelöffel am Tag - bin ich mir nicht ganz sicher, ob es sich nur um einen Placeboeffekt handelt - gute Erfahrungen habe ich mit einem standardisierten Extrakt namens "KSM-66" gemacht, das Pulver ist den Kapseln imho immer vorzuziehen - es kann auch nicht "überdosiert" werden, es gilt allgemein als Tonikum und Bodybuilder in Indien hauen sich das für eine erhöhte Ausdauer angeblich eher Esslöffelweise rein)

CBD-Produkte (solange sie ausreichend dosiert sind, hier sind die - immer noch sehr teuren - Öle oder aber Blütenmaterial vorzuziehen, die Bonbons, Pastillen usw. sind leider oft unterdosiert)

Und natürlich:
Kava Kava (Piper methysticum - mächtige angstlösende, in sehr guten Qualitäten sogar leicht berauschende Wirkung, Einfuhr nach BRD jedoch seit Jahrzehnten illegalisiert und in der ganzen EU nur sehr schwer zu beziehen - wenn, dann nur zu Mondpreisen oder man erhält minderwertige "Tudei"-Kavas, die vorwiegend einen unangenehmen Schwindel und Übelkeit verursachen können - die Inselstaaten im Südpazifik kommen inzwischen auch nicht mehr damit nach, die hohe Nachfrage aus der westlichen Welt mit ihrer Ernte zu bedienen und Noname-Extrakte meist chinesischen Ursprungs sind in fast allen Fällen wirkungslos, falls sie überhaupt Kava enthalten)

Leider bin ich persönlich immer wieder zu Benzos und / oder Alkohol "zurückgebounct".

Bei reddit hat sich übrigens jemand die Mühe gemacht (ohne wissenschaftlichen Anspruch, natürlich), sämtliche ihm / ihr bekannte GABAerge oder glutamaterge Substanzen in pflanzlicher, medikamentöser Form oder als Nahrungsergänzungsmittel verkauft aufzulisten:
*klick*

Du siehst, es gibt also noch genug zu erforschen... :)
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  Geschrieben: 05.05.20 11:06
@murmeltiersalbe
Kava Kava ist in der Legalitätszone wie Kratom. Ergo: nur für blabla Zwecke, nicht fürn Konsum
(quellen find ich grad nich & bin ein wenig faul)
Nur die kava-haltigen Arzneimittel dürfen nichtmehr verkauft werden.
Und einen Shop gibts mit "noble" Kava, weiß nicht ob ich den posten darf.

Sorry für ein wenig OT
(aber grad Personen mit Angstproblematik (zumindest ich) profitieren da sehr)

 

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