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LdT-Forum » Konsum » Sucht, Abhängigkeit & psychische Probleme » Bester Freund wohl psychisch erkrankt


Seite 1 (Beiträge 1 bis 11 von 11)

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» Thread-Ersteller «
Traumländer

dabei seit 2013
277 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.05.20 01:36
Hallo!

Ich habe ein indirektes Problem. Einer meiner besten Freunde ist wohl psychisch erkrankt. Ich kenne ihn schon seit ewigen Jahren, wir sind durch dick und dünn gegangen und haben viel gemeinsam erlebt und getan. Mein Bester ist ziemlich bodenständig im Leben, hat alles, was man sich wünschen kann, das ist kein Problem. Das Problem fing wahrscheinlich schon vor Jahren an. Mein Kollege fing früh mit dem Konsum verschiedener Substanzen an. Darunter war so ziemlich alles außer Crystal Meth und Crack. Egal ob Psychodelica oder Stimulanzien , die Palette der Träumersubstänzen wurde ziemlich weit erforscht. Auch Alkohol ist ein ständiger Begleiter im Leben eben dieser Person. Der Alkoholkonsum ist defenitiv zu viel, auch körperlich wird es mit Sicherheit schon Schaden angerichtet haben, aber daran kann man nachtragend leider nichts mehr ändern. Es geht viel mehr um die Psychische verfassung. Er war eigentlich immer ein sehr intelligenter und flinker Mann, fand schnell Lösungen auf Probleme und betrachtete die Welt mit offenen Augen. Wie dem auch sei, im Laufe der Jahre wurde das Thema Religion immer wichtiger, so sehr, dass er nun täglich religiöse Stücke ließt, analysiert, studiert, sich wirklich komplett darauf fokussiert. Jedem das seine, wie ich sagen würde, aber es fängt an den Alltag zu beeinflussen. Nicht nur beeinflusst es ihn selbst, es beeinflusst mittlerweile auch sein Umfeld. Es vergeht mittlerweile kein Gespräch ohne das Thema Religion, Gott und die Erde.

Durch die aktuelle Pandemie befürchtet er nun auch den Weltuntergang und prädigt dementsprechend mit Mitgläubigern, aber auch unbeteiligten, diverse Phrasen, die eben daazugehören. Der Kreationismus, so wie der Weltuntergang und was alles dazugehört, ist bei ihm so "Fakt", wie das Eins Plus Eins. Leider kam diese Entwicklung rasendschnell. Es wird sich auch massiv über Dinge im Leben Gedanken gemacht, die absolut keine relevanz haben. Dazu gehören diverse Besorungen, die seit Jahren anstehen, er jedoch nicht erledigt, da er massiv spart, jedoch absolut kein Bedarf hat zu sparen, da sich sein Vermögen im sechsstelligem Bereich befindet und das nicht im unteren.

Leider zeigt er in letzter Zeit auch irrationale Angst vor dem Weltuntergang, was auch nicht dadruch besser wird, dass er mit Mitgläubigern eben ständig darüber spricht. Diese Angst scheint jedoch auch Agressionen und Nervösität auszulösen. Wenn er nicht im Recht ist, wird er sehr schnell sehr ungeduldig und aufbrausend. Dass das keine Abnormalität ist, sondern ein Hang zum cholerischem sein könnte, ist schon möglich, jedoch beeinflusst dies sowohl seine Verwanschaft als auch beispielweise Jugendliche, die eine Ausbildung machen. Diese wurden wirklich nahezu "grundlos" so dermaßen von ihm fertig gemacht, dass es einem schon leid tun konnte. Als das Thema angesprochen wurde, regierte er aggressiv und regelrecht beleidigend und verweigerte die Konfrontation.

Leider fand diese Persönlichkeitswandlung stark in den letzten 5 Jahren statt, jedoch regelrecht expotenzial in den letzten Monaten. Er ist nicht mehr der Selbe wie vor fünf Jahren. Seine Handlungen ergeben für mich manchmal keinen Sinn. Er lebt besonders aufgrund seiner Religion in einer Scheinwelt, die er wohl als absolut richtig empfindet. Egal was, die Religion hat recht. Gerade mit einem Verwögen ist es leichter zu leben, aber die religiösen Vorschriften als auch eben die Angst vor dem Weltuntergang machen ihm selbst das Leben schwer.

