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LdT-Forum » Drogen & Gesellschaft » Politik & Justiz » Meldung über Verdacht auf Arzneimittelmissbrauch bei der AMK (Meldung über Verdacht auf ArzneimittelMissbrauch bei der Arzneimittelkommission)


Seite 1 (Beiträge 1 bis 15 von 15)

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Traumländer



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ICQ
  Geschrieben: 29.07.20 21:50
Ein Freund von mir hat sich bei mehreren Ärzten dasselbe BTM verschreiben lassen (Elvanse Adult 70mg). Dies ist der Apotheke natürlich aufgefallen. Sie verweigerten daraufhin nach einigen Malen die Ausgabe des Medikaments und sagten, sie müssen es der Arzneimittelkommission melden. Wird bei dieser Meldung der volle Name angegeben? Hat dies Folgen für meinen Freund? Wenn ja, welche?
..auch hier wieder nur eine Frage der Dosis, der Anwendungsdauer, des individuellen physischen Zustands, evtl. genetisch bedingten Faktoren (Polymorphismus) sowie der Psychosomatik und der persönlichen Erfahrung des Users mit den betreffenden Substanzen.
Traumländer



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  Geschrieben: 30.07.20 12:50
Möchte dir keine Angst machen, aber wenn er BTM Medikamente in größern Mengen bezieht könnte im Handel vorgeworfen wereen vielleicht?

Aber er hatte ein von einem Arzt ausgestelles Rezept. Wo ist das Problem? Ist das Medikament ein Schmerzmittel? Wenn er etwas größer e Menge bezogen hatt, kann er sagen das er auch große Schmerzen hatte.


 
Traumländer

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  Geschrieben: 30.07.20 13:35
Hallo
Ich weiß es nicht ganz sicher, würde aber begründet vermuten, dass sie durchaus eine derartige Meldung auch mit vollem Namen machen können/müssen.
Ich weiß von mehreren Fällen, die wegen sowas Ärger bekommen haben; ist ja ne gängige Masche mit Opioiden.

Sicherheitshalber also lieber alles Illegale verschwinden lassen... better safe than sorry
Das Gegenteil von Drogenabhängigkeit ist nicht Drogenabstinenz, sondern Drogenautonomie.
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  Geschrieben: 30.07.20 14:05
zuletzt geändert: 30.07.20 14:24 durch Pharmer (insgesamt 1 mal geändert)
Ärztehopping mit dem Ziel sich Betäubungsmittel zu erschleichen ist durchaus nicht unproblematisch. Es handelt sich dabei um einen Straftatbestand nach BtMG § 29, ich denke Absatz 1, Punkt 9.
Der lautet:

BtMG § 29 schrieb:
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer:
[...]
9. unrichtige oder unvollständige Angaben macht, um für sich oder einen anderen oder für ein Tier die Verschreibung eines Betäubungsmittels zu erlangen

Später wird in diesem Paragraphen auch ausdrücklich von "Erschleichung von Betäubungsmitteln" gesprochen. Anscheinend gab es deshalb durchaus auch schon Strafverfahren, siehe hier.
Die Ausrede von wegen er wäre auf höhere Dosen angewiesen wird dabei definitiv nicht ziehen, er hätte ja seinen behandelnden Arzt darauf ansprechen können - und selbst dem wären die Hände gebunden, wenn dadurch die gesetzlich zugelassenen Höchstdosen überschritten wären. Mal ganz abgesehen davon dass Elvanse Lisdexamphetamin ist, also ein Stimulans und kein Schmerzmittel, was die Argumentation nochmal zusätzlich schwieriger macht.

Leider weiß ich aus meinem früheren Berufsalltag nicht wie es sich mit der Meldung an die AMK verhält, aber ausgehend davon, dass es sich bei der Angelegenheit um eine Straftat handeln könnte, würde ich mal davon ausgehen dass eine Meldung mit vollem Namen erfolgt und dies auch juristische Konsequenzen haben könnte.

Insofern kann ich deinem Freund eigentlich nur raten zuhause Ordnung und die Füße still zu halten.
Half the fun is learning!
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  Geschrieben: 30.07.20 18:59
Ohje... So wie ich früher auf Ärztehopping unterwegs war, und dann auch noch in der Provinz, wo man schon mit nem Tilidin Rezept blöd angeschaut wird, ist es eigentlich ein Wunder dass ich damit durchgekommen bin.

