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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Der Opiat u. Opioid Entzugs- Infothread


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AutorBeitrag
Traumländer



dabei seit 2011
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  Geschrieben: 07.04.20 19:53
Um durch Subutex einen Turboentzug zu bekommen, muss man eine stark ausgeprägte körperliche Abhängigkeit haben.

Ein Beispiel anhand von ein paar zufälligen, wissenschaftlich in keinster Weise korrekten Zahlen:
Heroin kann die Opioid-Rezeptoren zu 100% aktivieren, Subutex nur zu 50% und die Aktivität im nüchternen, toleranzfreien Zustand liegt bei 10%. Durch Opioidkonsum wird die Aktivität der Opioid-Rezeptoren natürlich erhöht, gleichzeitig steigt allerdings die Toleranz und somit das Level an Aktivität, was der Körper als "Status Quo" empfindet. Das liegt dann irgendwann nicht mehr bei 10%, sondern höher, sagen wir bei 20% im Fall einer leichten Abhängigkeit. Sinkt die Aktivierung der Rezeptoren unter diesen Punkt, also zurück auf die ursprünglichen 10%, spürt man einen Entzug, da der Körper sich bereits auf 20% eingestellt hat. Das kann man noch mit Subutex kurieren, da das ja weiterhin bis 50% geht und somit über dem neuen Normalwert von 20% liegt. Hat man sich durch das vollagonistisch wirkende Heroin jedoch die Abhängigkeit bzw. Toleranz in so große Höhen gebracht, dass man z.B. 70% Rezeptoraktivität als normal empfindet, schickt das Subutex den Betroffenen auf einen Turboentzug, da die Rezeptoren durchs Subutex quasi bei 50% abgeriegelt werden, der Körper jedoch 70% braucht.
 
Traumländer

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  Geschrieben: 18.05.20 10:04
Ninka94 schrieb:
Ich bin seit längerer Zeit auf Oxycodon, mittlerweile bei mindestens 80mg bis zu 120mg am Tag.
Ich will endlich weg von dem Zeug.


Hast du in der Zwischenzeit was erreicht? Reduziert? Abgesetzt? Oder weiter gesteigert?

120mg nehm ich aktuell auch. Hatte es letzte Woche geschafft drei Tage nur 100 und dann drei Tage nur 80mg zu nehmen. Und dann kommt nur eine unangenehme Nachricht aus der Außenwelt und zack war ich wieder bei 120.
Ich wäre ja schon froh, wenn ich mich auf 80 oder 60 einpendeln könnte. Mal sehen, wie das klappt.
"Niemand hat das Recht zu gehorchen" - Hannah Arendt
Träumerin



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  Geschrieben: 19.05.20 11:00
zuletzt geändert: 19.05.20 11:35 durch gugu (insgesamt 5 mal geändert)
ehemaliges Mitglied schrieb:
xxMDMAxx[/b
Zu Deinem Problem. Wenn Du 300mg Tramadol nimmst, dann hast Du noch einen weiten Weg vor Dir. Glaub' ich aber nicht, daß dem so ist.
Und zwar glaub' ich nicht, daß Du 400 bzw 300mg für 12 Stunden wirklich brauchst. Ja, ja, ich weiß, von außen redet man immer so leicht gescheit daher ...
Aber bitte probier's mal mit 30, 50, allerhöchstens 80mg und schau' wie weit Du kommst damit. Es kann durchaus sein, daß es (fast) ebenso lange reicht. Das gilt für all die Sachen, die Du Dir besorgt hast. Weniger ist definitiv mehr, wenn's darum geht, 'runterzukommen und letztendlich vollständig zu entziehen.
Glaub's mir, ich habe es hundertemale an mir selbst festgestellt. Man tendiert dazu, viel zu viel zu nehmen, weil man es gewöhnt ist, viel zu nehmen. Denn auch wenn man d'rauf und einigermaßen gut versorgt ist, nimmt man idR wesentlich mehr als nötig, um den selben Effekt zu erzielen, nämlich eh nichts mehr zu spüren von dem erstrebten Opiatturn. Das immer weiter Hochdosieren ist ja auf die Suche nach dem Feeling zurückzuführen, das man anfangs hatte und zumindest in der dann aktuellen Periode des D'raufseins nie mehr erreicht ...
Der Körper gibt sich zumeist aber mit viel weniger zufrieden - er gibt Ruhe, sagen wir so. Törns sind in diesen Lagen ohnehin nur kontraproduktiv.
Teste also ein wenig herum, jeder ist anders, aber ich habe auch an vielen anderen Leuten festgestellt, daß sie mit viel, viel weniger zurecht kommen (Entzugserscheinungen mehr oder minder weg), als sie glauben/geglaubt haben.
Wenn Du das Metha unbedingt nehmen willst, dann nimm mal 0,2-0,3 ml oder gar weniger. Nachlegen kann man immer. Aber auch das sollte, gerade in solch einer Situation in wirklich kleinen, in Nanoschritten erfolgen.
Ja, Metha wird oral konsumiert, wenn Du nicht gerade ein (für mich zumindest) eher unangenehmes Flash haben willst und es Dir iv 'reinknallst. Das wäre in Deiner Situation natürlich echter Schwachsinn.
Wenn Du die Dosis, die Du von Dir, also ohne diese Antwort, ohne die Ratschläge, nehmen würdest, in fünf, sechs Teile zerlegst und nur einen davon nimmst - also vom Tramadol zB statt 300mg nur 50, dann dauert's meinetwegen keine 12 Stunden, sondern nur 8 oder 9 bis es Dir wieder schlecht geht, so kommst Du aber wenigstens herunter. Mann ist das ein Satz, ich übertreffe mich selbst mit dem Setzen von Beistrichen. Sorry, ich hoffe, es ist trotzdem verständlich. Bin nicht ganz auf der Höhe, aber meine Aussagen stehen, ich stehe dazu, sie sind begründet.
Der langen Rede kurzer Sinn - wenig, weniger, am wenigsten ! Teste mit echten Minimalmengen, auch wenn Du kein gutes Gefühl dabei hast. Du wirst bald merken, daß sehr, sehr wenig reicht, den Entzug in Schach zu halten. Du mußt Dich allerdings auf den Entzug fokussieren und nicht im Hinterstübchen daran denken, daß Du eigentlich ganz gerne auch was spüren möchtest davon. Das geht mit Sicherheit in die Hose !
Ganz gut fährst Du dann, wenn Du den Affen schon anklopfen läßt, wenn Du beginnst, zu gähnen etc. Dann warte noch etwas ab, vielleicht gelingt es Dir für ein paar Stunden, das wäre sehr gut ! Dann erst nimm eine ganz, ganz geringe Dosis und beobachte, wie es Dir bald besser geht.
Pip-pip road


