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LdT-Forum » Drogen » Chemische Halluzinogene » Der Ketamin-Sammelthread


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AutorBeitrag
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  Geschrieben: 29.01.21 17:38
zuletzt geändert: 29.01.21 18:18 durch jenjey (insgesamt 1 mal geändert)
Du hast vollkommen Recht Pharmer, tatsächlichen nicht gerade gute Vorraussetzungen.
Wobei ich das mit den Benzos im Moment wieder ganz gut unter Kontrolle hab, tatsächlich nur in Notfällen. Lyrica keins mehr. Normalerweise kombinier ich eine neue Substanz auch nicht, das Benzo war früh morgens (Clonazepam, was ja glaub ich nicht sooo lange wirkt, zumindest im Vergleich zu anderen) Dachte der Abstand wäre lang genug... Aber stimmt, dass mit der Narkose und der Benzo-Keta Kombi klingt logisch, dachte bis dato das sei einfach nur zur Narkose "Verstärkung"^^


Das Keta sollte eigentlich auch eher was zur Schmerzkontrolle sein, aber nach dem ersten Mal war ich auf die psychedelische Komponente dann doch ganz neugierig.
Da es jetzt die Tage aber schmerztechnisch wieder besser ist, werde ich definitiv wieder eine Pause einlegen. Die Phase wo ich mir wochenlang Benzos und Lyrika gleichzeitig gegeben hab war mir definitiv ne Lehre. Krampfanfälle, nicht mehr wissen wo von man eigentlich entzügig ist...

Aber der ganze Spuk hat hoffentlich bald ein Ende.
Ab nächste Woche bin ich bei meiner neuen Krankenkasse, Ende des Monats hab ich Vorgespräch+Voruntersuchung für meine langersehnte OP, und den Termin bekomm ich dann auch mitgeteilt. Also es ist endlich Licht in Sicht. Natürlich ist das noch lang keine Garantie dass ich nicht wieder Rückfällig werde, aber wenn die Schmerzen nicht mehr so schlimm sind, hab ich auch kein Grund ständig vorsichtshalber was im Haus zu haben. Zumindest ein Risikofaktor weniger...

Jedenfalls, danke für deine ehrlichen Worte immer Pharmer <3
"Oh how I wish to dream again..."
- Nightwish
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  Geschrieben: 29.01.21 19:10
Gern. Hilft ja nichts irgendwas zu beschönigen.

Ketamin hat natürlich schon einige Power in Sachen Schmerzbekämpfung, aber als Schmerzmittel ist es völlig ungeeignet. Mit der starken psychoaktiven Wirkung, extrem kurzen Wirkdauer und ner relativ schmalen therapeutischen Breite (zumindest um damit Schmerzen zu bekämpfen) ist es praktisch unmöglich es sinnvoll für deine Schmerztherapie einzusetzen. Du solltest wirklich überlegen ob du da nicht deine Schmerzen als bequeme Begründung für den Konsum anderer Sachen hernimmst.

Schon klar, an Schmerzen ist nix bequem, aber ich denke du weißt wie ich das meine.
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  Geschrieben: 30.01.21 14:25
Ich würde sogar soweit gehen und sagen das die Tatsache, dass ich manchmal meine Schmerzen vorschiebe um meinen Konsum zu rechtfertigen, ist u.a. einer der Gründe warum ich süchtig geworden bin.
Für Tagsüber ist es wohl tatsächlich denkbar ungünstig eine Substanz zu wählen, die stark psychoaktiv wirken kann. Wobei ich wie gesagt von der Dissoziative Komponente bis jetzt noch nichts gemerkt hab. Dennoch würde ich es niemals nehmen wenn ich z.b. unterwegs bin oder so, da es mich zum einen schon stark sediert, und zum anderen wäre mir dass Risiko viel zu groß dass einen die Wirkung dann doch irgendwann eiskalt erwischt. Dissos sind ja eh keine guten Alltagssubstanzen... Dann die kurze Wirkdauer wie du sagst.

Wobei ich wie bereits erwähnt, wenn abends konsumiert, noch den ganzen nächsten Tag ne sehr angenehme Nachwirkungen merke. Ich bin ruhig, ausgeglichen/innerlich gelassen, bessere Stimmung. Also das antidepressive Potenzial ist schon zu merken.
Aber immer wenn ich gefallen an einer Substanz finde wird es gefährlich für mich.
Und ja, irgendwie kann es schon sein dass ich zur Zeit einfach nicht nüchtern sein kann...

