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LdT-Forum » Drogen » Pharmazeutika » Opiat und Opioid - Sammel- und Übersichtsthread


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AutorBeitrag
Traumländer



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  Geschrieben: 17.02.21 10:56
zuletzt geändert: 19.02.21 13:15 durch Erdnuss (insgesamt 4 mal geändert)
@Tigerbarake ach Shit sorry hab ich voll verpeilt. hab es aufgrund von persönlichen Stress verdrängt. Hab deinen Post jetzt Grad erst durch Zufall gesehen. Ich setz mich nachher nochmal ran wenn ich in 2 Stunden von meinem Termin in meiner Schule zurück bin Fang ich an. Hab alles dafür da. Versprochen. Großes Drogiindianer Ehrenwort.
Dann kriegste ne Anleitung mit Bildern.

Sorry nochmal

EDIT: bin dran. Versuche es so schnell es geht. Soll ja aber vernünftig sein. Bin leider kein Chemiker und hab keine Lust das jemand nen Schaden davonträgt nur weil er sich an meine Anleitung hält.

Edit-Edit: son kack seit 2 Tagen bin ich ununterbrochen am suchen um ne möglichkeit zu finden das verfluchte Natriumdodecylsulfat vom Morphin trennen zu können da das zeug alles andere als Gesund ist (denaturiert Proteine) und jetzt find ich ne Seite wo steht dass das zeug nur in der Kapselhülle enthalten ist. Könnte grad mir selbst eine reinhauen! Sowas beklopptes aber auch. Heute Abend poste ich dir die Anleitung @ tigerbarake
 
Traumländer



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  Geschrieben: 20.02.21 23:58
zuletzt geändert: 02.03.21 08:44 durch Erdnuss (insgesamt 16 mal geändert)
@Tigerbarake

Extraktion von Morphinbase aus Substitol

Benötigte Mittel

-1xHandschuhe
-1xSchutzbrille
-2xGläser verschiedener größe
-1X starke Lauge z.B Ammoniak(Salmiakgeist>9%), Natriumhydroxid (verdünnt)
-mehrere Kaffefilter(rund die Pfaltzkanten weggeschnitten zum Kegel geknickt) oder noch besser Chemiefilter
-1x Flasche oder Glas mit engem Hals ( Kakao-flaschen haben die perfekte öffnung)
-Ph.teststreifen (Tipp v. Pharmer: die mit mehreren Indikatoren) oder als improvision Rotkohlsaft als indikator
-kleines Schnapsglas zur ph-wert kontrolle bei Benutzung von Rotkohlsaft als Indikator bzw. Pipette bei Benutzung von Ph-streifen
-30ml Pumpe
Und vor allem Geduld und vorsicht. Denkt dran für keinen Rausch lohnt es die Gesundheit völlig zu ruinieren.