Was soll ich tun? Er verweigert jeglichen psychologischen Kontakt bzw überhaupt die Idee, wenn ich mal anspreche, dass er vielleicht einen Psychologen aussuchen sollte. Auch das alle falsch liegen, außer er oder eben seine Religion oder ähnliches, macht es absurd schwer überhaupt ein Gespräch zu führen. Auch, dass die wissenschaft konsequent als falsch bezeichnet wird. Wohlgemerkt hat er selbst früher mit Wissenschaft zutun gehabt, was es noch absurder macht.

Es ist schade, sogar traurig, dieses Gefühl zu haben, dass man anfängt eine Person zu verlieren, da sich die Persönlichkeit so drastisch verändert, dass man sie jeden Tag weniger und weniger erkennt. Dass die Drogen dabei eine Rolle spielen, ist denke ich nicht abzutreiten. Er selbst, wohl der einzige Vorteil eben dieser Situation, möchte nun keine Drogen mehr nehmen - das ist ja eine Sünde, ihr versteht.




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Traumländer



dabei seit 2008
1.973 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.05.20 03:41
Psychose.

Da kann man gar nichts machen, solange er sich nicht behandeln lassen will.

Einweisen lassen geht auch nicht, es sei denn er bedroht akut (!) sich oder andere.

Latente Selbst- oder Fremdgefährdung alleine, selbst wenn es offensichtlich auf "Selbstmord auf Raten" hinausläuft, ist rein rechtlich gesehen noch lange kein Grund für eine Zwangseinweisung, die Gefahr muss unmittelbar (!) im Raum stehen.

Man könnte höchstens lügen, um ihn vor sich selbst zu schützen, also aussagen, er habe glaubwürdig einen Amoklauf oder/und Selbstmord angekündigt.

Aber wenn er Geld und Kontakte hat, findet sich immer ein guter Anwalt, der sich dafür bezahlen lässt, ihn aus der Psychiatrie draußen zu halten bzw. wieder rauszuholen. Selbst bei einer gerichtlichen Zwangseinweisung, die nur befristet erfolgen kann, könnte er sich nach Ablauf einer kurzen Frist selbst gegen ausdrücklichen ärztlichen Rat wieder selber entlassen, sofern keine unmittelbare Gewalttat gegen sich oder andere zweifellos absehbar ist.

Man kann also nur abwarten, ob er sich von alleine wieder fängt, bis ans Lebensende immer mehr abdriftet, straffällig wird, vor Zeugen Gewaltexzess- bzw. Selbstmordabsichten bekundet oder sich im Affekt in Einsamkeit suizidiert.

Solange er "nur" seine Gesundheit ruiniert oder sein Vermögen in einem "Kreuzzug" verschleudert, ist da nichts zu machen.
Alles, was dem Zeitgeist der 1940er widerspricht, ist Disney-Propaganda queer-stalinistisch-zionistischer Feminazikomitees zum Genozid arisch-männlicher Leistungsträgerschaft durch Chemtrailverschwulung + Islamisierung.
Dauer-Träumerin



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  Geschrieben: 30.05.20 11:21
Hey One,

ich weiß, dass es dir jetzt nicht direkt weiterhilft, aber manchmal tut es gut zu wissen, dass es da jmd. gibt, der dich verstehen kann u. Ähnliches durchmacht.

Mein Ex-Partner ist aktuell noch ziemlich drauf (H+Koka), obdachlos und ist eigentlich nur noch ein reines Wrack. Er ist mittlerweile in einem sehr schlechten Körperlichen Zustand: abgemagert, kaum noch Zähne, Hepatitis, andere Infektionen u. wäre unzählige Male fast draufgegangen.
Vorallem der Koka Konsum hat ihm auch Psychisch sehr zugesetzt, wenn er was genommen hat, reagiert er mittlerweile auch recht paranoid.

