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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Opioid Entzug


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AutorBeitrag
Traumländer



dabei seit 2011
1.357 Forenbeiträge

  Geschrieben: 13.10.21 19:40
Wollte mal fragen, ob ihr es für möglich haltet, dass Kratom mit synthetischen Opioiden nicht gänzlich substituierbar ist. Habe die letzten Monate leider täglich Kratom konsumiert (3,3g Super Green), hab neuerdings jedoch etwas O-DSMT ergattert und dachte ich nehme das mal und lasse das Kratom ein paar Tage lang weg. Muss jedoch feststellen, dass ich mich trotz 50 mg O-DSMT nach einigen Stunden schon wieder irgendwie entzügig gefühlt habe, jedoch hauptsächlich erkennbar an körperlichen Symptomen, wie einer gewissen Zittrigkeit und Muskelanspannung. Aber ansonsten habe ich durch das O-DSMT insbesondere in den ersten Stunden nach der Einnahme noch eine deutliche, euphorisierende Wirkung wahrgenonmmen. Hat sowas zufällig sonst noch jemand festgestellt, dass Kratom in Sachen Abhängigkeitsentwicklung ein etwas anderes Spektrum abdeckt als herkömmliche Opioide?
 
Traumländer



dabei seit 2010
73 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.10.21 14:59
Hey Leute!

Hat jemand vielleicht ein paar Tipps gegen diese extreme Lustlosigkeit beim Entzug? Mir macht der Kopf dann schwer zu schaffen. Ich langweile mich zu Tode, ist richtig zermürbend. Keine Motivation. Und das macht es ja nur noch schlimmer.
Die Hirnchemie ist einfach durcheinander. Braucht die sehr lange, um sich wieder zu regulieren? Ungefähr? Dann hab ich ein konkreteres Ziel vor Augen...

LG
MagicDreams
 
Traumländer



dabei seit 2011
1.357 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.10.21 16:00
Das kommt aufs Opioid, die Dosis und die Konsumdauer an, unter anderem. Meiner Erfahrung nach fängt bei Morphin der Entzug nach 24h erst langsam an, erreicht nach 72h das Maximum und klingt dann über einige Tage ab. Die Psyche fährt noch einige Wochen Achterbahn, bis sie sich wieder einigermaßen einpendelt. Aber sobald der akute Entzug überstanden ist, kommt bei mir normalerweise schon das "übern Berg"-Gefühl. Jedoch kanns noch lange danach zu PAWS kommen (Post acute withdrawal syndrome). Meistens jedoch nur phasenweise.
 
Traumländer



dabei seit 2010
73 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.10.21 20:21
Hi!
War jetzt ca. 5-6 Monate Subutex zwischen 2 und 8mg meistens, manchmal auch mehr. Dennoch waren immer mal wieder 2-3 Tage Pause, aber da fängt ja der Entzug überhaupt auch erst an, in sofern...
Wird sicher nicht so schlimm werden, also körperlich. Das psychische ist einfach mein größtes Problem. Ich hätte jetzt auch 2-6 Wochen gedacht oder so, je nachdem.

LG
MagicDreams
 
Traumländer



dabei seit 2011
1.357 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.10.21 20:29
Buprenorphin ist bezüglich Entzug glaube ich noch eins der "mildesten" Opioide. Auch wenn es zugegebenermaßen abgedroschen klingt: Mach dir einfach immer wieder klar, dass dein depressiver Zustand, so schlimm er sich auch anfühlen kann und so aussichtslos deine Lage in dem Moment auch erscheinen mag, dass das chemisch induziert ist und sich sehr bald bessern wird. Irgendwann wird es wieder Stunden geben, wo du dich ohne Opioide gut fühlen wirst, und die werden mit der Zeit immer mehr, und die dunklen Stunden werden immer weniger. Ich denke mir bei sowas: Je schlimmer man leidet, desto schneller erreicht man das Licht am Ende des Tunnels. Falls du bereits bestehende Depressionen (oder beschränkt es sich bei dir wirklich nur auf die Motivationslosigkeit?) bisher mit den Opioiden lediglich kaschiert hast, würde sich vielleicht ein Gang zum Psychotherapeuten empfehlen.
 
Moderatorin



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  Geschrieben: 18.10.21 17:10
Bezüglich Lustlosigkeit: Lass da auf jeden Fall abklären, ob mit deiner Schilddrüse alles in Ordnung ist. Eine Unterfunktion fühlt sich nämlich exakt so an wie eine (entzugsbedingte) normale Antriebs - und Motivationslosigkeit, lässt sich aber easy behandeln und es wäre doch ungünstig, wenn man mit Willenskraft gegen Probleme ankämpft, die eine körperliche Ursache haben und auch entsprechend behoben werden können.
 
Traumländer



dabei seit 2009
289 Forenbeiträge

  Geschrieben: 19.10.21 16:58
Double schrieb:
Buprenorphin ist bezüglich Entzug glaube ich noch eins der "mildesten" Opioide. Auch wenn es zugegebenermaßen abgedroschen klingt: Mach dir einfach immer wieder klar, dass dein depressiver Zustand, so schlimm er sich auch anfühlen kann und so aussichtslos deine Lage in dem Moment auch erscheinen mag, dass das chemisch induziert ist und sich sehr bald bessern wird. Irgendwann wird es wieder Stunden geben, wo du dich ohne Opioide gut fühlen wirst, und die werden mit der Zeit immer mehr, und die dunklen Stunden werden immer weniger. Ich denke mir bei sowas: Je schlimmer man leidet, desto schneller erreicht man das Licht am Ende des Tunnels. Falls du bereits bestehende Depressionen (oder beschränkt es sich bei dir wirklich nur auf die Motivationslosigkeit?) bisher mit den Opioiden lediglich kaschiert hast, würde sich vielleicht ein Gang zum Psychotherapeuten empfehlen.