1g Substitol wird mit min. 50ml destilliertem Wasser in ein Glas gegeben
Das Glas wird in ein heißes Wasserbad gestellt bis sich das Substitol aufgelöst hat
Die Lösung wird ordentlich gerührt und kommt dann in den Kühlschrank
Nach einigen Stunden (ich lass sie über Nacht stehen oder um ganz sicher zu gehen 1 Tag stehen damit wirklich das ganze pflanzenöl verhärtet und talkum ausfällt) nimmt man das Glas raus und lasst es stehen bis es Zimmertemperatur hat. Auf der Oberfläche der Lösung sollte sich eine wachsartige Schicht der hydrierten Pflanzenöle befinden und die
Lösung vom ausgefallenen Talkum trüb sein.(1)
Die Schicht wird wenn nötig aufgebrochen und das Gemisch durch einen mit dest.Wasser angefeuchteten runden einmal geknickten (für d. Kegelform) doppelten Filter ( der auf die Öffnung so zugeschnitten ist damit nichts außem am Glas runterläuft) der auf einem neuen Glas liegt gefiltert(2). Dann wird weiteres dest. Wasser in den Filter getropft damit nicht zuviel Morphinsulfat-wasserlösung die sich noch im Filter befindet verschwendet wird. Der Filter darf nicht ausgedrückt werden da sonst Talkum in der nun klaren Lösung im Glas landet könnte. Der Filter mit dem hydr. Pflanzenöl/Talkum kann weggeschmissen werden.
Nun wird das Glas in der sich die klaren MorphinsulfatP.+ Macrogol 6000 Lösung befindet in einen mit warmen Wasser gefüllten Topf gestellt, erwärmt (nicht kochend) rausgenommen und der Lösung tröpfchenweise eine starke (verdünnte) Lauge hinzugegeben. Nach jedem tropfen die Lösung rühren,warten, beobachten und pH-Wert messen. Vorgang solang wiederholen bis die Morphinbase anfängt auszufallen. Ph-Wert sollte nicht zu hoch sein. Der pH-Wert ist sollte am besten bei 9 wenn überhaupt dann nur minimal darüber liegen.
Anmerkung: ausfallende Morphinbase sieht aus wie ein Schneesturm im Glas. Als Lauge eigenen sich Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxid oder Ammoniak(Salmiakgeist>9%) . (Tipp von pharmer: wer nie mit starken Laugen gearbeitet hat sollte am besten Ammoniak nehmen. Da auch kleinste Verunreinigungen des Endprodukts durch den stark ätzenden Geruch erkannt werden können die durch unzureichendes waschen verblieben sind.) Mit der Lauge nicht übertreiben und vorsichtig sein. Darf nicht mit dem Körper in Kontakt kommen. Wenn die Base ausfällt Glas erstmal ein paar Minuten stehen lassen.(3)
Man kann nach abfiltern der Base immernoch der verblieben Lösung weitere Lauge hinzutropfen um mögliche restliche Base ausfallen zu lassen um diese dann mit der Base vom ersten filtern zu vereinigen.
Einen Filter rund zuschneiden (z. Kegel knicken) und auf einen Flaschenhals packen. Filter wieder mit dest. Wasser anfeuchten und vorsichtig Lösung/Gemisch filtrieren. (4)Danach destilliertes Wasser mit der 30ml Pumpe über das filtrat geben um Reste der Lauge auszuwaschen. Die Base sollte komplett bedeckt sein. Dann ablaufen lassen und wieder mit Wasser bedecken. Vorgang wiederholen und gründlich waschen ihr wollt keine Lauge im Endprodukt welche euch beim rauchen die Lunge verätzt. Lieber zuviel als Zuwenig. Am Ende des waschen das Wasser seitlich auf den Filterrand um die Morph.B. zur Mitte des Filters zu drängen.

Anmerkung: der zuletzt genannte Schritt wird benutzt damit die Fläche die die Base belegt nicht zu groß wird. Das macht den nächsten Schritt um einiges einfacher. Den noch feuchten Filter vom Glas nehmen, aufklappen und auf einen trockenen Filter packen.
Ganz vorsichtig die Morphinbase vom feuchten filter schaben und auf einem Teller zum trocknen sammeln(5). Dabei darauf achten nicht den Filter zu zerkratzen sonst sind hinterher Filterflusen in der Base. Lieber eine kleine Menge Verlust in kauf nehmen als alles wegschmeissen zu können.

ACHTUNG:
Egal welche Lauge zum freebasen benutzt worden ist sollte man (der Gesundheit zuliebe) die sich im Filter/Glas befindende Morphinbase ordentlich mit dest. Wasser spülen. Da Morphinbase nicht gut Wasserlöslich 1g/5l ist brauch man keine Angst haben das dabei wirklich viel verloren geht. Verlust gibt es aber immer.

Ist die Morphinbase richtig trocken und kann man sie hacken und auf dem Blech rauchen.

viel Spaß

Alle Angaben ohne Gewähr. Wenn ihr was falsch macht und Schäden davonträgt ist das euer Ding. Denkt dran das die benutzten Laugen stark ätzend sind. Sie sollte also nicht mit eurem Körper in Berührung kommen. Und vor allem nicht mit der Lunge.

