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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Mein erster und letzter Kratom-Entzug


Seite 1 (Beiträge 1 bis 13 von 13)

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2021
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 03.03.21 19:14
Hallo,

ich habe nun ca. zwei Jahre Kratom 24/7 eingenommen. Dosen waren regelmäßig bei 15g - 20g am Tag.

Ich hatte das letzte halbe Jahr immer mehr Probleme mit den Nebenwirkungen (Stuhlgang, Rückenschmerzen beim wach werden, Unkonzentriertheit) und teilweise auch Entzugserscheinungen (Nachtschweiß)

Ich hatte zwei Tage vorab meine Dosis reduziert, danach auf Null.
Der erste Tag ging relativ - ich merkte, dass die Gehirn-Chemie komplett durcheinander ist und man sehr unruhig ist. Ab dem zweiten Tag ging es dann richtig los - extremes frieren, absolut kein Hunger, Antriebslosigkeit, Schwitzen, Augen und Nase liefen, Durchfall, depressive Verstimmung und schlaflose Nächte durch das krasse (!) RLS (hatte beim zweiten Tag in der Nacht einmal ca. 1g Kratom genommen aus Verzweiflung, hat aber nichts geholfen, konnte trotzdem nicht schlafen).
Heute bin ich bei Tag 4 ohne Konsum und man merkt eine Besserung. Vielleicht werde ich heute Nacht wenigstens 2-3 Stunden schlafen können.

Meine Hilfsmittel: heute Sport gemacht - man merkt ein positiven Effekt. Freue mich auch schon aufs Essen. Die Einnahme von Schwarzkümmelöl, Magnesium, Zink und Arginin unterstützen dabei. Zur Nacht nehme ich eine Ibuprofen.

Mein restl. Kratom habe ich entsorgt (2kg). Ich will damit nichts mehr zu tun haben! Niemals mehr!!! Ich finde viele Menschen gehen rücksichtslos und unbewusst mit Kratom um.

Bitte passt auf und hinterfragt euch, warum man überhaupt Kratom konsumieren muss. Hätte niemals erwartet, dass ein Entzug so anstrengend sein kann!

 
Traumländer



dabei seit 2016
845 Forenbeiträge

  Geschrieben: 03.03.21 19:43
Hallo GluehendeSonne, herzlich Willkommen im LdT!
Congrats zum überstandenen Entzug.
Hättest Du Dich vor zwei Jahren hier angemeldet,
Du hättest Informationen vorgefunden auf deren Basis
Du den 24/7 highdose-Konsum als das hättest
einschätzen können was es ist: Eine nicht so gute Idee.
Aber so ist das mit dem Konjunktiv, hilft in der Retrospektive
nicht weiter.
Du hattest sicher Deine Gründe, die zum täglichen Konsum
geführt haben, haben viele und ich drücke Dir die Daumen,
dass es klappt mit dem „niemals mehr”.
Ich erinnere mich, dass ich das beim ersten Mal auch gedacht habe,
beim zweiten und dritten Mal nicht mehr.
Da habe ich allerdings nie mehr als 10g konsumiert am Tag,
meistens eher so 5-6. sodass es leichter war von dieser eh schon eher
geringen Menge runter zu dosieren und mir die ekligen Entzugserscheinungen
wie das fucking RLS zu sparen (das geht).
Darf ich fragen, was Dich dazu gebracht hat täglich zu konsumieren?

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Ihr Zitat in meiner Signatur, mit Quellenangabe, erste Woche für lau!
Traumländer



dabei seit 2013
29 Forenbeiträge
1 Langzeit-TB
2 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 04.03.21 02:11
Ich finde eine Verteufelung von Kratom jetzt echt hart übertrieben wenn man bedenkt, welche Vorteile einem der Konsum anfangs gibt.

Es ist gut, dass du da einen klaren Schlussstrich gezogen hast. Von Kratom kann man ja noch relativ gut entziehen im Gegensatz zu Heroin zum Beispiel.
Kiffen mit Mr. Wilford – Wilford Industries, Big Alice and the Snowpiercer
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2021
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 04.03.21 14:55
Anfangs Kratom zu konsumieren vermag viele positive Effekte haben.
Ich habe es wegen Stress / psychischer Belastung genommen...jetzt nach zwei Jahren Dauerkonsum hatte mehr negative Effekte als positive.

