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LdT-Forum » Konsum » Heilkunde » Bio-Produkte. Gemüse, Obst, Fleisch.


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AutorBeitrag
» Thread-Erstellerin «
Traumländerin



dabei seit 2013
93 Forenbeiträge

  Geschrieben: 29.04.21 21:36
Anlässlich des Threads Synthetische vs. natürliche Vitamine und Pharmers Beitrag, dass es noch keinen Thread zu Bio-Produkten gibt, eröffne ich mal einen, weil ich wahnsinnigen Bock darauf habe. Allerdings weiß ich auch, wie schnell ich mich am liebsten nur noch von meinen Katzenhaaren ernähren wollen würde, weil's einfach nur eine Wahl zwischen Pest und Cholera zu sein scheint, solange ich mein Obst und Gemüse nicht selbst anbaue bzw. meine Tiere halte und schlachte.

Gerade das Thema Fleisch! Die wenigen Male, die ich das esse, hole ich Fleisch mit den Siegeln von Demeter, Bioland oder Naturland. Weil ich bisher dachte, dass das das geringste Übel sei. Eine echte Alternative wäre wohl, in der eigenen Region nach Bauern zu suchen, die Besuchern erlauben, sich bei ihnen umzuschauen und die im besten Falle auch ihre Fleischprodukte vor Ort verkaufen.

Ich möchte kein Ritter in schimmernder Rüstung sein und mir irgendetwas auf mein Kaufverhalten einbilden. Dennoch verstehe ich das Argument "Du kaufst das ja nur aus schlechtem Gewissen!" nicht. Was sonst (neben dem Interesse, den Planeten respektive Lebewesen nicht weiter auszubeuten) soll einen Menschen antreiben, sein Kaufverhalten zu überdenken? Natürlich gibt es dann die, die einem erzählen, wie viel besser sie im Gegensatz zu dir seien. Die erkennt man aber in der Regel schnell und kann sie ggf. noch etwas mehr sensibilisieren.

Ja, Bio-Produkte sind längst zur Augenwischerei geworden, insofern soll hier vor allem auch ein Platz für Dokumentationen, Studien usw. usf. entstehen.
Und wenn der Thread wieder in der Versenkung verschwindet, weil wir alle schnell keine Lust mehr darauf haben - dann sei es drum shithappens
"Guten Tag, ich bin Matratzenhändler, habe eine endogene Depression, [...] weil ich zu lange damit verbracht habe, mich zu finden. Dann habe ich mich gefunden und das war nichts Besonderes. Da war kein Genie in mir. Nichts." (GRM-Brainfuck)
Moderator



dabei seit 2012
2.590 Forenbeiträge

  Geschrieben: 29.04.21 22:37
Yaaay...^^
Nee im Ernst, ist natürlich ein diskussions- und threadwürdiges Thema. Also danke für die Mühe. Einen deiner Entgegnung gerecht werdenden Post kann ich heut nichtmehr vom Stapel lassen, aber wenn mir morgen während meinen Online-Vorlesungen wieder langweilig werden sollte hab ich immerhin schonmal was zutun...:)

Zumindest aber kann ich schonmal der Vollständigkeit halber, damit der Start der Diskussion und worauf genau du dich beziehst hier zu finden ist, die betreffenden Beiträge hier herüber zitieren.

Pharmer schrieb:
Bio-Produkte sind in keinem Aspekt grundsätzlich besser als normale. Weder in Nährwert oder Vitamingehalt, noch in Pestizidgehalt und auch nicht im Hinblick auf Natur- bzw. Klimaschutz.

Ich weiß dass einige jetzt ganz empört aufschreien, aber tatsächlich ist das so. Für Behauptungen von höherem Nährwert oder Vitamingehalt haben eine Vielzahl an Studien keine Belege gefunden. Was Pestizide angeht ist zwar verboten einige ganz bestimmte Pestizide zu benutzen (die synthetischen halt, weil Synthetik = pöse pöse), dafür ist es durchaus erlaubt und auch Industriestandard einige andere zu benutzen die sogar noch gefährlicher sind als die synthetischen Pestizide - Kupfersulfat z.B., das besonders gern bei Bio-Äpfeln verwendet wird und für Menschen wesentlich giftiger ist als einige der synthetische Alternativen.
Und tatsächlich ist die Produktion von Bioprodukten in einigen Aspekten sogar klimaschädlicher und weniger ressourceneffizient als die von vielen normalen.
Bio ist einfach ein nettes Etikett welches es erlaubt ein gleichwertiges Produkt zu höheren Preisen zu vertreiben. Es ist letztlich sowas wie ein nettes Motto; hört sich super an, macht aber null Unterschied.