Sollte jemand einen Fehler finden kann er mir gern hier schreiben und Kritik üben. Gibt ja genug Leute hier die mehr Plan von Chemie haben als ich(zu @Neopunk & Pharmer rüberschiel). Wäre nett wenn ihr mal drüberschauen könntet.

Die Extraktionsanleitung wird dauerhaft weiter von mir bearbeitet um Verluste,Gefahren zu verringern.

LG Erdnuss
IMG-20210220-185759.jpg (1)
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IMG-20210223-210603.jpg (3)
IMG-20210224-182421.jpg (4)
IMG-20210224-183416.jpg (5)



 
Traumländer



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  Geschrieben: 23.02.21 19:22
zuletzt geändert: 23.02.21 19:39 durch Tigerbarake (insgesamt 1 mal geändert)
@Erdnuss Wow super, vielen Dank.
Werde das ganze beizeiten mal ausprobieren und berichten ob es funktioniert hat.
Ich hab mir jetzt alles durchgelesen, wie schaut es aus mit dem Verlust?
1 g Substitol entspricht ja 750 mg Morphinbase, kann man da sagen wie viel da bei einem Gramm Substitol normalerweise rauskommen sollte?


 
Traumländer



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  Geschrieben: 24.02.21 12:03
@Tigerbarake

Wieviel Verlustig geht kann ich dir sehr wahrscheinlich heute Abend schreiben.

Ich hatte das Problem dass ich weder NaOh noch Ammoniak da hatte. Hab nur reines Kaliumhydroxid da gehabt womit ich vorher nie gearbeitet hatte. Habe nicht dran gedacht dass das Zeug unverdünnt einen so dermaßen hohen Ph Wert hat (war auch bisschen breit im kopf.war dumm von mir. Sowas muss man immer mit klarem kopf machen) und den Versuch mit dem einen Gramm Substitol verkackt. Ist dann im Abfluss gelandet.

Naja hat auch was Gutes wenigstens ist jetzt das Abflussrohr schön frei ;)

Hab dann gestern einen neuen Versuch gestartet. Diesmal hab ich dran gedacht das Kaliumhydroxid vorher zu verdünnen und den Ph Wert beim freebasen genau zu überwachen. Statt einem Gramm habe ich aber gleich 3 Gramm Substitol Freegebased. Wenn ich heute Abend das ganze abgefiltert, gereinigt und getrocknet habe kann ich den Verlust ausrechnen. Muss man dann halt auf 1 g runterrechnen. Müsste eigentlich hinhauen.

Die Bilder stell ich dann auch wie versprochen zur Anleitung mit rein.

LG Erdnuss

 
Traumländer



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115 Forenbeiträge

  Geschrieben: 24.02.21 17:53
Wäre noch super wenn du mir sagen könntest was sich besser eignet zum freebasen, Natriumhydroxid(hab ich als Lösung da mit 4 %) oder Ammoniaklösung mit 10 %
Ich hab in diesem Thread, von Neopunk war es glaube ich, gelesen das sich Natronlauge eher dafür eignen würde da das Ammoniak das Morphin nicht vollständig deprotonieren kann aber beim NaOh müsste man eben darauf achten es sehr gründlich abzuwaschen.
Das müsste aber eigentlich kein Problem sein, ich hab mir schon 2 Liter destilliertes Wasser besorgt.
Welchen Grund hat das eigentlich das man so viel Wasser nimmt? Ich nehme zum auflösen von Substitol immer 3,5 - 4 ml Wasser für 200 mg Substitol und braucht man dann für 2 g Substitol auch 100 ml?
Und ich hätte noch Mikrofilter für Pumpen da(Sterifix 0,2 µm) könnte ich die im destilliertem Wasser aufgelösten Substitol auch mit Pumpen aufziehen und nach und nach durch die Spritzenfilter drücken?
Das würde mir etwas Zeit sparen da ich so nicht warten müsste bis das Talkum ausfällt, glaube ich zumindest, korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege, nachdem ich die Substitollösung durch den Mikrofilter gedrückt habe war diese immer glasklar und auch nach Stunden des stehen lassens ist nichts mehr ausgefallen.
Ist das überwachen des pH-werts nur beim NaOh nötig oder braucht man das nicht wenn man nur vorsichtig vorgeht?
Danke schon mal für die Antworten.