Ich hab mich rausgekämpft aus der Szene/der Obdachlosigkeit, kann aber nicht froh darüber sein. Obwohl ich weiß, dass er für sein Leben selbst verantwortlich ist, und einfach keine Hilfe annimmt, fühle ich mich trotzdem verantwortlich für ihn.
Doch ich weiß einfach nicht mehr wie ich ihm noch helfen kann/soll.
Ich fühle mich so hilflos. Es zerreißt mich innerlich ihn so kaputt gehen zu sehen. Ich warte jeden Tag nur noch darauf, dass ein böser Anruf kommt.

Was ich dir nur raten kann:
Ich neige dazu, ihn zu sehr unter Druck zu setzen, ständig auf ihn einzureden: "Nun geh doch endlich zum Arzt, du brauchst Hilfe. Nun mach doch mal" Folge: Er macht komplett zu. Ist genervt von mir u. frustriert. Dann nimmt er garnichts mehr auf, da kann man gleich mit einer Wand reden.
Ich hab festgestellt, manchmal ist das einzige was ich für ihn tun kann, einfach für ihn da zu sein. Einfach nur zuhören u. selber Sachen erzählen, ohne ihn unter Druck zu setzen oder irgendwelche Vorwürfe zumachen. Dann können wir tatsächlich ganz normal miteinander reden.
Ich muss einfach lernen zu akzeptieren, dass ich im Moment nicht mehr für ihn tun kann, auch wenn es weh tut. Denn selbst wenn 10 Leute auf einen einreden, das bringt alles nichts solang derjenige nicht selbst dafür bereit ist. Das hab ich selbst auch schon erlebt.

Doch auch wenn ich selbst schon zwangseingewiesen wurde, u. eigentlich absolut garnichts davon halte, so hab ich auch schon drüber nachgedacht, ob es irgendeine Möglichkeit gibt ihn einweisen zu lassen. Doch ich glaube, im Endeffekt richtet man damit nur noch mehr schaden an. Klar, mag es Leute geben denen es geholfen hat, u. die dann auch erkennen, dass man es nur gut gemeint hat. Doch es besteht genauso die Gefahr, dass derjenige es als schlimmen Vertauensmissbrauch ansieht, und das die Freundschaft das nicht überlebt. Das muss man ganz individuell abschätzen...
Bei mir persönlich hat es jedoch garnichts gebracht, außer dass ich eine regelrechte Anti-Haltung u. Abneigung gegenüber Entgiftung+ Psychiatrie entwickelt hab.

Ich kann total nachempfinden was du durchmachst und kann dir nur noch einen letzten Rat mit auf den Weg geben:

Vergesse dich selbst nicht! Helfen zu wollen ist ok, aber nur solang man sich selbst nicht dafür vernachlässigt! Schau, dass du dir selbst mal was gutes tust.

Ich schicke dir ganz viel Kraft rüber u. eine Umarmung <3
Auch deinem Freund wünsche ich natürlich, dass er sich bald helfen lässt

Beste Grüße
Jen

" I've learned to stand up and just to walk away...
...sometimes the cold hearts aren't worth the love or the hate! "

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dabei seit 2018
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  Geschrieben: 30.05.20 12:05
zuletzt geändert: 06.06.20 22:57 durch Neopunk (insgesamt 1 mal geändert)
@simpleone
Nur weil sich jemand für religiöse Themen begeistert muss nicht bedeuten, dass derjenige psychisch krank ist. Es gibt viele Glaubensrichtungen die sich mit dem Ende der Welt auseinandersetzen. Solange er seinen Mitmenschen keinen Schaden zufügt, sich selbst verstümmelt und in der Lage dazu ist ein unabhängiges Leben zu führen ist es kein wirkliches Problem, außer dem übermäßigen Alkoholkonsum.

Im 18 Jahrhundert entstand in Russland die Sekte der Skopzen. Diese Skopzen haben Teile der Bibel so interpretiert und behauptet man müsse sich seine Lustorgane bzw. Genitalien amputieren, was sie auch praktiziert haben, um religiöse Vorgaben zu erfüllen… obwohl die Skopzen, landesweit, verboten waren und streng verfolgt wurden, hatten sie tausende Anhänger.

