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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Benzodiazepine - Entzug und Abhängigkeit


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AutorBeitrag
Traumländer



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  Geschrieben: 16.08.20 02:47
DonCaChillo schrieb:
das hängt hauptsächlich von dem benzo ab welches du dauerkonsumierst.
generell mein ich diejenigen mit kürzerer hwz kann man leichter kicken, bei den richtigen brechern geht das ja schon allein deshalb nicht weil man immer schon nachlegt während noch was wirkt.
bei kurzer hwz gibts zumindest noch momente der klarheit. eti - geht abzudosieren, dauert vlt n monat oder zwei ist ja auch egal hauptsache kontinuierlich runter. clonazolam - keine chance. konnte bisher immer nur aufhören wenns im klo landetet, wie sollte man da auch kontrolliert rangehen? das würd ich pro tag min 4mal vergessen. zumindest meine erfahrungen und ich hab schon so oft von benzos entzogen man müsste meinen ich sei clean. (dabei kommt dann erst der richtige junky raus^^)


Aber nicht wenn man sie über Jahre genommen hatte. 3 Wochen sind ein Witz! Sorry, aber das ist nur eine Quälerei und gefährlich! Das ist viel zu schnell. Auch ist der Entzug nach dem ab dosieren noch nicht vorbei (ich rede von längeren Konsum). Ich hatte Monate nach dem ab dosieren noch Entzugserscheinungen. Insbesondere innere Unruhe und die Sozialphobie kam beim abdosieren wieder voll durch. Anfangs konnte ich noch auf die Leute zugehen aber dann ging es los, dass ich mich meist nur im Zimmer aufhielt. Lebe auch recht isoliert was das ganze noch problematisch macht (keinen sozialen Kontakte, Freundin schon gar nicht usw...)


@InfraRed

6 Wochen sind das maximum, da die KK nicht länger bezahlt. Die Klinik müssen daher so schnell abdosieren.
Bei Benzos muss man echt aufpassen und dein Beitrag ,,nur radikal...." ist einfach nur dumm und kann schnell tödlich enden!!! Mag sein das manche Kliniken langsamer abdosieren aber das maximum ist 6 Wochen. Oder entgiftest du ein der Betty Ford Klinik? Kenne keinen Einrichtung die die das langsam (über Monate) macht.



 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 17.08.20 21:04
Ich nahm über 3,5 Jahre lang 1 mal die Woche Tavor 1 mg zum Bedarf. Meistens habe ich dass 1 mg überdosiert, sodass ich meiste 1,5 bis 3,0 mg nahm.

Ich hörte vor 9 Monaten damit auf.

Ich hatte mich an diesen "Abschuss" gewöhnt. Nachdem ich das Tavor nicht mehr zum Bedarf nehme, merkte ich bei mir, dass ich mich immer mehr sozial distanziere und sehr häufig lieber alleine zu Hause bin, als bei Freunden zu sein.

Kann dies noch ein Anzeichen eines Benzo Entzuges sein?

Wie lange wird das noch anhalten?
 
Abwesende Träumerin



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  Geschrieben: 18.08.20 14:33
Hallo

3,5 Jahre ist sicher nicht wenig - ich kenne aus meinem Beruf als Krankenschwester einige Patienten, die Tavor nur monatelang einnahmen und über ein Jahr brauchten, um ohne Medikamente wieder klar zu kommen. Es ist daher anzunehmen, dass der Entzug wirklich eine Weile dauern kann und man geduldig sein muss.

Andererseits können sich soziale Angststörungen auch ohne Medikamenteneinfluss entwickeln, wenn man beispielsweise sehr lange keine sozialen Kontakte hatte. Man glaubt es kaum, aber auch Sozialkompetenz kann verlernt werden, wenn man sich monatelang in sich zurückzieht. Je stärker man sich verschanzt, desto weniger gern hat man den Kontakt mit Mitmenschen.

Vielleicht wäre es nicht schlecht, den Kontakt mit Mitmenschen trotzdem immer wieder zu suchen – man kommt auf andere Gedanken und denkt weniger an sich selbst und seine eigenen Probleme. Nicht in übertriebenem Maße, sondern Schritt für Schritt.