Grüße

Tiger
 
Traumländer



dabei seit 2010
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  Geschrieben: 26.02.21 09:01
Gute Anleitung ich hab das immer auf die Ghetto Methode gemacht. :D
Ja geraucht ist jut findsch och
Bin Back als wäre ich Grad wiedergekommen, hat mich gefreut einige wieder zu treffen. Werd Mal öfters reinschauen auch wenn ich keine Drogen mehr nehme.
We all bleed the Same color PEACE
Traumländer



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  Geschrieben: 26.02.21 16:35
So ich habe nun einen Versuch mit einem Gramm Substitol gemacht und ich bin mir nicht sicher ob ich alles richtig gemacht habe und vor allem hatte ich einen relativ hohen Verlust.
Ich habe mich an die Anleitung gehalten außer das ich das Talkum nicht mit einem Kaffeefilter abgefiltert sondern mit einem Mikrofilter für Spritzen.
Hier die Lösung nach dem abfiltern: https://ibb.co/3pCwtFZ
Hier die Lösung nach dem ich etwa 4 Tropfen Ammoniaklösung dazugegeben hab: https://ibb.co/bKfCsPD
Ich muss dazu sagen das ich zwar den pH-Wert gemessen habe aber es hat sich nichts getan obwohl dieser bei 9 lag erst als ich den 5. Tropfen zugegeben hab fing die Base an auszufallen innerhalb von einer Minute.
Nachdem ich das Glas aus dem Wasserbad genommen hab wurde der abgesetzte Inhalt im Glas plötzlich immer weniger, bis nur noch weniger als die Hälfte zu sehen war.
Hier habe ich den ganzen Inhalt in den Kaffeefilter geschüttet: https://ibb.co/1Z8skQB
Wobei ich habe immer Ammoniak dazugegeben, gewartet bis die Base anfing auszufallen und dann den Inhalt durch den Kaffeefilter geschüttet, das habe ich so lange wiederholt bis keine Base mehr ausfiel.
Und zuletzt habe ich das was im Kaffeefilter war mehrmals mit destilliertem Wasser gespült, habe so 60-80 ml Wasser zum spülen verwendet, dabei habe ich abermals festgestellt das sich der Inhalt im Kaffeefilter immer weiter verringerte.
Hier das Bild von dem was dann am Ende aus dem Kaffeefilter gekratzt hab: https://ibb.co/Ky8Zc9H
Ich bin mir nun etwas unsicher ob ich alles richtig gemacht habe, ich habe so insgesamt vielleicht einen ml 10 % Ammoniaklösung verwendet.



 
Traumländer



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  Geschrieben: 26.02.21 20:26
zuletzt geändert: 27.02.21 19:37 durch Erdnuss (insgesamt 1 mal geändert)
So vom Aussehen her sieht's nicht verkehrt aus. Spülen immer ganz Vorsicht also nicht gleich 30ml auf einmal. So 1-2 ml, warten bis die durch den Filter sind und dann wieder 1-2ml. Bei einem Gramm Morph.sulfat-P. insgesamt max 20ml würde ich zum spülen nehmen.
Du solltest das dest. Wasser seitlich auf die Base tropfen. Auf deinem Bild sieht man das du scheinbar einfach alles oder zumindest das meiste einfach in die Mitte gekippt hast. Deswegen auch das Loch in der Mitte wo das Wasser nur wenig mit der Base in Berührung kommt und eher durchfließt als die Base wäscht. Gerade bei Ammoniak ist richtig waschen echt wichtig.Giftig das Zeug. Wenn du mittig und zum Ende hin seitlich wässerst bewegt sich die Base auch zur Mitte des Filters. Das sieht dann so aus: die letzte Fällung im Filter

Dann packst du den runden noch feuchten Filter aufgeklappt auf einen normalen trockenen Filter : runder feuchter Filter auf trockenem norm. Filter und ziehst entlang der Maserung des feuchten Filters die Base mit einer Plastekarte ab. So mach ich es zumindest.