Bevor Du Deinen Freund als psychisch krank Abstempelst, höre ihn richtig an, nimm ernst was er sagt. Es kann nämlich Jemandem schaden, wenn ihm ständig eingeredet wird er habe ein psychisches Problem obwohl das nicht der Fall ist. Irgendwann wird es die Person glauben und beginnen an sich zu zweifeln.

Persönlich kenne ich Menschen die sich mit Magie befassen, dabei mit Engeln kommunizieren und diese Leute sind alles andere als psychisch krank. Im Gegenteil diese Leute sind voll positiver Energie, sie Strahlen Freude und Glück aus können andere Motivieren usw.

Für welche Religionen interessiert sich dein Freund?

volenti non fit iniuria
Kommentar von Neopunk (Moderator), Zeit: 06.06.2020 22:57

Begone, spook! Dieser absurde, doch gefährliche Ratschlag, war das letzte Mal, das Du im Forum Dein Unwesen treiben durftest. Bei ratsuchenden Menschen, die sich um psychisch kranke Mitmenschen sorgen, was von Engeln zu labern ist total daneben, insbesondere weil Deine erste Verwarnung bereits für etwas ähnliches vergeben wurde. Nicht zu erkennen, dass jemand psychische Probleme hat, kann jemandem schaden!
 
Traumländer



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  Geschrieben: 30.05.20 22:45
simpleOne schrieb:
Diese wurden wirklich nahezu "grundlos" so dermaßen von ihm fertig gemacht, dass es einem schon leid tun konnte. Als das Thema angesprochen wurde, regierte er aggressiv und regelrecht beleidigend und verweigerte die Konfrontation.


Klar Dion, klingt ja nach jemandem, der dadurch voll und ganz positive Energie ausstrahlt und dem das sicher nicht schadet. Kaum liest du Religion musst du die Person verteidigen? Du hast anscheinend den Beitrag nichtmal fertig gelesen, lol...


@simpleOne

Ich habe auch Leute im Freundeskreis die oft in diese Richtung gehen, wenn auch nicht so radikal.
Was ich an deiner Stelle tun würde, wäre auf einen Moment zu warten, in dem derjenige eine gewisse Einsicht zeigt, sei das auch nur gegenüber eher belanglosen Dingen, wie zB "ja ich hätte die Jugendlichen nicht beleidigen sollen"

Wenn ich solche Anzeichen vernehmen würde, würde ich Klartext mit ihm reden, dass das so nicht weitergeht und an die jahrelange Freundschaft und das gemeinsam Erlebte appellieren.
Wenn er dann immer noch abblockt, kannst du wohl nichts mehr anderes tun als dich zumindest temporär zu distanzieren. Tiefe Freundschaften sind komplexe Beziehungen, die auch mal Pausen brauchen, wenn sie angemessen sind.
Hoffe ich konnte dir irgendwie helfen :)

Grüße
Herb
 
Traumländer



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  Geschrieben: 31.05.20 00:30
zuletzt geändert: 31.05.20 00:41 durch InfraRed (insgesamt 1 mal geändert)
Also ich kann nur von mir sprechen und dir sagen, dass ich mich vor 2-3 Jahren in einer sehr ähnlichen Situation befunden habe und in welcher ich nicht mehr klar unterscheiden konnte, was, von dem, was sich in meinem Kopf abspielte, real war oder nicht. Beziehungsweise war ich fest davon überzeugt, dass meine "Wirklichkeit" die Wahre ist. Ganz so extrem wie bei deinem Freund war es zum Glück nicht, doch war der psychotische Schub nicht zu übersehen.

Leider muss ich zugeben, dass ich ohne Hilfe von außen da nicht mehr raus gekommen wäre. Man besitzt ja keinerlei Einsicht und die meisten Versuche es mit reden zu lösen, prallten einfach ab, und das obwohl mein bester Freund vor mir saß und total verzweifelt meinte, dass er mich endlich wieder glücklich sehen will, weil dabei zuzusehen wie jemand, den man so gern hat, auf einmal so anders ist und oftmals darunter auch unendlich leidet.