Ich finde einen ausgewachsener Subu Entzug, sagen wir mal von 12mg/d und davon kalt kann ziemlich heftig sein! Wenn mans ausschleicht siehts natürlich anders aus.
"Da Wenne und da Hädde sand zwoa Bläde"
Traumländer



dabei seit 2015
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  Geschrieben: 19.10.21 17:17
Bin wieder runter von oxy seit 4 oder 5 Tagen weis es gar nicht genau. Bei mir ists ein milder entzug eher. Nehme 10 bis max 30mg initial je nachdem was man vor hat oder erreichen möchte une am Tag selten mehr als 80mg.

Aber hab schon körperliche Entzüge mittlerweile wenn ich absetz.
Naja...zum Glück hab ich zurzeit wirklich verdammt gutes bio weed wieder. Oxy hab ich erstma kein bock mehr. Hab mir die Haut überall total wund gekratzt aufm Turn... und diese gleichgültigkeit is nix für dauerhaft für mich.
Wäre wenn nur noch an richtigem sauberen Opium mal interessiert.

 
Traumländer



dabei seit 2010
73 Forenbeiträge

  Geschrieben: 19.10.21 18:01
Hey Leute!
Danke für die Antworten. Das mit der Schilddrüse, das klingt plausibel und mir fällt da auch gerade ein, dass meine Ma genau so eine Unterfunktion hat und Tabletten nehmen muss. Ok, schon geklärt, habe nächste Woche Donnerstag einen Termin beim Hausarzt. Muss halt vorher mal kurz in die Sprechstunde, da werde ich dann nach einem Schilddrüsentest fragen und auch nach einem kompletten Blutbild. Kann ja nicht schaden!

Ob ich auch so depressiv bin, kann ich nicht genau sagen, wahrscheinlich. Nehme aber schon zu lange durchgehend irgendeinen Scheiß, das lässt sich nur sehr schwer differenzieren. Ich bin aber generell kein Freund der Diagnose "Depression", ich weiss nicht, das Feld ist viel zu groß, komplex und kompliziert, als dass man es mal eben so mit _einem_ Antidepressivum in den Griff kriegen könnte. Whatever, will hier jetzt keine Grundsatzdiskussion lostreten.

Generell denke ich, dass ich den körperlichen Entzug gut aushalten kann. Kurz zusammengefasst, ich war auf Methadon, anfangs 20ml, das etwa 3 Jahre lang. Dann runterdosiert auf 4,5ml und kalt entzogen. War 10 Tage wach, usw., das Übliche. Hab es aber geschafft (Rückfalle, ausser jetzt mit Subutex, gingen voll in Ordnung bei mir).
Benzodiazepine hab ich auch geschafft, war umgerechnet auf 200-300mg Diazepam und hab es innerhalb von 5 Tagen abkicken können. Hatte auch seitdem vielleicht 5-6 mal Benzos genommen (in einem Jahr, war ok...). Also das ist nicht so sehr mein Problem. Die Psyche und vor allem die Langeweile machen mich fertig.

Ich will, dass es wird wie früher, bis zur Erschöpfung was machen (ich wäre selbst froh, wenn ich 18h am Tag zocken könnte mit Freude und Spass, egal...), ins Bett gehen und auf den nächsten Tag richtig freuen. Das war einfach unglaublich schön muss ich sagen und das vermisse ich sehr.

Ich habe aber nie gedrückt und hab "nur" 1 Jahr lang mal Heroin genommen (was ich jetzt nicht schlimmer finde als die anderen harten Schmerzmittel. Heroin wirkte geraucht bei den Schmerzen, die ich hatte/habe zuverlässig und schnell. Besser als jedes andere Medikament. Ist bei mir auch komisch, die richtigen Opiate (Halbopiate wie Heroin aber auch...) wie Codein, Morphium und Heroin wirken bei mir vergleichsweise VIEL besser. Alles andere ist nicht so toll, selbst Fentanyl hat gegen die Schmerzen nicht geholfen. Es hat mich halt anderweitig total betäubt, es war dann irgendwie egal, aber wirklich weniger wurden die Schmerzen nicht.

Wie auch immer, ich versuche ja gerade schon, wenigstens irgendwas wieder regelmäßig zu machen. Morgens erstmal 2-3h lesen und Kaffee trinken, dann Sport, zumindest will ich jetzt wirklich mehr Sport machen. Nach Sport sollte ich "süchtig" werden, das wäre gut =).
Ich würde gerne Taekwondo machen, aber gibt es hier leider nicht. Nur Ju Juitse, Karate und MMA.

Ich werde berichten und auch aufschreiben, was mir wirklich geholfen hat. Selbst wenn ich damit einem anderen auch helfen kann, ist es die Mühe wert!

Ich bereite mich auch etwas drauf vor. Subutex abdosieren bzw. nur nehmen, wenn nötig. Pregabalin hilft auch super und vielleicht kann ich ja ein paar Benzodiazepine bekommen. Evtl noch dazu etwas kiffen, damit ich schlafen kann und ansonsten beschäftige ich mich, wenn möglich mit folgendem:

Lesen, Sport, Zocken, Buch schreiben (sogar verschiedene), Programmieren, Putzen, Kochen, Meditieren, Qi Gong, Gartenarbeit (Herbst kommt ja! Viel Arbeit, das ist gut!!), Filme/Serien, Spazieren, Fahrrad fahren

Irgendwas muss mir davon doch Spass machen können, es sind ja im Prinzip meine Hobbies :-/. Es ist so traurig, echt mal!

LG
MagicDreams
 

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