Also das es für mich nichts für den Alltag bzw. zum täglichen Konsum geeignet ist, das hatten wir ja schon geklärt. Trotzdem würde mich mal interessieren, ob jemand schonmal so eine Art Keta-microdosing angewendet hat, wie es z.b. mit LSD oder psilocybin in therapeutischen Studien gemacht wurde.
Denkt ihr Ketamin hätte ähnliches Potenzial?
Mir geht es hier allerdings um eine Anwendung unter Ärztlicher und Therapeutischer Begleitung, quasi als unterstützendes Antidepressivum zusätzlich zu einer Psychotherapie.

Desweiteren interessiere ich mich zur Zeit, bzw. recherchiere ob es sowas wie "therapeutisch begleitete Trip-Sessions gibt" (nicht nur auf Ketamin bezogen, auch LSD, Pilze usw.)
Doch bisher bin ich jediglich auf ominöse Gruppen Angebote im Ausland gestoßen, unter sehr fragwürdigen Bedingungen, unglaublichen Preisen (offensichtliche Abzocke) und mit Begleitern ohne richtige Ärztliche/Therapeutische Ausbildung.
Wer gleichzeitig auch Sessions anbietet mit reinen Giften, wo stundenlange Kotzorgien als körperliche und seelische Reinigung verkauft werden, find ich schon sehr fragwürdig und nicht gerade seriös. Die Teilnehmer fühlen sich danach alle sehr "erleichtert und leichter".
Wenn ich mir stundenlang die Seele aus'm Hals gekotzt hätte würd ich mich danach auch erleichtert fühlen xD

Aber im Ernst, gibt es auch seriöse Angebote? Vielleicht sogar im Rahmen von Studien?
Hat jemand sowas vielleicht sogar schon gemacht?
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Traumländer



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  Geschrieben: 31.01.21 14:50
In der Schweiz gabs mal eine Versuchsreihe einer Universität mit LSD, bin mir aber nicht mehr sicher ob das der Erforschung von Psychedelika generell diente oder der Anwendung im medizinischen/therapeutischen Bereich.
Dass Ketamin eine antidepressive Wirkung hat ist ja inzwischen belegt und inwiefern man damit auch in der Therapie arbeiten könnte wird so weit ich weiß gerade erst erforscht. Und auch wenn dabei positive und vielversprechende Ergebnisse rauskommen, kann es noch Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis damit wirklich Menschen geholfen werden kann. Ich bezweifle daher stark, dass man gegenwärtig schon auf seriöse Angebote diesbezüglich stoßen könnte. Die Pandemie macht das alles natürlich auch nicht leichter.

Bei mir persönlich ist die antidepressive Wirkung deutlich spürbar. Nach einer Reise (ca. 100mg nasal) und am Tag danach habe ich das Gefühl generell besser drauf zu sein und irgendwie eine positivere Sicht auf die Welt zu haben. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich die dissoziative Wirkung von Ketamin liebe und bis jetzt jeden Rausch mit dieser Droge sehr genossen habe. Vermutlich ist es eine Mischung aus diesen beiden Aspekten.
Wie das beim Microdosing aussieht weiß ich leider nicht, wäre interessant ob da jemand anders mehr darüber weiß.

Negative Aspekte von täglichen Ketaminkonsum gibt es auf jeden Fall einige. Zum einen krasse Toleranzentwicklung und da meine ich wirklich krass. In meinem Bekanntenkreis gab es jemanden der eine wirklich lange, tägliche Konsumperiode durchmachte, der zog am Ende Nasen im 500mg+ Bereich und merkte nicht mal viel davon.
Außerdem ist es sehr schädigend für die Nieren und neurotoxisch, das Gehirn leidet also auch darunter. Dies trifft zumindest bei Einnahme von Rauschdosen zu, ob das beim Microdosing auch der Fall wäre, wäre interessant.

Falls es jemanden interessiert, es gibt online eine sehr interessante und meiner Meinung nach auch gut geschriebene Diplomarbeit von der Universität Graz über Ketamin zu lesen.

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Greetz
Herb


 
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  Geschrieben: 31.01.21 17:03
Bzgl. Schäden durch Ketamin: Katheter wird auch irgendwann gebraucht. Ungeil.

