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LdT-Forum » Konsum » Tripberichte » LZ: Heroin - vom Anfang bis zum Ende


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AutorBeitrag
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 15.10.16 15:03
huhu,

ich glaub die substi wäre die mit abstand beste variante für dich. mit bupre z.B. kannste auch wunderbar arbeiten gehen. und wenn dein substituierender arzt dir vertraut kannst du ggf. ja auch nach ein paar monaten ne take-home kriegen.. dann musste nur einmal die woche zur apotheke bzw dein rezept abholen. denk mal drüber nach.. viel gesünder und billiger und sogar legal...

grüße
 
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Traumländer



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  Geschrieben: 17.10.16 15:10
Nein, Substitutionsprogramm is keine Option, dazu hänge ich zu sehr am Gras (man darf ja nur auf Opis positiv sein, um im Programm bleiben zu dürfen). Ich war heute beim Arzt und hab mir eine Überweisung für einen stationären Entzug geben lassen. Da kann ich dann auch mal vom Gras runterkommen, ich brauch unbedingt eine Pause, damit ich wieder was davon spüre. Im Moment kann ich gar nicht so viel Gras konsumieren, um wirklich zu zu sein.
»Drogenprohibition: GESCHEITERT, SCHÄDLICH und TEUER« Schildower Kreis
Traumländer

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  Geschrieben: 17.10.16 15:34
Sicher?! Bei mir beim Substitutionsarzt ist Gras kein Problem... Bei anderen Sachen klar: gibt's kein Take home oder man fliegt raus wenn es regelmäßig vorkommt....aber mit Gras bekommt man bei uns sogar take home... Und ich weiß von bekannten, dass es bei anderen Praxen hier im Umkreis genauso gehandhabt wird
 
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Traumländer



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  Geschrieben: 17.10.16 15:39
Also als ich mit meinem Arzt heute geredet hab, hat der mir gesagt dass man keine anderen Substanzen konsumieren darf, und ich hab ihm gesagt dass ich sicher nicht mit dem Gras aufhöre. Aber das passt schon so. Wenn ich substituiert werde ist das so endgültig, dann bekomme ich so regelmäßig Stoff dass sich der Körper komplett daran gewöhnt. Im Moment hab ich nur sehr geringe Entzugserscheinungen, da ich immer 2-3 Tage nach dem letzten Konsum warte bis ich mir was hole. Und dann hole ich mir nur 2, 3 Substis. Heute waren es 5, aber nur weil der Preis Hammer war ;)
»Drogenprohibition: GESCHEITERT, SCHÄDLICH und TEUER« Schildower Kreis
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 18.10.16 02:13
Merlin90 schrieb:
Das Verlangen nach Heroin gibt es praktisch nicht mehr. Das einzige, was mich an meinen Heroinkonsum erinnert ist das ständige Niesen. (...) Möglicherweise war ich nicht lange genug drauf, damit mir wirklich was abgehen könnte, sonst kann ich mir nicht erklären, warum ich gar kein Verlangen mehr habe.


Genau dieses Gefühl ist es, welches einen Schritt für Schritt in Sucht gleiten lässt. Man unterschätzt, wie viele Kommentare zu deinem Bericht zeigen, die unglaubliche Wirkung von Opioden oder Opiaten.

Die Illusion, dass Opiode ja eigentlich keine besonders herrausragende Wirkung haben, wird beim 24/7 User dadurch ausgelöst, dass er das Gefühl der Normalität, das Opioide einen geben, als ein im Alltag so vorkommendes Gefühl wahrnimmt. Das ist es aber nicht!

Dieses Normalitätsgefühl ist es ja genau, was wir suchen. Normal fühlen, heißt: ohne Stress, keine emotionale Zerissenheit, nicht überfordert sein, kein Gedankenchaos. Ein Gefühl, dass sicherlich auf Dauer kein selbstverständliches Gefühl ist.

Opioide fegen Stress, Einsamkeit und generell negative Emotionen weg und lassen dich trotz dieser Mängel normal und geborgen fühlen. So, als wenn du in deinem Leben alles im Griff hättest. Ein Leben ohne Stress, ohne verletzte Gefühle, ohne Traurigkeit, ohne Einsamkeit. Opioide ermöglichen genau das.

Klar, es fühlt sich mit der Zeit so unglaublich normal an, dass man ganz schnell vergisst, dass dies eine geborgte Normalität ist. Dieser Umstand wird jedem wieder ganz schnell klar, wenn er mal eine Weile die Finger davon lässt, denn dann fehlt dieser Opioid-Schutzschild und das Ungefilterte strömt wieder Tag für Tag auf dich ein.