Das "echte Bio" ist regionale Produkte zu kaufen die gerade in Saison sind.


Andy I schrieb:
Wie recht du doch hast Pharmer
Siehe mein Beitrag unter Erkenntnis des Tages
von vor 2 Tagen !

Ich finde Bio ist nur dazu da um die Leute ab zu kassieren.
Weil
nur ein Beispiel
NIEMAND kauft (echte Bio) Äpfel weil die gegen die auf Schönheit gezüchteten Sorten
einfach sehr bescheiden aussehen.

Also ich klau meine Äfpel selbst ... (nur ein Witz)


BrahmandKaYaatra schrieb:
Das sind sie, in manchen Fällen. Ich achte immer auf die Inhaltsstoffe. Überall Bio zu kaufen ist aber auch Schwachsinn. Genauso wie höhere Nährwertgehalte - Selbst anbauen ist so oder so immer besser.

Andy I schrieb:
Also ich klau meine Äfpel selbst ... (nur ein Witz)


Da bist du nicht alleine. Gerade wenn ich welche sehe die auf die Straße hängen nehme ich die mit. Die Naturäpfel sind kleiner und saurer aber dafür umsonst, zumal die Besitzer der Gärten die nie ernten. Hier im Wald wachsen manche Bäume auch wild, da kann man dann nach Belieben ernten. Genauso die Weintrauben die hier jemand anbaut - Offenbar nur für den optischen Wert, da er sie nie aberntet. Vermutlich kauft er sie dann aber teuer im Laden.

Ich werde dieses Jahr wieder Gutes tun und einige Töpfe rausstellen. Der Vorteil daran ist vor allem dass man dann wesentlich mehr Auswahl an Sorten hat als im Aldi. Und natürlich ist das garantiert bio - Denn mit was Anderem sollte man seine Tierbestände nicht füttern.


Fitzcarraldo schrieb:
Pharmer schrieb:
Bio-Produkte sind in keinem Aspekt grundsätzlich besser als normale


Abgesehen vom geringeren Antiotika-Einsatz und damit weniger multiresistenten Keimen Verbraucherzentrale.de


Pharmer schrieb:
Auch da hab ich meine Zweifel bei.
Nicht nur werden natürlich trotzdem noch Antibiotika benutzt wenn sie erforderlich werden - was bei Massentierhaltung (die es auch im Bio-Wunderland gibt...) andauernd vorkommt - sondern selbst sinnvolle, selbstauferlegte Regularien der Bioverbände werden regelmäßig durch Ausnahmeregelungen gebrochen. Also da gehts nicht um "das Tier ist krank, deswegen braucht es Antibiotika, bitte Ausnahmeregelung für uns" sondern darum dass sogar genau die Antibiotika, deren Verwendung in der Nutztierzucht "eigentlich" auf EU-Ebene "verboten" ist weil es sich um Reserveantibiotika für die Humanmedizin handelt, prophylaktisch (!) angewendet werden weil die fraglichen Betriebe Schlupflöcher gefunden haben - z.B. dass diese Regularien auf tierärztliche Empfehlung hin ungeworfen werden können, wenn der einen Weg findet zu argumentieren es würde zum Tierwohl beitragen.