Bzgl. Psycholytische Therapie:
Ein paar Schamanen bieten sowas an, oft gegen Spende. Da geht's nicht ums Geld machen
Ob du jedoch einem Schamanen traust ist was anderes. Gibt viele Scharlatane und nur wenige, denen ich wirklich Vertrauen würde.

Ansonsten kannst du in den Ursprungsländern oft Rituale mitmachen. Ayahuasca hat da wohl nem richtigen Tourismus ausgelöst. Bwiti-Kulte in Zentralafrika ebenso. Falls du dahingehend Infos brauchst, schreib mich an, ich hab n paar Interviews mit den ersten weißen Teilnehmern und Giorgio Samorini (Ethnologe/Ethnobotaniker) geführt, für eine Forschungsarbeit.

Es gibt auch Kliniken im Ausland die da ein volles Programm drum gebaut haben. Oft in Asien kosten diese allerdings mehrere tausend Euro. Kann mir schon vorstellen, dass da nicht alles Betrug ist, aber das nötige Kleingeld hat nicht jeder.
"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)
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  Geschrieben: 31.01.21 17:31
Das mit der extremen Toleranz hab ich hier auch schon gelesen, auch dass sie bei manchen irreversibel scheint. Danke für das Paper Herb, da ich mich zur Zeit intensiv mit der Substanz beschäftige, Nehm ich gern jeden Lesestoff den ich kriegen kann.
Das hat mich übrigens auf die Idee gebracht Mal bei meiner Online Bibliothek zu schauen ;)

Genau das ist das Problem fox, wenn man sich bisher mit sowas nicht auskennt, da rauszufiltern wer es wirklich ernst meint und wer Scharlatan ist.

Solche Zeremonien in den Herkunftsländern gewisser psychedelischer Substanzen, stell ich mir durchaus vertrauenswürdig und interessant vor...
Aber sowas ist für mich erstmal ne Nummer zu groß...
Vielleicht später irgendwann Mal, falls ich irgendwann in diesem Leben Mal fähig sein sollte nem richtigen Job nachzugehen, halbwegs gutes Geld zu verdienen^^

Dachte eher daran ob es vielleicht Ärzte oder Psychotherapeuten gibt die sowas machen...
Naja vielleicht finde ich auch irgendwann endlich nen vernünftigen Psychotherapeuten/Psychiater der sowas gegenüber aufgeschlossen ist....

Hab Dienstag ein Vorgespräch in nem MVZ mit 25 Therapeuten. Hoffe dass ich da überhaupt endlich jemanden finde. Nur den Drogenkonsum werd ich wohl erstmal verschweigen müssen...
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  Geschrieben: 31.01.21 20:15
Ich bin vor kurzem über den ketamine Thread In einem bekannten engl. sprachigen thread gestolpert. Dort wurde in letzter Zeit vermehrt vor Blasenschäden gewarnt.
Das gleiche gilt wohl auch für Mxe und ähnliche Verwandte.
Wenn ich das nächste mal am pc bin schau ich ob ich nähere Infos finde!
 
Traumländer



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  Geschrieben: 31.01.21 23:59
Das mit den Blasenschäden stimmt, jedoch ist MXE aufgrund der geringeren Dosis auch wesentlich verträglicher dahingehend. Der Erfinder hat's ja als Schmerzmittel gegen Phantomschmerzen erfunden und ist beim ausprobieren erst Mal 2 Wochen in die Hopsa eingewandert, bis man ihm geglaubt hat er sei ein Chemiker der was neues erfunden und ausprobiert hat.

Wie es mit anderen Acrylohexaminen ausschaut weiß ich nicht. Sprich: Ob sich die geringe Dosis bei 3-Meo und 3-Ho-Pcp/PCE verringernd auf die Blasenschäden auswirken, kann ich nicht sagen.

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  Geschrieben: 27.02.21 12:05
Mal ein paar Fragen und Gedanken:

1) Würde es was bringen flüssiges Pharma Keta ohne zu trocknen nasal zu verwenden? Also quasi wie Nasentropfen zu verwenden?
Ich nehme mal an man bräuchte da viel zu viel Flüssigkeit und das
trocknen besser wäre? (Rektal, i.m. oder gar i.v. kommt für mich nicht in Frage, ich will keine Spritzen zu Hause rumliegen haben, dafür bin ich grad definitiv zu instabil)

2) Ich hab gelesen das man kristallines Keta erst in Wasser auflösen und nochmal aufkochen sollte, dadurch soll (durch irgendeinen chemischen Prozess) die Wirkung erst richtig aktiviert, bzw erheblich verbessert werden... Jemand schonmal was davon gehört oder ausprobiert?