Laut Pharma wird das "Erschleichen von BTM" unter Strafe gestellt.
Weiß jemand wie das mit nicht-btm Mitteln wie z.b. Tilidin aussieht?
Heißt es dann einfach "Erschleichen von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln?
" I've learned to stand up and just to walk away...
...sometimes the cold hearts aren't worth the love or the hate! "

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  Geschrieben: 30.07.20 20:17
zuletzt geändert: 30.07.20 20:28 durch Pharmer (insgesamt 1 mal geändert)
Eigentlich ist Tilidin ja auch ein BtM, ist halt nur in gewissen Darreichungsformen und Dosierungen von der Betäubungsmittelrezept-Pflicht ausgenommen. Da das Präparat selbst nur verschreibungspflichtig ist nehme ich mal an dass das nicht unter dieses Gesetz fallen würde, aber möglicherweise wird es dennoch so gehandhabt wenn die gesetzliche Höchstmenge überschritten wird. Da ich kein Jurist bin kann ich dir das leider nicht mit Sicherheit beantworten.
Wenn wir über wirklich nur verschreibungspflichtige Medikamente reden, zB. Pregabalin, glaube ich persönlich dass es kein Äquivalent im Arzneimittelgesetz zu diesem BtMG-Absatz gibt; sprich ich denke nicht dass es strafbar wäre - aber wie oben schon gesagt, sicher weiß ich es nicht.

Aber: rein technisch gesehen wäre das ein Betrug an der Krankenkasse, denn die kommt in der Regel ja für das (unnötig verschriebene) Medikament auf. Wenn das in ausreichend großem Maßstab geschehen ist könnte die Krankenkasse selbst durchaus eine Handhabe haben um eine Strafanzeige zu stellen. Weiß aber nicht ob sowas schonmal vorgekommen ist.

Dass du nicht aufgefallen bist wird wahrscheinlich daran liegen dass du die Rezepte nicht immer in der gleichen Apotheke eingelöst hast, nehme ich zumindest mal an. Wenn jemand innerhalb kurzer Zeit mit BtM-Rezepten von verschiedenen Arztpraxen auftaucht fällt das in der Apotheke zwangsläufig auf. Ohne jetzt jemandem hier Tipps geben zu wollen, sollte wohl eigentlich selbstverständlich sein dass man beim Ärztehopping nicht immer in der gleichen Apotheke aufschlagen sollte... rolleyes

P.S.:
Spoiler:
Pharmer! ist schon absichtlich so geschrieben ;>

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Traumländer



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  Geschrieben: 31.07.20 01:44
zuletzt geändert: 31.07.20 04:13 durch InfraRed (insgesamt 4 mal geändert)
Tilidin wird in seiner flüssigen Zubereitung als zB Tropfen oder Lösung als BTM klassifiziert. Das enthaltene Naloxon kann durch Tricks abgeschwächt werden und durch die einerseits fehlende Retardierung sowie die viel schnellere Absorption als Flüssigarzneiform flutet es damit schneller an und die vielen immer mehr werdenden Rezeptfälschungen und Berichte über sich mit Valoron für Schlägereien extra Aufputschende, übten dann in den ersten Jahren nach 2010 so viel Druck, dass man sie ins BtMG aufgenommen hat.
Ich habe während der Famulatur in der Krankenhausapotheke noch Valoron wie Novalminsufon aus den Regalen geholt und auch erzählt bekommen, dass die Einbrüche in die kleineren und älteren Apotheken deswegen in der Region stark angestiegen sind.

Tilidin in RetardTablettenform besitzt keinen BtM-Status und ist weiterhin "nur" verschreibungspflichtig. Auf Dem Gelben Schein darf es selbst nur dann stehen, wenn gleichzeitig ein anderes BTM verschrieben wird.

Rezeptfälschungen zu melden ist eine Pflicht im Beruf. Genauso bei Verdacht den Arzt zu kontaktieren und wenn zu viel bei der Kasse ankommt, wird die irgendwann nicht mehr annehmen, Erklärung verlangen und Gutachten sehen wollen, die so eine Menge rechtfertigt. BTM oder nicht, dein Kollege wird sich sehr wahrscheinlich wegen Betrug, arglistiger Täuschung über Artzmissbrauch bis im schlimmsten Fall wegen Urkundenfälschung verantworten müssen.