Das du nen Mikrofilter genommen hast ist auch nicht verkehrt. Kann man machen. Hauptsache das Glas stand lange genug im Kühlschrank dass das Öl und das Talkum ordentlich sich von der Lösung trennen konnten.

Das die Base in deinen Augen immer weniger wurde kann verschiedene Gründe haben. Entweder es war doch zuviel Lauge ,also der Ph Wert zu hoch. Immer nach dem tropfen rühren, warten,tropfen,rühren,warten (Ph im Auge behalten) etc.
Oder es kam dir nur so vor das es weniger wurde. Kann ich nicht beurteilen.

So vom Foto her sieht die Menge aber auch okay aus find ich. Lass es trocknen, Hack es und schmeiss es auf ne Waage. Dann siehste ja den Verlust.

Falls du auf Nummer mega ultra hyper dupersuper sicher gehen willst weil du Angst hast da könnte noch PEG 6000 (Macrogol) oder Talkum bei sein (völlig unwahrscheinlich) kannste die Base nochmal mit Ethanol säubern. 1g Base löst sich in ich glaube es waren ca.250 ml Ethanol PlusMinus 100ml (21°C) oder in
98ml (siedend). Talkum und PEG lösen sich nicht in Alkohol.
Aber ist Blödsinn und unnötig solange du dich an die Anleitung hälst. Das wichtigste ist Geduld, sauberes und konzentriertes arbeiten und Übung macht den Meister.

@Neopunk verschiebe bitte mal das ganze von mir und Tigerbarake in den "Morphin extrahieren" Thread. Ich finde das ganze gehört hier nicht in diesen Sammelthread rein. Danke

EDIT:@Tigerbarakr denk dran vorsichtig die Base vom Filter schaben. Sind Filterflusen drin kannste alles weg hauen oder alles in nem Lösungsmittel lösen,Filtern u. vorsichtig abdampfen.



 
Traumländer



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  Geschrieben: 27.02.21 12:12
zuletzt geändert: 27.02.21 14:43 durch Erdnuss (insgesamt 2 mal geändert)
@Tigerbarake so meine Base ist fertig,trocken, gehackt und abgewogen.

fertige Base
*Funkel,Funkel*

Aaaalso aus 3g Morphinsulfatpentahydrat/15 Kapseln Substitol sind:
1,28g Morphinbase entstanden.
Das wären bei 1g = 420mg Morphinbase

Du meintest 1g morphsulfat wären 750mg Base also 330mg Base Verlust bei 1g. Wirklich nicht gerade wenig, aber das bedeutet nur das man das Verfahren noch verbessern muss. In meinen Augen kein Weltuntergang. Es müsste z.Bleistift ne andere Filtermethode her als olle Kaffeefilter.
Ich muss aber auch dazuschreiben dass mir beim letzten Ausfällen auch zuviel Lauge nicht gerade wenig gekillt hat. Hab nur ein bisschen retten können dadurch dass ich schnell etwas verdünnte Salzsäure hinzugegeben habe. Ich setzt mich nochmal ran und Versuche das irgendwie rechnerisch zu lösen. 1g Substitollösung mit allen Hilfsstoffen steht noch im Kühlschrank und wartet das werde ich dafür nutzen.

Mich würde interessieren wo du diese Angaben gefunden hast das 1g gleich 750mg Base sind.