Habe das hier gefunden, und das hilft mir gerade sehr!
Bei der Suche um Tramadol auf einem Heroinentzug.
Schade dass der Road nicht mehr User ist hier.

Bin jetzt wieder am Heroin entziehen. Und hoffe diesmal erfolgreich.

Habe genau nach diesem Hinweis gestern,nachdem ich bereits den ganzen Tag stark entzügig war, zum schlafen nur erstmal 1 mg Methaddict genommen, und 75mg Lyrika .
Die erst nach über 2 Stunden Linderung brachten.
Dann konnte ich 4 Stunden schlafen. Bin entzügig wach geworden. Und habe dann Nachts wieder 1 mg genommen und bis eben gepennt.
Fühle mich ziemlich ausgelaugt.
Werde jetzt nichts nehmen und schauen wie weit ich komme.
Methaddict hat ja eine lange Halbwertzeit. Ca 26 Stunden, oder?

Oh, hallo peccavi :) sehe gerade Du hast gestern hier geschrieben.
Viel Erfolg Dir!


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Endlos-Träumerin



dabei seit 2017
24 Forenbeiträge

  Geschrieben: 19.05.20 11:32
@peccavi:

Leider nein. Bin dann auf Heroin umgestiegen und mittlerweile werde ich mit subutex substituiert.
Und hab trotzdem ne Menge Heroin Beikonsum...
Werde wahrscheinlich bald ne Langzeit machen, ich packs einfach nicht anders. Bis jetzt jedenfalls.

Wünsche dir viel Erfolg!!!
 
Träumerin



dabei seit 2019
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  Geschrieben: 19.05.20 11:43
Hallo Ninka 94,
Ja Scheisse, das hochdosieren geht sehr schnell, leider.

Auch dir viel Erfolg auf der Langzeit!
My Body.
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Traumländer

dabei seit 2017
284 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.05.20 08:01
Ninka94 schrieb:
Bin dann auf Heroin umgestiegen

Sachlich, trocken, ehrlich. Und gugu ist auch wieder drauf, wie ich lesen musste. Ihr macht mir ja nicht grade Hoffnung.

Anfang diesen Jahres war ich stabil auf unter 40mg Oxy, würd viel für geben, an dem Punkt wieder zu sein.
Dann kam ich auf die tolle Idee mal 4 Tage Braunes zu nehmen, danach konnt ich das nur noch mit 100mg Oxy abfangen. Und da bin ich jetzt, bzw. auf 130 gestern. Leichte Schwankungen in der Dosis ergeben sich aus der täglichen Form/Stimmung.

Eine Langzeit mache ich mit Sicherheit nicht mehr, bezweifel auch, dass mir mit Ende 40 noch eine bezahlt würde. Empfehlen kann ich das aber, wenn du eine gute Einrichtung findest. Die Stabilität zur Drogenfreiheit wächst leider nur sehr langsam mit der Zeit.