3)Und das mit den Blasenschäden hab ich vor kurzem auch gelesen und mich ziemlich nachdenklich gemacht, bzw. mir bewusst gemacht dass ich Keta nicht zu oft nutzen sollte.
Ist denn das Risiko so hoch, dass man sich auch bei sporadischem Konsum Sorgen machen sollte, oder tritt sowas erst nach längerem und regelmäßigem Konsum auf?

4) Hab nämlich von ein paar Leuten gelesen die wohl über viele Jahre hinweg regelmäßig, später sogar täglich konsumiert haben. Das war mir gar nicht bewusst muss ich zugeben dass da wohl doch ein Recht hohes Abhängigkeitspotenzial besteht ... Wie sieht das bei euch so aus? Benutzt ihr Keta eher Mal zwischendurch als "besonderes Erlebnis" oder gibt es auch welche unter euch die es regelmäßig nutzen und auch sowas wie craving entwickeln?
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  Geschrieben: 27.02.21 13:25
jenjey schrieb:
1) Würde es was bringen flüssiges Pharma Keta ohne zu trocknen nasal zu verwenden? Also quasi wie Nasentropfen zu verwenden?
Ich nehme mal an man bräuchte da viel zu viel Flüssigkeit und das
trocknen besser wäre? (Rektal, i.m. oder gar i.v. kommt für mich nicht in Frage, ich will keine Spritzen zu Hause rumliegen haben, dafür bin ich grad definitiv zu instabil)


Etwas bringen im Sinne von das du davon ne Wirkung bekommst tut es definitiv, das Problem hast du jedoch schon richtig benannt, man bräuchte viel zu viel Flüssigkeit. Als ich zum ersten Mal in Kontakt mit Keta kam hatte der Kollege von dem ich es hatte immer einfach so nen Zerstäuber von nem Nasenspray durch die Membran der Stechampullen gesteckt. Somit hatten wir dann quasi Keta Ampullen mit Nasenspray aufsatz. War zwar am Anfang ganz nett um ein Gefühl für die Wirkung zu bekommen aber um annähernd das volle Potential auszuschöpfen hätte man sich über 100 Sprühstöße in die Nase drücken müssen.
Ich bin dann bald dazu übergegangen die Flüssigkeit aus den Ampullen aufzukochen und das kristalline Pulver dann ganz normal zu ziehen. Man könnte versuchen die Kristalle in später wieder in weniger Flüssigkeit aufzulösen sodass man eine Lösung mit höherer Konzentration erhält in der Hoffnung das man dann nicht so viele Sprühstöße/Nasentropfen für eine ausreichende Wirkung benötigt.

Seit längerem kommt für mich persönlich jedoch nur noch rektal in Frage. Wirkungstechnisch nimmt es sich meiner Meinung nach praktisch nichts zum I.M. Konsum, ist aber dafür nicht invasiv. Ausserdem bin ich generell nicht so der Fan davon irgendwas zu ziehen und fand Keta diesbezüglich auch immer ziemlich eklig und agressiv.


jenjey schrieb:
2) Ich hab gelesen das man kristallines Keta erst in Wasser auflösen und nochmal aufkochen sollte, dadurch soll (durch irgendeinen chemischen Prozess) die Wirkung erst richtig aktiviert, bzw erheblich verbessert werden... Jemand schonmal was davon gehört oder ausprobiert?


Meinst du jetzt als kristallines Pulver gekauftes Keta? Damit habe ich überhaupt keine Erfahrung da ich ausschliesslich die Ampullen verwende. Für die Kristalle die du aus den Ampullen gewinnst trifft diese Aussage jedenfalls nicht zu.


jenjey schrieb:
3)Und das mit den Blasenschäden hab ich vor kurzem auch gelesen und mich ziemlich nachdenklich gemacht, bzw. mir bewusst gemacht dass ich Keta nicht zu oft nutzen sollte.
Ist denn das Risiko so hoch, dass man sich auch bei sporadischem Konsum Sorgen machen sollte, oder tritt sowas erst nach längerem und regelmäßigem Konsum auf?