Das Gefühl nach einem Entzug ist die ersten paar Wochen noch ganz aufregend, weil anders, aber ganz schnell bemerkt man, dass man eigentlich gar nicht fähig ist, sich so "normal" zu fühlen - und ganz schnell ist man wieder bei den Opioiden und kuschelt sich in der geborgten Geborgenheit. So lange, bis man wieder vergessen hat, dass diese Normalität eine geborgte ist und man sich völlig gelangweilt fühlt, da nicht nur negative Emotionen gefiltert werden, sondern auch viele positive.

Und so strebt man wieder nach dem Gegensatz. Ein ewiger nicht enden wollender Kreislauf aus Entzug -> Konsum -> Entzug -> Konsum. In der Konsumzeit schwärmt man von der Nüchternheit und in der Nüchternheit vom Konsum.

Man vergisst halt so schnell!



"Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt."
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Traumländer



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  Geschrieben: 18.10.16 18:19
Weise Worte. Allerdings war immer ein Beigeschmack zum kotzen dabei seit ich wieder angefangen habe. Ich kann es nicht fassen dass ich immer wieder was hole. Gestern hab ich schon über 48h nichts genommen und mir gings relativ gut. Kein Kloß im Hals und auch (noch?) kein Durchfall. Der Entzug war nur spürbar wenn ich mich reingsteigert hab. Das hab ich zwar immer wieder, aber es wäre leicht auszuhalten gewesen. Gras hab ich auch genug, leider spür ich davon nur sehr wenig, und die Kombination mit Alkohol kenne ich auch zu gut um mich damit abschießen zu können. Das mag vielleicht auch ein Problem sein, dass ich zu sehr an Gras gewöhnt bin. Die Lösung wäre eine Konsumpause vom Gras, aber auch das schaffe ich keinen Tag wenns verfügbar ist.

Heute hab ich mich für einen stationären Entzug angemeldet, mal sehen wie lange es dauert bis ich einen Platz kriege, vielleicht kann ich mich ja doch für die kurze Zeit bis zum Entzug substituieren lassen ohne dass das Gras zum Problem wird. Mit meinen derzeitigen Depressionen sollte ich vielleicht keinen kalten Entzug machen. Oder sie kommen von meinen ständigen Entzügen, aber jetzt hab ich was und bin trotzdem depressiv...

Die Widersprüche in meinen Kommentaren sind aber ganz interessant, nicht?
»Drogenprohibition: GESCHEITERT, SCHÄDLICH und TEUER« Schildower Kreis
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 06.12.16 10:22
Holden Caulfield schrieb:
Merlin90 schrieb:
Das Verlangen nach Heroin gibt es praktisch nicht mehr. Das einzige, was mich an meinen Heroinkonsum erinnert ist das ständige Niesen. (...) Möglicherweise war ich nicht lange genug drauf, damit mir wirklich was abgehen könnte, sonst kann ich mir nicht erklären, warum ich gar kein Verlangen mehr habe.


Genau dieses Gefühl ist es, welches einen Schritt für Schritt in Sucht gleiten lässt. Man unterschätzt, wie viele Kommentare zu deinem Bericht zeigen, die unglaubliche Wirkung von Opioden oder Opiaten.

Die Illusion, dass Opiode ja eigentlich keine besonders herrausragende Wirkung haben, wird beim 24/7 User dadurch ausgelöst, dass er das Gefühl der Normalität, das Opioide einen geben, als ein im Alltag so vorkommendes Gefühl wahrnimmt. Das ist es aber nicht!

Dieses Normalitätsgefühl ist es ja genau, was wir suchen. Normal fühlen, heißt: ohne Stress, keine emotionale Zerissenheit, nicht überfordert sein, kein Gedankenchaos. Ein Gefühl, dass sicherlich auf Dauer kein selbstverständliches Gefühl ist.

Opioide fegen Stress, Einsamkeit und generell negative Emotionen weg und lassen dich trotz dieser Mängel normal und geborgen fühlen. So, als wenn du in deinem Leben alles im Griff hättest. Ein Leben ohne Stress, ohne verletzte Gefühle, ohne Traurigkeit, ohne Einsamkeit. Opioide ermöglichen genau das.

Klar, es fühlt sich mit der Zeit so unglaublich normal an, dass man ganz schnell vergisst, dass dies eine geborgte Normalität ist. Dieser Umstand wird jedem wieder ganz schnell klar, wenn er mal eine Weile die Finger davon lässt, denn dann fehlt dieser Opioid-Schutzschild und das Ungefilterte strömt wieder Tag für Tag auf dich ein.