Ich würd heute schon was dafür geben, wenn ich eine Entgiftung finden würde, in der ich menschenwürdig behandelt werde. Ich bin nämlich absolut nicht mehr bereit, mich im 50-Jahre Niveau so von oben herab behandeln zu lassen.
So war dann auch ein Entgiftungsversuch letztes Jahr bei mir sehr schnell gescheitert. Wenn ich vom Stationspsychologen hysterisch angeschrien werde... vielleicht sollte der erstmal ne Therapie machen, bevor er auf Menschen losgelassen wird.

Naja, Anfang Juni bin ich ein paar Tage weg. Da ist es mir auch wichtig möglichst wenig dicht zu sein. Vielleicht hilft das, um meinen Konsum auf einem niedrigerem Niveau zu stabilisieren.

Viel Erfolg euch allen!
"Niemand hat das Recht zu gehorchen" - Hannah Arendt
Träumerin



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1 Langzeit-TB
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  Geschrieben: 21.05.20 10:43
peccavi schrieb:
.
Eine Langzeit mache ich mit Sicherheit nicht mehr, bezweifel auch, dass mir mit Ende 40 noch eine bezahlt würde. Empfehlen kann ich das aber, wenn du eine gute Einrichtung findest. Die Stabilität zur Drogenfreiheit wächst leider nur sehr langsam mit der Zeit.


Allein eine Einrichtung oder einen Arzt zu finden, wo man sich wohl, verstanden und respektvoll behandelt fühlt, kann schon eine ganze Menge bewirken.

Hatte 3 gescheiterte Ambulante Substitutions-Versuche, teilweise mit so schlimmen Menschenverachtenden Zuständen, dass ich mich nicht mehr hingetraut hab.
Vor ca. 2 Jahren hab ich aber eine Arztpraxis gefunden, wie sie es leider nur sehr selten gibt.
Hab mich von Anfang an richtig wohl gefühlt, bin sogar total gern und freiwillig jeden Tag hingegangen, man wird mit einbezogen (der 1. Satz der Ärztin war:"Sie sagen mir wo's lang gehen soll") und es gibt keine Vorurteile, es wird versucht zu verstehen was hinter einem Steckt.

Und Zack: Auf einmal hatte ich bereits nach 2 Wochen keinen Beikonsum mehr, dass hat sich die letzten 2 Jahre über auch permanent so gehalten. Bis auf meine aller erste Eingangs-UK, hab ich keine einzige dreckige UK.

Ich hoffe für euch, dass ihr nicht die Hoffnung aufgebt, und vorallem nicht euch selbst!
Ich weiß nur zu gut wie das ist, wenn man aufgrund der vielen negativen Erfahrungen die Motivation verliert. Geht mir gerade so bei der Psychotherapie suche...

Bin gerade auch ziemlich verzweifelt. Hatte wie gesagt 2 Jahre lang keinen Beikonsum mehr, keinen Suchtdruck. Und jetzt hab ich seit kurzem zusätzlich Oxy bekommen für Schmerzspitzen. War mir so sicher dass ich es schaffe, mir die gut einzuteilen. Aber natürlich klappt es nicht so gut. Da denkt man dass man übern Berg ist und dann? Echt scheiße, die Sucht lauert echt permanent in einem und wartet nur auf ihren "Einsatz"...

Bleibt stark und verliert nicht den Mut!
Wünsche euch ganz viel Kraft und Erfolg bei der Suche.
Beste Grüße
" I've learned to stand up and just to walk away...
...sometimes the cold hearts aren't worth the love or the hate! "

--------------------------------------------
Nehme derzeit keine persönlichen Kontaktanfragen entgegen! Danke
Traumländer

dabei seit 2016
870 Forenbeiträge
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 22.05.20 18:31
gugu schrieb:

Habe das hier gefunden, und das hilft mir gerade sehr!
Bei der Suche um Tramadol auf einem Heroinentzug.
Schade dass der Road nicht mehr User ist hier.

Bin jetzt wieder am Heroin entziehen. Und hoffe diesmal erfolgreich.

Habe genau nach diesem Hinweis gestern,nachdem ich bereits den ganzen Tag stark entzügig war, zum schlafen nur erstmal 1 mg Methaddict genommen, und 75mg Lyrika .
Die erst nach über 2 Stunden Linderung brachten.
Dann konnte ich 4 Stunden schlafen. Bin entzügig wach geworden. Und habe dann Nachts wieder 1 mg genommen und bis eben gepennt.
Fühle mich ziemlich ausgelaugt.
Werde jetzt nichts nehmen und schauen wie weit ich komme.
Methaddict hat ja eine lange Halbwertzeit. Ca 26 Stunden, oder?

Oh, hallo peccavi :) sehe gerade Du hast gestern hier geschrieben.
Viel Erfolg Dir!


Wolltest du nicht kontrolliert konsumieren ? Wie sieht es damit aus?

 
Träumerin



dabei seit 2019
252 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 22.05.20 18:46
aufsuche schrieb:

Wolltest du nicht kontrolliert konsumieren ?


Den Gedanken hatte ich bereits letztes Jahr erstmal wieder verworfen in Bezug auf Heroin.

LG






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