Unterm Strich mag es schon stimmen dass Nutztiere in Bio-Betrieben durchschnittlich etwas weniger Antibiotika ausgesetzt sind, aber das Problem ist im Kern immernoch genau das gleiche. Es bringt auch überhaupt nichts solche Larifari-Bio-"Regeln" einzuführen, wenn sie mit Umsatzeinbußen für die Landwirte verbunden sein können, aber trotzdem nicht forciert werden. Hm, wo mag das wohl hinführen?
Das ist das Problem an dieser ganzen Geschichte, was soll überhaupt der Quatsch eine hochpreisigere Produktlinie einzuführen bei der angeblich einige der Probleme gelöst wurden, während der Großteil der Lebensmittelproduktion genauso weiter macht wie davor? Deswegen kann ich hinter diesem ganzen Bio-Quatsch einfach nicht stehen. Hübsch verpackte Lügen, nichts weiter, dafür geschaffen dass man beim einkaufen was gegen das eigene schlechte Gewissen tun kann. Ich tu meinen Teil, ich helf dabei die Industrie zu ändern. Nee, tuste nicht... Der ganze Shit mit unsrer teilweise echt kaputten Lebensmittelindustrie muss auf politischer Ebene angegangen werden, sonst wird sich garnix ändern. Und auch da hab ich wenig Hoffnung für.
Ich kauf ganz bewusst nichts auf dem irgendwas mit Bio draufsteht, ich werd schon wütend wenn ich sie nur im Laden stehen seh. "Musste" letzt sogar auf eine teurere Milch wechseln, weil auf der von Gut&Günstig auch so Zeug mit "Bio" und "ohne Gentechnik" steht. Letzteres triggert mich sogar nochmehr; als ob Gentechnik was schlechtes wäre, nur weil sie von der Industrie auf primitivste Weise missbraucht wird. Ich würde mich freuen Produkte kaufen zu können, die mittels gentechnischer Verfahren ressourceneffizienter produziert werden konnten. Das wäre eigentlich nichtmal so schwer, aber ist ja kaum einer dran interessiert. Weil Gentechnik pöse.

Naja. Eig gings mir nur um die verbreitete und falsche Behauptung, Bio-Produkte würden mehr Vitamine enthalten als normale. Ich wollt hier eig keine große Diskussion um den Bioshit an sich starten, aber bin selber schuld, hab ja damit angefangen. Vllt wär das Thema einen eigenen Thread wert, hab tatsächlich keinen in der SuFu finden können...auf der anderen Seite hab ich eig auch keinen Bock drauf das wieder über längere Zeit zu diskutieren^^

Also meinen aggressiven Ton hier bitte nicht missverstehen, ich will definitiv keinen hier angehen oder so, das ist nicht an jemanden von euch gerichtet. Mich regt dieses verdammte Thema nur so dermaßen auf. Hab in meiner Zeit früher in der Apotheke auch viele, viele nervige Gespräche mit Bio-Rittern in scheinender Rüstung führen müssen, die einfach nicht einsehen wollten dass sie eben nicht die Retter der Erde sind und sie bei allen noch so edlen Absichten absolut nichts besser machen als der Rest von uns. Denn dann müsste man sich ja wieder mit dem richtigerweise schlechten Gewissen auseinandersetzen, weil es eben nicht reicht Bioprodukte zu kaufen um den eigenen Fußabdruck auf der Erde zu verwischen.


Andy I schrieb:
BrahmandKaYaatra schrieb:
Das sind sie, in manchen Fällen. Ich achte immer auf die Inhaltsstoffe. Überall Bio zu kaufen ist aber auch Schwachsinn. Genauso wie höhere Nährwertgehalte - Selbst anbauen ist so oder so immer besser.

Andy I schrieb:
Also ich klau meine Äfpel selbst ... (nur ein Witz)


Da bist du nicht alleine. Gerade wenn ich welche sehe die auf die Straße hängen nehme ich die mit. Die Naturäpfel sind kleiner und saurer aber dafür umsonst, zumal die Besitzer der Gärten die nie ernten. Hier im Wald wachsen manche Bäume auch wild, da kann man dann nach Belieben ernten. als im Aldi.


Bei uns in der Wetterau
werden sehr viele Äpfel für Apfelwein angebaut.
Manchmal wenn die Erträge gut sind werden viele Bäume gar nicht abgeerntet.
Gerade die wo man nicht so gut ranfahren kann.
Wenn dann der halbe Baum auf dem Boden liegt und verrottet zieh ich mit Säcken los
und hole den Wintervorrat.
Aber meist dann die größeren Äpfel.
Die leicht beschädigten kommen dann in ein Apfelkuchen
und die anderen in eine Holzkiste im Keller.