Ein Entzug ist deshalb ein harter Kampf, da man dabei nicht passiv sein sollte. Man muss aktiv versuchen, wieder ins normale Leben zu finden und dazu gehört eben nun mal auch die Pflege der Kontakte. In Kombination mit Abstinenz, gesunder Ernährung, Routine im Alltag und der Pflege sozialer Kontakte kann es meiner Meinung nach nur bergauf gehen. Aber Geduld haben gehört natürlich auch dazu.

Ich wünsche viel Kraft und Ausdauer dabei, das wird schon! smile
 
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 09.12.20 08:14
Ich habe Benzos immer wieder verschrieben bekommen,aber nur 1 mg Stücke. Zur Zeit nehme ich nix aber ab wie viel mg täglich wird man eigentlich abhängig?
Und wie viele Tage hintereinander sind langfristig bedenkenlos?
neutral
 
Traumländer



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  Geschrieben: 09.12.20 11:05
@Pizzabote

Das kommt nicht auf die Menge an, sondern auf den Zeitraum, über den die GABA-Rezeptoren dauerhaft belegt sind. Wenn man täglich Benzos frisst, wird man nach einigen Wochen körperlich abhängig. Einen verbindlichen Stichtag gibts da nicht.
Ein Tag als Löwe ist besser als ein Leben als Schaf
Moderator



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  Geschrieben: 10.12.20 15:02
Wäre auch sinnvoll zu wissen wovon denn genau 1 mg? Die sind ja schließlich nicht alle gleich (potent).
Ansonsten das was PhilMontana sagt
Ich habe mir nicht vorgenommen,
Jemals auf die Welt zu kommen,
Und trotzdem ist es,
Irgendwie passiert.
Traumländer

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  Geschrieben: 18.12.20 20:24
MOin Leute, habe seit zwei Wochen Tavor genommen, mal 1 mg am Tag, mal 2 mg am Tag.

Heute 1 1/2
so wirklich abhängig bin ich nicht, eig nehme ichd ie nur bei Bedarf.

Kann ich das morgen einfach lassen?

Im Netz steht nach 4 WOchen durchgängiger Einnahme wird man abhängig, dann steht an anderer Stelle nach 2 Wochen wird bereits abhängig von Lorazepam.

Lorazepam hat mit die kürzerste Halbwertszeit.

Also wie schauts aus.
?

 
Moderator



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  Geschrieben: 18.12.20 21:57
pape schrieb:
Lorazepam hat mit die kürzerste Halbwertszeit.


Nee, zählt mit seinen 11 bis 18h Halbwertszeit eigentlich eher zu denen mit mittellanger Halbwertszeit. Die spürbare Wirkung fällt halt oft kürzer aus, aber das ist eine andere Sache und dafür nicht relevant.

Die 2 Wochen die du gehört hast sind lediglich eine Faustregel in der Pharmazie - Benzodiazepine sollten nach Möglichkeit nicht länger als 2 Wochen am Stück angewendet werden, um eine körperliche Abhängigkeit zu vermeiden. Demzufolge ist man nach 2 Wochen nicht körperlich abhängig, sollte aber sicherheitshalber die Einnahme unterbrechen um es nicht zu werden.

Grundsätzlich kann man keine pauschale Aussage machen, nach welchem Zeitraum man nun abhängig ist.

Aber zum Glück gibt es einen extrem simplen, 100% zuverlässigen Test - einfach mal die Substanz weglassen und schauen was passiert.
Hast du Entzugserscheinungen?
Ja? Du bist abhängig.
Nein? Du bist nicht abhängig.


Half the fun is learning!
Traumländer

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  Geschrieben: 19.12.20 02:54
ok danke für die schnelle antwort !

was sind dann genau entzugserscheinungen?

also eindeutige entzugserscheinungen?

ich will nicht gerade erst ein krampfanfall haben um zu wissen das ich abhängig bin xD.
desweiteren nicht unnötig in krankenhäuser momentan mit corona.

Bedeutet das wenn ich nach 2 Tagen ohne Substanz keine Entzugserscheinungen habe, ich keine bekomme?

Was bedeutet denn 18 Stunden halbwertszeit genau, eplizit erklärt für einen Taxifahrer der es aber genau wissen möchte, als würde die Atombombenformel endeckt werden.