Und das Ganze als Schon für nicht so schlimm zu halten und so offensichtlich mit "Ja der eine gibt mir nicht genug, ich hab so starke Schmerzen, dass ich noch 3 Ärzte habe" abzutun und zu denken durchkommen zu können, weil das wahrscheinlich noch niemand behauptet hätte?

Wo das Problem ist? Dass diejenigen die wirklich starke Schmerzen haben, dann immer weniger Chancen bekommen auch ernst genommen zu werden. Weil die Kasse Geld zahlt, das dann am Ende fehlt. Oder das Rezept zurückgeht, man seine Pillen hat und der in Vorkasse gegangene Apotheker auf den Kosten sitzen bleibt, und natürlich skeptisch nachfragen darf, wenn er schon mit seinem eigenen Geldbeutel drin hängt.

Mal nicht immer nur an sich, sondern sozial denken.

Spoiler:
Ein seit Jahren um die Diagnose ADHS hat kämpfen müssender "Pharmer", der starken Dopaminmagel hat und deswegen auf Der Arbeit starke Stimulanzien benötigt und als BTM- Verantwortlicher bei der Vernichtung abgelaufenem Lisdex eben eine starke Vernichtung vornimmt. Wo ist das Problem?

Mal konkret: Wer ist wirklich pervers auf dem Planet?
Und zu vertieft in radikale Politik und Gebet
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Doch sag einmal das Wort „Fotze“ und alle drehen sich um
Traumländer

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  Geschrieben: 31.07.20 09:45
Pharmer schrieb:

Aber: rein technisch gesehen wäre das ein Betrug an der Krankenkasse, denn die kommt in der Regel ja für das (unnötig verschriebene) Medikament auf. Wenn das in ausreichend großem Maßstab geschehen ist könnte die Krankenkasse selbst durchaus eine Handhabe haben um eine Strafanzeige zu stellen. Weiß aber nicht ob sowas schonmal vorgekommen ist.



Jap sowas kommt vor. Also ob der Ablauf exakt so war, kann ich nicht sicher sagen, aber ich hatte Klienten, die genau deswegen (Krankenkassenbetrug) saßen.
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Moderator



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  Geschrieben: 31.07.20 10:34
InfraRed schrieb:
Spoiler:
Ein seit Jahren um die Diagnose ADHS hat kämpfen müssender "Pharmer", der starken Dopaminmagel hat und deswegen auf Der Arbeit starke Stimulanzien benötigt und als BTM- Verantwortlicher bei der Vernichtung abgelaufenem Lisdex eben eine starke Vernichtung vornimmt. Wo ist das Problem?


Entschuldigt das Offtopic, aber meine Neugier ist stärker - ist das jetzt irgendwie als Kritik an mir gemeint?^^ Sorry ich versteh deine Aussage hier nicht wirklich...
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  Geschrieben: 31.07.20 10:43
Ersteinmal Verzeihung Pharmer! kann nur über's Handy schreiben, und da ist die Ansicht echt mieserabel. Wenn ich einmal nach unten scrolle um nochmal was nachzulesen, wie z b. die richtige Schreibweise eines Namens, bricht immer gleich alles ab...
Aber ich verspreche dir, dass ich versuchen werde mir's zu merken ;)

Ja, ich war tatsächlich in mehreren Apotheken, in regelmäßigen Abständen.
Also ich würde schon sagen, dass ich es anfangs tatsächlich gebraucht hab.
Muss aber ehrlich zugeben, dass ich später, als das Tilidin nicht mehr geholfen hat, ich mir trotzdem weiter welches geholt hab, da ich nen regelmäßigen Abnehmer hatte und Geld brauchte um mir was stärkeres zu holen.

Jetzt hinterher ist mir vollkommen bewusst, dass es genau wegen solch Verhalten, teilweise für Schmerzpatienten so schwer ist eine vernünftige Behandlung zu bekommen. Und ich schäme mich dafür! Sehr sogar!
Nur hab ich damals leider keine andere Möglichkeit gesehn...
Wobei mir es damals auch nicht leicht gefallen ist.
Jedes mal zitternd im Wartezimmer sitzen und beten, dass man die Praxis mit einem Rezept verlässt. Jedes mal die Angst erwischt zu werden. Ich hab mich einfach nur geschämt dafür.
Wenn ich da gesessen hab, hab ich mir jedes mal nur gedacht:
"Was machst du hier eigentlich hier? Was ist bloß aus dir geworden..."