Ich komm gar nicht umhin zu erklären wie viel Glück er hat dich als Freund, als wahren Freund, zu wissen, denn viele Menschen verzweifeln an der Situation und lassen einen fallen, wenn sie es nicht mehr ertragen können und zudem keine Hilfe anbieten können und sich selbst nicht anders zu helfen wissen als sich selbst zu schützen. Ein absolut verständlicher Weg, und gerade deshalb mochte ich hier noch einmal ganz intensiv betonen, dass du hier unglaublich mutig für einen Freund kämpfst, der dir vermutlich viel zu viel bedeutet, als dass du ihn aufgeben konntest. Gleichzeitig ist es jedoch umso wichtiger dich emotional abzugrenzen um nicht daran kaputt zu gehen.

Mein Zustand war damals auch ua durch Crystal, viel zu viele Psychedelika und Dissoziativa so unberechenbar, dass ich sogar selbst Angst davor hatte mich durch den I.v. Konsum nicht Mal bewusst, sondern aus absoluter Unzurechnungsfähigkeit mit einer Überdosis Opi-Cocktails aus dem Leben zu hauen.

Und bei Selbst- und Fremdgefährdung ist es erlaubt ihn auch ohne seine Zustimmung einweisen zu lassen.
Ich bin prinzipiell kein Freund von Zwangseinweisungen etc., rückblickend muss ich jedoch sagen, dass mein bester Freund damals die absolut richtige Entscheidung getroffen hat als ich in die Entgiftung verfrachtet und mir mein Wohnungsschlüssel abgenommen wurde. Da er unter anderem auch meine Mutter kannte und sie kontaktiert hat, war es möglicherweise einfacher diese schwere Entscheidung zu treffen. Ist ja nicht so, dass man sonderlich erfreut darüber ist auf einmal aus Zwang dort zu sein und man fühlt sich anfänglich auch auf gewisse Art verraten.

Heute kann ich leider nur sagen, dass es die wohl einzige wirkliche Hilfe gewesen War, die man mir hatte "aufzwingen " müssen. Ich weiß nicht, ob du Kontakt zu Familie von ihm hast, damit du nicht allein diese Entscheidung treffen bzw abwägen musst. Im Zweifelsfall lass dir bei einer Suchtberatung einen Termin geben und teile deine Bedenken dort, denn auch für verzweifelte Freunde sind diese Menschen ein Ansprechpartner und Unterstützer.

Ich weiß, klingt heftig erstmal, aber ich Sehe keine andere Möglichkeit wie du deinem Freund sonst helfen kannst. Ich bin froh, dass meiner damals radikal gehandelt hat ( und rechtlich auch durfte ). Im Nachhinein erkennt man nämlich wie sehr man sich selbst gefährdet hat und dass es für ihn keine andere Option gab außer dieser oder sich abzuwenden. Und für diese Entscheidung bin ich heute unendlich dankbar und mir eines sehr wertvollen Freundes sicher.

Egal wie du dich entscheidest, vll fällt jemandem etwas weniger radikales ein, ich wünsche euch beiden nur das Beste und dass du möglicherweise bald wieder den Menschen vor dir hast, mit dem du eine innige Freundschaft teilst.
Mal konkret: Wer ist wirklich pervers auf dem Planet?
Und zu vertieft in radikale Politik und Gebet
Die Welt steht in Flammen und keiner kümmert sich darum
Doch sag einmal das Wort „Fotze“ und alle drehen sich um
» Thread-Ersteller «
Traumländer

dabei seit 2013
277 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.06.20 02:21
Um sein Vermögen mache ich mir keine Sorge. Er verhält sich teilweise sehr extremst sparsam. Vielleicht damit zusammenhängend, dass er den Weltuntergang erwartet. Nicht nur vielleicht, es wird so sein. Es ist ein ständiges auf und ab. Er hat sich unglaublich gut unter Kontrolle, gibt professionell ein sehr gutes Bild ab, was mich ein wenig stutzig macht. Ich vermute, dass er selbst merkt, dass etwas nicht stimmt, dass er deswegen in bestimmten Punkten extrem versucht sich zusammenzureißen.