 
Traumländer



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  Geschrieben: 27.02.21 12:26
zuletzt geändert: 27.02.21 14:24 durch 20fox (insgesamt 1 mal geändert)
Rechne doch einfach aus wieviel Sulfatpentahydrat Pro Gramm dran klebt.
Zur Not musst du gucken wieviel Mol die einzelnen Bestandteile haben.

Edit: Ahjo, ich bin zu faul und ungeübt um das selbst zu machen, zu Mal meine Chemie Kenntnis damit auch endet 😅 Also depp bist du bestimmt nicht
"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)
Traumländer



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  Geschrieben: 27.02.21 13:11
@20fox ich Depp. Hast du natürlich Recht. Werd mich nachher Mal hinsetzen und selbst ausrechnen.
 
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  Geschrieben: 27.02.21 17:50
zuletzt geändert: 27.02.21 19:29 durch Erdnuss (insgesamt 2 mal geändert)
Hat sich erledigt. Scheinbar war meine Rechnung tatsächlich völligster Bullshit. @Tigerbarake hat völlig Recht.
120mg:90mg Morphinsulfatpentahydrat:Morphin also 1g Morphs-p. = 750mg morphin

Die Quelle ist ein Buch namens: Labormedizin: Klinik - Praxis - Fallbeispiele

Aber das Wundert mich nicht das bei meinen 3g der Verlust so hoch war. Ich hab ja gesehen wieviel beim letzten ausgefallen ist und dann wieder verschwunden. Scheinbar muss die Menge an Wasser der Lösung erhöht werden damit der Übergang zwischen von:nicht alkalisch genug zum Ausfällen und zu hoher Ph Wert nicht so nah beieinander liegt.



 
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  Geschrieben: 27.02.21 20:37
zuletzt geändert: 27.02.21 20:50 durch Tigerbarake (insgesamt 1 mal geändert)
Das 1 g Morphinsulfatpentahydrat 750 mg Morphinbase entspricht hab ich im Beipackzettel von Substitol gelesen.
Ich hab meinen Versuch mal durchgewogen und zunächst waren es 670 mg, da dachte ich mir schon das etwas nicht stimmen kann weil ich mit einem viel höheren Verlust gerechnet hab.
Nun gut, ich habe dann vorsichtig was davon geraucht und sofort stieg mir ein sehr giftiger Geruch in die Nase da hab ich den Versuch abgebrochen und die Base nochmal in einen Kaffeefilter gegeben und nochmal ordentlich gespült.
Und sobald ich wieder destilliertes Wasser zugegeben hab kam auch wieder dieser Ammoniakgeruch, heißt also ich habe wohl nicht den ganzen Ammoniak herausgewaschen, ich habe ja auch relativ viel Ammoniak verwendet insofern kann ich mir das gut vorstellen, die Base hat sich dann auch nochmal um die Hälfte reduziert beim auswaschen, sehr seltsam alles.
Ich habs jetzt abermals zum trocknen ausgelegt und werde morgen noch einen Versuch wagen und sollte ich dann immer noch diesen verdächtigen Geruch nach Ammoniak haben werde ich die ganze Base nochmal in ein Glas mit destillierten Wasser geben und gut durchrühren das sollte dann aber das ganze restliche Ammoniak abwaschen.
Kannst du vielleicht noch was zum Geschmack beim rauchen sagen?
Mein Ergebnis gestern sah deinem aber optisch sehr ähnlich, ich hoffe ich hab meine Base jetzt nicht durch den vielen Ammoniak "zerstört."
Weiß vielleicht noch jemand was zum Ammoniumsulfat was ja bei dem Prozess entstehen soll? Ich hab gelesen dass das wasserlöslich sein soll also müsste es ja beim waschen herausgehen.

 
Traumländer



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  Geschrieben: 27.02.21 21:28
zuletzt geändert: 27.02.21 23:15 durch Erdnuss (insgesamt 1 mal geändert)
Das nächste mal rauchst du nicht etwas wo du dir unsicher bist sondern erhitzt eine winzige Menge ohne es einzuatmen. Mit der Hand kannste dir etwas von einer armlänge entfernung zuwedeln und vorsichtig schnuppern.