Diese Nacht konnte ich wieder kaum schlafen. Fühle mich erkältet und krank. Mal gucken ob’s heute besser klappt mit der Nachruhe.

Kratom sollte medizinisch eingesetzt werden, aber nicht für Jedermann frei käuflich sein, da Abhängigkeitsentwicklung.

Von Heroin zu entziehen muss der blanke Horror sein!
 
Dauer-Träumer



dabei seit 2019
77 Forenbeiträge

  Geschrieben: 04.03.21 16:08
Respekt dass du´s so durchgezogen hast!
Ich hoffen es klappt weiterhin so & kein Rückfall wenns Leben wieder mies zuschlägt.

Aber ein bisschen bin ich doch stutzig:
Nur weil du unbedacht dir das Zeug 24/7 in den Rachen wirfst
heißt das nicht dass man es grundsetzlich verbieten/reglementieren sollte.
Warum sollte es dich stören was Jemand anderes mit seinem Körper & geist macht?
Ein grundsätzliches:
"Passt auf euch auf & unterschätz es nicht", da bin ich voll & ganz bei dir.



Ich hab viele Ziele, aber ich bin müde.
Traumländer



dabei seit 2016
845 Forenbeiträge

  Geschrieben: 04.03.21 18:05
Hnofclbri schrieb:
Aber ein bisschen bin ich doch stutzig:
Nur weil du unbedacht dir das Zeug 24/7 in den Rachen wirfst
heißt das nicht dass man es grundsätzlich verbieten/reglementieren sollte.
Warum sollte es dich stören was Jemand anderes mit seinem Körper & geist macht?


Sehe ich auch so.
Warum sollte ich, weil ich nicht mit einer Substanz
klarkomme der Prohibition das Wort reden?
Vor allem, wo es um ein Mittel geht, welches Menschen,
die von hochpotenten Opiaten/Opioid*innen (gnihihi)
abhängig sind eine vergleichsweise leicht handhabbare
Methode zur Substitution an die Hand gibt?

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Ihr Zitat in meiner Signatur, mit Quellenangabe, erste Woche für lau!
User gesperrt



dabei seit 2021
170 Forenbeiträge
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 04.03.21 18:56
Der Bollo schrieb:

Sehe ich auch so...

...hochpotenten Opiaten/Opioid*innen (gnihihi)...

...Substitution...


Sehe ich ebenfalls so.

DIE Schreibweise merke ich mir! :-)

Um zu vermeiden, in DIESE Mühle zu geraten habe ich kalt von Heroin entzogen (na ja, auch. War auf jeden auch ein Grund). Konnte mir das Spiel ja 11 Jahre anschauen. Wenn möglich würde ich das IMMER vermeiden. Bist du nämlich als "suchtkranke" PersonIn erfasst, hast die Arschkarte bei ÄrztenInnen. Nein, danke.



Edit. Wir sind auch abhängig von Wasser, aber wenn du zuviel säufst kannste auch verrecken. Und nu? Tägliche Menge gestzlich regeln? Bißchen mehr Verantwortung bzw. Freiheit für den/die/das Bürger*In wäre halt nicht verkehrt. Mit Schnaps und Kippen geht's ja auch bzw. es interessiert keinen.


Make it work, deal with it.
Traumländer

dabei seit 2013
298 Forenbeiträge

  Geschrieben: 04.03.21 21:50
Erstmal glückwunsch zum fast überstandenen Entzug. Die Verantwortung bei jedem Konsumenten liegt auch bei jedem selbst. Der erste Fehler ist das hochdosieren. Ich und auch ein Kollege, nehmen seit Corona regelmäßig Kratom und hatten die Dosis nicht erhöht: Es geht. Man muss natürlich auch einen gewissen Grad zur Vernunft haben.

Ich würde Kratom nicht verteufeln. Einen nach wenigen Tagen überstandenen Entzug nach einem Ultra-Hochdosiertem Dauerkonsum ist bei fast keiner Droge möglich. Bei Alkohol wäre er tödlich.

Ich freue mich jedoch für deine Entscheidung und wünsche dir alles Gute.