Das Gefühl nach einem Entzug ist die ersten paar Wochen noch ganz aufregend, weil anders, aber ganz schnell bemerkt man, dass man eigentlich gar nicht fähig ist, sich so "normal" zu fühlen - und ganz schnell ist man wieder bei den Opioiden und kuschelt sich in der geborgten Geborgenheit. So lange, bis man wieder vergessen hat, dass diese Normalität eine geborgte ist und man sich völlig gelangweilt fühlt, da nicht nur negative Emotionen gefiltert werden, sondern auch viele positive.

Und so strebt man wieder nach dem Gegensatz. Ein ewiger nicht enden wollender Kreislauf aus Entzug -> Konsum -> Entzug -> Konsum. In der Konsumzeit schwärmt man von der Nüchternheit und in der Nüchternheit vom Konsum.

Man vergisst halt so schnell!



.. für mich einer der besten beiträge bisher zu dem thema. sollte jeder mal gelesen haben, den absatz. danke :)

zusätzlich sollte man bedenken, dass unter genau diesem verhalten - Entzug -> Konsum -> Entzug , usw, dann langsam aber sicher das selbstbild und die selbstachtung ins wanken gerät. man ist enttäuscht von sich selber, hat das gefühl dass man nicht mehr herr seiner wünsche und seines lebens ist.. denn man vergisst dabei, dass man in jedem moment ja genau das tut was man da gerade möchte - die vorsätze vom vortag hat man dann in der regel vergessen oder sie treten in den hintergrund. und wenn man immer wieder das gefühl bekommt sich selbst zu täuschen, zu verarschen, oder einfach schwach zu sein.. dann ist es ja logisch dass man depressiv wird oder (vielleicht schon vorhandene) co-morbiditäten, also begleiterkrankungen, in den vordergrund rücken.

beste grüße und viel kraft an alle, die damit kämpfen..
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 06.12.16 10:33
Jo fand ich genauso. Aber "vergessen" tun wir alle nicht.
Doch sobald es uns wieder besser geht, der Meinung sind, das Schlimmste hinter uns zu haben um wieder positiv in die Welt hinaus zu schauen. Genau da vergessen wir nicht sondern ist es uns Wurst.

Wir reden uns Dinge ein die wir dann doch nicht einhalten, können. Und ja die Spirale dreht sich von neuem. Aber schlussendlich ist ja jeder für sich alleine verantwortlich und was uns net umbringt, das macht uns nur ärger. lol
 
Traumländer

dabei seit 2016
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  Geschrieben: 06.12.16 13:41
@Z3ro Und was für eine Schlussfolgerung ziehst du daraus?

Ich habe mich dazu entschlossen den Teufelskreis aus Konsum, Entzug und Selbstverarsche, dadurch zu durchbrechen, indem ich einfach weiter konsumiere, in einer niedrigen Dosis so das kein Affe entsteht. Ich mache keinen Entzugsversuch mehr, weil ich noch nicht wirklich bereit bin ohne Opioide zu leben. Ich nehme nur ab und zu mehr für einen Turn. Allerdings sind das Pharma-Opiode, ob das bei H auch klappen würde, weiss ich nicht.


 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 06.12.16 14:08
aufsuche schrieb:

Ich habe mich dazu entschlossen den Teufelskreis aus Konsum, Entzug und Selbstverarsche, dadurch zu durchbrechen, indem ich einfach weiter konsumiere, in einer niedrigen Dosis so das kein Affe entsteht. Ich mache keinen Entzugsversuch mehr, weil ich noch nicht wirklich bereit bin ohne Opioide zu leben. Ich nehme nur ab und zu mehr für einen Turn. Allerdings sind das Pharma-Opiode, ob das bei H auch klappen würde, weiss ich nicht.


.. genau das. man sollte sich überlegen ob man wirklich mit dem konsum aufhören möchte oder es nur gerne wollen würde. zweitens sollte man seine co-morbiditäten behandeln. also nen guten psychiater finden, eventuelle depressionen, angststörungen, etc behandeln.. im selben atemzug mit aller kraft sein umfeld ändern.. sich eingestehen dass man ein problem hat.. professionelle hilfe zulassen.. das volle programm eben. leider ist es halt so, dass gerade leute die drogen nehmen tendenziell immer den einfachen weg suchen, möglichst ohne anstrengung und einbußen.. und den gibt es nunmal bei solch komplexen problemen wie abhängigkeiten nicht.

grüße
 
Neuer Träumer

dabei seit 2020
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  Geschrieben: 22.10.20 19:28
ich habe jetzt dieses MST Morphin granulat 20MG so kleine Beutel. Wie kann man denn das entretadieren?
 
Traumländer

dabei seit 2014
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2 Tripberichte

  Geschrieben: 18.11.20 20:57
Vielen Dank für diesen aufschlussreichen bericht und die mühe die drin steckt :) !!! Alles gute für dich!
 

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