@Pharmer
ich finde es auch sch wenn das Kilo Schweinefleisch im Angebot 4 Euro kostet.
Fleisch soll was Wertvolles sein, dass man nicht jeden Tag konsumieren muß.
Aber wenn man mal Lust hat , soll es was gutes sein !
Ich würde auch nie eine Polnische Hafermast Gans holen, weil das nur
brutale Tierquälerei ist die ich nie unterstützen würde.
Wenn ich sehe wie Schweine eingepfercht mit vielen Kollegen in viel zu engen
Boxen mit Mastfutter versorgt werden die dann in ihren eigenen Fäkalien vegetieren
oft mit abgefressenen Ohren oder gebrochenen Gliedern Hauptsache Fleischlieferant
billig und reichlich. So was ist Tierquälerei und gehört ganz schnell abgeschafft. Ganz genau
wie diese scheiß Tiertransporte. Als ob der Mensch über allem steht !!!

In einer besseren Welt sollten wir Tiere und Pflanzen einfach nur respektieren.
Ein Raubtier tötet auch nur das was es frisst und tötet nicht die ganze
Herde um dann 1 Tier zu verspeisen. So ein Mist machen nur Menschen
Und was man nicht braucht wird entsorgt !

Half the fun is learning!
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  Geschrieben: 30.04.21 00:19
Ist doch sowieso alles Wurscht.

lol2


Make it work, deal with it.
Traumländer



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2 Tripberichte

  Geschrieben: 30.04.21 09:07
Da werfe ich direkt mal diese Aktion vom Discounter penny in den Raum:

https://www.penny-gruener-weg.de/wahre-kosten

Da werden die "wahren" Kosten von diversen Lebensmitteln aufgezeigt, also neben dem, was der Verbraucher zahlt, auch das was als Externalitäten für die Gesellschaft entsteht. Dazu gehört dann zB der Schaden, der durch Treibhausgasemissionen entsteht.
Man sieht dass je nach Produkt Bio nicht zwingend heißt, dass weniger Schadkosten entstehen, gerade bei Fleisch.
Interessant auch, dass gerade so eine Studie von einem Einzelhändler gefördert bzw kommuniziert wird. Spricht ja nicht gerade aus Kundensicht dafür, die teuereren und evtl lohnenderen (weiß jemand ob die dank des höheren Preises auch bessere Margen bringen?) Bioprodukte zu kaufen.
Können Sie mir sagen, welches von diesen zwei Taschentüchern stärker nach Chloroform riecht?
Sam & Max, Freelance Police
Dauer-Träumer

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632 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.04.21 09:18
Danke SEHR gutes Thema !

Schaut ich wohne in der Wetterau 40 km von Frankfurt weg, mitten in der Pampa.
Ich wollte das so nach 30 Jahren mitten in Frankfurt ....

Egal in welche Richtung ich schaue sehe ich Wasser Feld oder Wald ... oder Felder
wo die Bauern hier in der Region ihre Produkte anbauen.
Viele Bauern haben Läden
und man sieht sehr oft Kennzeichen aus Frankfurt Hanau ... die 1 Std in der Summe fahren um
"vermeidlich" was gesundes zu kaufen.
So weit das Vorspiel
Vor nicht all zu langer Zeit
(so hat es angefangen)
Wie jeden Tag (ist ja Corona) gehe ich mit meinem Kinder ins Feld oder durch den Wald
(machen wir mal am Tag und auch mal wenn es dunkel ist)
und so kommt es das wir sehr viele Tote Vögel finden, wir laufen weiter kommen auf einen
asphaltierten Feldweg. Alle 5m liegt eine tote Maus unnahe von einem Feld wo
der Bauer seine Sachen verteilt hat. (I.d.R. waren es Fäkalien aus Kuh und Schweinemast
was man auch gerochen hat) Nur jetzt hat es eigenartig gerochen, nicht unangenehm aber komisch !
Der Anruf bei der Nabu die am gleichen Tag noch vor Ort war
und Tier und Erdproben genommen hat brachte für mich zumindest eine Erkenntnis
Teures Bio
tötet Mäuse Insekten, Vögel fressen Insekten
und ich hab viele Jahre dort eingekauft im Glauben was gutes für die Familie zu tun.
Ehrlich da können wir auch Dosenfutter ....