The most beautiful dream is the dream of a promising tomorrow
Endlos-Träumer



dabei seit 2019
205 Forenbeiträge

  Geschrieben: 05.03.21 07:17
pastpresentfuture schrieb:

DIE Schreibweise merke ich mir! :-)


Sehr gut! Wenn du so weiter machst, kannst du hier bald für die Position des *InnenMinisters kandidieren.
 
User gesperrt



dabei seit 2021
170 Forenbeiträge
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 06.03.21 00:32
CanoninC schrieb:
...

Sehr gut! Wenn du so weiter machst, kannst du hier bald für die Position des *InnenMinisters kandidieren.


Super. Es heißt nämlich *InnenMinisterIn.


Make it work, deal with it.
Traumland-Faktotum

dabei seit 2006
2.126 Forenbeiträge
3 Tripberichte

  Geschrieben: 06.03.21 01:52
Ist eigentlich jemand in den Sinn gekommen, dass jeder aber wirklich jeder Mensch wohl genau so denkt. Der 1.und letzte Entzug.

Die harte Konsequenz ist wohl die Tragik des langen aushaltens Leidens nicht entscheidens gedankenreisen. Hatte sicher schon einige hitzige geschichtliche Köpfe, die so Schmerz und Pein verursacht haben. Dann kann man doch froh sein, dass es kratom und kein Heroin ist. So solltest du es sehen.

Weil lustigerweise hab ich nach Monaten clean sein auch wieder angefangen. Voll wissentlich rein zu rennen. Weils eigentlich genau das ist, was mit so einer sturen Meinung kaschiert werden soll, wenn wir ehrlich sind. Sport. Hilft doch nicht beim platzenden Darm oder Schlaflosigkeit. (in maßen). Es senkt eher durch Adrenalin die krampfschwelle, und man fühlt. Sich eh wie geradert durch Schlafmangel.

Warum ich das so genau Weiß? Scheine wohl so den selben Charakter zu haben. Nur mich regt meine eigene engstirnigkeit auf. Denn egal wie wissend gebildet du da rein gehst, für andere bleibt man ein Opfer seiner selbst.

Dennoch viel. Glück beim 180grad Lebenswandel.
 
» Thread-Ersteller «
Abwesender Träumer

dabei seit 2021
3 Forenbeiträge

  Geschrieben: 06.03.21 11:32
Hallo,
diese Nacht konnte ich 5 Stunden schlafen :-).
Die ersten 2-3 Tage im Entzug hatte ich sogar leichte Teller bei den Augen - ist so etwas normal?

Mir geht es schon deutlich (!) besser. Bin jetzt glaube ich bei Tag 7 oder 8. Habe absolut kein Craving. Ich mag diese Klarheit im Kopf.

Seit zwei Tagen rauche ich auch nicht mehr (ca. 12 Ziggis pro Tag) - der Nikotin-Entzug ist ein Witz dagegen, da nicht körperlich.

Wünsche Euch ein tolles Wochenende!
 
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dabei seit 2021
170 Forenbeiträge
1 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 06.03.21 14:04
GluehendeSonne schrieb:
Hallo,
diese Nacht konnte ich 5 Stunden schlafen :-).


Das freut mich für dich! Wird vielleicht noch ein wenig dauern bis du wieder richtig laaaange schlafen kannst, aber das wird schon!

GluehendeSonne schrieb:
Die ersten 2-3 Tage im Entzug hatte ich sogar leichte Teller bei den Augen - ist so etwas normal?

Mir geht es schon deutlich (!) besser. Bin jetzt glaube ich bei Tag 7 oder 8. Habe absolut kein Craving. Ich mag diese Klarheit im Kopf.


Ja, ist normal. Keine Sorge.

Behalte das Gefühl gut im Kopf für die Zukunft.

GluehendeSonne schrieb:
Seit zwei Tagen rauche ich auch nicht mehr (ca. 12 Ziggis pro Tag) - der Nikotin-Entzug ist ein Witz dagegen, da nicht körperlich.

Wünsche Euch ein tolles Wochenende!


Das ist sowieso schon vergleichsweise wenig, finde ich (Schachtel am Tag). Und ja, jetzt noch. Aber Nikotin ist ein dermaßener Kopfentzug, dass ich ihn nicht geschafft habe. Finde ich ohne Scheiß schwieriger als Heroin sein zu lassen.

Danke, dir auch!


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