Das Problem ist, dass ich Angst habe das Thema direkt anzusprechen. Er reagierte schon immer unglaublich stark auf Kritik bzw. eventuelle "Hinweise", die er jedoch nicht versteht. Er fühlt sich als das Alpha, das immer im Recht ist. Er ist ein unglaublich guter Mensch, sehr gut sogar, möchte niemanden etwas schlechtes. Es ist paradox. Ich vermute nur, dass eines Tages das System bricht und er in seiner "Scheinwelt" leben wird, den Weltuntergang entgegen "wartend".


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Traumländer



dabei seit 2008
1.973 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.06.20 09:22
Ist vielleicht seine Art "Urlaub von der Realität" - und wenn eh alles untergeht, braucht er sich keinen Kopf drum zu machen, was in der Zwischenzeit in der Realität so abgeht, während er sich ausklinkt. Also auch gleich "Urlaub von jeder Verantwortung". Praktisch für ihn, Pech für seine Umwelt.
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Traumländer



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6 Tripberichte

  Geschrieben: 10.06.20 15:21
Ich habe auch schon eine Freundin psychich immer mehr in ihre eigene Welt abdriften sehen. Bis zu dem Punkt, an dem man realistischerweise leider sagen muss, dass es den Eindruck macht, als würde sie da in absehbarer Zeit nicht mehr rauskommen. Das ist nicht schön mit anzusehen.

Leider ist es nahezu unmöglich, Leuten zu helfen, wenn sie selbst keinerlei Einsicht haben, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Und wenn sie sich ein in sich abgeschlossenes Weltbild aufgebaut haben, in dem sie immer Recht haben. Und man die Leute leider sozusagen nicht mehr "erreicht". Dabei würde ich sagen, dass alle Arten von völlig in sich abgeschlossenen Weltbildern gefährlich werden können. Religion ist sicherlich eines davon. Geistig flexibel zu bleiben ist wichtig.


 
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.073 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 12.06.20 13:41
Grüße,

sollte es eine Psychose sein, hilft kein gut Zureden. Denn für die Person ergibt alles Sinn und, warum sieht das kein anderer? Sind die zu dumm? Na dann muss ich das als betroffener eben den Unwissenden nahe bringen!

So in etwa schildern das die Gedanken.

Hab selbst eine Bekannte bei der das das selbe ist. Erst war es Angst vor Lungenkrebs und Angst um die Eltern, die ebenfalls daran dann gestorben sind. Aber statt aufzuhören, fand sie den Weg zu Gott und Gott hat immer recht. Nach Jahren kann ichs nicht mehr hören. Jeder Ratschlag prallt ab. War sogar monatelang täglich bei ihr, um sie in die Realität zurück zu bringen (gut, war selbst schon in einem Paralleluniversum, aber unter Drugs ging das noch).

Als es mich selbst erwischte durch wochenlanger Schlaflosigkeit (nüchtern), war ich überzeugt, jeder will mir was böses, alles sind Google vernetzt und jeder kontrolliert mich. Das ging so weit, dass Personen meinen Tod wollten. Personen die eigentlich nicht da waren. Aber für mich waren sie es. Jeder sagte mir, dass ist Unsinn. Aber für jede vergangene nicht lethale Situation fand ich einen Grund. Das war das Schlimmste, was ich je erlebt habe.

Bei einer Psychose passiert es meist, dass der jeweilige Charakterzug unendlich verstärkt wird. Kritisch ängstliche Menschen bekommen Paranoia. Rapsodische Typen werden manisch. Usw. Am Ende ist es eine unsagbare Last für die Person und das Umfeld der geliebten Menschen. Denn andere entfernen sich auf Dauer.

Was mir da geholfen hat (8ung, kein vernünftiger Ratschlag, aber aus Erfahrung gut), waren Benzos zum Runterkommen! Was aber auch daran lag, dass es ein bdo Entzug war. 4h Schlaf durch sedierung und plötzlich konnte ich unterscheiden, dass die arabischen Gebetstöne aus dem TV, der aus war, nur ein Trick meiner Psyche waren.

Gegen den dauerhaften Realitätsverlust half kurzzeitig eine Opiatdosis, um zu erkennen, dass die tiefen Gedankenspiele nicht der Realität entsprechen.