Und Fleisch vom Land , wer weiß dass schon ...
leben und leben lassen !
Endlos-Träumer



dabei seit 2019
642 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.04.21 09:55
Mir ist bei dem Thema aufgefallen, dass man sich zu wenig Zeit nimmt beim Einkauf. Alles muss schnell gehen. Dabei passierts dann, dass man Dinge kauft, die man eigentlich nicht wollte.
Der Sonntagsbraten darf nicht länger als 30 Sekunden an Einkaufszeit benötigen. Aber bitte bio ! Und Am Sonntag ärgert man sich, weil der Riesenbraten zäh und plötzlich nur mehr halb so gross ist ... Bio ?
Dann sagt man sich, es muss etwas geschehen. Einen verlässlichen Lieferanten suchen ? Alles so zeitaufwändig ... Und so kaufen dann viele alles was sie im Supermarkt vorgelegt bekommen.
Es gibt sie, die guten Quellen. Aber man muss sie suchen, ergründen. Dann hat man auch gutes Fleisch, Obst, Gemüse.
Kostet aber etwas, von dem viele anscheinend weniger haben als Geld, nämlich Zeit. Man muss evtl etwas weiter fahren, man bekommt nicht immer all das, was man möchte, das sind weitere "Nachteile".
Dafür bekommt man gutes Futter und krebst vielleicht gelegentlich im Stall herum oder im Obstgarten, Gemüsegarten. Dort wo die Produkte herkommen.
Das ist doch gleich eine andere Welt. Und würden sich mehr Leute besinnen, dieser Versorgungsweg wäre auch entsprechend vorhanden. Die Nachfrage bestimmt letztendlich das Angebot, wenn man als Konsument nicht nur einmal nachfragt, sondern auch sucht.
Grüsse


I'm just a soul who's intentions are good
Oh Lord, please, don't let me be misunderstood
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Bom Shankar, Bom Shiva, Bembele Bom Bom
Dauer-Träumer

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632 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.04.21 10:35
K I
stimmt alles
nur eins darfst du nicht vergessen.
Bei Metro oder Enders (Nur als Beispiel) ist oft Rinderfilet aus Südamerika im Angebot
für rund knapp 30 Euro das Kilo
Und jetzt geh ich zum Bio Bauer und möchte Rinderfilet,
dass dann auch mal 45 Euro das Kilo kostet.

Nicht viele sind bereit soo viel Geld dafür auszugeben (ich auch nicht)
leben und leben lassen !
Traumländer

dabei seit 2012
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1 Tripberichte

  Geschrieben: 30.04.21 11:03
Was gerne vergessen wird:
Manche Leute haben einfach nicht das Geld, 25€/kg für Fleisch auszugeben. Wer sich moralisch überlegen fühlt, weil er sich das leisten kann und argumentiert, dass Fleisch teurer sein sollte, verkennt einfach die soziale und ökologische Wirklichkeit.
Klar wäre es super, wenn die Tiere besser gehalten werden würden und fürs Klima wäre es auch nicht schlecht, wenn generell weniger Fleisch gegessen werden würden.
Wer das Problem jedoch bei den Leuten sieht, die sich ihr günstiges Fleisch kaufen, verkennt, dass diese Leute im Schnitt bedeutend umweltfreundlicher Leben (weil sie nicht die Kohle für Fernreisen, dicke Autos und große Wohnungen haben, was alles bedeutend mehr ins Gewicht fällt).
Wer argumentiert, dass Fleisch teurer sein muss, fordert demnach also, dass das Problem die ausbaden sollen, die im Schnitt am wenigsten umweltschädlich leben.
Den armen Leuten ihr Fleisch über die Preissteigerung zu verunmöglich ist dann der Ablasshandel irgendwelcher Öko-Yuppies, die zwar im Schnitt umweltschädlicher leben, aber das wenigstens politisch korrekt und natürlich mit Rückendeckung durch Medien, Bourgeoisie und bauchlinke & grüne Politiker/innen. Der Selbstfindungstrip nach Indien ist im Gegensatz zu bezahlbarem Fleisch für dieses Pack schließlich ein Menschenrecht.

tl;dr: Wer mit ökologischen Themen argumentiert und dabei das Soziale ignoriert, ist ein Klassenfeind und als solcher zu bekämpfen. Und noch nebenbei: Wer meint mit privaten Konsumentscheidungen irgendetwas bewirken zu können ist aufgrund nicht zu überbietender Naivität leider als Diskutant kaum ernst zu nehmen.