PS: Ich glaub Infra meint sich selbst damit, möchte aber ohne sein ok nicht mehr dazu sagen.
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  Geschrieben: 31.07.20 10:59
Lol, kein Problem. Ich denk nur jedes Mal wenn mich jemand so schreibt, dass derjenige mich für zu dämlich hält "Pharma" richtig zu schreiben.^^

Nunja, letztendlich hat sichs die Bundesregierung ja selbst so ausgesucht, dass viele sich gezwungen sehen Ärztehopping etc. zu betreiben. Suchtmittel zu verbieten lässt Sucht halt nicht verschwinden; Betroffenen wird teilweise kaum eine Wahl gelassen. Ich kenne auch so einige denen es zeitweise so ging. Liegt allein in den Händen des Gesetzgebers, daran wirklich was zu ändern.

Natürlich mangelt es nicht an Argumenten warum man kein Ärztehopping betreiben sollte, aber ich halte es für falsch darüber so hart zu urteilen - der Verurteilte in dem oben von mir verlinkten Fall wurde ja zu einer mehrjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. War zwar auch Vorgestraft, aber dennoch.
In meinen Augen ists immernoch vertretbarer Ärztehopping zu betreiben, als klauen zu gehen, irgendwo einzubrechen, Apotheken zu überfallen oder whatever...

P.S.: Da geh ich eigentlich auch von aus, aber war so komisch formuliert dass ich lieber nachfragen wollte.
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  Geschrieben: 31.07.20 17:53
Pharmer schrieb:
In meinen Augen ists immernoch vertretbarer Ärztehopping zu betreiben, als klauen zu gehen, irgendwo einzubrechen, Apotheken zu überfallen oder whatever...


Eben, ich bin nie wirklich kriminell gewesen. Wenn ich mal was geklaut hab, wo ich auf der Straße war, dann nur ne Kleinigkeit zu essen, wenn ich wirklich richtig derbe Hunger hatte (sich als Frau alleine 2 Stunden an der BH-Mission anstellen unmöglich ohne belästigt zu werden) oder wenn ich mal nen wichtigen Termin hatte, Jobcenter oder Arzt, hab ich mal ab und zu nen frischen Pullover der draußen hing eingesteckt, wenn's bei der Kleiderkammer Grad nichts gab, aber das war's dann auch schon.
Ich hab nie andere Leute beklaut, weder fremde/Touristen noch Familie/Bekannte, geschweige denn überfallen, keine Ladendiebstähle um was weiter zuverkaufen oder ähnliches...
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  Geschrieben: 01.08.20 07:44
zuletzt geändert: 01.08.20 08:24 durch InfraRed (insgesamt 4 mal geändert)
Pharmer schrieb:
InfraRed schrieb:
Spoiler:
Ein seit Jahren um die Diagnose ADHS hat kämpfen müssender "Pharmer", der starken Dopaminmagel hat und deswegen auf Der Arbeit starke Stimulanzien benötigt und als BTM- Verantwortlicher bei der Vernichtung abgelaufenem Lisdex eben eine starke Vernichtung vornimmt. Wo ist das Problem?


Entschuldigt das Offtopic, aber meine Neugier ist stärker - ist das jetzt irgendwie als Kritik an mir gemeint?^^ Sorry ich versteh deine Aussage hier nicht wirklich...

Ne, überhaupt nicht, eigentlich das Gegenteil. Ich fand den Wink mit dem Zaunpfahl in dem Kontext voll gut, und meinte mit meinem "Pharmer" nicht dich, sondern mich, da ich auch zur Gruppe "Pharmer" gehöre. Und mir fällt erst Jetzt auf, dass das so geschrieben klar der erste Gedanke dabei ist, dass ich den User "Pharmer" meinte. War auch bisschen verballert im Spiel, dass ich da nicht selbst drauf kam, dass ohne das Wissen dazu, die Formierung verwirrend sein könnte. Aber retrospektiv gesehen auch gerade zum schmunzeln. :D

Was mich nur echt gelinde gesagt etwas missmutig stimmt, ist ist diese Haltung, dass die angebrachte Ausrede schon für die AMK ausreicht, weil ist ja schon nicht so schlimm. Die AMK sind aber genau dann die, die dir den Arsch mit vollster Freude aufreißen.
Also Kann Ich doch mit der Erklärung bei der AMK durchkommen, wenn ich zwar nicht ordnungsgemäß die BTM in der Apotheke vernichte, aber eben vernichte. Wo ist das Problem?