Ich hab dir ja geschrieben das man schon an deinem filter sehen könnte das scheinbar falsch gewaschen hast.Das große Loch in der Mitte heißt das du entweder nur am Ende kräftig oder die ganze Zeit was ich eher vermute nur in die Mitte getropft/laufen hast lassen das wasser. Dadurch ist die ganze Base zum Rand hin geschoben und hat sich nicht mittig versammelt. Du solltest lieber die Freebase im runden doppelten Filter mit dem dest. Wasser aus einer 30ml Pumpe seitlich und mittig tränken und ablaufen lassen. Immer nur die paar ml bis es sogut wie voll ist und dann ablaufen lassen. dann das selbe immer wieder bis man der der benutzten Menge entsprechend viel genommen hat um sich sicher zu sein das der Ammoniak abgewaschen ist. Dann setzt sich auch die Base im Filter. Am Ende und zwischendurch nach dem ablaufen, die Base die zum Rand schwabbt mit tropfen zwischen Rand und der Base wieder zur mitte hin schieben. Dann wenns gewaschen ist wie schon geschrieben auf nen trockenen filter und mit karte abschaben.

Deine Idee mit dem im Glas waschen ist aber auch okay. Verlust dürfte bei ner löslichkeit vom 1g/5l nicht allzuhoch sein. Wenn du dann noch kaltes Wasser nimmst verlierste nichts erwähnenswertes und wirst den Ammoniak auch wunderbar los. Aber beim Filtern kommt dann halt wieder Verlust.

Ich würde in Zukunft an deiner Stelle auch lieber NaOh Natriumhydroxid nehmen. Das gibts in Pulverform und ist nicht giftig nur ätzend. Ammoniak ist halt giftig und sollte nicht mit dem Körper in Berührung kommen und erst nicht in die Lunge wie du bemerkt hast. Deswegen ja auch die Handschuhe die kann man ausziehen. Die Haut blöderweise nicht wenn man was abkriegt.

Meins schmeckt übrigens genau wies soll. Rauchs gerade schmeckt lecker und läuft gut. Absolut angenehm.
 
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  Geschrieben: 27.02.21 22:51
zuletzt geändert: 28.02.21 14:30 durch Pharmer (insgesamt 4 mal geändert)
Falls euch interessiert wie man die Sache mit den Salzen und freien Basen ganz leicht nachrechnen kann:

Sucht, wie 20fox vorgeschlagen hatte, die molaren Massen der fraglichen Substanzen raus. In diesem Fall wären das 285,34 g/mol für die freie Morphinbase und 758,92 g/mol für das Morphinsulfat-Pentahydrat.

Und jetzt muss man eigentlich nurnoch die (zumindest für uns Chemiefutzis) wichtigste Formel anwenden: m / M = n , also die Masse geteilt durch die molare Masse ergibt die Stoffmenge.
Die molare Masse gibt an, wieviel Gramm eine ganz genau bestimmte Menge Teilchen (Atome oder Moleküle) einer Substanz wiegt. Die Stoffmenge ist demnach also eine konkrete Anzahl an Atomen bzw. Molekülen; nur sind das halt im Alltag so große Zahlen, dass man sie hinter der Avogadro-Konstante verstecken muss um damit richtig rechnen zu können.
Diese Formel liefert uns also ganz simpel einen Zahlenwert, mit dem wir um das Problem mit dem unterschiedlichen Molekulargewicht herumkommen - und indem man die selbe Formel anschließend umstellt, kann man von dem erhaltenen Wert in die gesuchte Größe umrechnen.