PS: Mein Kommentar richtet sich gegen niemanden hier im Forum, sondern generell gegen Leute, die wie beschrieben argumentieren!

Das Gegenteil von Drogenabhängigkeit ist nicht Drogenabstinenz, sondern Drogenautonomie.
Endlos-Träumer



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  Geschrieben: 30.04.21 11:09
Nun ja, jene, die nicht bereit sind, etwas auf den Tisch zu legen für gute Ware, die müssen halt Industriefleisch kaufen. Dann dürfen sie sich aber nicht aufregen, wenn das Fleisch eingeht wie die sprichwörtliche böhmische Leinwand und wenn es schmeckt wie Stroh. Die südamerikanischen Steaks sind des öfteren zusammengemixt aus Resten. Wie Surimi, mit Fleisch halt. Das machen die so gut, dass man sehr genau hinsehen muss.
Man muss nicht (fast) täglich Fleisch essen. Dann schmeckt es auch besser. Und man gönnt sich gutes Fleisch. Viele sagen, sie können es sich nicht leisten, teureres Fleisch zu kaufen. Fleisch kommt trotzdem jeden Tag auf den Teller. Das ist dann schlicht und ergreifend Unflexibilität, Trägheit, manchmal sogar Sturheit.
Bald kommt eh das RC-Fleisch (research chemical) aus dem Grosslabor und dann stehen noch die Insekten in den Startlöchern. Billig und (für meine Begriffe) eklig, zumindest das Kleinvieh. Bei RC-Fleisch bin ich noch vorsichtig, was die Meinung anbelangt. Da wird sich viel tun in nächster Zeit. Grundsätzlich ist es ja Fleisch, verfielfältigte Muskelzellen. Wie im Körper, fast zumindest. Mal sehen.
Es ist übrigens wie beim Gift, meistens kostet das Gute halt etwas mehr. Das habe ich auch immer akzeptiert und bin gut gefahren damit.
Grüsse
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  Geschrieben: 30.04.21 11:29
Keksi
völlig richtig
aber wer erwartet für 4 € /kg gutes Fleisch zu bekommen.......
Ich finde es gut und richtig
das es Fleisch für kleines Geld gibt und von mir aus Kobe Rind das jeden Tag mit Bier oder wer weiß noch abgerieben wird, daß
astronomisch teuer ist !
Jeder wie er kann und möchte ... es gibt ja auch Menschen die Trinken Rotwein für >100 € die Flasche !

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  Geschrieben: 30.04.21 11:34
zuletzt geändert: 30.04.21 11:52 durch Pharmer (insgesamt 2 mal geändert)
Keksi schrieb:
Und noch nebenbei: Wer meint mit privaten Konsumentscheidungen irgendetwas bewirken zu können ist aufgrund nicht zu überbietender Naivität leider als Diskutant kaum ernst zu nehmen.


This.
Hätts vllt n bisschen zurückhaltender formuliert aber genau das ist auch der Punkt den ich vorher machen wollte. Nichts, rein garnichts wird passieren durch Änderung von Konsumgewohnheiten. Der wichtige Punkt hier ist Theorie von Realität zu trennen, genau das ist woran viele dabei scheitern. Nur weil es unter völlig abstrusen Bedingungen möglich wäre die Industrie auf diesem Wege zu ändern heißt das nicht dass es in irgendeiner Weise realistisch wäre.

@KI: Ich esse momentan maximal 2x die Woche Fleisch, öfters auch mal die ganze Woche garkeins. Ist tatsächlich auch gesünder so, aber ich könnte mir solches Fleisch im Moment trotzdem nicht leisten, weil ich wegen meiner Weiterbildung mit weniger Geld zurechtkommen muss als einem Hartz IV'ler zustehen würde (und das obwohl ich deutlich mehr als 40 Stunden die Woche "arbeite").
Auch in diesem Punkt muss ich Keksi rechtgeben, du scheinst bei dieser Aussage nur von deiner Warte auszugehen und bist schnell dabei anderen ziemlich vermessene Vorwürfe zu machen, nur weil das in deinem Fall dann zutreffen würde.