 
Traumländer



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  Geschrieben: 19.12.20 03:58
pape schrieb:

also eindeutige entzugserscheinungen?

Bedeutet das wenn ich nach 2 Tagen ohne Substanz keine Entzugserscheinungen habe, ich keine bekomme?

Was bedeutet denn 18 Stunden halbwertszeit genau, eplizit erklärt für einen Taxifahrer der es aber genau wissen möchte, als würde die Atombombenformel endeckt werden.


Hey pape!

Entzugserscheinungen von Benzos sind z.B. : Schlaflosigkeit / Einschlaf- u. Durchschlafschwierigkeiten, Unruhe, Angstzustände, Übelkeit, Schwitzen oder Muskelanspannungen..

Ja, vermutlich hat sich dann keine körperliche Abhängigkeit entwickelt.

Kann aber gut sein, dass du mit ein paar Schlafproblemen rechnen musst.
Geht mir ja schon so, wenn ich nur 4-5 Tage am Stück 0,5-1mg Zolpidem/Zopiclon nehme.

Definition Halbwertszeit:
"In der Pharmakologie bedeutet die Halbwertszeit diejenige Zeitspanne, in welcher die Konzentration eines Arzneimittels im Organismus resp. im Blut auf ihren halben Wert (50%) absinkt."


Greez Snooky !
"Miep mich nicht an, man!"
Alles frei erfunden, erstunken und erlogen.
Traumländer



dabei seit 2017
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  Geschrieben: 19.12.20 18:39
Nehmt bitte keine Benzos, greift die scheisse nicht an wenn ihr es nicht WIRKLICH BRAUCHT! Man ist da so schnell drinnen und zack kommt man nicht mehr raus. Ich bin von allem nur erdenklichen weggekommen ohne fremde Hilfe. Von GABA-ergen Substanzen, auch nach drei stationären Aufenthalten noch nicht.
Unser gesamtes Universum ist vermutlich IN EINEM winzigen GLAS IRGENDWO AUF EINEM REGAL IM ZIMMER EINES ALIENKINDES ALS EIN PROJEKT FÜR DIE WISSENSCHAFSTSMESSE Für das ES EINE 3 BEKOMMEN HAT
Traumländer

dabei seit 2012
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  Geschrieben: 22.12.20 16:03
Ich nehme seit 9 jahren Benzos momentan ein bisschen vermehrt, vermehrt da sie mir als einzig zuverlässige Medizin dienen, was sie zuvor nicht taten.

Ich will auf keinen Fall Alkohol trinken, da es Zellgift ist und ich quasi mein Leben wegen diesem Zeug verbaut habe, verbaut habe, aus Angst vor Cops und der Menschenverachtenden Drogenpolitik (Informiert euch mal über Cops in München und Rosenheim, Gewaltexzesse, Straftaten unterschieben, BTM Eintrag obwohl kein BTM Eintrag gehabt.)

DIe haben mich über die Jahre so massiv bedrängt mit ihren nicht rechtstaatlichen Aktionen das ich lieber bei Alkohol blieb, erst vorn paar Tagen dachte ich mir baue ich leichtes Cannabis an, das hilft mir, leichtes Cannabis. SO habe ixch den Alkohol im Griff usw,. Der Alkohol hat mich quasi jetzt schon dumm gemacht und macht mich krank, in einer Weise die

ich nicht mehr vertreten kann.

Und ich wäre lieber Benzo abhängig als Alkabhängig.
Die momentane Drogenpolitik ist so ultra menschenfeindlich und wenn man dann einen Arzt findet, der einen zuverlässig das verschreibt was man brauche um im Leben klarzukommen, dann ist das doch der Hit