Also würde das, ausgehend von 1g Morphinsulfat-Pentahydrat, folgendermaßen aussehen:

Gegebene Größen: Masse Morphinsulfat-Pentahydrat: mS = 1g ; molare Masse Morphinsulfat-Pentahydrat: MS = 758,92 g/mol ; molare Masse Morphinbase: MB = 285,34 g/mol
Gesuchte Größe(n): Masse Morphinbase: mB

mS
--- = n ----> n * MB = mB (hab hier mal der Lesbarkeit halber versucht nen richtigen Bruch mit dem Foren-BB-Code hinzubekommen, aber das ist ne Katastrophe...^^)
MS

und jetzt nurnoch Zahlenwerte einsetzen:

1g / 758,92g/mol = 0,0013177mol (gerundet) ---> 0,0013177mol * 285,34g/mol = 0,37598g

Tadaa! - hey warte mal, das stimmt ja garnicht. Hat uns die Wissenschaft etwa im Stich gelassen?! Hatten die Querdenker etwa recht, und sämtliche Wissenschaft ist nur eine Lüge, um uns Schafe zu kontrollieren????!!??!?!
Nee, wir haben nur vergessen zu beachten dass Schwefelsäure zweiprotonig, und somit ihr vollständig deprotoniertes Anion, das Sulfat, zweiwertig ist. Das bedeutet, dass ein Sulfat-Anion zwei Morphinmoleküle bindet (in diesem Fall - das muss natürlich nicht immer so sein; es gibt auch zweiwertige Basen bzw Kationen!). Heißt, wir müssen unser Ergebnis noch mit 2 multiplizieren, weil unsere Rechnung sonst über die Tatsache dass nurnoch halbsoviele Teilchen vorhanden sind stolpert:

0,37598g * 2 = 0,75196g

Genau genommen entspricht 1g Morphinsulfat-Pentahydrat also eher 752mg Morphinbase - wobei das bei solchen Geschichten mit Kristallwasser eh manchmal ein bisschen tricky sein kann und deswegen nicht unbedingt zu genau genommen werden sollte. Wenn die Hersteller mutig genug waren das so in den Beipackzettel zu schreiben, wirds schon Hand und Fuß haben.


Sorry falls ich jemanden der das alles schon wusste damit gelangweilt haben sollte - die meisten werden das wahrscheinlich in der Schule zumindest mal kurz gesehen haben - aber als ich die Rätselei hier gesehen hab dacht ich dass es nicht schaden könnte diese Grundlage mal wieder hervorzukramen :) Ist jedenfalls sehr, sehr nützlich, selbst für jemanden der sich nicht zu den Chemiefutzies zählt.

Erdnuss schrieb:
Ich würde in Zukunft an deiner Stelle auch lieber NaOh Natriumhydroxid nehmen.


Da würde ich dazu tendieren dir zu widersprechen. Ammoniak ist für einen Laien geeigneter, denn zum einen verdampft bzw. gast eine Menge davon von selbst aus, wenn man das ganze lang genug stehen lässt. Natürlich nicht genug um aufs Waschen zu verzichten, aber so muss man sich über Spuren die man durchs Waschen nicht wirklich rausbekommt nicht allzu große Sorgen machen. Und weil Ammoniak ein Gas ist, bedeutet das dass in wirklich trockener Substanz nichtmehr allzuviel davon vorhanden sein kann - NaOH hingegen ist wunderschön weiß, genauso wie die Morphinbase selbst; und verbliebene Reste davon sind deshalb sensorisch praktisch garnicht feststellbar.
Das ist aber eher nebensächlich, viel wichtiger ist das weswegen er überhaupt gemerkt hat das was nicht stimmt: Ammoniak riecht man! Wenn mans verbockt hat stinkt das ganze so dermaßen, dass man es garnicht inhalieren kann. Bei Natriumhydroxid merkt mans dagegen möglicherweise erst, wenn sich die Atemwegsschleimhäute bereits in Seife verwandelt haben.

Wenn du basen möchtest, Tigerbarake, besorg dir pH-Teststreifen. Die sind spottbillig, sehr einfach zu benutzen und für solche Vorhaben unerlässlich.
Half the fun is learning!

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