Ich wollt übrigens Ärztehopping nicht als Verachtenswertenden Akt der Beschaffung von Stoff darstellen, ich meine, ich bin selbst nach Speed mit Tilidin in die Abhängigkeit gestartet, was hauptsächlich bereits
abgerechnet, der ursprüngliche Empfänger jedoch verstorben war (und Man kennt halt wen, der wen kennt, der Altenheime beliefert), hatte immer Glück mit Xanax zugeschmissen zu werden, bei Tille wurde es irgendwann auch kritisch und ich versteh ziemlich genau, wie der Weg natürlich der erste Weg ist, der einem alternativ einfällt. Da geht es mir nicht darum zu verurteilen, sich als Abhängiger, Süchtiger einen Weg zu finden irgendwie zu den ganzen Problemen, die einen umgeben auch noch affig zu werden.

In dem Fall geht es ja nicht mal um Tilidin sondern um Lisdexamphe, und ich frage mich Ernsthaft wie man von mehreren Fachärzten dafür Rezepte ausgestellt bekommen kann und jetzt kommt mir hier keiner mit weil die Dosis nicht gereicht hat, denn dann redet man mit seinem Psychiater, wenn man schon das Privileg hat überhaupt Lisdex auf Kasse zu bekommen oder hätte die noch von früher (8 Tage Gültigkeit Eines BTM Rezeptes).

Die einzige glaubhafte Erläuterung hierfür wäre, zB im Urlaub mit Abklärung des behandelnden Psychiaters, weil die Blister grade jetzt leer sind und man nicht vor Ort ist, ausnahmsweise bei wem anderen ein Rezept ausgestellt bekommt. Ließe sich auch problemlos nachweisen.

Jetzt sind es aber mehrere und möglicherweise (man möge dem "Freund" ja nicht sicher etwas unterstellen, aber als Substituierter schlag ich auch nicht bei verschiedenen Fachärzten auf, riskiere meine Substi sondern bin heilfroh im Programm zu sein. Und man darf mich gerne aufklären) stand gerade Prüfungsphase oder sonst was an, denn sorry, es ist kein Geheimnis, das ADHS gerne bewusst als Ausrede benutzt und vorgetäuscht wird um an Stimulanzien zu kommen, obwohl man eigentlich nur Lernhilfe will.
Und denn sitzen manche Anfang 20 in der ADHS Ambulanz, weil sie Hilfe suchen, vorher noch nie den Gedanken ADHS in Bezug auf sich hatten, bereits bei drölfzigtausend Ärzten waren und bekommen dort gesagt, dass die Möglichkeit ausgeschlossen sei, weil sie zu gut im IQ abgeschnitten hätten dafür (medizin-deusch für Student der nur Ritalin abgreifen will) und ja ganz klar BPS das Problem sei (Medizin-Deutsch für manipulativ und substanzgeil). Und das ist die Geschicht, von Infra, der auszog, selbst zu ersuchen das Amphetamin, der Wicht!

Ja, mag in der Hinsicht wirklich Hart darüber urteilend und gleichzeitig was "persönliches" Sein, aber bei der Sache steht ich in beiden Ecken. Und da wird der wohl nie mehr Chance auf Lisdex Erhaltene ADSler, da nun Resultat: opiatabhängig und suchtkrank einerseits,
und der "Pharmer"zeut (eindeutiger? :D) auf der anderen Seite echt verstimmt. Und das schließt eigene Entscheidungen und Fehler, die unterirdische Drogenpolitik und miserable ärztliche Hilfe bei psych. Kranken ein.
Elvanse A ist gerade mal seit einem Jahr in D auf dem Markt. Und solche Aktionen können halt dafür sorgen, dass es da nicht lange dort bleiben wird. In meiner derzeitigen Situation wäre es für mich eine Erleichterung und Hilfe, vergleichbar mit dem Substitutionsprogramm bei Opiatabhängigkeit. Auf subjektiver Ebene finde ich es hart, aber nicht falsch.

TLDR;


Die Höchstmenge für Lisdex liegt um was wie 2000 mg pro Monat. Und der "Freund " hat 70 mg Verordnungen, die Stärkste, je 30 Stk. Man kann aber In jedem Fall mit dem Facharzt reden und mit einer Begründung immer in Dauerbehandlung eine Verschreibung darüber hinaus mit überschreitenden Höchstmengen erwirken.