 
Träumer

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  Geschrieben: 04.01.22 07:57
Guten Morgen, ich spare mir mal einen neuen Thread zu eröffnen, wenn hier vermutlich die hälfte eh schon Erfahrung mit dem
Entzug von Benzos hat.
Ich nehme jetzt seit etwa 4-5 Wochen in unregelmäßigen abständen meist 1-2 manchmal auch 3 mal die Woche Lorazepam zu mir, davor immer sporadisch vielleicht 2mal im Mona wenn ich mal bock hatte 2mg, also wirklich nicht unbedingt viel. In letzter Zeit dann immer Abends 2mg, dann setz ich mich vors Sofa und entspanne etwas und genieße das dizzy sein. Also keine wirklich klassische tägliche Anwendung, eher vergleichbar mit jemanden, der gerne mal öfters mal Panikattacken hat und sie 2-3 mal die Woche nimmt, als Notfallmedikament.
Nun gut, der Grund warum ich hier zu dieser für mich gottlosen Uhrzeit (07:30) schreibe ist, ich habe Schlafstörungen, das hatte ich noch nie,5tage jetzt genau, manchmal liege ich die ganze Nacht wach, wann anders finde ich nur in den Halbschlaf und kugel mich im Bett hin und her. Bin wie gerädert. Ansonsten habe ich großartig nichts...Gestern habe ich dann, weil ich es nicht mehr aushalten konnte nochmal 2mg genommen und wer siehe da, logischer Weise gar keine Probleme mit dem Schlafen gehabt.
Weil ich noch nie Probleme mit dem Schlafen probleme hatte und auch sonst nichts anders mache als sonst im Leben, gehe ich mal davon aus es kommt vom Tavor, mein Körper scheint wohl nach mehr zu verlangen als ich ihm geben will... Wie sollte ich jetzt vorgehen, die Tabletten langsam auschleichen, oder einfach jetzt eine weile komplett weglassen ( Kalter Entzug) weil ich sie ja nur sproadisch genommen habe. Naja zuletzt muss ich es eh an meinem eigenen Befinde festmachen, aber wollte trotzdem mal um rat fragen, vielleicht hat jemand ja Tipps für mich.

Danke im Voraus
 
Traumländer



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  Geschrieben: 07.01.22 23:02
Benzos bitte niemals schlagartig absetzen! Das ist Lebensgefährlich.....selbst bei ner Alkoholentgiftung wo man sie nur wenige Tage bekommt dosieren die die schrittweise runter.

Jeder Körper reagiert anders, auch weiß ich nicht was du so noch konsumierst (was die Krampfschwelle senkt) und was du da schreibst hört sich nach typischen Entzugserscheinungen an.

Dosiere/schleiche die langsam aus, dann hast du auch die Entzugserscheinungen nicht in dem Ausmaß. Vorallem aber, riskierst du bei einem kalten Entzug einen epileptischen Anfall. Das kann böse Verletzungen nach sich ziehen oder gar den Tod.

So ein Krampfanfall ist sowas von gefährlich!!! Du riskierst schwerste Verletzungen wenn es blöd läuft. Schleich die Dinger aus und denk bitte dran: Wenn man mal draufkommt körperlich, reichen wenige Tage aus um wieder drauf zu kommen! Davon loskommen wird dann auch immer schwieriger weil man monatelang noch unter Entzugserscheinungen leidet.....
 
Traumländer

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  Geschrieben: 08.01.22 07:27
Das wäre mir persönlich zu gefährlich. (Auch wenn ich es ebenfalls kalt abgesetzt hatte) Als ich nach 3 Monaten ohne Entzugserscheinung war, hab ich noch
schlagartig das Pregabalin abgesetzt; Schon war ich nach Tagen mitten in einem Delir und habe 4 Tage wieder Benzos nehmen müssen um klar zu kommen.

Ich gehe davon aus da ich Prega+ Benzos genommen hatte, dass ich noch Entzugserscheinungen von den Benzos hatte aber durch die Pregas nix
davon gemerkt habe: Da ich dann auch noch das Prega abgesetzt hatte haben sich meine Entzugserscheinungen potenziert und somit bin ich in einem
delirartigen Zustand gelandet: Meine Ex musste mich mitten in der Nacht zum Ticker fahren, da ich glaube ohne Benzos irre geworden wäre und wahrscheinlich
wie ein tollwütiger Irrer durchgedreht wäre... Komisch an den Zustand zu denken

Ich würde mir irgendwas anderes zu Schlafen besorgen (vorübergehend)... z.B. Mitrazapin. Die Benzos herunterdosieren und zum Schlafen das Mitra nehmen.

Wenn die Dosis zu gering genug ist kannst du es dann absetzen und wenn du frei von Entzugserscheinungen bist würde ich auch das Mitra ausschleichen.
 

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