Ich denke man sollte dieses Thema aufjedenfall ernst nehmen. Ich habe allerdings noch keine Probleme feststellen können diesbezüglich, hab aber auch nie wirklich regelmäsig konsumiert. Nie länger als 3-5 Tage am Stück und dann meistens mehrere Wochen bis Monate Pause dazwischen. Oft hatte ich nicht mal mehrere Konsumtage oder Konsumsessions im Monat sondern höchstens einen Tag bzw eine 3-5 tägige Session alle 2-3 Monate.

jenjey schrieb:
4) Hab nämlich von ein paar Leuten gelesen die wohl über viele Jahre hinweg regelmäßig, später sogar täglich konsumiert haben. Das war mir gar nicht bewusst muss ich zugeben dass da wohl doch ein Recht hohes Abhängigkeitspotenzial besteht ... Wie sieht das bei euch so aus? Benutzt ihr Keta eher Mal zwischendurch als "besonderes Erlebnis" oder gibt es auch welche unter euch die es regelmäßig nutzen und auch sowas wie craving entwickeln?


Die Sache mit der Abhängigkeit war mir bis vor einigen Monaten auch noch garnicht so bewusst.
Die Keta Sessions die ich ich hatte bevor ich 2016 in Therapie gegangen bin waren zwar insgesamt immer hilfreich und gut für mich aber ich hatte da praktisch immer auch ziemlich unangenehme Situation durchgemacht auf dem Trip, also ich hatte oft das Gefühl jeden Moment hängen zu bleiben oder sogar einfach so an nem Herzinfarkt oder sowas zu sterben auf dem Turn. Somit war ich dann meistens irgendwie "erleichtert" wenn der Spuk vorbei war. Wie gesagt, trotzdem habe ich nach dem Turn, auch Tage später, daraus etwas positives für mich ziehen können. Aber aufgrund dieser wiederkehrenden Horrortripartigen Szenarien war ich insgesamt nie so scharf drauf allzu oft Keta zu nehmen. Ich hatte natürlich auch gute Turns aber das Risiko für ein schlechten Turn war trotzdem irgendwie immer gegeben, deshalb habe ich ganz automatisch nur sehr unregelmäsig konsumiert.

Seit ich nach der Therapie wieder angefangen habe Keta zu konsumieren letztes Jahr, hatte ich dann erstaunlicherweise überhaupt keine Anflüge mehr von diesen Angst und Panikzuständen auf dem Trip. Dementsprechend wars plötzlich ein Reiz für mich öfter Keta zu nehmen. Es war dann einfach nurnoch angenehm und hatte halt so ziemlich garkeine negativen Aspekte mehr.

Ich hatte dann eine Zeit in der ich in ca einem halben Jahr recht regelmäsig konsumiert habe und mir ist dann schon aufgefallen das das Verlangen irgendwie fast jedentag da war, weils einfach immer so schön war halt und ich mich am nächsten Tag auch meistens gut gefühlt hab und so. Joah aber dann kommt halt irgendwann die Toleranz und ich hatte allgemein des Gefühl das ganze verliert seine Magie. Da ich das aufjedenfall vermeiden will weil Keta für mich eine der wertvollsten Substanzen überhaupt ist und ich mir das nicht kaputt machen will hab ich dann so Anfang Dezember als mein letzter Rest leer war mir gesagt das ich mir erstmal kein neues mehr holen werde.
Die ersten Wochen wars irgendwie komisch denn das Keta hat ja auch diese Antidepressive Eigenschaft auf die ich durch die Abstinenz dann auch verzichten musste. Zufälligerweise ist mir heute bewusst geworden das ich diese Eigenschaft nicht dauerhaft benötige und mehr davon wenn ich mir diese für besondere Anlässe aufhebe, dann wenn ich es wirklich brauche. Ich finde es gut das ich mittlerweile so denke, denn noch vor einigen Monaten dachte ich das ich immer Keta bräuchte wenn ich in depressive Phasen gerate, aber nun kann ich sagen das ich auch auf andere, verträglichere Ressourcen zurückgreifen kann. Das ist mir sehr wichtig.
My name is Guybrush Threepwood, I’m a mighty Pirate !
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  Geschrieben: 27.02.21 19:34
zuletzt geändert: 27.02.21 20:43 durch jenjey (insgesamt 6 mal geändert)
Danke dir für deine ausführliche Antwort !
Ich Volltrottel hab gerade nochmal einiges dazu geschrieben aber statt abzuschicken auf zurücksetzen geklickt^^
Deshalb werd ich mich vermutlich erst morgen nochmal dazu äußern, aber ich fand es auf jeden Fall sehr hilfreich, bzw. hat meine Vermutungen nochmal bestätigt.