Aber ich hoffe dass das hier jetzt nicht wieder zu einer allzu persönlichen Diskussion wird wie es beim Homöopathie-Thread passiert ist.

K I schrieb:
Bei RC-Fleisch bin ich noch vorsichtig, was die Meinung anbelangt. Da wird sich viel tun in nächster Zeit. Grundsätzlich ist es ja Fleisch, verfielfältigte Muskelzellen. Wie im Körper, fast zumindest. Mal sehen.


Gute Entscheidung, denn das ist die Zukunft und die Lösung aller derartiger Probleme. RC-Fleisch ist aber n ziemlich unpassender Begriff dafür; nennen wirs doch lieber beim Namen: biotechnologisch hergestelltes Fleisch.


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  Geschrieben: 30.04.21 12:39
Kartoffel sind "eigentlich" fast eine Heilpflanze
Nur warum haben Mac Donnalds Pommes 17 verschiedene Zutaten !

Pommes !!!!

Von Fleisch bei Mc Doof will ich gar nicht erst beginnen...
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  Geschrieben: 30.04.21 12:42
Pharmer schrieb:
... du scheinst bei dieser Aussage nur von deiner Warte auszugehen und bist schnell dabei anderen ziemlich vermessene Vorwürfe zu machen, nur weil das in deinem Fall dann zutreffen würde.


Hm, gibt nicht jeder SEINE Meinung zum Besten ? Das tu ich auch, was daran zu bekritteln ist, ist mir schleierhaft. Von welcher Warte sollte ich ausgehen ?
Und die "vermessenen Vorwürfe" betrafen mir bekannte Personen, die ständig jammern. Lieber Pharmer, die geben sogar zu, dass sie eigentlich unnötigerweise jammern !
Also bitte mach halblang mit deinen Bashings. Ich weiss, dass dir meine Aussagen aus irgendeinem Grund nicht gefallen - fast schon grundsätzlich. Aber so aufzuspielen brauchst du dich nicht, auch wenn du als Mod am längeren Ast sitzt.
Grüsse
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  Geschrieben: 30.04.21 12:50
zuletzt geändert: 30.04.21 13:02 durch Pharmer (insgesamt 1 mal geändert)
Ok ich glaub ich hab das Problem gefunden...dir zu widersprechen ist Bashing, hat definitiv nichts damit zutun dass eine deiner Aussagen offensichtlich auf Vorurteilen ruht, ist grundsätzlich persönlich gemeint und nicht auf Fakten begründet und kommt sowieso nur deshalb weil man dich nicht leiden könne. Okay then. Aber wieso fragst du dich nicht mal warum so viele deiner Diskussionen auf genau diesen Punkt hinauslaufen? Liegts vielleicht doch zumindest teilweise an dir?

Und das jetzt ärgert mich noch viel mehr als deine Aussage oben; schon wieder ein Thread der genau in die selbe Richtung wie die anderen läuft. Ich geb dir da nicht die Alleinschuld dran, aber komm schon, dir dürfte auch aufgefallen sein wie schnell das bei erstaunlich vielen Threads passiert an denen du dich beteiligst und eine über Tatsachen hinausgehende Meinung äußerst. Ob dus glaubst oder nicht, ich (und wohl die meisten anderen hier) kenne dich nicht, hab keine Abneigung gegen dich und hab das tatsächlich nur basierend auf dem Inhalt deines Posts geschrieben.
Soll passieren wenn man beleidigende Anschuldigungen macht die (angeblich) auf ganz bestimmte Individuen im persönlichen Umfeld gemünzt sind, den Satz aber so allgemein formuliert dass sich natürlich viele davon angesprochen fühlen. Und deine Warte ist, wie man sich ja eigentlich hätte denken können, eine Warte die ausreichend Geld zur Verfügung hat um diese Wahl zu haben.
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Dauer-Träumer

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632 Forenbeiträge

  Geschrieben: 30.04.21 13:06
... so ein schönes Thema und jetzt streit .... sehr schade !




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