Gegen der exponentiellen Steigerung des Denksystems, half Krampfschutz. Ich erkläre es kurz. Es gibt verschiedene Denkweisen. Je nach Aktivität des Hirns und Charakter. Bei mir ist es so, dass das Denken zu der Zeit sehr stark in Vergangenheit und Zukunft war. Auf der Suche nach einem Warum. Nicht rational, nicht Strukturiert. Auf meinen eigenen Assoziationen basierend. Rauszoomend aus dem Hier und Jetzt und vom Moment, das große Ganze als Film sehend. So kam es, dass ich alles was passiert ist, im Kopf wiedergeben konnte, aus jeder Perspektive, außerkörperlich , mit jedem Ton und Gefühl. Mein Arzt nannte es Versenkung. Die Kehrseite war, der Moment im außen zog vorbei und es war unglaublich anstrengend.
Erst Tage später erkannte ich, als mein Hund, der nicht da war, gefühlt mit mir sprach, dass das kurz vor Delir durch Stress und Baclofen war und konnte mir deshalb selbst helfen.

Aber normalerweise erkennt man die Psychose gar nicht.


Probier folgendes: Wenn du ihm auch so viel wert bist, wie er dir, würde ich ihn emotional dazu zwingen, zum Doc zu gehen, und so kann er dir zeigen, dass mit ihm alles okay ist und nur du übermäßig ängstlich bist. Wenn das der Fall ist, sagst du, würdest du endlich umdenken können. Weil bis jetzt du daran kaputt gegangen bist. Ist der ein echter Alpha, will er recht behalten und es dir vielleicht auch beweisen. Wenn du zu devot bist, als dass er es dir beweisen will, eine nähere weibliche Person nutzen und auf die Männlichkeit plädieren. Er wäre kein Mann, wenn er nicht mal dem Arzt zeigen könnte, dass er zu dem auch vor offiziellen Instanzen zu seinem Wort steht.

Einmal beim Arzt würde ic darauf appellieren, dass er sich so von allen entfernt, Beispiele nennen, wie er dir und anderen weh tut usw usf. Du findest sicher besser Worte, die ihn treffen können. Psychopharmaka helfen tatsächlich akut gegen Psychosen. Auc wenn sie so verteufelt werden. Vielleicht will er dann über den Rand schauend dann gar nicht zurück in die Wahnwelt.

Andernfalls ist es auch self destroying und erniedrigend, zu erkennen, dass die Jahre ein Holzweg waren. Ist das dann im Moment der Fall, braucht er emotional Zuwendung, dass es ein Prozess war und vielleicht seinen Sinn hat und er sieht, dass dennoch die Geliebten zu ihm halten.


Besseres fällt mir auch nicht ein. Denn das wäre nicht Gesetzeskonform, was meine schnellste Hilfestellung wäre und dafür könnte er dir auch böse werden. Deshalb sag ichs erst gar nicht.

Ansonsten Zwangseinweisung. Was aber nicht so leicht ist. Selbst freiwillig geht nicht immer. Zu Corona Zeit erst recht nicht. Aber ein Versuch ists wert.

Leben dddddie Eltern noch? Wissen die das?

Wenn wer ne bessere Idee hat, würde es mich auch interessieren.
 
Träumer

dabei seit 2019
31 Forenbeiträge

  Geschrieben: 12.06.20 15:10
Wenn Du einen Rat von Medizinisch geschultem Personal möchtest ( geht auch anonym), würde ich dir den Sozial-Psychiatrischen Dienst empfehlen. Gibt es in jeder Stadt, eine kurze Google Suche spuckt auch die TEL. Nummer aus.

Ich persönlich hatte in meiner holprigen Drogenzeit 4 handfeste Psychosen und war im Nachhinein unglaublich dankbar, dass meine Bekannten den Krankenwagen gerufen haben, oder mich ins KH gebracht haben. Ich war auch so in meinem Wahn vertieft, dass alles was ich gesehen, erlebt und geglaubt habe als Realität betrachtet habe.
 

Seite 1 (Beiträge 1 bis 11 von 11)

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