Wer dann mit mehreren Rezepten von unterschiedlichen Ärzten ankommt, die allesamt die Höchstgrenze ausreizen .. dann würde ich mir nach Keksis Beitrag sehr gut überlegen, wie ich mich da rechtfertige und den Worst Case ernst nehmen.

Alle Angaben in Bezug auf den Rechtssalat ohne Gewähr und dürfen selbst noch Mal nachgegoogelt werden, da das Semester mit Apothekenrecht viele Benzodiazepineinnahmen zurück liegt
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  Geschrieben: 01.08.20 10:11
Achso. Ich hab mich davon deshalb so angesprochen gefühlt, weil ich selbst mit ADS diagnostiziert bin und 8 Jahre lang mit Methylphenidat behandelt wurde, darüber hinaus auch eine gewisse Historie mit der "metabolischen Vernichtung" von zu vernichtenden BtM's habe. Da hat so viel gepasst, dass es für mich so gewirkt hat als wäre ich tatsächlich persönlich angesprochen, auch wenn mir eigentlich klar war dass du es anders gemeint hast.

Das hat jetzt eigentlich nichtmehr viel mit dem Thema zutun, aber was solls: Ich hab mich übrigens eigenständig dazu entschieden das Methylphenidat abzusetzen und die Behandlung mit egal welcher Substanz nie wieder zu beginnen, obwohl meine Problematik zu dem Zeitpunkt noch sehr präsent war. Das war bis heute eine meiner besten Entscheidungen.
Ich bin mir sicher dass ich nur deswegen gelernt habe mit meiner Problematik wirklich gut umzugehen, sodass ich heute eigentlich nicht glaube irgendwelche Nachteile gegenüber anderen zu haben.
Ich war dadurch gezwungen, ganz ohne Hilfsmittel richtig mit mir selbst klarzukommen und das Beste aus den Voraussetzungen die ich halt habe zu machen, weswegen ich heute ganz ohne Medikation eigentlich völlig "problemfrei" bin.

Das mag jetzt im Augenblick für dich wenig tröstend sein, aber auf lange Sicht kannst du dem Umstand dass dir kein Stimulans als Hilfsmittel verschrieben wird durchaus was positives abgewinnen. Alles hat auch sein Gutes ;)
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  Geschrieben: 03.08.20 10:02
Ha, ist echt Grad amüsant wie die Parallelen da stimmen. Von dem Blickpunkt echt kein Wunder, dass es so doppeldeutig wirkt.

Ich seh das übrigens komplett genauso wie du. Ich hab damals mit Venlafaxin ziemlich gute Erfahrungen gemacht, 5 Jahre durch genommen, dann aber entschieden es nur noch in den Situationen zu nehmen, wo ich es ehrlich benötige, aus vielen Gründen. Das, was mich extrem abfuckt, ist, dass hätte Man die ganze Problematik damals schon ernst genommen, ich jetzt nicht in der jetzigen Situation wäre. Dh unter anderem süchtig, arbeitsunfähig, massiv Opiatabhängigkeit, ohne aber zu hochsensibel zum existieren "da draußen" ua durch psychedelika und durch den jahrelangen Amphekonsum bzw von Uppern sowieso.

Eigentlich mach ichs genauso, dass Selbstmanagement spezifisch auf ADS Problematiken ausgewählte Themen zb Organisation und Zeitmanagement die Grundlage bildet, dh auch Dutzende Methoden durchgehen um die richtige zu finden. Nach 2 Jahren coaching aber immer noch nicht arbeitsfähig und substituiert zu werden ist ja auch nicht wie viele denken als Dauerlösung angedacht, sondern als Unterstützung zur Integration als Starthilfe. Weil was mir dafür fehlt sind die Dinger, die nur dadurch entstehen: Routine, etc. Teufelskreis. Mein Vorankommen ist Schneckentempo. Zumindest aber nicht mehr rückwärts bergab. Für mich aber trotzdem nicht genug, dafür bin ich zu ehrgeizig.

Ist alles bisschen eng verflochten und hat so viel Kleinigkeiten, die im Endeffekt riesen Einfluss haben. Aber hier jetzt auch nicht Thema.
Wenn du Bock hast, kannst du ja mal im ADS Thread paar Tipps/ hinweise geben, was dir am meisten geholfen hat.

Geez!
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