Das einzige Rätsel was mir immer noch bleibt, warum ich (selbst wenn ich Benzos länger weglasse) zwar einen teils sehr starken betäubenden, antidepressiven und Analgetischen Effekt hab, aber kaum was von der Dissoziativen/psychedelischen Komponente. Klar kann man bei Straßenzeug nie sagen was drin ist wenn man es nicht testet, aber ich hatte bisher verschiedene Quellen und mit DXM hab ich früher außer leichten Schwindel auch keine weiteren Wirkungen gehabt. Auch was Cannabis angeht hab ich ausschließlich körperliche Effekte.
Kann es sein dass manche Menschen dafür einfach nicht empfänglich sind?
Das sich nichts erzwingen lässt ist mir klar...

Außerdem hab ich echt Schiss, dass durch die Tatsache, dass ich trotz Ketamin im Kopf relativ klar bin, es für mich zu einer "Alltagsdroge" werden könnte. Denn ich bin im Moment einfach ziemlich instabil, leicht triggerbar und merke, dass ich im Moment irgendwie zu einem überhaupt nicht gutem Konsumverhalten neige, einfach nicht nüchtern sein kann...

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Traumländerin



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  Geschrieben: 27.02.21 21:37
Huhu Jen,

irgendwo habe ich aufgenommen, dass du mit Dissoziationen allgemein zu tun hast. Vielleicht merkst du deshalb nicht so viel von der Disso-Komponente beim Keta. Wie ist denn deine Optik dabei? Sind die Farben strahlender, ist alles ein bisschen weicher?

Habe neulich darüber nachgedacht, wie sich die Dissoziation beim Keta-Konsum für mich eigentlich anfühlt, da ich seit Kindheit sozusagen dauer-dissoziiert bin. Ich konnte mir das bisher nicht beantworten.
"Guten Tag, ich bin Matratzenhändler, habe eine endogene Depression, [...] weil ich zu lange damit verbracht habe, mich zu finden. Dann habe ich mich gefunden und das war nichts Besonderes. Da war kein Genie in mir. Nichts." (GRM-Brainfuck)
Dauer-Träumerin



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  Geschrieben: 28.02.21 16:00
zuletzt geändert: 28.02.21 16:17 durch jenjey (insgesamt 4 mal geändert)
Hallo Herzkasper,

Ja, das hast du tatsächlich richtig aufgeschnappt, ich hab seit frühester Jugend zeitweise mit extrem ausgeprägtem Derealisations/Depersonalisations Erleben zu tun, und seit ca. 2 Jahren, seitdem ich auch mit PTBS zu kämpfen hab, hatte ich bis vor kurzem auch häufig Situationen, in denen ich wirklich vollkommen wegdissoziiert war mit körperlichen Lähmungszuständen/Bewegungsunfähig, nicht mehr Ansprechbar, völlige Gedankliche Leere usw. Halt einfach total weg...
Über Monate hinweg war es richtig extrem, bis es vor noch nicht allzu langer Zeit wieder aufgehört hat. Bzw. vielleicht hab ich es auch einfach nicht mehr ganz so bewusst wahrgenommen, weil ich erkannt hab, dass es eigentlich nur ein Schutzmechanismus ist und nicht bedeutet dass ich verrückt werde oder so...

Da hab ich mich dann auch zum ersten mal getraut z.B. Cannabis u. Ketamin zu probieren, da ich Dissoziationen eigentlich immer als sehr unangenehm empfunden habe hatte ich da vorher zuviel Respekt vor.
Aber früher war das bei mir tatsächlich auch phasenweise über viele Monate hinweg quasi Dauerzustand. Von daher find ich den Ansatz eigentlich ganz interessant, dass man halt einfach sehr daran gewöhnt ist.
Aber ich hab halt auch kaum veränderte Optik dabei, keine wirklichen CEV's, Tunnelvisionen, Eingebungen oder ähnliches. Das war auch das eigentliche, was mich irgendwie gereizt hat...
Neben der antidepressiven und betäubenden Wirkung, welche wiederum teilweise extrem stark ausgeprägt ist, das ist ja das merkwürdige...


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- Nightwish

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